Vom It-Girl zur Walküre

Adolf Hitlers britische Liason: Unity Mitford www.generationengespräch.de


Unity Valkyrie Mitford ist in den 1930er Jahren eines der angesagtesten „It-Girls“ der feinen Londoner Gesellschaft.
Sie ist schön, exzentrisch und wild. 1933 beschließt sie, Adolf Hitler kennen zu lernen. Ihr Plan gelingt, aber Hitlers „Gunst“ stürzt auch sie – wie viele andere — ins Verderben.

Unity MitfordTeil 1

Es war ihre ältere Schwester Diana, die klassische Schönheit der Familie und Miss England des Jahres 1932, die Unity Mitfords Leben zweimal entscheidend verändert hat.

Das erste Mal 1929, als Diana mit der heißesten männlichen Partie auf dem britischen Heiratsmarkt vor den Traualtar tritt, mit Bryan Guinness, dem millionenschweren Erbe des gleichnamigen Bier- und Whiskyimperiums.

Aus der Masse der 11 Brautjungfern von Diana sticht die damals 15jährige Unity noch nicht besonder heraus. Aber das ändert sich.

In den kommenden Jahren wird aus der adligen Landpomeranze Unity Valkyrie Mitford – ihren zweiten Vornamen „Valkyrie“ verdankt sie ihrem Großvater, der ein großer Verehrer Richard Wagners war, – ein gefeiertes It-Girl.

Man lädt sie gerne gemeinsam mit ihrer schönen Schwester Diana zu den exklusiven Bällen und Partys der Londoner jeunesse dorée ein, denn die glamourösen Mitford-Schwestern sind immer für mindestens einen kleinen Skandal gut.

Die wilden Mitford-Schwestern

Unity ist seit ihrer frühesten Kindheit kaum zu bändigen und wächst in ihrer Teenager-Zeit auch optisch zu einer Debütantin von beträchtlichem Ausmaß heran: Mit ihrer Körpergröße von über 1 Meter 80 überragt sie fast alle, dazu kommen ihre üppige blonde Haarmähne und ihre ungezähmter Lust zur Provokation.

Sie sähe aus „wie ein riesiger Pfau“ schreibt ihre jüngere Schwester Jessica voller Bewunderung. Insgesamt gibt es sechs „Mitford-Sisters“ und einen Bruder.

Genüsslich werden die Allüren von Diana und Unity von allen britischen Gazetten gedruckt und bis ins letzte skandalöse Detail berichtet.

Damit finden Unitys und Dianas Eskapaden immer auch schnell den Weg von London nach Swinbrook, dem Sitz der Familie.

Den geplagten Eltern der wilden Schwestern verderben die Zeitungsberichte über das Leben und Treiben ihrer Töchter einige Male Toast und Earl-Grey zum Frühstück: „Wenn ich lese ‚gewisse Töchter eines Lords‘, genügt mir das. Es seid immer ihr“, schreibt Lady Redesdale genervt an ihre Töchter.

Aber es wird noch skandalöser.

Wenige Jahre nach ihrer Traumhochzeit mit Bryan Guinness lernt Unitys Schwester Diana auf einem Maskenball den Millionär und Politiker Oswald Mosley kennen.
Diana verliebt sich Hals über Kopf in den schneidigen, ganz in faschistisches Schwarz gekleideten, 15 Jahre älteren „Leader“ der „BUF“ (British Union of Fascists).

Sie lässt ihren Ehemann und Whiskyerben Bryan Knall auf Fall sitzen und zieht mit ihren beiden kleinen Kindern als Mosleys offizielle Geliebte in ein elegantes Haus am Eaton Square.

An eine Scheidung von seiner Frau Cynthia („Cimmie“) denkt Dianas neuer Liebhaber allerdings nicht im Traum, schließlich ist seine Gattin nicht Irgendwer, sondern die zweitälteste Tochter des ehemaligen Vizekönigs von Indien, Lord Curzon.

Mosleys Schwiegervater ist ungeheuer reich und hat viel Einfluss in der britischen Gesellschaft.

