Da röhrt der Hirsch. Über die unmögliche Kommunikation zwischen Männern und Frauen

Die unmögliche Kommunikation zwischen Männern und Frauen Agentur für Bildbiographien


Wenn eine Frau einen Mann fragt “Wür­dest Du ger­ne ins Kino gehen oder doch lie­ber in eine Knei­pe?” ist das KEIN freund­li­ches Ange­bot, son­dern eine ein­deu­ti­ge Auf­for­de­rung zum Kino­be­such.

War­um spre­chen Frau­en so oft in Rät­seln und wes­halb wol­len Män­ner immer die Bes­ten sein?
Eini­ge Ant­wor­ten und Aus­we­ge aus der täg­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kri­se zwi­schen Män­nern und Frau­en …

Vor rund 70.000 Jah­ren war es noch nicht abzu­se­hen, dass sich Männ­chen und Weib­chen der Gat­tung Homo sapi­ens außer Feu­er­stel­le und Höh­le auch Chef­eta­gen und Haus­halt tei­len wür­den.

Der Dia­log zwi­schen Män­nern und Frau­en geht — trotz vie­ler klu­ger Gedan­ken zum The­ma ‘Gen­der’ — oft gewal­tig dane­ben, denn die Evo­lu­ti­on tickt erschre­ckend lang­sam. Wir den­ken zwar modern, aber unse­re Bio­che­mie ist uralt: Unse­re Gefühls­welt steckt an vie­len Stel­len noch immer in der Stein­zeit fest.

Oder anders aus­ge­drückt: Wir haben zwar ein ziem­lich moder­nes Gehirn, aber unser Ver­hal­ten ist in den letz­ten 70.000 Jah­ren nicht sehr viel fort­schritt­li­cher gewor­den.

Noch ein­fa­cher: Manch­mal sind wir ech­te Nean­der­ta­ler.


Dialog oder Kampf der Geschlechter?

Dass es Män­ner und Frau­en oft so schwer mit­ein­an­der haben, liegt nicht an ‘fal­scher’ Erzie­hung, son­dern hat viel mit der Früh­zeit unse­rer Mensch­heits­ge­schich­te zu tun. Unser uraltes psy­cho­lo­gi­sches Pro­gramm, das eigent­lich über vie­le tau­send Jah­re gut funk­tio­niert hat, schmeißt uns heu­te in unse­rer täg­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on Knüp­pel zwi­schen die Bei­ne.

Die Miss­ver­ständ­nis­se und Rei­be­rei­en, über die wir uns heu­te ärgern, ent­ste­hen, weil wir ver­su­chen, in einer moder­nen Welt mit den glei­chen archai­schen Grund­prin­zi­pi­en zurecht­zu­kom­men, mit denen unse­re Vor­fah­ren in grau­er Vor­zeit schon unter­wegs waren.

Damals hat es bes­ser geklappt als heu­te.

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Warum Männer und Frauen immer aneinander vorbeireden

Um bei den Urmen­schen und damit in der archai­schen Tier­welt zu blei­ben: Ein Hirsch ist bei­spiels­wei­se nur dann ein erfolg­rei­cher Hirsch wenn er sein Ziel – Erhal­tung und Ver­brei­tung sei­ner Art – durch­set­zen kann.

Damit ist er als gan­zer Hirsch-Kerl klar defi­niert: Er muss groß und stark wer­den, sich ein ordent­li­ches Geweih zule­gen, Mit­be­wer­ber aus dem Feld ste­chen, die Gunst der Hirsch­kü­he erobern und sich fort­pflan­zen.
Hat er das erreicht, kann er gehen und sich neu­en Auf­ga­ben und Zie­len zuwen­den.
Als Aus­rüs­tung für die Zieler­fül­lung sei­nes Hirsch­le­bens braucht er:

Hier­ar­chie – Kon­kur­renz­ori­en­tie­rung – Ziel­ori­en­tie­rung.


