Was heißt schon Mutterliebe?

Keine Liebe ohne Mutterliebe

Mut­ter­lie­be sorgt dafür, dass Frau­en über sich hin­aus­wach­sen und Din­ge tun, die sie nor­ma­ler­wei­se für ande­re Men­schen nicht tun wür­den.
Fehlt Mut­ter­lie­be, muss ein Kind also „mut­ter­see­len­al­lein“ auf­wach­sen, wird es die­sen Man­gel ein Leben lang spü­ren.
Aber was ist Mut­ter­lie­be, und wie lässt sie sich erklä­ren?

Aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht ist Mut­ter­lie­be ein bio­lo­gi­scher Trick, um Frau­en bei der Stan­ge zu hal­ten und sie dazu zu brin­gen, sich per­ma­nent um ihren Nach­wuchs zu küm­mern.

Sie ist ein genia­ler Ein­fall der Natur, der uns und unse­re zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen ent­schei­dend prägt: Mit­leid, Mit­emp­fin­den, roman­ti­sche Lie­be und Gesel­lig­keit könn­ten wir ohne Mut­ter­lie­be nicht so leben, wie wir es tun.

Aber was ist Mut­ter­lie­be und wie ent­steht sie?


DEr Luxus der großen Gehirne

Söhne

Foto: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en

Men­schen­ba­bys wer­den wegen ihres gro­ßen Köpf­chens in einem sehr unrei­fen Zustand gebo­ren.

Den „Luxus der gro­ßen Gehir­ne“, nennt das die US-ame­ri­ka­ni­sche Anthro­po­lo­gin Sarah Hdry, denn der Kopf von neu­ge­bo­re­nen Men­schen­kin­dern ist eigent­lich viel zu groß für den rest­li­chen Kör­per.

Bei ihrer Geburt brin­gen Babys des­halb zwar viel Hirn, aber nur weni­ge Fähig­kei­ten zum Über­le­ben mit auf die Welt.

Bis aus einem zar­ten Men­schen­kind eine halb­wegs über­le­bens­fä­hi­ge Per­sön­lich­keit wird, braucht es viel Zeit und Für­sor­ge. Im Tier­reich gibt es kei­ne ver­gleich­bar lan­ge Kind­heit wie bei Men­schen.

Noch bis weit ins 18. Jahr­hun­dert wur­de die­sem Umstand wenig Beach­tung geschenkt und die Wie­gen die­ser Welt  eher neben­bei bewegt. Der Preis dafür: Eine immens hohe Kin­der­sterb­lich­keit; nur etwa jedes zwei­te Kind über­leb­te sei­ne Kind­heit und erreich­te das Erwach­se­nen­al­ter.

Dass Kind­heit ein beson­ders wich­ti­ger Lebens­ab­schnitt ist, wur­de erst in der Epo­che der Auf­klä­rung ent­deckt, dann aber ziem­lich schnell zur Lebens­auf­ga­be (und wenig spä­ter: ein­zi­gem Lebens­sinn) von Frau­en sti­li­siert.

Drogenflash und positive Vorbilder:
Wie Mutterliebe entsteht

So selbst­ver­ständ­lich die meis­ten Müt­ter ihre Babys nach der Geburt anneh­men und lie­ben, so groß ist die Bür­de, die ihnen von Gesell­schaft und Wis­sen­schaft mit auf den Weg gege­ben wird: An den Müt­tern hängt das Wohl und Wehe des wei­te­ren Lebens­we­ges ihres Kin­des, sie sind “schuld”, wenn etwas schief­läuft.