Aber der eigentlich Grund, weshalb sich Mosley nicht scheiden lassen will, ist der Umstand, dass bei ihrer Hochzeit im Jahr 1920 fast der gesamte europäische Hochadel einschließlich vieler Mitglieder des englischen Königshauses zu den Gästen zählten.

Das verpflichtet, sogar einen wie Mosley.

Auf der Jagd

Im Juni 1933 lernt Unity den neuen Geliebten ihrer Schwester kennen und ist begeistert. Mosleys Theorien über Faschismus und Nationalsozialismus interessieren sie dabei herzlich wenig.

Aber der attraktive Typ in seiner schwarzen Parteiuniform gefällt ihr; ebenso die Marschmusik, die Kampfgesänge und Heilrufe, kurzum der gesamte Radau, der zu jedem BUF-Auftritt gehört.

Unity wird schnell zur begeisterten Anhängerin und verkauft – als feine Aristokratin, die bis dahin jede gewöhnliche Tätigkeit als langweilig abgetan hatte – in (maßgefertigter) Parteiuniform gekleidet auf der Straße das BUF-Blatt „The Blackshirt“.

Mehr und mehr begeistert sich die Lady aber auch für den „echten“ Führer.
Unity beschließt, nach München zu reisen, um Adolf Hitler persönlich kennen zu lernen.

Ihre erste Reise nach Deutschland unternimmt sie gemeinsam mit Diana 1933, dem Jahr der „Machtergreifung“.

Ernst Hanfstaengel, genannt ‚Putzi‘, der weltgewandte Auslandspressechef der NSDAP, den die Schwestern von den Partys der feinen Londoner Gesellschaft kennen, soll dabei helfen.

Allerdings haben die Schwestern ‚Putzis‘ Einflussmöglichkeiten überschätzt, ebenso wie ihre eigene Wirkung.

Hanfstaengel schreibt später in seinen Memoiren:

„…Sie waren sehr hübsch, aber bis über die Augenbrauen derart zurecht gemacht, dass sie zu den neuerdings verkündeten Idealen deutschen Frauentums in krassem Widerspruch standen.
Sie hatten die feste Absicht, bis zu Hitler vorzudringen. Auf dem Weg zu seinem Hotel ‚Deutscher Hof‘ gab es so viele Kommentare von Vorübergehenden, dass ich mit den beiden Schwestern hinter einer Wurstbude in Deckung ging. Ich zog mein großes Taschentuch heraus und sagte: „Meine Lieben, so geht es auf keinen Fall. Sie haben nicht die geringsten Aussicht, ihn zu sprechen, wenn Sie sich nicht das Zeug vom Gesicht wischen.“

Ernst S. Hanfstaengl,  Zwischen Weißem und Braunem Haus. Memoiren eines politischen Außenseiters

Doch auch ohne Make Up und dem neuen deutschen Frauentum entsprechend zurechtgemacht, gelingt es den beiden Schwestern nicht, bis zu „IHM“ vorzudringen.

Immerhin dürfen sie den „Führer“ mehrmals bei öffentlichen Auftritten bewundern.
„Als ich Adolf Hitler sah, wusste ich, dass ich niemanden anderen lieber treffen würde!“, schreibt Unity später.

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Berlin 1933.
Gereon Raths fünfter Fall führt seine Leser direkt in die Zeit der ‚Machtergreifung‘: Reichstagsbrand, Kommunistenhetze, die letzte Reichstagswahl im März 1933. Hitler-Gegner, seine Befürworter – und die große schweigende Mehrheit, die hofft, dass der Spuk bald vorbei sein wird. Spannendes Infotainment UND spannender Krimi!

Volker Kutscher, Märzgefallene*, KiWi-Taschenbuch, März 2016 (Märzgefallene Gratis-Download im Audible-Probemonat)

Eine Urgroßmutter namens ‚Fish‘

Der Win­ter 1933/34 muss für Lord und Lady Redes­dale eine echte Eltern-Hölle gewe­sen sein.
Ihre aus Deutsch­land zurück­ge­kehrte und von Hit­ler beseelte 19jährige Toch­ter Unity ver­bringt ihre Tage mit dem Sor­tie­ren unzäh­li­ger Hitler-Fotografien, spielt in dröh­nen­der Laut­stärke das Horst-Wessel-Lied auf ihrem Gram­mo­phon ab und entbietet zu jeder Gele­gen­heit den „deut­schen Gruß“..

