Wer war eigentlich „Stalin“? (1)

Sta­lin im Jah­re 1894, From Unknown, Gemein­frei

 

Ios­seb Wis­sa­ri­o­no­witsch Dschu­gaschwi­li, genannt Sta­lin, gilt neben Adolf Hit­ler als einer der grau­sams­ten Dik­ta­to­ren in der Geschich­te der Mensch­heit.
Als Lenins „Mann fürs Gro­be“ beginnt er sei­ne Kar­rie­re mit Intel­li­genz und Skru­pel­lo­sig­keit. Durch men­schen­ver­ach­ten­de Här­te wird er ab 1924 zum all­mäch­ti­gen KP-Gene­ral­se­kre­tär — und zum gefürch­te­ten Allein­herr­scher über die Sowjet­uni­on.

Ein geprügeltes Kind, das nie weint

Er war ein geprü­gel­tes Kind, das nie­mals wein­te.

Sta­lins Vater, der Schuh­ma­cher Bes­sa­ri­on Dschu­gaschwi­li ist eigent­lich ein wohl­ha­ben­der Mann in Gori, Sta­lins geor­gi­sche Hei­mat­stadt. Doch Vater Dschu­gaschwi­li liebt den Alko­hol und ver­fällt ihm in den 1880er Jah­ren mehr und mehr, ver­liert schließ­lich Geschäft und Ver­mö­gen. Sei­ne Wut dar­über lässt er in Form von Prü­gel an Frau und Sohn aus, die er schließ­lich im Jahr 1888 ver­lässt. Der klei­ne Ios­seb ist zehn Jah­re alt.
Sos­so“, so Ios­sebs Kin­der-Spitz­na­me, bleibt mit sei­ner Mut­ter Ketewan (Keke) Gelad­se zurück, die als Wäsche­rin und Nähe­rin für rei­che Fami­li­en sich und ihren Sohn irgend­wie durch­bringt.

Er ist arm und vater­los, aber begabt.
In der Schu­le, die er ab 1887 besucht, lernt er nicht nur Rus­sisch son­dern begreift auch sehr schnell die ers­ten Grund­zü­ge der Mani­pu­la­ti­on: Zunächst wird er von sei­nen Schul­ka­me­ra­den wegen sei­nes pocken­nar­bi­gen Gesichts und sei­nes nied­ri­gen sozia­len Sta­tus gehän­selt, aber dank sei­ner guten Auf­fas­sungs- und Beob­ach­tungs­ga­be über­nimmt er bald eine Füh­rungs­rol­le in sei­ner Klas­se.
Er schließt die Schu­le im Jahr 1894 als bes­ter Schü­ler ab und kann mit der Unter­stüt­zung eines wohl­ha­ben­den Mäzens (mög­li­cher­wei­se ein Lieb­ha­ber sei­ner Mut­ter) das ortho­do­xe Pries­ter­se­mi­nar in Tif­lis besu­chen, zu die­ser Zeit die bedeu­tends­te höhe­re Bil­dungs­an­stalt Geor­gi­ens.

Doch unge­ach­tet sei­ner schö­nen Sing­stim­me wird „Sos­so“ dann doch lie­ber Revo­lu­tio­när statt Pries­ter.
Der bru­ta­le Drill im Pries­ter­se­mi­nar schreckt ihn nicht, er för­dert ganz im Gegen­teil sei­nen rebel­li­schen Geist: Trotz stren­ger Ver­bo­te, liest der klei­ne Geor­gi­er alles an welt­li­cher Lite­ra­tur, was er in die Fin­ger bekommt, schwatzt wäh­rend des Unter­richts, stört den streng regle­men­tier­ten Tages­ab­lauf, und wird im Alter von 20 Jah­ren auch noch Mit­glied der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Arbei­ter­par­tei Russ­lands (SDAPR).
Ein Jahr spä­ter, im Jahr 1899, fliegt er dann end­gül­tig aus dem Semi­nar, wegen  — wie könn­te es anders sein? — Betei­li­gung an revo­lu­tio­nä­ren Akti­vi­tä­ten.

