Verdun 1916: Die Hölle des Ersten Weltkriegs

Das 20. Jahrhundert

Verdun 1916 – Die Hölle des Ersten Weltkriegs


Ver­dun ist eine klei­ne Stadt ohne gro­ße Bedeu­tung. Eigent­lich ist sie kaum der Rede wert.
Doch dann beginnt am Mor­gen des 21. Febru­ar 1916 die deut­sche Ope­ra­ti­on „Gericht“ und lässt die beschau­li­che Klein­stadt wie spä­ter Sta­lin­grad zum Syn­onym für die Grau­sam­keit und Sinn­lo­sig­keit von Krie­gen wer­den.

Die Fra­ge ist: warum?

Soldaten in Verdun 1916 während der blutigsten Schlacht des Ersten Weltkriegs

21. Februars 1916: Der Morgen, an dem Verdun zur Hölle wurde

Ver­dun ist eine klei­ne Stadt ohne gro­ße Bedeu­tung.
Sie liegt in Loth­rin­gen an einer Fluss­schlei­fe der Maas (Meu­se), hat noch nicht ein­mal 20.000 Ein­woh­nern und ist mit einer ein­zi­gen schma­len Durch­gangs­stra­ße mit dem Rest der Welt ver­bun­den.

Ver­duns unrühm­li­cher Ein­zug in die Geschich­te beginnt in den frü­hen Mor­gen­stun­den des 21. Febru­ars 1916.

An die­sem Mor­gen beginnt die deut­sche Ope­ra­ti­on „Gericht“ mit einem Trom­mel­feu­er. Zwölf Stun­den lang feu­ert die deutsch Artil­le­rie über zwei Mil­lio­nen Gra­na­ten auf die fran­zö­si­schen Lini­en. Der Boden bebt, der Him­mel ist schwarz. Inner­halb weni­ger Stun­den wird Ver­dun zum Inbe­griff des Grau­ens.

Die fran­zö­si­schen Lini­en bre­chen, gan­ze Ein­hei­ten flie­hen in Panik.
Am 25. Febru­ar fällt das stra­te­gisch wich­tigs­te Boll­werk, Fort Douau­mont – und für einen Moment scheint es, als sei Frank­reich ver­lo­ren.

Aber Ver­dun fällt nicht.
Statt­des­sen wird die loth­rin­gi­sche Klein­stadt zum Inbe­griff der Höl­le auf Erden werden.

Karte von Verdun am Ostufer der Maas während der deutschen Offensive im Februar 1916

Ver­dun am West­ufer der Maas (Meu­se), 21.-26 Febru­ar 1916
Von Staff wri­ters — The Times Histo­ry of the War VI. Lon­don: The Times. 1914–1921

Warum Verdun? Falkenhayns Strategie der Zermürbung

Panik bricht auf fran­zö­si­scher Sei­te aus, denn nie­mand hat mit so einem Angriff gerech­net.

Kom­plet­te Ein­hei­ten lösen sich auf und flie­hen Hals über Kopf. Das mör­de­ri­sche Sperr­feu­er der Deut­schen und der unver­mit­tel­te Angriff reißt tie­fe Lücken in die Ver­tei­di­gungs­stel­lun­gen, die gesam­te Ver­tei­di­gung der Stadt steht auf der Kip­pe.

Dabei galt die Stadt als unein­nehm­bar.
Ein Jahr zuvor war das von einer fran­zö­si­schen Hee­res­kom­mis­si­on noch amt­lich fest­ge­stellt wor­den. Ein fran­zö­si­scher Gene­ral, der das anders sah, wur­de ent­las­sen.

Ver­dun ist kein wich­ti­ges Kriegs­ziel, kei­ne Haupt­stadt, kein Indus­trie­zen­trum.
Aber für Kriegs­mi­nis­ter Gene­ral Erich von Fal­ken­hayn, Chef der deut­schen Obers­ten Hee­res­lei­tung, hat die Stadt eine wich­ti­ge Bedeu­tung: Er glaubt in ihr den Schlüs­sel für den Sieg über Frank­reich gefun­den zu haben.

Man muss Frank­reich an einer Stel­le tref­fen, wo es sich zur Wehr set­zen muss – und dort auf­rei­ben“, soll Fal­ken­hayn gesagt haben.

Fal­ken­hayn glaub­te an sei­ne Stra­te­gie der Zer­mür­bung.
Wenn die Fran­zo­sen gezwun­gen wären, Ver­dun zu ver­tei­di­gen, wür­de ihr Heer letzt­lich an allen ande­ren Fron­ten zusam­men­bre­chen.

Der Plan der bei­den deut­schen Chef­stra­te­gen – Gene­ral Erich von Fal­ken­hayn als Ober­kom­man­die­ren­der und Kron­prinz Wil­helm, ältes­ter Sohn von Kai­ser Wil­helm II. – scheint auf­zu­ge­hen.