Unitys 16-jährige Schwes­ter Jes­sica hat zwi­schen­zeit­lich ihre Liebe zum Kom­mu­nis­mus ent­deckt und ver­teilt Lenin-Büsten im Haus.
(1936 brennt sie – noch min­der­jäh­rig – mit einem Nef­fen Wins­ton Chur­chills durch, um im spa­ni­schen Bür­ger­krieg gegen die Faschisten zu kämp­fen.)

Die explo­sive Stim­mung auf dem Fami­li­en­sitz Swin­brook droht endgültig zu eskalieren, als die älteste Schwes­ter des Sex­tetts, die spä­te­re Schrift­stel­le­rin Nancy Mit­ford, plötz­lich behaup­tet, im Stamm­baum der Fami­lie eine jüdi­sche Urgroß­mut­ter namens Fish ent­deckt zu haben.

Das trifft vor allem Diana, denn Nancy droht, Dianas Geliebten Mos­ley zu informieren, dass die Schwestern zu einem Sech­zehn­tel Juden seien.

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Die Geschichte von Unity Mitford,
Pola Negri und vielen anderen während der dramatischen Zwischenkriegszeit von 1918 bis 1939 mit Spielszenen und bislang unveröffentlichtem Original-Filmmaterial perfekt in Szene gesetzt.

Keine Wissenschaftler aus dem Off, sondern Menschen, ihre Träume und Schicksale zusammengefasst in tollen neuen und alten Bildern.Sehenswert!
Krieg der Träume 1918-1939 [3 DVDs]*, 2018, FSK 12

Das ist zuviel für die Eltern.

Zwar gilt Vater Lord Redes­dale sogar für bri­ti­sche Ver­hält­nisse als Exzentriker. Er liebt es, mit sei­nen unver­blümt vor­ge­tra­ge­nen und har­schen Mei­nun­gen Nachbarn und Freunde zu verschrecken. Aber die ständige Randale im Haus, den seine abgöttisch geliebten Töchter veranstalten, übertrifft das, was er auszuhalten bereit ist.

Ver­mut­lich ist es reine Not­wehr, als sich Lord und Lady schließ­lich von Unity über­re­den las­sen, für sie ein Sprach­stu­dium in Deutsch­land zu finan­zie­ren.

Viel­leicht haben sie auch einen klei­nen Fun­ken Hoff­nung, ihre Toch­ter könnte end­lich etwas Sinn­vol­les mit ihrem Leben anfan­gen.

Wer ist dieses Urbild einer Germanin?

Im Früh­jahr 1934 reist Unity mit einer stattlichen väter­li­chen Apa­nage von 100 Pfund im Gepäck wie­der nach Deutsch­land und quar­tiert sich im vor­neh­men Mäd­chen­pen­sio­nat der Baro­nin Laro­che in der König­straße in Mün­chen ein.
Von dort aus begibt sie sich auf die Jagd.

Gleich nach ihrer Ankunft schreibt sie an Hit­ler, bekommt aber nie eine Ant­wort.

Schließlich schafft sie es, seine pri­vate Tele­fon­num­mer her­aus­zu­fin­den, er ist aber nie zu spre­chen. Von ihrem Fri­seur bekommt sie schließlich den Tipp, dass Hit­ler samt Gefolge gerne in der „Oste­ria Bava­ria“ in Schwa­bing speist und geht deshalb jeden Tag zum Mit­tag- und zum Abend­es­sen dorthin.

Es dauert zehn Monate, bis Hitler sich end­lich ken­nen­ler­nen lässt.

Unity sitzt hart­nä­ckig jeden Mit­tag und jeden Abend mit auf­ge­schla­ge­nen Deutsch­bü­chern in der Nähe des Stamm­ti­sches, an dem sich der „Führer“ mitsamt seiner Entou­rage niederzulassen pfle­gt, wenn er in Mün­chen ist und ihm der Sinn nach böhmisch-österreichischer Küche steht.

