10 Tipps gegen Aufschieberitis

Warum Aufschieben manchmal besser als machen ist

Mor­gen, mor­gen, nur nicht heu­te, sagen alle …“. Na, Sie wis­sen schon.
Schön ist anders, denn ‚eigent­lich‘ möch­te und müss­te man drin­gend vor­an­kom­men.
Doch die „Auf­schie­be­ri­tis“ greift eben­so wie ihre nahe Ver­wand­te, die  „Schreib­blo­cka­de“, ger­ne um sich. Wenn sie da ist, geht nichts mehr. Zumin­dest schein­bar.
Pro­kras­ti­na­ti­on kann aber auch ihr Gutes haben. Sie kann sogar sehr nütz­lich sein: Bei­spiels­wei­se fürs Anlauf­neh­men und fürs stra­te­gi­sche Den­ken.

Jeder kennt das erbärm­li­che Gefühl, vor dem lee­ren Bild­schirm zu sit­zen und dem Cur­sor beim Blin­ken zuzu­se­hen. Oder ein Vor­ha­ben tage- oder viel­leicht wochen­lang vor sich her­zu­schie­ben und es nie abzu­schlie­ßen.
Das ist bedau­er­lich, aber kein Ein­zel­schick­sal.

Es ist auch kein Ein­zel­schick­sal, wenn man schließ­lich ent­nervt auf­gibt und die typi­schen Ver­zö­ge­rungs­tak­ti­ken zum Ein­satz bringt, die bei Schreib- und sons­ti­gen Blo­cka­den immer kom­men: Fens­ter put­zen, Kaf­fee kochen, auf­räu­men oder zum zehn­ten Mal im Email-Post­fach nach­se­hen, ob nicht doch eine wich­ti­ge Nach­richt drin­gend beant­wor­tet wer­den muss. Stu­den­ten­bu­den sind nicht ohne Grund in Prü­fungs­pha­sen am ordent­lichs­ten!

Und immer­hin ist die Post erle­digt und die Fens­ter sind geputzt.

Wer aufschiebt, arbeitet oft schon am Problem

Die „Auf­schie­be­ri­tis“, latei­nisch auch nicht hüb­scher als „Pro­kras­ti­na­ti­on“ bezeich­net (cras bedeu­tet „mor­gen), ist ein scheuß­li­ches Wort für den scheuß­li­che Zustand, in dem nichts vor­an­geht. Zumin­dest schein­bar nichts.

Denn eigent­lich arbei­ten wir wäh­rend Pro­kastri­na­ti­ons-Pha­sen schon längst am Pro­blem, ohne es zu mer­ken. Denn während wir mit schlech­tem Gewis­sen Fens­ter put­zen oder sons­ti­ge Rou­ti­ne­auf­ga­ben bear­bei­ten, läuft meis­tens schon unser Kopf­ki­no, das die Blo­cka­de lösen wird.

Sich von einer Auf­ga­be zu lösen, die wir im Moment nicht lösen kön­nen, ist sogar eine sehr gute Stra­te­gie. Sich ablen­ken, etwas ande­res tun und in Bewe­gung kom­men ist oft die bes­te Maß­nah­me in Auf­schie­be­ri­tis-Situa­tio­nen.
Mit eiser­ner Dis­zi­plin lässt sich Pro­kras­ti­na­ti­on näm­lich in der Regel nicht ver­trei­ben. Zumin­dest nicht dann, wenn es gut wer­den soll.

Mäßig aber regelmäßig ist der beste Tipp gegen Aufschieberitis• Tipp 1: Pau­sen machen
Ohne Pau­sen wird Akti­on schnell zum Aktio­nis­mus und man dreht Extrarun­den, die gar nicht not­wen­dig sind. Pau­sen sind nicht unpro­duk­tiv, son­dern stei­gern Effi­zi­enz und Effek­ti­vi­tät. Mit etwas Abstand lösen sich vie­le Pro­ble­me und Blo­cka­den oft fast wie von allei­ne und das Risi­ko, mit Scheu­klap­pen und Tun­nel­blick vor­an­zu­stür­men, sinkt.
Des­we­gen gilt nach wie vor Omas alte Weis­heit:
Mäßig, aber regel­mä­ßig.

