Werben ohne Werbung: 7 Tricks für besseres Content Marketing

Storytelling - 7 Tricks für besseres Contentmarketing

Mal ange­nom­men, Aschen­put­tel hät­te den Mär­chen­prin­zen auf einem Ball ken­nen­ge­lernt und ein­fach gehei­ra­tet.
Ohne Weg­ren­nen, Schu­he ver­lie­ren und bös­wil­li­ge Schwes­tern. Was pas­siert wäre? Nichts. Aschen­put­tel wäre ver­hei­ra­tet und kein Mensch wür­de sich für ihr Mär­chen inter­es­sie­ren.

Das Auf und Ab des Lebens muss sich in guten Geschich­ten wie­der­fin­den. Beson­ders dann, wenn die­se Geschich­ten mehr sein sol­len als schö­ne Erinnerungen …


Werben ohne Werbung: Die Idee des Content Marketing

Men­schen ver­ste­hen Geschich­ten viel bes­ser als tro­cke­ne Erklä­run­gen und Ana­ly­sen.
Das ist spä­tes­tens seit den Gebrü­dern Grimm bekannt, groß­ar­ti­gen Sto­ry­tel­lern, die mit Rot­käpp­chen, Aschen­put­tel und Rapun­zel nichts ande­res als mär­chen­haf­te Lebens- und Ver­hal­tens­an­lei­tun­gen auf­ge­schrie­ben haben.

Wir ken­nen Dich, wir ver­ste­hen Dich und wir wis­sen, was Du brauchst”, lau­tet die ein­fa­che Bot­schaft, die gute Geschich­ten-Erzäh­ler ihren Zuhö­rern ver­mit­teln.

Das ist cle­ver, denn “abge­hol­te” Leser*innen, Zuhörer*innen oder Zuschauer*innen, die sich mit ihren Bedürf­nis­sen und Pro­ble­men ver­stan­den füh­len, sind auf­merk­sa­mes Publi­kum:
Sie lesen, hören oder sehen sich Tipps und Emp­feh­lun­gen ger­ne an und befol­gen sie auch, wenn sie ihnen nüt­zen. Und wenn sie span­nend sind:

Mär­chen und ande­re gute Con­tent-Sto­rys gehen von einer bekann­ten Aus­gangs­si­tua­ti­on aus und bau­en Nähe und Ver­trau­en auf.

Im Ver­lauf der Geschich­te sind vor allem die Höhen und Tie­fen wich­tig, die ein*e sympathische*r Held*in (posi­ti­ves Vor­bild!) auf sei­nem oder ihren Weg durch­le­ben muss.

Zum Schluss gibt es dann das Hap­py-End; es darf auch gehei­ra­tet wer­den. Aber kei­ne Minu­te frü­her:
“Glat­te” Erfolgs­sto­rys sind langweilig!

Menschen verstehen Geschichten besser als harte Daten und Fakten

Gute Geschich­ten gehen genau dahin, wo Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den: in den Bauch.
Ihr Publi­kum wird Ihre Sto­rys lie­ben, wenn Sie ihm hel­fen, Pro­blem zu lösen und Unkla­res zu klä­ren — und dabei auch noch span­nen­de und nach­voll­zieh­ba­re Geschich­ten erzäh­len.

Die Grundlagen für Storytelling


1) Die Idee hinter Content Marketing:
Kunden kaufen keine Bohrmaschine, sondern das Loch in der Wand


Nichts kann Men­schen so fes­seln, wie eine gut­ge­mach­te Sto­ry mit vie­len “Auf-und-Abs” und sym­pa­thi­schen Cha­rak­te­ren. Sie sind der Grund, wes­halb Leser Lust haben, einen Text zu lesen (und spä­ter viel­leicht auch das Geld, um ein Pro­dukt zu kau­fen, das ihre Pro­ble­me löst).

