Stalin (2): Der Große Terror in der Sowjetunion

Sta­lin (2): Der gro­ße Terror

Wer war eigentlich „Stalin“? (2)


Lenins „Mann fürs Gro­be“ ist ihm am Ende doch zu grob.
In sei­nem poli­ti­schen Tes­ta­ment emp­fiehlt Lenin drin­gend, Sta­lin als all­mäch­ti­gen Gene­ral­se­kre­tär der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Russ­lands abzu­lö­sen und einen ande­ren an sei­ne Stel­le zu set­zen.

Doch Lenins Mah­nung kommt zu spät …

Stalin während des Großen Terrors in der Sowjetunion – der sowjetische Diktator Josef Stalin und seine brutale Herrschaft

Stalin: Der große Terror

Sta­lin ist grob und unbe­herrscht.
Es kann durch­aus vor­kom­men, dass er mit­ten im Gespräch aus Ärger den Kopf eines Mit­ar­bei­ters packt und auf die Tisch­plat­te knallt — und kur­ze Zeit spä­ter mit sei­ner schö­nen Stim­me ein Lied anstimmt.

Das selt­sa­me Tem­pe­ra­ment sei­nes „präch­ti­gen Geor­gi­ers” war auch dem tod­kran­ken Lenin auf­ge­fal­len und nach und nach hat­te er sei­ne Mei­nung über sei­nen poten­zi­el­len Nach­fol­ger grund­le­gend geän­dert.

In sei­nem poli­ti­schen Tes­ta­ment schreibt er:


Lenin über Stalin in seinem polititischen Testament

… Sta­lin ist zu grob, und die­ser Feh­ler, der in unse­rer Mit­te und im Ver­kehr zwi­schen uns Kom­mu­nis­ten erträg­lich ist, kann in der Funk­ti­on des Gene­ral­se­kre­tärs nicht gedul­det wer­den. Des­halb schla­ge ich den Genos­sen vor, sich zu über­le­gen, wie man Sta­lin ablö­sen könn­te, und jemand ande­ren an die­se Stel­le zu set­zen, der sich in jeder Hin­sicht von dem Genos­sen Sta­lin nur durch einen Vor­zug unter­schei­det, näm­lich dadurch, daß er tole­ran­ter, loya­ler, höf­li­cher und den Genos­sen gegen­über auf­merk­sa­mer, weni­ger lau­nen­haft usw. ist.“

Wla­di­mir Iljitsch Lenin, Brief an die KPDSU (Nach­schrift vom 4. Janu­ar 1923)


Doch es ist zu spät.

Das mensch­lich und poli­tisch desas­trö­se Urteil sei­nes lang­jäh­ri­gen Weg- und Kampf­ge­fähr­ten scha­det Sta­lin nicht. Das Tes­ta­ment Lenins wird zwar bekannt, kann aber her­un­ter­ge­spielt wer­den.

Der geor­gi­sche Schus­ter­sohn Josef Sta­lin schal­tet nach Lenins Tod poli­ti­sche Geg­ner und ehe­ma­li­ge Gefolgs­leu­te aus und reißt die Macht in der Sowjet­uni­on an sich.

Stalins Weg vom Generalsekretär zum Sowjet-Zaren

Als einer der Ers­ten ist Sta­lins alter Kampf­ge­fähr­te und größ­ter Wider­sa­cher Leo Trotz­ki (eigent­lich: Lev Davi­do­vich Bronsht­ein) an der Rei­he, den Lenin für den fähi­ge­ren Mann hielt.

Aller­dings habe der ein über­stei­ger­tes Selbst­be­wusst­sein und ihm feh­le der rich­ti­ge Biss, so Lenins Urteil.

Leo Trotzki im Jahr 1921 – Stalins größter politischer Gegner und Mitorganisator der russischen Revolution

Leo Trotz­ki im Jahr 1921 – Sta­lins größ­ter poli­ti­scher Geg­ner und Mit­or­ga­ni­sa­tor der rus­si­schen Revolution

Mit Trotz­ki beginnt Sta­lin nach Lenins Tod das gro­ße Auf­räu­men: Ende 1927 wird er aus der Par­tei aus­ge­schlos­sen, spä­ter ins Exil gedrängt, wo er 1940 in Mexi­ko unter mys­te­riö­sen Umstän­den einem Eis­pi­ckel zum Opfer fällt.

Den ande­ren Weg­be­glei­tern und „Freun­den“ Sta­lins geht es nicht bes­ser: sie kön­nen sich ihrer Ämter und ihres Lebens nicht mehr sicher sein.

Ehe­mals enge Ver­bün­de­te, bei­spiels­wei­se lang­jäh­ri­ge Kampf­ge­fähr­ten wie Kamen­ew oder der Kom­in­tern-Füh­rer Sino­wjew, die Sta­lin noch aus vor­re­vo­lu­tio­nä­ren Zei­ten kennt, ver­lie­ren erst ihre Pos­ten und dann ihre Par­tei­mit­glied­schaft.

