Die Großmutter Europas (II): Onkel Leopold

Leo­pold I., König der Bel­gi­er, Gemäl­de von Franz Xaver Win­ter­hal­ter

Manch­mal sind Män­ner ein­fach die bes­se­ren Müt­ter.
Onkel Leo­pold, seit 1831 gewähl­ter König von Bel­gi­en, hilft der zukünf­ti­gen bri­ti­schen Köni­gin Vic­to­ria durch ihre ein­sa­me und trost­lo­se Jugend. Jetzt sitzt sie als 18jährige Queen auf dem bri­ti­schen Thron, strotzt vor Selbst­be­wusst­sein und wei­gert sich zu hei­ra­ten.
Wie­der ist es Onkel Leo­pold, der dafür sorgt, dass sei­ne stör­ri­sche Nich­te end­lich unter die Hau­be kommt. Mit ihrem Cou­sin Albert fin­det sie dank ihres Onkels nicht nur den pas­sen­den Prinz­ge­mahl, son­dern auch — und das ist kei­ne Schmon­zet­te — die gro­ße Lie­be ihres Lebens.

Eine Kindheit in besseren Kreisen

Eine Kind­heit als Spross einer Adels­fa­mi­lie oder einer bür­ger­li­chen Upper-Class-Sip­pe war im 19. Jahr­hun­dert in Groß­bri­tan­ni­en (und auch andern­orts) kein Zucker­schle­cken. Für schreck­li­che Kind­heits­er­fah­run­gen brauch­te es — wie in Vic­to­ri­as Fall — kei­nen John Conroy.

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Prin­zes­sin Vic­to­ria im Alter von vier Jah­ren, 1823, von Ste­phen Poyn­tz Den­ning (1795–1864) — Dul­wich Col­le­ge Pic­tu­re Gal­le­ry, Gemein­frei

Wer als höhe­re Toch­ter oder höhe­rer Sohn zur Welt kam, muss­te in der Regel mit einem gele­gent­li­chen Hän­de­druck als Höhe­punkt elter­li­cher Zuwen­dung aus­kom­men.

Selbst­ge­nüg­sam­keit, Fleiß, Pflicht­be­wusst­sein und Gehor­sam – vor allem Gehor­sam – waren ers­te Kin­der­pflicht. Die Erzie­hung zu einem ordent­li­chen und cha­rak­ter­star­ken Men­schen war natür­lich kei­ne Sache der viel­be­schäf­tig­ten Eltern, son­dern lag in den Hän­den von Gou­ver­nan­ten und Haus­leh­rern, denen die Kin­der unbe­auf­sich­tigt und hilf­los aus­ge­lie­fert waren.


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Es kam schon vor, dass im Kin­der­zim­mer ein ganz per­sön­li­ches Süpp­chen in Fra­gen der Erzie­hung gekocht wur­de: Kin­der die zu päd­ago­gi­schen Zwe­cken stun­den­lang in Schrän­ke ein­ge­sperrt wur­den, waren kei­ne Sel­ten­heit (böse Zun­gen behaup­ten, dass sich die Gou­ver­nan­te in der Zeit ein Päu­schen gegönnt hat). Schau­er­mär­chen zur Abschre­ckung waren üblich und gal­ten als päd­ago­gisch sinn­voll.

In den öffent­li­chen Schu­len und Inter­na­ten wur­de geprü­gelt, was die Rute her­gab. Die kör­per­li­che Züch­ti­gung galt neben Furcht und Angst als d a s päd­ago­gi­sche All­heil­mit­tel gegen alles, und kam auch zur Vor­beu­gung zum Ein­satz.

