Wer war eigentlich Stalin (3): Der große vaterländische Krieg

Sta­lin: Der 2. Weltkrieg

Wer war eigentlich „Stalin“? (3)


Ab März 1941 berich­ten immer mehr sowje­ti­sche Spio­ne von einem nicht enden wol­len­den Strom deut­scher Trup­pen, die Rich­tung Osten mar­schie­ren.

Doch Sta­lin wie­gelt ab: In Ber­lin gäbe es „Fal­ken“ und „Tau­ben“, wobei Hit­ler zu den „Tau­ben“ zähle … 

Stalin und der Zweite Weltkrieg: vom Hitler-Stalin-Pakt bis Stalingrad - und das bittere Erbe des Diktators

22. Juni 1941: Stalin bricht zusammen

Es ist ein Trep­pen­witz der Geschich­te, dass aus­ge­rech­net der sonst bis zur Para­noia miss­traui­sche Sta­lin die Zei­chen der Zeit nicht erkennt.

Aber der all­mäch­ti­ge sowje­ti­sche Dik­ta­tor kann sich nicht vor­stel­len, dass Hit­ler und sei­ne Gene­rä­le so ver­rückt wären, einen Zwei­fron­ten­krieg zu wagen.

Zwar mel­det der sowje­ti­sche Top-Spi­on Richard Sor­ge im Mai aus Japan, dass ein Angriff der Deut­schen mit 150 Divi­sio­nen für den 20. Juni 1941 geplant sei. Und es ist auch bekannt, dass täg­lich bis zu vier Züge in die Auf­marsch­räu­me nach Polen fah­ren, um Wehr­machts­ein­hei­ten und Pan­zer in Stel­lung zu brin­gen.

Sta­lin fin­det die pas­sen­de Erklä­rung: Der „Füh­rer” wol­le ihn mit dem Auf­marsch „nur ein­schüch­tern”, um sich für kom­men­de Ver­hand­lun­gen eine bes­se­re Aus­gangs­po­si­ti­on zu ver­schaf­fen.

Er wischt alle War­nun­gen und Hin­wei­se als Mani­pu­la­ti­ons­ver­su­che und west­li­che Pro­pa­gan­da vom Tisch.

Sei­nen Mili­tärs und Bera­tern droht er, „dass Köp­fe rol­len wer­den“, wenn sie ohne sei­ne Erlaub­nis Trup­pen­be­we­gun­gen durch­füh­ren wür­den.

Als dann in den frü­hen Mor­gen­stun­den des 22. Juni 1941 — wegen Mus­so­li­nis Süd­eu­ro­pa-Eska­pa­den mit 3 Mona­ten Ver­spä­tung — etwa 3,5 Mil­lio­nen Sol­da­ten der Deut­schen Wehr­macht und ver­bün­de­ter Trup­pen aus Ita­li­en, Ungarn, Finn­land, Rumä­ni­en und der Slo­wa­kei auf sowje­ti­sches Gebiet vor­drin­gen, ist Sta­lin völ­lig über­rum­pelt.

Die Divi­sio­nen der Roten Armee sind weder vor­be­rei­tet noch ange­mes­sen aus­ge­rüs­tet und aus­rei­chend mit Sol­da­ten besetzt.

Sta­lin bricht zusam­men.

Wäh­rend Görings Bom­ber fast die kom­plet­te sowje­ti­sche Luft­waf­fe zer­stö­ren, weil ihre Flug­zeu­ge ohne Tar­nung auf den unge­schütz­ten Flug­fel­dern vor den Han­gars ste­hen, und die Boden­trup­pen der Roten Armee unter uner­mess­li­chem Blut­zoll Kilo­me­ter für Kilo­me­ter zurück­wei­chen müs­sen, ist „der Stäh­ler­ne” untröst­lich.

Und vor allem: unauf­find­bar.
Sogar für sei­ne engs­ten Vertrauten.

Der Hitler-Stalin-Pakt 1939: Ein deutsch-sowjetisches Schmierenstück

Die Ouver­tü­re zu einem der fürch­ter­lichs­ten und grau­sams­ten Feld­zü­ge der Mensch­heit hat­te knapp zwei Jah­re zuvor begon­nen.

Am 24. August 1939  in Mos­kau Reichs­au­ßen­mi­nis­ter von Rib­ben­trop für Deutsch­land und der sowje­ti­schen „Volks­kom­mis­sar für Aus­wär­ti­ge Ange­le­gen­hei­ten“ Molo­tow im Bei­sein Sta­lins den Deutsch-Sowje­ti­schen Nicht­an­griffs­pakt unterzeichnen.