Ab 1936 auch ihr Leben.

Ende der 1920er Jah­re sind alle Kon­kur­ren­ten und Kri­ti­ker besei­tigt und Sta­lin ist unein­ge­schränk­ter Allein­herr­scher der Sowjet­uni­on. Ein offi­zi­el­les Staats­amt hat er nach wie vor nicht, er ist nur” Gene­ral­se­kre­tär der sowje­ti­schen KP.

Aber das reicht ihm.
Ab 1929 lässt er sich offi­zi­ell als „Woschd“ (Füh­rer) titulieren.

Vom rückständigen Agrarstaat zur Industrienation: Der erste Fünfjahresplan 1928–1933

Die Rück­stän­dig­keit der Indus­trie im Ver­gleich zu ande­ren Natio­nen ist gewal­tig und eines der größ­ten Pro­ble­me der jun­gen Sowjet­uni­on.

Wie die indus­tri­el­le Auf­hol­jagd gelin­gen soll und das Rie­sen­reich vom bäu­er­li­chen Agrar­staat in eine moder­ne Indus­trie­na­ti­on umge­wan­delt wer­den kann, ist unklar.

Man strei­tet sich.
Die Befür­wor­ter der „gene­ti­schen Sicht“ wol­len zwar die Plan­wirt­schaft, doch die Plä­ne sind eher gemä­ßigt und sol­len auf rea­len Gege­ben­hei­ten und Fak­ten basie­ren, also sich am „Ist-Zustand“ ori­en­tie­ren.

Im Gegen­satz dazu sehen die Anhän­ger der „teleo­lo­gi­schen Sicht“ im Plan ein for­men­des und struk­tu­rie­ren­des Ele­ment; der Plan ist das „Soll“, das wün­schens­wert ist, weit­ge­hend unab­hän­gig davon, was tat­säch­lich erfüll­bar ist.


Kom­mu­nis­mus sei Sowjet­macht plus Elek­tri­fi­zie­rung.“

Wla­di­mir Iljitsch Lenin, 1920


Sta­lin ent­schei­det sich nach lan­gem Hin und Her für die „teleo­lo­gi­sche Sicht“, also für den Fünf­jah­res­plan, der ambi­tio­nier­te Zie­le vor­gibt, ohne sich all­zu­sehr dar­um zu küm­mern, ob die­se Zie­le tat­säch­lich auch umsetz­bar sind.

Sei­ne bra­chia­le Indus­tria­li­sie­rungs­po­li­tik, der Mil­lio­nen Men­schen zum Opfer fal­len wer­den, beginnt mit dem ers­ten Fünf­jah­res­plan, der von 1928 bis 1933 gül­tig ist.

Bis zu die­sem Zeit­punkt hat­te die Füh­rungs­rie­ge der Sowjet­uni­on eine als „NEP“ bekann­te, rela­tiv libe­ra­le Wirt­schafts­po­li­tik ver­folgt: Zwar waren Schwer­indus­trie, Trans­port­we­sen, Ban­ken, Groß- und der Außen­han­del ver­staat­licht, doch Land­wirt­schaft, Ein­zel­han­del und Dienst­leis­tun­gen lagen nach wie vor in pri­va­ten Händen.

Ikonen und Kakerlaken: Die sowjetische Verachtung für die Landbevölkerung

Es sind die Bau­ern, die den Preis zah­len sol­len.

Man­gels Kolo­nien, die das rus­si­sche Zaren­reich nie hat­te, und deren Men­schen und Roh­stof­fe aus­ge­beu­tet wer­den könn­ten, soll die Land­be­völ­ke­rung den „gro­ßen Umbruch“ leis­ten.

Sowjetisches Propagandaplakat von 1930 gegen die Kulaken während der Zwangskollektivierung unter Stalin

Wir ver­trei­ben die Kula­ken aus den Kol­cho­sen“ Pro­pa­gan­da­pla­kat 1930

Die dörf­li­che Gemein­schaft, in der kurz nach der Revo­lu­ti­on noch über Drei­vier­tel der Bevöl­ke­rung lebt, ist für die Bol­sche­wi­ki sowie­so eine gefähr­li­che „ter­ra inco­gni­ta“.

Ein rück­stän­di­ger Dorn im kom­mu­nis­ti­schen Auge, Sinn­bild des zaris­ti­schen Russ­lands mit sei­ner spe­zi­fi­schen Mischung aus Wod­ka und Aberglaube.

Iko­nen und Kaker­la­ken“ wie es Trotz­ki ein­mal for­mu­liert hat.
Die kom­mu­nis­ti­sche Basis lebt in den Städ­ten und nicht auf dem Land.

