Die Äquatortaufe

Von Andre­as See­li­ger

Die Äquatortaufe von Andreas Seeliger

Bild: Archiv Andre­as See­li­ger

Die Äqua­tor­tau­fe ist ein alter Ini­tai­ti­ons­ri­tus für See­leu­te, der noch aus der Zeit der Ent­deck­er­rei­sen stammt. Damals fürch­te­te man die lebens­ge­fäht­li­che Pas­sa­ge über den Äqua­tor. Gegen die töd­li­chen Gefah­ren soll­ten Mut und Gläu­big­keit hel­fen, bekräf­tigt wur­de bei­des durch eine Tau­fe. Mit der Zeit ver­lo­ren die Äqua­to­ren­fahr­ten ihren Schre­cken; getauft wur­de trotz­dem. Zur Belus­ti­gung der Mann­schaft, aber auch um die Men­ge an Genuss­mit­teln für Nep­tun, sei­ne Gat­tin The­tes und für ihre Gehil­fen —  Pas­tor, Ster­nen­gu­cker, Arzt, Fri­seur und “Neger” — zu erhö­hen.

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Fotogeschenke optimal selbst gestalten

8 Tipps um Fotogeschenke optimal zu gestalten

Klu­ge Dru­cke­rei­en haben längst den Trend „selbst gestal­te­te Foto­ge­schen­ke“ erkannt und sind dar­auf ein­ge­stellt. Doch auch wenn das Lay­ou­ten eines Foto­ge­schenks dank benut­zer­freund­li­cher Pro­gram­me so ein­fach ist wie nie, soll­te man das „A“ und „O“ indi­vi­du­el­ler Foto­ge­schen­ke nicht aus den Augen ver­lie­ren: die Fotos zum Bei­spiel.

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Erinnern Sie sich?

Es gibt unzäh­li­ge Erin­ne­rungs- und „Erzähl-Mal”-Bücher für Fami­li­en, Groß­el­tern und Eltern — lei­der ste­hen sie häu­fig unge­nutzt und ver­staubt im Bücher­re­gal.

Erinnern Sie sich

Denn für die, die beson­ders viel zum Fest­hal­ten von Geschich­ten und (Fami­li­en-) Geschich­te bei­tra­gen könn­ten, ist es trotz der Rat­ge­ber oft nicht ein­fach, ihre Erin­ne­run­gen zu Papier zu brin­gen. Wo begin­nen? Was ist wich­tig und inter­es­sant für nach­fol­gen­de Gene­ra­tio­nen? Was muss erzählt wer­den — und was nicht?

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Was tun mit alten Familienfotos und Dokumenten?

Aufräumen bei Aufschieberitis

Foto: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en

Alte Foto­gra­fi­en und Doku­men­te fin­den sich oft an den unmög­lichs­ten Stel­len. Oft sind sie dort, wo man sie nie­mals ver­mu­tet hät­te. Ein klei­ner Tipp für alle, die immer mal wie­der zufäl­lig über schö­ne und beson­de­re Fund­stü­cke stol­pern: ein Ord­ner, ein paar Ein­steck­fo­li­en, Trenn­blät­ter und ein win­zi­ges Plätz­chen im Regal oder Bücher­schrank.

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Ihr Flüchtlinge! Flucht und Vertreibung 1944 — 1950

Ost­preu­ßen, Flücht­ling­treck“ von Bun­des­ar­chiv, Bild 146‑1976-072–09 / CC-BY-SA 3.0. Lizen­ziert unter CC BY-SA 3.0 de

