Sissis ‚Franzl‘ und der große Knall: Krieg oder Frieden?

Franz_Joseph,_circa_1915

Ein alter Kaiser, ein Vielvölkerstaat, der von vielen als „Völkerkerker“ em- pfunden wird, und jugendliche Verschwörer, die bereit sind, für ihre Überzeugung zu morden. Das ist der Stoff, aus dem Albträume sind. Oder Geschichte. Ein Hintergrundbericht über die Auslöser des Ersten Weltkrieges.

Es waren nicht nur Militärs und Militaristen, denen im Jahr 1914 der ‚überlange Frieden‘ zu lange dauerte.
Schon seit einiger Zeit wurde ein Krieg in Europa erwartet, von nicht wenigen sogar herbeigesehnt. Einige Male war man bereits an einem Waffengang zwischen den hochgerüsteten Armeen der verschwisterten Herrscher Europas vorbeigeschrappt, denn Krieg galt in jener Zeit nicht nur als der „Vater aller Dinge“, sondern zählte auch als „verlängerter Arm der Politik“, mit dem man äußere (und innere) Konflikte lösen konnte, wen Reden nicht mehr half.

Am 28. Juli 1914 passiert es schließlich: Der 83-Jährige österreichische Kaiser Franz Joseph unterschreibt in seinem Urlaubsort Bad Ischl eine Kriegserklärung, um den in seinen Augen aufmüpfigen Serben einen „Denkzettel“ zu verpassen.
Mit dieser Unterschrift setzte er eine fatale Kriegsmaschinerie in Gang, die über 14 Millionen Menschen das Leben gekostet hat und bis heute als „Ur-Katastrophe“ des 20. Jahrhunderts gilt: Den Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918.

Seine k. u. k. (kaiserliche und königliche) apostolische Majestät Franz Joseph I, Kaiser von Österreich und König von Ungarn, scheint eigentlich ein netter Mensch gewesen zu sein; zumindest wenn man dem jungen Karlheinz Böhm als „Franzl“ in Ernst Marischkas „Sissi“-Filmtrilogie aus den 1950er Jahren Glauben schenken mag.
In der Realität des Jahres 1914 ist Franz Joseph ein alter, verbitterter Mann, der die Zeichen seiner Zeit schon lange nicht mehr versteht, oder sie möglicherweise auch noch nie verstanden hat. Im Jahr 1914 regierte der über Achtzigjährige schon mehr als ein halbes Jahrhundert sein Riesenreich Österreich-Ungarn, einen Vielvölkerstaat, der gelegentlich auch als „Völkerkerker“ bezeichnet wird.

An der schönen blauen Donau

Elisabeth_von_UngarnFast noch täglich lässt sich der alte Kaiser in seiner vergoldeten Kutsche von acht Schimmeln in sein Büro in der Wiener Hofburg ziehen, um dort zu regieren und alles beim Alten zu halten.
Während Franz Joseph bei seinen Geschäften vielleicht gelegentlich von der schönen blauen Donau oder seiner geliebten Frau Sissi träumt, die 1898 in Genf von einem Attentäter erstochen wurde, braut sich in Wien und andernorts so einiges zusammen. Denn anders als der Kaiser sind vieler seiner Untertanen vom enormen technologischen Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte beflügelt; das Bürgertum ist selbstbewusst geworden, neue Ideen und Lebenskonzepte sind entstanden, zu denen die staubige Bürokratie der 640 Jahre währenden Herrschaft der Habsburger nicht mehr so recht passt.

Es fahren nicht mehr nur des Kaisers vergoldete Kutsche, Droschken und Radfahrer auf Wiens Alleen, sondern auch moderne und gefährliche Neuheiten wie das Automobil. Neue, ‚moderne‘ Richtungen in Architektur, Malerei, Musik und Literatur entstehen, auch wenn das beim Wiener Establishment nicht immer gut ankommt:
Im März 1913 muss beispielsweise ein „Watschenkonzert“ abgebrochen werden – Werke zeitgenössischer Komponisten unter der Leitung von Arnold Schönberg wurden im Wiener Musikvereinssaal aufgeführt – , denn nach Tumulten und handgreiflichen Aus- einandersetzungen konnte nicht mehr für die Sicherheit des Orchesters garantiert werden.

1024px-Wien_Graben_1890Alles wird anders“ liegt in der Luft.
Besonders in Wien, aber auch in anderen Haupt- und Großstädten Europas, herrscht Aufbruchs-, Umbruchs- und auch ein bisschen Weltuntergangsstimmung. Vieles ist neu, unbekannt, spannend – und auch ein bisschen morbide.


