Die Marquise de Pompadour

Sex und Politik: Die Mätressenwirtschaft

Die Gelieb­te eines mäch­ti­gen Man­nes zu wer­den, war vie­le Jahr­hun­der­te lang die ein­zi­ge Mög­lich­keit für Frau­en, poli­ti­sche Macht und Ein­fluss zu bekom­men.
Beson­ders gut funk­tio­nier­ten Sex und Poli­tik im Abso­lu­tis­mus, des­sen Mätres­sen­wirt­schaft die Welt­ge­schich­te maß­geb­lich bestimm­te.

Die berühm­tes­te und ein­fluss­reichs­te „maî­tres­se en tit­re“ war die Gelieb­te des Uren­kels des Son­nen­kö­nigs, die Mar­qui­se de Pom­pa­dour, die Köni­gin der Mätres­sen. Am Ende ihres Lebens schei­ter­te sie trotz­dem

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Sissis ‘Franzl’ und der große Knall: Krieg oder Frieden?



Ein alter Kai­ser, ein aus­ein­an­der­bre­chen­der Viel­völ­ker­staat und jugend­li­che Ver­schwö­rer, die bereit sind, für ihre Über­zeu­gung zu mor­den. Das ist der Stoff, aus dem Alb­träu­me sind.
Oder Welt­ge­schich­te.


Ein Hin­ter­grund­be­richt über die Aus­lö­ser des Ers­ten Welt­krie­ges.

Photo of Franz Josef, Emperor of Austria (1830-1916), ca. 1915, Scanned from the book The Imperial House of Hapsburg by Johann Kaufmann. Published by Braxton
Pho­to of Franz Josef, Emperor of Aus­tria (1830–1916), ca. 1915, Scan­ned from the book The Impe­ri­al House of Haps­burg by Johann Kauf­mann. Published by Braxt­on
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Ein Platz an der Sonne oder: Wilhelm, das „Großmaul”



In Ber­lin hat man mit Ser­bi­en und dem Bal­kan eigent­lich nichts am Hut, sei­ne Majes­tät, der 55-Jäh­ri­ge Kai­ser Wil­helm II — auch „Wil­helm das Großmaul”´genannt — sucht den “Platz an der Son­ne” in Über­see.
Trotz­dem gibt es für ihn und sei­ne Entou­ra­ge gute Grün­de, war­um die Deut­schen auf die Ermor­dung des öster­rei­chisch-unga­ri­schen Thron­fol­ger­paars mit einem “Denk­zet­tel für Ser­bi­en” ant­wor­ten sol­len.

Kaiser Wilhelm II zwischen 1910 und 1914, E. Bieber, Hofphotograph, Library of Congress, Prints and Photographs Division, Washington, D.C. 20540 US
Kai­ser Wil­helm II zwi­schen 1910 und 1914, E. Bie­ber, Hof­pho­to­graph, Libra­ry of Con­gress, Prints and Pho­to­graphs Divi­si­on, Washing­ton, D.C. 20540 US
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Die Großmutter Europas (II): Onkel Leopold

Manch­mal sind Män­ner ein­fach die bes­se­ren Müt­ter.
Onkel Leo­pold hilft sei­ner Nich­te Vic­to­ria durch ihre ein­sa­me und trost­lo­se Jugend. Jetzt sitzt sie als 18-jäh­ri­ge Queen auf dem bri­ti­schen Thron, strotzt vor Selbst­be­wusst­sein und wei­gert sich zu hei­ra­ten. Wie­der ist er es, der dafür sorgt, dass die stör­ri­sche jun­ge Queen end­lich unter die Hau­be kommt und beweist dabei ein sehr geschick­tes hei­rats­po­li­ti­sches Händ­chen: Mit ihrem Cou­sin Albert fin­det sie nicht nur den pas­sen­den Prinz­ge­mahl, son­dern auch — und das ist kei­ne Schmon­zet­te — die gro­ße Lie­be ihres Lebens.

Manchmal sind Männer die besseren Mütter
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Pains and Penalities: Scheidung auf britisch

Viel mehr als die Mode, kei­ne gepu­der­ten Perü­cken mehr zu tra­gen, die Stil­epo­che Regen­cy und eini­ge Gebäu­de und Parks in Lon­don hat der bri­ti­sche Prinz­re­gent und spä­te­re König Geor­ge IV. nicht zustan­de gebracht.
Das ist kaum ver­wun­der­lich, schließ­lich hat er sein hal­bes Leben lang ver­sucht, sich von sei­ner unge­lieb­ten Ehe­frau Caro­li­ne schei­den zu las­sen, was viel schwie­ri­ger als erwar­tet ist, weil sich auch noch Volk und Par­la­ment ein­mi­schen.

George IV von England Lithographie 1821
Geor­ge IV (1821) by G. Atkin­son, Brigh­ton, UKIm­me­dia­te source: Samm­lung de Salis
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Mätressenwirtschaft, Revolution und die große Liebe



Das 18. Jahr­hun­dert ent­deckt die Lie­be.
1762 erfin­det der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Jean-Jac­ques Rous­se­au ver­se­hent­lich die Mut­ter­lie­be, rund 30 Jah­re spä­ter fegt die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on das “Anci­en Régime” aus sei­nen Paläs­ten. Damit hat auch die Mätres­sen­wirt­schaft aus­ge­dient, denn ab sofort kön­nen Ehe­paa­re sich schei­den las­sen. Den Rest erle­digt Napo­le­on Bona­par­te, der ein neu­es Gefühl — die Lie­be — nach Euro­pa bringt.


Mätressenwirtschaft Revolution und die große Liebe
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Queen Victoria: Die Großmutter Europas (I)

Queen Vic­to­ria (1819 – 1901) drück­te dem 19. Jahr­hun­dert ihren Stem­pel auf und bestimm­te als „Groß­mutter Euro­pas“ auch die Geschich­te des 20. Jahr­hun­derts.

Ihr Leben fing mehr als beschei­den an, vater­los und mit einer Mut­ter, die sie als eine Art Faust­pfand für die eige­ne Zukunft betrach­tet.
Zwei Onkel bestim­men Vic­to­ri­as Schick­sal: Ihr selt­sa­mer Onkel Geor­ge, von dem sie über­ra­schend den bri­ti­schen Thron erbt, und Onkel Leo­pold, der sich um ihr Lebens­glück und ihre Zukunft küm­mert.

Queen Victoria, 1847, Ölgemälde von Franz Xaver Winterhalter
Queen Vic­to­ria, 1847, Ölge­mäl­de von Franz Xaver Win­ter­hal­ter
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Szenen einer arrangierten Ehe

"Farmer George" König George III. Großvater von Queen Victoria
Por­trait of Geor­ge III of the United King­dom (1771/1772), Johan Zoff­a­ny , Roy­al Collec­tion object 402939, gemein­frei

Das Dra­ma beginnt.
Der Prince of Wales Geor­ge kann sei­ne Finan­zen nicht in Ord­nung hal­ten. Von sei­nem auf­wän­di­gen Lebens­stil fast rui­niert, wil­ligt er in einen Hei­rats­han­del mit dem Par­la­ment ein: Sei­ne Schul­den wer­den bezahlt, dafür hei­ra­tet er sei­ne Cou­si­ne Caro­li­ne von Braun­schweig. Das ein­zi­ge Pro­blem: Das Braut­paar kann sich nicht aus­ste­hen, ein Umstand, dem die legen­dä­re Queen Vic­to­ria wenig spä­ter Leben und Kro­ne ver­dankt.

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