Schmutzige Arbeit für die Revolution

Nicht weni­ge Bio­gra­fen glau­ben, dass Ios­seb Dschu­gaschwi­li den Weg zum Sozia­lis­mus nur fin­det, weil er damit sei­ner Rebel­li­on einen tie­fe­ren Sinn geben und sie ideo­lo­gisch unter­mau­ern kann.
Für Rebel­len gibt es in Geor­gi­en ein gro­ßes Betä­ti­gungs­feld: Um die Jahr­hun­dert­wen­de bro­delt es in der klei­nen Pro­vinz, die für das rie­si­ge rus­si­sche Zaren­reich nichts wei­ter als eine klei­ne inlän­di­sche Kolo­nie ist. Die ein­fa­chen Arbei­ter und Bau­ern rebel­lie­ren gegen ihre erbäm­li­chen Lebens­be­din­gun­gen in Armut und Hun­ger, eine wach­sen­de intel­lek­tu­el­le bür­ger­li­che Schicht fühlt sich von den Rus­sen schlecht behan­delt und wehrt sich gegen Rus­sisch als Amts­spra­che und die Rus­si­fi­zie­rungs­po­li­tik des Zaren. Mit­ten­drin agi­tie­ren zor­ni­ge jun­ge Män­ner wie Ios­seb, der sich nun nach einer damals popu­lä­ren geor­gi­schen Legen­de den Kampf­na­men „Koba“ (Der Unbeug­sa­me) zulegt.

Sta­lin im Jah­re 1902, Von deri­va­ti­ve work: Mili­ta­r­yace (talk)Stalin_1902.jpg: — Stalin_1902.jpg, Gemein­frei

Koba“ taucht im Jahr 1901 unter und orga­ni­siert aus dem Unter­grund Streiks und Demons­tra­tio­nen, ist aber auch an Waf­fen­han­del, Schutz­geld­erpres­sun­gen und blu­ti­gen Bank­über­fäl­len betei­ligt, um die Par­tei­kas­se auf­zu­fül­len.
Er leis­te die „schmut­zi­ge Arbeit für die Revo­lu­ti­on“, die gemacht wer­den muss­te, wie er spä­ter behaup­tet. Viel­leicht macht ihm das Rebel­len-Leben auch ein­fach nur Spaß.
Sein bis an Para­noia gren­zen­des Miss­trau­en, sei­ne Vor­sicht und sei­ne men­schen­ver­ach­ten­de Här­te, die spä­ter Hun­dert­tau­sen­den das Leben kos­ten wird, erklärt man häu­fig mit die­ser Zeit im Unter­grund.

Trotz aller Vor­sicht wird „Koba“ ins­ge­samt acht Mal ver­haf­tet und ver­bannt – und kann immer wie­der flie­hen. Ob sei­ne erfolg­rei­che Rou­ti­ne beim Flie­hen auf Schlam­pe­rei und Halb­her­zig­keit des zaris­ti­schen Poli­zei­ap­pa­ra­tes lag, an den zahl­rei­chen Unter­stüt­zern in der Bevöl­ke­rung oder an guten Kon­tak­ten zur Geheim­po­li­zei, ist bis heu­te unge­klärt.

Lenins „Mann fürs Grobe“

Sei­ne Lebens­be­stim­mung und offen­bar auch einen ech­ten Freund fin­det Ios­seb ali­as “Koba” im Jahr 1905, als er auf einer Kon­fe­renz in Tam­pe­re zum ers­ten Mal Lenin per­sön­lich begeg­net. Lenin ist Mit­te 30 und der intel­lekt­tu­el­le Star der “Bol­sche­wi­ki“ – „Mehr­heit“ –, die im Gegen­satz zu den „Men­sche­wi­ki – „Min­der­heit“ – einen schnel­len Umsturz des Zaren­re­gimes durch die straf­fe Kader­füh­rung der Par­tei errei­chen wol­len.
Lenin nimmt sei­nen
„präch­ti­gen Geor­gi­er“ unter sei­ne Fit­ti­che und schon bald ist er als Orga­ni­sa­tor und Lenins „Mann fürs Gro­be“ nicht mehr aus dem “inner cir­cle”, dem engs­ten Füh­rungs­zir­kel der Bol­schwi­ki, weg­zu­den­ken.
Für
„Koba“ beginnt eine stei­le Kar­rie­re.