Guter Con­tent ist ein Flirt mit Lesern (und poten­zi­el­len Kun­den), der auf ihre Grund­be­dürf­nis­se abzielt. Eigent­lich nicht schwie­rig, denn so vie­le Grund­be­dürf­nis­se haben wir Men­schen gar nicht: 

  • Sicher­heit
  • Anse­hen
  • Neu­gier
  • Gewinn
  • Gesund­heit
  • Selbst­ver­wirk­li­chung
  • Bequem­lich­keit
  • Geselligkeit/Dazugehören
Storytelling - Werben ohne Werbung

Ein Auto kau­fen” ist kein Grund­be­dürf­nis (und des­halb auch kein ech­tes Ziel für Con­tent Mar­ke­ting), denn die wenigs­ten kau­fen sich ein­fach mal so irgend­ein Auto.
Statt­des­sen sucht sich jeder von uns eins (oder auch bewusst: keins) aus, das sei­nem per­sön­li­chen Grund­be­dürf­nis entspricht.

Je nach­dem, was uns wich­tig ist, wäh­len wir eine Mar­ke, die als beson­ders sicher gilt (Gesund­heit), oder eine, die beson­ders teu­er und/oder PS-stark ist (Anse­hen und Bewunderung).

Im Prin­zip haben wir alle sämt­li­che Grund­be­dürf­nis­se — auch Anhän­ger schnel­ler Autos schät­zen ihre Gesund­heit. Aber die Gewich­tung ist unter­schied­lich ver­teilt, wes­halb in jedem von uns ein, maxi­mal drei Bedürfnis(se), immer eine grö­ße­re Rol­le spie­len wer­den als die anderen.

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Top-Emp­feh­lung für alle, die mit ihren Tex­ten mehr errei­chen wol­len.
Ein Buch, mit dem man nicht nur gut infor­miert, son­dern auch gut unter­hal­ten wird, ist sel­ten. Danie­la Rorig hat es geschrie­ben. Nicht umsonst ist es in kür­zes­ter Zeit zum Best­sel­ler gewor­den.
Sehr infor­ma­tiv und lesens­wert!

Danie­la Rorig, Tex­ten kön­nen: Das neue Hand­buch für Mar­ke­ter, Tex­ter und Redak­teu­re*, Rhein­werk Com­pu­ting, 2019 



Wofür und für Wen mache ich das eigent­lich?“ ist des­halb für Tex­ter und Ver­käu­fer die bana­le, aber alles ent­schei­den­den Fra­ge. Wel­chen Nut­zen haben mei­ne Leser bzw. Kun­den für ihr wich­tigs­tes Grund­be­dürf­nis von mei­nem Angebot?

Will ich jun­ge Müt­ter mit klei­nen Kin­dern als Lese­rin­nen errei­chen (Sicher­heit), oder rüs­ti­ge Rent­ner, die auch mit ihrem Auto zei­gen wol­len, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehö­ren (Anse­hen).
Das eine schließt das ande­re mit Sicher­heit nicht aus, aber alle über einen Kamm sche­ren zu wol­len, wird nicht funk­tio­nie­ren, wenn man ech­tes Inter­es­se wecken möchte.

Schließ­lich kauft fast nie­mand eine Bohr­ma­schi­ne, um eine Bohr­ma­schi­ne zu haben, son­dern weil er oder sie ein Ergeb­nis braucht: das Loch in der Wand.

2) Storytelling: Lasst Eure Helden scheitern!

Hät­te Aschen­put­tel ihren Mär­chen­prin­zen auf einem Ball ken­nen­ge­lernt, gehei­ra­tet und wäre des­halb kom­pli­ka­ti­ons­los den Bös­ar­tig­kei­ten von Stief­mut­ter und Stief­schwes­tern ent­ron­nen, wäre ihre Geschich­te schnell erzählt und nie­mand wür­de sie sich mer­ken.

Statt­des­sen rennt sie ihrem Mär­chen­prin­zen drei­mal davon, ver­liert Schu­he und der Prinz nimmt — arg­lis­tig getäuscht — auch noch die fal­sche Schwes­ter zum Hei­ra­ten mit.

Kein Mensch inter­es­siert sich für Held*innen, die los­mar­schie­ren, ihre Zie­le und Plä­ne in Angriff neh­men und Erfolg haben.

Gute Geschich­ten erzäh­len vom Auf­bre­chen und Hin­fal­len, von Rück­schlä­gen und Selbst­zwei­feln nach dem Auf­bre­chen, von neu­en Erfah­run­gen und neu­en Wegen.