Die „Kula­ken“ (Eigent­lich: Faust, im über­tra­ge­nen Sinn: Wuche­rer), also wohl­ha­ben­de Bau­ern, sind zunächst in der Pro­pa­gan­da, kur­ze Zeit spä­ter aber auch sehr real das neue Feind­bild der roten Macht­ha­ber.

Bereits ab 1927 lei­den sie unter Repres­sio­nen, müs­sen höhe­re Steu­ern zah­len und bekom­men plötz­lich weder Kre­di­te noch Gerä­te.

Wer „Kulak“ ist, war eine Fra­ge der Defi­ni­ti­on, und die änder­te sich im Lau­fe der Zeit.
Ursprüng­lich gemeint waren die soge­nann­ten „Mit­tel­bau­ern“ – 1919 gehört dazu, wer zwei Häu­ser mit Blech­dach, mehr als fünf Kühe oder Pfer­de oder mehr als 20 Scha­fe besitzt.

Im Jahr 1932 reicht es aus, einen Knecht oder Tage­löh­ner zu beschäf­ti­gen, um ver­däch­tig zu sein. Manch­mal war es auch schon gefähr­lich, eine Kuh zu besit­zen.

Um nicht mehr als „Kulak“ zu gel­ten, ver­rin­ger­ten vie­le Bau­ern ihre Anbau­flä­chen und Vieh­be­stän­de.

Und da die staat­lich fest­ge­leg­ten Ankauf­prei­se sehr nied­rig waren, ver­kauf­ten die Bau­ern ihre Erzeug­nis­se lie­ber auf dem Schwarz­markt oder ver­brauch­ten sie selbst. Schon bald feh­len in den Städ­ten Nah­rungs­mit­tel.

Das erzürn­te den „Woschd“, der dar­auf­hin die eigen­nüt­zi­gen Land­wir­te per Defi­ni­ti­on zu Sabo­teu­ren und Kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­ren erklärte.

Millionen Tote durch die „Entkulakisierung”

Am 1. Febru­ar 1930 wird die Ent­eig­nung der „Kula­ken” ange­ord­net.

Ihr Besitz wird requi­riert, sie selbst sol­len in den neu geschaf­fe­nen Kol­cho­sen arbei­ten.
Jeder Bau­er, der pas­si­ven oder akti­ven Wider­stand leis­tet, Getrei­de ver­steckt oder ver­gräbt, ist zu erschie­ßen oder in ein Lager ein­zu­wei­sen, lau­tet eine Order des Polit­bü­ros an alle loka­len Par­tei­ko­mi­tees.

Aus den Städ­ten wer­den „Arbeiterbrigaden“geschickt.
Zehn­tau­sen­de meist jun­ge und über­zeug­te Kom­mu­nis­ten fal­len in die Dör­fer ein, ent­eig­nen inner­halb weni­ger Wochen zehn Mil­lio­nen Höfe und “sie­deln” über 2,5 Mil­lio­nen Men­schen um.

Bau des Ostsee-Weißmeer-Kanals 1932 mit Zwangsarbeitern während der Stalin-Ära in der Sowjetunion

Der Bau des Ost­see-Weiß­meer-Kanals im Jahr 1932. Auf der Groß­bau­stel­le wur­den tau­sen­de soge­nann­te „Son­der­sied­ler“ und Gulag-Häft­lin­ge als Zwangs­ar­bei­ter eingesetzt.

Das gibt der rus­si­schen Land­wirt­schaft den Rest.

Die im fer­nen Mos­kau ange­ord­ne­te Zwangs­kol­lek­ti­vie­rung stellt die tra­di­tio­nel­le bäu­er­li­che Gemein­schaft von den Füßen auf den Kopf; Dorf­struk­tu­ren wer­den zer­stört und ehe­mals frei wirt­schaf­ten­de Bau­ern zu Tage­löh­nern degra­diert – es gibt zahl­rei­che Unru­hen und Angrif­fe auf staat­li­che Emis­sä­re.

Min­des­tens zwei Mil­lio­nen „Kula­ken“ wer­den von Geheim­po­li­zei und Armee nach Zen­tral­asi­en und Sibi­ri­en depor­tiert, Hun­dert­tau­sen­de ster­ben an Hun­ger, Ent­kräf­tung und Seu­chen.

