Was heißt schon Mutterliebe?

Wie Mutterliebe entsteht


Mutterliebe sorgt dafür, dass Frauen über sich hinauswachsen und Dinge tun, die sie normalerweise für andere Menschen nicht tun würden.
Fehlt Mutterliebe, muss ein Kind also „mutterseelenallein“ aufwachsen, wird es diesen Mangel ein Leben lang spüren.

Aber was ist Mutterliebe, und wie lässt sie sich erklären?

Aus wissenschaftlicher Sicht ist Mutterliebe ein biologischer Trick, um Frauen bei der Stange zu halten und sie dazu zu bringen, sich permanent um ihren Nachwuchs zu kümmern.

Sie ist ein genialer Einfall der Natur, der uns und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen entscheidend prägt: Mitleid, Mitempfinden, romantische Liebe und Geselligkeit würde es ohne Mutterliebe nicht geben.

Aber was ist Mutterliebe und wie entsteht sie?

Menschenbabys: Der Luxus der großen Gehirne

Menschenbabys werden wegen ihres großen Köpfchens in einem sehr unreifen Zustand geboren.
Noch länger im Mutterleib und die Geburt wäre wegen ihres Kopfumfangs unmöglich bzw. das Leben von Mutter und Baby in höchstem Maß gefährden.

(Gefährlich ist es trotzdem: Viele Jahrhunderte lang war jede Geburt hochriskant und der zögerliche Einsatz neuer Methoden wie beispielsweise die Zangengeburt bei schweren Geburten kostete unzähligen Müttern und Kindern das Leben.)

Was hei0t schon Mutterliebe

Es ist ein „Luxus der großen Gehirne“, wie es die amerikanische Anthropologin Sarah Hdry nennt, denn der Kopf von neugeborenen Menschenkindern ist eigentlich viel zu groß für den restlichen Körper.

Bei ihrer Geburt bringen Babys dementsprechend zwar viel Hirn, aber nur wenige Fähigkeiten zum Überleben mit auf die Welt.

Bis aus einem zarten Menschenkind eine halbwegs überlebensfähige Persönlichkeit wird, braucht es viel Zeit und Fürsorge.
Im Tierreich gibt es keine vergleichbar lange Kindheit wie bei Menschen.

Diesem Umstand wurde noch bis weit ins 18. Jahrhundert wenig Beachtung geschenkt und die Wiegen dieser Welt eher nebenbei bewegt. Der Preis dafür war hoch: Eine immens hohe Kindersterblichkeit.

Nur etwa jedes zweite Kind überlebte seine Kindheit und erreichte das Erwachsenenalter.

Dass Kindheit ein besonderer und wichtiger Lebensabschnitt ist, wurde erst in der Epoche der Aufklärung entdeckt, dann aber ziemlich schnell zur Lebensaufgabe (und wenig später: einzigem Lebenssinn) von Frauen stilisiert.

Drogenflash und positive Vorbilder: Wie Mutterliebe entsteht

So selbstverständlich die meisten Mütter ihre Babys nach der Geburt annehmen und lieben, so groß ist die Bürde, die ihnen von Gesellschaft und Wissenschaft mit auf den Weg gegeben wird.

An den Müttern hängt das Wohl und Wehe des weiteren Lebensweges ihres Kindes, sie sind „schuld“, wenn etwas schiefläuft.

Dabei hat die Natur eigentlich schon ganz gut vorgenaut: Die meisten Frauen können dem Anblick eines Babys kaum widerstehen; die meisten Mütter sind schlichtweg überwältigt, wenn sie ihren eigenen kleinen Säugling das erste Mal in den Armen halten.

Aus neurobiologischer Sicht beginnt die Initialzündung für eine intakte Mutter-Kind-Beziehung während der Geburt: Sobald die Wehen einsetzen, wird unter anderem das sogenannte Kuschelhormon Oxytocin in sehr hoher Konzentration ausgeschüttet, damit die werdende Mama die Schmerzen der Niederkunft überhaupt überleben kann.

Mütter halten ihrer Kinder Hände für eine Weile und ihre Herzen für immer

Eine zweite Hormondosis verpasst Mutter Natur der frischgebackenen Mama, sobald sie ihr Neugeborenes das erste Mal stillen darf.