Denn es ist das Schei­tern und Wie­der­auf­ste­hen, das Men­schen inter­es­siert und inspi­riert.
Ein­fach nur Erfolg zu haben, ist lebens­fremd und lang­wei­lig. Zu gutem Stor­ry­tel­ling gehört eine gute Hel­den­ge­schich­te — das Hap­py End kommt immer erst dann, wenn fast schon nie­mand mehr dar­an glau­ben mag:

Joan­ne K. Row­ling leb­te als allein­er­zie­hen­de Mut­ter von Sozi­al­hil­fe, als sie ihren ers­ten “Har­ry Pot­ter”-Roman schrieb — und nach vie­len Absa­gen end­lich ver­öf­fent­li­chen konn­te.

Bill Gates schmiss sein Stu­di­um, um Micro­soft in der Gara­ge zu gründen. 

Das sind Bei­spie­le für Hel­den­ge­schich­ten, die wir uns mer­ken, weil sie mensch­lich sind und uns auch uner­reich­bar schei­nen­de Stars ver­traut — und damit sym­pa­thisch — machen.
(Im Fall von Bill Gates stimmt die Hel­den­ge­schich­te übri­gens nicht ganz, was ihre Wir­kung aller­dings nicht schmä­lert: In der Grün­dungs­pha­se von Micro­soft nahm der jun­ge Bill eine geneh­mig­te Aus­zeit vom Stu­di­um, wur­de von sei­nen Eltern finan­zi­ell unter­stützt und die Gara­ge war das Feri­en­haus sei­ner Eltern.)


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Ein groß­ar­ti­ger Rat­ge­ber und “Must-Have” für alle, die sich inten­siv mit dem Hand­werk Schrei­ben beschäf­ti­gen.
Von ‘mur­der your dar­lings’ bis zu nütz­li­chen Gewohn­hei­ten ist alles dabei — span­nend geschrie­ben, über­sicht­lich, gut gemacht und mit vie­len Übungs­bei­spie­len.

Roy Peter Clark, Die 50 Werk­zeu­ge für gutes Schrei­ben. Hand­buch für Autoren, Jour­na­lis­ten und Tex­ter*, Auto­ren­haus Ver­lag GmbH 2008 


Jedes Unter­neh­men, egal ob groß oder klein, soll­te wie Row­ling oder Gates einen Grün­dungs­my­thoshaben, des­sen Dreh­buch die Kri­te­ri­en einer “Hel­den­ge­schich­te” erfüllt.
Der Vor­tei­le: Die­se Sto­ry lässt sich gut mer­ken, wird wei­ter­erzählt, macht sym­pa­thisch, weckt Ver­trau­en — und hilft, sich von Mit­be­wer­bern abzugrenzen. 

Aus dem glei­chen Grund soll­te jede*r Solo­selb­stän­di­ge eine gut gepfleg­te “Über Mich/ Über Uns” Sei­te haben.
Die “About”-Seite ist die wich­tigs­te Sei­te der gan­zen Home­page, sie wird am häu­figs­ten gele­sen.
Mit der pas­sen­den auto­bio­gra­fi­schen Hel­den­ge­schich­te lässt sie sich nut­zen, um Ver­trau­en zu schaf­fen und sich von Mit­be­wer­bern abzugrenzen.

3) Einmal ist keinmal: Wie Storytelling mit dem “Mere Exposure Effect” Vertrauen schafft

Mit einer genia­len Home­page oder einem Bei­trag, der alle vom Hocker reißt, ist nichts gewon­nen.
Erst der regel­mä­ßi­ge Kon­takt (Mere Expo­sure EffectWie­der­hol­te Dar­bie­tung, Effekt des blo­ßen Kon­takts) kann bei uns Men­schen das Gefühl “fremd” über­win­den.

Unse­re ange­bo­re­ne und unbe­wuss­te Angst vor Neu­em und vor Ver­än­de­run­gen ist ein altes Stein­zeit­re­likt, die dafür sorgt, dass wir auf alles Neue erst­mal mit Miss­trau­en reagie­ren.

Des­we­gen ist Wie­der­ho­lung so wich­tig: Anzei­gen­kam­pa­gnen und Wer­be­spots im Fern­se­hen wer­den nicht wie­der­holt, um uns damit zu ner­ven und zu lang­wei­len, son­dern die Wie­der­ho­lung soll Ver­trau­en schaf­fen.