Sta­lin ist das egal — er hat sei­ne eige­nen Themen:

Porträt von Nadezhda Alliluyeva, der zweiten Ehefrau von Josef Stalin

Sta­lins 2. Ehe­frau Nadezhda (Nad­ja) Alliluyeva


1932: Der Tod von Stalins zweiter Ehefrau Nadja

… Wir schrei­ben den 8. Novem­ber 1932. Drau­ßen leich­ter Schnee­fall. Im Kreml berei­ten sich Nad­ja und Josef Sta­lin unter­schied­lich auf das abend­li­che Din­ner zur Fei­er des fünf­zehn­ten Jah­res­ta­ges der rus­si­schen Revo­lu­ti­on vor. Sta­lin unter­zeich­net gemein­sam mit Molo­tow Exe­ku­ti­ons­lis­ten für Auf­stän­di­sche, Ver­rä­ter und Ver­däch­ti­ge, die am nächs­ten Tag liqui­diert wer­den sol­len. Und Nad­ja nimmt ein Bad. Sie schminkt sich sogar, was sie sonst nie tut, sie zieht das schwar­ze Kleid an, das ihre Schwes­ter Anna ihr aus Ber­lin mit­ge­bracht hat, mit Rosen bestickt. Sie dreht sich vor dem Spie­gel. Ihre Schwes­ter applau­diert und steckt ihr eine Tee­ro­se ins dunk­le Haar.

Sta­lin kommt nach geta­ner Arbeit mit sei­nem inners­ten Kreis zum Essen zusam­men, er hat eine abge­wetz­te Uni­form­ja­cke an, die grau­en Haa­re ste­hen ihm zu Ber­ge, mür­risch setzt er sich an die gedeck­te Tafel. Es gibt geor­gi­sches Essen, zu sei­nen Ehren, Lamm, gesal­ze­nen Fisch, ein biss­chen Salat. Als er sei­ne Frau am Tisch sieht, nimmt er kei­ne Notiz von ihr. Sie beginnt mit ihrem Neben­mann zu flir­ten. Und laut dar­über zu spre­chen, wie sehr ihr die ukrai­ni­schen Bau­ern zu Her­zen gehen, die an Hun­ger ster­ben.

Sta­lin sitzt ihr gegen­über und trinkt einen Wod­ka nach dem ande­ren. Dann fängt auch er an zu flir­ten, mit Galia Jego­ro­wa, die es sicht­lich genießt. Und die sich auch nicht wehrt, als Sta­lin anfängt, ihr klei­ne Kugeln, die er aus Brot­teig geformt hat, in den Aus­schnitt zu schnip­pen. Nad­ja beob­ach­tet all das ent­setzt von der ande­ren Sei­te des Tisches. Sie wird wütend. Sie redet immer lau­ter über Sta­lins bru­ta­les Vor­ge­hen gegen die Bau­ern. Er will sie unter­bre­chen, hebt ein Glas und ruft: “Auf die Ver­nich­tung aller Staats­fein­de! Nas­tro­v­je!” Alle ande­ren heben sofort ihr Glas — nur Nad­ja nicht. Er ruft ihr zu: “Hej, sauf mit uns!” Da ent­geg­net sie: “Ich hei­ße nicht Hej.” Eisi­ge Stil­le. Alle erstar­ren. Nad­ja steht auf, lässt alles ste­hen und lie­gen, stürmt aus dem Saal. Molo­tows Frau läuft ihr nach, will sie beru­hi­gen, drin­nen läs­tern der­weil die Män­ner­laut über die Lau­nen hys­te­ri­scher Wei­ber.

Irgend­wann sehr spät in die­ser Nacht kehrt Josef Sta­lin zurück in die hei­mi­sche Woh­nung. Ob er die Stun­den davor mit sei­ner Tisch­da­me ver­bracht hat oder drau­ßen in einer Dat­sche, wo die Run­de wei­ter­fei­er­te, man weiß es nicht genau. Man weiß nur, dass er so betrun­ken ist, dass er irgend­wann in sein Feld­bett fällt, in dem er auch als Herr­scher über ein rie­si­ges Reich zu schla­fen liebt, fern­ab vom Schlaf­zim­mer sei­ner Gat­tin. Als er am nächs­ten Tag um elf Uhr aus schwe­ren Träu­men erwacht, sagt ihm das Haus­mäd­chen, dass sich sei­ne Frau in die­ser Nacht erschos­sen hat. …“

Aus: Flo­ri­an Illies, Lie­be in Zei­ten des Has­ses: Chro­nik eines Gefühls 1929–1939*


Holodomor: Stalin und die Ukraine

Die neu geschaf­fe­nen Zwangs­kol­lek­ti­ve arbei­ten schlecht, die Pro­duk­ti­ons­zah­len sin­ken.
In den Jah­ren von 1932 bis 1934 folgt der Kata­stro­phe die nächs­te Kata­stro­phe: Nach meh­re­ren Miss­ern­ten bricht eine Hun­ger­ka­ta­stro­phe aus, der Mil­lio­nen Men­schen zum Opfer fal­len.

Am schlimms­ten trifft es die Ukrai­ne, wo rund 3,5 Mil­lio­nen Men­schen ster­ben.

