Die Großmutter Europas (II): Onkel Leopold

Eine Kindheit in besseren Kreisen ist im Großbritannien des 19. Jahrhunderts kein Zuckerschlecken. Diese Erfahrung muss auch Prinzessin Victoria machen, die vereinsamt und unglücklich bei ihrer Mutter im Kensington Palast aufwächst.

Aber Victoria hat Glück. Sie hat Onkel Leopold, der sich um ihre Zukunft und den passenden Prinzgemahl kümmert.

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Eine Kindheit in besseren Kreisen

Eine Kindheit im 19. Jahrhundert war auch als Spross einer Adelsfamilie oder einer bürgerlichen Upper-Class-Sippe kein Zuckerschlecken.
Für schreckliche Kindheitserfahrungen brauchte man – wie in Queen Victorias Fall – keinen John Conroy.

Kinder galten wahlweise als kleine Erwachsene oder – wenn sie „ungezogen“ waren – als eine Art wilder Tierchen, die man mit Zucht und Ordnung in den Griff bekommen musste.

Selbstgenügsamkeit, Fleiß, Pflichtbewusstsein und Gehorsam – vor allem Gehorsam – waren erste Kinderpflicht.

Besonderes Aufheben um Kinderseelen, Zärtlichkeiten oder sogar Mutterliebe waren nicht üblich und galten sogar als schädlich, denn niemand wollte den Nachwuchs „verzärteln und verweichlichen„.

Wer als höhere Tochter oder höherer Sohn zur Welt kam, musste in der Regel mit einem gelegentlichen Händedruck als Höhepunkt elterlicher Zuwendung auskommen.

Bis auf wenige goldene Ausnahmen war die Botschaft der neuen Zeit bei den meisten Eltern und Pädagogen noch nicht angekommen.

Die revolutionär neuen Ideen in Sachen Mutterliebe und romantischer Liebe, die seit der französischen Revolution und den napoleonischen Kriegen im Umlauf sind, verändern die Gewohnheiten und den Alltag von Kindern in Großbritannien nur quälend langsam.

Die unglückliche Kindheit von Queen Victoria

Schauermärchen und Prügel

Die Erziehung mit harter Hand zu einem ordentlichen und charakterstarken Menschen war in den besseren Kreisen selbstverständlich keine Sache der vielbeschäftigten Eltern, sondern lag in den Händen von Gouvernanten und Hauslehrern, denen die Kinder oft unbeaufsichtigt und hilflos ausgeliefert waren.

Es kam schon mal vor, dass im Kinderzimmer ein ganz persönliches Süppchen in Fragen der Erziehung gekocht wurde: Kinder, die zu pädagogischen Zwecken stundenlang in Schränke eingesperrt wurden, waren keine Seltenheit (böse Zungen behaupten, dass sich die Gouvernante in der Zeit ein Päuschen gegönnt hat).

Schauermärchen mit bösen Wölfen und Monstern sollten zur Abschreckung dienen und galten als pädagogisch besonders wertvoll.

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In den öffentlichen Schulen und Internaten wurde geprügelt, was die Rute hergab körperliche Züchtigung galt neben Furcht und Angst als d a s pädagogische Allheilmittel gegen jede Form von eigenem Willen.

Zur Not auch als „Vorbeugung“.

So mancher hatte übrigens nach seinen Jugenderlebnisse Gefallen an der Rute gefunden: So wird beispielsweise von Victorias späteren Lieblings-Premierminister, Lord Melbourne, behauptet, er hätte sich als Erwachsener privat gerne verhauen lassen.

Jean-Jacques Rousseau berichtet über seine Vorliebe für Schläge als Erwachsener sogar selbst in einem seiner Bücher.

König Leopold und seine beiden Sorgenkinder

Victorias Onkel Leopold, der Bruder ihrer Mutter Victoire und Witwer der unglücklichen britischen Thronerbin Charlotte, ist der einzige Lichtblick in Victorias Kindheits- und Jugend-Tristesse.