Stalin und Joachim von Ribbentrop nach der Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Pakts im Moskauer Kreml im August 1939

Sowjet­uni­on, August 1939, Sta­lin und Reichs­au­ßen­mi­nis­ter von Rib­ben­trop nach der Unter­zeich­nung des Nicht­an­griffs­pakts
Bild: Bun­des­ar­chiv, Bild 183-H27337/

Die Vor­ver­hand­lun­gen zum Nicht­an­griffs­pakt waren lang und zäh, doch als die deut­sche Dele­ga­ti­on zur Unter­zeich­nung per Flug­zeug anreist, kommt ihr Besuch für’s sowje­ti­sche Pro­to­koll trotz­dem über­ra­schend.

Man muss die Haken­kreuz­fah­nen für den gebüh­ren­den Emp­fang aus einem Film­stu­dio besor­gen, in dem gera­de ein Anti-Nazi-Film gedreht wird. Auf eini­gen Fah­nen sind die Haken­kreu­ze spie­gel­ver­kehrt aufgenäht.

Im Pakt zwi­schen „Bes­tie” (Hit­ler über Sta­lin) und „Unmensch” (Sta­lin über Hit­ler) wer­den offi­zi­ell gegen­sei­ti­ge Neu­tra­li­tät im Kriegs­fall und Kon­sul­ta­tio­nen bei Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten ver­trag­lich fest­ge­legt.

Außer­dem erhält Deutsch­land drin­gend (für die Auf­rüs­tung) benö­tig­te Roh­stof­fe.

Der eigent­li­che Zünd­stoff im Hit­ler-Sta­lin Pakt liegt im „Gehei­men Zusatz­pro­to­koll“.

In die­sem Zusatz­pro­to­koll gren­zen bei­de Dik­ta­to­ren ihre „Inter­es­sensphä­ren in Ost­eu­ro­pa“ ab: Der Osten Euro­pas wird zwi­schen der Sowjet­uni­on und Groß­deutsch­land auf­ge­teilt, sou­ve­rä­ne Natio­nen wie Polen oder Finn­land sol­len für ihre impe­ria­len Inter­es­sen von der Land­kar­te ver­schwin­den.

Am Mor­gen danach fährt Sta­lin hoch­zu­frie­den in sei­ne Dat­scha und prahlt vor füh­ren­den Genossen:


„Ich weiß, was Hit­ler im Schil­de führt. Er glaubt, er ist schlau­er als ich, aber in Wirk­lich­keit habe ich ihn über­lis­tet.”

Sta­lin im August 1939


Mit dem Nicht­an­griffs­pakt will Sta­lin vor allem Zeit gewin­nen.
Denn ihm ist bewusst, dass sei­ne in der Zeit des gro­ßen Ter­rors „gesäu­ber­te“ Rote Armee nicht in der Ver­fas­sung ist, einen Krieg gegen das hoch­ge­rüs­te­te, vor Kraft strot­zen­de Groß­deutsch­land zu gewin­nen.

Sein Plan ist, dass sich Deut­sche, Bri­ten und Fran­zo­sen einen Abnut­zungs­kampf wie im Ers­ten Welt­krieg lie­fern und gegen­sei­tig erschöp­fen. Und die Sowjet­uni­on am Ende als eigent­li­che und ein­zi­ge Sie­ger­macht aus dem Tumult her­vor­geht.

Er hät­te es bes­ser wis­sen müs­sen.
Schließ­lich ist er einer der weni­gen aus­län­di­schen Spit­zen­po­li­ti­ker, die Hit­lers „Mein Kampf“ gele­sen haben.

Stalins Krise 1941: Ein Diktator im Schockzustand

Die ers­ten Tage und Wochen von Hit­lers „Unter­neh­men Bar­ba­ros­sa“ sind für die Wehr­macht außer­or­dent­lich erfolg­reich: die deut­schen Hee­res­grup­pen durch­bre­chen eine sowje­ti­sche Ver­tei­di­gungs­li­nie nach der ande­ren, kes­seln gan­ze Armeen ein und erobern in kur­zer Zeit Hun­der­te Qua­drat­ki­lo­me­ter sowje­ti­schen Ter­ri­to­ri­ums.

Zum ers­ten Mal wirkt Sta­lin, der „Woschd“ (Füh­rer), ver­un­si­chert und unge­wöhn­lich still. Statt Ent­schei­dun­gen zu tref­fen oder öffent­lich auf­zu­tre­ten, zieht er sich in sei­ne Dat­scha zurück, nimmt kei­ne Tele­fo­na­te an und ver­wei­gert den Kon­takt selbst zu engs­ten Mit­ar­bei­tern.

Spä­ter berich­tet ein hoch­ran­gi­ger Par­tei­funk­tio­när, Sta­lin habe in die­sen Tagen schlicht nicht gewusst, was er dem Volk über­haupt sagen soll­te.

Als eine Abord­nung von Polit­bü­ro-Mit­glie­dern auf­taucht, fürch­tet er, ver­haf­tet zu wer­den. Aber sei­ne Befürch­tun­gen sind unbe­grün­det. Die Genos­sen drän­gen ihn statt­des­sen, wie­der die Füh­rung zu über­neh­men und den Krieg zu orga­ni­sie­ren.