Vic­toire mit ihrer Toch­ter Vic­to­ria, Von Hen­ry Bone, https://​www​.tele​graph​.co​.uk/​c​u​l​t​u​r​e​/​d​o​n​o​t​m​i​g​r​a​t​e​/​3​5​6​0​6​2​6​/​Q​u​e​e​n​-​V​i​c​t​o​r​i​a​-​t​h​e​-​o​r​i​g​i​n​a​l​-​p​e​o​p​l​e​s​-​p​r​i​n​c​e​s​s​.​h​tml, Gemein­frei

So man­cher hat­te übri­gens wegen sei­ner Jugend­er­leb­nis­se Gefal­len an der Rute gefun­den; so wird bei­spiels­wei­se von Vic­to­ri­as Lieb­lings-Pre­mier, Lord Mel­bourne, behaup­tet, er hät­te sich als Erwach­se­ner pri­vat ger­ne ver­hau­en las­sen (Jean-Jac­ques Rous­se­au auch; er berich­tet dar­über sogar selbst in einem sei­ner Bücher).

Der men­ta­le Umbruch Euro­pas nach Napo­le­ons Krie­gen, die revo­lu­tio­när neu­en Ide­en in Sachen Mut­ter­lie­be und roman­ti­scher Lie­be ver­än­der­ten Gewohn­hei­ten und All­tag sowohl auf dem Kon­ti­nent als auch auf den bri­ti­schen Inseln quä­lend lang­sam.

Bis auf weni­ge gol­de­ne Aus­nah­men war die Bot­schaft Jean-Jac­ques Rous­se­aus bei den meis­ten Eltern und Päd­ago­gen noch nicht ange­kom­men.

König leopold
und seine Seine Sorgenkinder

Ein Licht­blick in Vic­to­ri­as Jugend-Tris­tesse ist Onkel Leo­pold, der Bru­der ihrer Mut­ter.

Prin­zes­sin Vic­to­ria mit Spa­ni­el Dash, Sir Geor­ge Hay­ter, 1833, Von nach Geor­ge Hay­ter — First upload: Scan­ned from Hib­bert, Chris­to­pher (2000) Queen Vic­to­ria: A Per­so­nal Histo­ry, Lon­don: Har­per­Col­lins, ISBN 0–00-638843–4, and then colour adjus­ted and repai­red for flaws. This ver­si­on is of the copy in the Bri­tish Roy­al Collection.Second upload: unknown, Gemein­frei

Leo­pold ist nicht nur ihr Onkel, son­dern war auch der Prinz­ge­mahl der bri­ti­schen Thron­er­bin Char­lot­te Augus­te, die 1817 im Wochen­bett nach vie­len qual­vol­len Stun­den bei der Geburt ihres ers­ten gemein­sa­men Kin­des stirbt.
Ein Schick­sals­schlag für die Bri­ten, der den Lauf der Geschich­te ver­än­dert.

Onkel Leo­pold, seit 1831 gewähl­ter König Leo­pold I. von Bel­gi­en, hat trotz — oder viel­leicht: gera­de wegen — sei­nes eige­nen schreck­li­chen Ver­lus­tes von Frau und Kind ein Herz für sei­ne unglück­li­chen Nich­ten und Nef­fen.

Fast unbe­merkt und über vie­le Jah­re unter­hält er einen regen Brief­wech­sel mit sei­ner ein­sa­men Nich­te Vic­to­ria. Er ver­sucht mit sei­nen Brie­fen, ihre man­gel­haf­te Bil­dung zu ver­bes­sern, emp­fiehlt die Lek­tü­re aus­ge­wähl­ter Bücher, schickt Manu­skrip­te als Lese­stoff und hat auch sonst ein offe­nes Ohr für ihre Sor­gen und Nöte.


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Vic­to­ria ist aller­dings nicht das ein­zi­ge Sor­gen­kind Leo­polds.
Auch sein Nef­fe Albert, Sohn sei­nes Bru­ders Ernst von Sach­sen-Coburg-Saal­feld, lei­det unter schwie­ri­gen Fami­li­en­ver­hält­nis­sen.