Offi­zi­ell lei­tet der deut­sche Kron­prinz sogar die Ope­ra­ti­on der 5. Armee, aber tat­säch­lich hat er Bes­se­res zu tun, als mit sei­nen Sol­da­ten in die Schlacht zu ziehen.


Kronprinz Wilhelm als Kavalier und Gentleman

… Der Kron­prinz, des­sen Rol­le und Sti­li­sie­rung als Kaval­le­rie­of­fi­zier stets beson­ders auf­fäl­lig gewe­sen war, hat­te vor dem Krieg einst schrift­lich die Süße des krie­ge­ri­schen Rei­ter­to­des für das Vater­land besun­gen.

Doch der Exkron­prinz starb nicht’, stell­te die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Pres­se 1932 nüch­tern fest und ver­wies auf die vier Jah­re, in denen für einen Hel­den­tod an der Front über­reich­lich Gele­gen­heit bestan­den hät­te. Statt­des­sen habe er 1917, da vor Ver­dun die letz­ten Forts in ‚mör­de­ri­scher Schlacht’ fie­len, per Tele­gramm bei einem Ber­li­ner Uhr­ma­cher ‚25 gol­de­ne Damen­arm­band­uh­ren mit leuch­ten­den Zif­fern­blatt’ bestellt, die ‚für 25 schö­ne Damen’ in der Nähe des Haupt­quar­tiers in Char­le­ville gedacht waren.

Aus: Ste­phan Mali­now­ski, Die Hohen­zol­lern und die Nazis: Geschich­te einer Kol­la­bo­ra­ti­on*


Europas Schlafwandler: Der Weg in den Ersten Weltkrieg

Um Ver­dun zu ver­ste­hen, muss man die Vor­ge­schich­te in jenem unheil­vol­len Som­mer 1914 ken­nen. Die Geschich­te, als die euro­päi­schen Mäch­te — allen vor­an Groß­bri­tan­ni­en, Frank­reich, Russ­land und Öster­reich-Ungarn — wie Schlaf­wand­ler* in den Ers­ten Welt­krieg tau­meln, getrie­ben von Ehre, Angst und Grö­ßen­wahn.

Der Beginn des Ers­ten Welt­kriegs ist der Höhe­punkt des Zeit­al­ters des Impe­ria­lis­mus im aus­ge­hen­den 19. und begin­nen­den 20. Jahr­hun­derts. Es sind Jah­re mit ein nicht enden wol­len­den Ket­te von inter­na­tio­na­len Kri­sen und Schar­müt­zeln.

Es geht um Macht, Ein­fluss und Kolo­nien — und eine neue Welt­ord­nung.
Denn, da sind sich alle einig, man braucht Boden­schät­ze und frisch annek­tier­te „Unter­ta­nen” um wei­ter pro­spe­rie­ren zu kön­nen und mäch­tig zu sein.

1914 Julikrise Zitat des ermordeten österreichischen Erzeherzogs Franz Ferdinand Generationengespräch

War­um Sara­je­vo? Und war­um Franz Fer­di­nand?
Mehr lesen: Sara­je­vo 1914: Sis­is ‘Franzl’ und der gro­ße Knall — Krieg oder Frieden?

Nach der bei­spiel­lo­sen Auf­rüs­tung und Moder­ni­sie­rung der euro­päi­schen Armeen und unend­lich vie­len Dro­hun­gen und Kri­sen reicht ein klei­ner Fun­ke, um das Pul­ver­fass Euro­pa in die Luft zu jagen.

Der Fun­ke zün­det schließ­lich am 28. Juni 1914, einem strah­lend schö­nen Som­mer­tag in der bos­ni­schen Haupt­stadt Sara­je­vo.

Jugend­li­che ser­bi­sche Atten­tä­ter ermor­den das öster­rei­chisch-unga­ri­sche Thron­fol­ger-Paar und ent­zün­den damit eine Kas­ka­de von Kri­sen- und Kriegs­di­plo­ma­tie, die einen Krieg als „letz­tes Mit­tel der Diplo­ma­tie” für alle unaus­weich­lich erschei­nen lässt.

Verkettung unglücklicher Umstände: Die Julikrise 1914 und ihre Folgen

Es ist Kai­ser Wil­helm II. per­sön­lich, der zu Beginn der Julikri­se 1914 alle Beden­ken vom Tisch wischt und sei­nem letz­ten ver­blie­be­nen Bünd­nis­part­ner Öster­reich-Ungarn nach der Ermor­dung des Erz­her­zogs und sei­ner Frau den­ver­häng­nis­vol­len „Blan­ko­scheck” aus­stellt.

Denn: „Viel Feind, viel Ehr’ ” ist die Devi­se aller euro­päi­scher Big Play­er im Zeit­al­ter des Impe­ria­lis­mus.