Ein para­do­xes Ver­hal­ten.
Schließ­lich hat­te Sta­lin die­se exis­ten­ti­el­le Kata­stro­phe mit sei­ner Fehl­ein­schät­zung ver­ur­sacht — und in den Jah­ren des „Gro­ßen Ter­rors“ viel Ver­wand­ten, Freun­de und poli­ti­schen Weg­ge­fähr­ten die­ser Män­ner ver­haf­ten und hin­rich­ten lassen.

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„Stalin: Am Hof des roten Zaren“ von Simon Sebag Montefiore – Biografie über Macht, Terror und Intrigen im Kreml

Stalins Hofstaat

Sta­lins Sys­tem aus Angst, Loya­li­tät, Intri­gen und Gewalt, mit der er Funk­tio­nä­re, Fami­lie und Volk regiert.

Ein tol­les Buch vol­ler Details und einem fas­zi­nie­ren­den Blick hin­ter die Mau­ern des Kremls und in die Abgrün­de der tota­li­tä­ren Macht des „roten Zaren“.

Der Große Vaterländische Krieg”: Mobilisierung, Angst und noch mehr Terror

An Stel­le des unter­ge­tauch­ten Sta­lin hat­te Außen­mi­nis­ter Molo­tow in der Zwi­schen­zeit die sowje­ti­sche Bevöl­ke­rung über den Angriff der Deut­schen infor­miert und zum Krieg gegen die „Faschis­ten“ auf­ge­ru­fen.

Erst­mals spricht er – in Anleh­nung an den (sieg­rei­chen) Abwehr­krieg Russ­lands gegen Napo­le­on – vom „Vater­län­di­schen Krieg“.

Rotarmisten greifen im Großen Vaterländischen Krieg 1941 gegen die deutsche Wehrmacht an

Rot­ar­mis­ten grei­fen an“ – sowje­ti­sche Sol­da­ten im Kampf gegen die deut­sche Wehr­macht wäh­rend des Gro­ßen Vater­län­di­schen Krie­ges 1941

Und tat­säch­lich ver­ges­sen die von Sta­lin und sei­nen Hel­fern ter­ro­ri­sier­ten, geknech­te­ten und gequäl­ten Rus­sen das, was man ihnen in den Jah­ren der „Ent­ku­la­ki­sie­rung” und der „gro­ßen Säu­be­rung” ange­tan hat, und zie­hen für ihn und ihre Hei­mat in einen fürch­ter­li­chen Krieg.

Ihr Blut­zoll ist immens.

Denn vie­le kampf­erprob­te Mili­tärs waren wäh­rend des gro­ßen Ter­rors „Säu­be­run­gen“ zum Opfer gefal­len; ihren Nach­fol­gern fehlt es häu­fig an Mut, Know-how und Erfah­rung.

Unend­lich vie­le sowje­ti­sche Sol­da­ten bezah­len Sta­lins Para­noia mit ihrem Leben.

Am 3. Juli 1941, gut zwei Wochen nach Kriegs­be­ginn, bricht Sta­lin sein Schwei­gen und spricht im Radio zu sei­nem Volk und sei­nen Truppen.


„Genos­sen! Bür­ger! Brü­der und Schwes­tern! Kämp­fer unse­rer Armee und Flot­te, an Euch wen­de ich mich, mei­ne Freun­de.“

Radio­an­spra­che Sta­lins vom 3. Juli 1941


Sta­lins Ton hat sich geän­dert, sei­ne Art der Pro­blem­lö­sung aller­dings nicht.
Zwar sind Volk und Genos­sen jetzt „Freun­de, Brü­der und Schwes­tern“, doch der Ter­ror geht wei­ter.

Denn mit Ter­ror will Sta­lin sei­ne sich stän­dig zurück­zie­hen­de Rote Armee zum Kämp­fen und zum Sie­gen zwin­gen.
Er lässt den Ober­kom­man­die­ren­den der West­front und wei­te­re Gene­rä­le erschie­ßen — und ver­kün­det, dass jeder Sol­dat, der in Kriegs­ge­fan­gen­schaft gera­te, ein Ver­rä­ter sei. Für die­sen Ver­rat müs­sen sei­ne Ange­hö­ri­gen büßen.

Hitlers Ziel vom „Lebensraum im Osten“

Trotz ihres erbit­ter­ten Krie­ges begeg­nen sich Hit­ler und Sta­lin mit einer merk­wür­di­gen Mischung aus Hass, Respekt und gegen­sei­ti­ger Fas­zi­na­ti­on.

Joseph Goeb­bels notiert 1943 in sei­nem Tage­buch, Sta­lin sei in den Augen des „Füh­rers” ein Genie des Asia­ten­tums.
Sta­lin wie­der­um bezeich­net Hit­ler mehr­fach als „Teu­fels­kerl“. Sei­ne Toch­ter Svet­la­na berich­tet spä­ter sogar, ihr Vater habe den Zusam­men­bruch des Hit­ler-Sta­lin-Pak­tes bedau­ert: „Mit den Deut­schen zusam­men wären wir unbe­sieg­bar gewe­sen“, soll er gesagt haben.

