Bitte nachschärfen!

Bitte Nachschärfen Tipps und Tricks für die BildbearbeitungAuch wenn ein Foto auf dem Bild­schirm gelun­gen aus­sieht, soll­te man es mit drei ein­fa­chen Hand­grif­fen digi­tal nach­be­ar­bei­ten. Es lohnt sich, denn auch aus einem guten Bild lässt sich ein noch bes­se­res machen.

Lesen Sie im vor­her­ge­hen­den Bei­trag: Zeit & Spaß bei der Arbeit — Druck­ma­schi­nen sind ziem­lich teu­er und auch Bil­lig­an­bie­ter kön­nen nicht hexen — 72, 96 oder 300 dpi? — Nut­zen Sie nie­mals Word oder Power­point zur Bild­be­ar­bei­tung. Nie! — Scan­nen — Die gel­ben Acht­zi­ger Jah­re — Wenn die Zeit reicht: Pro­be­dru­cken!
Foto­ge­schen­ke opti­mal selbst gestal­ten

Fad‘ ist blöd“, das gilt für Fotos genau­so wie für’s Leben.
Wie man es mit sei­nem Leben hält, ist Tem­pe­ra­ments- und Geschmacks­sa­che, für Foto­gra­fi­en gibt es hier ein paar Tipps:

Das Foto-Beauty-Programm

Alle Fotos, die nach der Durch­sicht nicht gelöscht wer­den, soll­ten prin­zi­pi­ell in drei ein­fa­chen Stu­fen bear­bei­tet wer­den, und zwar gleich­gül­tig, ob sie mit der Digi­tal­ka­me­ra frisch geschos­sen oder aus dem Fami­li­en­al­bum gescannt wor­den sind.
Das gilt wirk­lich immer und bei allen Fotos, die für die Nach­welt erhal­ten blei­ben sol­len — auch für die, die auf dem ers­ten Blick gut aus­se­hen.

Zum Foto-Beau­ty-Pro­gramm gehö­ren:

1. Ton­wert und Hel­lig­keit über­prü­fen und gege­be­nen­falls ändern
2. Far­ben über­prü­fen
3. NACHSCHÄRFEN!


Wer die Mög­lich­keit hat, soll­te sei­ne zur Ver­öf­fent­li­chung bestimm­ten Fotos einer Fri­sche­kur unter­zie­hen, denn Foto­bü­cher oder Foto­ge­schen­ke sehen mit hel­len und schar­fen Fotos ein­fach bes­ser aus.

Oft brau­chen gelun­ge­ne Foto­gra­fi­en bei Ton­wert, Hel­lig­keit und Far­be gar kei­ne oder kei­ne gro­ßen Ände­run­gen, aber man soll­te trotz­dem ein biss­chen spie­len und aus­pro­bie­ren, ob nicht noch was zu holen ist.
Ganz wich­tig für den Druck ist das Nach­schär­fen. Fotos soll­ten für den Druck leicht – ca. 10 Pro­zent – ‚über­schärft‘ wer­den. Für die Optik macht das oft den ent­schei­den­den Unter­schied aus!
Nach­schär­fen soll­te man übri­gens erst, wenn man das end­gül­ti­ge For­mat eines Fotos kennt: Also erst das Lay­out fest­le­gen, danach die Bil­der schär­fen.

Extra-TIPP: Arbei­ten Sie nicht zu stark mit Kon­tras­ten! Was auf dem Bild­schirm gut aus­sieht, ist im Druck oft zu farb­las­tig – das sind dann bei­spiels­wei­se die Fotos, auf denen alle abge­bil­de­ten Men­schen unna­tür­lich rote Köp­fe haben!

Urhe­ber­rech­te: Frem­de Bil­der ver­wen­den
Wer ein span­nen­des Buch schreibt, will manch­mal mehr.
Mehr Bil­der und vor­al­lem: mehr Publi­kum.
Für alle, die mehr wol­len und für ein Buch­pro­jekt, das für eine Ver­öf­fent­li­chung bestimmt ist, zusätz­li­che Fotos ande­rer Urhe­ber suchen, spie­len Urhe­ber­recht und Crea­ti­ve Com­mons Urhe­ber­recht­li­zen­zen eine wich­ti­ge Rol­le:


Es gibt diver­se Com­pu­ter­pro­gram­me, mit denen Fotos sehr gut nach­be­ar­bei­ten wer­den kön­nen, am wei­tes­ten sind Pho­to­shop und sei­ne gar nicht so leicht­ge­wich­ti­ge Light­ver­si­on Pho­to­shop Ele­ments ver­brei­tet.

