Der „Schwarze Freitag“: Vom Börsenkrach zur Weltwirtschaftskrise

Berlin, Bankenkrach, Andrang bei der Sparkasse

Im Kampf um ihre Spareinlagen! Massenandrang der Sparer vor der städtischen Sparkasse in Berlin. Von Bundesarchiv, Bild 102-12023 / Georg Pahl / CC-BY-SA 3.0

Tatsächlich ist der „Schwarze Freitag“ ein Donnerstag. Am 24. Oktober 1929 beginnen an der New Yorker Wall Street die Aktienkurse zu rutschen. Gegen Mittag wird aus Nervosität Panik, der Dow Jones sackt ab, der Handel bricht mehrmals zusammen. Der Crash wird schließlich zur Wirtschaftskrise, als jeder versucht zu retten, was noch zu retten ist – egal, zu welchem Preis. Der Börsenkrach an der Wall Street, der zunächst von vielen als Korrektur überhitzter Märkte gedeutet wurde, stürzte die Welt in eine der schlimmsten und folgenschwersten Krisen ihrer Geschichte.

Lesen Sie im ersten Teil: 269 Milliarden Goldmark – Ruhrkampf und Hyperinflation – Die zweite, wirklich proletarische Revolution? – Der Deutsche Oktober
Deutschland 1923: Vom Ruhrkampf zum Deutschen Oktober

Nach den ersten fürchterlich chaotischen Jahren der Weimarer Republik, nach Ruhrkampf und Hyperinflation 1923, ist auch Deutschland endlich in den „Goldenen Zwanziger Jahre“ angekommen.

Es sind wirtschaftliche Boomjahre, in denen Autos, Radios, Kühlschränke und Staubsauger die Welt erobern und zu den Stars eines langanhaltenden Aufschwungs werden.
Wirtschaftlich geht es in der Weimarer Republik das erste Mal seit 1918 wieder aufwärts. Konzerne wie IG Farben, Siemens und AEG erobern den Weltmarkt und ab August 1924 regelt der sogenannte Dawes-Plan (benannt nach dem US-Vize Charles G. Dawes) den Dauerbrenner Reparationszahlungen neu und – wie es scheint – wenigstens einigermaßen zur Zufriedenheit aller Beteiligten
Umsatz und Gewinn der damaligen High-Tech-Unternehmen wachsen in den Himmel, Jahr für Jahr gibt es für die Aktienkurse an den Börsen nur eine Richtung: aufwärts.

Berlin, Tanztee im "Esplanade"

Berlin, Tanztee im „Esplanade“. Berlin 1926 Im Garten des Berliner Hotels „Esplanada“ spielt zum 5 Uhr-Tee eine Jazzband. Von Bundesarchiv, Bild 183-K0623-0502-001 / CC-BY-SA 3.0,

Es ist die beschwingte Atempause zwischen zwei Katastrophen.
Je länger der Boom anhält, desto weniger kann man sich vorstellen, dass diese schöne neue Zeit jemals enden könnte.
Aber es gibt eine tickende Zeitbombe, von der kaum jemand etwas ahnt: Gold.

„Während sich Präsident Coolidge in den Black Hills als Cowboy vergnügte, legten am anderen Ende des Landes und jenseits seines momentanen Interessenspektrums vier internationale Banker still und heimlich den Grundstein für den Zusammenbruch des Aktienmarktes und die anschließende Weltwirtschaftskrise. Selbstverständlich war Letzteres weder ihre Absicht noch ihre Erwartung.
Die fraglichen Männer waren: Benjamin Strong, Gouverneur der Federal Reserve Bank of New York; Sir Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England; Hjalmar Schacht, Präsident der deutschen Reichsbank, und Charles Rist, stellvertretender Gouverneur der Banque de France. Gemessen an ihrer enormen Bedeutung handelte es sich bei den vier Männern um ein recht eigenartiges Quartett: Einer von ihnen lag im Sterben, einer war völlig verschroben, einer war ein zukünftiger Nazi, und einer war verhältnismäßig normal, aber unter den gegenwärtigen Umständen mehr oder weniger bedeutungslos.“
Bill Bryson, Sommer 1927