Die bei­den Dik­ta­to­ren ver­bin­det mehr, als sie zuge­ben wür­den: ihr fana­ti­scher Macht­wil­le, gren­zen­lo­se Gewalt­be­reit­schaft — und die Über­zeu­gung, mili­tä­ri­sche Genies zu sein.

Ursprüng­lich hat­te Hit­ler kei­nen Zwei­fron­ten­krieg geplant.
In Mein Kampf schwa­dro­nier­te er vom „Lebens­raum im Osten“, die Sowjet­uni­on und der Geno­zid an der ost­eu­ro­päi­schen Bevöl­ke­rung war von Anfang an das eigent­li­che Ziel sei­nes Krie­ges.

Zunächst hofft er auf Groß­bri­tan­ni­en als Bünd­nis­part­ner gegen Sta­lin — und als das schei­tert, auf Polen. Erst als sich bei­de Optio­nen nicht ver­wirk­li­chen las­sen, schließt er 1939 den Pakt mit dem sowje­ti­schen Dik­ta­tor.

Zunächst scheint Hit­lers Plan auf­zu­ge­hen: Ein Jahr nach Unter­zeich­nung des Hit­ler-Sta­lin-Pak­tes ist Polen zer­schla­gen, Frank­reich besiegt und welt­weit kämp­fen nur noch die Bri­ten mit König und Win­s­ton Chur­chill ihren ein­sa­men Kampf gegen das „Drit­te Reich” und sei­ne Verbündeten.

Doch die Bri­ten weh­ren sich zäher als erwar­tet und Göring kann sein voll­mun­di­ges Ver­spre­chen nicht hal­ten, Groß­bri­tan­ni­en mit sei­ner Luft­waf­fe in nur weni­gen Wochen zu einem „Kom­pro­miss­frie­den” zu bom­ben.

Des­halb ent­schließt sich Hit­ler zu einem Stra­te­gie­wech­sel.

Denn die Wehr­macht braucht „Blitz­krie­ge“ und „Blitz­sie­ge“; auf lang­wie­ri­ge Feld­zü­ge wie die Luft­schlacht um Eng­land ist man nicht eingestellt.

Hitler und Stalin: Zwei Diktatoren zwischen Größenwahn und Fehleinschätzung

Am 18. Dezem­ber 1940 erteilt Hit­ler die Wei­sung, das „Unter­neh­men Bar­ba­ros­sa“ vor­zu­be­rei­ten — den Angriff auf ein Reich, das flä­chen­mä­ßig 26-mal grö­ßer ist als Groß­bri­tan­ni­en.

Für den „Füh­rer“ und vie­le sei­ner Gene­rä­le ist der Feld­zug gegen die Sowjet­uni­on ein kal­ku­lier­ba­res Risi­ko — die von Sta­lin zuvor „gesäu­ber­te“ Rote Armee gilt als schwach und füh­rungs­los. Hit­ler spricht abfäl­lig vom Krieg gegen Sta­lins Armeen als „Sand­kas­ten­spiel“ und hält die sowje­ti­schen Streit­kräf­te für „nicht mehr als einen Witz“.

Ver­mut­lich ist das der schwers­te von vie­len stra­te­gi­schen Feh­lern, die das selbst­er­nann­te mili­tä­ri­sche Genie, Adolf Hit­ler, begeht.

Sta­lin und Hit­ler hal­ten sich bei­de für beson­ders talen­tier­te Mili­tär­stra­te­gen — tat­säch­lich sind sowohl der sowje­ti­sche „Woschd“ wie auch der deut­sche „Größ­te Feld­herr aller Zei­ten” — Gröfaz — mit der Füh­rung ihrer Armeen heil­los über­for­dert und gefähr­lich unfä­hig.

Bei­de Dik­ta­to­ren grei­fen immer wie­der dilet­tan­tisch in mili­tä­ri­sche Ent­schei­dun­gen ein und opfern Hun­dert­tau­sen­de Sol­da­ten ihren ideo­lo­gi­schen Vor­stel­lun­gen und ihrem per­sön­li­chen Grö­ßen­wahn.

Nach dem Krieg berich­ten sowje­ti­sche Mar­schäl­le, man habe zahl­rei­che Befeh­le Sta­lins heim­lich igno­riert, weil sie mili­tä­risch unsin­nig gewe­sen sei­en. Mar­schall Geor­gi Schu­kow wirft dem „Gene­ra­lis­si­mus“ nach des­sen Tod sogar vor, zahl­lo­se Men­schen­le­ben leicht­fer­tig geop­fert zu haben.

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Vaterland von Robert Harris – Thriller über ein Europa nach Hitlers Sieg im Zweiten Weltkrieg

Was wäre gewesen, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte?