Für Sta­lin sind die Ukrai­ner an ihrem Elend selbst schuld.
Er lässt die Gren­zen zu ande­ren Sowjet­re­pu­bli­ken schlie­ßen, nie­mand darf dem Hun­ger ent­flie­hen.

Dör­fer, die ihr Abga­be­soll für Getrei­de nicht erfül­len kön­nen, wer­den abge­schot­tet, Flucht vor dem Hun­ger ist ausgeschlossen.

Opfer des Holodomor in Charkiw 1933 – verhungerte Bauern während der Hungerkatastrophe unter Stalin in der Ukraine

Die Opfer des Hun­gers. Fuß­gän­ger und Lei­chen ver­hun­ger­ter Bau­ern auf einer Stra­ße in Char­kiw, 1933 

Holo­do­mor (ukrai­nisch Holo, Hun­ger; mor, Ver­til­gung) ist das ukrai­ni­sche Wort für eine der größ­ten Kata­stro­phen in der Geschich­te der Ukraine.


„Wer nicht arbei­tet, soll nicht essen.“

Sta­lin


Jedem, der es wagt, wider­spens­tig zu sein, wird in der Sowjet­uni­on eine fürch­ter­li­che Lek­ti­on erteilt.

Mit den hun­gern­den Bau­ern, eine Art „inne­rer Kolo­nie“ geht aller­dings auch sein Plan auf, die Sowjet­uni­on zu indus­tria­li­sie­ren.

Denn „sein” Reich ist eines der rück­stän­digs­ten welt­weit.
Ist das Mor­den für den Fort­schritt eine unum­gäng­li­che Not­wen­dig­keit?

Im Jahr 1931 ver­kün­det Sta­lin prophetisch:

Zitat Stalin 1931 “Wir sind hinter den fort­ge­schrit­te­nen Län­dern um 50 bis 100 Jahre zurück­ge­blie­ben. Wir müs­sen die­se Lücke in zehn Jah­ren schlie­ßen … oder wir werden zermalmt.”

Die Indus­trie­pro­duk­ti­on steigt tat­säch­lich — bei der Zahl der pro­du­zier­ten Kraft­fahr­zeu­ge sbei­spiels­wei­se von 1929 mit 2500 Fahr­zeu­gen auf 200.000 Fahr­zeu­ge im Jahr 1937.

Der Große Terror: Massenmord zum Vergnügen?

Das größ­te Ver­gnü­gen” , hat­te Sta­lin ein­mal zu sei­nem „Freund“ Kamen­ew gesagt, den er zusam­men mit Sino­wjew 1936 hin­rich­ten lässt, „ist es, den Feind aus­zu­ma­chen, alle Vor­be­rei­tun­gen zu tref­fen und dann ins Bett zu gehen.

Ist das mil­lio­nen­fa­che grau­sa­me Mor­den in der Zeit der „Ent­ku­la­ki­sie­rung“ sehr müh­sam, aber doch noch eini­ger­ma­ßen mit der Not­wen­dig­keit einer for­cier­ten Indus­tria­li­sie­rung ratio­nal begründ­bar, so ver­schlägt es His­to­ri­kern ange­sichts der 1936 begin­nen­den Sta­li­nis­ti­schen Säu­be­run­gen die Sprache.

Josef Stalin und Georgi Dimitrow in Moskau 1936 während der Zeit des Großen Terrors

Sta­lin und Dimi­t­row (rechts) in Mos­kau (1936)

Aus­lö­ser für die Pha­se des „gro­ßen Ter­rors“ ist die Ermor­dung des Lenin­gra­der Par­tei­se­kre­tärs Ser­gei Kirow im Jahr 1934, von der Sta­lins Nach­fol­ger Niki­ta Chruscht­schow spä­ter – ohne es zu bewei­sen – behaup­tet, Sta­lin habe den Mord selbst ange­ord­net.

Ob von ihm selbst befoh­len oder nicht, der „Woschd“ nimmt den Tod sei­nes Par­tei­freunds zum will­kom­me­nen Anlass, um mit dem „Gesetz vom 1. Dezem­ber“ umge­hend Not­stand­maß­nah­men zu erlassen. 

Die ermög­li­chen es, ech­te oder ver­meint­li­che Geg­ner ohne Gerichts­ver­hand­lung zu ver­haf­ten und sofort zu bestra­fen – bis hin zur Erschie­ßung. Die­se Mög­lich­kei­ten wer­den in den Mona­ten des Gro­ßen Ter­rors aus­gie­big genutzt.


Nach­voll­zieh­ba­re Grün­de für den „gro­ßen Ter­ror“ gibt es nicht.
In den Jah­ren von 1936 bis 1939 wird knapp ein Pro­zent aller Sowjet­bür­ger – ins­ge­samt 1,5 Mil­lio­nen Men­schen – ver­haf­tet, gefol­tert und vie­le von ihnen hingerichtet.