Aktien und Konsum auf Pump: Jetzt kaufen, später zahlen

Die USA, die eigentlichen Gewinner des 1. Weltkrieges, haben ein Problem:
Den Amerikanern geht es zu gut. Zu gut im Vergleich zu den Europäern, die sich immer noch nicht ganz von den Folgen des Ersten Weltkrieges erholt haben.
Das Wirtschaftswachstum beträgt durchschnittlich 3,3 Prozent, seit Jahren gibt es keine Inflation mehr, der Staatshaushalt jagt von einem Rekordüberschuss zum nächsten.
Auch der Aktienmarkt boomt und viele Amerikaner entdecken das Spekulieren mit Aktien als neuen Zeitvertreib – und als lukrativen Nebenerwerb:

„Auf dem Aktienmarkt wurde scheinbar mühelos ein Vermögen verdient. In Früher Erfolg. Über Geld und Liebe, Jugend und Karriere, Schreiben und Trinken berichtet F. Scott Fitzgerald voller Verwunderung, dass sein Friseur in den Ruhestand gegangen sei, nachdem er mit einer einzigen Investition eine halbe Million Dollar verdient hatte – zur damaligen Zeit fast das Vierhundertfache eines durchschnittlichen Jahresgehalts. Für viele wurde das Spekulieren an der Börse beinahe zur Sucht.“
Bill Bryson, Sommer 1927

Mit dem Optimismus wächst die Risikobereitschaft.
Aktien der prosperierenden Unternehmen werden „auf Pump“ gekauft: Schon für eine Anzahlung von 10 Dollar kann man bei Brokern Aktien im Wert von 100 Dollar erwerben, den restlichen Kaufbetrag kann man später bequem mit den Gewinnen der Aktien bezahlen, die sich erfreulicherweise schnell und zuverlässig einstellen.
Jeder, der da nicht mitmacht, ist eigentlich ein Idiot.

Jetzt kaufen, später zahlen, kommt aber nicht nur für Aktien in Mode, sondern setzt sich auch als Konzept für den Hausgebrauch durch: Man spart nicht mehr auf’s neue Radio, Auto oder eines der vielen neuen und modernen Haushaltsgeräte, sondern konsumiert auf Kredit. Warum warten, wenn man’s gleich haben kann?

Das funktioniert gut, solange man seinen Job behält und es wirtschaftlich aufwärts geht. Es funktioniert nicht, wenn weder das eine noch das andere zutrifft.

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Amerika auf dem Weg zur Weltmacht. Ein ebenso spannendes wie informatives Buch über Hochwasser und Politik, Charles Lindbergh, das Kino, die Mafia, Einwanderer, Präsident Coolidge und den Grundstein der Weltwirtschaftskrise 1929. Ein dickes Buch (640 Seiten), aber ein sehr lesenswertes Buch! Bill Bryson: Sommer 1927*, Wilhelm Goldmann Verlag, München, Taschenbuchausgabe April 2016

Die Goldfalle

Das Bankier-Quartett, das sich im Sommer 1927 zu gemeinsamen Beratungen trifft und dabei versehentlich den Grundstein für den atemberaubenden Absturz der Weltwirtschaft zwei Jahre später legt, hat eigentlich genau das Gegenteil im Sinn.
Eigentlich möchte man das Problem „den Amerikanern geht es zu gut“ beheben und die Weltwirtschaft ankurbeln.
Denn das ungebremste Wirtschaftswachstum der USA sorgt auf Dauer für ein Problem mit Gold – mit dem international gültigen Goldstandard, um genau zu sein.

