Die Erlaubnis zu hassen

Aufmarschgelände Nürnberg, nationalsozialistischer Aufmarsch

SA-Aufmarsch, Reichsparteitag 1933. Von Bundesarchiv, Bild 183-1987-0410-501

In ihrem Buch Am Anfang war Erziehung beschreibt Alice Miller die Kindheit und Jugend Adolf Hitlers als Sohn eines ‚erziehenden‘ und prügelnden Vaters und einer liebenden, aber hilflosen Mutter. Aber was begeisterte Millionen Menschen an Adolf Hitler, warum folgten sie ihm und wurden zum Teil selbst zu Verfolgern? „Verfolgen beruht auf abgewehrtem Opfersein“, lautet eine von Millers Kernthesen: Hitler gab vielen seiner Anhängern die Opfer, die sie brauchten – und die Erlaubnis zu hassen.

„Wenn Hitler Ende 1938 einem Attentat zum Opfer gefallen wäre, würden nur wenige zögern, ihn einen der größten Staatsmänner der Deutschen zu nennen.“
Joachim Fest, Hitler Eine Biographie

Aus der Sicht jener Zeit gab es viele gute Gründe, Adolf Hitler und den National-sozialisten zu folgen.

Viele Deutschen glaubten nach wie vor an die 1918 von Hindenburg ersonnenen ‚Dolch-stoß-Legende‘ – die im 1. Weltkrieg eigentlich unbesiegten deutschen Soldaten wären erst durch die Sozialisten, die das Vaterland verraten hätten, in die Knie und zum Waffen-stillstand gezwungen worden.
Die Deutschen, ihr Kaiser mitsamt seinen Schiffen und seinem stolzen Militär als Verlierer? Undenkbar!

Mit dieser Grundidee im Gepäck war alles, was danach kam, zum Scheitern verurteilt:
Der von großen Teilen der Bevölkerung als schändlich empfundene (und in vielen Aspekten unkluge) Versailler Vertrag ebenso wie die erste Demokratie auf deutschem Boden, die Weimarer Republik.
Die hatte nie einen guten Stand, weder bei den Rechten noch den Linken. Für die Weimarer Repuplik gab es viele, die sie kritisierten und bekämpften (wenn auch aus unterschiedlichen Gründen), Befürworter und Verteidiger hatte sie wenige.

Vielleicht hätten Republik und Demokratie eine Chance gehabt, wenn sich der wirt- schaftliche Aufschwung, der ab Mitte der 1920er Jahre auch in Deutschland für Wohlstand sorgte, fortgesetzt hätte.
Das tat er nicht. Die katastrophale Weltwirtschaftskrise des Jahres 1929 und ihre Folgen wurden zum Fanal, nicht nur für die Deutschen, sondern auch für viele andere Demokratien auf der ganzen Welt.

Das Phänomen ‚Hitler‘

Sebastian Haffner beschreibt in seinen ‚Anmerkungen zu Hitler‘ (1978) eine Stimmung in Deutschland vom Frühjahr 1938 bis zum Frühjahr 1939, in der sich Hitler-Gegner fragten, ob nicht sie im Unrecht wären und er recht hätte.

In dieser Zeit scheint Hitler und den Nationalsozialisten alles zu gelingen.
Ende der 1930er Jahre sollen mehr als 90 Prozent der Deutschen begeisterte Hitler-Anhänger gewesen sein, schließlich hatte jeder, der arbeiten wollte und konnte, nach den Jahren des Hungers, der Unsicherheit und beispielloser Armut wieder Lohn und Brot (bis auf die, die ausgegrenzt, ermordet oder verhaftet worden waren oder in der Emigration lebten).
Millionen neuer Arbeitsplätze waren in Rekordzeit entstanden.
Niemand fragt danach, woher die neuen Jobs kommen.
Dass viele der neugeschaffenen Arbeitsstellen in der Rüstungsindustrie und im Straßenbau entstehen und zur Kriegsvorbereitung dienen, dass sie auf Pump finanziert werden und die Staatsverschuldung des Dritten Reiches in astronomische Höhen schießt, so hoch, dass sie realistisch gesehen nur mit Hilfe eines gewonnenen Krieges bezahlbar ist – wer will das schon so genau wissen, wenn es endlich wieder aufwärts geht?