“… Auch wenn wir groß den­ken, wir müs­sen im Klei­nen han­deln und leben, um unse­re Zie­le zu errei­chen. Weil wir hand­lungs- und lern­fok­kus­siert sind und auf Sta­tus und Bestä­ti­gung von außen ver­zich­ten, ist unser Ehr­geiz nicht gran­di­os, son­dern fußt auf Wie­der­ho­lung — wir soll­ten einen Fuß vor den ande­ren set­zen, ler­nen und wach­sen und uns Zeit lassen.” 

Aus: Ryan Holi­day,
Dein Ego ist dein Feind: So besiegst du dei­nen größ­ten Geg­ner*

Aber Vor­sicht! Der Mere Expo­sure Effect funk­tio­niert auch umge­kehrt: Wenn wir etwas von Anfang an blöd fin­den, wird unser Wider­wil­le nach jedem Kon­takt nur noch grö­ßer. Des­we­gen gibt es für den ers­ten Ein­druck eben auch kei­ne zwei­te Chance.

4) Storytelling schafft Vertrauen: “Spülen” und wiederholen

Con­tent Mar­ke­ting ist wie klas­si­sche PR-Arbeit ein lang­fris­ti­ges Geschäft, denn Inter­es­se und Ver­trau­en gewinnt man nicht von jetzt auf gleich. Weil wir Neu­em gegen­über oft miss­trau­isch sind, gilt: Ein­mal ist kein­mal.

Wer bei sei­nen Lesern Ver­trau­en schaf­fen und Inter­es­se wecken will, muss am Ball blei­ben.Rin­se and repeat- spü­len und wie­der­ho­len — lau­tet des­halb eine oft zitier­te Mar­ke­ting-Weis­heit: Ideen müs­sen häu­fig vor­ge­tra­gen wer­den, damit sie Früch­te tra­gen kön­nen.
Aller­dings nicht mono­ton und mit dem Holz­ham­mer immer auf die glei­che Stel­le, son­dern schlau und mit ech­tem Inter­es­se für’s Publi­kum, wie der renom­mier­te Wirt­schafts­psy­cho­lo­ge Adam Grant schreibt:

“… Wenn wir uns einem skep­ti­schen Publi­kum gegen­über­wis­sen, arbei­ten wir noch stär­ker dar­an zu über­zeu­gen und kra­men noch unser letz­tes Argu­ment her­vor. Das lie­fert den Skep­ti­kern aber nur noch mehr Grün­de, nein zu sagen.

Viel effek­ti­ver ist es, nur die bes­ten ein, zwei Argu­men­te zu brin­gen. Wenn das Gegen­über dann ablehnt, lie­be ich es mit der Fra­ge zu kon­tern: “Nur so aus Neu­gier­de — was wür­de Ihre Mei­nung ändern?” Das soll­te das Gegen­über dazu brin­gen, sich etwas zu öffnen.” 

Adam Grant, Wirt­schafts­psy­cho­lo­ge

5) Qualität schlägt Häufigkeit

Mit Sto­ry­tel­ling und guten Inhal­ten kann man: 

  • Inter­es­se wecken
  • Ver­trau­en schaffen
  • Kun­den gewin­nen und bin­den

Sto­ry­tel­ling schafft Kon­tak­te und ermög­licht es, poten­zi­el­len Kun­den auf den Zahn zu füh­len, ihren Bedarf und ihre (ech­ten) Bedürf­nis­se genau­er ein­zu­gren­zen und damit die Infor­ma­tio­nen zu gewin­nen, die für eine lang­fris­ti­ge stra­te­gi­sche Geschäfts­aus­rich­tung wich­tig sind. 

Eine gewis­se Häu­fig­keit von neu­en Inhal­ten ist not­wen­dig und auch eine gewis­se Regel­mä­ßig­keit: Leser war­ten oft schon auf den Bei­trag, der immer mon­tags ver­öf­fent­licht wird, oder auf die News­let­ter am Sonntag.

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War­um man den Bären erst erle­gen soll­te, bevor man sein Fell ver­teilt, und wes­halb Reden manch­mal Sil­ber und Schwei­gen Gold ist.