Die jahrelange Praxis, Mutter und Kind zu trennen, sobald die Nabelschnur durchgeschnitten war, ist vor diesem Hintergrund völlig absurd und unmenschlich und dürfte die Ursache für viele postpartale Bindungsstörungen sein.

Wie wichtig vor allem das erste Anlegen des Babys gleich nach der Geburt ist, wusste man übrigens schon in den 1920er Jahren.
In einigen wenigen fortschrittlichen Geburtskliniken wurden bereits vor 100 Jahren erste Formen von ‚Rooming-In‘ angeboten.

Für die Mehrheit von jungen Müttern galt das nicht.
Die Bedeutung des ersten Stillens wurde ebenso ignoriert wie die Tragweite einer intakten Beziehung zwischen Mutter und Kind. In Deutschland, aber auch anderswo, hielt man stattdessen lange Zeit am Prinzip „Ruhe und Ordnung“ fest.

Auch in der Wiege.
Johanna Haarers Kinderdrill-Bibel „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind„, ein Bestseller während der Nazi-Zeit, war nur eine von vielen Anleitungen, wie man Kinder zu funktionierenden Menschen „erziehen“ sollte.

Erfunden haben Nationalsozialisten und Haarer die „Erziehung mit harter Hand“ allerdings nicht.
Babys und Kinder auf Abstand zu halten, sie nicht mit „Affenliebe“ zu „verzärteln“, war viele Jahrhunderte lang gebräuchlich und das vorherrschende Prinzip in den Köpfen der meisten Erwachsenen.

Die Trennung von Mutter und Kind gleich nach der Geburt wurde in Deutschland bis weit in die 1970er Jahre praktiziert.

“ … Eltern, die ihre Kinder über einen längeren Zeitraum emotional nicht richtig versorgen können, sind entweder psychisch krank oder aber selbst als Kind nicht ausreichend versorgt worden.
Diese Störung in einer Eltern-Kind-Beziehung hat dramatische Auswirkungen auf die Folgegenerationen, denn das emotional nicht ausreichend versorgte Kind wird Schwierigkeiten haben, später als Erwachsener seine eigenen Kinder entsprechend zu versorgen.“

AUS: Sandra Konrad,
Das bleibt in der Familie: Von Liebe, Loyalität und uralten Lasten*

Die ersten Wochen entscheiden (fast) alles

Der körpereigene Drogenflash während und kurz nach der Entbindung reicht für das Entstehen echter und lebenslanger Mutterliebe allerdings bei Weitem noch nicht aus.

Das Wichtigste ist: Nach der Geburt brauchen Mutter und Baby Zeit füreinander.
Und Gelegenheit.

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… aber vergesst Euch dabei nicht!

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Denn: Nur eine glückliche Mutter ist für die Kinder lehrreicher als hundert Lehrbücher über Erziehung!

Oxytocin und Co. machen nur den Anfang, um eine Mutter und ihr Baby positiv aufeinander zu spuren.

Für wirkliche und bedingungslose Mutterliebe sind viele weitere Prozesse notwendig, die sich erst in den Tagen und Wochen nach der Entbindung entwickeln.

Werden Mutter und Kind in der ersten Zeit nach der Entbindung getrennt, bleibt die Mutterliebe oft auf der Strecke: Nimmt man beispielsweise einer Schafmutter gleich nach der Geburt ihr Lamm weg und bringt es ihr einige Zeit später wieder zurück, verscheucht sie es wie einen kleinen Fremdling.

Wie wichtig die ersten Wochen nach der Geburt für eine intensive Mutter-Kind-Bindung auch bei Menschenkindern sind, hat der Kinderarzt Marshall Klaus anhand eines sehr tragischen Zufallsbefundes beschrieben: In einem israelischen Krankenhaus ereignete sich der Albtraum aller Eltern, Babys wurden vertauscht.

Die Mütter hatten die falschen Kinder etwa zwei Wochen bei sich, bevor die Verwechslung bei einer Nachuntersuchung auffiel, und die Säuglinge eilig wieder zurückgetauscht werden sollten.

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Doch dann kam die Überraschung: Die beiden betroffenen Mütter tauschten nur sehr widerwillig das fremde Baby gegen ihr eigenes. Zwei Wochen hatten genügt, um eine intensive Mutter-Kind Bindung zum „falschen“ Säugling aufzubauen.