Aufräumen

Der ech­te Auf­schie­be­ri­tis-Pro­fi kennt die span­nungs­ge­la­de­ne Situa­ti­on zu Beginn eines neu­en Pro­jekts (manch­mal lei­der auch mit­ten­drin).
Bes­tes Mit­tel dage­gen: Put­zen (oder was sonst anliegt) und sich bei sei­nen Aus­reiß­ma­nö­vern für alle Fäl­le Stift und Papier für plötz­li­che Geis­tes­blit­ze bereit­le­gen.

• Tipp 2: Auf­räu­men 
Solan­ge sich Rech­nun­gen, unbe­ant­wor­te­te E-Mails oder sons­ti­ge „TO DOs“ auf dem Schreib­tisch sta­peln, wird es schwer sein, den Kopf für ein neu­es Pro­jekt frei zu bekom­men.
Ent­rüm­peln und Platz für Neu­es schaf­fen, wirkt auch men­tal befrei­end.
(Das darf durch­aus einen gan­zen Arbeits­tag kos­ten, denn die Zeit zählt schon zur neu­en Auf­ga­be.)

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Sammeln

Wich­ti­ge Auf­ga­ben und geis­ti­ges Neu­land brau­chen eine men­ta­le Vor­be­rei­tungs­zeit.
Der Auf­bruch zu neu­en Ufern wird erheb­lich ein­fa­cher, wenn wir nicht nur men­tal, son­dern auch ganz prak­tisch schon ein biss­chen Pro­vi­ant an Bord haben.
Im Vor­feld pas­sen­des Mate­ri­al sam­meln — ohne Druck, just for fun und ein­fach des­halb, weil das, was einem beim Sam­meln in die Fin­ger fällt, span­nend und inter­es­sant ist.

• Tipp 3: Sam­meln und Recher­chie­ren
Ohne den Anspruch schon irgend­et­was pro­du­zie­ren zu müs­sen, soll­te man zu Beginn eines Pro­jek­tes das Eich­hörn­chen in sich ent­de­cken und in einer vir­tu­el­len oder ech­ten Box Zita­te, Zei­tungs­ar­ti­kel, Fotos und Noti­zen sam­meln und auf­be­wah­ren.
Und zwar alles, was gefällt und spä­ter für das The­ma nütz­lich sein könn­te. Das Schö­ne ist, dass sich im Lau­fe der Zeit nicht nur die Recher­che­box füllt, son­dern auch der Kopf.
Ist man mit Inter­es­se und Enthu­si­as­mus bei der Sache, dau­ert es nicht lan­ge, bis sich dort alles Gele­se­ne, Mar­kier­te und Notier­te selb­stän­dig macht, zu „gären“ beginnt und nach und nach zu einem Gesamt­bild zusam­men­fügt – eine fei­ne Sache, wenn man spä­ter die Quint­essenz ein­fach nur noch destil­lie­ren muss.

Der innere Wächter

Men­tal sind wir gut vor­be­rei­tet. Glau­ben wir. Aber jetzt müs­sen wir lie­fern.
Und aus­ge­rech­net jetzt grüßt, wie oft fälsch­li­cher­wei­se ange­nom­men wird, nicht der „inne­re Schwei­ne­hund“, son­dern unser all­ge­gen­wär­ti­ger „Wäch­ter“; also die Instanz, die immer so schön auf­passt, dass wir kei­nen Unsinn pro­du­zie­ren.