Was für Hir­sche gut ist, gilt in abge­wan­del­ter Form auch für Men­schen:

Wel­che Frau rollt – zumin­dest inner­lich – nicht mit den Augen, wenn sich zwei Män­ner ken­nen­ler­nen und erst ein­mal alles Wesent­li­che abklop­fen: Job, Zahl der Assis­ten­tin­nen, wel­che Auto­mar­ke, wie viel PS? Mein Haus, mein Auto, mein Pferd.

Kräf­te­mes­sen und Ange­ben geht auch ohne Geweih.

Warum Frauen nicht anecken wollen

Das bio­lo­gi­sche Pro­gramm von Frau­en sieht kom­plett anders aus.
Zu dem Zeit­punkt, an dem der Hirsch sein Ziel erreicht hat und „mis­si­on accom­plished“ röh­ren könn­te (wenn er es denn könn­te), fängt für die Hirsch­kuh die Arbeit erst an.

Jede (und jeder), der sich mit Kin­der­er­zie­hung schon mal näher befasst hat, weiß, dass die Mis­si­on „Nach­wuchs groß­zie­hen“ nicht mit Ziel­ori­en­tie­rung und linea­rem Fokus klappt.
Wer Kin­der hat und sich um sie küm­mert, braucht weder Kon­kur­renz noch Hier­ar­chi­en, son­dern einen lan­gen Atem. Und viel Geduld für einen Pro­zess, der stän­di­ge Anpas­sungs­be­reit­schaft an ver­än­der­te Rah­men­be­din­gun­gen not­wen­dig macht (Schu­le fällt aus, Kind hat Schnup­fen oder Wind­po­cken, Kin­der­gar­ten streikt).

Eine ver­ein­zel­te, weil kon­kur­renz­ori­en­tier­te Mut­ter, stün­de mit ihrem Kind auf ziem­lich ver­lo­re­nem Pos­ten, wenn sie ver­su­chen wür­de, ihre Mis­si­on allei­ne durch­zu­zie­hen.
Die Bereit­schaft von Frau­en, sich in einer Grup­pe zu inte­grie­ren, ist wegen ihres bio­lo­gi­schen Pro­gramms “Kin­der erzie­hen” viel grö­ßer als bei Män­nern.
Typisch weib­li­che Eigen­schaf­ten sind des­halb:

Fla­che Struk­tu­ren – Har­mo­nie­ori­en­tie­rung – Pro­zess­ori­en­tie­rung


Was Frauen wollen

Hier­ar­chi­sche Struk­tu­ren bei Frau­en?
Fehl­an­zei­ge, denn Hier­ar­chi­en ste­hen dem weib­li­chen Wunsch nach Grup­pen­an­pas­sung völ­lig ent­ge­gen.

Der weib­li­che Har­mo­nie-Teu­fel steckt im Detail, und so wird kein Mann jemals nach­voll­zie­hen kön­nen, war­um eine Frau ihr tod­schi­ckes und sünd­haft teu­res neu­es Kleid vor ihren bewun­dern­den Freun­din­nen als „das ist doch schon ganz alt“ her­ab­wür­digt, streng nach der weib­li­chen Devi­se: bloß nicht anecken oder sich als ‘etwas Bes­se­res’ auf­spie­len!

Frau­en ver­ste­hen die­se Art der Kom­mu­ni­ka­ti­on in der Regel rich­tig, Män­ner neh­men sie für bare Mün­ze.
Das heißt, sie hal­ten das Kleid tat­säch­lich für alt.

” Mäd­chen nei­gen dazu, mit einer ein­zi­gen bes­ten Freun­din oder in klei­nen Grup­pen zu spie­len, und sie ver­brin­gen eine Men­ge Zeit mit Spre­chen. Sie ver­wen­den Spra­che, um aus­zu­han­deln, wie nahe sie ein­an­der sind; zum Bei­spiel wird das Mäd­chen, dem du dei­ne Geheim­nis­se erzählst, auch dei­ne bes­te Freun­din.
Mäd­chen ler­nen es her­un­ter­zu­spie­len, in wel­cher Wei­se jemand bes­ser ist als die ande­ren, und zu unter­strei­chen, in wel­cher Wei­se sie alle gleich sind,”