Dele­gier­te des 8. Kon­gres­ses der russ­si­schen KP (Bol­sche­wi­ki), Febru­ar 1919. Autor Unbe­kannt, Gemein­frei

Ein Jahr nach sei­ner ers­ten Begeg­nung mit Lenin, im Jahr 1906, hei­ra­tet der nun fast drei­ßig­jäh­ri­ge Berufs­re­vo­lu­tio­när die Schnei­de­rin Ketewan Swa­ni­d­se, die gemein­sam mit ihrer Schwes­ter das Mode­ge­schäft „Ate­lier Her­vieu“ in Tif­lis führt. Als Ketewan ein Jahr spä­ter an Fleck­fie­ber stirbt, ist er am Boden zer­stört, fängt sich aber und stürzt sich mehr denn je in sei­ne revo­lu­tio­nä­ren Auf­ga­ben.
Für sei­ne klei­nen Sohn Jakow, den er gemein­sam mit Ketewan hat, bleibt kei­ne Zeit — viel übrig hat er für ihn wohl auch nicht.

Im Zwei­ten Welt­krieg gerät Sta­lins Sohn Jakow in deut­sche Kriegs­ge­fan­gen­schaft, Die Deut­schen schla­gen einen Aus­tausch gegen den bei der Kapi­tu­la­ti­on von Sta­lin­grad gefan­ge­nen deut­schen Gene­ral­feld­mar­schall Fried­rich Pau­lus vor, aber Sta­lin lehnt ab.
Über­lie­fert ist sei­ne Begrün­dung, man tau­sche kei­nen ein­fa­chen Sol­da­ten gegen einen Gene­ral.
Sta­lins Sohn stirbt im April 1943 im deut­schen Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Sach­sen­hau­sen.

Sein ruhe­lo­ses Rebel­len-Leben geht wei­ter: Er gilt als einer der Draht­zie­her für einen beson­ders bru­ta­len Raub mit 40 Toten in Tif­lis, füllt die Par­tei­kas­se mit Waf­fen­han­del und Schutz­geld­erpres­sun­gen, reist zu gehei­men Zusam­men­künf­ten nach Eng­land, Deutsch­land und Öster­reich-Ungarn.
Ab dem Jahr 1912 gehört er nach dem Wil­len Lenins dem Zen­tral­ko­mi­tee der Bol­sche­wi­ki an und nennt sich jetzt Sta­lin – „der Stäh­ler­ne