Der Goldstandard legte fest, dass jeder Staat den Gegenwert der sich im Umlauf befindliche Geldmenge in Form von Gold in den Tresoren ihrer Zentralbanken vorrätig haben musste; zehn Goldmark müssen – zumindest theoretisch – gegen Gold im Wert von zehn Mark umtauschbar sein; zehn Dollar gegen Gold im Wert von zehn Dollar.

Die Idee dahinter hatte durchaus ihre Berechtigung: Der Goldstandard machte eine Inflation nahezu unmöglich, da Staaten nicht einfach nach Belieben Geld drucken konnten (der Auslöser der Hyperinflation 1923 in Deutschland). Er sorgte für Stabilität bei Preisen und Wechselkursen und war psychologisch als „harte Währung“ ein Garant für eine funktionierenden Wirtschaft.


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Aber er passt nicht mehr in die neue Zeit.
In den Boomjahren, in denen alle Industrienationen wachsen, die Volkswirtschaft der USA aber noch viel rasanter zulegt als alle anderen, wird Gold zum Problem.
Denn das Gold fließt dank hoher Einkünfte immer in Richtung der stärksten Wirtschaft, das heißt: zur stärksten Wirtschaftsmacht der Welt, in die USA.
Dort häuft es sich an, in anderen Ländern fehlt es:

„In der Theorie mag es großartig klingen, sämtliche Goldvorräte zu besitzen, doch das würde in der Praxis bedeuten, dass andere Länder keine einheimischen Produkte mehr kaufen könnten, da sie selbst kein Gold mehr besäßen, um diese Produkte zu bezahlen. Im Interesse des Handels und einer gesunden Weltwirtschaft sollte Gold zirkulieren.“
Bill Bryson, Sommer 1927

Niedrige Zinssätze mit explosiver Wirkung

Die vier Bankiers, die sich getroffen haben, um Amerikas Gold-Problem zu lösen, trennen sich am 7. Juli 1927 im guten Glauben, alles richtig gemacht zu haben.
Es wurde beschlossen, den Diskontsatzes der amerikanischen Federal Reserve Bank von vier auf dreieinhalb Prozent zu senken und hofft, dadurch mehr vermögende Amerikaner dazu zu bewegen, ihr Kapital in Europa zu investieren, wo sie höhere Zinsen erzielen können.
Man glaubt, dass die amerikanische Wirtschaft eine kleine Zinssenkung gut verkraften kann, durch mehr amerikanische Investoren auch mehr Gold Richtung Europa fließt, der Welthandel angekurbelt werden würde und am Ende alle profitieren und miteinander noch wohlhabender werden.

Eine kapitale Fehleinschätzung.
Statt die europäischen Währungen zu stabilisieren, kurbelt der noch günstigere Zinssatz für Kredite in den USA eine riesige Spekulationsblase an – kaufen auf Pump ist ja gerade en vogue – und am 24. Oktober 1929 zerplatzt diese Blase mit einem gewaltigen Knall.

Die Senkung der Zinssätze ist der Funke, der das wacklige Banken- und Wirtschaftssystem der 1920er Jahre zur Implosion bringt.
Günstigere Kredite bedeuten, dass man mit geliehenem Geld noch mehr und günstiger kaufen kann; die bereits absurd hohen Aktienkurse schnellen nach der Senkung des Diskontsatzes weiter in die Höhe.
Und da alle auf Pump kaufen, stehen allein in den USA Investoren bei ihren Brokern kurze Zeit später mit schwindelerregenden viereinhalb Milliarden Dollar statt mit einer Milliarde in der Kreide.
Jeder kann reich werden, scheint für viele in greifbarer Nähe gerückt zu sein.

Vom Börsenkrach zur Weltwirtschaftskrise

Die Wirtschaft kann einfach nicht mithalten.
Bereits 1928 gibt es erste Bremsspuren, Firmenkonkurse häufen sich, weil Märkte gesättigt und Preise durch gewaltige Überproduktionen in den Keller gedrückt werden. Die Börsen stört das zunächst nicht, der weltweite Aufwärtstrend an den Aktienmärkten hat aber nichts mehr mit Produktivität oder Profiten zu tun, sondern nur mit der Bereitschaft der Anleger, immer mehr Geld zu investieren – auf Pump.