Es ist aber auch der deut­sche Kai­ser, der hoch­zu­frie­den befin­det, dass Ser­bi­en „eine Kapi­tu­la­ti­on demüt­higs­ter Art” hin­ge­nom­men habe und „jeder Grund zum Krie­ge” ent­fal­le, als Ser­bi­en frist­ge­recht auf das öster­rei­chisch-unga­ri­sche Ulti­ma­tum ant­wor­tet.

Der 83-jäh­ri­ge öster­rei­chi­sche Kai­ser Franz Joseph, Onkel des ermor­de­ten Erz­her­zogs, sieht das anders. Am 28. Juli 1914 unte­schreibt er in sei­nem Urlaubs­ort Bad Ischl die Kriegs­er­klä­rung gegen Serbien. 

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Die Schlafwandler von Christopher Clark – Standardwerk über die Ursachen des Ersten Weltkriegs und Kaiser Wilhelm II

Wie Schlafwandler steuern die Mächtigen Europas auf die Katastrophe zu

Der Ers­te Welt­krieg war kein „Unfall“, son­dern das Ergeb­nis kol­lek­ti­ver Blind­heit.

Chris­to­pher Clark, Geschichts­pro­fes­sor aus Cam­bridge, über die Vor­ge­schich­te des 1. Welt­krie­ges: 900 Sei­ten, die völ­lig zurecht zum Best­sel­ler gewor­den sind. 

Wilhelm II. wird nervös

Der Krieg als sol­cher wur­de von vie­len her­bei­ge­sehnt; nicht nur Kron­prinz Wil­helm träum­te von „Mann­haf­tig­keit”, Tap­fer­keit und dem angeb­lich süßen Ster­ben für das Vater­land.

Sein Vater hin­ge­gen, Kai­ser Wil­helm, bekommt Ende Juli 1914 kal­te Füße.
Von ihm ist bekannt, dass er zwar ger­ne gro­ße Töne spuckt, aber klein­laut wird, sobald eine Gefahr bedroh­lich näher rückt. Jetzt wird er zuneh­mend ner­vös, denn eigent­lich hat­te er fest damit gerech­net, dass sich die Lage wie­der beru­higt.

In den lan­gen Sit­zun­gen kurz vor dem Kriegs­be­ginn am 1. August sieht es für kur­ze Zeit so aus, als ob ein Ein­frie­ren des Krie­ges wenigs­tens an der West­front noch mög­lich wäre.

Wil­helm for­dert von Gene­ral­stabs­chef Molt­ke, den Schlief­fen-Plan, der bereits ange­lau­fen ist, auf der Stel­le zu stop­pen.

Es kommt zu einem hef­ti­gen Streit zwi­schen dem Kai­ser und sei­nem Gene­ral­stabs­chef, der fast in Trä­nen aus­bricht und spä­ter unter vier Augen Kriegs­mi­nis­ter Fal­ken­hayn anver­traut, „völ­lig gebro­chen zu sein, weil die­se Ent­schei­dung des Kai­sers ihm zei­ge, dass die­ser immer noch auf Frie­den hofft.”


Der Kaiser bekommt kalte Füße

… Jetzt tra­ten mili­tä­ri­sche Impe­ra­ti­ve an die Stel­le poli­ti­scher Initia­ti­ven. Der Kai­ser, der Molt­kes Ana­ly­se pha­sen­wei­se bei­zu­pflich­ten schien, war, bei all sei­nem Kriegs­ge­pol­ter, ein Zau­de­rer; er bekam, als die Kri­se sich ent­fal­te­te, kal­te Füße, in letz­ter Minu­te noch woll­te er vom Krieg zurück­wei­chen.

Aber der Kai­ser war fak­tisch nicht in der Lage, Kräf­te zu kon­trol­lie­ren, die weit mäch­ti­ger waren als er selbst. Die deut­sche mili­tä­ri­sche Pla­nung war rigi­de auf die seit lan­gem bestehen­de Stra­te­gie fest­ge­legt, zuerst die Fran­zo­sen rasch zu besie­gen und sich dann gegen die Rus­sen zu wen­den.“


Aus: Ian Kers­haw, Höl­len­sturz: Euro­pa 1914 bis 1949*


Die Prinzipien des modernen Krieges

Aus dem „Denk­zet­tel für Ser­bi­en wird ein Wel­ten­brand, auch weil vie­le Akteu­re die­sen Krieg als „rei­ni­gen­des Gewit­ter” miss­ver­ste­hen.

Aber nicht nur der Kriegs­aus­bruch kommt für die meis­ten Betei­lig­ten letzt­end­lich über­ra­schend, auch der Kriegs­ver­lauf ist so, wie ihn nie­mand vor­her­ge­se­hen hat­te: Statt nach drei Wochen sieg­reich in die Hei­mat zurück­zu­keh­ren, zog die Jugend Euro­pas in ein vier­jäh­ri­ges Blut­bad von unge­ahn­tem Aus­maß.