Wien ist vor dem Ers­ten Welt­krieg neben Paris d i e kul­tu­rel­le Metro­po­le Euro­pas und einer der wich­tigs­ten Treff­punk­te für Kunst und Kul­tur. Kein Wun­der also, dass sich in Wien 1913 eine der bizarrs­ten Gleich­zei­tig­kei­ten der Welt­ge­schich­te ereig­net: Trotz­ki ist da, Sta­lin und sein spä­te­rer Kurz­zeit-Ver­bün­de­ter und Kriegs­geg­ner Adolf Hit­ler auch.
Sta­lin ist im Auf­trag Lenins vor Ort, um einen grund­le­gen­den Auf­satz über Mar­xis­mus und die natio­na­le Fra­ge zu ver­fas­sen. Lenins „Mann für’s Gro­be“ lebt in sei­ner Wie­ner Zeit im hoch- herr­schaft­li­chen Appar­te­ment sei­nes Gast­ge­bers, des Aris­to­kra­ten, Hee­res­of­fi­zier und Mar­xis­ten Alex­an­der Tro­ja­now­ski in der Schön­brun­ner Schloss­stra­ße 30.
Eini­ge Stra­ßen­zü­ge wei­ter haust in einem Män­ner­wohn­heim in der Mel­de­mann­stra­ße der drei­und­zwan­zig­jäh­ri­ge Adolf Hit­ler, der sich ziem­lich glück­los als Kunst­ma­ler ver­sucht und vom Ver­kauf sei­ner hand­ge­mal­ten Post­kar­ten über Was­ser hält.
Bei­de Män­ner, die zwei Jahr­zehn­te spä­ter als die grau­sams­ten Dik­ta­to­ren aller Zei­ten Mil­lio­nen von Men­schen in den Tod trei­ben wer­den, gehen ger­ne im Park des kai­ser­li­chen Schlos­ses Schön­brunn spa­zie­ren; ob sie sich dort jemals begeg­net sind, ist nicht bekannt.

Der Aufstieg zum Sowjet-Zar

Den Ers­ten Welt­krieg „über­win­tert“ Sta­lin in Sibi­ri­en.
Der für ihn unge­wöhn­lich lan­ge Auf­ent­halt von 1913 bis 1916 am Ver­ban­nungs­ort Turuch­ansk wird häu­fig mit sei­ner Befürch­tung in Ver­bin­dung gebracht, nach sei­ner nächs­ten Ver­haf­tung in die Rus­si­sche Armee ein­ge­zo­gen zu wer­den.

Als Lenin im Okto­ber 1917 die Bol­sche­wi­ki in Sankt Peters­burg (Petro­grad) an die Macht putscht, ist Sta­lin dabei.
Als Dank für sei­ne Loya­li­tät wird er zum Volks­kom­mis­sar für Natio­na­li­tä­ten­fra­gen ernannt und ist damit wohl die Num­mer drei in der Hier­ar­chie der Revo­lu­tio­nä­re.
Es fol­gen unru­hi­ge Jah­re des Bür­ger­kriegs und der inner­par­tei­li­chen Kon­kur­renz­kämp­fe.
Die neu geschaf­fe­ne Sowjet­re­gie­rung ist noch schwach, das ehe­ma­li­ge Zaren­reich rie­sig; vie­le Völ­ker des zusam­men­ge­wür­fel­ten Rie­sen­rei­ches – auch die Geor­gi­er – sehen end­lich die Chan­ce auf natio­na­le Selb­stän­dig­keit und erklä­ren sich für unab­hän­gig.

Unab­hän­gig­keit passt aller­dings nicht ins Kon­zept der neu­en Herr­scher, und Sta­lin als neu ernann­ter Volks­kom­mis­sar für Natio­na­li­tä­ten­fra­gen ver­sucht die Rebel­lio­nen erst mit Zucker­brot, spä­ter dann mit der Peit­sche zu unter­drü­cken: Mit Hil­fe der von Leo Trotz­ki neu geschaf­fe­nen Roten Armee glie­dert er die wider­spens­ti­gen Kau­ka­sus­völ­ker nach und nach gewalt­sam wie­der ein. Die Pha­se des soge­nann­ten Kriegs­kom­mu­nis­mus wird mir der Rück­erobe­rung Geor­gi­ens für das Sowjet­reich im Febru­ar 1921 abge­schlos­sen.

Sta­lin ist seit 1919 wie­der ver­hei­ra­tet, die glück­li­che Braut ist die 18jährige Nadesch­da Ser­ge­je­w­na Alli­lu­je­wa, die als Sekre­tä­rin in Lenins Büro arbei­tet. Ihren zukünf­ti­gen Mann soll sie seit ihrer Ver­lo­bungs­zeit mit Infor­ma­tio­nen über Lenin aus ers­ter Hand ver­sorgt haben. Es ist die Zeit inner­par­tei­li­cher Rich­tungs- und Macht­kämp­fe; Lenin steht unan­ge­foch­ten an der Spit­ze der Par­tei, doch eine Ebe­ne unter ihm tobt der Kampf um den zwei­ten Platz. Das heißt vor allem: Sta­lin gegen Trotz­ki, der Mann „fürs Gro­be“ gegen das ego­zen­tri­sche Genie und Rede­ta­lent der Revo­lu­ti­on.