Seit 1830 amtiert er als Leopold I. als erster gewählter König der Belgier und hat trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – immer Zeit für seine unglücklichen Nichten und Neffen.

Fast unbemerkt und über viele Jahre unterhält er einen regen Briefwechsel mit seiner einsamen und unverstandenen Nichte Victoria.

Leopold I., König der Belgier, Gemälde von Franz Xaver Winterhalter, gemeinfrei
Leopold I., König der Belgier, Gemälde von Franz Xaver Winterhalter, gemeinfrei

Mit seinen Briefen versucht er, ihre mangelhafte Bildung zu verbessern, empfiehlt Bücher und schickt ihr Manuskripte als Lesestoff.
Er ist ihr wichtigster Ratgeber, auch und vor allem im Dauerstreit mit ihrer Mutter und deren Schatten John Conroy.

Victoria ist allerdings nicht Leopolds einziges Sorgenkind.
Auch sein Neffe Albert, Sohn seines Bruders Ernst von Sachsen-Coburg-Saalfeld, leidet unter schwierigen Familienverhältnissen.

Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Saalfeld

Prinz Albert wird wie seine Cousine Victoria 1819 geboren und ist der jüngste Sohn im winzigen Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld, das mit knapp 1500 Quadratkilometern nicht viel größer ist als ein herzögliches ‚Lummerland‘.

Doch der Haussegen hängt in diesem Lummerland gehörig schief, denn die Ehe von Herzog und Herzogin ist zerrüttet.

Alberts Vater, Herzog Ernst, hat nach der Geburt seiner beiden Söhne kein Interesse mehr an seiner jungen Frau Luise und beansprucht für sich das Recht, eine außereheliche Beziehung zu führen.

Allerdings hält er nichts von der Idee, seiner Frau das gleiche Recht einzuräumen.

Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, Lithographie von Franz Hanfstaengl, 1840
Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, Lithographie von Franz Hanfstaengl, 1840

Das stört die Herzogin zunächst nicht. Von den Vorstellungen ihres Gemahls hält sie nichts – und lässt sich unglücklicherweise dabei drei Mal erwischen.

Das erste Mal bei einer vermutlich nur platonischen Tändelei, deren Aufdeckung zu einem heftigen Ehekrach führt.
Das zweite Mal ist es ernster, denn Luise hat vermutlich eine ernstzunehmende Affäre mit einem Kammerjunker namens von Bülow. Als die auffliegt, landet die Angelegenheit vor einer herzoglichen Kommission und wird akribisch untersucht.

Nach der dritten Liebschaft seiner Gattin ist Schluss mit der herzoglichen Geduld. Herzog Ernst lässt sich scheiden, verbannt seine untreue Ehefrau und erlässt zudem eine Kontaktsperre zwischen Mutter und Söhnen.

Albert sieht seine Mutter als Fünfjähriger zum letzten Mal.
Als er 11 Jahre alt ist, stirbt sie in Paris an Gebärmutterhalskrebs.

Die Erziehung zum Prinzgemahl

Äußerlich wächst Albert zu einem gutaussehenden, ernsten, pflichtbewussten und ein wenig pedantischen jungen Mann heran, dem der frühe Verlust seiner Mutter nicht anzumerken ist.

Nur seiner ältesten Tochter Victoria (der späteren Mutter des deutschen Kaisers Wilhelm II.), zu der er ein besonders enges Verhältnis hat, vertraut er einmal an, dass seine Kindheit „unglücklich und elend“ gewesen sei und er sich oft „aus dieser Welt fortgewünscht“ habe.

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Vermutlich liegt Onkel Leopold das Schicksal seiner Nichte Victoria und seines Neffen Albert wirklich am Herzen; aber er ist eben auch König, Politiker, Stratege und ein „Kind seiner Zeit“.

Denn Europa kämpft in jener Zeit immer noch mit den Folgen der Kriege gegen Napoleon, der mit seinen Armeen und Verbündeten den europäischen Kontinent überrannt und jahrhundertealte Monarchien einfach weggefegt hatte.

