Was tun mit alten Familienfotos und Dokumenten?

Alte Familienfotos und Dokumente aufbewahren

Alte Foto­gra­fi­en und Doku­men­te fin­den sich oft an den unmög­lichs­ten Stel­len.
Oft sind sie dort, wo man sie nie­mals ver­mu­tet hät­te.

Ein klei­ner Tipp für alle, die immer mal wie­der zufäl­lig über schö­ne und beson­de­re Fund­stü­cke stol­pern: ein Ord­ner, ein paar Ein­steck­fo­li­en, Trenn­blät­ter und ein win­zi­ges Plätz­chen im Regal oder Bücher­schrank.

Immer wie­der beim Auf­räu­men von Dach­bo­den oder Kel­ler pas­siert es:
Plötz­lich hat man ein altes, längst ver­ges­se­nes Foto­al­bum in der Hand oder ein­zel­ne Fotos und Doku­men­te aus Groß­va­ters (und Groß­mutters) Zei­ten.

Und kei­ne Idee — vor allem: kei­ne Zeit — um sich aus­ge­rech­net JETZT damit zu beschäf­ti­gen.

Fotos und Dokumente für Ihre Familiengeschichte aufbewahren
Foto: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en

Für die­se Momen­te soll­te man gerüs­tet sein.

Beim nächs­ten zufäl­li­gen Fin­den einer beson­de­ren Foto­gra­fie oder eines alten Doku­ments wird das Erin­ne­rungs­stück sofort – sofort! – in einen dafür vor­be­rei­te­ten Ord­ner abge­legt.
Am bes­ten schon mit einem Hauch Chro­no­lo­gie und durch Trenn­blät­ter, bei­spiels­wei­se nach den Fami­li­en väter­li­cher- und müt­ter­li­cher­seits, getrennt.

Das ver­hin­dert inef­fi­zi­en­tes Hin- und Her­räu­men von „A“ nach „B“.
Denn unter „B“ — wo immer das auch sein mag (noch wei­ter hin­ten im Schrank?) — wird man es ver­mut­lich per Zufall erst wie­der nach ein paar Jah­ren fin­den.
Dann aber nach lan­gem Suchen und mit einem blö­den Gefühl, dass es doch irgend­wo sein muss …

Warum GEMEINSAMES Erinnern glücklich macht

War­um über­haupt die­ser Auf­wand?
Es gibt unzäh­li­ge Erin­ne­rungs- und „Erzähl-Mal”-Bücher für Fami­li­en, Groß­el­tern und Eltern — lei­der ste­hen sie häu­fig unge­nutzt und ver­staubt im Bücher­re­gal.

Oft ist es ein­fach viel zu viel.
Stel­len Sie sich vor, jemand wür­de Sie vor eine stei­len Berg­wand stel­len, Ihnen Seil und Klet­ter­schu­he vor die Füße wer­fen und Sie auf­for­dern, da jetzt hin­auf­zu­klet­tern.
So ähn­lich geht es Eltern und Groß­el­tern, wenn sie mit den ent­spre­chen­den Büchern kon­fron­tiert wer­de:

Zu vie­le Fra­gen, zu vie­le Erin­ne­run­gen, zu wenig Inspi­ra­ti­on …

Das Leben der Eltern ist das Buch in dem Kinder lesen

Für die, die beson­ders viel zum Fest­hal­ten von Geschich­ten und (Fami­li­en-) Geschich­te bei­tra­gen könn­ten, ist es trotz der Rat­ge­ber oft nicht ein­fach, ihre Erin­ne­run­gen zu Papier zu brin­gen.
Wo begin­nen? Was ist wich­tig und inter­es­sant für nach­fol­gen­de Genera­tio­nen? Was muss erzählt wer­den — und was nicht?

Tat­säch­lich sind es oft schein­ba­re Neben­säch­lich­kei­ten und Details, die einen Anker set­zen und Erin­ne­run­gen ansto­ßen kön­nen. Im Klar­text heißt das: ein Heft, ein Stift und eben soweit mög­lich Erin­ne­rungs­fo­tos, um mit sei­nen Gedan­ken spa­zie­ren zu gehen …

Der Start in die eigene Familiengeschichte — leicht gemacht

Das Inter­es­se an geschrie­be­nen Bio­gra­fi­en nimmt zu, auch und beson­ders bei jün­ge­ren Men­schen, die für ihren eige­nen erfolg­rei­chen Lebens­weg genau­so Vor­bil­der brau­chen wie alle ande­ren Genera­tio­nen vor ihnen.

Auch das Inter­es­se, Lebens­er­fah­run­gen und Ein­sich­ten wei­ter­zu­ge­ben, ist grö­ßer denn je — nur feh­len oft Zeit und Muse.

