Die Geschichte mit dem Hammer

Foto: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en

Wenn zwi­schen­mensch­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on so rich­tig in die Hose gehen soll, dann weiß man am bes­ten schon im Vor­aus, was der ande­re sagen, den­ken oder mei­nen könn­te. Wie man das am geschick­tes­ten macht, zeigt uns Paul Watz­la­wick in sei­ner unver­gleich­li­chen „Anlei­tung zum Unglück­lich­sein“:

Wei­ter­le­sen

SEI SPONTAN!

Über die absurden Forderungen sei spontan oder sei fröhlich im GenerationengesprächEs gibt kaum eine absur­de­re Auf­for­de­rung als „Sei spon­tan!“ oder „Sei fröh­lich!
Weder das Eine noch das Ande­re lässt sich erfül­len, berei­tet sei­nen Emp­fän­gern aber nach­hal­tig ein schlech­tes Gewis­sen. Leicht dahin­ge­sagt und eigent­lich nett gemeint, wer­den Kind oder Kegel immer wie­der ger­ne damit trak­tiert. Aber: DIESE Wün­sche gehö­ren wirk­lich ersatz­los gestri­chen.

Wei­ter­le­sen

Dunkle Geheimnisse

Wenn dunk­le Geheim­nis­se ans Licht kom­men, stel­len sie alles infra­ge. Nichts kann so blei­ben, wie es war, weder für den Geheim­nis­trä­ger noch für den Belo­ge­nen. Aber Ent­de­ckung und Ent­hül­lung zer­stö­ren nicht nur, sie bie­ten auch eine Chan­cen zur Neu­ord­nung. Man muss sie nur ergrei­fen.

Wei­ter­le­sen

Die Geschichte vom verlorenen Schlüssel

Der in Kärn­ten gebo­re­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­ler, Psy­cho­the­ra­peut und Phi­lo­soph Paul Watz­la­wick hat mit sei­nem 1983 erschie­ne­nen Buch „Anlei­tung zum Unglück­lich­sein“ einen der bes­ten Anti-Rat­ge­ber geschrie­ben und gleich­zei­tig die bes­te Anlei­tung zum Glück­lich­sein über­haupt. Er legt die Fin­ger genau dort­hin, wo Men­schen sich gele­gent­lich selbst über’s Ohr hau­en. Sei­ne Anlei­tun­gen nicht zu befol­gen, ist der ers­te Schritt zum Glück.

Wei­ter­le­sen

Der Junge mit der roten Mütze

Von Ger­hard Siel­horst

RIAN_archive_137811_Children_during_air_raidSicher weiß ich vie­les bis zu mei­nem 4. – 5. Lebens­jahr von mei­ner Mut­ter.
Aber das meis­te, was danach pas­sier- te, ist mir optisch, akus­tisch und ge- fühls­mä­ßig sehr gut in Erin­ne­rung und prä­sent. Ich höre heu­te noch die Sire­nen heu­len und die her­an-nahen­den US-Pan­zer dröh­nen, sehe die grau­en deut­schen Sol­da­ten, die Men­schen mit Haken­kreuz-Arm- bin­den, den feu­er­ro­ten Him­mel am west­li­chen Ruhr­ge­biets­ho­ri­zont nach den Bom­ben­an­grif­fen und die Obdach­lo­sentrecks. Ich rie­che den Brand­ge­ruch nach den Flie­ger­an­grif­fen und füh­le noch bis heu­te die Angst im Bauch, wenn die Bom­ben ein­schlu­gen und die Luft­schutz­kel­ler­tür hef­tig vibrier­te.