Ein Milliardenvermögen steckt in faulen Krediten.
An jenem schwarzen Donnerstag platzt die gigantische Spekulationsblase und die Aktienkurse an der Wall Street stürzen ins Bodenlose.

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Eine Menschenmenge versammelt sich nach dem Börsencrash von 1929 an der Wall Street. Gemeinfrei

Als die Nachricht vom Börsenkrach in den USA am Freitag, dem 25. Oktober, die europäischen Börsen erreicht, glauben viele zunächst an eine Korrekturphase des amerikanischen Marktes.
Die Kurse in Europa steigen sogar leicht an, da man erwartet, dass Investoren sich jetzt stärker auf europäische Aktien konzentrieren würden.

Doch die Talfahrt in den USA hält an, und am Dienstag der darauffolgenden Woche bricht auch der europäische Markt endgültig zusammen.
Aktien werden zu Schleuderpreisen verkauft, Banken reagieren in Panik und fordern Kredite unverzüglich zurück, eine Maßnahme, die auch eigentlich gesunde Unternehmen über Nacht in den Bankrott treiben.

Anleger, die Aktien im Vertrauen auf einen ewig anhaltenden Boom kreditfinanziert gekauft hatten, sind plötzlich hoch verschuldet.
Doch allein durch die Kursstürze hätte aus dem Börsencrash nicht die nachfolgende weltweite Wirtschaftskrise werden müssen.

Es ist wieder der„Goldstandard“, der die schlingernden Volkswirtschaften ins Elend reißt.

Vom Ansturm der Sparer in den Abgrund

Oft reichte das Gerücht, eine Bank sei durch Aktienverluste und insolvente Schuldner in eine Schieflage geraten, um einen Massenansturm besorgter Sparer zu provozieren.
Menschen stehen Schlange und drängen an die Schalter, um ihre Einlagen zurückfordern. Viele kleinere, aber auch größere Banken überleben einen solchen Ansturm nicht und machen Konkurs, viele Kleinsparer verlieren ihr sicher geglaubtes Guthaben, das sie bei der Bank ihres Vertrauen für schlechte Zeiten oder teure Anschaffungen gespart hatten.

Sogenannte „Bankfeiertage“ werden eingeführt, um den Ansturm der Massen wenigstens etwas zu regulieren.
Die Banken versuchen in ihrer Not, möglichst liquide zu bleiben: Nach und nach geben Bankinstitute eine ihrer Kernaufgaben – die Kreditvergabe – auf und horten Geld nur noch.
Doch ohne Kredite können Unternehmen nicht investieren und Kunden nicht kaufen.
Durch das Geldhorten wird eine fatale Abwärtsspirale in Gang gesetzt, denn wenn Geld aus dem Verkehr gezogen und knapp wird, sinken die Preise, weil Käufer weniger Mittel zur Verfügung haben.

Deflation – Waren und Dienstleistungen müssen immer billiger werden, damit sie überhaupt Käufer finden – würgt die Wirtschaft ab und treibt Unternehmen in den Ruin.

Nach dem Crash folgt daher die Krise, Hunderttausende – teilweise auch wirtschaftlich gesunde – Unternehmen kollabieren, Millionen Menschen verlieren ihre Arbeit: in Deutschland steigt die Zahl der Arbeitslosen von 1,4 Millionen ( Ende September 1929) auf 5 Millionen (Ende 1930). Im Februar 1932 sind in Deutschland 6 Millionen Menschen arbeitslos, 12 Millionen haben noch eine Beschäftigung.
Zur wirtschaftlichen Depression kommt die Hoffnungslosigkeit der Menschen.
Das Schlimmste ist: Ein Ende ist nicht in Sicht. Weltweit.