Wer etwas Gro­ßes vor­hat – einen groß­ar­ti­gen Text schrei­ben oder eine wich­ti­ge Auf­ga­be erfolg­reich lösen –, muss sich erst ein­mal mit die­sem inne­ren Wäch­ter aus­ein­an­der­set­zen, dem oft genug nichts gut genug ist. Zumin­dest nicht gut genug für unse­re eige­nen hohen Ansprü­che – es soll ja, wie gesagt, groß­ar­tig wer­den.
Als Faust­re­gel gilt: Je grö­ßer die Auf­ga­be, des­to grö­ßer der Wäch­ter.

• Tipp 4: Ver­ge­bung — es ist der “inne­re Wäch­ter” und nicht der Schwei­ne­hund
Mit dem angeb­li­chen “inne­ren Schwei­ne­hund” kön­nen wir uns selbst ganz schön unter Druck set­zen. Denn er impli­ziert ja, dass wir zu faul sind, um uns selbst zu über­win­den und die anste­hen­de Auf­ga­be end­lich zu lösen. Das Ergeb­nis: Wir füh­len uns mit unse­rer Auf­schie­be­ri­tis noch mie­ser.
Die Lösung ist, dass wir uns ernst­haft mit unse­rem “inne­ren Wäch­ter” beschäf­ti­gen.
So wie die Schrift­stel­le­rin Gail God­win: „ … Es ist erstaun­lich, was der Wäch­ter alles auf sich nimmt, um jeman­den davon abzu­hal­ten, dem Fluss sei­ner Fan­ta­sie zu fol­gen. Wäch­ter sind berüch­tig­te Blei­stift­spit­zer, Farb­band­wechs­ler, Blu­men­gie­ßer, Heim­wer­ker und Has­ser von unor­dent­li­chen Zim­mern und unor­dent­li­chen Sei­ten. Sie sind zwang­haf­te Nach­schla­ger. Sie kul­ti­vie­ren selbst­ge­fäl­li­ge Macken, die angeb­lich zu „Schrift­stel­lern“ pas­sen. Und sie wür­den lie­ber ster­ben (und die Inspi­ra­ti­on gleich mit in den Tod rei­ßen), als zu ris­kie­ren, einen Nar­ren aus sich zu machen.“
Gail God­win, The Wat­cher at the Gate

(Gail God­win ver­öf­fent­lich­te ihr Essay 1977, also zu einer Zeit, als Farb­band­wech­seln noch dazu­ge­hör­te. Erset­zen Sie Farb­band doch ein­fach durch … Twit­ter? Face­book? Whats­App? Die Lis­te ist unend­lich lang!)


Termindruck: Von dummen und von klugen Schülern

Eine ent­schei­den­de Rol­le bei Auf­schie­be­ri­tis und Anlauf­neh­men spielt der Fak­tor ‚Zeit‘. Nicht nur Schü­ler wis­sen, dass es meis­tens gewal­tig schief geht, wenn man auf den letz­ten Drü­cker irgend­was irgend­wie zusam­men­schreibt und als ‚fer­tig‘ abgibt. Die Zahl ech­ter Genies, die so etwas kön­nen, ist begrenzt.

Des­we­gen: recht­zei­tig star­ten, damit der Abga­be­ter­min nicht destruk­tiv wird. Und: Star­ten heißt nicht los­le­gen, son­dern sam­meln, recher­chie­ren, sor­tie­ren … und Pau­se machen!