Aus: Peter Mod­ler, Das Arro­ganz-Prin­zip*


Mansplaining — Mann erklärt Welt

Wenn Kon­kur­renz­ori­en­tie­rung und Har­mo­nie­teu­fel auf­ein­an­der­tref­fen, kann eini­ges schief gehen.
Eini­ges ist aber auch ganz anders als erwar­tet.
Bei­spiels­wei­se sind es die Män­ner, die zu Plau­der­ta­schen wer­den, wenn es um etwas Wich­ti­ges geht: Män­ner kön­nen viel mehr reden, als all­ge­mein ange­nom­men wird. Mann ist nicht auf den Mund gefal­lenaber nur, wenn’s dar­auf ankommt.

Frau­en dage­gen fas­sen sich oft viel kür­zer, als man(n) glau­ben mag. Im Geschäfts­le­ben ist das manch­mal ein­fach zu kurz.
Beson­ders Mee­tings kön­nen zum Rede-Schlacht­feld wer­den, auf dem der Mann gewinnt, der am längs­ten spricht und sei­ne Mei­nung am aus­führ­lichs­ten dar­le­gen kann.
Genau dar­an schei­tern vie­le Frau­en, weil sie es nicht schaf­fen, das Wort zu ergrei­fen.

Und selbst wenn sie es haben, ver­lie­ren sie es schnell wie­der — aus­spre­chen las­sen gehört nicht zu den männ­li­chen Stär­ken.

Auch wenn man sei­ne Kin­der anders erzieht, sorgt spä­tes­tens die Grup­pe der Gleich­alt­ri­gen auf dem Schul­hof dafür, dass das geschlechts­spe­zi­fi­sche Rol­len­ver­hal­ten gelernt wird. Mäd­chen, die ande­ren sagen, was sie zu tun haben, oder ihre eige­nen Leis­tun­gen her­aus­stel­len, wer­den von den ande­ren Mäd­chen als “zu che­fig” gebrand­markt und im schlimms­ten Fall aus der Grup­pe aus­ge­schlos­sen.

Jun­gen wer­fen sich in der Regel nicht gegen­sei­tig vor, “zu che­fig” zu sein.
Im Gegen­teil — bei ihnen geht es dar­um, Chef zu sein:

” Jun­gen ler­nen, Spra­che ein­zu­set­zen, um ihren Grup­pen­sta­tus zu ver­han­deln, indem sie ihre Fähig­kei­ten und ihre Kennt­nis­se dar­stel­len und indem sie ande­re her­aus­for­dern und Her­aus­for­de­run­gen ande­rer wider­ste­hen.
Anord­nun­gen zu geben ist eine Wei­se, eine Rol­le im Hoch-Sta­tus zu bekom­men und zu behal­ten. Eine ande­re ist es, die Büh­ne zu beherr­schen, indem man Geschich­ten oder Wit­ze erzählt,”

Aus: Peter Mod­ler, Das Arro­ganz-Prin­zip*


Rede­be­darf herrscht bei eini­gen Män­nern auch, wenn sie “Mans­plai­ning” (zu Deutsch etwa “Herr­klä­rer”) betrei­ben, die (Un)-Sitte ande­ren unge­fragt die Welt zu erklä­ren. Mans­plai­ning gehört zur Kate­go­rie “Ange­ben und Kräf­te­mes­sen” und bringt nicht nur Frau­en, son­dern auch die Kon­kur­renz auf die Pal­me.

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Die Geheimsprache der Frauen

Frau­en agie­ren anders, haben aber auch ihre Tücken.
Der weib­li­che Fokus liegt im All­ge­mei­nen stär­ker auf Ein­be­zie­hen und weni­ger auf Gewin­nen.
Im Geschäfts- und sons­ti­gen Leben set­zen Frau­en stär­ker auf Krea­ti­vi­tät und Team, weni­ger auf kla­re Befeh­le und Kon­trol­le.
Das ist gut bei kom­ple­xen Ent­schei­dungs­pro­zes­sen und schlecht, wenn’s brennt und über­le­bens­wich­ti­ge Maß­nah­men schnell getrof­fen wer­den müs­sen.