ANZEIGE

Die See­len-Sani­tä­te­rin, mit der sich jede Pro­blem­zo­ne bes­ser ertra­gen lässt. Neben Wort­witz und schar­fen Beob­ach­tun­gen kann man sehr klu­ge Ansich­ten zu Müt­tern und dem Mama-Sein nach­le­sen. Sehr hörens­wert ist übri­gens auch das von der Auto­rin gele­se­ne Hör­buch! Ildikó von Kür­thy, Unter dem Her­zen: Ansich­ten einer neu­ge­bo­re­nen Mut­ter*, Rowohlt Taschen­buch Ver­lag, 2013


Die meis­ten Frau­en kön­nen dem Anblick eines Babys kaum wider­ste­hen; die meis­ten Müt­ter sind schlicht­weg über­wäl­tigt, wenn sie ihren eige­nen klei­nen Säug­ling das ers­te Mal in den Armen hal­ten.

Aus neu­ro­bio­lo­gi­scher Sicht beginnt die Initi­al­zün­dung für eine intak­te Mut­ter-Kind-Bezie­hung wäh­rend der Geburt: Sobald die Wehen ein­set­zen, wird unter ande­rem das soge­nann­te Lie­bes­hor­mon Oxy­to­cin in sehr hoher Kon­zen­tra­ti­on aus­ge­schüt­tet, damit die wer­den­de Mama die Schmer­zen der Nie­der­kunft über­haupt über­le­ben kann.

Was heißt schon Mutterliebe-Agentur für Bildbiographien

Foto: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en

Eine zwei­te Hor­mondo­sis ver­passt Mut­ter Natur der frisch­ge­ba­cke­nen Mama, sobald sie ihr Neu­ge­bo­re­nes das ers­te Mal stil­len darf.

Die jah­re­lan­ge Pra­xis, Mut­ter und Kind zu tren­nen, sobald die Nabel­schnur durch­ge­schnit­ten war, ist vor die­sem Hin­ter­grund völ­lig absurd. Und unmensch­lich.

Wie wich­tig das ers­te Anle­gen des Babys gleich nach der Geburt ist, wuss­te man schon in den 1920er Jah­ren; in eini­gen weni­gen fort­schritt­li­chen Geburts­kli­ni­ken wur­den bereits vor 100 Jah­ren ers­te For­men von ‘Roo­m­ing-In’ ange­bo­ten.
Für die Mehr­heit von jun­gen Müt­tern galt das nicht. Die Bedeu­tung des ers­ten Stil­lens  wur­de eben­so igno­riert wie die Trag­wei­te einer intak­ten Bezie­hung zwi­schen Mut­ter und Kind.

In Deutsch­land, aber auch anders­wo, hielt man statt­des­sen lan­ge Zeit am Prin­zip “Ruhe und Ord­nung” fest. Auch in der Wie­ge.

Johan­na Haa­rers Kin­der­drill-Bibel “Die deutsche Mut­ter und ihr ers­tes Kind”, ein Best­sel­ler wäh­rend der Nazi-Zeit, war nur eine von vie­len Anlei­tun­gen, wie man Kin­der zu funk­tio­nie­ren­den Men­schen “erzie­hen” soll­te.
Erfun­den haben Natio­nal­so­zia­lis­ten und Haa­rer die “Erzie­hung mit har­ter Hand” aller­dings nicht. Babys und Kin­der auf Abstand zu hal­ten, sie nicht mit “Affen­lie­be” zu “ver­zär­teln”, war schließ­lich seit Jahr­hun­der­ten das vor­herr­schen­de Prin­zip in den Köp­fen der meis­ten Erwach­se­nen.

Und so wur­den Müt­ter und ihre Babys trotz wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se und oft wider bes­se­ren Wis­sens gleich nach der Geburt von­ein­an­der getrennt — zum Teil bis in die 1970er Jah­re.

Die ersten Wochen entscheiden (fast) alles

Der kör­per­ei­ge­ne Dro­gen­flash wäh­rend und kurz nach der Ent­bin­dung reicht für das Ent­ste­hen ech­ter und lebens­lan­ger Mut­ter­lie­be aller­dings bei Wei­tem noch nicht aus.

Nach der Geburt brau­chen Müt­ter und Babys Zeit für­ein­an­der.
Und Gele­gen­heit.