Albert von Sach­sen-Coburg und Gotha, Litho­gra­phie von Franz Hanf­sta­engl, 1840, Gemein­frei

Prinz Albert, wie Cou­si­ne Vic­to­ria 1819 gebo­ren, ist der jüngs­te Sohn im win­zi­gen Her­zog­tum Sach­sen-Coburg-Saal­feld, das mit knapp 1500 Qua­drat­ki­lo­me­tern nicht viel grö­ßer als ein her­zög­li­ches ‘Lum­mer­land’ ist.

Doch der Haus­segen in die­sem ‘Lum­mer­land’ hängt schief, denn die Ehe von Her­zog und Her­zo­gin ist zer­rüt­tet.

Alberts Vater, Her­zog Ernst, hat­te nach der Geburt sei­ner bei­den Söh­ne kein Inter­es­se mehr an sei­ner jun­gen Frau Lui­se und bean­spruch­te für sich das Recht, eine außer­ehe­li­che Bezie­hung zu füh­ren. Sei­ner Frau will er die­ses Ver­gnü­gen aller­dings nicht ein­räu­men.


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Her­zo­gin Lui­se hält sich nicht dar­an und lässt sich dabei auch noch drei Mal erwi­schen.
Das ers­te Mal bei einer ver­mut­lich nur pla­to­ni­schen Tän­de­lei, deren Auf­de­ckung zu einem hef­ti­gen Ehe­krach führt. Das zwei­te Mal ist es erns­ter, denn Lui­se hat eine rich­ti­ge Affä­re mit einem Kam­mer­jun­ker namens von Bülow, die schließ­lich vor einer her­zog­li­chen Kom­mis­si­on lan­det und akri­bisch unter­sucht wird.

Nach dem drit­ten Mal ist für den Her­zog Schluss. Er lässt sich schei­den, ver­bannt sei­ne untreue Gat­tin und ver­fügt außer­dem, dass sie kei­nen Kon­takt mehr zu ihren Söh­nen haben darf.

Albert sieht sei­ne Mut­ter als Fünf­jäh­ri­ger zum letz­ten Mal.
Als er 11 Jah­re alt ist, stirbt sie in Paris an Gebär­mut­ter­hals­krebs.

Alberts Erziehung zum PrinzgemahL

Äußer­lich wächst Albert zu einem gut­aus­se­hen­den, erns­ten, pflicht­be­wuss­ten und ein wenig pedan­ti­schen jun­gen Mann her­an, dem der frü­he Ver­lust sei­ner Mut­ter nicht anzu­mer­ken ist.

Nur sei­ner ältes­ten Toch­ter Vic­to­ria (der spä­te­ren Mut­ter des deut­schen Kai­sers Wil­helm II.), zu der er ein beson­ders enges Ver­hält­nis hat, ver­traut er ein­mal an, dass sei­ne Kind­heit “unglück­lich und elend” gewe­sen sei und er sich oft “aus die­ser Welt fort­ge­wünscht” habe.

Ver­mut­lich liegt Onkel Leo­pold das Schick­sal sei­ner Nich­te Vic­to­ria und sei­nes Nef­fen Albert wirk­lich am Her­zen; aber er ist eben auch König, Poli­ti­ker, Stra­te­ge und ein “Kind sei­ner Zeit”.

Bonaparte beim Überschreiten der Alpen am Großen Sankt Bernhard Gemälde von Jacques-Louis David, 1800

Bona­par­te beim Über­schrei­ten der Alpen am Gro­ßen Sankt Bern­hard, Von Jac­ques-Lou­is David — The Yorck Pro­ject.

Nach­dem Napo­le­on mit sei­nen Arme­en und Ver­bün­de­ten den euro­päi­schen Kon­ti­nent über­rannt und alte Mon­ar­chi­en weg­ge­fegt hat­te, war man auf dem Wie­ner Kon­gress nach zähem Rin­gen zu einem halb­wegs umsetz­ba­ren neu­en euro­päi­schen Mit­ein­an­der  gekom­men.

Ob die­se Neu­ord­nung tat­säch­lich sta­bil und funk­ti­ons­tüch­tig sein wür­de, wuss­te aller­dings nie­mand.