Beim Mit­tag­es­sen am 9. Februar 1935 ist es dann end­lich soweit: „ER“ wird auf Unity auf­merk­sam und soll sich mit den Wor­ten „Wer ist denn die­ses Urbild einer Ger­ma­nin?“ nach ihr erkun­digt haben.

Unity wird an sei­nen Tisch gebe­ten.
Spä­ter schreibt sie enthusiastisch an ihre Schwes­ter Diana:

„… Ich stand auf und ging zu sei­nem Tisch. Er stand auf, schüt­telte mir die Hand, grüßte … wir spra­chen min­des­tens eine halbe Stunde mit­ein­an­der. …

Er ließ mich mei­nen Namen auf einen Zet­tel schrei­ben, was ich, wie du mir glau­ben kannst, mit zit­tern­der Hand tat … Ich kann dir nicht alles schrei­ben, wor­über wir spra­chen … er habe das Gefühl, Lon­don durch seine Archi­tek­tur­stu­dien gut zu ken­nen, und aus dem, was er gehört und gele­sen habe … sei Lon­don die beste Stadt der Welt … nie wie­der dürfe es dem inter­na­tio­na­len Juden­tum erlaubt wer­den, zwei nor­di­sche Ras­sen gegen­ein­an­der zu het­zen … schließ­lich musste er gehen.

Den Zet­tel mit mei­ner Adresse steckte er ein … mei­nen Lunch ließ er auf seine Rech­nung set­zen. Du kannst dir vor­stel­len, wie ich mich fühle. Ich bin so glück­lich, dass ich am liebs­ten ster­ben möchte. Ich glaube, dass ich das glück­lichste Mäd­chen der Welt bin. Und ich habe nichts geleis­tet, wodurch ich diese Ehre ver­dient hätte …“

Hitler und die Frauen

Unge­ach­tet sei­nes sorg­fäl­tig gepflegten Images als Mann ohne Pri­vat­le­ben, der in völ­li­ger Askese nur für Volk und Vater­land lebt, hatte Hit­ler ein sehr gro­ßes Inter­esse an Frauen (und sie an ihm).

Vor allem an sol­chen, die leicht zu beherrschen und deutlich jünger als er waren.

Gegen­über Frauen konnte der Mas­sen­mör­der von einer aus­ge­such­ten Höf­lich­keit sein“, schreibt Klaus Wieg­refe in sei­nem Arti­kel „Die Braut des Bösen“.

“ … Hitler schwor die Frauen auf sich selber ein, indem er die Begriffe Hingabe, ewige Bindung und Kinder, die ihm gehörten, mit seiner eigenen Person verknüpfte. Er stilisierte sich damit zum Ehemann aller deutschen Frauen und Vater aller deutschen Kinder …“

Aus: Heike B. Görtemaker: Eva Braun – Leben mit Hitler*

Nachdem das Kennenlernen geschafft ist, wächst Unitys Begeisterung für den „Führer“ noch mehr.

Bereits wenige Wochen nach dem Kennenlernen, am 10. April 1935, sieht man sie an Hitlers Seite beim gesellschaftlichen NS-Großereignis des Jahres, der Hochzeit Hermann Görings mit der Schauspielerin Emmy Sonnemann.

Unitys Schwes­ter Diana erinnert sich später:

„…Hit­ler war zu die­ser Zeit 45 Jahre alt, ca. 1 m 75 groß, weder dick noch dünn. Er hatte dun­kel­blaue Augen, eine helle Haut und feine, braune – stets gut gebürs­tete – Haare … Er bot einen der­art sau­be­ren und ordent­li­chen Anblick, dass fast jeder neben ihm unge­pflegt wirkte …

(In der Oste­ria:) Neben sei­nem Adju­tan­ten, meist Brück­ner oder Schaub, waren oft ein paar alte Freunde, meist Män­ner, aber auch einige Frauen anwe­send … häu­fig Hoff­mann, der Foto­graf, und Herr Wer­lin von Mercedes-Benz.
Es ging uns auf die Ner­ven, wenn sich die Kon­ver­sa­tion Autos zuwandte. Der Füh­rer war höchst inter­es­siert an Moto­ren und besaß augen­schein­lich pro­funde Kennt­nisse, wir aber lang­weil­ten uns.