Denn die Kriegs-Tech­no­lo­gie hat sich wei­ter­ent­wi­ckelt, die mili­tä­ri­schen Stra­te­gien dage­gen nicht.

In den Köp­fen der Mili­tärs spukt noch die Idee vom „rit­ter­li­chen” Kampf Mann gegen Mann ver­gan­ge­ner Krie­ge her­um.

Dass Eisen­bah­nen, Tele­fo­ne, Funk und Gulasch­ka­no­nen die Logis­tik und die Orga­ni­sa­ti­on eines Krie­ges kom­plett ver­än­dern, wur­de nicht bedacht, eben­so wenig wie Flug­zeu­ge und Zep­pe­li­ne, die zunächst zur Luft­auf­klä­rung, spä­ter auch zum Bom­ben­wer­fen ein­ge­setzt werden.

Französische Reservisten überqueren 1917 auf Pferden einen Fluss auf dem Weg nach Verdun

Fran­zö­si­sche Reser­vis­ten über­que­ren 1917 mit ihren Pfer­den einen Fluss auf dem Weg nach Ver­dun. Die Auf­nah­me sym­bo­li­siert den Über­gang vom tra­di­tio­nel­len Krieg zum indus­tria­li­sier­ten Mas­sen­ster­ben des Ers­ten Weltkriegs.

Moderne Waffen, alte Denkweisen

Beson­ders tra­gisch ist, dass man glaubt, zu Pfer­de und „rit­ter­lich“ etwas gegen anony­mes Artil­le­rie-Sperr­feu­er und den Dau­er­be­schuss feind­li­cher Stel­lun­gen aus­rich­ten zu kön­nen. Wer wür­de sonst auf die Idee kom­men, Kaval­le­rie mit Säbeln und auf Pfer­den und Infan­te­ris­ten zu Fuß ins geg­ne­ri­sche Trom­mel­feu­er lau­fen zu las­sen?

Das ist eine übli­che Pra­xis in den ers­ten Schlach­ten nach Aus­bruch des Krie­ges im August 1914, die zu fürch­ter­li­chen Blut­bä­dern füh­ren. Die mili­tä­ri­sche Füh­run­gen begrei­fen das Prin­zip des „moder­nen“ Krie­ges erst wäh­rend sei­nes Ver­laufs gegen Ende des ers­ten Kriegs­jah­res 1914.

Für die­se spä­te Erkennt­nis zah­len Hun­dert­tau­sen­de Sol­da­ten auf bei­den Sei­ten einen uner­mess­lich hohen Blutzoll.

Im Westen nichts Neues: Stellungskrieg und Materialschlacht

Nach anfäng­li­chen schnel­len deut­schen Erfol­gen erstarrt die West­front ein knap­pes hal­bes Jahr nach Aus­bruch des Welt­kriegs zum Stel­lungs­krieg.

Es ist bei­den feind­li­chen Lagern unmög­lich, die geg­ne­ri­schen Stel­lun­gen zu durch­bre­chen, den Feind vom Schlacht­feld zu ver­trei­ben und wich­ti­ge stra­te­gi­sche Zie­le ein­zu­neh­men.

Logis­tik wird zum größ­ten Pro­blem, denn man muss schnell genug Sol­da­ten, Kriegs­ge­rät, Muni­ti­on und Pro­vi­ant von einem Kriegs­schau­platz zum nächs­ten brin­gen, bevor der Feind einen erfolg­rei­chen Gegen­an­griff begin­nen kann.

Einen Sieg, das ist vie­len mitt­ler­wei­le klar­ge­wor­den, wird in die­sem Krieg nur der errin­gen, der sei­ne Geg­ner zer­mürbt oder die Kriegs­kos­ten so in die Höhe treibt, dass das feind­li­che Lager nicht mehr mit­hal­ten kann und einen Frie­den um jeden Preis akzep­tiert.

Zer­mür­ben” ist daher auch die Stra­te­gie, die von Fal­ken­hayn und Kron­prinz Wil­helm im Sinn haben, als sie im Febru­ar 1916 die deut­sche Fünf­te Armee gegen die Klein­stadt Ver­dun mar­schie­ren las­sen.

An der Stadt hat man kein Inter­es­se.

Aber Ver­dun liegt stra­te­gisch güns­tig in einem rela­tiv ruhi­gen Front­ab­schnitt.
Zudem wie­gen sich fran­zö­si­sche Mili­tärs in fal­scher Sicher­heit und haben des­we­gen zahl­rei­che schwe­re Geschüt­ze abge­zo­gen — die Gar­ni­son umfasst nur noch drei Divi­sio­nen.

Mit der Schlacht um Ver­dun sol­len fran­zö­si­sche Reser­ven gebun­den, am bes­ten ver­nich­tet wer­den. Frank­reich soll „aus­blu­ten“ und zum Frie­den gezwun­gen werden.