Eine Merkwürdigkeit der Weltgeschichte ist, dass sich ausgerechnet ein Jahr vor Kriegsbeginn, im Jahr 1913, in der Donaumetropole gleichzeitig die beiden kommenden Tyrannen des 20. Jahrhunderts aufhalten: Iosseb Wissarionowitsch Dschugaschwili, der sich seit einem Jahr „Stalin“ nennt, ist im Auftrag Lenins vor Ort, um einen grundlegenden Aufsatz über Marxismus und die nationale Frage zu verfassen. Lenins „Mann für’s Grobe“ lebt in seiner Wiener Zeit im hoch- herrschaftlichen Appartement seines Gastgebers, des Aristokraten, Heeresoffizier und Marxisten Alexander Trojanowski in der Schönbrunner Schlossstraße 30.
Einige Straßenzüge weiter haust in einem Männerwohnheim in der Meldemannstraße der dreiundzwanzigjährige Adolf Hitler, der sich ziemlich glücklos als Kunstmaler versucht und vom Verkauf seiner handgemalten Postkarten über Wasser hält.
Beide Männer, die zwei Jahrzehnte später als die grausamsten Diktatoren aller Zeiten Millionen von Menschen in Angst und Schrecken versetzen werden, gehen gerne im Park des kaiserlichen Schlosses Schönbrunn spazieren; ob sie sich dort jemals begegnet sind, ist nicht bekannt.

Die Serben und der Balkan
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Neben solchen Petitessen haben der Kaiser und sein Hofstaat aber ganz andere und wirklich ernsthafte Probleme:
Tschechen, Slowaken, und Ungarn, Kroaten, Serben, Rumänen, Albaner, Italiener, Ukrainer und Polen; von Amts wegen Untertanen seiner k. u. k. apostolische Majestät Franz Joseph I., mit dem Herzen aber ganz woanders.
Das Zauberwort für viele Menschen im Europa jener Zeit lautet „Nationalismus“: die Vorstellung, dass jedes Volk einen eigenen Staat haben sollte. Viele Jahrhunderte lang war dynastisch geheiratet worden, es wurde politisch um Länder und Gebiete geschachert und Kriege geführt. An das „Volk“ dachte man dabei nie – die einfachen Leute waren die Untertanen mal dieser und mal jener Herrscher; sie waren die Bauern auf dem globalen Schachbrett der Könige und Kaiser.
Jetzt hatten viele genug von Fremdbestimmung und fremden Herrschern, die ihre Familien auseinanderrissen und sie zwangen, eine für sie fremde Amtssprache zu sprechen. Besonders der „Völkerkerker“ Österreich-Ungarn, der unter der Habsburger Vorherrschaft viele unterschiedliche und verschiedensprachige Nationalitäten über Jahrhunderte aneinandergekettet hatte, hat große Probleme mit Nationalisten – Freiheitskämpfern, Rebellen, Freischärlern und Verschwörern.

Es brodelt im Riesenreich der k.u.k. Monarchie und fordert enorme Anstrengungen, den Nationalitäten-Dampfdruckkessel Österreich-Ungarn unter Kontrolle zu halten.
Doch Kaiser Franz Joseph gefällt sich in der Rolle als „Mehrer des Reiches“, und verleibt sich im Jahr 1908 die von den Türken befreiten Länder Bosnien und Herzegowina ein, statt bestehende Probleme zu lösen. Anderen Balkanstaaten gefällt das weit weniger, denn man hat dort durchaus eigene Pläne. Ohne Habsburger.

Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben, daher ist die „Kriegsschuldfrage“ oftmals eindeutig geklärt. Für die Frage, wer Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges gehabt hat, gibt es keine abschließende Antwort, keine „rauchenden Colts“, und Niemanden, der die „Ur-Katastrophe“ des 20. Jahrhunderts bewusst herbeigeführt hätte.
Die Welt jener Tage glich einem Pulverfass, und das hatte seine Gründe: Im Zeitalter des Imperialismus wurde von allen europäischen Großmächten die Gleichung „groß gleich gut“ bedient; alle wollten ihre Macht, ihren Einflussbereich und ihr Staats- oder Reichsgebiet vergrößern.
Der Ärger war mit dieser Strategie vorprogrammiert: Bereits im Vorfeld des Jahres 1914 jagte eine Krise die nächste, und nicht nur Militärs und Politiker hatten sich schon längst an den Gedanken gewöhnt, dass es irgendwann zum großen Knall kommen würde.