Ein bedrü­ckend rea­lis­ti­scher Thril­ler über ein Euro­pa unter natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Herr­schaft: Robert Har­ris ent­wirft eine Welt, in der Hit­ler den Krieg gewon­nen hat und Groß­deutsch­land vom Rhein bis zum Ural reicht.

Ein hoch­span­nen­der Kri­mi­nal­ro­man zwi­schen Fic­tion, Poli­tik­thril­ler und his­to­ri­schen Fakten.

Moskau in Panik: Lenins Leiche wird abtransportiert, Stalin bleibt

Nur drei Mona­te nach Beginn des deut­schen Über­falls erreicht der Krieg die Haupt­stadt der Sowjet­uni­on.

Am 5. Okto­ber 1941 ent­deckt ein sowje­ti­sches Auf­klä­rungs­flug­zeug eine deut­sche Pan­zer­ko­lon­ne nur noch rund 130 Kilo­me­ter vor Mos­kau ent­fernt. Die Nach­richt ver­brei­tet sich wie ein Lauf­feu­er — und löst in der Haupt­stadt blan­ke Panik aus.

Hohe Par­tei­funk­tio­nä­re, Minis­te­ri­en und aus­län­di­sche Bot­schaf­ten wer­den hek­tisch ins rund 800 Kilo­me­ter ent­fern­te Kui­by­schew (heu­te Sama­ra) eva­ku­iert. Selbst Lenins ein­bal­sa­mier­ter Leich­nam wird in einem gekühl­ten Eisen­bahn­wag­gon abtrans­por­tiert.

Für die „ein­fa­chen“ Leu­te gilt die­se Mög­lich­keit nicht.
Nach Sta­lins Wil­len sol­len sie in Mos­kau blei­ben, Schüt­zen­grä­ben aus­he­ben und Bar­ri­ka­den errich­ten. Trotz­dem ver­su­chen Hun­dert­tau­sen­de ver­zwei­fel­te Mos­kau­er, die letz­ten Züge Rich­tung Osten zu errei­chen. Die Stim­mung kippt: Wüten­de Men­schen grei­fen flüch­ten­de Funk­tio­nä­re an, man­che wer­den gelyncht. Geschäf­te und ver­las­se­ne Woh­nun­gen wer­den geplün­dert.

Als Sta­lin vom deut­schen Vor­marsch erfährt, soll er in Trä­nen aus­ge­bro­chen sein.

Auch sei­ne Flucht ist vor­be­rei­tet. Doch Sta­lin bleibt in Mos­kau — eine Ent­schei­dung, die vie­le His­to­ri­ker spä­ter als psy­cho­lo­gisch ent­schei­den­den Wen­de­punkt des Krie­ges bewerten.

Oktober 1941: Wie Schlamm, Matsch und der russische Winter Hitlers Blitzkrieg stoppen

Wäh­rend­des­sen mar­schiert die Wehr­macht schein­bar unauf­halt­sam wei­ter in Rich­tung Mos­kau. Doch dann schlägt der rus­si­sche Win­ter zu.

Ab Mit­te Okto­ber 1941 setzt plötz­lich der Herbst­re­gen ein, die deut­sche Inva­si­on bleibt nach wochen­lan­gem Vor­marsch buch­stäb­lich im Matsch vor Mos­kau ste­cken. Die hoch­ge­rüs­te­te deut­sche Wehr­macht ist gezwun­gen, auf Pfer­de­wa­gen umzu­stei­gen — der Wet­ter­wech­sel ist mäch­ti­ger als jede Armee.

Deutsche Infanteriesoldaten ziehen im Herbst 1941 ein Fahrzeug aus dem Schlamm vor Moskau

Deut­sche Sol­da­ten ver­su­chen im Herbst 1941 wäh­rend des Vor­marschs auf Mos­kau ein Fahr­zeug aus dem Schlamm zu zie­hen.
Bun­des­ar­chiv, Bild 146‑1981–149–34A / CC-BY-SA 3.0

Kur­ze Zeit spä­ter beginnt der gefürch­te­te rus­si­sche Win­ter viel frü­her als gewöhn­lich und sorgt dafür, dass nur weni­ge deut­sche Ein­hei­ten im Novem­ber 1941 die Außen­be­zir­ke Mos­kaus errei­chen.

Zunächst wird der Win­ter­ein­bruch von vie­len deut­schen Gene­rä­len sogar begrüßt, denn auf dem gefro­re­nen Boden kom­men Fahr­zeu­ge und Trup­pen wie­der vor­an.

Doch aus dem Vor­teil wird schnell ein Alb­traum: Bei Tem­pe­ra­tu­ren von bis zu minus 52 Grad kämp­fen vie­le deut­sche Sol­da­ten in Som­mer­uni­for­men — man hat­te ja mit einem „Blitz­sieg” gerech­net — plötz­lich nicht mehr um den Sieg, son­dern nur noch ums Überleben.