• Tipp 5: Recht­zei­tig star­ten
Die Kunst auch sich selbst gegenüber ehrlich zu sein-Ich habe keine Zeit mich zu beeilen“Je weni­ger Zeit bleibt, umso destruk­ti­ver wird der Abga­be­ter­min”, schreibt Roy Peter Clark und setzt fort: „Der Redak­ti­ons­schluss zwingt Auto­ren zum Han­deln, eine Situa­ti­on, die Schü­ler jeder Jahr­gangs­stu­fe nur all­zu gut ken­nen. Refe­ra­te oder Haus­ar­bei­ten sind nur eine beson­de­re Form von Tex­ten auf Abruf. Selbst wenn man für die Arbeit zwei Wochen Zeit hat, war­tet ein typi­scher Schü­ler (ich war nicht anders) bis zum letz­ten Abend, um damit anzu­fan­gen. Klu­ge Leh­rer bera­ten sich mit dem Schü­ler, um zur Recher­che und Vor­be­rei­tung anzu­re­gen. Klu­ge Schü­ler begin­nen die Arbeit am Tag der Auf­ga­ben­stel­lung zu „schrei­ben“. Dum­me Schü­ler war­ten so lan­ge, bis der Druck des Abga­be­ter­mins zu stark und destruk­tiv wird.“
Roy Peter Clark, Die 50 Werk­zeu­ge des guten Schrei­bens

Mer­ke: Auch das, was als leicht dahin­ge­wor­fe­ner Genie­streich daher­kommt, ist in der Regel das Resul­tat kon­se­quen­ter und ernst­haf­ter Vor­be­rei­tun­gen.

Anfangen! Aber nur zur Probe …

Je grö­ßer die Auf­ga­be, des­to grö­ßer ist unser “inne­rer Wäch­ter”. Damit die Hür­de nicht zu hoch liegt, soll­ten wir anfan­gen. Aber nur zur Pro­be.

• Tipp 6: Nur pro­bie­ren 
Oft ist es rat­sam, sein Pro­jekt als ‚Pro­be‘ zu begin­nen: Die Erkennt­nis­se der Recher­che­box auf­schrei­ben und in einer gro­ben Skiz­ze die Kern­the­sen zusam­men­fas­sen. Sich in die Lage des Lesers oder Zuhö­rers ver­set­zen und über­le­gen, wel­che Infor­ma­tio­nen er braucht, damit sein Leben bes­ser und ein­fa­cher wird.
Die Pro­be erst ohne, mit der Zeit aber mit wach­sen­dem Anspruch zusam­men­stel­len.
Eini­ge Gedan­ken wer­den Ihnen gut und aus­bau­fä­hig erschei­nen – mit denen arbei­ten Sie wei­ter –, ande­re sind nur Zwi­schen­schrit­te, die auf dem Weg zum Gesamt­er­geb­nis irgend­wann wie­der gelöscht wer­den.
Man­che Tage sind „Holzweg“-Tage mit viel­leicht drei mage­ren Wör­tern als Aus­beu­te (die aber durch­aus wich­tig sein kön­nen!), an ande­ren Tagen geht es super vor­an.
Nur nicht die Geduld ver­lie­ren. Frei nach dem Mot­to:
„Der Mann, der den Berg abtrug, war der­sel­be, der anfing, klei­ne Stei­ne weg­zu­tra­gen.“
(Kon­fu­zi­us)

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Ein tol­ler Rat­ge­ber mit vie­len Text­bei­spie­len und Übun­gen.
Ein “Must-Have” — nicht nur bei Schreib­blo­cka­den.
Roy Peter Clark, Die 50 Werk­zeu­ge für gutes Schrei­ben. Hand­buch für Auto­ren, Jour­na­lis­ten und Tex­ter*, Auto­ren­haus Ver­lag GmbH 2008


Lesen gegen Schreibblockaden

Gegen Start­schwie­rig­kei­ten beson­ders am Mor­gen hilft Ein­le­sen. Ein paar Minu­ten mit dem Lieb­lings­au­tor oder der Lieb­lings­au­to­rin, viel­leicht schon pas­send zum The­ma, set­zen unser Kopf­ki­no in Gang und erleich­tern den Ein­stieg ins eige­ne Pro­jekt.