1937 und 1938 gibt die Zen­tra­le in Mos­kau sogar Quo­ten vor.
Doku­men­tiert ist bei­spiels­wei­se ein Befehl Sta­lins vom 30. Juli 1937, gemäß dem min­des­tens 79 950 „ehe­ma­li­ge Kula­ken, Kri­mi­nel­le und ande­re anti­so­wje­ti­sche Ele­men­te” zu erschie­ßen und 193 000 zu acht- bis zehn­jäh­ri­ger Lager­haft zu ver­ur­tei­len sei­en.

Die NKWD-Büros vor Ort such­ten dar­auf­hin in ihren Akten nach pas­sen­den Kan­di­da­ten, die dann ver­haf­tet und gefol­tert wur­den, um Geständ­nis­se und wei­te­re Namen zu lie­fern.

Eine Troi­ka bestehend aus dem ört­li­chen NKWD-Chef, dem ört­li­chen Par­tei­chef und einem Staats­an­walt fäll­te die Todes­ur­tei­le. Die Exe­ku­tio­nen fan­den immer nachts statt, oft irgend­wo im Wald.
Zwei Mann hiel­ten den Gefan­ge­nen fest, ein drit­ter schoss ihm ins Genick.

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Stalin und die Psychologie des Terrors

Nach und nach wird fast die gesam­te poli­ti­sche, intel­lek­tu­el­le, wirt­schaft­li­che und mili­tä­ri­sche Eli­te der Sowjet­uni­on aus­ge­löscht. Fast alle Revo­lu­tio­nä­re, die sich 1917 als Bol­sche­wi­ki an die Macht geputscht hat­ten, wer­den umge­bracht. Die gesam­te mili­tä­ri­sche Füh­rung wird aus­ra­diert.

Doch der Ter­ror trifft nicht nur pro­mi­nen­te Par­tei­ka­der.

Hun­dert­tau­sen­de angeb­li­che „Volks­fein­de“ wer­den ver­haf­tet, depor­tiert oder ermor­det. Unter Fol­ter erzwingt die Geheim­po­li­zei Geständ­nis­se, in insze­nier­ten Schau­pro­zes­sen wer­den absur­de Ver­schwö­run­gen kon­stru­iert — angeb­lich im Bünd­nis mit Trotz­ki, Eng­land oder sogar Adolf Hit­ler.

Aber war­um?

Zitat von Jörg Baberowski über Stalin und die Psychologie des Terrors

Manch­mal haben wir, wenn wir von den Gräu­el­ta­ten der Geschich­te hören, den Ein­druck, die ideel­len Moti­ve hät­ten den destruk­ti­ven Gelüs­ten nur als Vor­wand gedient“, for­mu­liert es Sig­mund Freud.

Zu die­sem Schluss kommt auch der His­to­ri­ker Jörg Bab­e­row­ski in sei­nem lesens­wer­ten Buch Ver­brann­te Erde. Sta­lins Herr­schaft der Gewalt*.

Für Bar­be­row­ski erfüllt Sta­lin als Per­sön­lich­keit alle Kri­te­ri­en eines Psy­cho­pa­then: Gefühls­käl­te, Gewis­sen­lo­sig­keit, ein mani­pu­la­ti­ves Ver­hält­nis zur Umwelt und die Unfä­hig­keit, Reue oder Mit­ge­fühl mit ande­ren Men­schen zu emp­fin­den.

Die Tra­gik jener Zeit ist, dass Sta­lin so han­deln konn­te, wie er es für rich­tig hielt.

Größ­ten­teils unwi­der­spro­chen, denn auch für vie­le Intel­lek­tu­el­le jener Tage blieb er trotz aller offen­kun­di­gen Grau­sam­kei­ten ein Held: Lion Feucht­wan­ger, Ernst Bloch, Hein­rich Mann oder auch Dashiell Ham­mett recht­fer­tig­ten die Mos­kau­er Schau­pro­zes­se und ver­klär­ten die UDSSR zum Reich der Ver­nunft.

Für sie wie für vie­le ande­re bedeu­tet Sta­lin das Boll­werk gegen einen noch grö­ße­ren Psy­cho­pa­then, der die Welt zu die­ser Zeit in Atem hielt: Adolf Hit­ler.

Mehr lesen:

Ab März 1941 berich­ten immer mehr sowje­ti­sche Spio­ne von einem nicht enden wol­len­den Strom deut­scher Trup­pen, die Rich­tung Osten mar­schie­ren. Doch Sta­lin wie­gelt ab: In Ber­lin gäbe es „Fal­ken“ und „Tau­ben“, wobei Hit­ler zu den „Tau­ben“ zäh­le … 
Wer war eigent­lich „Sta­lin“? (3)

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de 2014, über­ar­bei­tet 2026


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Die­se fun­dier­te Bio­gra­fie zeich­net nicht nur Sta­lins poli­ti­schen Auf­stieg nach, son­dern beleuch­tet auch sei­ne Per­sön­lich­keit.