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Filmempfehlung „Im Westen nichts Neues“ (2022): Das Schicksal deutscher Soldaten im Ersten Weltkriegs an der Westfront

Wenn Krieg jede Illusion zerstört

Im Wes­ten nichts Neu­es“ ist kein klas­si­scher Kriegs­film, son­dern ein erschüt­tern­des Psy­cho­gramm einer ver­lo­re­nen Gene­ra­ti­on.

Die bild­ge­wal­ti­ge deut­sche Neu­ver­fil­mung des Klas­si­kers von Erich Maria Remar­que zeigt scho­nungs­los, wie aus patrio­ti­scher Begeis­te­rung Angst, Trau­ma und pure Ver­zweif­lung wer­den. 4 Oscars — sehr sehenswert!

Verdun „Operation Gericht“ — ein Befreiungsschlag?

Aus stra­te­gi­scher Sicht ist der Plan der Deut­schen nicht unver­nünf­tig: Eine Stadt angrei­fen, die der Feind ver­tei­di­gen muss, und dann sei­ne Res­sour­cen durch Artil­le­rie­bom­bar­de­ments erschöp­fen und ihn zum Auf­ge­ben zwin­gen.

Das Ziel die­ser Ope­ra­ti­on ist stra­te­gisch klug gewählt, denn für die fran­zö­si­schen Ver­tei­di­ger ist Ver­dun wegen sei­ner schlech­ten Ver­kehrs­an­bin­dung ein Desas­ter.

Für die deut­schen Angrei­fer liegt sie dage­gen güns­tig, denn nur 20 Kilo­me­ter ent­fernt gibt es einen gro­ßen Bahn­hof, mit des­sen Hil­fe der Nach­schub an Muni­ti­on, Sol­da­ten, Gerät und Pro­vi­ant orga­ni­siert wer­den kann.

Doch je län­ger der Angriff dau­ert, des­to mehr ver­lie­ren sie ihre Stra­te­gie aus den Augen; ihre Zie­le ver­la­gern sich, und schließ­lich zer­fleischt sich die deut­sche Armee für eine Stadt, die sie weder will noch braucht.

Bereits im März 1916 erkennt Fal­ken­hayn, dass eine Fort­set­zung der Offen­si­ve zu vie­le Opfer for­dern wür­de.

Er besteht dar­auf, die gesam­te Ope­ra­ti­on zu been­den, kann sich aber gegen Kron­prinz Wil­helm nicht durch­set­zen. Es ist eine Ent­schei­dung, die vie­len Sol­da­ten das Leben kos­ten wird.

Erschöpfter Soldat an der Höhe 304 bei Verdun während einer Gefechtspause im Ersten Weltkrieg

Ein Sol­dat im Ers­ten Welt­kriegs an der Höhe 304 wäh­rend einer Gefechts­pau­se (bei Malancourt-Haucourt)

Philippe Pétain und der „Voie Sacrée“

Als am 25. Febru­ar 1916 die wich­ti­ge fran­zö­si­sche Ver­tei­di­gungs­stel­lung Fort Douau­mont von nur 300 deut­schen Sol­da­ten ein­ge­nom­men wird und die Ver­tei­di­gung Ver­duns kurz vor dem Kol­laps steht, wird Gene­ral Phil­ip­pe Pétain mit der Ver­tei­di­gung der Stadt betraut.

General Philippe Pétain in Uniform während des Ersten Weltkriegs, Verteidiger von Verdun 1916

Der fran­zö­si­sche Gene­ral Phil­ip­pe Pétain wäh­rend des Ers­ten Welt­kriegs. Mit dem Aus­bau des „Voie Sacrée“ orga­ni­sier­te er 1916 die Ver­tei­di­gung Ver­duns gegen die deut­sche Offensive.

Pétain war eine Art fran­zö­si­sches Pen­dant zu Hin­den­burg.

Nach dem 1. Welt­krieg wur­de er als Natio­nal­held gefei­ert, spä­ter wegen sei­ner Kol­la­bo­ra­ti­on mit den Nazis wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges als Ver­rä­ter zu lebens­lan­ger Haft ver­ur­teilt.

In der ver­zwei­fel­ten Situa­ti­on 1916 vor Ver­dun ergreift Pétain die ein­zi­ge rich­ti­ge stra­te­gi­sche Maß­nah­me: Er kom­man­diert Tau­sen­de von Män­nern zum Stra­ßen­bau ab und lässt die ein­spu­ri­ge Durch­gangs­stra­ße, die Ver­dun mit der Außen­welt ver­bin­det, zum Voie Sacrée (Hei­li­ger Weg) ausbauen.