Auch außenpolitisch jagt das wirtschaftlich scheinbar blühende Dritte Reich von einem Erfolg zum nächsten.
Österreich und das Sudetenland kehren „heim in Reich“, die Drohgebärden, mit denen man der Weltgemeinschaft ein Zugeständnis nach dem anderen abtrotzt, gelingen.
Mit Hitler stehen die Deutschen plötzlich nicht mehr als Kriegsverlierer da, sondern als Nation von Siegern. Die, die sich zur „deutschen Volksgenmeinschaft“ zählen, jubeln.
Hitler lässt Briten, Franzosen und den Rest der Welt mit ihrer Appeasement- oder Nicht-Einmischungs-Politik einfach schlecht aussehen.

Das beeindruckt auch im Ausland: Viele Politiker in Europa und in den USA bestaunten das Phänomen ‚Hitler‘ halb sorgenvoll, halb bewundernd. In deutschen Nachbarländern ist Hitler populär, Faschismus ist in vielen Ländern der Erde salonfähig geworden und hat eine wachsende Anhängerschaft.

Die Bewunderung kennt oft keine Grenzen: Zur Eröffnung der Olympiade 1936 in Berlin ziehen die Sportler der französischen Delegation mit dem Hitlergruß ins Stadion ein, 1939 erklärt das amerikanische Nachrichtenmagazin Time Hitler zum „Mann des Jahres“.
Die Begründung für diese Wahl lautete, dass er im Jahr zuvor, also 1938, den Gang der Ereignisse (die „Sudetenkrise“ und das Münchner Abkommen) am stärksten beeinflusst und die meisten Schlagzeilen verursacht hatte.
(Eine Begründung, die im Jahr 2001 auch auf Osama bin Laden zugetroffen hätte, der wurde allerdings nicht zum  „Mann des Jahres“ gewählt.)

„Meistens sind die Führer keine Denker, sondern Männer der Tat. Man findet sie namentlich unter den Nervösen, Reizbaren, Halbverrückten, die sich an der Grenze des Irrsinns befinden.“
Gustave Le Bon


Am Anfang war Erziehung

Die Begeisterung für ein System, dass binnen weniger Jahre ein zerrissenes Land am Rande eines Bürgerkriegs in eine blühende „Volksgemeinschaft“ verwandelt hat, mag nachvollziehbar sein.
Trotzdem kann es Millionen Menschen nicht aufgefallen sein, dass sie dafür den Preis zahlen mussten, in einer Diktatur zu leben.
Dass jüdische Nachbarn, unliebsame Politiker, Journalisten und Künstler einfach „ver- schwanden“, dass nicht nur der Reichstag, sondern auch Bücher brannten, dass Menschen aus KZs zurückkamen und über die Lager berichteten.

Das nahm „man“ als „guter Deutscher“ einfach so hin?

In ihrem Buch Am Anfang war Erziehung beschreibt die Schweizer Autorin und Psychoanalytikerin Alice Miller die Kindheit und Jugend Adolf Hitlers als „erzogenes Kind“ eines tief gestörten und prügelnden Vaters und einer liebevollen, aber hilflosen Mutter: Vom verborgenen zum manifesten Grauen
„Erziehung“ durch schwarze Pädagogik, so wie sie in dieser Zeit von vielen Eltern (und Lehrern) praktiziert wurde, kann Menschen krank machen und ihr gesamtes weiteres Leben belasten.

Doch brutale Erziehungsmethoden schädigen nicht nur das Kind – möglicherweise ein Leben lang und mit fatalen Folgen –, die Methoden und Prinzipien der Schwarzen Pädagogik können sich laut Miller auch „vererben“.

Beispielsweise wenn sie im Erwachsenenalter als Eltern an die eigenen Kinder weitergegeben werden.
Oder als Politiker – wie Adolf Hitler – an das Volk.
Alice Miller_Wenn man einem Kind Moral predigt

Adolf Hitlers Kindheit und Jugend waren weder besonders ungewöhnlich noch unterschieden sie sich wesent- lich von denen, die Millionen andere erleben und erdulden mussten.
Doch schlimmer als Schläge und Härte, die Hitler vermutlich regel- mäßig von seinem jähzornigen und herrischen Vater kassierte, war –  laut Miller – ein weiterer Aspekt, der die Wirkung von Prügelei und De- mütigungen potenziert:
Die Opfer müssen schweigen.

Das „Gebot zur Schonung der Eltern“, wie es Alice Miller bezeichnet, verbietet dem ‚Erzogenen‘, an der Haltung und den Maßnahmen ihrer Erzieher zu leiden oder gar zu zweifeln.