Von ‚Will­kom­mens-Kul­tur‘ kann kei­ne Rede sein, als in den Jah­ren zwi­schen 1944 und 1950 rund 12 Mil­lio­nen Deut­sche und Deutsch­stäm­mi­ge aus Ost­preu­ßen, Pom­mern, Schle­si­en und dem Sude­ten­land in den Wes­ten flie­hen. In den Augen vie­ler Ein­hei­mi­scher sind sie die „Pola­cken“, die ihnen das Weni­ge, das sie nach dem ver­lo­re­nen Krieg noch haben, weg­neh­men wol­len. Heu­te hal­ten Wirt­schafts­his­to­ri­ker den “Brain­gain”, also den Gewinn an Talen­ten durch die Flücht­lings­wel­le, für eine der wich­tigs­ten Grund­la­gen des  „Wirt­schafts­wun­ders“ — wich­ti­ger als Mar­shall-Plan und Lud­wig Erhard. Wei­ter­le­sen

11 Tipps, die Sie beim biografischen Schreiben beachten sollten

Frag Opa Geschenkbuch Biografie schreiben leicht gemachtPublish or Perish“ – schreib’ oder ver­schwin­de – ist ursprüng­lich eine alte Uni­ver­si­täts-Weis­heit, die mitt­ler­wei­le für alle gilt. Es reicht nicht mehr aus, die geerb­ten Foto­al­ben und Stamm­bü­cher zu hegen und zu pfle­gen, denn ihr Inhalt wird für nach­fol­gen­de Gene­ra­tio­nen sinn­los, wenn das Wis­sen dazu ver­lo­ren gegan­gen ist.
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Opas Krieg

Von Chris­ti­an Mack

Opas Krieg_1Heu­te, für ein Men­schen­le­ben unend­lich lan­ge erschei­nen­de 100 Jah­re spä­ter, fin­det der Ers­te Welt­krieg zum „Jubi­lä­um” wie­der Beach­tung. Dabei gibt es ein Pro­blem: Die Lebens­welt der Men­schen vor 100 Jah­ren ist uns fremd gewor­den. Und somit auch die „Urka­ta­stro­phe des 20. Jahr­hun­derts” (Geor­ge F. Kenn­an). Der Zwei­te Welt­krieg scheint uns dage­gen leben­dig: An Hol­ly­wood­fil­men oder Fern­seh­do­ku­men­ta­tio­nen zum The­ma herrscht kein Man­gel, eben­so wenig an Zeit­zeu­gen. Mit dem Ers­ten Welt­krieg sieht es da etwas anders aus: Wie war das damals?

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Wurzeln und Flügel

kidsZwei Din­ge sol­len Kin­der von ihren Eltern bekom­men: Wur­zeln und Flü­gel.“ Goe­the. Wer sonst?
Der Dich­ter­fürst hat­te es gut, denn zu sei­ner Zeit waren die Flü­gel und Wur­zeln noch rela­tiv klar zu defi­nie­ren. Und heu­te?
Gel­ten „Hol­lis­ter“, „Aber­crom­bie & Fitch“ und „Super­dry“ als Wur­zeln oder als Flü­gel? Oder war da noch was?
Die Fami­li­en­for­scher ist ein muti­ges neu­es Pro­jekt, das Kin­dern und Jugend­li­chen einen Weg zu ganz ande­ren Wur­zeln zeigt: zu ihren eige­nen.
Und die ver­lei­hen bekannt­lich Flü­gel.

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Stadt.Leben

Von Chris­ta Lui­se Seiß

Eigent­lich waren wir zu viert. Obwohl Melis­sa nie so rich­tig dazu gehör­te. Es war ein­fach nicht die Zeit für Melis­sa, mit ihren lackier­ten Fin­ger­nä­geln, rasier­ten Bei­nen und schi­cken Kla­mot­ten. Rich­tig eng befreun­det war ich mit Moni­ka, gelern­te Erzie­he­rin, die gera­de The­ra­pie mach­te und Bri­git­te, die BWL stu­dier­te. Ich war frisch geschie­den und hat­te in der Zeit beim Axel-Sprin­ger-Ver­lag fest­ge­stellt, dass weder die­ser Ver­lag noch mei­ne Sekre­tä­rin­nen­tä­tig­keit mit mei­ner poli­ti­schen Welt­an­schau­ung in Ein­klang zu brin­gen war und ich außer­dem die Nase voll hat­te, von den gan­zen Anzug­män­nern. Wei­ter­le­sen