• Tipp 7: Lesen
Klau­en darf man nicht, sich inspi­rie­ren las­sen schon.
Beson­ders beim Schrei­ben schla­gen Stil, Spra­che und Tem­po der Lite­ra­tur, die Sie für Ihre Arbeit oder auch nur zum Spaß lesen, direkt auf Ihre eige­nen Tex­te durch.
Lesen Sie, aber lesen Sie rich­tig! Lesen Sie Bücher und Tex­te, die Ihnen gefal­len, ver­su­chen Sie zu ana­ly­sie­ren, was Ihnen dar­an gefällt, und machen Sie es nach.
Mei­den Sie so gut es geht Tex­te und Auto­ren, die Sie nicht mögen, auch wenn das The­ma inter­es­sant ist. Es ist erlaubt, ein Buch nach zehn Sei­ten weg­zu­le­gen.

Der rote Faden

Dreh- und Angel­punkt für jedes Pro­jekt ist der ‘Rote Faden’. Was will ich errei­chen und Wofür und für Wen mache ich das eigent­lich?“, sind bana­le, aber ent­schei­den­de Fra­gen, die man sich zu Beginn eines Schreib- oder ande­ren Vor­ha­bens (und auch zwi­schen­durch) stel­len soll­te.

• Tipp 8: Der Rote Faden
Der „rote Faden“ ist ein flüch­ti­ges Ereig­nis, das man in der Regel nicht im Sturm erobert, son­dern meis­tens durch Anpir­schen und Ein­krei­sen für sich gewinnt. Soll­te Ihnen Ihr Wäch­ter auf die Fra­ge “Wofür und für Wen?” ein „Alles-für-Alle“ ein­flüs­tern, strei­chen Sie die­sen Anspruch ersatz­los. Er wird nicht funk­tio­nie­ren.
„Alles“ ist nicht wün­schens­wert, denn wer “Alles” sagen, schrei­ben oder tun will, legt sich die Hür­de uner­reich­bar hoch und läuft außer­dem Gefahr, sich zu ver­zet­teln.
“Alles” ist ein­fach nur der Ver­such, sich um den “roten Faden” her­um­zu­mo­geln. Das geht schief. Und “Alle” wird man nie glück­lich machen kön­nen.

Don’t make me think!

Ein gelun­ge­ner „Roter Faden“ ist ein kla­res Kon­zept, mit dem man sich selbst oder ande­ren mit durch­dach­ten Inhal­ten statt über­bor­den­der Aus­füh­run­gen wei­ter­hilft.
Dahin­ter ste­cken viel „Ver­such und Irr­tum“ und vie­le Nach­den­ken. Was muss getan wer­den, wel­che Bot­schaft soll bei Tex­ten oder Vor­trä­gen eigent­lich ankom­men, wo liegt der „Hase im Pfef­fer“?

• Tipp 9: Don’t make me think & KISS
Wer ein Pro­jekt bear­bei­tet oder einen Text schreibt, hat irgend­wie ver­spro­chen, sein eige­nes Leben oder das der ande­ren ein­fa­cher, bes­ser oder bun­ter zu machen. Don’t make me think ist eigent­lich eine Stra­te­gie aus dem Mar­ke­ting, die man bei Pro­jek­ten im Hin­ter­kopf haben soll­te. Damit nie­mand zuviel nach­den­ken muss eig­net sich „KISS – Keep It Short and Simp­le“, ein wei­te­rer Rat­schlag und eine Maxi­me, kom­ple­xe Inhal­te oder Vor­ha­ben durch vor­he­ri­ges Nach­den­ken für alle Betei­lig­ten so kurz, ein­fach und struk­tu­ri­ert wie mög­lich zu hal­ten.

Spaß bei der Arbeit

Das Mie­se ist, dass uns bei “Auf­schie­be­ri­tis” Faul­heit und “Nichts-Tun-Wol­len” unter­stellt wird. Aber es ist eines der dümms­ten Ammen­mär­chen zu glau­ben, Men­schen wür­den nur auf den Lot­to­ge­winn oder eine ande­re For­men des Reich­tums war­ten, um danach sofort den Grif­fel fal­len zu las­sen und ein Luxus-Jet-Set-Leben zu füh­ren.
Die Wahr­heit ist, dass die meis­ten Men­schen aus­ge­spro­chen neu­gie­rig sind und ein gro­ßes Inter­es­se an Auf­ga­ben und Vor­wärts­kom­men haben.