Zeit­lo­se Stra­te­gien für die Kehrt­wen­den und Hin­der­nis­se, die das Leben nun mal hat — und wie man lang­fris­tig und erfolg­reich mit ihnen beruf­lich und pri­vat umge­hen kann.

Ryan Holi­day, Dein Ego ist dein Feind: So besiegst du dei­nen größ­ten Geg­ner*. Finanz­Buch Ver­lag, 2017 


Trotz­dem gilt: Qua­li­tät schlägt Häu­fig­keit.
Es ist bes­ser, Zeit in einen “Ever­green” zu inves­tie­ren, als mit der hei­ßen Nadel schnell etwas vom Mit­be­wer­ber abzu­schrei­ben. Schlam­pi­ge Inhal­te tun der bes­ten Mar­ke­ting­stra­te­gie nicht gut und kos­ten Ver­trau­en und Stammleser.


6) Content Marketing ist Bilder und Träume verkaufen

Jeder Mensch möch­te vor­an­kom­men.
Selbst wenn er sei­ne augen­blick­li­che Situa­ti­on als ange­nehm und zufrie­den­stel­lend emp­fin­det, wird er davon aus­ge­hen, dass die­ser Zustand noch ver­bes­sert wer­den kann.
Schließ­lich ist das Bes­se­re immer des Guten Feind.

Des­we­gen ist jedes erfolg­rei­che Unter­neh­men ein Pro­blem­lö­ser für sei­ne Ziel­grup­pe — auch für Pro­ble­me, die der Ziel­grup­pe mög­li­cher­wei­se noch gar nicht bekannt sind. 

Wir kau­fen nicht, was wir haben möch­ten, wir kon­su­mie­ren, was wir sein wol­len” (John Hegar­ty).

Gute Sto­rys sind aber nicht nur für Leser*innen und Kund*innen wich­tig, son­dern manch­mal auch für Texter*innen und Verkäufer*innen, denn sie erin­nern dar­an, wel­che Visio­nen man mit sei­nen Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen ver­folgt.

Denn Bil­der, Träu­me, eine Visi­on und ein kla­res Bild, wem man mit sei­nen Inhal­ten und Ange­bo­ten wie hel­fen kann, sind Über­le­gun­gen, die im Tages­ge­schäft manch­mal lei­der unter­ge­hen.
Sich selbst zwi­schen­durch sei­ne eige­ne Geschich­te, sei­nen Wer­de­gang und sei­ne Zie­le und Träu­me zu erzäh­len, kann beson­ders nach Rück­schlä­gen und Nie­der­la­gen enorm posi­tiv wirken.

Ein legen­dä­res Bei­spiel dafür ist die Apple-Story:

“… Als Jobs auf dem Höhe­punkt der Kri­se wie­der an die Spit­ze von Apple zurück­kehr­te, beschrieb er zum Abschluss einer Prä­sen­ta­ti­on in Bos­ton sei­ne anvi­sier­te Ziel­grup­pe genau:
Ich bin der Auf­fas­sung, man muss anders den­ken, um einen Apple-Com­pu­ter zu kau­fen. Ich glau­be, dass die Men­schen, die einen Apple-Com­pu­ter kau­fen, in der Tat anders den­ken. Sie sind krea­ti­ve Geis­ter die­ser Welt. Dies sind kei­ne Leu­te, die nur dar­auf aus sind, einen Job zu erle­di­gen, dies sind Leu­te, die die Welt ver­än­dern wol­len. Und sie möch­ten die Welt mit den neu­es­ten und bes­ten Werk­zeu­gen ver­än­dern, die sie bekom­men können.” 

Aus: Micha­el Brück­ner,
Die Geset­ze der Erfolg­rei­chen. Von den Bes­ten ler­nen*

7) Ist kostenlos werben möglich?

Frü­her wur­den treue Kun­den mit Kugel­schrei­bern oder bil­li­gen Taschen­ka­len­dern fürs Kau­fen belohnt, heu­te gibt es viel schö­ne­re Sachen: Infor­ma­tio­nen. Des­halb ist Wer­ben ohne Wer­bung für Nut­zer so gut.