Die neue Friedensordnung, die der Wiener Kongress nach zähem Ringen ausgehandelt hat, wird zwar einigermaßen umgesetzt; aber die neuen europäischen Machtverhältnisse sind wacklig.

Sämtlichen Monarchen sitzt der „Napoleon“-Schock noch in den Knochen.

König Leopold versucht, die brüchige neue europäische Ordnung zu stabilisieren – und vor allem das kleine Belgien, das ihn zum König gewählt hat, vor den Machtgelüsten der großen Nachbarn zu schützen.

Er setzt dabei auf das stärkste Bündnis jener Zeit: Aufs vernünftige Heiraten, so wie es seit Jahrhunderten zwischen den Herrscherhäusern Europas praktiziert worden ist.

Er selbst hatte kurz nach seiner Thronbesteigung als gewählter König der Belgier die französische Königstochter Louise von Orléans geheiratet, um eventuellen Begehrlichkeiten des großen Nachbarn Frankreich am kleinen und jungen Königreich Belgien vorzubeugen.

Seinen Coburger Neffen Ferdinand bringt er bei der portugiesischen Königin Maria II. unter – und selbstverständlich hat er auch Pläne für seine Schützlinge Victoria und Albert.

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Um herauszufinden, ob sein Neffe tatsächlich für die schwierige Position eines britischen Prinzgemahls geeignet ist – immerhin wäre er Untertan seiner Frau -, lässt er sich regelmäßig von dessen Hauslehrer Bericht erstatten.

Als absehbar wird, dass Victoria die neue Königin der Briten werden würde, schickt er Albert einen seiner engsten Berater, der einen Maßnahmenkatalog für die Erziehung des zukünftigen Prinzgemahls festlegt.

Unter anderem wird vorgeschlagen:

„… so verlangt die Gewissenhaftigkeit, dass man zuerst ihm das Schwierige des Unternehmens von allen Seiten darstelle.
Schreckt ihn dies nicht ab, so treten nach meiner Meinung zwei Notwendigkeiten ein. Die erste ist die einer planmäßigen, konsequent durchgeführten Erziehung für seine künftige Laufbahn mit steter Rücksicht auf das so eigentümliche Land und Volk, und die zweite ist die, sich die Neigung der Prinzessin noch vor der Bewerbung zu gewinnen und die Bewerbung selbst nur erst auf diese Neigung zu gründen.“

Die ersten Affären als Königin

Victoria denkt gar nicht daran, sich verheiraten zu lassen. Sie ist froh, dem Kensington-System ihrer Kindheit entkommen zu sein, und fürchtet, dass ein Mann versuchen würde, sie wie ihre Mutter und deren Berater John Conroy zu beherrschen.

Außerdem hat sie – zu dieser Zeit nicht unbegründet – Angst vor Schwangerschaften.

Den Briten ist das zunächst egal und sie jubeln, als sie 1837 ihren greisen Onkel Wilhelm IV. beerbt und als blutjunge Queen Victoria den Thron besteigt.

Queen Victoria, 1847, Ölgemälde von Franz Xaver Winterhalter
Queen Victoria, 1847, Ölgemälde von Franz Xaver Winterhalter

Nach George III., der die letzten 20 Jahre seines Lebens im Delirium verbrachte, seinem Sohn George IV., der die Briten mit seiner Arroganz und Maßlosigkeit zur Weißglut ärgerte, und schließlich seinem eher rustikalen Bruder Wilhelm IV., der von Glanz, Etikette und vornehmen Benehmen ungefähr so weit entfernt war wie die stinkende, mit Schmutz und Unrat überfrachtete Themse der damaligen Zeit von einem Trinkwasserresservoir, feiern sie ihre junge Königin als Lichtblick nach einem sehr, sehr langen dunklen Tunnel.

Die ersten zwei Jahre als Königin schlägt sich Victoria überraschend gut.