Im Jahr 1922 wird schließ­lich das Amt eines Gene­ral­se­kre­tärs der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei neu geschaf­fen. Ers­ter Amts­in­ha­ber wird Sta­lin, der damit einen fast unein­hol­ba­ren stra­te­gi­schen Vor­teil gegen­über sei­nem Wider­sa­cher Trotz­ki hat. Er baut sein Amt im Lau­fe weni­ger Jah­re zum wich­tigs­ten in der Par­tei und im Staat aus und ver­leiht sich selbst nach und nach dik­ta­to­ri­sche Voll­mach­ten.
Bis 1941 hat Sta­lin kein offi­zi­el­les Staats­amt inne und kann allein mit die­sem Par­tei­amt sein Reich beherr­schen und Mil­lio­nen Men­schen in Angst und Schre­cken ver­set­zen — und töten.

Im Janu­ar 1924 stirbt Lenin im Alter von 53 Jah­ren.
Lenins Urteil über sei­ne lang­jäh­ri­gen Kampf­ge­fähr­ten und poten­zi­el­len Nach­fol­ger, sein poli­ti­sches Tes­ta­ment, ist ver­nich­tend, sei­ne Mei­nung über Sta­lin hat sich im Lau­fe der Zeit gründ­lich geän­dert:

„Sta­lin ist zu grob, und die­ser Feh­ler (…) kann in der Funk­ti­on des Gene­ral­se­kre­tärs nicht gedul­det wer­den. Des­halb schla­ge ich den Genos­sen vor, sich zu über­le­gen, wie man Sta­lin ablö­sen könn­te, und jemand ande­ren an die­se Stel­le zu set­zen, der sich in jeder Hin­sicht von dem Genos­sen Sta­lin nur durch einen Vor­zug unter­schei­det, näm­lich dadurch, dass er tole­ran­ter, loya­ler, höf­li­cher und den Genos­sen gegen­über auf­merk­sa­mer, weni­ger lau­nen­haft usw. ist.“
Wla­di­mir Iljitsch Lenin, Brief an die KPDSU (Nach­schrift vom 4. Janu­ar 1923)

Sta­lin ist grob und unbe­herrscht — es kann durch­aus vor­kom­men, dass er im Ärger den Kopf eines Mit­ar­bei­ters packt und auf die Tisch­plat­te knallt. Doch mitt­ler­wei­le ist er als Gene­ral­se­kre­tär der Par­tei zu mäch­tig und hat zu vie­le Ver­bün­de­te, als dass Lenins Rat­schlag befolgt wer­den könn­te. Lenins Ver­mächt­nis wird zwar bekannt, kann aber mit Hil­fe klu­gen Tak­tie­rens und geschickt mani­pu­lier­ter „Freun­de“ her­un­ter­ge­spielt wer­den.

Lesen Sie im zwei­ten Teil: Sta­lin bleibt, Trotz­ki muss gehen. Die Zeit der “Ent­ku­la­ki­sie­rung” und des “Gro­ßen Ter­rors”.
Wer war eigent­lich Sta­lin? Teil 2

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www.bildbiographien.de, 2014


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Der Weg “Sos­sos” vom Kind, das nie wein­te, zum Pries­ter­schü­ler, Gangs­ter und Revo­lu­tio­när, her­vor­ra­gend recher­chiert und span­nend geschrie­ben:
Simon Sebag Mon­te­fio­re: Der jun­ge Sta­lin*, Fischer Taschen­buch Ver­lag, 2008