Zur Sta­bi­li­sie­rung setzt Leo­pold auf das zur dama­li­gen Zeit stärks­te vor­stell­ba­re Bünd­nis: auf’s “ver­nünf­ti­ge” Hei­ra­ten, so wie es seit Jahr­hun­der­ten zwi­schen den Herr­scher­häu­sern Euro­pas prak­ti­ziert wor­den war.


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Leo­pold selbst hat­te kurz nach sei­ner Thron­be­stei­gung als gewähl­ter König der Bel­gi­er die fran­zö­si­sche Königs­toch­ter Loui­se von Orléans gehei­ra­tet, um even­tu­el­len Begehr­lich­kei­ten des gro­ßen Nach­barn Frank­reich am klei­nen und jun­gen König­reich Bel­gi­en vor­zu­beu­gen; sei­nen Cobur­ger Nef­fen Fer­di­nand bringt er bei der por­tu­gie­si­schen Köni­gin Maria II. unter.

Und selbst­ver­ständ­lich hat Leo­pold auch Plä­ne für sei­ne Schütz­lin­ge Vic­to­ria und Albert.

Die Idee, sei­nen Nef­fen Albert mit sei­ner Nich­te Vic­to­ria zu ver­hei­ra­ten, hat er schon lan­ge.

Um her­aus­zu­be­kom­men, ob sein Nef­fe tat­säch­lich für die schwie­ri­ge Posi­ti­on eines bri­ti­schen Prinz­ge­mahls geeig­net ist — immer­hin wäre er Unter­tan sei­ner Frau -, lässt er sich regel­mä­ßig von des­sen Haus­leh­rer Bericht erstat­ten.
Als abseh­bar wird, dass Vic­to­ria die neue Köni­gin der Bri­ten wer­den wür­de, schickt er Albert einen sei­ner engs­ten Bera­ter, der einen Maß­nah­men­ka­ta­log für die Erzie­hung des zukünf­ti­gen Prinz­ge­mahls fest­legt.

Unter ande­rem wird vor­ge­schla­gen:


… so ver­langt die Gewis­sen­haf­tig­keit, dass man zuerst ihm das Schwie­ri­ge des Unter­neh­mens von allen Sei­ten dar­stel­le. Schreckt ihn dies nicht ab, so tre­ten nach mei­ner Mei­nung zwei Not­wen­dig­kei­ten ein. Die ers­te ist die einer plan­mä­ßi­gen, kon­se­quent durch­ge­führ­ten Erzie­hung für sei­ne künf­ti­ge Lauf­bahn mit ste­ter Rück­sicht auf das so eigen­tüm­li­che Land und Volk, und die zwei­te ist die, sich die Nei­gung der Prin­zes­sin noch vor der Bewer­bung zu gewin­nen und die Bewer­bung selbst nur erst auf die­se Nei­gung zu grün­den.”


Eine Königin wird verheiratet

Vic­to­ria, 1847, Ölge­mäl­de von Franz Xaver Win­ter­hal­ter — Ori­gi­nal pain­ting owned by the Roy­al Collec­tion. Source of pho­to­graph unknown, Gemein­frei

Vic­to­ria denkt gar nicht dar­an, sich ver­hei­ra­ten zu las­sen.

Sie ist froh, dem Ken­sing­ton-Sys­tem ihr Kind­heit ent­kom­men zu sein, und fürch­tet, dass ein Mann ver­su­chen wür­de, sie wie ihre Mut­ter und deren Bera­ter John Conroy zu beherr­schen. Außer­dem hat sie Angst vor Schwan­ger­schaf­ten.

Doch ihre Unter­ta­nen begin­nen zu mur­ren.
Zwei Jah­re lang hat­te sie trotz ihrer Uner­fah­ren­heit sämt­li­che Klip­pen ihres Jung­kö­ni­gin­nen-Daseins mit Bra­vour gemeis­tert, dann patzt sie gleich zwei­mal hin­ter­ein­an­der trotz der guten Rat­schlä­ge ihres Pre­mier­mi­nis­ters und väter­li­chen Freunds Lord Mel­bourne. 

