Mama macht’s sich selber

Foto: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en

Frau­en haben’s echt schwer!
Kei­ne® macht’s so gut wie wir, und des­halb machen wir’s lie­ber gleich selbst. Sind Frau­en zu gut für die­se Welt? Oder … zu per­fek­tio­nis­tisch?

Wel­che Frau lässt sich schon ger­ne bedie­nen?

Das und eigent­lich nur das ist ver­mut­lich das grund­le­gen­de Miss­ver­ständ­nis zwi­schen Män­nern und Frau­en:
Die einen sind bedient und mer­ken es nicht, weil es so total nor­mal ist, die ande­ren träu­men davon und win­den sich vor Pein­lich­keit, soll­te es dann doch tat­säch­lich ein­mal pas­sie­ren — mög­li­cher­wei­se auch noch unge­recht­fer­tigt und ohne Gegen­leis­tung!

Mama macht’s sich selber

Mama macht’s sich sel­ber“ sag­te beim Abend­essen mei­ne gro­ße Toch­ter zu mei­ner klei­nen Toch­ter, als die­se mir in einem sel­te­nen Anfall von Pflicht­be­wusst­sein Brat­kar­tof­feln auf mei­nen Tel­ler schau­feln woll­te.
Das mag ich tat­säch­lich nicht – ich neh­me mir lie­ber selbst.

Ich war wie­der ein­mal ver­blüfft über die Klug­heit mei­nes Teen­ager­mäd­chens: Sie hat die Welt begrif­fen, bevor sie viel von ihr gese­hen hat. Genau so funk­tio­niert es: Frau­en machen’s sich eben am liebs­ten sel­ber – seit Jahr­hun­der­ten. Zwar mit mehr oder min­der lei­sem Nör­geln, aber ohne nen­nens­wer­ten Wider­stand.

Ein Grund dafür könn­te natür­lich sein, dass wir ein­fach bes­ser sind.
Kei­ner macht’s so gut wie wir, und des­halb machen wir’s lie­ber gleich selbst. Den Jungs zei­gen wir ab der Schul­tü­te die Kan­te: Mäd­chen sind nach­weis­lich schnel­ler und flei­ßi­ger, machen die bes­se­ren Schul­ab­schlüs­se und zie­hen Aus­bil­dung und Stu­di­um gewis­sen­haft und emsig durch. Wäh­rend wil­de Ker­le bol­zen und lon­ley Cow­boys ihre Zeit mit ein­sa­mem Gitar­ren­ge­klim­per ver­plem­pern, machen wir – Schul­ar­bei­ten.

Soviel Fleiß zahlt sich aus: Heut­zu­ta­ge kön­nen und sol­len jun­ge Frau­en die glei­chen Jobs machen wie jun­ge Män­ner. Die Löh­ne sind ein biss­chen unter­schied­lich, dafür brin­gen wir vie­le Per­so­nal- chefs auch heu­te noch mit unse­rer poten­zi­el­len Gebär­fä­hig­keit ins Schwit­zen.
Zum Aus­gleich füh­len sich Frau­en in ihrem Job erst wohl, wenn sie ihn min­des­tens zu 110 Pro­zent aus­fül­len, wäh­rend sich vie­le Ker­le schon mit 60prozentiger Leis­tung pudel­wohl füh­len (sämt­li­che Leser sind natür­lich aus die­ser Sta­tis­tik aus­ge­schlos­sen!).


Wir soll­ten nicht immer gleich anneh­men, wir sei­en absicht­lich gekränkt wor­den.”

Jane Aus­ten


Und immer wieder: Die “K”-Frage

Wir krie­gen Kin­der oder auch nicht, sind emsig, bestrebt und äußerst belast­bar, was auch nötig ist, um die Beu­len, die wir uns immer noch an der „glä­ser­nen Decke“ holen, zu ver­kraf­ten.
Je nach Kin­der- und Betreu­ungs­sta­tus sind wir ent­we­der Raben­müt­ter, Haus­müt­ter­chen oder kar­rie­re­gei­le Zimt­zi­cken, denn Letz­te­re sind kin­der­los, und des­halb auch irgend­wie komisch.

Egal, wie wir die „K“-Frage, die Fra­ge nach den Kin­dern, hand­ha­ben, es wird sich bestimmt jemand fin­den, der uns einen Vor­wurf dar­aus macht. Zur Not machen wir das auch … selbst.

In jedem Fall sind wir flei­ßig.
Auch pri­vat häm­mern, boh­ren und tape­zie­ren sich moder­ne Frau­en ohne Ser­vice durch’s Leben. Beim Auf­bau von „Bil­ly“ kann man sehr ein­sam sein. Das geht Män­nern aller­dings auch so.
Erzie­hungs­geld oder KiTa-Aus­bau? Net­ter Füll­stoff für ein Som­mer­loch — nor­ma­le Frau­en (und Män­ner) kön­nen es sich aber bei d e r Schei­dungs­ra­te und d e n immer schma­ler wer­den­den Ren­ten­an­sprü­chen nicht leis­ten, zuguns­ten des Nach­wuch­ses län­ger­fris­tig aus­zu­stei­gen.
Bei sol­chen Dis­kus­sio­nen wünscht man/frau sich mehr nor­ma­le Men­schen in der Poli­tik.

Falls Sie jetzt glau­ben, ein Plä­doy­er für mehr Poli­ti­ke­rin­nen, mehr Vor­stands­che­fin­nen, oder Frau­en­quo­ten zu lesen, wäre das ein Miss­ver­ständ­nis. Es geht ja um Neh­mer­qua­li­tä­ten und um’s Bedie­nen (las­sen!), nicht um’s Machen. Letz­te­res kön­nen wir.