Frau­en füh­ren zwar kei­ne Rede­schlach­ten, kön­nen aber mit ihrer sub­ti­le­ren Art Män­ner gehö­rig aufs Glatt­ei­sen füh­ren.
Vie­le Frau­en sind nicht nur Meis­te­rin­nen des Mul­ti­tas­kings – und lau­fen stän­dig Gefahr, sich damit zu ver­zet­teln –, son­dern sie sind auch Meis­te­rin­nen einer beson­de­ren Geheim­spra­che, mit der sie For­de­run­gen stel­len, ohne zu for­dern.

Was sie sich wün­schen, sol­len die ande­ren erra­ten.
Die meis­ten Män­ner sind beim Raten über­for­dert und über­hö­ren viel zu oft den Text zwi­schen den Zei­len.

Wür­dest Du ger­ne ins Kino gehen oder doch lie­ber in die Knei­pe?“ ist KEIN freund­li­ches Ange­bot zur Aus­wahl, son­dern eine ein­deu­ti­ge Auf­for­de­rung zu einem Kino­be­such.
Unter Umstän­den, bin ich bereit, Dich auch in die Knei­pe zu beglei­ten – aber ich wer­de ent­täuscht sein!“, lau­tet der Text in der Meta-Ebe­ne, den vie­le Män­ner wegen ihres linea­ren Fokus‘ nicht ein­mal mit­be­kom­men …

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Reines Zitrusöl zum Probieren

Der Dia­log der Geschlech­ter …
… ist manch­mal ganz schön kom­pli­ziert.
Für alle, die ihre gute Lau­ne nicht ver­lie­ren wol­len, gibt es hoch­wer­ti­ge äthe­ri­sche Öle für Kör­per und Geist als Pro­bier­sets inklu­si­ve Anwen­dungs­emp­feh­lun­gen in unse­rem Shop  Denn: Nur ein aus­ge­ruh­ter Geist fin­det gute Argu­men­te …

Konkurrenz versus Harmonie

Der größ­te Unter­schied zwi­schen Män­nern und Frau­en – Kon­kur­renz­ori­en­tie­rung ver­sus Har­mo­nie­ori­en­tie­rung – liegt im Umgang mit Erfolg.
Für einen typi­schen Mann gebüh­ren Erfol­ge prin­zi­pi­ell ihm selbst, an Miss­erfol­gen sind die Ande­ren schuld.

Die meis­ten Frau­en keh­ren die Erfolgs­bi­lanz genau um und machen sie dadurch zu einem ihrer größ­ten Han­di­caps: Miss­erfol­ge schrei­ben sie sich selbst zu, die Grün­de für Erfol­ge sehen sie in güns­ti­gen Umstän­den, Glück oder der Hil­fe ande­rer.

Was Frauen noch lernen müssen, ist, dass ihnen niemand die Macht gibt. Sie müssen sie sich nehmen.
Foto: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en

Das ist eine Ein­stel­lung, die Män­nern nicht nur fremd ist, son­dern auch die Ursa­che, war­um sich vie­le Frau­en auf der Kar­rie­re­lei­ter per­ma­nent selbst ein Bein zu stel­len.
Wenn es um den Dia­log der Geschlech­ter geht, sind Män­ner eben auch heu­te noch vom Mars und Frau­en von der Venus.

Unse­re jahr­tau­sen­de­al­te männ­li­che bezie­hungs­wei­se weib­li­che Prä­gung beein­flusst unse­re Spra­che und unser Ver­hal­ten. Aus immer wie­der­keh­ren­den Miss­ver­ständ­nis­sen ent­wi­ckeln sich viel zu oft gegen­sei­ti­ges Unver­ständ­nis und schließ­lich Ärger,

Hund und Katz‘ mögen sich bis auf weni­ge Aus­nah­men auch nicht, weil sie stän­dig anein­an­der vor­bei­kom­mu­ni­zie­ren: Wenn der eine aus purer Freund­lich­keit mit dem Schwanz wedelt, ist der ande­re schon bedient und legt vor Ärger die Ohren an, was dann vom Gegen­über auch wie­der falsch ver­stan­den wird.