Nach der Geburt: Baby da, Mama high!
Dro­gen­flash und Lie­be auf den ers­ten Blick: Wer nach der kör­per­li­chen und see­li­schen Aus­nah­me­si­tua­ti­on einer Ent­bin­dung sein Baby das ers­te Mal sieht, kann wahr­schein­lich gar nicht anders, als es ein Leben lang zu lie­ben


Denn Oxy­to­cin und Co. machen nur den Anfang, um eine Mut­ter und ihr Baby posi­tiv auf­ein­an­der zu spu­ren. Für wirk­li­che und bedin­gungs­lo­se Mut­ter­lie­be sind vie­le wei­te­re Pro­zes­se not­wen­dig, die sich erst in den Tagen und Wochen nach der Ent­bin­dung ent­wi­ckeln.

Wer­den Mut­ter und Kind in der ers­ten Zeit nach der Ent­bin­dung getrennt, bleibt die Mut­ter­lie­be oft auf der Stre­cke: Nimmt man bei­spiels­wei­se einer Schaf­mut­ter gleich nach der Geburt ihr Lamm weg und bringt es ihr eini­ge Zeit spä­ter wie­der zurück, ver­scheucht sie es wie einen klei­nen Fremd­ling.


ANZEIGE

Reines Zitrusöl zum ProbierenMüt­ter, macht bloß alles rich­tig …
… aber ver­gesst Euch dabei nicht!

Hoch­wer­ti­ge äthe­ri­sche Öle für Kör­per und Geist, Pro­bier­sets inklu­si­ve Anwen­dungs­emp­feh­lun­gen und vie­le wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Kraft der fei­nen Öle fin­den Sie in unse­rem Shop
Denn: Nur eine glück­li­che Mut­ter ist für die Kin­der lehr­rei­cher als hun­dert Lehr­bü­cher über Erzie­hung!


Wie wich­tig die ers­ten Wochen nach der Geburt für eine inten­si­ve Mut­ter-Kind-Bin­dung auch bei Men­schen­kin­dern sind, hat der Kin­der­arzt Mar­shall Klaus anhand eines sehr tra­gi­schen Zufalls­be­fun­des beschrie­ben: In einem israe­li­schen Kran­ken­haus ereig­ne­te sich der Alb­traum aller Eltern, Babys wur­den ver­tauscht.
Die Müt­ter hat­ten die fal­schen Kin­der etwa zwei Wochen bei sich, bevor die Ver­wechs­lung bei einer Nach­un­ter­su­chung auf­fiel, und die Säug­lin­ge eilig wie­der zurück­ge­tauscht wer­den soll­ten.

Doch dann kam die Über­ra­schung: Die bei­den betrof­fe­nen Müt­ter tausch­ten nur sehr wider­wil­lig das frem­de Baby gegen ihr eige­nes. Zwei Wochen hat­ten genügt, um eine inten­si­ve Mut­ter-Kind Bin­dung zum „fal­schen“ Säug­ling auf­zu­bau­en.

Man ver­mu­tet, dass sich eine Mut­ter und ihr Baby durch immer wie­der­keh­ren­de schö­ne gemein­sa­me Momen­te gegen­sei­tig (hor­mo­nell) beloh­nen und dadurch posi­tiv ver­stär­ken. Doch nur wenn die­ser Kreis­lauf gut und unge­stört ver­läuft, kann sich „ech­te“ Mut­ter­lie­be ent­wi­ckeln, die ein Leben lang hält.

Das erklärt auch, war­um uns anti­ke und mit­tel­al­ter­li­che Müt­tern aus unse­rer heu­ti­gen Sicht wie kalt­her­zi­ge Raben­müt­ter vor­kom­men. Tat­säch­lich hat­ten sie in der Regel weder Zeit noch Gele­gen­heit, sich um ihre Babys zu küm­mern, und dadurch die nächs­te Stu­fe müt­ter­li­cher Gefüh­le zu errei­chen.