Zusam­men­ge­fasst heißt das: Nicht Faul­sein macht uns glück­lich, son­dern die erfül­len­de Arbeit an einem Pro­jekt — das Spaß macht.
Für den Spaß müs­sen wir schon selbst sor­gen. Durch Erfolg bei­spiels­wei­se.

Die meis­ten von uns, die even­tu­ell in die kom­for­ta­ble Lage kom­men, nicht mehr arbei­ten zu müs­sen, könn­ten ver­mut­lich  2 bis 3 Wochen Traum­ur­laub auf einer para­die­si­schen Süd­see­insel gut gebrau­chen.
Danach wür­den wir aber mit Däum­chen­dre­hen begin­nen und uns eine Auf­ga­be suchen, an der wir arbei­ten kön­nen. “Ohne” geht natür­lich auch — aber wir bräuch­ten sehr vie­le Bloo­dy Marys, um den Zustand abso­lu­ten Nichts­tuns wenigs­tens eini­ger­ma­ßen zu ertra­gen.

• Tipp 10: Spaß bei der Arbeit .
Wenn arbei­ten über­haupt nie Spaß macht, läuft etwas grund­sätz­lich falsch. In so einem Fall soll­te man tief in sich gehen und dar­über nach­den­ken, was man ändern kann. Sein Leben nur auf Urlau­be und Wochen­en­den aus­zu­rich­ten ist eine fürch­ter­li­che Zeit­ver­schwen­dung, die auf Dau­er Selbst­ver­trau­en und Selbst­be­wusst­sein unter­gräbt.

Wae­um wir gele­gent­lich auf­schie­ben und wie man Auf­schie­be­ri­tis für sich und sei­ne Vor­ha­ben außer­dem noch nut­zen kann, lesen Sie als Fort­set­zung im zwei­ten Teil:
Auf­schie­ben für Pro­fis: Noch mehr Tipps gegen Auf­schie­be­ri­tis


Immer noch nichts? Kein Grund zur Depres­si­on! Nen­nen Sie Ihre Auf­ga­be (oder Ihren unge­schrie­be­nen Text) doch lie­ber „Pro­be“ und fan­gen an.
Natür­lich nicht mit der Auf­ga­be. Mit der Pro­be!


Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www.bildbiographien.de, 2016, über­ar­bei­tet 2017


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Auf­räu­men beginnt im Kopf. Und im Klei­der­schrank! Wit­zig, moti­vie­rend und inspi­rie­rend. Nach die­sem Buch macht sogar Auf­räu­men Spaß! Anu­sch­ka Rees, Das Klei­der­schrank-Pro­jekt: Sys­te­ma­tisch zum eige­nen Stil und zu bewuss­tem Mode­kon­sum*, DuMont Buch­ver­lag GmbH & Co. KG, 2017

Ein tol­ler Rat­ge­ber mit vie­len Text­bei­spie­len und Übun­gen. Noch ein “Must-Have” — nicht nur bei Schreib­blo­cka­den. Roy Peter Clark, Die 50 Werk­zeu­ge für gutes Schrei­ben. Hand­buch für Auto­ren, Jour­na­lis­ten und Tex­ter*, Auto­ren­haus Ver­lag GmbH 2008

Anstö­ße für eine zufrie­de­ne­res Leben. Mit vie­len Bei­spie­len und kla­ren Wor­ten die Erklä­rung dafür, wie und war­um wir uns selbst gele­gent­lich in unbe­frie­di­gen­de Lebens­si­tua­tio­nen manö­vrie­ren — und wie wir aus ihnen wie­der her­aus­kom­men. Rein­hard K. Spren­ger: Die Ent­schei­dung liegt bei dir! Wege aus der all­täg­li­chen Unzu­frie­den­heit*, Cam­pus Ver­lag GmbH, Frankfurt/Main, über­ar­bei­te­te Neu­auf­la­ge 2015, bro­schiert