Man vermutet, dass sich eine Mutter und ihr Baby durch immer wiederkehrende schöne gemeinsame Momente gegenseitig (hormonell) belohnen und dadurch positiv verstärken.

Doch nur wenn dieser Kreislauf gut und ungestört verläuft, kann sich „echte“ Mutterliebe entwickeln, die ein Leben lang hält.

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Das erklärt auch, warum uns antike und mittelalterliche Müttern aus unserer heutigen Sicht wie kaltherzige Rabenmütter vorkommen.

Tatsächlich hatten sie in der Regel weder Zeit noch Gelegenheit, sich um ihre Babys zu kümmern, und dadurch die nächste Stufe mütterlicher Gefühle zu erreichen.

Wenn Mutterliebe fehlt

Mutterliebe entsteht nicht nur durch Hormone, neuronale Netze und Instinkt, sie muss zum Teil auch gelernt werden.

Erste Hinweise auf dieses Lernen lieferten Beobachtungen von Affenmüttern im Zoo: Unerfahrene Gorillamütter, die als Jungtiere gefangen wurden und deshalb nicht von ihren Müttern lernen konnten, wie man mit Babys umgeht, springen nach der Entbindung vor Panik fast an die Decke, wenn sich ihr Junges nach Gorillababyart an ihnen festkrallen will.

Andere lassen sich ihr Baby wegnehmen und sehen teilnahmslos zu, wenn es von anderen Affen aus der Gruppe als Fußball missbraucht wird.

Kaum vorstellbar, denn in freier Wildbahn sind Gorillaweibchen sehr zärtliche und fürsorgliche Mütter.

“ … Der ‚Mutterinstinkt‘ lässt sich nicht einfach einschalten, so dass eine Frau, vor allem eine problembeladene, plötzlich eine Bindung zu ihrer kleinen Tochter aufbaut, deren Bedürfnisse kennt, dementsprechend handelt und sie umsorgt. Natürlich ist es falsch, in Freudscher Tradition die Mütter zu Schuldigen zu erklären und ihnen für alle Missgeschicke Vorwürfe zu machen. Doch die Gleichung ‚Mutterrolle = gesunde Liebe‘ ist eine Illusion.“

AUS: Susan Forward, Wenn Mütter nicht lieben: Töchter erkennen und überwinden die lebenslangen Folgen*

Instinkt und Hormone allein reichen nicht aus, um ohne positive eigene Erfahrungen und Vorbilder liebevoll mit den Nachkommen umgehen zu können.

Das traurige Fazit dieser Beobachtungen ist: Wer als Kind ohne oder mit nur wenig Mutterliebe aufwachsen musste, wird es mit der eigenen Mutterrolle schwer haben und nicht so ohne Weiteres eine enge Bindung zu den eigenen Kindern aufbauen können.

Das ist der tragische Weg, auf dem der Mangel an Mutterliebe von Generation zu Generation weitergegeben werden kann.

Das Fatale ist, dass dieser Mangel oft auch zu mangelnder Empathiefähigkeit im Erwachsenenalter führt:

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Keine Liebe ohne Mutterliebe

Zärtlichkeiten zwischen Erwachsenen gibt es nur bei Tier-Arten, die sich um ihre Kinder kümmern.

Die Theorie, dass Mutterliebe der Ursprung für alle anderen Formen von Liebe ist, stützen Forscher darauf, dass sich viele Verhaltensmuster zwischen Müttern und ihren Kindern bei Erwachsenen wiederfindenmeistens im Zusammenhang mit Liebe und Sex.
Beispielsweise das Flügelzittern von Spatzen – als Küken zum Betteln um Nahrung, später beim Werben um ein Weibchen – oder die höhere Tonlage der Stimme, die Mütter beim Sprechen mit ihrem Baby einnehmen, viele Erwachsene aber auch unbewusst beim Umschmeicheln des oder der Liebsten einsetzen

Mütter ohne Liebe

Frauen, die ihre Babys auf Autobahntoiletten liegenlassen, sie in Mülleimer werfen, in Blumenkästen verscharren oder in Tiefkühltruhen verstecken, handeln meistens in höchster Not und sind nur die Spitze eines Eisberges, über den in der Regel nicht gesprochen wird: Mütter, die ihre Kinder nicht lieben können, die sie verletzen oder sogar töten.