Die einen suchten ihren imperialen „Platz an der Sonne“ in Übersee, die anderen, wie etwa Österreich-Ungarn, hatten mit Schiffe fahren nicht viel am Hut und suchten ihre Expansionsgebiete in ihrer unmittelbarer Nachbarschaft: auf dem Balkan.
Nicht gelegen kam den Habsburgen, dass plötzlich auch noch die Kleinen mitmischen wollten: Das Königreich Serbien bedient sich der ursprünglich romantischen Idee des „Panslawismus“ – Slawen aller Länder vereinigt Euch! – und verfolgt mit der nicht ganz uneigennützigen Unterstützung des Zarenreiches Russland durchaus aggressive und expansive Ziele in seiner Nachbarschaft. Also auf dem Balkan.
Führende serbische Politiker und Militärs kannten die Anschlagspläne der „Schwarzen Hand„, jener Geheimorganisation, die mit gewaltsamen Mitteln die Vereinigung Serbiens mit Bosnien und Herzegowina erzwingen wollte – und unter anderem dem 19jährigen Gavrilo Princip das Schießen beibringen ließ.

Das Attentat

Postcard_for_the_assassination_of_Archduke_Franz_Ferdinand_in_SarajevoHerr Bürgermeister, da kommt man nach Sarajevo, um einen Besuch zu machen, und wird mit Bomben beworfen! Das ist empörend!“, unterbricht Franz Ferdinand den Bürger-meister der bosnischen Hauptstadt, als der im Rathaus seine Begrüßungsrede für das Thronfolgerpaar halten will. Doch schließlich gelingt es, den Erzherzog und seine Entourage zu beruhigen. Alle denken, es wäre vorbei.

Warum sich der 19jährige Gavrilo Princip nebst Mitverschwörern und Hintermännern fürGavrilloprincip den österreichischen Erzherzog als Attentats- opfer entschieden haben, ist bis heute nicht klar.
Terroristische Anschläge auf hochgestellte Per- sönlichkeiten waren in dieser Zeit durchaus „en vogue“, oft wurden sie vor allem begangen, um ein Zeichen zu setzen wie beispielsweise beim eigentlich sinnlosen Messerattentat auf Kaiserin Sissi in Genf im Jahr 1898.
Der österreichisch-ungarische Erzherzog Franz Ferdinand hatte jedoch trotz seiner Un- beliebtheit bei Hofe einigen Einfluss – und Ideen. Am plausibelsten ist daher die Vermutung Christopher Clarks, man habe im Königreich Serbien befürchtet, Franz Ferdinand würde als Kaiser wichtige Strukturreformen durchführen, Kroatien, Bosnien und Dalmatien zu einem eigenständigen, dritten Reichsteil der k.u.k. Monarchie zusammenschließen und damit dem Projekt einer Vereinigung aller Serben in einem eigenen Staat das Wasser abgegraben.

Das Attentat der jugendlichen serbischen Verschwörer auf das österreichisch-ungarische Thronfolgerpaar ist lange vorbereitet, verläuft aber völlig chaotisch..
Das Datum – der 28. Juni – ist sorgfältig gewählt, denn es ist Vidovdan, der Sankt-Veits-Tag, an dem die Serben traditionell ihrer verheerenden Niederlage gegen die muslimischen Osmanen (Türken) in der Schlacht auf dem Amselfeld im Jahr 1389 gedenken.
Auch diese Schlacht gegen die Habsburger scheint zunächst zu einer Niederlage zu werden: Als es endlich soweit ist, erkennt der erste Attentäter nicht, in welchem Auto der Wagenkolonne der Erzherzog und seine Frau Sophie sitzen und lässt seine Bombe stecken. Ein zweiter Attentäter erkundigt sich bei einem Polizisten nach dem richtigen Fahrzeug, zündet, wirft – und rechnet nicht mit der schnellen Reaktion des Chauffeurs, der einen dunklen Gegenstand auf sich zufliegen sieht und Gas gibt.
Franz Ferdinand hebt seinen Arm, um seine Frau zu schützen, die Bombe prallt ab, fällt hinter das offene Verdeck und explodiert erst dort. Auf dem Weg zum Rathaus fährt die Wagenkolonne noch an mehreren Attentätern vorbei, die aber nichts unternehmen.

So wäre eines der verheerendsten und folgenreichsten Attentate der Weltgeschichte fast nicht gelungen.
Fast – hätte man aufgrund der Attentatsversuche nicht Tagesplan und Fahrtroute geändert. Offenbar war Gavrilo Princip selbst überrascht, als der Wagen des Erzherzogs nach dem Termin im Rathaus gegen 11 Uhr vormittags ganz in der Nähe seines Standortes vorfährt und dann auch noch anhält. Er zieht seine Pistole und schießt aus anderthalb Metern Entfernung auf das Thronfolgerpaar. Zunächst trifft er Erzherzogin Sophie in den Bauch. Ihre Bauchschlagader ist getroffen, und in kürzester Zeit verblutet sie qualvoll in den Armen ihres Mannes. Dann zerfetzt eine weitere Kugel Franz Ferdinands Halsvene.