Das “Must-Have” für alle , die ein­fach immer zu wenig Zeit haben.
Lothar Sei­wert: Das Bume­rang-Prin­zip: Mehr Zeit für’s Glück*, dtv Taschen­buch, 2004

Schreib- und sons­ti­ge Blo­cka­den:


Ein groß­ar­ti­ger Blog über’s Blog­gen, Schrei­ben und das Leben an sich: Schreib­such­ti – Walt­her Epp:
http://www.schreibsuchti.de/2016/04/12/schreibstil/


 „Mor­gen, mor­gen“ aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht. Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung, Okto­ber 2012
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/denkfehler-die-uns-geld-kosten/denkfehler-die-uns-geld-kosten-36-morgen-morgen-nur-nicht-heute-11932932.html


 Wei­ter­füh­ren­de Links zum The­ma Lebens­glück:


Vie­le Men­schen drü­cken sich vor dem Ankom­men, indem sie das, was sie angeb­lich wol­len, in uner­reich­ba­re Höhe hän­gen. Mit gutem Grund, denn spä­tes­tens seit Geor­ge Ber­nard Shaw wis­sen wir, dass es im Leben zwei Tra­gö­di­en gibt: Die Nicht­er­fül­lung eines Her­zens­wun­sches — und sei­ne Erfül­lung. Über Zie­le und wie man sie trotz­dem errei­chen kann.
Vor Ankom­men wird gewarnt!


Publish or Perish“ – schreib’ oder ver­schwin­de – ist ursprüng­lich eine alte Uni­ver­si­täts-Weis­heit, die mitt­ler­wei­le mehr und mehr für alle gilt. Es reicht nicht mehr aus, die geerb­ten Foto­al­ben und Stamm­bü­cher zu hegen und zu pfle­gen, denn ihr Inhalt wird für nach­fol­gen­de Gene­ra­tio­nen sinn­los, wenn das Wis­sen dazu ver­lo­ren gegan­gen ist.
11 Tipps, die Sie beim bio­gra­fi­schen Schrei­ben beach­ten soll­ten


Schrei­ben ist so viel mehr als das Anein­an­der­rei­hen von Wör­tern und Satz­zei­chen.
Wer schreibt, muss nach­den­ken, aus­wäh­len, sam­meln, gewich­ten — und sich genau über- legen, was gesagt wer­den soll. Eine Anstren­gung, die sich lohnt.
Denn wer schreibt, muss auf den Punkt kom­men. Allein des­halb macht uns Schrei­ben jedes Mal auch ein biss­chen bes­ser. Ein biss­chen genau­er, ein biss­chen kon­zen­trier­ter, ein biss­chen schlau­er. Und ein biss­chen glück­li­cher!
Die wun­der­ba­re Kraft des Schrei­bens


Posi­ti­ve Psy­cho­lo­gie ist nicht gleich posi­ti­ves Den­ken! Men­schen mit schlim­men Erfah­run­gen bleibt ihr Trau­ma immer im Gedächt­nis, aber sie haben gelernt, damit umzu­ge­hen. Über Resi­li­enz und die drei For­men des glück­li­chen Lebens:
Die Ener­gie folgt der Auf­merk­sam­keit


Wir müssten das alles mal aufschreiben Die Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en fer­tigt seit 2012 hoch­wer­ti­ge Bild­bän­de und Chro­ni­ken über Fami­li­en- und Unter­neh­mens-geschich­ten an, betreibt aber auch einen Shop mit exklu­si­ven Geschenk­ide­en und einen Ghost­wri­ting-Ser­vice. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf unse­rer Home­page Bio­gra­phie & Ser­vice: Wir schrei­ben Geschichte(n)


 

Bild­nach­weis:
Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, 2016

 

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