In der Regel ist Mutterliebe einfach da, dafür sorgt Mutter Natur.
Fehlt sie, hat das katastrophale Folgen.

Herzzerreißende und sehr grausame Experimente zu fehlender Mutterliebe hat der US-amerikanische Psychologe und Verhaltensforscher Harry Harlow in den 1950er Jahren mit Affenbabys durchgeführt, die man gleich nach der Geburt von ihren Müttern trennte:

Die Baby-Äffchen wurden in Käfige gesperrt, in denen zwei unterschiedliche Mutterattrappen vorbereitet waren: eine aus Draht, an der man eine Milchflasche befestigt hatte, die andere aus Holz und mit Wolle überzogen, die entfernt an eine Affenmama erinnerte, allerdings keine Milchflasche hatte.

Madonna mit Kind

„Andrea Solario 002“ von The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei

Zur Verblüffung der Wissenschaftler hielten sich die Affenbabys nicht an die Attrappe aus Draht, die ihnen Nahrung bot, sondern klammerten sich die meiste Zeit an die Stoffpuppe.

Nachfolgeuntersuchungen zeigten später, das die verwaisten Äffchen zwar äußerlich gesund heranwuchsen, aber als Erwachsene emotionale Wracks waren, die sich nicht in eine Gruppe einfügen konnten, und ein hohes Maß an Aggressivität und inneren Stress hatten.

Keine Liebe ohne Mutterliebe.
Auch keine Selbstliebe.

Copyright: Agentur für Bildbiographien, www.bildbiographien.de, 2017 (überarbeitet 2022)

Lesen Sie im nächsten Beitrag: Mit „Mutterliebe“ hatte der französische Philosoph Jean-Jacques Rousseau überhaupt nichts im Sinn – seine eigenen Kinder brachte er gleich nach der Geburt in ein Findelhaus. Trotzdem gilt sein Erziehungsroman „Emile oder über die Erziehung“, als Urknall für unser heutiges Verständnis von Mutterliebe.
Die Erfindung der Mutterliebe

Buchempfehlungen

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Die Therapeutin Dr. Susan Forward
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Autorin des Bestsellers Das Kind in dir muss Heimat finden*, mit ihrem neuen großartigen Buch über Kindererziehung. Sehr informativ und klar strukturiert mit vielen Beispielen aus der Praxis.
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Stefanie Stahl, Julia Tomuschat, Nestwärme, die Flügel verleiht: Halt geben und Freiheit schenken – wie wir erziehen, ohne zu erziehen*
GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 2018

Die Psychologin Sandra Konrad beschreibt mit vielen Beispielen aus ihrer Praxis wie das unsichtbare Erbe längst vergangener Generationen zum Fallstrick im Hier und Jetzt werden kann. Ein sehr lesenswertes Buch für alle, die endlich verstehen und sich lösen wollen. Empfehlenswert!

Sandra Konrad, Das bleibt in der Familie: Von Liebe, Loyalität und uralten Lasten*
Piper Taschenbuch, 2014

Opfer – Retter – Verfolger.
In Stressituationen fallen wir oft in alte Rollen-Muster, die wir in der Kindheit gelernt haben. Wie man Psychospielchen durchschauen und durchbrechen kann – ein sehr lesenswertes Buch für alle, die das Gefühl haben, sich immer wieder an der gleichen Stelle zu verhaken.

Cornelia und Stephan Schwarz: Schluss mit Psychospielchen*, dtv Verlagsgesellschaft, Januar 2018

Männliche Kommunikation versus ‚horizontaler‘ – weiblicher- Kommunikation.
Ein sehr lesenswertes Buch für Frauen UND Männer, mit tollen Beispielen aus der Praxis, um zu verstehen, wie die andere Seite tickt. Nicht nur für ‚AHA‘-Erlebnisse, sondern auch sehr konkret mit Handlungsempfehlungen für einen besseren Umgang miteinander. Empfehlenswert!

Peter Modler: Das Arroganz-Prinzip*, FISCHER Taschenbuch, 2. Auflage, Oktober 2018

Die Kunst des „Nein-Sagens“:
Ein liebevoll gestaltetes Heft aus der Reihe „Bibliothek der guten Gefühle“, mit kurzen prägnanten Texten über’s Neinsagen und vielen einfach zu befolgenden Übungen.
Für alle, die gerade mit dem Thema beschäftigt sind, oder zum Verschenken.