Zu ihrem großen Glück findet sie in „ihrem“ ersten Premierminister, Lord Melbourne, einen väterlichen Freund und Ratgeber, der sie bis zu Kleiderfragen geschickt um politische und sonstige Klippen ihres neuen Königinnen-Daseins manövriert.

Dann patzt sie zwei Mal kurz hintereinander und stolpert durch zwei Affären, die sie erheblich an Ansehen kosten.

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Beim ersten Skandal unterstellt sie einer Hofdame, die an einem Lebertumor erkrankt ist, eine uneheliche Schwangerschaft. So viel Herzlosigkeit ihrer jungen Königin empört die Briten.

Politisch gravierender ist allerdings der zweite Skandal, die sogenannten „Hofdamen-Affäre“. Die beginnt damit, dass sich Victoria halsstarrig weigert, auch einige Damen als Hofdamen zu akzeptieren, die zur politischen Partei der Torys gerechnet werden.

Die Wahl der Hofdamen sei ihre Privatangelegenheit.
Findet sie und beharrt auf ihrem Irrtum, denn privat ist für eine britische Königin – Großbritannien ist seit Jahrhunderten eine konstitutionellen Monarchie – so gut wie gar nichts.

Zwar schafft sie es durch ihre Weigerung ihren Lieblings-Premier Melbourne, der zur Partei der Whigs gehört, im Amt zu halten, denn sein Tory-Konkurrenten und designierter Nachfolger, Sir Robert Peel, will ohne königliche Hofdamen, die seiner Partei nahe stehen, nicht antreten und zieht sich schmollend zurück.

Aber der Schaden ist angerichtet und der parlamentarische Betrieb Großbritanniens durch die Königin höchstpersönlich beträchtlich ins Stolpern geraten.Darüber ist das Volk not amused.

Die „Hofdamen-Affäre“ wird in der Öffentlichkeit als grobe Einmischung der Königin in die Angelegenheiten des Parlaments gesehen und dort hat Victoria gemäß des britischen Bills of Right nichts zu suchen.

Sie solle sich endlich verheiraten, ist eine Forderung, die immer häufiger auf der Straße, in der Presse und in den feinen Salons und Clubs zu lesen und zu hören ist.

Ein Ehemann, so die allgemeine Hoffnung, könnte sie vielleicht etwas mäßigen, denn mit zunehmendem Selbstbewusstsein entwickelt Victoria auch den Eigensinn, für den sie später berühmt und berüchtigt sein wird.

Onkel Leopolds akribisch vorbereiteter Plan für Nichte und Neffe nimmt Fahrt auf.

Copyright: Agentur für Bildbiographien, www.bildbiographien.de, 2017, überarbeitet 2022

Lesen Sie im nächsten Beitrag:Albert ist wirklich so übermäßig attraktiv, so schöne Augen und eine exquisite Nase und so ein hübscher Mund. Eine schöne Figur, breit in den Schultern mit einer feinen Taille.“ Kein Zweifel – Königin Victoria ist verliebt. Aber wie wird sich der deutsche Prinz Albert zurechtfinden – als Untertan seiner Ehefrau?
Die Großmutter Europas (3): Victoria und Albert

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Der Historiker Bill Bryson
über die Geburtszange, Kindheit und Erziehung im Empire, den Puderperücken-Knall des Absolutismus und vielem mehr.

Bill Bryson, Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge*, Goldmann Taschenbuch, 2013
Sehr hörenswert ist übrigens das Hörbuch*, gelesen von Rufus Beck ( im Audible-Probemonat kostenlos)

Victoria & Albert mit deutlich weniger Bling-Bling als bei anderen Verfilmungen, dafür aber mit einem sehr genauen Blick auf die Vorgeschichte der beiden, Alberts Schwierigkeiten, sich in seiner Rolle als titelloser Ehemann der Königin zurechtzufinden, und Victoria als Herrscherin eines Weltreichs, die gleichzeitig eine liebende Ehefrau ist. Sehenswert!
Victoria – Staffel 1*, Edel Music & Entertainment GmbH, 2017, 5 Stunden und 48 Minuten

Nicht nur die großen Seuchen, sondern auch die Krankheiten der Mächtigen
haben Geschichte geschrieben.
Medizinhistoriker Gerste schreibt faktenreich und amüsant wie Krankheiten Weltgeschichte gemacht – oder zumindest beeinflusst – haben. Ein großartiges Buch und sehr lesenswert für alle, die sich für Geschichte interessieren.