Deutsche Truppen mit Pferdewagen im Winter vor Moskau während des Russlandfeldzugs 1941

“Vor­marsch unse­rer Trup­pen durch die Win­ter­land­schaft vor Mos­kau. Die Wege sind gefro­ren und trotz der Käl­te geht es leicht vor­wärts.” (Ori­gi­nal­zi­tat Kriegs­be­richt Cusi­an, 21.11.41)
Bun­des­ar­chiv 183-L20813 / Cusi­an, Albert / CC-BY-SA 3.0

Anfang Dezem­ber 1941 wer­fen die Sowjets schließ­lich fri­sche sibi­ri­sche Eli­te­ein­hei­ten in die Schlacht um Mos­kau — Sol­da­ten, die für den Win­ter­krieg aus­ge­bil­det und her­vor­ra­gend aus­ge­rüs­tet sind.

Gleich­zei­tig mobi­li­siert die sowje­ti­sche Füh­rung die gesam­te Gesell­schaft: Jun­ge Frau­en mel­den sich frei­wil­lig zum Front­ein­satz, Jugend­li­che schuf­ten täg­lich zwölf Stun­den in den Rüs­tungs­fa­bri­ken.

Die Gegen­of­fen­si­ve trifft die erschöpf­te und halb erfro­re­ne Wehr­macht mit vol­ler Wucht.

Das deut­sche Ost­heer muss sich um fast 300 Kilo­me­ter zurück­zie­hen und ent­geht nur knapp einer voll­stän­di­gen Kata­stro­phe.
Der Mythos vom unbe­sieg­ba­ren deut­schen Blitz­krieg ist vor Mos­kau zerbrochen.

Stalingrad 1943: Die Kriegswende im Osten

Erst im spä­ten Früh­jahr 1942 gewinnt die Wehr­macht nach ihrer mona­te­lan­gen unfrei­wil­li­gen „Win­ter­pau­se“ vor Mos­kau wie­der an Beweg­lich­keit.

Und Hit­ler, der mitt­ler­wei­le selbst ernann­te Ober­be­fehls­ha­ber der Wehr­macht, trifft eine wei­te­re fol­gen­schwe­re Ent­schei­dung: Statt den Angriff auf die sowje­ti­sche Haupt­stadt fort­zu­set­zen, ord­net er den „Fall Blau“ an — eine gigan­ti­sche Offen­si­ve im Süden der Sowjet­uni­on.

Ein Him­mel­fahrts­kom­man­do, denn die mas­si­ve Offen­si­ve hat nicht ein, son­dern zwei Zie­le: die Erobe­rung der kau­ka­si­schen Ölfel­der und die Zer­schla­gung der sowje­ti­schen Rüs­tungs­in­dus­trie im Süden, vor allem die um und in Sta­lin­grad.

Der Plan ist so wahn­wit­zig, dass nie­mand mit die­sem Feld­zug rech­net.

Die Offen­si­ve beginnt nach mehr­ma­li­gem Ver­schie­ben am 28. Juni 1942. Ins­ge­samt sind 1,3 Mil­lio­nen Sol­da­ten betei­ligt, dar­un­ter 300.000 ver­bün­de­ter Natio­nen, haupt­säch­lich Rumä­nen und Ita­lie­ner.
Auch die­se Offen­si­ve scheitert.

Hit­lers Kriegs­stra­te­gie führt zu einer rie­si­gen Aus­deh­nung des besetz­ten Gebie­tes, die Front­li­ni­en sind über­dehnt, was die Ver­sor­gung der Trup­pe schwie­rig macht und die Kapa­zi­tä­ten an Men­schen und Mate­ri­al erschöpft.

Man hat sich mit „Fall Blau“ über­nom­men und im Rausch des ras­sis­tisch unter­mau­er­ten Grö­ßen­wahns zu Tode gesiegt.

Im Janu­ar 1943 voll­endet sich die Kata­stro­phe Sta­lin­grad.

Die Schlacht um Sta­lin­grad gilt als Wen­de­punkt des Zwei­ten Welt­kriegs zuguns­ten Sta­lins.
Der Mythos der „Unbe­sieg­bar­keit” der deut­schen Wehr­macht ist end­gül­tig gebro­chen. Nach Sta­lin­grad treibt die Rote Armee die Deut­schen nur noch in Rich­tung Wes­ten.

Rund zwei Jah­re spä­ter ist Hit­ler tot und Deutsch­land besiegt.

Stalinismus nach 1945: Das Morden geht weiter

Hit­ler ist tot, doch Sta­lins Ter­ror geht wei­ter.
Zunächst führt er im Juni 1945 den Titel eines „Gene­ra­lis­si­mus der Sowjet­uni­on“ als höchs­ten mili­tä­ri­schen Rang ein und ver­leiht ihn sich selbst.