Unter­neh­men bringt Wer­bung durch Con­tent und gute Sto­rys mit Sicher­heit wei­ter, aber das ist eben manch­mal auch anstren­gend und unterm Strich nicht gra­tis zu haben.

Um Leser erst zu Freun­den und dann zu Kun­den zu machen, muss eini­ges gebo­ten wer­den, von Koch­re­zep­ten über Busi­ness-Tipps bis zu Enter­tain­ment vom Feins­ten.
Für Leser und Nut­zer mit ein Klick umsonst und völ­lig anonym im Inter­net zu haben, geschenkt, denn sie müs­sen nichts dafür tun, was sie nicht wollen.

Und trotz­dem: Es lohnt sich.

Denn Solo­selb­stän­di­ge und klei­ne Unter­neh­men wer­den auf Dau­er nicht in der Lage sein, mit bezahl­ter Wer­bung Auf­merk­sam­keit und Inter­es­se zu kau­fen. Dafür sind die „dicken Fische“ im Markt ein­fach zu dick.

Aber was die “Gro­ßen” mit viel Geld und einer dicken Brief­ta­sche schaf­fen — Auf­merk­sam­keit -, kön­nen die “Klei­nen” mit Cle­ver­ness, Kun­den­nä­he und klu­gem Con­tent Mar­ke­ting ausgleichen. 

Marke ist das, was Menschen über dich sagen, wenn du den Raum verlässt

Mit guten Inhal­ten und ‚Geschich­ten­er­zäh­lenals Mar­ke­ting­in­stru­ment lie­fert man sei­nen Ziel­kun­den im Vor­aus wert­vol­le Inhalt, weckt ihr Inter­es­se und gewinnt ihr Ver­trau­en.

Poten­zi­el­le Kun­de “ken­nen” das Unter­neh­men schon, das ihre Pro­ble­me oder Bedürf­nis­se bereits benannt und mög­li­cher­wei­se auch schon in Tei­len gelöst hat.
Sobald ihr Bedarf oder auch Lei­dens­druck groß genug ist, wer­den sie sich mit hoher Wahr­schein­lich­keit genau für das Unter­neh­men ent­schei­den, das durch Con­tent Mar­ke­ting bereits ihr Ver­trau­en gewon­nen hat.

Für wen denn sonst?

Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag:
Es ist nicht nur das Inter­net, das zu Ent­glei­sun­gen und Ent­hem­mun­gen füh­ren kann, son­dern die Zuge­hö­rig­keit zu einer Grup­pe.

Wie uns unse­re “Mar­ke Ich” prägt — und wel­che Kon­se­quen­zen das für Gesell­schaft, Unter­neh­men und Ver­käu­fer hat.
Die Mar­ke “Ich”


Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2016, über­ar­bei­tet 2021 

Buch­emp­feh­lun­gen:

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Wie man span­nen­de (Werbe-)Texte schreibt, ohne zu wer­ben.
Die Autorin Danie­la Rorig ist ehe­ma­li­ge Wer­be­tex­te­rin und bringt alles Wich­ti­ge über Sto­ry­tel­ling und Stra­te­gie, guten Schreib­stil, Kon­zep­ti­on, Text­bau­stei­nen für Blog, News­let­ter, Web­sites und Social Media eben­so gekonnt wie unter­halt­sam auf den Punkt. Top­emp­feh­lung für alle, die nicht nur schrei­ben, son­dern auch gele­sen wer­den wol­len!

Danie­la Rorig, Tex­ten kön­nen: Das neue Hand­buch für Mar­ke­ter, Tex­ter und Redak­teu­re*, Rhein­werk Com­pu­ting, 2019 


Ein tol­les Buch für den Ein­stieg ins Sto­ry­tel­ling,
klar, über­sicht­lich und sehr gut struk­tu­riert. Mit CONNECT — so stark wir­ken Geschich­ten -, COPY — so sehen die Bau­plä­ne guter Geschich­ten aus — und CREATE — so ent­ste­hen gute Geschich­ten — bekommt man einen sehr guten Über­blick über Hel­den­rei­sen & Co. Emp­feh­lens­wert!