Wie viele Poli­ti­ker liebte er es über Poli­tik zu reden …
Sein Essen war karg. Als Vege­ta­rier aß er Eier und Mayon­naise, Gemüse und Nudeln und trank Fachinger-Wasser. In der Oste­ria wuss­ten sie genau, was er wollte. Zu Frauen war er außer­ge­wöhn­lich höf­lich. Er ver­beugte sich und küsste die Hand, wie das in Deutsch­land und Frank­reich üblich ist …“

Unity Mitford und Eva Braun

Die vielen gemeinsamen Auftritte öffnen der 21jährigen Britin in kurzer Zeit nicht nur sämtliche gesellschaftliche Türen in der neuen High-Society des Dritten Reiches, sondern führen auch zu Gerüchten über Hitlers neuster „First Lady“.

Man tuschelt über sie hinter vorgehaltener Hand.
Dass es da eigentlich schon eine andere gibt, wird Unity ebenfalls sehr schnell zugetragen.

Sie kann es kaum fassen, als man ihr von Hitlers langjährigen Beziehung zu einem Mädchen aus München namens Eva Braun berichtet, die im Fotogeschäft von Hitlers Lieblingsfotografen Heinrich Hoffmann arbeiten soll.

Adolf Hitler und Eva Braun auf dem Berghof“ by Bundesarchiv, B 145 Bild-F051673-0059 / CC-BY-SA 3.0
Adolf Hitler und Eva Braun auf dem Berghof“ by Bundesarchiv, B 145 Bild-F051673-0059 / CC-BY-SA 3.0

Mit dem Selbstbewusstsein der britischen Upperclass beschließt Unity, den Stier bei den Hörnern zu packen und sich dieses Fräulein Braun genauer anzusehen.

Als sie in Hoffmanns Fotogeschäft ihrer mutmaßlichen Nebenbuhlerin Eva Braun gegenübersteht, um dort angeblich einen Film zum Entwickeln abzugeben, ist Unity zunächst beruhigt. Dieses schüchtern wirkende, einfach gekleidete Fräulein soll die Geliebte des „Führers“ sein?

No way!
Aber dann – so will es zumindest die Anekdote – fällt Unitys Blick beim Verlassen des Ladens auf Eva Brauns Schuhe: Ein luxuriöses und sündhaft teures Paar von Ferragamo aus Florenz, das es in Deutschland nicht zu kaufen gibt.

Ab diesem Moment soll Unity Mitford klar gewesen sein, dass sie nicht außer Konkurrenz läuft.

Copyright: Agentur für Bildbiographien, 2015 (Überarbeitet 2022)

Lesen Sie im zweiten Teil: Nachdem Unity Valkyrie Mitford endlich den “Führer” kennengelernt hat, begleitet sie ihn so oft, dass ihr Name von „Mitford“ zu „Mitfahrt“ verballhornt wird. Offiziell geht es ihr nur um „die Sache“, doch es gibt viel, was auf Liebe hinweist. Aber wie hat sie Hitler beeinflusst? War es ein Flirt mit Folgen auch für den „Führer“?
Hitlers It-Girl

Buch- und Filmempfehlungen:

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Ein spannendes Buch
das nicht nur mit dem Bild vom „blonden Dummchen“ in Hitlers Schlepptau Schluss macht, sondern auch einen sehr genauen Blick auf die Strukturen, Abhängigkeiten und Machtspielchen innerhalb der Führer-Clique wirft.
Definitiv keine Strandlektüre, aber sehr empfehlenswert für alle, die mehr über das Leben mit Adolf Hitler wissen wollen.
Heike B. Görtemaker: Eva Braun – Leben mit Hitler**, C.H.Beck Verlag, 2019

Hitler und die Frauen
Ein empfehlenswertes Buch über die Frauen der Nazigrößen und ein hervorragender Blick hinter die Kulissen der NS-Highsociety, durch den man vieles viel besser verstehen und nachvollziehen kann.
Sehr gut geschrieben und sehr lesenswert!