Zu Beginn des Jah­res 1948 ord­net er eine wei­te­re Säu­be­rungs­wel­le an, die sich die­ses Mal haupt­säch­lich gegen Juden rich­tet, die als „Wur­zel­lo­se Kos­mo­po­li­ten“ denun­ziert wer­den. Die Kam­pa­gne führt zunächst zur Auf­lö­sung des Jüdi­schen Anti­fa­schis­ti­schen Komi­tees und erreicht ihren Höhe­punkt in der so genann­ten Ärz­te­ver­schwö­rung.

In der Nacht vom 28. Febru­ar zum 1. März 1953 erlei­det Sta­lin einen Schlag­an­fall.
Aber weil sich kei­ner sei­ner Wach­leu­te traut, sein Zim­mer ohne Auf­for­de­rung zu betre­ten, liegt er fast 24 Stun­den ein­ge­nässt und sprach­los auf dem Boden.

Nach­dem er schließ­lich doch gefun­den wur­de, wird sein lan­ges Ster­ben von Ärz­ten beglei­tet, die um ihr eige­nes Leben zit­tern und sich aus Angst kaum trau­en, sei­nen Puls zu füh­len.

Die bes­ten Medi­zi­ner des Lan­des — meis­tens Juden, denen eine Betei­li­gung an der „Ärz­te­ver­schwö­rung” vor­ge­wor­fen wird — sit­zen in Haft oder sind bereits tot.

An Sta­lins Ster­be­bett ver­sam­melt sich eine Entou­ra­ge aus Polit-Kom­mis­sa­ren, die sich hef­tig um sei­ne Nach­fol­ge strei­ten. Sie alle seh­nen sei­nen Tod her­bei, um ihrer Abset­zung oder Liqui­da­ti­on zu ent­ge­hen. Am 3. März 1953 ist Josef Sta­lin tot.

Stalins Kinder: Kontrolle, Angst und familiäre Tragödien

Wer war die­ser „Stäh­ler­ne”, der sein Leben damit ver­brach­te, Men­schen zu ter­ro­ri­sie­ren und zu ermor­den?

Sei­ne Toch­ter Svet­la­na nennt Sta­lin lie­be­voll „mein klei­ner Spatz“.
Als sich ihre Mut­ter Nad­ja 1932 erschießt, ist Svet­la­na gera­de sechs Jah­re alt. Ganz offen­sicht­lich liebt er die­ses Kind — „weil ich ihn an mei­ne Mut­ter erin­nert habe”, sagt Svet­la­na später.

Josef Stalin mit seiner Tochter Svetlana im Jahr 1935

Sta­lin mit sei­ner Toch­ter Svet­la­na 1935

Weni­ger gut geht es Sta­lins Söh­nen.

Zu sei­nem ältes­ten Sohn Jakow aus ers­ter Ehe hat er kaum Kon­takt.
Jakows Mut­ter, die Schnei­de­rin Ketewan Swa­nid­se, stirbt kurz nach sei­ner Geburt an Fleck­fie­ber. Als Jakow im Zwei­ten Welt­krieg in deut­sche Kriegs­ge­fan­gen­schaft gerät, bie­ten die Deut­schen nach der Nie­der­la­ge von Sta­lin­grad einen Aus­tausch gegen Gene­ral­feld­mar­schall Fried­rich Pau­lus an.

Sta­lin lehnt ab.

Man tau­sche kei­nen ein­fa­chen Sol­da­ten gegen einen Gene­ral, erklärt er kalt. Jakow stirbt 1943 im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Sach­sen­hau­sen.

Auch zu Sohn Was­si­li (1921–1962), Svet­la­nas älte­ren Bru­der, hat Sta­lin ein eher unter­kühl­tes Ver­hält­nis. Was­si­li ist im 2. Welt­krieg ein erfolg­rei­cher Pilot und macht Kar­rie­re, spricht aber genau wie sein Vater dem Alko­hol zu und gilt als hoch­fah­rend und unbe­herrscht. Der Tod sei­nes Vaters wirft ihn voll­ends aus der Bahn.

Doch selbst Svet­la­na ent­kommt dem zer­stö­re­ri­schen Ein­fluss ihres Vaters nicht.
Mit 17 ver­liebt sie sich in einen jüdi­schen Fil­me­ma­cher, den Sta­lin dar­auf­hin kur­zer­hand für zehn Jah­re nach Sibi­ri­en ver­bannt. Jahr­zehn­te spä­ter bricht Svet­la­na end­gül­tig mit dem Regime ihres Vaters: 1967 flieht sie spek­ta­ku­lär über Indi­en und die Schweiz in die USA.

Er war ein ganz simp­ler Mann. Sehr grob, sehr gemein”, sagt sie über ihren Vater.
Sie will zeit­le­bens nichts mehr mit ihm zu tun haben — unter ande­rem, weil sie ihn für den Tod ihrer Mut­ter ver­ant­wort­lich macht.

Stalins Erbe

Den Frie­dens­no­bel­preis, für den Sta­lin 1945 und 1948 nomi­niert wur­de, hat er nie erhal­ten.