Beim ers­ten Skan­dal unter­stellt sie einer Hof­da­me, die an einem Leber­tu­mor erkrankt ist, eine unehe­li­che Schwan­ger­schaft.
So viel Herz­lo­sig­keit ihrer jun­gen Köni­gin empört die Bri­ten, poli­tisch gra­vie­ren­der ist aller­dings der zwei­te Skan­dal, die soge­nann­ten „Hof­da­men-Affä­re“.

Die beginnt damit, dass sich Vic­to­ria hals­star­rig wei­gert, auch eini­ge Damen als Hof­da­men zu akzep­tie­ren, die zur poli­ti­schen Par­tei der Torys gerech­net wer­den.
Die Wahl der Hof­da­men sei ihre Pri­vat­an­ge­le­gen­heit – fin­det sie und beharrt dar­auf.

Doch sie irrt.
Pri­vat ist für die Köni­gin einer kon­sti­tu­tio­nel­len Mon­ar­chie so gut wie gar nichts, und durch ihre Wei­ge­rung bringt sie den par­la­men­ta­ri­schen Betrieb Groß­bri­tan­ni­ens ziem­lich ins Stol­pern.

Immer­hin schafft sie es durch ihre Wei­ge­rung, dass „ihr“ Lieb­lings-Pre­mier Mel­bourne, der zur Par­tei der Whigs gehört, im Amt bleibt. Eigent­lich ist geplant, dass Mel­bourne die Amts­ge­schäf­te an sei­nen Tory-Kon­kur­ren­ten und desi­gnier­ten Nach­fol­ger Sir Robert Peel über­ge­ben muss.

Ohne könig­li­che Hof­da­men, die sei­ner Par­tei nahe ste­hen, will Peel aber auch nicht mehr; er zieht sich schmol­lend zurück und ver­zich­tet dar­auf, neu­er Pre­mier­mi­nis­ter zu wer­den.

Vic­to­ria freut’s und sieht es als poli­ti­schen Erfolg — sie mag Peel nicht und will Mel­bourne behal­ten. Das hat sie durch ihre Wei­ge­rung erreicht.

Das Volk ist aller­dings not amu­sed und sieht die „Hof­da­men-Affä­re“ als gro­be Ein­mi­schung ihrer Köni­gin in die Ange­le­gen­hei­ten des Par­la­ments.
Dort hat Vic­to­ria gemäß des bri­ti­schen Bills of Right nichts zu suchen.

Sie sol­le sich end­lich ver­hei­ra­ten, ist eine For­de­rung, die immer häu­fi­ger auf der Stra­ße und in den fei­nen Salons und Clubs zu hören ist.
Ein Ehe­mann, so die all­ge­mei­ne Hoff­nung, könn­te sie viel­leicht etwas mäßi­gen, denn mit zuneh­men­dem Selbst­be­wusst­sein ent­wi­ckelt Vic­to­ria auch den Eigen­sinn, für den sie spä­ter berühmt sein wird.

Onkel Leo­polds akri­bisch vor­be­rei­te­te Plä­ne für Nich­te und Nef­fe neh­men Fahrt auf.

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www​.bild​bio​gra​phi​en​.de, 2017


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König­li­cher Klatsch & Tratsch über “Köni­gin Vickis” Ahnen und Nach­kom­men, Hei­rats­po­li­tik und sons­ti­ge Aus­rut­scher der roya­len und nicht-roya­len Pla­tin- bis Nickel­pro­mi­nenz von ges­tern bis heu­te. Als Hör­buch, gele­sen vom Autor, ein wun­der­ba­rer Pau­sen­fül­ler bei­spiels­wei­se für Kurz­stre­cken­fahr­ten, die dann doch im Stau enden. Hape Ker­ke­ling, Frisch hape­ziert: Mei­ne bes­ten Kolum­nen*, OSTER­WOLD­au­dio, Juli 2018 (Gra­tis-Down­load im Audi­ble-Pro­be­mo­nat)


5000 Jah­re Welt­ge­schich­te: Das bril­lan­te Begleit­buch der sechs­tei­li­gen ZDF-Rei­he von Hans-Chris­ti­an Huf und Gero von Boehm, wun­der­bar und augen­zwin­kernd gespro­chen von Hape Ker­ke­ling. Uner­reicht hörens­wert!