Tho­mas Pyc­zak, Tell me! Wie Sie mit Sto­ry­tel­ling über­zeu­gen*,
Rhein­werk Com­pu­ting, Mai 2017 


Über Sto­ry­tel­ling gibt es lei­der nur weni­ge gute Bücher,
was ange­sichts des The­mas ziem­lich ver­blüf­fend ist. Des­we­gen als 2. Tipp ein Buch, das es lei­der nur in eng­li­scher Spra­che gibt, sich dafür aber wie But­ter liest, wit­zig und mit vie­len hilf­rei­chen Hin­wei­sen und Übun­gen (Leit­man ist auch kei­ne Mar­ke­ting­frau, son­dern Stand-Up Come­di­an). Abso­lut emp­feh­lens­wert!

Mar­got Leit­man, Long Short Sto­ry: The Only Sto­ry­tel­ling Gui­de You’ll ever need*, Sas­quatch Books, Okto­ber 2015


Sto­ry­tel­ling mit Bil­dern ist genau­so wich­tig wie gute Geschich­ten erzäh­len
Wie man mit Bil­dern gute Geschich­ten erzäh­len kann, lernt man mit die­ser groß­ar­ti­gen Anlei­tung, die von Anwen­dern völ­lig zurecht als ‘Gold­gru­be’ bezeich­net wird.

Pia Klei­ne Wies­kamp, Visu­al Sto­ry­tel­ling im Busi­ness: Mit Bil­dern auf den Punkt kom­men*, Carl Han­ser Ver­lag GmbH & Co. KG , 2019 


Netz­werk­mar­ke­ting hat schon lan­ge nichts mehr mit dem klas­si­schen Struk­tur­ver­trieb zu tun, bei dem man sich die Gara­ge mit Ware voll­stop­fen muss­te und nur die “Obe­ren” ver­die­nen.
Über ein Geschäfts­mo­dell mit Mil­lar­den­um­satz, mit dem man sich neben­be­ruf­lich und ohne finan­zi­el­les Risi­ko ein eige­nes Geschäft auf­bau­en kann, berich­tet Kiyo­sa­ki in sei­nem neu­en Buch. Eine Lese-Emp­feh­lung für alle, die lang­fris­tig anders arbei­ten und leben wol­len. Robert Kiyo­sa­ki, Das Busi­ness des 21. Jahr­hun­derts*. Finanz­Buch Ver­lag, 2019 


Schrei­ben ist zum gro­ßen Teil ein Hand­werk, das man ler­nen kann.
Ein groß­ar­ti­ger Rat­ge­ber mit vie­len Text­bei­spie­len und Übun­gen für’s rich­ti­ge Hand­werks­zeug. Ein “Must-Have” für alle, die viel schrei­ben (müs­sen).

Roy Peter Clark, Die 50 Werk­zeu­ge für gutes Schrei­ben. Hand­buch für Autoren, Jour­na­lis­ten und Tex­ter*, Auto­ren­haus Ver­lag GmbH 2008 


Der Sozi­al­psy­cho­lo­ge Robert Levi­ne in einem sehr intel­li­gen­ten Buch über Psy­cho­lo­gie und Mecha­nis­men, die hin­ter erfolg­rei­chem (Sich-)Verkaufen ste­cken.

Robert Levi­ne, Die gro­ße Ver­füh­rung. Wie die Regeln der Mani­pu­la­ti­on funk­tio­nie­ren*.
Piper Taschen­buch, Piper Ver­lag GmbH, Mün­chen, 2005


Rang & Revier ver­sus ‘hori­zon­ta­ler’ — weib­li­cher- Kom­mu­ni­ka­ti­on.
Ein sehr lesens­wer­tes Buch für Frau­en UND Män­ner, mit tol­len Bei­spie­len aus der Pra­xis, um zu ver­ste­hen, wie die ande­re Sei­te tickt. Nicht nur für ‘AHA’-Erlebnisse, son­dern auch sehr kon­kret mit Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für einen bes­se­ren Umgang mit­ein­an­der. Emp­feh­lens­wert!

Peter Mod­ler: Das Arro­ganz-Prin­zip*, FISCHER Taschen­buch, 2. Auf­la­ge, Okto­ber 2018 

Erfolg­reich wer­den und erfolg­reich blei­ben
—  zeit­lo­se Stra­te­gien für die Kehrt­wen­den und Hin­der­nis­se, die das Leben nun mal hat. Vie­le klu­ge Gedan­ken und Infor­ma­tio­nen — und zwar sol­che, die nicht in jedem Rat­ge­ber ste­hen. Lesens­wert!