Kinder wachsen damit in dem Glauben auf, dass das, was ihnen an Strafe widerfahren ist, völlig rechtens und von ihnen selbst durch ‚Unartigkeit‘ provoziert worden ist.

„Ich hatte zwanzig Jahre lang zugesehen, wie Menschen die Traumen ihrer Kindheit leugneten, wie sie ihre Eltern idealisierten und sich gegen die Wahrheit ihrer Kindheit mit allen Mitteln wehrten.“
Alice Miller, Bilder einer Kindheit


Das Erbe der Erziehung

Kinder haben, so Alice Miller, ein natürliches narzisstisches Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuwendung.

Von klein auf möchten sie als das Zentrum der eigenen Aktivität gesehen, beachtet und ernst genommen werden, im Idealfall ist die Mutter der Spiegel ihrer Gefühle, bei der sie ohne Verlustangst auch negative Stimmungen wie Angst, Zorn oder Trauer ausleben können.
Besondere Erziehungsmaßnahmen sind laut Miller für die glückliche und gesunde Entwicklung eines Kindes nicht notwendig; es genügt, wenn es als eigenes Wesen wahrgenommen wird und so, wie es ist, gestützt und gefördert wird.

Ein Kind muss die Möglichkeit haben, seine Eigenart und Besonderheit ausleben zu dürfen (mit Respekt, aber auch mit Anleitung: Alice Miller war erklärte Gegnerin der so- genannten „antiautoritären Erziehung“).
Erst das Ausprobieren der eigenen Bedürfnisse und Gefühle, fördert beim Kleinkind ein gesundes Selbstempfinden und im späteren Leben echtes soziales Verhalten.

Kindliches Fehlverhalten und psychosomatische oder psychische Erkrankungen im Erwachsenenalter entstehen, so Alice Miller, häufig durch jahrelange (oft unbewusst erlebte) Erziehung, die die Persönlichkeit eines Kindes missachtet.
Besonders negativ wirken sich  Schläge und Beschimpfungen als alltägliche Erziehungs-maßnahmen aus.

Die Erlaubnis zu hassen

Das Verbot, an ‚Erziehung‘ und ihren Vollstreckern leiden zu dürfen, kann bei den Betroffenen zu Verdrängung und Leidens-Unfähigkeit führen: „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ wird zur Lebensmaxime.

Aber gerade Härte und Schläge gehörten viele Jahrhunderte lang zum guten Ton in der Kindererziehung – schließlich wollte man seine Kinder nicht „verzärteln“ oder verweichlichen, sondern auf die „Härten des Lebens“ vorbereiten.

Hitler-Biograf J. Toland schreibt:

„Viele Jahre später erzählte Hitler einer seiner Sekretärinnen, er habe einmal in einem Abenteuerroman gelesen, es sei ein Zeichen von Mut, seinen Schmerz nicht zu zeigen. Und so ’nahm ich mir vor, bei der nächsten Tracht Prügel keinen Laut von mir zu geben. Und als dies soweit war – ich weiß noch, meine Mutter stand draußen ängstlich vor der Tür –, habe ich jeden Schlag mitgezählt. Die Mutter dachte, ich sei verrückt geworden, als ich ihr stolz strahlend berichtete: ‚Zweiunddreißig Schläge hat mir der Vater gegeben!“
John Toland, zitiert nach A.Miller


Was macht ein Kind, das den Maßnahmen seiner Erzieher ausgeliefert ist und darüber zu schweigen hat?
Ein Kind, das unter seiner ‚Erziehung‘ sehr wohl leidet, gleichzeitig aber lernt, dass dieses Leiden ungerechtfertigt ist, und es selbst „schuld“ an seiner Bestrafung hat, weil es ‚ungezogen‘ war?

Es gibt unzählige ‚Techniken‘, damit umzugehen“, schreibt Alice Miller, doch oft bleibe dem Kind keine andere Wahl, als das Trauma zu verdrängen (Abspaltung) und die Täter zu idealisieren.

Eine weitere ‚klassische‘ Reaktion sei die Wiederholung und Neu-Inszenierung der be- kannten Kindheitsmuster, allerdings mit anders besetzten Rollen.

Demütigungen und Ungerechtigkeiten, denen man nicht entkommen kann, machen wütend.
Wut und Aggressionen dürfen aber nicht zurück an den Absender, denn es ist verboten Eltern oder Lehrern negative Gefühle entgegenzubringen.
Berlin, NS-Boykott gegen jüdische Geschäfte

Also muss ein anderer dafür herhalten: Ein Sündenbock als Ersatz wird gesucht, ein Schwächerer, für den es eine ‚Erlaubnis zu hassen‘ gibt.