Artemis, die griechische Göttin der Jagd, des Mondes, der Gebärendenen und der Mütter und Kinder

Arte­mis bricht mit den Nym­phen zur Jagd auf. Von Peter Paul Rubens — The Yorck Pro­ject. Gemein­frei.

Arte­mis ist in der grie­chi­schen Mytho­lo­gie die (jung­fräu­li­che) Göt­tin der Jagd, des Wal­des, des Mon­des und die Hüte­rin der Gebä­ren­den, der Frau­en und Kin­der. Ihr römi­sches Pen­dant ist Dia­na.

Arte­mis hat den Ruf, eine grau­sa­me und stren­ge Göt­tin zu sein. Ihr Ver­hält­nis zum männ­li­chen Geschlecht ist gespannt, da sie Män­ner für die Geburts­we­hen der Frau­en ver­ant­wort­lich macht. Arte­mis wird als wil­de, unbe­zähm­ba­re Göt­tin beschrie­ben, die Leben nicht nur gibt, son­dern auch nimmt.


Wenn Mutterliebe fehlt

Mut­ter­lie­be ent­steht aber nicht nur durch Hor­mo­ne, neu­ro­na­le Net­ze und Instinkt, sie muss zum Teil auch gelernt wer­den.

Ers­te Hin­wei­se auf die­ses Ler­nen lie­fer­ten Beob­ach­tun­gen von Affen­müt­tern im Zoo: Uner­fah­re­ne Gorill­a­müt­ter, die als Jung­tie­re gefan­gen wur­den und des­halb nicht von ihren Müt­tern ler­nen konn­ten, wie man mit Babys umgeht, sprin­gen nach der Ent­bin­dung vor Panik fast an die Decke, wenn sich ihr Jun­ges nach Goril­la­ba­by­art an ihnen fest­kral­len will. Ande­re las­sen sich ihr Baby weg­neh­men und sehen teil­nahms­los zu, wenn es von ande­ren Affen aus der Grup­pe als Fuß­ball miss­braucht wird.

Kaum vor­stell­bar, denn in frei­er Wild­bahn sind Goril­la­weib­chen sehr zärt­li­che und für­sorg­li­che Müt­ter. Doch Instinkt und Hor­mo­ne allein rei­chen nicht aus, um ohne posi­ti­ve eige­ne Erfah­run­gen und Vor­bil­der lie­be­voll mit den Nach­kom­men umge­hen zu kön­nen.

Kei­ne Lie­be ohne Mut­ter­lie­be
Zärt­lich­kei­ten zwi­schen Erwach­se­nen gibt es nur bei Arten, die sich um ihre Kin­der küm­mern.
Die The­se, dass Mut­ter­lie­be der Ursprung für alle ande­ren For­men von Lie­be ist, stüt­zen For­scher dar­auf, dass sich vie­le Ver­hal­tens­mus­ter zwi­schen Müt­tern und ihren Kin­dern bei Erwach­se­nen wie­der­fin­den — meis­tens im Zusam­men­hang mit Lie­be und Sex: Bei­spiels­wei­se das Flü­gel­zit­tern von Spat­zen – als Küken zum Bet­teln um Nah­rung, spä­ter beim Wer­ben um ein Weib­chen – oder die höhe­re Ton­la­ge der Stim­me, die Müt­ter beim Spre­chen mit ihrem Baby ein­neh­men, vie­le Erwach­se­ne aber auch unbe­wusst beim Umschmei­cheln des oder der Liebs­ten ein­set­zen.


Das trau­ri­ge Fazit die­ser Beob­ach­tun­gen ist: Wer als Kind ohne oder mit nur wenig Mut­ter­lie­be auf­wach­sen muss­te, wird es mög­li­cher­wei­se mit der eige­nen Mut­ter­rol­le schwer haben und nicht so ohne Wei­te­res eine enge Bin­dung zu den eige­nen Kin­dern auf­bau­en kön­nen.