Ele­ments ist die gar nicht so leicht­ge­wich­ti­ge Light­ver­si­on und preis­güns­ti­ge Alter­na­ti­ve zum Pro­fi-Pho­to­shop von Ado­be. Bil­der und Vide­os bear­bei­ten, kor­ri­gie­ren, opti­mie­ren und vie­les mehr. Extra-Tipp: Es muss nicht immer die neus­te und teu­ers­te Ele­ments-Ver­si­on sein! Ado­be Pho­to­shop Ele­ments 13 & Pre­mie­re Ele­ments 13*, Ado­be, 2014, Für Mac OS X, Win­dows 7, Win­dows 8

Fünf Einstellungen für den Filter „UNSCHARF MASKIEREN

Wie das Foto­gra­fie­ren selbst, ist die Nach­be­ar­bei­tung von Fotos eine hohe Kunst, und es steckt jede Men­ge Know-how und Theo­rie dahin­ter.
Für die­je­ni­gen, denen es weni­ger um Theo­rie, son­dern haupt­säch­lich um schö­ne Bil­der geht, gibt es im Fol­gen­den eine Über­sicht über nütz­li­che Ein­stel­lun­gen des Pho­to­shop-Fil­ters „UNSCHARF MASKIERN“:

1. Für den All­tags­ge­brauch: Stär­ke 120 %, Radi­us 1, Schwel­len­wert 3
2. Men­schen: Stär­ke 150 % , Radi­us 1, Schwel­len­wert 10
3. Stadt- und Rei­se­bil­der: Stär­ke 65 %, Radi­us 3, Schwel­len­wert 2
4. Super­scharf (vie­le Details, Sport­fo­tos): Stär­ke 95 %, Radi­us 1,5, Schwel­len­wert 1
5. Fotos, die ver­klei­nert wor­den sind (Web): Stär­ke 85 %, Radi­us 1, Schwel­len­wert 4

Scannen

Alte Foto­gra­fi­en digi­ta­li­sie­ren und damit ver­hin­dern, dass der Zahn der Zeit noch län­ger an ihnen nagen kann, ist eine loh­nens­wer­te Auf­ga­be.
Spä­tes­tens dann, wenn man die Schätz­chen im Schuh­kar­ton für die Fami­li­en­chro­nik oder für beson­de­re Geschen­ke ver­wen­den möch­te, müs­sen Fotos auf Papier­ab­zü­gen, Dias oder Nega­ti­ve digi­tal wer­den.

Für sehens­wer­te Scan-Ergeb­nis­se sind eini­ge weni­ge Din­ge zu beach­ten:

1) Wäh­len Sie die Scan-Auf­lö­sung pas­send zur Aus­ga­be­grö­ße: Das bedeu­tet: Wenn das Bild klei­ner oder höchs­tens in Ori­gi­nal­grö­ße abge­bil­det wer­den soll, muss das Bild in 300 Punk­te pro Zoll (dpi) auf­ge­löst sein.
Um etwas Reser­ve für die spä­te­re Bear­bei­tung zu haben, dür­fen es auch 400 bis 600 dpi sein. Soll das Bild im Buch grö­ßer wer­den als das Ori­gi­nal, muss die Auf­lö­sung ent­spre­chend noch­mals höher gewählt wer­den.

Für ein 9x13 cm gro­ßes Bild, das unge­fähr ori­gi­nal­groß gedruckt wer­den soll, könn­te das so aus­se­hen:

Scan-Einstellungen für 9x13-Foto

Scan-Ein­stel­lung für ein Bild, das in Ori­gi­nal­grö­ße (9 x 13) gedruckt wer­den soll


2) Scan­nen Sie in Far­be, auch wenn die Vor­la­ge schwarz­weiß ist.
Je mehr Infor­ma­tio­nen die Bild­da­tei ent­hält, des­to ein­fa­cher ist sie spä­ter zu opti­mie­ren.