Anne van Stappen, Das kleine Übungsheft: Grenzen setzen, nein sagen*
Trinity Verlag, 2012

Schwierige Beziehungen
sind oft das Ergebnis von Verhaltensmustern, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Wer immer wieder in die gleichen Fallen tappt, wird in diesem sehr lesenswerten Sachbuch viele wertvolle Informationen über „transgenerationale“ Vererbung finden. Sehr fundiert geschrieben und mit vielen Beispielen berühmter Familien.
Monica McGoldrick, Wieder heimkommen. Auf Spurensuche in Familiengeschichten*, Carl-Auer-Verlag, 2013

Viel mehr als ein Psychothriller
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Darüber, wie sie entsteht – und weshalb sie wieder geht.

Gillian Flynn: Gone Girl*, FISCHER Taschenbuch, 2014

Weiterführende Beiträge:

Schwarze Pädagogik: Es war während des Dritten Reiches ein Bestseller und galt als d e r Leitfaden zur Kindererziehung. Über die NS-Pädagogik und Johanna Haarers Machwerk.
Zwischen Drill und Misshandlung: Johanna Haarers „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“

Narzissmus: Wir alle sind geborene Manipulatoren und jeder Mensch trägt narzisstische Züge in sich. Manche Menschen bleiben allerdings in ihrer frühkindlichen narzisstischen Entwicklungsphase stecken und machen anderen das Leben schwer – vor allem denen, die sie lieben. Kann man Narziss entkommen?
Das Zeitalter der Narzissten?

Fehlende Mutterliebe und psychische Traumata werden oft über viele Generationen vererbt: unsere Gene und unsere Psyche hängen viel enger zusammen, als man lange Zeit glaubte. Winzige Veränderungen an unserem Erbgut können beispielsweise darüber entscheiden, ob Mütter fürsorglich sind oder ihre Babys vernachlässigen.
Epigenetik und transgenerationale Vererbung: Wenn Mütter nicht lieben

Kommunikation: Warum Männer immer die Besten sein wollen und Frauen in Rätseln sprechen. Über mögliche Auswege aus der täglichen Kommunikationskrise zwischen Männern und Frauen.
Da röhrt der Hirsch. Über die unmögliche Kommunikation zwischen Männern und Frauen

Antike Mütter: In der Wiege unserer Zivilisation, im alten Griechenland, gab es keine Doppelbelastung für Mütter und von einer weiblichen Sinnkrise konnte auch keine Rede sein: Auf mütterliche Gefühle wurde schlicht und ergreifend verzichtet. Das schnörkellose Verhältnis antiker Eltern zu ihrem Nachwuchs änderte sie erst langsam im Hochmittelalter; unser heutiger Begriff von “Mutterliebe” entstand im 18. Jahrhundert.
Mythos Mutter: Die Hand an der Wiege bewegt die Welt

Historische Mütter: Für die damalige Zeit hatte Adolf Hitler eine ganz „normale“ Kindheit. Disziplin, Gehorsam und Fügsamkeit waren jahrhundertelang nicht nur erste Untertanen-, sondern auch oberste Kinderpflicht. Und so wächst Adolf Hitler auf wie viele andere auch: Als Sohn eines ‘erziehenden’ — prügelnden — Vaters und einer Mutter, die zwar liebevoll, aber auch schwach ist.
Hitlers Mutter Klara

History: Manchmal sind Männer einfach die besseren Mütter.
Queen Victorias Onkel Leopold ist eine fast unbekannte, aber nicht zu unterschätzende Größe in der Weltgeschichte, und hat auch in Sachen Heiratspolitik eine geschickte und ruhige Hand
Queen Victorias Onkel Leopold

Weiterführender Link:

Tina Baier in „Spiegel-Online“:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/mutterliebe-das-staerkste-gefuehl-entschluesselt-a-415306.html

Bildnachweise:

Archiv Buschmann/Hintsches

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Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschichte & Psychologie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich bringe mit meinem Team Lebens-, Familien- und Unternehmensgeschichten ins Buch und schreibe als Ghostwriterin Bücher mit den Schwerpunkten Geschichte und Psychologie.

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