Wege aus der Kommunikationskrise

Wer in fer­ne Län­der reist, ist dar­auf ein­ge­stellt, dass ihm vie­ler­orts auch gepfleg­tes Duden-Deutsch nicht wei­ter­hilft, son­dern nur Eng­lisch oder die jewei­li­ge Lan­des­spra­che. Wer einen chi­ne­si­schen Gast zum Essen ein­lädt, wird nicht über­mä­ßig erstaunt sein, wenn der sei­ne Ess­stäb­chen aus­packt und Tisch­ma­nie­ren an den Tag legt, die hier­zu­lan­de schlicht als Unsit­te gel­ten (umge­kehrt ist das übri­gens genau­so).

Das Lustig­ma­chen über frem­de Sit­ten und Gebräu­che ver­knei­fen wir uns trotz­dem.
Vie­le hun­dert Jah­re Auf­klä­rung und gute Erzie­hung haben uns bei­gebracht, „Anders­sein“ zu tole­rie­ren und zu akzep­tie­ren. Oft emp­fin­den wir Anders­ar­tig­keit und Ein­zig­ar­tig­keit sogar als span­nend und inspi­rie­rend.

Wir müs­sen heu­te nicht mehr jedem, der unse­rer eige­nen Kul­tur „fremd“ erscheint, einen Knüp­pel auf den Kopf hau­en, um uns zu ver­tei­di­gen.
Das war Stein­zeit, dar­über sind wir weit hin­aus.

Sind wir?

Es hilft nichts: Wenn Frau­en wirk­lich vor­an­kom­men wol­len und sich nicht immer wie­der an der “glä­ser­nen Decke” (die manch­mal selbst­ge­macht ist) die Nase blu­tig schla­gen wol­len, müs­sen sie ver­ste­hen, wie Män­ner kom­mu­ni­zie­ren, und bei Bedarf die Spra­che “Rang und Revier” spre­chen kön­nen — auch wenn die für weib­li­che Ohren oft viel zu rup­pig ist.

Klu­ge Män­ner, Chefs, Mit­ar­bei­ter und Kol­le­gen soll­ten sich umge­kehrt in weib­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on üben, denn auch die hat ihre Tücken und kann extrem gefähr­lich wer­den, wenn man(n) sich mit ihr nicht aus­kennt.

Unterm Strich brau­chen wir weni­ger Gen­der-Wahn­sinn und dafür mehr Ver­ständ­nis für­ein­an­der.
Erst dann kann ech­te ‘Diver­si­ty’ gelebt wer­den, die krea­ti­ve Span­nung zwi­schen männ­li­chem und weib­li­chem Den­ken und Han­deln.
Und die ist viel mehr als die Sum­me ihrer Tei­le.

” … Irgend­wann war es für mich kaum noch zu ertra­gen, dass in mei­nen uni­ver­si­tä­ren Semi­na­ren vie­le Stu­den­ten kein Pro­blem damit hat­ten, unvor­be­rei­tet vor eine Grup­pe zu tre­ten und irgend­ein inhalt­lo­ses Zeug zu erzäh­len, wäh­rend Stu­den­tin­nen in der Regel bes­ser vor­be­rei­tet waren und oft viel mehr Hin­ter­grund­wis­sen hat­ten — aber auf­fal­lend sel­ten ihr Wis­sen auch gegen­über der Grup­pe kund­ga­ben. Vie­le männ­li­che Kom­mi­li­to­nen hin­ge­gegn prä­sen­tier­ten sich sogar dann noch als kom­pe­tent, wennn sie nur recht wenig zu bie­ten hat­ten.”