Dank die­ser muti­gen Ent­schei­dung kön­nen kur­ze Zeit spä­ter täg­lich 6000 LKWs auf der Stra­ße fah­ren, mehr als eine hal­be Mil­li­on Sol­da­ten gelan­gen auf ihr mit Muni­ti­on und Ver­pfle­gung in die Stadt und wie­der her­aus.

Er befiehlt auch, dass die Sol­da­ten nach 15 Tagen im Schüt­zen­gra­ben eine Ruhe­pau­se brau­chen.

Täg­lich bewegt sich des­halb ein end­lo­ser Pend­ler­strom auf dem Voie Sacrée. Die einen ver­las­sen das Schlacht­feld, um sich aus­zu­ru­hen, die ande­ren mar­schie­ren in die „Kno­chen­müh­le von Ver­dun”, in der im 1. Welt­krieg fast jeder fran­zö­si­sche Sol­dat min­des­tens ein­mal gekämpft hat.

Die Hölle von Verdun

Nach einer kur­zen Pha­se rela­ti­ver Ruhe flam­men vor Ver­dun am 5. März 1916 die Kämp­fe wie­der auf. Die neue deut­sche Offen­si­ve zielt nun auf das west­li­che Ufer der Maas.

Pétain ist auf die­sen Angriff vor­be­rei­tet und hat genau dort sei­ne bes­ten Trup­pen auf­ge­stellt. Dem­entspre­chend sind die Ver­lus­te auf deut­scher Sei­te sind ver­hee­rend.

Bis Mit­te April 2016 ver­liert von Fal­ken­hayns Fünf­te Armee nicht nur Tau­sen­de Sol­da­ten, son­dern auch vie­le schwe­re Geschüt­ze. Zur Kata­stro­phe wird auch ein fran­zö­si­sches Geschoss, das ein Muni­ti­ons­la­ger der Deut­schen mit fast einer hal­ben Mil­li­on Artil­le­rie­gra­na­ten zur Explo­si­on bringt.

Deutsche Propagandapostkarte von 1916 mit eroberten französischen Kanonen bei Verdun

Deut­sche Post­kar­te mit erober­ten fran­zö­si­schen Kano­nen bei Ver­dun, abge­stem­pelt am 5.8.1916

Ils ne passeront pas!“ – Frankreich kämpft ums Überleben

Das Blut­bad geht wei­ter.
Die Deut­schen grei­fen unter fürch­ter­li­chen Ver­lus­ten von Men­schen­le­ben immer wie­der an, errin­gen aber nur mini­ma­le Gelän­de­ge­win­ne.

Trotz­dem läuft vie­les nach Plan: Der Feind wird gebun­den und zer­mürbt, die fran­zö­si­sche Armee droht — im schreck­lich-wah­ren Sinn des Wor­tes — aus­zu­blu­ten.

Auf fran­zö­si­scher Sei­te wird Gene­ral Pétain von Gene­ral Robert Nivel­le abge­löst.

Der lei­tet die psy­cho­lo­gi­sche Wen­de ein; unter sei­ner Füh­rung gewin­nen die ent­kräf­te­ten fran­zö­si­schen Trup­pen ihren Offen­siv­geist zurück. Ils ne pas­se­ront pas!“ (Sie wer­den nicht durch­kom­men), war Péta­ins Stra­te­gie. Nivel­le will mehr — er will nicht nur die Tür ver­rie­geln, son­dern die Deut­schen kom­plett hin­aus­wer­fen.

Die rücken aber wei­ter vor, zwar in win­zi­gen Etap­pen, aber sie haben die Ober­hand.
Ihr Marsch auf Ver­dun ist ver­lust­reich und unend­lich lang­sam, aber schein­bar nicht auf­zu­hal­ten. Im Juni 1916 fällt Fort Vaux, eine wei­te­re wich­ti­ge Ver­tei­di­gungs­stel­lung der Franzosen.

Die Somme-Offensive: Das nächste Blutbad beginnt

Zwi­schen den Groß­of­fen­si­ven sit­zen Tau­sen­de jun­ge Deut­sche und Fran­zo­sen in ihren Schüt­zen­grä­ben und der Höl­le aus Hun­ger, Hoff­nungs­lo­sig­keit, Unge­zie­fer und Krank­hei­ten. 

Die Sol­da­ten — die meis­ten von ihnen sind kei­ne Berufs­sol­da­ten, son­dern „Bür­ger in Uni­form“ — hocken in Matsch und Kugel­ha­gel und wün­sche sich nichts sehn­li­cher, als wie­der nach Hau­se zu dürfen.

Erschöpfte französische Soldaten des 87. Regiments im Schützengraben bei Verdun 1916

Erschöpf­te fran­zö­si­sche Sol­da­ten des 87. Regi­ments im Schüt­zen­gra­ben an der Côte 34 bei Ver­dun im Jahr 1916

Die Lage ist ver­zwei­felt.
Irgend­et­was muss gesche­hen.