Sehr ange­nehm zu lesen, ver­ständ­lich geschrie­ben und her­vor­ra­gend recher­chiert zeigt das Buch, wie aus einem geor­gi­schen Revo­lu­tio­när einer der bru­tals­ten Herr­scher des 20. Jahr­hun­derts wur­de. Empfehlenswert!


„Stalin: Am Hof des roten Zaren“ von Simon Sebag Montefiore – Biografie über Macht, Terror und Intrigen im Kreml

Mord, Macht und Para­noia am Hof Stalins

Sta­lin: Am Hof des roten Zaren“ gehört zu den ein­drucks­volls­ten Büchern über die Welt des sowje­ti­schen Dik­ta­tors.

Simon Sebag Mon­te­fio­re zeigt Sta­lin nicht nur als poli­ti­schen Tyran­nen, son­dern als Mit­tel­punkt eines Sys­tems aus Angst, Loya­li­tät, Intri­gen und Gewalt. Packend geschrie­ben und vol­ler Details eröff­net das Buch einen fas­zi­nie­ren­den Blick hin­ter die Mau­ern des Kremls und in die Abgrün­de der tota­li­tä­ren Macht des „roten Zaren“.


„Was wird aus Russland?“ von Sabine Adler – Buch über Russland, Putin und die Krise der russischen Gesellschaft

Russ­land zwi­schen Grö­ßen­wahn, Angst und Selbstzerstörung

Sabi­ne Adler ver­bin­det aktu­el­le Poli­tik mit den tie­fen his­to­ri­schen und psy­cho­lo­gi­schen Prä­gun­gen Russ­lands.

Ihr Buch erklärt ver­ständ­lich, war­um auto­ri­tä­res Den­ken, Gewalt und das Ide­al des „Sowjet­men­schen“ bis heu­te nach­wir­ken – und wes­halb Putins Russ­land ohne ehr­li­che Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung in eine gefähr­li­che Sack­gas­se gera­ten ist. Lesens- bzw. hörenswert!


„Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher – Gereon-Rath-Krimi im Berlin der Weimarer Republik

Ber­lin 1929: Mord, Macht­kampf und poli­ti­sche Gewalt

Zaris­ten, Trotz­kis­ten, Sta­li­nis­ten - und die Zer­ris­sen­heit der Wei­ma­rer Repu­blik zwi­schen Links und Rechts ist die Hin­ter­grund­ge­schich­te der packen­den Gere­on-Rath-Kri­mi­rei­he von Vol­ker Kut­scher, die im Ber­lin der 1920er Jah­re spielt.

Der ers­te Band der Kri­mi­rei­he spielt vor dem vor dem Hin­ter­grund der blu­ti­gen Mai-Unru­hen in Ber­lin 1929 — Vor­la­ge für Tom Tykwers groß­ar­ti­ge Ver­fil­mung Baby­lon Ber­lin — Coll­ec­tion Staf­fel 1–4*


Weiterführende Beiträge zu Stalin

Hit­ler oder Sta­lin? Im Som­mer 1936 trifft die Welt zwei Mal auf­ein­an­der: Bei der Olym­pia­de in Ber­lin und auf den Schlacht­fel­dern des Bür­ger­kriegs in Spa­ni­en. Ein Jahr, das ver­hei­ßungs­voll und mit der Hoff­nung begon­nen hat, den Hit­ler-Irr­sinn end­lich gemein­sam stop­pen zu kön­nen, endet in einem Rausch aus Blut und Ter­ror.
1936: Das Jahr des Scheiterns

Sta­lin I: Ios­seb Wis­sa­ri­o­no­witsch Dschu­g­aschwi­li, genannt Sta­lin, gilt neben Adolf Hit­ler als einer der grau­sams­ten Dik­ta­to­ren in der Geschich­te der Mensch­heit. Als Lenins „Mann fürs Gro­be“ beginnt er sei­ne Kar­rie­re mit Intel­li­genz und Skru­pel­lo­sig­keit. Durch men­schen­ver­ach­ten­de Här­te wird er ab 1924 zum all­mäch­ti­gen KP-Gene­ral­se­kre­tär — und zum gefürch­te­ten Allein­herr­scher über die Sowjet­uni­on.
Wer war eigent­lich Sta­lin? Teil 1