Aus: Peter Mod­ler, Das Arro­ganz-Prin­zip*


Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www​.bild​bio​gra​phi​en​.de, 2015 (über­ar­bei­tet 2019)


Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Wer schon ein­mal in die Müh­len von weib­li­chem ‘Minus Talk’ oder sogar ‘Kill Talk’ gera­ten ist, weiß, dass auch Frau­en nicht immer so har­mo­nisch und fried­fer­tig sind, wie sie ger­ne tun. Über weib­li­che und männ­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on, Frau­en in Füh­rung und die Sache mit der ‘glä­ser­nen Decke’.
Im Land des Lächelns: Weib­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on und ihre Tücken


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Peter Mod­ler: Das Arro­ganz-Prin­zip*, FISCHER Taschen­buch, 2. Auf­la­ge, Okto­ber 2018

Sind Frau­en die bes­se­ren Kol­le­gin­nen, Che­fin­nen … und Men­schen?
Wohl eher nicht. Dass Frau­en fried­fer­ti­ger, team­fä­hi­ger und kom­mu­ni­ka­ti­ver als Män­ner sei­en, ist eine schö­ne Legen­de, die Peter Mod­ler in sei­nem zwei­ten Buch eben­so prag­ma­tisch wie lesens­wert zer­pflückt. Weib­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on scheut häu­fig die offe­ne Kon­fron­ta­ti­on, kann aber genau­so böse enden wie männ­li­che …
Peter Mod­ler: Die freund­li­che Fein­din: Weib­li­che Macht­stra­te­gi­en im Beruf*, Piper Ver­lag, März 2017

Die See­len-Sani­tä­te­rin, mit der sich jede Pro­blem­zo­ne bes­ser ertra­gen lässt. Neben Wort­witz und schar­fen Beob­ach­tun­gen mit vie­len sehr klu­gen Gedan­ken über Müt­ter und dem Mut­ter-Sein zum Nach­le­sen oder -hören.
Ildikó von Kür­thy, Unter dem Her­zen: Ansich­ten einer neu­ge­bo­re­nen Mut­ter*, Rowohlt Taschen­buch Ver­lag, 2013 (Unter dem Her­zen Gra­tis-Down­load im Audi­ble-Pro­be­mo­nat)

Opfer — Ret­ter — Ver­fol­ger.
In Stres­si­tua­tio­nen fal­len wir oft in alte Rol­len-Mus­ter, die wir in der Kind­heit gelernt haben. Wie man Psy­cho­spiel­chen durch­schau­en und durch­bre­chen kann — ein sehr lesens­wer­tes Buch für alle, die das Gefühl haben, sich immer wie­der an der glei­chen Stel­le zu ver­ha­ken. Cor­ne­lia und Ste­phan Schwarz: Schluss mit Psy­cho­spiel­chen*, dtv Ver­lags­ge­sell­schaft, Janu­ar 2018

Wie groß ist unser eige­ner Anteil an einer geschei­ter­ten Lie­be?
Ein span­nen­der Bezie­hungs­ratge­ber, der den Blick vom “bösen” Part­ner auf unse­re eige­nen Mus­ter und Bedürf­nis­se lenkt.

Eva-Maria Zur­horst, Lie­be dich selbst und es ist egal, wen du hei­ra­test*, Gold­mann Ver­lag, 2009

Die Kunst des “Nein-Sagens“
Kur­ze, prä­gnan­te Tex­te und ein­fach zu befol­gen­de Übun­gen und Hin­wei­se erleich­tern das “Nein”-Sagen — denn unse­re “Ja“s wenn wir eigenltich “Nein” mei­nen, ver­ur­sa­chen auf Dau­er Stress und Frus­tra­ti­on. Ein lie­be­voll gestal­te­tes Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le” für alle, die zu oft Ja-Sagen, oder zum Ver­schen­ken.

Anne van Stap­pen, Das klei­ne Übungs­heft: Gren­zen set­zen, nein sagen*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2012

Der Klas­si­ker in Sachen Kom­mu­ni­ka­ti­on,
der nicht nur bril­lant geschrie­ben ist, son­dern auch wirk­lich wei­ter­hilft.