Denn eigent­lich geht es doch dar­um, die Brust ein biss­chen brei­ter zu tra­gen und nicht nur zu pushen. Das Nör­geln auf­zu­ge­ben. 60 Pro­zent zu sein, die Füße hoch­zu­le­gen und abzu­war­ten, ob nicht doch eine mal Bedie­nung vor­bei­schaut, statt lie­ber gleich alles selbst zu machen.
Und das Bedient­wer­den aus vol­lem Her­zen zu genie­ßen!

Bei mei­nen Mäd­chen klappt das übri­gens pri­ma.
Bis auf gele­gent­li­ches Brat­kar­tof­fel­schau­feln las­sen sie sich ger­ne bedie­nen.
Naja – sie müs­sen es ja auch noch üben…


Wei­ter­füh­ren­de Links zum The­ma Müt­ter und Erzie­hung:


Deutsch­land im Jah­re 2017 hat ein Pro­blem mit arbei­ten­den Müt­ter und die Müt­ter Pro­ble­me mit der Arbeit. Wir brau­chen drin­gend mehr Ehr­lich­keit und eine fami­li­en­freund­li­che Unter­neh­mens­kul­tur. Und Kin­der­freund­lich­keit: Weil Bul­ler­bü ist nicht! D e r Blog­bei­trag von notyetaguru.com:
Working Moms ner­ven? War­um Deutsch­land ein Pro­blem hat und ich kei­nen Bock mehr!


In der Wie­ge unse­rer Zivi­li­sa­ti­on, im alten Grie­chen­land, gab es kei­ne Dop­pel­be­las­tung für Müt­ter und von einer weib­li­chen Sinn­kri­se konn­te auch kei­ne Rede sein: Auf müt­ter­li­che Gefüh­le wur­de schlicht und ergrei­fend ver­zich­tet.
Das schnör­kel­lo­se Ver­hält­nis anti­ker Eltern zu ihrem Nach­wuchs änder­te sie erst lang­sam im Hoch­mit­tel­al­ter; unser heu­ti­ger Begriff von “Mut­ter­lie­be” ent­stand im 18. Jahr­hun­dert.
Aber was ist der “Mythos” Mut­ter? Gibt es ihn über­haupt — oder ist er nur eine Erfin­dung, um Frau­en “bei der Stan­ge” zu hal­ten?
Mythos Mut­ter


Nichts ist für Män­ner so unse­xy wie eine lei­den­de, jam­mern­de, sich auf­op­fern­de oder wüten­de Frau.
Geben sich Müt­ter in ihrer Mut­ter­rol­le selbst ein „Lebens­läng­lich“ und ver­trei­ben damit ihre Män­ner? Ste­cken Män­ner – Söh­ne – des­halb in der Kri­se? Ist es Zeit für die Eman­zi­pa­ti­on von der Mut­ter ihrer Kind­heit?
Der Mann in der Kri­se


Vor rund 200.000 Jah­ren war es noch nicht abzu­se­hen, dass sich Männ­chen und Weib­chen der Gat­tung Homo sapi­ens außer Feu­er­stel­le und Höh­le auch – im Zeit­rah­men der Evo­lu­ti­on: kur­ze Zeit spä­ter – Chef­eta­gen und Haus­halt tei­len wür­den.
Es ist also nicht ver­wun­der­lich, dass der Dia­log der Geschlech­ter heu­te noch viel zu oft den glei­chen archai­schen Grund­prin­zi­pi­en folgt, die auch in der übri­gen Tier­welt gel­ten.
Für ein biss­chen Know-how und gute Manie­ren müs­sen wir Men­schen schon sel­ber sor­gen, egal wel­chem Geschlecht wir ange­hö­ren.
Da röhrt der Hirsch. Über den schwie­ri­gen Dia­log zwi­schen Män­nern und Frau­en


Eigent­lich waren wir zu viert. Obwohl Melis­sa nie so rich­tig dazu gehör­te. Es war ein­fach nicht die Zeit für Melis­sa, mit ihren lackier­ten Fin­ger­nä­geln, rasier­ten Bei­nen und schi­cken Kla­mot­ten. Rich­tig eng befreun­det war ich mit Moni­ka, gelern­te Erzie­he­rin, die gera­de The­ra­pie mach­te und Bri­git­te, die BWL stu­dier­te. Ich war frisch geschie­den und hat­te in der Zeit beim Axel-Sprin­ger-Ver­lag fest­ge­stellt, dass weder die­ser Ver­lag noch mei­ne Sekre­tä­rin­nen­tä­tig­keit mit mei­ner poli­ti­schen Welt­an­schau­ung in Ein­klang zu brin­gen war und ich außer­dem die Nase voll hat­te, von den gan­zen Anzug­män­nern… Stadt.Leben von Chris­ta Lui­se Seiß
Stadt-Leben


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Wir müssten das alles mal aufschreiben Die Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en fer­tigt seit 2012 hoch­wer­ti­ge Bild­bän­de und Chro­ni­ken über Fami­li­en- und Unter­neh­mens-geschich­ten an, betreibt aber auch einen Shop mit exklu­si­ven Geschenk­ide­en und einen Ghost­wri­ting-Ser­vice. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auf unse­rer Home­page Bio­gra­phie & Ser­vice: Wir schrei­ben Geschichte(n)


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