Sta­lin in Deutsch­land: 1923. Fünf Jah­re sind seit dem Ende des Welt­krie­ges ver­gan­gen, aber Deutsch­land kommt nicht zur Ruhe. In Ham­burg üben die Kom­mu­nis­ten Welt­re­vo­lu­ti­on und für weni­ge Stun­den gibt es eine „Sowjet­re­pu­blik Stor­marn“. Ernst Thäl­mann, Ham­burgs cha­ris­ma­ti­scher KPD-Füh­rer, bringt sich für sei­ne wei­te­re Kar­rie­re in Stel­lung, Sta­lin und Hit­ler mischen auch mit.
Ham­burg auf den Barrikaden

Schwar­ze Päd­ago­gik: Schlä­ge und schwei­gen, ver­drän­gen und neu insze­nie­ren, sind die Mus­ter, die Kin­der­see­len bre­chen und das Kon­zept der ‘Erzie­hung mit har­ter Hand’ von einer Gene­ra­ti­on auf die nächs­te über­trägt. Über Ali­ce Mil­ler, Hit­lers Mit­läu­fer und Mör­der und über schwar­ze Päd­ago­gik, die aus Opfern Täter macht.
Die Erlaub­nis zu hassen

Das “Unter­neh­men Bar­ba­ros­sa”: Es ist ein Trep­pen­witz der Geschich­te, dass aus­ge­rech­net der sonst bis zur Para­noia miss­traui­sche Sta­lin die Zei­chen der Zeit nicht erkennt. Aber auch Sta­lin kann sich nicht vor­stel­len, dass Hit­ler und sei­ne Gene­rä­le so ver­rückt sein könn­ten, einen Zwei­fron­ten­krieg zu wagen.
Hit­lers Krieg: 1941


Bild­nach­wei­se

Ori­gi­nal: Dele­gier­te des 8. Kon­gres­ses der russ­si­schen KP (Bol­sche­wi­ki), Febru­ar 1919. Autor Unbe­kannt, Gemein­frei
Leo Trotz­ki, ver­öf­fent­licht von Cen­tu­ry Co., New York, 1921 — Datei: Lev Trotsky.jpg, via Wiki­me­dia Com­mons, gemein­frei

„Wir ver­trei­ben die Kula­ken aus den Kol­cho­sen“ (Pro­pa­gan­da­pla­kat, 1930), Autor unbe­kannt, via Histo­ry­Wiz / Wiki­me­dia Com­mons, gemein­frei
Bau des Ost­see-Weiß­meer-Kanals (1932), Gemein­frei, via Wiki­me­dia Com­mons
https://​com​mons​.wiki​me​dia​.org/​w​/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​?​c​u​r​i​d​=​1​3​1​9​012

Per­so­nal por­trait pho­to of Nadezhda Alli­luye­va, gemein­frei
Die Opfer des Hun­gers. Fuß­gän­ger und Lei­chen ver­hun­ger­ter Bau­ern auf einer Stra­ße in Char­kiw, 1933.
Foto: Gareth Jones / Samm­lung Kar­di­nal Theo­do­re Innit­zer (Archiv der Diö­ze­se Wien), Basil Maroch­ko (Insti­tut für Geschich­te der Ukrai­ne), via Wiki­me­dia Com­mons, gemein­frei.
https://​com​mons​.wiki​me​dia​.org/​w​/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​?​c​u​r​i​d​=​3​1​2​0​021

Zitat Sta­lin (1931): “Wir sind hin­ter den fort­ge­schrit­te­nen Län­dern um 50 bis 100 Jah­re zurück­ge­blie­ben. Wir müs­sen die­se Lücke in zehn Jah­ren schlie­ßen … oder wir wer­den zer­malmt.” Im Hin­ter­grund: Sowje­ti­scher Pavil­lon von Boris Iofan, Welt­fach­aus­stel­lung Paris 1937. Autor unbe­kannt, édi­teur La Pho­to­lith – Album offi­ci­el: Expo­si­ti­on inter­na­tio­na­le des Arts et des tech­ni­ques appli­qués à la vie moder­ne – Paris 1937, gemein­frei
Sta­lin und Dimi­t­row (rechts) in Mos­kau, 1936, gemein­frei, via Wiki­me­dia Com­mons
https://​com​mons​.wiki​me​dia​.org/​w​/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​?​c​u​r​i​d​=​1​1​6​040


Generationengespräch

Geschich­te und Psy­cho­lo­gie
Ver­gan­ge­nes ver­ste­hen, um mit der Zukunft bes­ser klar zu kommen.


Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Dr. Susanne Gebert

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Susan­ne Autorin bei Gene­ra­tio­nen­ge­spräch & Agen­tur für Bildbiographien
Dr. Susan­ne Gebert schreibt über Psy­cho­lo­gie, Fami­li­en­ge­schich­te und emo­tio­na­le Prä­gun­gen. In ihrem Blog „Gene­ra­tio­nen­ge­spräch“ zeigt sie, wie unse­re Kind­heit uns formt – und wie wir uns von alten Mus­tern lösen können. 

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