Die Not unserer Zeit! Arbeitslose Hafenarbeiter auf Abruf bei der Straßen-Arbeitsvermittlung am Baumwall, Hamburg, 1931. Von Bundesarchiv, Bild 102-11008 / CC-BY-SA 3.0

Die Folgen der Krise

Vielleicht hätte die große Krise verhindert werden können.
Mit weniger Dogma und „frischem Geld“ hätte die weltweite Kreditklemme durchbrochen werden können, doch der damals maßgebliche „Goldstandard“ stellt für „frisches Geld“ eine unüberwindliche Hürde dar – Gelddrucken verboten.

Schlimmeres wäre möglicherweise verhindert worden, hätte man angesichts sinkender Preise die Geldmenge im Umlauf wieder erhöht.
Doch einfach die Notenpresse anzuwerfen und frisches Papiergeld zu drucken, geht nicht; die Notenbanken sind verpflichtet, jede gedruckte Banknote mit Goldreserven in den Tresoren decken zu können, das ist eine der Lehren, die man aus der Kriegsfinanzierung und der  deutschen Hyperinflation 1923 gelernt hat.

Die Politik tut ein Übriges, um die Krise weiter zu verschärfen.
Im hochverschuldeten Deutschland setzt die Regierung unter dem Hungerkanzler“ Heinrich Brüning auf einen rigiden Sparkurs, um sinkende Steuereinnahmen und steigende Ausgaben für Sozialleistungen finanzieren zu können.
Das Arbeitslosengeld wird rigoros gekürzt, staatliche Investitionen eingestellt, Ausgaben für Bildung und Wissenschaft auf ein Minimum reduziert.

ADN-ZB/Archiv Deutschland Berlin: Wohltätigkeitsspeisung armer Leute durch die evangelische Kirchengemeinde In Berlin Niederschönhausen werden durch die evangelische Kirchengemeinde arme Leute gespeist. Die Reichswehr hat eine Goulaschkanone und 2 Mann zur Verfügung gestellt. Die Kosten der Speisung bringt die Kirchengemeinde durch freiwillige Spenden auf. Jedes Mitglied zahlt pro Tag 10 Pfennige vorläufig für die Dauer von 3 Monaten. Von Bundesarchiv, Bild 183-T0706-501 / CC-BY-SA 3.0 (Aufnahme: 1931) 5417-31

Verzweifelte und hungernde Menschen schließen sich in ihrer Not radikalen Parteien an, weil sie die etablierten für ihr Elend verantwortlich machen.
Viele der jungen Demokratien Europas werden ausgehöhlt oder schaffen sich angesichts der bedrohlichen ökonomischen Lage gleich selbst ab.

Der „Schwarze Freitag“ steht in Deutschland (und in vielen anderen Staaten) für das Erstarken der Nationalsozialistischen und der Kommunistischen Partei, für Straßenschlachten und das Ende der Demokratie.

Lesen Sie im nächsten Beitrag: Die NSDAP: Von „ferner liefen“ zur zweitstärksten Fraktion  – Minderheitsregierung von Hindenburgs Gnaden – „Hungerkanzler“ Heinrich Brüning – Dauerbrenner Reparationszahlungen
1932 – Das Ende der Republik. Brüning, der Hungerkanzler

Copyright: Agentur für Bildbiographien, www.bildbiographien.de, 2013 (überarbeitet: 2017)


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Preis: EUR 9,99

Amerika auf dem Weg zur Weltmacht. Bill Bryson wie immer spannend und informativ über Hochwasser und Politik, Charles Lindbergh, das Kino, die Mafia, Einwanderer, Präsident Coolidge und den Grundstein der Weltwirtschaftskrise 1929. Ein dickes Buch (640 Seiten), aber auch ein sehr lesenswertes Buch. Bill Bryson: Sommer 1927*, Wilhelm Goldmann Verlag, München, Taschenbuchausgabe April 2016

