Erinnern Sie sich?

Es gibt unzäh­li­ge Erin­ne­rungs- und „Erzähl-Mal”-Bücher für Fami­li­en, Groß­el­tern und Eltern — lei­der ste­hen sie häu­fig unge­nutzt und ver­staubt im Bücher­re­gal.

Erinnern Sie sich

Denn für die, die beson­ders viel zum Fest­hal­ten von Geschich­ten und (Fami­li­en-) Geschich­te bei­tra­gen könn­ten, ist es trotz der Rat­ge­ber oft nicht ein­fach, ihre Erin­ne­run­gen zu Papier zu brin­gen. Wo begin­nen? Was ist wich­tig und inter­es­sant für nach­fol­gen­de Gene­ra­tio­nen? Was muss erzählt wer­den — und was nicht?


Tat­säch­lich sind es oft schein­ba­re Neben­säch­lich­kei­ten und Details, die einen Anker set­zen und Erin­ne­run­gen ansto­ßen kön­nen. Im Klar­text heißt das: ein Heft, ein Stift, soweit mög­lich Erin­ne­rungs­fo­tos und ein wenig (regel­mä­ßi­ge) Zeit und Muße, um mit sei­nen Gedan­ken spa­zie­ren zu gehen … Bio­gra­fie­ar­beit ist viel mehr als das Abar­bei­ten von Fra­gen­ka­ta­lo­gen!


Der Mann, der den Berg abtrug, war der­sel­be,
der anfing, klei­ne Stei­ne abzu­tra­gen.”

Kon­fu­zi­us


Warum gemeinsames Erinnern glücklich macht

War­um über­haupt Bio­gra­fie­ar­beit?
Weil unse­re Erin­ne­run­gen eine der schöns­ten Quel­len unse­res Glücks sind — unse­res eige­nen und das unse­rer Nach­kom­men. Weil die nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen aus den Erfah­run­gen vor­her­ge­hen­der gro­ßen Nut­zen zie­hen kön­nen. Weil der Zusam­men­halt in Fami­li­en (und Unter­neh­men) nur durch Wis­sen und gegen­sei­ti­ges Erken­nen ent­ste­hen und wach­sen kann. Und weil das Auf­schrei­ben (und Recher­chie­ren) von Erin­ne­run­gen und Zusam­men­hän­gen im Nach­hin­ein oft noch eini­ges kla­rer wer­den lässt — und schö­ner!

Das Inter­es­se an geschrie­be­nen Bio­gra­fi­en nimmt zu, auch und beson­ders bei jün­ge­ren Men­schen, die für ihren eige­nen erfolg­rei­chen Lebens­weg genau­so Vor­bil­der brau­chen wie alle ande­ren Gene­ra­tio­nen vor ihnen. Auch das Inter­es­se, Lebens­er­fah­run­gen und Ein­sich­ten wei­ter­zu­ge­ben, ist grö­ßer denn je — nur feh­len oft Zeit und Muße.

Tipps für einen leichteren Start in die eigene Geschichte:

11 Tipps und Tricks rund um’s bio­gra­fi­sche Schrei­ben von Anfang bis Zuschuss­ver­lag fin­den Sie in unse­rem Blog­bei­trag
11 Tipps für das Schrei­ben einer Bio­gra­fie


Ohne die Bil­der aus dem Fami­li­en­al­bum ist eine Bio­gra­fie nur eine hal­be Sache. Außer­dem geht es ja auch dar­um, die Erin­ne­run­gen an Namen und Gesich­ter nicht in Ver­ges­sen­heit gera­ten zu las­sen und alte Foto­gra­fi­en zu erhal­ten. Was bei der Digi­ta­li­sie­rung alter Fotos aus dem Album zu beach­ten ist, erklärt Chris­ti­an Wöhrl in
Wie kommt das Bild ins Buch?