Mit sei­nem Nach­fol­ger Niki­ta Chruscht­schow beginnt eine vor­sich­ti­ge Auf­ar­bei­tung der blu­ti­gen Sta­lin-Jah­re; rus­si­sche Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen wie Memo­ri­al (Frie­dens­no­bel­preis 2022) haben die Fol­gen der Sta­lin-Ära für die rus­si­sche Gesell­schaft unter­sucht und öffent­lich gemacht.

Memo­ri­al ist mitt­ler­wei­le in Russ­land ver­bo­ten; Büros und Archi­ve wur­den über­fal­len und ver­wüs­tet.
In den Jah­ren der Putin-Ära wur­de Sta­lin mehr und mehr reha­bi­li­tiert — und ist in der rus­si­schen Bevöl­ke­rung heu­te so popu­lär wie lan­ge Zeit nicht mehr.

Es scheint, als hät­te die Welt Sta­lin noch nicht überwunden.

Mehr lesen:

Lan­ge Zeit war den Bewoh­nern Ost­preu­ßens unter Andro­hung schwe­rer Stra­fen die Flucht aus ihrer Hei­mat ver­bo­ten wor­den, denn Hit­ler will der vor­rü­cken­den Roten Armee einen mensch­li­chen „Schutz­wall“ ent­ge­gen­stel­len.
Und da die Män­ner im Krieg kämp­fen und die Par­tei­obe­ren flie­hen, sind es Frau­en, Kin­der und Alte, die zurück­blei­ben und Hit­lers Vor­stel­lung vom Schutz­wall Ost­preu­ßen erfül­len sol­len.
Ihr Flücht­lin­ge! Flucht und Ver­trei­bung 1944 — 1950

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Ame­ri­kas kran­ke Prä­si­den­ten – die schwa­chen Sei­ten der Män­ner im Wei­ßen Haus

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Wer war eigent­lich Sta­lin? Teil 2

Ein Über­blick über Bio­gra­fien, Geschich­te und Geschich­ten der letz­ten 300 Jah­re, die unse­re Welt zu dem gemacht haben, die sie heu­te ist:
Das Gene­ra­tio­nen­ge­spräch: Geschichte(n) im Überblick



Bild­nach­wei­se

Sowjet­uni­on, August 1939, Im Mos­kau­er Kreml wird am 23.8.1939 ein Nicht­an­griffs­ver­trag zwi­schen dem deut­schen Reich und der UdSSR unter­zeich­net. Nach der Unter­zeich­nung im Gespräch J.W. Sta­lin und der deut­sche Reichs­au­ßen­mi­nis­ter Joa­chim von Rib­ben­trop (r.), Bun­des­ar­chiv, Bild 183-H27337/ CC-BY-SA 3.0
Max Alpert / Макс Альперт, Source: RIA Novos­ti archi­ve, image #613474, CC BY-SA 3.0 via Wiki­me­dia Com­mons.
Sowjet­uni­on — Infan­te­rie-Sol­da­ten zie­hen Auto aus dem Schlamm, Depic­ted place Rus­sia, Date Novem­ber 1941 Bun­des­ar­chiv, Bild 146‑1981-149–34A / CC-BY-SA 3.0, Foto­graf unbe­kannt.
Bei Tar­go­wi Sawod, Novem­ber 1941:Vor­marsch unse­rer Trup­pen durch die Win­ter­land­schaft vor Mos­kau. Die Wege sind gefro­ren und trotz der Käl­te geht es leicht vor­wärts.” (Kriegs­be­rich­ter Cusi­an, 21.11.41), Bun­des­ar­chiv, Bild 183-L20813 / Albert Cusi­an / CC-BY-SA 3.0.
Sta­lin mit sei­ner Toch­ter Svet­la­na 1935, gemeinfrei


Generationengespräch

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Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Dr. Susanne Gebert

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Die Ver­gan­gen­heit ver­ste­hen, um mit der Zukunft bes­ser klar zu kommen

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Susan­ne Autorin bei Gene­ra­tio­nen­ge­spräch & Agen­tur für Bildbiographien
Dr. Susan­ne Gebert schreibt über Psy­cho­lo­gie, Fami­li­en­ge­schich­te und emo­tio­na­le Prä­gun­gen. In ihrem Blog „Gene­ra­tio­nen­ge­spräch“ zeigt sie, wie unse­re Kind­heit uns formt – und wie wir uns von alten Mus­tern lösen können. 

2 Kommentare zu „Wer war eigentlich Stalin (3): Der große vaterländische Krieg“

  1. Ein sehr guter, knap­per und prä­zi­ser, geschicht­li­cher Abriss, der die
    Grau­sam­keit der dama­li­gen Zeit beschreibt. Man­ches erin­nert heute
    an das, was gera­de wie­der in der Ukrai­ne geschieht. Man könn­te fast
    Angst bekommen!

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