Die Großmutter Europas (II): Onkel Leopold

Leo­pold I., König der Bel­gi­er, Gemäl­de von Franz Xaver Win­ter­hal­ter

Manch­mal sind Män­ner ein­fach die bes­se­ren Müt­ter.
Onkel Leo­pold, seit 1831 gewähl­ter König von Bel­gi­en, hilft der zukünf­ti­gen bri­ti­schen Köni­gin Vic­to­ria durch ihre ein­sa­me und trost­lo­se Jugend. Jetzt sitzt sie als 18jährige Queen auf dem bri­ti­schen Thron, strotzt vor Selbst­be­wusst­sein und wei­gert sich zu hei­ra­ten.
Wie­der ist es Onkel Leo­pold, der dafür sorgt, dass sei­ne stör­ri­sche Nich­te end­lich unter die Hau­be kommt. Mit ihrem Cou­sin Albert fin­det sie dank ihres Onkels nicht nur den pas­sen­den Prinz­ge­mahl, son­dern auch — und das ist kei­ne Schmon­zet­te — die gro­ße Lie­be ihres Lebens. 

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Pains and Penalities: Scheidung auf britisch

George IV von England Lithographie 1821

Geor­ge IV (1821) by G. Atkin­son, Brigh­ton, UKIm­me­dia­te source: Samm­lung de Salis

Viel mehr als die Mode, kei­ne gepu­der­ten Perü­cken mehr zu tra­gen, die Stil­epo­che ‘Regen­cy’ und eini­ge Gebäu­de und Parks in Lon­don hat der bri­ti­sche Prinz-regent und spä­te­re König Geor­ge IV. nicht zustan­de gebracht. Das ist kaum ver­wun­der­lich, schließ­lich hat er sein hal­bes Leben lang ver­sucht, sich schei­den zu las­sen. Er setzt alle Hebel in Bewe­gung, um sei­ne deut­sche Ehe­frau Caro­li­ne von Braun­schweig end­lich los­zu­wer­den, bringt das bri­ti­sche Par­la­ment ins Schwit­zen und ver­scherzt es sich end­gül­tig mit sei­nen Unter­ta­nen. Es nützt nichts: Das sorg­fäl­tig vor­be­rei­tet Schei­dungs­ge­setz Pains and Pen­al­ties Bill (in etwa: Sor­gen und Sank­tio­nen Gesetz) schei­tert in der Anhö­rung vor dem Ober­haus und Geor­ge bleibt ver­hei­ra­tet.

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Was heißt schon Mutterliebe?

Madonna mit Kind

Andrea Sola­rio 002“ von The Yorck Pro­ject: 10.000 Meis­ter­wer­ke der Male­rei

Mut­ter­lie­be sorgt dafür, dass Frau­en über sich hin­aus­wach­sen und Din­ge tun, die sie nor­ma­ler­wei­se für ande­re Men­schen nicht tun wür­den.
Fehlt Mut­ter­lie­be, muss ein Kind also „mut­ter­see­len­al­lein“ auf­wach­sen, wird es die­sen Man­gel ein Leben lang spü­ren.
Aber was ist Mut­ter­lie­be, und wie lässt sie sich erklä­ren?

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Die Marquise de Pompadour

Die Marquise de Pompadour

Madame de Pom­pa­dour, détail du visa­ge (1721–1764), Wal­lace Collec­tion


Sex und Poli­tik: Im Abso­lu­tis­mus war es die  Mätres­sen­wirt­schaft, die die Welt­ge­schich­te maß­geb­lich beein­flusst hat.  Denn den Köni­gen und Aris­to­kra­ten war das poli­ti­sche Tages­ge­schäft oft zu müh­sam — sehr zur Freu­de ihrer Gelieb­ten, die manch­mal viel Ver­gnü­gen an Macht, Ein­fluss und am Regie­ren hat­ten.
Die berühm­tes­te und ein­fluss­reichs­te
maî­tres­se en tit­re“ in der Geschich­te war die Mar­qui­se de Pom­pa­dour, die legen­dä­re Mätres­se des fran­zö­si­schen Königs Lud­wig XV.

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Szenen einer arrangierten Ehe

Queen Victoria (1819 - 1901) anlässlich ihres Thronjubiläums 1887

Köni­gin Vic­to­ria am Tag ihres gol­de­nen Thron­ju­bi­lä­ums 1887, von Alex­an­der Bassa­no — http://www.royalcollection.org.uk/collection/2105818/portrait-photograph-of-queen-victoria-1819–1901

Queen Vic­to­ria, die legen­dä­re bri­ti­sche Köni­gin (1819 – 1901), lan­de­te eigent­lich aus Ver­se­hen auf dem eng­li­schen Thron. Der Grund für ihren Auf­stieg in der bri­ti­schen Thron­fol­ge war ihr dicker Onkel Geor­ge, der sein Leben nicht in den Griff bekam und mit einer Frau ver­hei­ra­tet war, die er nicht lei­den konn­te.

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Das Zeitalter der Narzissten?

 

Das Zeitalter der Narzissten:Die Selbstsucht besteht nicht darin, dass man lebt, wie man will, sondern dass man von anderen verlangt, sie sollen leben, wie man will.

Wer Nar­ziss begeg­net, trifft auf eine ein­neh­men­de, intel­li­gen­te und glän­zen­de Per­sön­lich­keit, die auf ande­re sehr ver­füh­re­risch wirkt. Aber sobald man Nar­ziss näher ken­nen­lernt, zei­gen sich Ris­se in sei­ner per­fek­ten Fas­sa­de: sei­ne Ego­zen­trik, sei­ne tie­fe Über­zeu­gung, allen ande­ren über­le­gen zu sein, sei­ne Wut.
Kann man Nar­ziss ent­kom­men?

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Ist Fremdgehen angeboren?

Frauen wollen in der Liebe Romane erleben, Männer Kurzgeschichten

Foto: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en

Wer kennt es nicht, wenn sich nach weni­gen Wochen gro­ßer Lie­be, in denen See­len­ver­wandt­schaf­ten ent­deckt und Zukunfts­plä­ne geschmie­det wer­den, der ange­him­mel­te Liebs­te plötz­lich rar­macht, um Bedenk­zeit bit­tet, selt­sa­me Erklä­run­gen stam­melt und schließ­lich zu einer ande­ren ent­schwin­det? Das ist der Stoff, aus dem Roma­ne gestrickt wer­den. Ist es Psy­cho­lo­gie und die viel­zi­tier­te ‚Kri­se des Man­nes‘, — oder doch wie­der nur Bio­lo­gie: ein “Casa­no­va-Gen” und ein mise­ra­bler männ­li­cher Hor­mon­haus­halt?

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Vom It-Girl zur Walküre

Bun­des­ar­chiv Bild 102–10460, Adolf Hit­ler, Red­ner­po­sen“

Unity Val­ky­rie Mit­ford ist in den 1930er Jah­ren eines der ange­sag­tes­ten „It-Girls“ der fei­nen Lon­do­ner Gesell­schaft, ver­wandt mit jedem, der in Groß­bri­tan­ni­en Rang und Namen hat. Sie ist schön, exzen­trisch und wild, wird dann aber zur glü­hen­den Faschis­tin und fasst den Plan, Adolf Hit­ler ken­nen zu ler­nen. Der Plan gelingt, doch Hit­lers „Gunst“ stürzt auch sie – wie vie­le ande­re — ins Ver­der­ben. Wei­ter­le­sen