Die eige­ne Geschich­te und die der Vor­fah­ren wer­den häu­fig erst im Kon­text nach­voll­zieh­bar. Ent­schei­dun­gen oder Hand­lun­gen, die uns heu­te merk­wür­dig oder unbe­greif­lich vor­kom­men, waren „Kin­der ihrer Zeit“ und im dama­li­gen Umfeld abso­lut plau­si­bel und logisch. Um beson­ders der jün­ge­ren Gene­ra­ti­on die Mög­lich­keit zu geben, den Blick für das „Damals“ zu schär­fen, fin­den Sie in unse­rem Blog Hin­ter­grund- und Stim­mungs­be­rich­te zur
Welt­ge­schich­te zum Anfas­sen


Wer sei­ne Fami­li­en- oder Lebens­ge­schich­te auf­schreibt, wird sich auch mit dem The­ma „Kind­heit“ befas­sen. Die war nicht immer für alle leicht und schön, und ins­be­son­de­re Kriegs- oder Nach­kriegs­kin­der lei­den zum Teil heu­te noch unter den trau­ma­ti­schen Erfah­run­gen und Erleb­nis­sen ihrer Kind­heit und Jugend. Bio­gra­fie­ar­beit kann eine nütz­li­che Bewäl­ti­gungs­stra­te­gie sein:
Die Ener­gie folgt der Auf­merk­sam­keit.

Mor­gen, mor­gen, nur nicht heu­te, sagen alle …“, naja, Sie wis­sen schon. Schön ist anders, denn ‚eigent­lich‘ möch­te und müss­te man drin­gend vor­an­kom­men. Doch die „Auf­schie­be­ri­tis“ greift eben­so wie ihre nahe Ver­wand­te, die bei allen Schrei­ben­den gefürch­te­te „Schreib­blo­cka­de“, ger­ne um sich, und wenn sie da ist, geht nichts mehr. Zumin­dest schein­bar. Blo­cka­den jed­we­der Art kön­nen aber auch ihren tie­fe­ren Sinn haben und sich in Wohl­ge­fal­len auf­lö­sen, sobald man hin­ter ihre Kulis­sen blickt.
10 Tipps gegen Schreib- und sons­ti­ge Blo­cka­den

Weiterführende Links:

Urgroß­va­ter im Ers­ten Welt­krieg“ ist eine inter­es­san­te neue Sei­te des Bun­des­ar­chivs für die Suche nach Groß­va­ters oder Urgroß­va­ters Schick­sal zwi­schen 1914 und 1918: https://bundesarchiv.de/genealogie

Die Bun­des­zen­tra­le für Poli­ti­sche Bil­dung (bpb) bie­tet ein wun­der­bar auf­ge­ar­bei­te­tes und brei­tes Spek­trum an Infor­ma­tio­nen rund um Poli­tik und Geschich­te:
http://www.bpb.de/geschichte/

Gut geeig­net für den Ein­stieg in die Ahnen­for­schung sind kos­ten­lo­ser Exper­ten­rat und offe­ne genea­lo­gi­sche Mai­ling­lis­ten:
wiki-de.genealogy.net

Ein Netz­werk für Namen, Namens­be­deu­tung und Namens­kun­de fin­den Sie unter:
www.onomastik.com

Die Fami­li­en­for­scher ver­lei­hen nicht nur Kin­dern Wur­zeln und Flü­gel:
http://generationen-gespräch.de/wurzeln-und-fluegel/

Opas Krieg bie­tet vie­le Anre­gun­gen und Ide­en für das Bear­bei­ten von Geschich­te und Geschich­ten:
http://opaskrieg.de/

Copy­right und Bild­nach­weis: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www.bildbiographien.de, 2016


Wir müssten das alles mal aufschreibenDie Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en bringt seit 2012 Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­bio­gra­fi­en als Bild­bio­gra­phi­en ins Buch und bie­tet außer­dem einen Ghost­wri­ting-Ser­vice für Unter­neh­men und Pri­vat­per­so­nen an. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf unse­rer Home­page unter Bild­bio­gra­phi­en oder unter Ghost­wr­ti­ting.


 

 

 

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