Miller sieht hier eine der Wurzeln für Hitlers Aufstieg und Popularität, denn schließlich waren die Methoden der Schwarzen Pädagogik, weit verbreitet und viele hatten eine Kindheit erlebt, die der Adolf Hitlers nicht unähnlich war:

„Es gibt wohl kaum ein zuverlässigeres Bindeglied unter den Völkern Europas als den Judenhass. Er ist seit jeher ein geschätztes Manipulationsmittel der Regierenden und eignet sich offenbar vorzüglich zur Verschleierung von sehr verschiedenen Interessen, so dass auch extrem miteinander verfeindete Gruppierungen sich über die Gefährlichkeit oder Gemeinheit der Juden völlig einig sein können. Der erwachsene Hitler wusste das und sagte einmal zu Rauschning, dass, „ …wenn es den Juden nicht gäbe, man ihn erfinden müsste“.
Woher bezieht der Antisemitismus seine ewige Erneuerungsfähigkeit? Das ist nicht schwer zu verstehen. Man hasst den Juden nicht deshalb, weil er das oder jenes tut oder ist. Alles, was die Juden tun oder sind, lässt sich auch bei anderen Völkern finden. Man hasst den Juden, weil man einen unerlaubten Hass in sich trägt und begierig ist, ihn zu legitimieren. Das jüdische Volk eignet sich für diese Legitimierung in ganz besonderem Maße. Weil seine Verfolgung seit zwei Jahrtausenden von höchsten kirchlichen und staatlichen Autoritäten ausgeübt wurde, braucht man sich des Judenhasses nicht schämen, nicht einmal, wenn man mit strengsten moralischen Prinzipien aufgewachsen war und sich für die natürlichsten Regungen der Seele zu schämen hatte.“
Alice Miller, Am Anfang war Erziehung


Adolf Hitler, so Alice Miller, hat sich sein Kindheitsmuster mit einem totalitären Staat, in dem das Schicksal der Schwächeren von den Stimmungen und Launen eines un- umstrittenen Herrschers abhing, wieder erschaffen, allerdings mit neuer Rollenverteilung.

Doch zum manifesten Grauen konnte sein System erst werden, weil Millionen anderer unter ähnlich brutalen Bedingungen aufgewachsen waren wie er selbst.
Für viele verkörperte er einerseits den lang ersehnten „guten Vater“, gleichzeitig bediente er sich eines jahrhundertealten „Sündenbocks“, für den es seit Menschengedenken die „Erlaubnis zu hassen“ gab.

Alice Miller schreibt:

„Wie wir wissen, eignet sich fast jedes Gedankengut dazu, den in der Kindheit misshandelten Menschen als Marionette für die jeweiligen persönlichen Interessen der Machthaber zu gebrauchen. Auch wenn der wahre ausbeuterische Charakter der verehrten und geliebten Führer nach deren Entmachtung oder Tod zu Tage tritt, ändert das kaum etwas an der Bewunderung und bedingungslosen Treue ihrer Anhänger. Weil er den ersehnten guten Vater verkörpert, den man nie hatte.“
Alice Miller, Dein gerettetes Leben


Über Alice Miller:

Die Schweizer Autorin und Psychoanalytikerin wurde 1923 als älteste Tochter einer jüdisch-orthodoxen Familie im polnischen Piotrków geboren, ihr eigentlicher Name lautete Alicija Englard.  Die deutsche Besatzung Polens während des Zweiten Weltkrieges überlebte sie mit falscher Identität in Warschau, später studierte sie Literaturgeschichte und Philosophie an der Universität Basel, wo sie im Fach Philosophie ihren Doktortitel erlangte. Nach Abschluss des geisteswissenschaftlichen Studiums begann Miller in Zürich eine Ausbildung in freudianischer Psychoanalyse.
1980 gab Alice Miller nach über 20 Jahren ihre Arbeit als Psychoanalytikerin und Lehranalytikerin auf, um sich systematisch der Erforschung der Kindheit widmen zu können. Mehr und mehr setzte sie sich kritisch mit der Psychoanalyse auseinander, die ihrer Meinung nach zu sehr auf den Prinzipien der „Schwarze Pädagogik“ basiere: „Bisher schützte die Gesellschaft die Erwachsenen und beschuldigte die Opfer“, lautet eine ihrer Thesen. 1984 erklärte sie ihre Abkehr von der Psychoanalyse und wollte auch nicht mehr als Psychoanalytikerin bezeichnet werden.