Die Julikrise – Frieden ist keine Option mehr

Am 28. Juni 1914 genießen die Wiener einen schläfrigen Sommersonntag im Prater und in den Kaffeehäusern, als plötzlich die Nachricht über das Attentat auf den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo die Runde macht.
Musik und Gespräche verstummen für kurze Zeit. Doch kaum ist der erste Schreck vorüber, setzt der heitere Betrieb wieder ein, so, als wäre nichts geschehen.

Denn der Tod des Thronfolgers wird in Österreich-Ungarn kaum betrauert. Vielen in Wien war der Erzherzog sowieso zu modern und damit suspekt. Es habe in Wien und Budapest „mehr Erfreute als Trauernde“ gegeben, bemerkte der spätere Außenminister Ottokar Graf Czernin.

Auch der leidgeprüfte Franz Joseph nimmt den Tod seines Neffen und Erben ziemlich emotionslos hin. Mit Franz Ferdinand ist dem alten Kaiser nun schon der zweite Thronfolger auf unnatürliche Weise abhandengekommen; der erste, Franz Josephs und Sissis gemeinsamer Sohn Rudolf, hatte sich und seine Geliebte im Jahr 1889 auf Schloss Mayerling erschossen. Cousin Franz Ferdinand stand nach Rudolfs Tod auf Platz zwei der Thronfolge; große Sympathien scheint es aber zwischen Kaiser Franz Joseph und seinem Neffen nie gegeben zu haben, denn der neue Erzherzog dachte für den Geschmack des Wiener Hofstaates zu anders und zu progressiv. Außerdem wollte er sich partout nicht standesgemäß verheiraten lassen, sondern nahm sich lieber sein „Sopherl“ zur Frau.

Am 4. Juli 1914 wird das ermordete Thronfolgerpaar schmucklos und ohne ein einziges europäisches Staatsoberhaupt oder Vertreter des internationalen Hochadels als geladene Gäste auf Schloss Artstetten begraben.
Mit dieser Beerdigung dritter Klasse scheint die Aufregung über den grausamen Anschlag offiziell beendet zu sein. Doch die Ruhe täuscht. Denn es waren Serben, die das Attentat auf den unbeliebten Thronfolger und seine Frau verübt haben, und damit wird ‚Sarajevo‘ zur nationalen Frage über Bestand oder Auseinanderbrechen des k.u.k. Vielvölkerreiches und seiner Vormachtstellung auf dem Balkan. Im Übrigen liegen die Angriffspläne gegen Serbien bereits seit dem Jahr 1911 in diversen Wiener Schubladen.

Einen Tag nach der Beerdigung von Erzherzog und Erzherzogin gewinnen schließlich die Hardliner am Wiener Hof die Oberhand.
Die Entscheidung, den eigensinnigen Serben einen „Denkzettel“ zu verpassen, wird getroffen. Ein Blankoscheck aus Berlin ist eingetroffen und damit Frieden keine Option mehr…


Weiterführende Links und Artikel:


Bilder und Texte rund um die Habsburger Dynastie:
http://www.habsburger.net/de/habsburger#3


Die „Kriegsschuldfrage“:
http://www.welt.de/geschichte/article112633581/Selbstmordattentaeter-loesten-Ersten-Weltkrieg-aus.html


Der deutsche Kaiser Wilhelm II., auf der Suche nach seinem Platz an der Sonne. Ungeachtet seiner englischen Großmutter und Mutter geraten er und die Deutschen mit dem Empire in Konkurrenz. „Gott strafe England“ wird ab 1905 zum geflügelten (Un-)Wort und 1914 kommt es schließlich zur „Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts“: dem 1. Weltkrieg
Ein Platz an der Sonne oder: Wilhelm das Großmaul


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Bildnachweise:

1) Photographer to the court of His Imperial Majesty, L. Schumann (1843-1912). – Scanned from the book The Imperial House of Hapsburg by Johann Kaufmann. Published by Braxton, 1968. Photo of Franz Josef, Emperor of Austria (1830-1916)
2) Kaiserin Elisabeth von Österreich mit ihrem Lieblingshund Shadow
3) Der Wiener Graben, fotografiert von August Stauda um 1890, August Stauda – Ausstellungskatalog des Wien Museums: Blickfänge einer Reise nach Wien
4) Austria-Hungary 1914, physical/Mapa fizyczna Austro-Węgier 1914. Quelle: Mariusz Paździora, own work, 2008
5)  Franz Ferdinand and his wife Sophie leave the Sarajevo Guildhall after reading a speech on June 28 1914. They were assassinated five minutes later.Quelle: Europeana 1914-1918, Autor: Karl Tröstl?
6) Gavrilo Princip, from raven.cc.ukans.edu/~kansite/ww_one/photos/greatwar.html

 

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