3) Schal­ten Sie alle Auto­ma­tik-Funk­tio­nen Ihres Scan-Pro­gramms aus, denn die Scan-Soft­ware arbei­tet in ihren Kor­rek­tur­me­cha­nis­men meist sehr pau­schal und grob.
Sor­gen Sie für mög­lichst „unbe­han­del­te“ Datei­en ankom­men – die Opti­mie­rung des Bil­des ist im zwei­ten Schritt sehr viel ein­fa­cher und fein­füh­li­ger mög­lich.

Aus­nah­me: Wenn Ihr Scan-Pro­gramm eine Funk­ti­on zur auto­ma­ti­schen Staub- und Kra­t­zer­ent­fer­nung hat, dann machen Sie von einem repa­ra­tur­be­dürf­ti­gen Bild je einen Scan ohne und mit Staub-Auto­ma­tik, und wäh­len die optisch bes­te Datei aus.

Alle Einstellungen auf Null oder Aus

Beim Scan­nen alle Ein­stel­lun­gen auf Null oder Aus


4) Beschnei­den Sie Ihre Bil­der nicht; im Gegen­teil kann sich ein klei­ner Rand um das eigent­li­che Bild bei der Bild­op­ti­mie­rung und dem Lay­ou­ten noch als nütz­lich erwei­sen.

5) Spei­chern Sie die Datei­en unkom­pri­miert, son­dern idea­ler­wei­se im For­mat TIFF. Wenn Sie die Scans per Inter­net über­tra­gen müs­sen und die Daten­men­ge gering hal­ten möch­ten, geht not­falls auch JPG (in hoher Qua­li­täts­stu­fe); kei­nes­falls hin­ge­gen soll­ten Sie die Fotos in Word- oder PDF-Datei­en ein­bet­ten.
Tipp: Nut­zen Sie zur Über­tra­gung gro­ßer Datei­en statt E-Mail einen File­trans­fer-Dienst wie wetransfer.com.

6) Repro­du­zie­ren oder Restau­rie­ren? ist bei his­to­ri­schen Fotos die Gret­chen­fra­ge.
Sol­len die Far­ben eines aus­ge­bleich­ten oder ver­gilb­ten Abzugs auf­ge­frischt wer­den, oder möch­ten Sie das Bild in sei­nem gegen­wär­ti­gen Zustand wie­der­ge­ben?
Sind Staub und Krat­zer char­man­te Zeu­gen der Zeit oder unlieb­sa­me Bild­feh­ler?
Letzt­end­lich ist die Ant­wort auf die Fra­ge Geschmack­sa­che, hängt aber auch vom Zeit­bud­get ab, denn die sorg­fäl­ti­ge Retu­sche eines Bil­des, an dem der Zahn der Zeit genagt hat, kann durch­aus eini­ge Stun­den oder gar Tage in Anspruch neh­men.

Als Faust­re­gel gilt: Je grö­ßer das Bild wie­der­ge­ge­ben wird, des­to mehr Auf­wand in der Nach­be­ar­bei­tung ist ange­mes­sen.
Ganz­sei­ti­ge Fotos und ins­be­son­de­re das Titel­mo­tiv ver­die­nen inten­si­ve Zuwen­dung, wäh­rend es bei Abdru­cken in bes­se­rer Brief­mar­ken­grö­ße kaum gerecht­fer­tigt ist, mehr als ein paar Minu­ten in Opti­mie­rung und Retu­sche zu inves­tie­ren.