Hans-Chris­ti­an Huf, Gero von Boehm, Unter­wegs in der Welt­ge­schich­te*, Ran­dom House Audio, 2011


Ein groß­ar­ti­ger Streif­zug durch die Kul­tur­ge­schich­te der Mensch­heit. Unter­halt­sam und wit­zig geschrie­ben — über Kind­heit im Lau­fe der Jahr­hun­der­te, den Ein­fluss von Geburts­zan­gen auf die Welt­po­li­tik, die Kana­li­sa­ti­on Lon­dons und vie­les mehr. Sehr lesens­wert! Sehr hörens­wert ist auch die Audio-Ver­si­on, gele­sen von Rufus Beck. Bill Bry­son, Eine kur­ze Geschich­te der all­täg­li­chen Din­ge*, Gold­mann Taschen­buch, 2013


Wei­ter­füh­ren­de Links zu Queen Vic­to­ria und ihre Zeit:


Das Dra­ma beginnt: Der Prince of Wales Geor­ge kann sei­ne Finan­zen nicht in Ord­nung hal­ten. Von sei­nem auf­wän­di­gen Lebens­stil fast rui­niert, wil­ligt er schließ­lich in einen Hei­rats­han­del mit dem Par­la­ment ein: Sei­ne Schul­den wer­den bezahlt, dafür hei­ra­tet er sei­ne Cou­si­ne Caro­li­ne von Braun­schweig. Das ein­zi­ge Pro­blem: Das Braut­paar kann sich nicht aus­ste­hen …
Sze­nen einer arran­gier­te Ehe


Schei­dung auf bri­tisch: Viel mehr als die Mode, kei­ne gepu­der­ten Perü­cken mehr zu tra­gen, die Stil­epo­che ‘Regen­cy’ und eini­ge Gebäu­de und Parks in Lon­don hat der bri­ti­sche König Geor­ge IV. nicht zustan­de gebracht. Das ist kaum ver­wun­der­lich, schließ­lich hat er sein hal­bes Leben ver­sucht, sich von Gat­tin Caro­li­ne von Braun­schweig schei­den zu las­sen. Mehr über könig­li­che Bett­la­ken und wie das Ver­mei­den ver­meint­lich ris­kan­ter neu­er Metho­den wie die Geburts­zan­ge die Welt­ge­schich­te ver­än­dert hat,..
Pains and Pena­li­ties: Schei­dung auf bri­tisch

Das Ken­sing­ton-Sys­tem: Vic­to­ri­as Leben fängt mehr als beschei­den an, ohne Vater und mit einer Mut­ter, die sie als eine Art Faust­pfand für die eige­ne Zukunft betrach­tet. Zwei Onkel bestim­men Vic­to­ri­as Schick­sal: Ihr selt­sa­mer Onkel Geor­ge, den sie auf dem bri­ti­schen Thron beer­ben wird, und Onkel Leo­pold, der sich um ihr Lebens­glück und ihre Zukunft küm­mert.
Die Groß­mutter Euro­pas (I)

Die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on, Napo­le­on und die gro­ße Lie­be: Mut­ter­lie­be, wah­re Lie­be und das Schei­dungs­recht kamen in Kon­ti­nen­tal-Euro­pa als Fol­ge der fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on und mit Napo­le­on in Mode. Mehr über die “neu­en” gro­ßen Gefüh­le:
Mätres­sen­wirt­schaft, Revo­lu­ti­on und die gro­ße Lie­be