Roland D. Gerste, Wie Krankheiten Geschichte machen: Von der Antike bis heute*, Klett-Cotta, 2019

5000 Jahre Weltgeschichte:
Das brillante Begleitbuch der sechsteiligen ZDF-Reihe von Hans-Christian Huf und Gero von Boehm, wunderbar und augenzwinkernd gesprochen von Hape Kerkeling.
Unerreicht hörenswert!

Hans-Christian Huf, Gero von Boehm, Unterwegs in der Weltgeschichte*, Random House Audio, 2011

Ein spannendes Buch über die Zeit,
als alle, die in Europa Rang und Namen hatten (… und etwas zu sagen …)
miteinander verwandt waren. Sehr unterhaltsam und mit feiner Ironie geschrieben – sehr informativ und lesenswert!

Leonhard Horowski, Das Europa der Könige*, Rowohlt Buchverlag, März 2017, 1120 Seiten

Weiterführende Beiträge:

Mit „Mutterliebe“ hatte der französische Philosoph Jean-Jacques Rousseau nichts im Sinn, als er 1762 seinen Roman „Emile oder über die Erziehung“ veröffentlichte. Eigentlich wollte er mit seinem Roman ein Zeichen gegen die absolutistische Ständegesellschaft setzen, die ihn anwiderte. Doch dann kommt die Französische Revolution und Muttetschaft wird bald zum einzigen Lebensinhalt von Frauen.
Die Erfindung der Mutterliebe

Das Kensington-System: Victorias Leben fängt mehr als bescheiden an, ohne Vater und mit einer Mutter, die sie als eine Art Faustpfand für die eigene Zukunft betrachtet. Zwei Onkel bestimmen Victorias Schicksal: Ihr seltsamer Onkel George, den sie auf dem britischen Thron beerben wird, und Onkel Leopold, der sich um ihr Lebensglück und ihre Zukunft kümmert.
Die Großmutter Europas (I)

Die französische Revolution, Napoleon und die große Liebe: Mutterliebe, wahre Liebe und das Scheidungsrecht kamen in Kontinental-Europa als Folge der französischen Revolution und mit Napoleon in Mode. Mehr über die „neuen“ großen Gefühle:
Mätressenwirtschaft, Revolution und die große Liebe

Liebe: Wer kennt es nicht, wenn sich der Liebste nach wenigen Wochen plötzlich rarmacht, um Bedenkzeit bittet, seltsame Erklärungen stammelt und schließlich zu einer anderen entschwindet? Fremdgehen hat nicht immer etwas mit Liebe zu tun: Forscher sind einem Casanova-Gen auf der Spur, das Menschen anfällig für Affären macht.
Ist Fremdgehen angeboren?

Bildnachweise:

Original: Leopold I., König der Belgier, Gemälde von Franz Xaver Winterhalter, gemeinfrei
Prinzessin Victoria im Alter von vier Jahren, 1823, von Stephen Poyntz Denning (1795–1864) – Dulwich College Picture Gallery, Gemeinfrei
Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, Lithographie von Franz Hanfstaengl, 1840, Gemeinfrei
Victoria, 1847, Ölgemälde von Franz Xaver Winterhalter – Original painting owned by the Royal Collection. Source of photograph unknown, Gemeinfrei

Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschichte & Psychologie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich bringe mit meinem Team Lebens-, Familien- und Unternehmensgeschichten ins Buch und schreibe als Ghostwriterin Bücher mit den Schwerpunkten Geschichte und Psychologie.

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