Aus fran­zö­si­scher Sicht kann man nicht län­ger in der Defen­si­ve ver­har­ren und hof­fen, dass die bri­ti­sche See­blo­cka­de die Ver­sor­gungs­la­ge in Deutsch­land — und damit die Kriegs­be­reit­schaft der Deut­schen — irgend­wann in die Knie zwin­gen wer­de.

Die­se Höl­le scheint kein Ende zu nehmen.

Es geschieht etwas.

Am 1. Juli 1916 begin­nen Bri­ten und Fran­zo­sen eilig ihre seit Janu­ar geplan­te Offen­si­ve an der Som­me, um das Schlacht­feld Ver­dun zu ent­las­ten. Das Grau­en soll mit einem neu­en Grau­en bekämpft werden.

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Filmplakat von „1917“ – preisgekröntes Kriegsdrama über zwei britische Soldaten im Ersten Weltkrieg

1917 — Ein Film wie ein Albtraum ohne Pause

1917“ zieht einen mit­ten hin­ein in die zer­stör­te Welt des Ers­ten Welt­kriegs — ohne Atem­pau­se, ohne siche­ren Moment.

Dank der spek­ta­ku­lä­ren One-Shot-Insze­nie­rung erlebt man Angst, Hoff­nung und Über­le­bens­kampf so inten­siv, als wür­de man selbst durch die Schüt­zen­grä­ben der West­front lau­fen.

Auch als Prime Video*

Das Ende der Schlacht von Verdun

Trotz des neu­en zwei­ten Kriegs­schau­plat­zes zwi­schen den nord­fran­zö­si­schen Flüs­sen Som­me und Ancre bleibt die Situa­ti­on vor Ver­dun in der Schwe­be.

Bis Ende Juni 1916 rücken deut­sche Ver­bän­de in win­zi­gen Etap­pen an die Stadt her­an. Der nächs­te gro­ße Angriff am 11. Juli 1916 schei­tert aller­dings und zwingt sie erst zum Rück­zug, spä­ter in die Defen­si­ve.

Ende August 1916 wird Gene­ral von Fal­ken­hayn abge­zo­gen und über­nimmt das Kom­man­do über die neu­en rumä­ni­schen Trup­pen über­tra­gen — das kommt einer Degra­die­rung gleich.
Nun soll es der „Tannenberg“-Held Gene­ral­feld­mar­schall Paul von Hin­den­burg zusam­men mit sei­nem Stra­te­gen und Gene­ral­quar­tier­meis­ter Luden­dorff rich­ten.

Doch weder von Hin­den­burg noch sein „Kopf” Luden­dorff kön­nen ver­hin­dern, dass die Ent­las­tungs-Offen­si­ve von Bri­ten und Fran­zo­sen an der Som­me Wir­kung zeigt: Die deut­schen Stra­te­gen müs­sen immer mehr Men­schen und Mate­ri­al an den neu­en Kriegs­schau­platz schi­cken, das Blatt in Ver­dun wen­det sich.

In zähen Gegen­of­fen­si­ven gelingt es Nivel­le, Stück für Stück ver­lo­re­nen Boden zurück­zu­er­obern.

Am 24. Okto­ber 1916 beset­zen die Fran­zo­sen mit einem Groß­auf­ge­bot von 170.000 Infan­te­ris­ten, 700 Geschüt­zen und 150 Flug­zeu­gen ihre ver­lo­ren gegan­ge­ne Ver­tei­di­gungs­stel­lung Fort Douau­mont, Anfang Novem­ber ist auch Fort Vaux wie­der in fran­zö­si­scher Hand.

Am 18. Dezem­ber 1916 zie­hen sich deut­sche Trup­pen vom Schlacht­feld vor der Klein­stadt Ver­dun zurück.

Ehemaliges Schlachtfeld von Verdun nahe dem Beinhaus von Douaumont heute

Ehe­ma­li­ges Schlacht­feld im ers­ten Welt­krieg heu­te in der Nähe der Gedenk­stät­te Bein­haus von Douau­mont (fran­zö­sisch Ossuai­re de Douau­mont)
By Oeu­vre per­son­nel­le — Pho­to­gra­phie per­son­nel­le pri­se près de l’ossuaire de Douaumont

Die Bilanz der Schlacht um Ver­dun ist grau­sam.
Auf fran­zö­si­scher Sei­te sind 555.000 Sol­da­ten tot oder ver­misst, auf deut­scher 450.000.

Mit ins­ge­samt 1 Mil­li­on Gefal­le­ner und Ver­miss­ter ist Ver­dun die ver­lust­reichs­te Schlacht des Ers­ten Welt­krie­ges und wird — wie weni­ge Jah­re spä­ter Sta­lin­grad — zum Syn­onym für die Grau­sam­keit und Sinn­lo­sig­keit von Kriegen.