Anna Maria Sigmund, Die Frauen der Nazis*. Wilhelm Heyne Verlag, München, 2013

Die Historikerin Heike B. Görtemaker
in einem Buch über Hitlers ‚inner circle‘. Wer gehörte dazu? Wie lebte es sich als High-Society der Nationalsozialisten? Und welche Seilschaften überlebten den Krieg und funktionierten noch in der Bundesrepublik? Spannend zu lesen – sehr empfehlenswert!

Heike Görtemaker: Hitlers Hofstaat. Der innere Kreis im Dritten Reich und danach*, C.H.Beck Verlag, 2019

Florian Illies‘ neues Buch
über Liebe und Hass in der Zeit von 1929 bis 1939.
Er bleibt seinem Konzept aus 1913: Der Sommer des Jahrhunderts* treu und erzählt spannend, nachvollziehbar und mit wunderbar leichter Hand große Geschichte in vielen kleinen Geschichten. Sehr lesenswert!

Florian Illies, Liebe in Zeiten des Hasses: Chronik eines Gefühls 1929 – 1939*, S. FISCHER 2021

Das Lebensgefühl der Deutschen Ende der 1920er Jahre, die Zerrissenheit der Weimarer Republik zwischen Links und Rechts und ein packender Krimi nach Volker Kutschers Gereon-Rath-Krimireihe* perfekt in Szene gesetzt. Eine sehenswerte Serie für alle, die sich für die Zwanziger Jahre begeistern – und für die, die Zeitgeschichte nicht nur durch Zahlen und Fakten verstehen, sondern auch die Menschen, die damals gelebt haben, begreifen wollen.
Tom Tykwers Babylon Berlin Staffel 1-3*, 2020, FSK 12

Berlin 1934: Wie in allen Büchern der Gereon-Rath-Reihe geht es nicht nur um Spiel, Spaß und Krimi, sondern auch um das Leben der Menschen und ihre Beweggründe.
Im 6. Fall beschreibt Volker Kutscher atmosphärisch dicht das Lebensgefühl der Deutschen im Frühjahr 1934, ein Jahr nach der Machtergreifung. Ein Krimi-History-Sahneschnittchen der Extraklasse – sehr lesenswert!
Volker Kutscher, Lunapark*, KiWi-Taschenbuch, März 2018 (Lunapark Gratis-Download im Audible-Probemonat)

Die Historikerin Anja Klabunde beschreibt in ihrer spannend geschriebenen Romanbiographie den Werdegang von Magda Goebbels.
Deren Weg und die Konsequenz, mit der sie nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Kinder ausgelöscht hat, bleiben unfassbar – aber die Tragik, die hinter dieser Tat gesteckt haben mögen, werden greifbarer. Lesenswert!

Anja Klabunde, Magda Goebbels: Annäherung an ein Leben*. Goldmann Verlag, 2001

Die Geschichte der Deutschen gut, übersichtlich und verständlich erklärt.
Außer allen wichtigen Daten und Fakten gibt es viele Hintergrundinformationen und Anekdoten, die das Lesen zum Vergnügen machen und das Verstehen von historischen Entwicklungen erleichtern. Für’s Nachschlagen und zum Querlesen prima geeignet.

Christian v. Ditfurth: Deutsche Geschichte für Dummies*, Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim, 2019

Weiterführende Beiträge:

Einer der schillerndsten Frauen im Nationalsozialismus war Magda Goebbels, die Frau des Propagandaministers Joseph Goebbels.
Wer war diese Frau, die bei einem jüdischen Stiefvater aufgewachsen ist, sich nie für Politik interessiert hat und am Ende ihre eigenen Kinder dem „Führer“ opferte?
Eine Fanatikerin – oder eine Lebensmüde?
Magda Goebbels (1): “Eine schöne, schöne Frau”