Infotainment vom Feinsten: Curd Jürgens in einer Paraderolle im Film ‚Der schwarze Freitag‘. Der schwarze Freitag*, 1 DVD, Produktionsjahr: 1966, Erscheinungsjahr 2016. FSK: ohne Altersbeschränkung

Ein sehr gut verständlich geschriebenes Geschichtsbuch, für alle  Geschichtsinteressierten prima zum Nachschlagen und Querlesen geeignet. Christian v. Ditfurth: Deutsche Geschichte für Dummies*, Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, 2012

5000 Jahre Weltgeschichte: Das brillante Begleitbuch der sechsteiligen ZDF-Reihe von Hans-Christian Huf und Gero von Boehm, wunderbar und augenzwinkernd gesprochen von Hape Kerkeling. Sehr hörenswert! Hans-Christian Huf, Gero von Boehm, Unterwegs in der Weltgeschichte*, Random House Audio, 2011

Weiterführende Artikel:

1923. Reichskanzler Wilhelm Cuno und seine „Regierung der Wirtschaft“ versuchen, die Franzosen aus dem Ruhrgebiet zu vertreiben und lassen dafür Geld drucken. Sehr viel Geld. Mit katastrophalen Folgen für die gebeutelte Weimarer Republik. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit bis zum Kollaps zu sein. Bis zum rechten oder linken Kollaps, das ist auch noch nicht so ganz klar …
Vom Ruhrkampf zum Deutschen Oktober


Das Generationengespräch über ein Jahrhundert mit Diktaturen, zwei Weltkriegen, Millionen Kriegstoten, Verletzten, Flüchtlingen und Vertriebenen, das uns heute noch in den Knochen steckt.
Das 20. Jahrhundert


Aktien zu Altpapier: Aktionäre in Lumpen, Politiker in Panik – und die Banken? Machten Urlaub. Der Absturz der Weltwirtschaft 1929 riss Millionen in den Bankrott. Beim jetzigen Börsencrash wird dieser Super-Gau gern zitiert. Dabei war es gar nicht der Fall der Aktienkurse, der Arbeiter und Anleger in den Ruin trieb. Ein sehr lesenswerter Artikel bei Spiegel Online – Einestages
http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1347/aktien_zu_altpapier.html


Im Winter 1929/30 geriet Deutschland in den Strudel der sich aus dem Zusammenbruch der New Yorker Börse im Oktober 1929 entwickelnden Weltwirtschaftskrise. Der Kapitalstrom nach Deutschland versiegte, als die für die deutsche Wirtschaft so dringend benötigten ausländischen Kredite abgezogen wurden. Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf Deutschland, zusammengefasst bei LeMO – Lebendiges Museum Online
http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/industrie/wirtschaftskrise/


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Bildnachweise:
1) Im Kampf um ihre Spareinlagen! Massenandrang der Sparer vor der städtischen Sparkasse in Berlin. Von Bundesarchiv, Bild 102-12023 / Georg Pahl / CC-BY-SA 3.0
2) Berlin, Tanztee im „Esplanade“ ADN-Zentralbild/ Archiv Berlin 1926 Im Garten des Berliner Hotels „Esplanada“ spielt zum 5 Uhr-Tee eine Jazzband. Von Bundesarchiv, Bild 183-K0623-0502-001 / CC-BY-SA 3.0,
3) Eine Menschenmenge versammelt sich nach dem Börsencrash von 1929 an der Wall Street.Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=374410
4) Arbeitslose Hafenarbeiter auf Abruf bei der Straßen-Arbeitsvermittlung am Baumwall, Hamburg, 1931. Von Bundesarchiv, Bild 102-11008 / CC-BY-SA 3.0
5) Armenspeisung 1931 in Berlin: Gulaschkanone der Reichswehr. Von Bundesarchiv, Bild 183-T0706-501 / CC-BY-SA 3.0

 

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