Das ist der tra­gi­sche Weg, auf dem der Man­gel an Mut­ter­lie­be von Gene­ra­ti­on zu Gene­ra­ti­on wei­ter­ge­ge­ben wer­den kann.


ANZEIGE

Opfer — Ret­ter — Ver­fol­ger. In Stres­si­tua­tio­nen fal­len wir oft in alte Rol­len-Mus­ter, die wir in der Kind­heit gelernt haben. Wie man Psy­cho­spiel­chen durch­schau­en und durch­bre­chen kann — ein sehr lesens­wer­tes Buch für alle, die das Gefühl haben, sich immer wie­der an der glei­chen Stel­le zu ver­ha­ken. Cor­ne­lia und Ste­phan Schwarz: Schluss mit Psy­cho­spiel­chen*, dtv Ver­lags­ge­sell­schaft, Janu­ar 2018


Mütter ohne Liebe

Frau­en, die ihre Babys auf Auto­bahn­toi­let­ten lie­gen­las­sen, sie in Müll­ei­mer wer­fen, in Blu­men­käs­ten ver­schar­ren oder in Tief­kühl­tru­hen ver­ste­cken, han­deln ver­mut­lich in höchs­ter Not und sind wahr­schein­lich nur die Spit­ze eines Eis­ber­ges, über den in der Regel nicht gespro­chen wird: Müt­ter, die ihre Kin­der nicht lie­ben kön­nen, die sie ver­let­zen oder sogar töten.

Madonna mit Kind

Andrea Sola­rio 002“ von The Yorck Pro­ject: 10.000 Meis­ter­wer­ke der Male­rei

In der Regel ist Mut­ter­lie­be ein­fach da, dafür sorgt Mut­ter Natur.

Fehlt sie, hat das kata­stro­pha­le Fol­gen.
Auch das haben Psy­cho­lo­gen in den 1950er Jah­ren in Expe­ri­men­ten mit Affen­ba­bys, die man gleich nach der Geburt von ihren Müt­tern trenn­te, her­aus­ge­fun­den und doku­men­tiert.

Die Affen­ba­bys wur­den in Käfi­ge gesperrt, in denen zwei unter­schied­li­che Mut­ter­at­trap­pen vor­be­rei­tet waren: eine Attrap­pe aus Draht, an der man eine Milch­fla­sche befes­tigt hat­te, die ande­re Attrap­pe bestand aus Holz und war mit Wol­le über­zo­gen, erin­ner­te also ent­fernt an eine Affen­ma­ma; sie hat­te aber kei­ne Milch­fla­sche.

Zur Ver­blüf­fung der Wis­sen­schaft­ler hiel­ten sich die Affen­ba­bys nicht an die Attrap­pe aus Draht, die ihnen Nah­rung bot, son­dern klam­mer­ten sich die meis­te Zeit an die Stoff­pup­pe.

Stell­te man bei­de Attrap­pen dicht neben­ein­an­der, blie­ben die Äff­chen auf ihrer Ersatz­ma­ma aus Stoff hocken und tran­ken aus der Milch­fla­sche des Draht­ge­stells.

Nach­fol­ge­un­ter­su­chun­gen zeig­ten spä­ter, das die ver­wais­ten Affen­ba­bys zwar äußer­lich gesund her­an­wuch­sen, aber als Erwach­se­ne emo­tio­na­le Wracks waren, die sich nicht in eine Grup­pe ein­fü­gen konn­ten, und ein hohes Maß an Aggres­si­vi­tät und inne­ren Stress hat­ten.


Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Geben sich Frau­en als Müt­ter selbst ein “Lebens­läng­lich”? Opfern sie sich auf, wer­den dadurch unglück­lich und nör­geln schließ­lich ihre Män­ner aus dem Haus? Über den schwie­ri­gen Spa­gat zwi­schen Kind und Kegel, Auf­op­fern, Haus­ar­beit, Oro­pax und die müt­ter­li­chen Qua­li­tä­ten von Vätern.
Der Mann in der Kri­se?