Wirtschaft im “Dritten Reich”: Wirtschaftlich stand das Dritte Reich nie auf sicheren Beinen. Die Ökonomie im Nationalsozialismus war von Anfang an auf Täuschung und Expansion – Krieg – gebaut. Über Autobahnen, Arbeitsschlachten, MeFo-Wechsel, Lügen und Täuschungen – ohne die Hitlers Weg in den Krieg nie funktioniert hätte.
Autobahn und Mefo-Wechsel: Adolf Hitler, die deutsche Wirtschaft und der Weg in den 2. Weltkrieg 

Schwarze Pädagogik: Schläge und Schweigen, Verdrängen und Neu Inszenieren, sind die Muster, die Kinderseelen brechen und das Konzept der ‘Erziehung mit harter Hand’ von einer Generation auf die nächste überträgt. Über Alice Miller, Hitlers Mitläufer und Mörder und schwarze Pädagogik, die aus Opfern Täter macht.
Die Erlaubnis zu hassen

Hitler Biografie: Der Werdegang Adolf Hitlers vom geprügelten Sohn eines „erziehenden“ Vaters und einer liebevollen, aber schwachen Mutter zu einem der grausamsten Diktatoren der Menschheit.
Vom verborgenen zum manifesten Grauen: Kindheit und Jugend Adolf Hitlers

Hitlers Mutter Klara: Für die damalige Zeit hatte Adolf Hitler eine ganz „normale“ Kindheit. Disziplin, Gehorsam und Fügsamkeit waren jahrhundertelang nicht nur erste Untertanen-, sondern auch oberste Kinderpflicht. Und so wächst Adolf Hitler auf wie viele andere auch: Als Sohn eines ‘erziehenden’ — prügelnden — Vaters und einer Mutter, die zwar liebevoll, aber auch schwach ist.
Hitlers Mutter Klara

Weltwirtschaftskrise 1929: Tatsächlich ist der „Schwarze Freitag“ ein Donnerstag. Am 24. Oktober 1929 beginnen an der New Yorker Wall Street die Aktienkurse zu rutschen. Gegen Mittag wird aus Nervosität Panik, der Dow Jones sackt ab, der Handel bricht mehrmals zusammen. Der Crash wird schließlich zur Wirtschaftskrise, als jeder versucht zu retten, was noch zu retten ist – egal, zu welchem Preis.
Der Schwarze Freitag: Vom Börsenkrach zur Weltwirtschaftskrise

Linkempfehlungen:

Spiegel Online EinesTages: Die Frau an Hitlers Seite. Braut des Bösen
https://www.spiegel.de/einestages/die-frau-an-hitlers-seite-a-948728.html

Spiegel Online EinesTages: Die verrückten Mitford-Schwestern „Heil Hitler! Love, Bobo“
https://www.spiegel.de/einestages/die-verrueckten-mitford-schwestern-a-947885.html

Bildnachweise:

British politician Sir Oswald Ernald Mosley, 6th Baronet (1896-1980) and Lady Cynthia, née Cynthia Blanche Curzon (1898-1933), on their wedding day. By George Grantham Bain Collection (Library of Congress), public domain
Bundesarchiv Bild 102-10460, Adolf Hitler, Rednerposen“ von Bundesarchiv, Bild 102-10460 / Hoffmann, Heinrich / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de
Bundesarchiv, Bild 183-S33882, Hitler, Adolf: Reichskanzler, Deutschland, 20 April 1937
Adolf Hitler und Eva Braun auf dem Berghof“ by Bundesarchiv, B 145 Bild-F051673-0059 / CC-BY-SA 3.0

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5600cookie-checkVom It-Girl zur Walküre

2 Kommentare zu „Vom It-Girl zur Walküre“

  1. Liebe Frau Gebert,

    ich habe Ihren Artikel im Seniorbook gefunden und finde ihn großartig. Toll geschrieben, dicht, atmosphärisch, informativ sowieso – ich bin wirklich begeistert.

    Ich denke dass man dies unter Mitbewerbern auch ruhig mal schreiben darf. 🙂

    Kühlfächelnde Grüße aus dem Backofen und dann ein erholsames Wochenende
    Petra Schaberger

    1. Liebe Frau Scharberger, … darf man! 😉 Lieben Dank und herzliche Grüße aus dem mittlerweile etwas abgekühlten Lütjensee bei Hamburg.

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