Rous­se­au: Mit “Mut­ter­lie­be” hat der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Jean-Jac­ques Rous­se­au nichts im Sinn, als er 1762 sei­nen Roman “Emi­le oder über die Erzie­hung” ver­öf­fent­lich­te, eigent­lich woll­te er ein Zei­chen gegen die fest­zemen­tier­te abso­lu­tis­ti­sche Stän­de­ge­sell­schaft set­zen, die ihn anwi­dert.
Rund 40 Jah­re spä­ter ist Rous­se­au post­hum zum Hel­den der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on gewor­den und “Emi­le” zur Grund­la­ge moder­ner Erzie­hung.
Die Erfin­dung der Mut­ter­lie­be


Lie­be: Wer kennt es nicht, wenn sich nach weni­gen Wochen gro­ßer Lie­be, in denen See­len­ver­wandt­schaf­ten ent­deckt und Zukunfts­plä­ne geschmie­det wer­den, der ange­him­mel­te Liebs­te plötz­lich rar­macht, um Bedenk­zeit bit­tet, selt­sa­me Erklä­run­gen stam­melt und schließ­lich zu einer ande­ren ent­schwin­det? Ist das Psy­cho­lo­gie oder doch wie­der nur ein mise­ra­bler männ­li­cher Hor­mon­haus­halt?
Ist Fremd­ge­hen ange­bo­ren?


Kind­heit & Lebens­glück: Die Kind­heit ist die prä­gends­te Zeit in unse­rem Leben. Über Müt­ter und Väter, Geschwis­ter­lie­be, trans­ge­nera­tio­na­le Ver­er­bung und Kind­heits­mus­ter, die uns unser gesam­tes Leben beglei­ten.
Kin­der, Kin­der


Wir müssten das alles mal aufschreiben Die Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en bringt seit 2012 Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­bio­gra­fi­en als Bild­bio­gra­phi­en ins Buch und bie­tet außer­dem einen Ghost­wri­ting-Ser­vice mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie an.
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Bild­nach­wei­se:

1) Leo­pold I., König der Bel­gi­er, Gemäl­de von Franz Xaver Win­ter­hal­ter, gemein­frei
2) Prin­zes­sin Vic­to­ria im Alter von vier Jah­ren, 1823, von Ste­phen Poyn­tz Den­ning (1795–1864) — Dul­wich Col­le­ge Pic­tu­re Gal­le­ry, Gemein­frei,
3) Vic­toire mit ihrer Toch­ter Vic­to­ria, Von Hen­ry Bone, https://​www​.tele​graph​.co​.uk/​c​u​l​t​u​r​e​/​d​o​n​o​t​m​i​g​r​a​t​e​/​3​5​6​0​6​2​6​/​Q​u​e​e​n​-​V​i​c​t​o​r​i​a​-​t​h​e​-​o​r​i​g​i​n​a​l​-​p​e​o​p​l​e​s​-​p​r​i​n​c​e​s​s​.​h​tml, Gemein­frei,

4) Prin­zes­sin Vic­to­ria mit Spa­ni­el Dash, Sir Geor­ge Hay­ter, 1833, Von nach Geor­ge Hay­ter — First upload: Scan­ned from Hib­bert, Chris­to­pher (2000) Queen Vic­to­ria: A Per­so­nal Histo­ry, Lon­don: Har­per­Col­lins, ISBN 0–00-638843–4, and then colour adjus­ted and repai­red for flaws. This ver­si­on is of the copy in the Bri­tish Roy­al Collection.Second upload: unknown, Gemein­frei
5) Albert von Sach­sen-Coburg und Gotha, Litho­gra­phie von Franz Hanf­sta­engl, 1840, Gemein­frei
6) Bona­par­te beim Über­schrei­ten der Alpen am Gro­ßen Sankt Bern­hard, Von Jac­ques-Lou­is David — The Yorck Pro­ject.

7) Vic­to­ria, 1847, Ölge­mäl­de von Franz Xaver Win­ter­hal­ter — Ori­gi­nal pain­ting owned by the Roy­al Collec­tion. Source of pho­to­graph unknown., Gemein­frei


 

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