Ryan Holi­day, Dein Ego ist dein Feind: So besiegst du dei­nen größ­ten Geg­ner*.
Finanz­Buch Ver­lag, 2017 



Wei­ter­füh­ren­de Beiträge:

Sozia­le Medi­en: Beson­ders jun­ge Mäd­chen und Frau­en neh­men sich oft die glatt­po­lier­ten Influ­en­cer-Sto­rys aus sozia­len Medi­en zum Vor­bild und füh­len sich schlecht, weil sie das, was ihnen dort vor­ge­spielt wird, nie errei­chen.
Wie gefähr­lich ist social media für unser Leben? Hel­fen uns Face­book & Co. gegen Ein­sam­keit — oder machen sie alles noch schlim­mer?
Ein­sam durch Face­book und Co.?

Schrei­ben & Tex­ten: Wie Sie die Angst vor dem wei­ßen Papier über­win­den, Ihre Tex­te struk­tu­rie­ren, kon­kret for­mu­lie­ren, pas­sen­de Über­schrif­ten und den roten Faden fin­den. Und wel­ches Ziel die Quä­le­rei eigent­lich hat.
Ein­fach gute Tex­te schreiben

Loben: Ein Kom­pli­ment wirkt, als ob uns jemand aus hei­te­rem Him­mel ein Blu­men­sträuß­chen über­reicht hät­te. Aber auch der, der (ehr­lich) lobt, fühlt sich bes­ser und bekommt außer­dem sein Lob hun­dert­fach in Form von Sym­pa­thie-Plus­punk­ten zurück.
Eigent­lich eine typi­sche Win-Win-Situa­ti­on, trotz­dem ver­knei­fen wir uns Lob und Kom­pli­men­te wo es nur geht. Das Lob ist das am meis­ten unter­schätz­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel unse­rer Zeit. Statt­des­sen sind wir alle sehr geübt im Kri­ti­sie­ren und Vor­wür­fe machen.
Die Kunst des Lobens

Selbst­sa­bo­ta­ge: Wer ein neu­es Pro­jekt mit einem inne­ren “Ich kann nicht” star­tet, wird es auch nicht kön­nen. Und darf sich dann bei sich selbst für eine gelun­ge­ne Selbst­sa­bo­ta­ge durch eine erfüll­te Pro­phe­zei­ung bedan­ken.
Selbst­er­fül­len­de Prophezeiungen

Vor­bil­der: Wie unse­re Stein­zeit­re­lik­te im Kopf aus Frem­den Freun­de machen und uns Vor­bil­der besche­ren, die wir nicht wol­len. Wer unser Leben beein­flusst ohne dass wir es bemer­ken, geschwei­ge denn auch nur ansatz­wei­se Herr (oder Frau) der Lage sind. 
Rich­ti­ge und fal­sche Vorbilder

Auf­schie­ben: „Mor­gen, mor­gen, nur nicht heu­te, sagen alle …“. Na, Sie wis­sen schon.
Schön ist anders, denn ‚eigent­lich‘ möch­te und müss­te man drin­gend vor­an­kom­men. Doch die „Auf­schie­be­ri­tis“ greift eben­so wie ihre nahe Ver­wand­te, die „Schreib­blo­cka­de“, ger­ne um sich. Wenn sie da ist, geht nichts mehr. Zumin­dest schein­bar. Auf­schie­ben kann aber auch sein Gutes haben und sogar nütz­lich sein: Bei­spiels­wei­se, um noch bes­ser zu wer­den..
10 Tipps gegen Aufschieberitis

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Sind Sie Kun­den­ver­ste­her oder machen Sie’s so wie alle ande­ren? Ein herr­lich offe­ner Brief an Unter­neh­mer und Mar­ke­ting­pro­fis — von Ste­pha­nie Wag­ner
Ach­tung: Ein offe­ner Brief von Ihrer Zielgruppe

Ste­fa­nie Schrör: Das Grund­re­zept erfolg­rei­chen Sto­ry­tel­lings
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Ich brin­ge mit mei­nem Team Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­ge­schich­ten ins Buch
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