Wei­ter­le­sen

Wer war eigentlich „Stalin“? (3)

Hitler-Stalin-PaktEs ist ein Trep­pen­witz der Geschich­te, dass aus- gerech­net der sonst bis an die Gren­ze zur Para­noia miss­traui­sche Sta­lin die Zei­chen der Zeit nicht erkennt:
Ab März 1941 berich­ten immer mehr sowje­ti­sche Spio­ne von einem nicht enden wol­len­den Strom deut­scher Trup­pen, die Rich­tung Osten mar­schie­ren, täg­lich bräch- ten bis zu vier Züge deut­sche Sol­da­ten und Pan­zer in die Auf­marsch­räu­me in Polen.
Anfang Mai 1941 mel­det der Agent Richard Sor­ge aus Japan nach Mos­kau, dass ein Angriff der Deut­schen mit 150 Divi­sio­nen unmit­tel­bar bevor stün­de. Geplan­ter Ter­min: der 20. Juni 1941.
Wei­ter­le­sen

9. November 1938: „Kristallnacht“

Herschel_Grynszpan_nov_7_1938

Her­schel Gryn­span kurz nach sei­ner Ver­haf­tung am 7. Novem­ber 1938, Autor: Unknown, Gemein­frei

Die “Kris­tall­nacht” im Jahr 1938 war weder eine spon­ta­ne Reak­ti­on auf das Atten­tat des 17jährigen pol­ni­schen Juden Her­schel Grynsz­pan auf den deut­schen Lega­ti­ons­se­kre­tär Ernst Edu­ard vom Rath noch ein plötz­li­cher Aus­bruch des „Volks­zorns“.

Der 9. Novem­ber 1938 war eine lang geplan­te und orga­ni­sier­te Gewalt­ak­ti­on zur Finan­zie­rung des längst beschlos­se­nen Welt­krie­ges..

Wei­ter­le­sen

Die Erfindung der Mutterliebe

Porträt von Jean-Jacques Rousseau

Mit “Mut­ter­lie­be” hat der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Jean-Jac­ques Rous­seau nichts im Sinn, als er 1762 sei­nen Roman “Emi­le oder über die Erzie­hung” publi­ziert. Eigent­lich will er ein Zei­chen gegen die fest­ze­men­tier­te abso­lu­tis­ti­sche Stän­de­ge­sell­schaft set­zen, die ihn anwi­dert, und im Übri­gen hält er Erzie­hung für viel zu wich­tig, um sie Frau­en zu über­las­sen.
Rund 40 Jah­re spä­ter ist Rous­seau post­hum zum Hel­den der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on gewor­den und “Emi­le” zur Grund­la­ge moder­ner Erzie­hung.
Wei­ter­le­sen

Wer war eigentlich „Stalin“? (2)

Sta­lin und Dimitrow (rechts) in Mos­kau (1936), Gemein­frei

Lenins „Mann fürs Gro­be“ ist ihm am Ende doch zu grob. In sei­nem poli­ti­schen Tes­ta­ment emp­fiehlt der Begrün­der und ers­te Regie­rungs­chef Sowjet­russ­lands  drin­gend, Sta­lin als all­mäch­ti­gen Gene­ral­se­kre­tär der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Russ­lands abzu­lö­sen und einen ande­ren an sei­ne Stel­le zu set­zen. Einen ande­ren Gene­ral­se­kre­tär, der sich „in jeder Hin­sicht“ vom Genos­sen Sta­lin „nur durch einen Vor­zug“ unter­schei­det, wie Lenin schreibt: „näm­lich dadurch, dass er tole­ran­ter, loya­ler, höf­li­cher und den Genos­sen gegen­über auf­merk­sa­mer, weni­ger lau­nen­haft usw. ist.“

Wei­ter­le­sen

Wer war eigentlich „Stalin“? (1)

Sta­lin im Jah­re 1894, From Unknown, Gemein­frei

 

Ios­seb Wis­sa­ri­o­no­witsch Dschu­gaschwi­li, genannt Sta­lin, gilt neben Adolf Hit­ler als einer der grau­sams­ten Dik­ta­to­ren in der Geschich­te der Mensch­heit.
Als Lenins „Mann fürs Gro­be“ beginnt er sei­ne Kar­rie­re mit Intel­li­genz und Skru­pel­lo­sig­keit. Durch men­schen­ver­ach­ten­de Här­te wird er ab 1924 zum all­mäch­ti­gen KP-Gene­ral­se­kre­tär — und zum gefürch­te­ten Allein­herr­scher über die Sowjet­uni­on.

Wei­ter­le­sen