Familiengeschichte aufschreiben - warum Sie einfach mal anfangen sollten

Mit dem neu­en Fami­li­en­ord­ner  haben Sie den ers­ten Grund­stein gelegt.

Mit der Zeit wird eini­ges zusam­men­kom­men, und bei jeder Abla­ge ent­steht das gute Gefühl, wie­der ein Stück Lebens- und Fami­li­en­ge­schich­te dort­hin gebracht zu haben, wo sie hin­ge­hört.

Und wenn dann die Aben­de län­ger und käl­ter wer­den und der All­tag ein biss­chen ruhi­ger wird, lohnt sich ein Blick in die Samm­lung.
Am bes­ten bewaff­net mit Stift und Papier, denn man weiß nie, was einem zu den Doku­men­ten und Fotos ein­fällt. Alle Ide­en und Erin­ne­rungs­stü­cke notie­ren und zu den Fotos in den Ord­ner hef­ten und auf­be­wah­ren.

Damit haben Sie ange­fan­gen.
Wir müss­ten das alles mal auf­schrei­ben!” wird Ihnen kein schlech­tes Gewis­sen mehr berei­ten, son­dern höchs­tens die Vor­freu­de noch ein biss­chen wach­sen las­sen.

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www​.bild​bio​gra​phi​en​.de, 2016, über­ar­bei­tet 2019


Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Es reicht nicht mehr aus, die geerb­ten Foto­al­ben und Stamm­bü­cher zu hegen und zu pfle­gen, denn ihr Inhalt wird für nach­fol­gen­de Genera­tio­nen wert­los, wenn das Wis­sen dazu ver­lo­ren gegan­gen ist: 11 Tipps, die Sie beim bio­gra­fi­schen Schrei­ben beach­ten soll­ten
11 Tipps, die Sie beim bio­gra­fi­schen Schrei­ben beach­ten soll­ten

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Eine tol­le Anlei­tung für den Ein­stieg ins bio­gra­fi­sche Schrei­ben ist die­ser Rat­ge­ber des Schrift­stel­lers und Dreh­buch­au­tors Hanns-Josef Ortheil. Für alle, die Start­schwie­rig­kei­ten über­win­den oder noch ein biss­chen geziel­ter schrei­ben wol­len.
Hanns-Josef Ortheil: Schrei­ben über mich selbst. Spiel­for­men des auto­bio­gra­fi­schen Schrei­bens*, Duden Ver­lag Ver­lag, 2013

Was tun, wenn man plötz­lich sein Eltern­haus aus­räu­men muss? Die ehe­ma­li­ge Zeit-Jour­na­lis­tin Susan­ne May­er erzählt von ihren Auf­räum­ar­bei­ten im Haus ihrer Eltern.
Ein bit­ter-süßes, sehr ehr­li­ches und wun­der­bar zu lesen­des Por­trät einer Kind­heits- und Fami­li­en­ge­schich­te.
Susan­ne May­er: Die Din­ge unse­res Lebens: Und was sie über uns erzäh­len*, Ber­lin Ver­lag Ver­lag, 2019

End­lich den feh­len­den Knopf annä­hen, Lie­gen­ge­blie­be­nes erle­di­gen, Beruf­li­ches, Finan­zen und Bezie­hun­gen ange­hen und auf Vor­der­mann brin­gen — auch, wenn’s erst­mal müh­sam ist. 101 prak­ti­sche Tipps für einen ein­fa­che­ren und stress­freie­ren All­tag, die leicht zu befol­gen sind und Lust machen, sofort los­zu­le­gen. Lesens­wert!
Tala­ne Mie­d­a­ner, Coach dich selbst, sonst coacht dich kei­ner!*, mvg Ver­lag, 2009

Tipps und Tricks für die eige­ne Bio­gra­fie­ar­beit, Wis­sens­wer­tes über die digi­ta­le Bear­bei­tung alter Fami­li­en­fo­to­gra­fi­en, Fra­gen­ka­ta­lo­ge mit den ‘rich­ti­gen’ Fra­gen und vie­le Inspi­ra­tio­nen für’s Schrei­ben von Lebens­ge­schich­ten und Fami­li­en­chro­ni­ken (den­ken Sie auch an Omas bewähr­te Koch- und Back­re­zep­te!)
Frag’ Oma — Wich­tige Fra­gen an Oma und Opa*, Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, 2015, Gebun­den

Anlei­tung, Inspi­ra­ti­on und Fra­gen­ka­ta­lo­ge für’s bio­gra­fi­sche Schrei­ben
spe­zi­ell für Opas, Onkel und natür­lich auch alle ande­ren (männ­li­chen) Fami­li­en­mit­glie­der, die etwas zu erzäh­len haben.
Frag’ Opa — Wich­tige Fra­gen an Oma und Opa*, Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, 2015, Gebun­den


Lese­emp­feh­lun­gen:

Vor­bil­der: Auch Erwach­se­ne haben Vor­bil­der, meis­tens ohne es zu mer­ken. Lan­ge Zeit glaub­te man, dass ein Vor­bild immer etwas Posi­ti­ves sein müss­te. Das ist nicht rich­tig — unse­re Vor­bil­der kön­nen uns gehö­rig in die Irre füh­ren und zu Hand­lun­gen ver­lei­ten, mit denen wir uns und ande­ren scha­den. 
Rich­ti­ge und fal­sche Vor­bil­der

Wur­zeln & Flü­gel:Zwei Din­ge sol­len Kin­der von ihren Eltern bekom­men: Wur­zeln und Flü­gel.“ Goe­the. Wer sonst? Der hat­te es gut, denn zu sei­ner Zeit waren die Flü­gel und Wur­zeln noch rela­tiv klar zu defi­nie­ren. Und heu­te? Gel­ten „Hol­lis­ter“, „Aber­crom­bie & Fitch“ und „Super­dry“ als Wur­zeln oder als Flü­gel? Oder war da noch was? “Die Fami­li­en­for­scher” ist ein muti­ges neu­es Pro­jekt, das Kin­dern und Jugend­li­chen einen Weg zu ganz ande­ren Wur­zeln zeigt: zu ihren eige­nen. Und die ver­lei­hen bekannt­lich Flü­gel.
Wur­zeln und Flü­gel

Auf­schie­ben: „Mor­gen, mor­gen, nur nicht heu­te, sagen alle …“. Na, Sie wis­sen schon.
Schön ist anders, denn ‚eigent­lich‘ möch­te und müss­te man drin­gend vor­an­kom­men. Doch die „Auf­schie­be­ri­tis“ greift eben­so wie ihre nahe Ver­wand­te, die „Schreib­blo­cka­de“, ger­ne um sich. Wenn sie da ist, geht nichts mehr. Zumin­dest schein­bar. Auf­schie­ben kann aber auch sein Gutes haben und sogar nütz­lich sein: Bei­spiels­wei­se, um noch bes­ser zu wer­den..
10 Tipps gegen Auf­schie­be­ri­tis

Fotos: Die 1970er und 1980er Jah­re müs­sen ein sehr son­ni­ges Zeit­al­ter gewe­sen sein. Die­sen Ein­druck dürf­te zumin­dest bei den digi­tal nati­ves ent­ste­hen, also den „digi­ta­len Ein­ge­bo­re­nen“, die noch nie mit einer ana­lo­gen Kame­ra  foto­gra­fiert haben, wenn sie in unse­ren Foto­al­ben jener Jah­re blät­tern. Es ist alles so — gelb … sti­chig.
Bild­be­ar­bei­tung: Die gel­ben Acht­zi­ger

Opa twit­tert aus dem Schüt­zen­gra­ben: Das für den Grim­me-Preis nomi­nier­te Opa-Pro­jekt über die “Tour de Franz” von Chris­ti­an Mack
Opas Krieg

Kind­heit: Die Kind­heit ist die prä­gends­te Zeit in unse­rem Leben. Über Müt­ter und Väter, Geschwis­ter­lie­be, trans­ge­nera­tio­na­le Ver­er­bung und Kind­heits­mus­ter, die uns unser gesam­tes Leben beglei­ten.
Kin­der, Kin­der

Wei­ter­füh­ren­de Links:

Urgroß­va­ter im Ers­ten Welt­krieg ist eine span­nen­de Sei­te des Bun­des­ar­chivs für die Suche nach Groß­va­ters oder Urgroß­va­ters Schick­sal zwi­schen 1914 und 1918:
https://​www​.erst​erwelt​krieg​.bun​des​ar​chiv​.de/​g​e​n​e​a​l​o​g​i​e​.​h​tml

Die Bun­des­zen­tra­le für Poli­ti­sche Bil­dung (bpb) bie­tet ein wun­der­bar auf­ge­ar­bei­te­tes und brei­tes Spek­trum an Infor­ma­tio­nen rund um Poli­tik und Geschich­te:
https://​www​.bpb​.de/​g​e​s​c​h​i​c​h​te/

Ein Netz­werk für Namen, Namens­be­deu­tung und Namens­kun­de fin­den Sie unter:
www​.ono​mas​tik​.com

Gut geeig­net für den Ein­stieg in die Ahnen­for­schung sind kos­ten­lo­ser Exper­ten­rat und offe­ne genea­lo­gi­sche Mai­ling­lis­ten:
wiki​-de​.genea​lo​gy​.net

Bild­nach­wei­se:

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Die Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en bringt seit 2012 Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­bio­gra­fi­en als Bild­bio­gra­phi­en ins Buch und bie­tet außer­dem einen Ghost­wri­ting-Ser­vice mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie an.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auch auf unse­rer Home­page www​.bild​bio​gra​phi​en​.de

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