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www.bildbiographien.de, 2017


Buch- und Film­emp­feh­lun­gen:
Die mit * gekenn­zeich­ne­ten Links sind soge­nann­te Affi­la­te-Links, die hel­fen, den Blog Gene­ra­tio­nen­ge­spräch zu finan­zie­ren. Wenn Ihnen eine der ange­ge­be­nen Buch­emp­feh­lun­gen
gefällt und Sie das Buch über die­sen Link bestel­len, erhält der Blog dafür eine klei­ne Pro­vi­si­on, ohne dass für Sie Mehr­kos­ten ent­ste­hen. Für Ihren Klick: Herz­li­chen Dank im Vor­aus!

Freund­schaft schlie­ßen mit unse­rem „inne­ren Kind“ , Glau­bens­sät­ze erken­nen – und sie ver­än­dern, wenn es not­wen­dig ist. Ein hilf­rei­ches Buch, gut und ver­ständ­lich geschrie­ben, mit vie­len Bei­spie­len und Übun­gen, die hel­fen, inne­re Sack­gas­sen zu ver­las­sen. Ste­fa­nie Stahl, Das Kind in dir muss Hei­mat fin­den*, Kailash Ver­lag, 2015

Viel mehr als ein Psy­cho­thril­ler und ner­ven­zer­fet­zen­des Ehe-Dra­ma, son­dern auch ein meis­ter­haft erzähl­tes Buch mit vie­len klu­gen Gedan­ken über die Lie­be — und dar­über, wie sie ent­steht und war­um sie wie­der geht.
Gil­li­an Flynn: Gone Girl*, FISCHER Taschen­buch, 2014

Die Kunst des “Nein-Sagens”: Ein lie­be­voll gestal­te­tes Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le” , mit kur­zen prä­gnan­ten Tex­ten über’s Nein­sa­gen und vie­len ein­fach zu befol­gen­den Übun­gen. Für alle, die gera­de mit dem The­ma beschäf­tigt sind, oder zum Ver­schen­ken. Anne van Stap­pen, Das klei­ne Übungs­heft: Gren­zen set­zen, nein sagen*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2012

Schwie­ri­ge Bezie­hun­gen sind oft das Ergeb­nis von Ver­hal­tens­mus­tern, die von Gene­ra­ti­on zu Gene­ra­ti­on wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Wer immer wie­der in die glei­chen Fal­len tappt, wird in die­sem sehr lesens­wer­ten Sach­buch vie­le wert­vol­le Infor­ma­tio­nen über „trans­ge­ne­ra­tio­na­le“ Ver­er­bung fin­den. Sehr fun­diert geschrie­ben und mit vie­len Bei­spie­len berühm­ter Fami­li­en. Moni­ca McGold­rick, Wie­der heim­kom­men. Auf Spu­ren­su­che in Fami­li­en­ge­schich­ten*, Carl-Auer-Ver­lag, 2013

Preis: EUR 5,99

 

Ein bewe­gen­der Film über die “Schwar­ze Päd­ago­gik”, die vie­le Jahr­hun­der­te lang Kind­heit und Erzie­hung präg­te: Micha­el Han­eke, Das wei­ße Band*, 2010. DVD
FSK: ab 12 Jah­ren

Wei­ter­füh­ren­de Links zum The­ma Müt­ter und Erzie­hung:


Schwar­ze Päd­ago­gik: Es war wäh­rend des Drit­ten Rei­ches ein Best­sel­ler und galt als d e r Leit­fa­den zur Kin­der­er­zie­hung. Über die NS-Päd­ago­gik und Johan­na Haa­rers Mach­werk.
Zwi­schen Drill und Miss­hand­lung: Johan­na Haa­rers “Die deut­sche Mut­ter und ihr ers­tes Kind”