Frie­de­mann Schulz von Thun: Mit­ein­an­der Reden*. Rowohlt Taschen­buch Ver­lag; Auf­la­ge: 48, 2010

Kar­rie­re im Eimer­chen?
Nina Puris wun­der­bar geschrie­be­ne Pole­mik über Müt­ter, die Kas­ta­ni­en­männ­chen statt Kar­rie­re bas­teln. Unter­halt­sam, wit­zig, gründ­lich recher­chiert — lohnt sich!

Nina Puri: Kar­rie­re im Eimer­chen? War­um Müt­ter nicht zum Arbei­ten kom­men*, Knaur Taschen­buch, 2014


Wei­ter­füh­ren­de Links zum The­ma Män­ner und Frau­en:

Fremd­ge­hen: Wer kennt es nicht, wenn sich nach weni­gen Wochen gro­ßer Lie­be, in denen See­len­ver­wandt­schaf­ten ent­deckt und Zukunfts­plä­ne geschmie­det wer­den, der ange­him­mel­te Liebs­te plötz­lich rar­macht, um Bedenk­zeit bit­tet, selt­sa­me Erklä­run­gen stam­melt und schließ­lich zu einer ande­ren ent­schwin­det? Ist das Psy­cho­lo­gie oder doch wie­der nur ein mise­ra­bler männ­li­cher Hor­mon­haus­halt?
Ist Fremd­ge­hen ange­bo­ren?

Die Gelieb­te Die Gelieb­te eines mäch­ti­gen Man­nes zu wer­den, war vie­le Jahr­hun­der­te lang die ein­zi­ge Mög­lich­keit für Frau­en, poli­ti­sche Macht und Ein­fluss zu bekom­men. Beson­ders gut funk­tio­nier­ten Sex und Poli­tik im Abso­lu­tis­mus, des­sen Mätres­sen­wirt­schaft die Welt­ge­schich­te maß­geb­lich beein­flusst hat. Die berühm­tes­te und ein­fluss­reichs­te „maî­tres­se en tit­re“ war die Gelieb­te des Uren­kels des Son­nen­kö­nigs, die Mar­qui­se de Pom­pa­dour.
Die Mar­qui­se de Pom­pa­dour

Nar­ziss­mus: “Dou­ble Bind” — egal was du tust, es wird das Fal­sche sein — ist die Masche, mit der Nar­ziss­ten ihre Mit­men­schen mani­pu­lie­ren. Aber was ist Nar­ziss­mus? Und: kann man Nar­ziss hei­len, ret­ten oder ent­kom­men?
Das Zeit­al­ter der Nar­ziss­ten

Resi­li­enz: Schwä­chen repa­rie­ren oder Stär­ken stär­ken?
War­um es oft bes­ser ist, sich auf das zu kon­zen­trie­ren, was gut läuft.
Die Ener­gie folgt der Auf­merk­sam­keit

Tipps und Tricks: psy­cho­lo­gi­sche Denk­fal­len und viel Wis­sens­wer­tes für ein bewuss­tes Leben
Tipps für den All­tag

Kind­heit & Erzie­hung: Die Kind­heit ist die prä­gends­te Zeit in unse­rem Leben. Über Müt­ter und Väter, Geschwis­ter­lie­be, trans­ge­nera­tio­na­le Ver­er­bung und Kind­heits­mus­ter, die uns unser gesam­tes Leben beglei­ten.
Kin­der, Kin­der

Wei­ter­füh­ren­der Link zum The­ma Mans­plai­ning:

Die Welt, 5.10.2015: Wie Frau­en sich füh­len, wenn Män­ner sie beleh­ren
https://​www​.welt​.de/​k​u​l​t​u​r​/​a​r​t​i​c​l​e​1​4​7​1​9​4​0​1​7​/​W​i​e​-​F​r​a​u​e​n​-​s​i​c​h​-​f​u​e​h​l​e​n​-​w​e​n​n​-​M​a​e​n​n​e​r​-​s​i​e​-​b​e​l​e​h​r​e​n​.​h​tml

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