Mehr lesen:

Mit einem Trup­pen­trans­por­ter reist ein neu­ar­ti­ges Influ­en­za-Virus aus den USA zu den Schlacht­fel­dern des 1. Welt­kriegs, ver­brei­tet sich in rasen­der Geschwin­dig­keit und sorgt 1918 und 1919 für mil­lio­nen­fa­chen Tod rund um den Glo­bus.
Das gro­ße Ster­ben: Die Spa­ni­sche Grip­pe 1918/19

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de 2016, über­ar­bei­tet 2026


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Die Hohenzollern und die Nazis – Buch über die Verbindung zwischen Kaiserhaus und Nationalsozialismus

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Kron­prinz Wil­helm, sein Vater Wil­helm II und die Hohen­zol­lern — nach dem 1. Welt­krieg sind sie eigent­lich „arbeits­los”, wol­len sich damit aber nicht abfin­den.

Eine span­nen­de Kom­bi­na­ti­on aus Zeit­ge­schich­te, Fami­li­en­por­trät und Milieu­stu­die, die zeigt, wie der letz­te deut­sche Kai­ser und sei­ne Fami­lie beim Sturz der Wei­ma­rer Repu­blik nach­ge­hol­fen haben.


Weiterführende Beiträge zu Krieg & Kaiserreich

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Ein Platz an der Son­ne oder: Wil­helm, das Großmaul

Es sind „Empor­kömm­lin­ge” wie Albert Bal­lin, die sich mit eiser­nem Wil­len Wohl­stand und Ein­fluss erkämp­fen und damit den Rei­chen und Schö­nen im aus­ge­hen­den 19. Jahr­hun­dert das Leben schwer­ma­chen.
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Albert Bal­lin: Ham­burgs Ree­der zwi­schen Ruhm und Untergang

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Hit­lers Krieg: Sta­lin­grad Kriegs­wen­de 1942

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Opas Krieg


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Urgroß­va­ter im Ers­ten Welt­krieg: Das Bun­des­ar­chiv prä­sen­tiert auf die­sem Por­tal als 700.000 digi­ta­li­sier­te Sei­ten aus den Akten des Ers­ten Welt­kriegs, Doku­men­te und Fotos zu zahl­rei­chen Ein­zel­the­men und wei­te­re Ange­bo­te für Recher­che und Wei­ter­bil­dung rund um den Ers­ten Welt­krieg.
https://​www​.erst​erwelt​krieg​.bun​des​ar​chiv​.de/​g​e​n​e​a​l​o​g​i​e​.​h​tml


Bild­nach­wei­se

Ver­dun, east bank of the Meu­se, 21–26 Febru­ary 1916. Aus: The Times Histo­ry of the War VI. Lon­don: The Times, 1914–1921. Public Domain.
French train hor­ses res­t­ing in a river on their way to Ver­dun. Natio­nal Geo­gra­phic Maga­zi­ne, Volu­me 31 (1917), S. 338. Public Domain.

An der Höhe 304 wäh­rend einer Gefechts­pau­se (bei Mal­an­court-Hau­court)“, Foto­graf unbe­kannt, ver­öf­fent­licht in: Die Gro­ße Zeit. Illus­trier­te Kriegs­ge­schich­te, Zwei­ter Band, Ber­lin 1920, S. 212. Gemein­frei
Phil­ip­pe Pétain, foto­gra­fiert von Hen­ri Manu­el, vor 1918. Quel­le: Jan Dąbrow­ski: Wiel­ka woj­na, War­schau 1934, Ver­lag Trz­as­ka, Evert, Mich­al­ski. Gemein­frei.
Deut­sche Post­kar­te mit erober­ten fran­zö­si­schen Kano­nen bei Ver­dun, abge­stem­pelt am 5. August 1916. Public Domain
Erschöpf­te fran­zö­si­sche Sol­da­ten des 87. Regi­ments im Schüt­zen­gra­ben an der Côte 34 bei Ver­dun, 1916. Foto­graf unbe­kannt, gemein­frei.
Ehe­ma­li­ges Schlacht­feld nahe der Gedenk­stät­te Ossuai­re de Douau­mont bei Ver­dun. Foto: Oeu­vre per­son­nel­le — Pho­to­gra­phie per­son­nel­le pri­se près de l’ossuaire de Douaumont.


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Die Ver­gan­gen­heit ver­ste­hen, um mit der Zukunft bes­ser klar zu kommen

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Susan­ne Autorin bei Gene­ra­tio­nen­ge­spräch & Agen­tur für Bildbiographien
Dr. Susan­ne Gebert schreibt über Psy­cho­lo­gie, Fami­li­en­ge­schich­te und emo­tio­na­le Prä­gun­gen. In ihrem Blog „Gene­ra­tio­nen­ge­spräch“ zeigt sie, wie unse­re Kind­heit uns formt – und wie wir uns von alten Mus­tern lösen können. 

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