Mut­ter­lie­be 1: In der Wie­ge unse­rer Zivi­li­sa­ti­on, im alten Grie­chen­land, gab es kei­ne Dop­pel­be­las­tung für Müt­ter und von einer weib­li­chen Sinn­kri­se konn­te auch kei­ne Rede sein: Auf müt­ter­li­che Gefüh­le wur­de schlicht und ergrei­fend ver­zich­tet. Das schnör­kel­lo­se Ver­hält­nis anti­ker Eltern zu ihrem Nach­wuchs änder­te sie erst lang­sam im Hoch­mit­tel­al­ter; unser heu­ti­ger Begriff von “Mut­ter­lie­be” ent­stand im 18. Jahr­hun­dert.
Mythos Mut­ter: Die Hand an der Wie­ge bewegt die Welt


Nar­ziss­mus: Wir alle sind gebo­re­ne Mani­pu­la­to­ren und jeder Mensch trägt nar­ziss­ti­sche Züge in sich. Man­che Men­schen blei­ben aller­dings in ihrer früh­kind­li­chen nar­ziss­ti­schen Ent­wick­lungs­pha­se ste­cken und machen ande­ren das Leben schwer — vor allem denen, die sie lie­ben. Kann man Nar­ziss ent­kom­men?
Das Zeit­al­ter der Nar­ziss­ten?

Resi­li­enz: Schwä­chen repa­rie­ren oder Stär­ken stär­ken? War­um es oft bes­ser ist, sich auf das zu kon­zen­trie­ren, was gut läuft.
Die Ener­gie folgt der Auf­merk­sam­keit


His­to­ri­sche Müt­ter: Für die dama­li­ge Zeit hat­te Adolf Hit­ler eine ganz „nor­ma­le“ Kind­heit. Dis­zi­plin, Gehor­sam und Füg­sam­keit waren jahr­hun­der­te­lang nicht nur ers­te Unter­ta­nen-, son­dern auch obers­te Kin­der­pflicht. Und so wächst Adolf Hit­ler auf wie vie­le ande­re auch: Als Sohn eines ‘erzie­hen­den’ — prü­geln­den — Vaters und einer Mut­ter, die zwar lie­be­voll, aber auch schwach ist.
Hit­lers Mut­ter Kla­ra


Kind­heit & Lebens­glück: Die Kind­heit ist die prä­gends­te Zeit in unse­rem Leben. Über Müt­ter und Väter, Geschwis­ter­lie­be, trans­ge­ne­ra­tio­na­le Ver­er­bung und Kind­heits­mus­ter, die uns unser gesam­tes Leben beglei­ten.
Kin­der, Kin­der


Tina Bai­er in „Spie­gel-Online“:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/mutterliebe-das-staerkste-gefuehl-entschluesselt-a-415306.html


Wir müssten das alles mal aufschreiben Die Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en bringt seit 2012 Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­bio­gra­fi­en als Bild­bio­gra­phi­en ins Buch und bie­tet außer­dem einen Ghost­wri­ting-Ser­vice mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie an.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auch auf unse­rer Home­page www.bildbiographien.de


Bild­nach­wei­se:

  1. Archiv Buschmann/Hintsches
  2. Archiv Buschmann/Hintsches
  3. Arte­mis bricht mit den Nym­phen zur Jagd auf. Von Peter Paul Rubens — The Yorck Pro­ject: 10.000 Meis­ter­wer­ke der Male­rei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Dis­tri­bu­t­ed by DIRECTMEDIA Publi­shing GmbH., Gemein­frei
  4. Andrea Sola­rio 002“ von The Yorck Pro­ject: 10.000 Meis­ter­wer­ke der Male­rei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Dis­tri­bu­t­ed by DIRECTMEDIA Publi­shing GmbH.. Lizen­ziert unter Gemein­frei


AGENTUR FÜR BILDBIOGRAPHIEN DR. SUSANNE GEBERT

 NEWSLETTER * FACEBOOK * XING * PINTEREST
Kon­takt * Daten­schutz * Impres­sum

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.