Lesen Sie im nächs­ten Arti­kel: Die 1970er und 1980er Jah­re müs­sen ein sehr son­ni­ges Zeit­al­ter gewe­sen sein. Der Ein­druck ent­steht zumin­dest, wenn man in den Foto­al­ben jener Jah­re blät­tert. Es ist alles — so gelb. Woher der Gelb­stich kommt und wie man ihn wie­der los­wird:
Bild­be­ar­bei­tung: Die gel­ben Acht­zi­ger Jah­re

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www.bildbiographien.de,  2015, aktua­li­siert 2017


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Für noch mehr Spaß an eige­nen Bil­dern gibt es seit dem 2. Okto­ber 2017  Ado­be Pho­to­shop Ele­ments 18 & Pre­mie­re Ele­ments 18*, Ado­be, 2017, Für Mac OS X, Win­dows 10, Win­dows 7, Win­dows 8, Win­dows 8.1

Ein toll gemach­tes Buch mit vie­len gut ver­ständ­li­chen (und bebil­der­ten) Anlei­tun­gen, mit denen sich die Welt von Pho­to­shop Ele­ments her­vor­ra­gend Schritt für Schritt erschlie­ßen lässt.  Chris­ti­an West­pha­len, Pho­to­shop Ele­ments 11: Schritt für Schritt zum per­fek­ten Pho­to*, Gali­leo Design, 2012

Ele­ments ist die gar nicht so leicht­ge­wich­ti­ge Light­ver­si­on und preis­güns­ti­ge Alter­na­ti­ve zum Pro­fi-Pho­to­shop von Ado­be. Bil­der und Vide­os bear­bei­ten, kor­ri­gie­ren, opti­mie­ren und vie­les mehr. Extra-Tipp: Es muss nicht immer die neus­te und teu­ers­te Ele­ments-Ver­si­on sein! Ado­be Pho­to­shop Ele­ments 13 & Pre­mie­re Ele­ments 13*, Ado­be, 2014, Für Mac OS X, Win­dows 7, Win­dows 8

Tipps und Tricks für die eige­ne Bio­gra­fie­ar­beit, Wis­sens­wer­tes über die digi­ta­le Bear­bei­tung alter Fami­li­en­fo­to­gra­fi­en, Fra­gen­ka­ta­lo­gen und vie­lem mehr
Frag’ Oma — Wich­tige Fra­gen an Oma und Opa*, Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, 2015, Gebun­den

Anlei­tung, Inspi­ra­ti­on und Fra­gen­ka­ta­lo­ge für’s bio­gra­fi­sche Schrei­ben spe­zi­ell für  Opas, Onkel und natür­lich auch alle ande­ren (männ­li­chen) Fami­li­en­mit­glie­der, die etwas zu erzäh­len haben.
Frag’ Opa — Wich­tige Fra­gen an Oma und Opa*, Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, 2015, Gebun­den

Wei­ter­füh­ren­de Links zum The­ma Fotos und Schrei­ben:


Aller Anfang ist schwer – beson­ders beim Schrei­ben der eige­nen Bio­gra­fie. Was man beach­ten soll­te und wie der Beginn gelingt: 11 Tipps, die Sie beim bio­gra­fi­schen Schrei­ben beach­ten soll­ten
11 Tipps für das Schrei­ben einer Bio­gra­fie 


Klu­ge Dru­cke­rei­en haben längst den Trend „selbst gestal­te­te Foto­ge­schen­ke“ erkannt und sind dar­auf ein­ge­stellt. Doch auch wenn das Lay­ou­ten eines Foto­ge­schenks dank benut­zer­freund­li­cher Pro­gram­me so ein­fach ist wie nie, soll­te man das „A“ und „O“ indi­vi­du­el­ler Foto­ge­schen­ke nicht aus den Augen ver­lie­ren: die Fotos zum Bei­spiel.
Foto­ge­schen­ke opti­mal selbst gestal­ten


Alte Foto­gra­fi­en erzäh­len Geschichte(n). Wel­che Geheim­nis­se sich in einem ein­fa­chen Foto ver­ber­gen kön­nen:  Pupp­chen, Du bist mein Augen­stern. Das Geheim­nis in alten Foto­gra­fi­en
Pupp­chen, Du bist mein Augen­stern


Bild­nach­weis:
Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, 2015, www.bildbiographien.de


Wir müssten das alles mal aufschreiben

Die Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en ver­öf­fent­licht seit 2012 hoch­wer­ti­ge Bild­bän­de und Chro­ni­ken über Fami­li­en- und Unter­neh­mens-geschich­te. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf unse­rer Home­page Bild­bio­gra­phi­en: Wir müss­ten das alles mal auf­schrei­ben!


 

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