Das Leben des “roten Zaren” von 1917 bis 1935. Ein inten­si­ver Blick hin­ter die Kulis­sen, der sich oft wie ein Kri­mi liest.
Simon Sebag Mon­te­fio­re: Sta­lin: Am Hof des roten Zaren*, Fischer Taschen­buch Ver­lag, 2006

Wei­ter­füh­ren­der Arti­kel:


Lenins „Mann fürs Gro­be“ ist ihm am Ende doch zu grob.
In sei­nem poli­ti­schen Tes­ta­ment emp­fiehlt der Begrün­der und ers­te Regie­rungs­chef Sowjet­russ­lands (ab 1922 in Sowjet­uni­on umbe­nannt) drin­gend, Sta­lin als all­mäch­ti­gen Gene­ral­se­kre­tär der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Russ­lands abzu­lö­sen und einen ande­ren an sei­ne Stel­le zu set­zen. Einen ande­ren Gene­ral­se­kre­tär, der sich „in jeder Hin­sicht“ vom Genos­sen Sta­lin „nur durch einen Vor­zug“ unter­schei­det, wie Lenin schreibt: „näm­lich dadurch, dass er tole­ran­ter, loya­ler, höf­li­cher und den Genos­sen gegen­über auf­merk­sa­mer, weni­ger lau­nen­haft usw. ist.“
Wer war eigent­lich Sta­lin? Teil 2


Es ist ein Trep­pen­witz der Geschich­te, dass aus­ge­rech­net der sonst bis zur Para­noia miss­traui­sche Sta­lin die Zei­chen der Zeit nicht erkennt: Das Unter­neh­men “Bar­ba­ros­sa” und der “gro­ße vater­län­di­sche Krieg”.
Wer war eigent­lich Sta­lin? Teil 3


Leo Trotz­ki: Der über­heb­li­che Kil­ler ohne Kil­ler­instinkt:
http://www.welt.de/kultur/history/article107617646/Trotzki-ueberheblicher-Killer-ohne-Killerinstinkt.html


Was treibt Tyran­nen wie Sta­lin oder Hit­ler? Wer­den sie als grau­sa­me und empa­thie­lo­se Men­schen gebo­ren oder dazu gemacht? Über Kin­der, die nie wei­nen, und die Fol­gen der “schwar­zen Päd­ago­gik”: Eine Ana­ly­se der Psy­cho­ana­ly­ti­ke­rin Ali­ce Mil­ler:
Vom ver­bor­ge­nen zum mani­fes­ten Grau­en: Die Kind­heit und Jugend Adolf Hit­lers


Wir müssten das alles mal aufschreiben

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 Bild­nach­wei­se:
1. Sta­lin im Jah­re 1894, Von deri­va­ti­ve work: Mili­ta­r­yace (talk)Stalin_1894.jpg: Unknown — Stalin_1894.jpg, Gemein­frei
2. Sta­lin im Jah­re 1902, Von deri­va­ti­ve work: Mili­ta­r­yace (talk)Stalin_1902.jpg: — Stalin_1902.jpg, Gemein­frei,
3. Dele­gier­te des 8. Kon­gres­ses der russ­si­schen KP (Bol­sche­wi­ki), Febru­ar 1919. Von links nach rechts: I. Smil­ga, V. Schmidt, S. Zorin. Midd­le row, left to right: G. Evdo­ki­mov, Joseph Sta­lin, Vla­di­mir Lenin, M. Kali­nin, P. Smo­ro­din. Upper row: P. Mal­kov, E. Rah­ja, S. G. Said-Galiev, P. Zalut­sky, J. Drob­nis, M. Tom­sky, M. Kha­ri­to­nov, A. Jof­fe, D. Rya­za­nov, A. Bada­ev, L. Serebrya­kov, M. Las­he­vich. Ele­ven of twen­ty shown were exe­cu­t­ed by firing squad, three com­mit­ted sui­ci­de. Autor Unbe­kannt, Gemein­frei

 

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