Wie schwierig es ist, die eigenen Erfahrungen als ‚gut erzogenes‘ Kind im Erwachsenenalter abzulegen und alte, überkommene Muster nicht an die eigenen Kinder weiterzugeben, hat Alice Millers Sohn Martin beschrieben: Drei Jahre nach Tod seiner Mutter im Jahr 2010 veröffentlichte er seinen Lebensbericht als eigenes Buch mit dem Titel: „Das wahre Drama des begabten Kindes“, Untertitel: „Die Tragödie Alice Millers – wie verdrängte Kriegstraumata in der Familie wirken“.


Copyright: Agentur für Bildbiographien, www.bildbiographien.de, 2016


 Wir müssten das alles mal aufschreiben Die Agentur für Bildbiographien veröffentlicht seit 2012 hochwertige Bildbände und Chroniken über Familien- und Unternehmens-geschichten. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage Bildbiographien: Wir müssten das alles mal aufschreiben!


Buchempfehlungen:
(Die mit * gekennzeichneten Links sind sogenannte Affilate-Links, die helfen, den Blog Generationengespräch zu finanzieren. Wenn Ihnen eine der angegebenen Buchempfehlungen
gefällt und Sie das Buch über diesen Link bestellen, erhält der Blog dafür eine kleine Provision, ohne dass für Sie Mehrkosten entstehen. Für Ihren Klick: Herzlichen Dank im Voraus!)


Alice Millers Klassiker „Am Anfang war Erziehung“ ist zu sehr in Vergessenheit geraten. Millers Denkansätze und Thesen sind heute aktueller denn je – gesellschaftlich, für viele aber auch sehr persönlich. Sehr lesenswert ist unter anderem auch das Kapitel: Vom verborgenem zum manifesten Grauen. Kindheit und Jugend Adolf Hitlers.
Alice Miller, Am Anfang war Erziehung*. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, Taschenbuch, ungekürzte Ausgabe,1980 ISBN: 978-3-518-37451-1

Alice Miller, Am Anfang war Erziehung als eBook in der Kindle-Edition*

Weiterführende Links zum Thema:


4474 Tage währte das 1000jährige Reich auf deutschem Boden.
Dann brach es am 8. Mai 1945 in einem Inferno aus Blut, Tränen und Abermillionen Toten zusammen. Eine kurze Chronologie zum 70. Jahrestag des Kriegsendes:
Vor 70 Jahren: Weltkriegsende-Zusammenbruch-Befreiung


„Auch Mörder fallen nicht einfach vom heiteren Himmel“, schreibt die Schweizer Autorin (und Psychoanalytikerin) Alice Miller in ihrem Buch Am Anfang war Erziehung. Oder doch?
Der Werdegang Adolf Hitlers vom geprügelten Sohn eines „erziehenden“ Vaters und einer liebevollen, aber schwachen Mutter zu einem der grausamsten Diktatoren der Menschheit.

Vom verborgenem zum manifesten Grauen: Kindheit und Jugend Adolf Hitlers


Adolf Hitler hatte ein sehr großes Interesse an Frauen (und umgekehrt) und war bei weitem nicht der „einsame Wolf“, als der er sich in der Öffentlichkeit gerne darstellen ließ. Adolf Hitler, die Frauen, sein deutsch-britisches Techtelmechtel und die Frage: Wäre Hitler ein guter Schwiegersohn gewesen?
Vom It-Girl zur Walküre: Die Welt der Unity Mitford


Es war während des Dritten Reiches ein Bestseller und galt als d e r Leitfaden zur Kindererziehung. Über die NS-Pädagogik und Johanna Haarers Machwerk.
Zwischen Drill und Misshandlung: Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind


Auch Hitlers „Bruder im Geiste“ war ein geprügeltes Kind, das nie weinte.
Wer war eigentlich Stalin?


Leseempfehlungen zum Thema:


In zwei Monaten haben wir Hitler an die Wand gedrückt, dass er quietscht“, glaubte Franz von Papen, als Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde. Von Papen irrte sich, viele andere auch. Über die Reaktionen im In- und Ausland anlässlich Hitlers Ernennung:
Zeit online: Adolf Hitler: Ruhig abwarten

Spiegel Online: Die deutsche Katastrophe. Georg Bönisch über Joachim Fests Meisterwerk „Hitler. Eine Biographie“
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50828283.html


Über das Buch „Das wahre ,Drama des begabten Kindes’“ von Martin Miller. Der Tagesspiegel: „Die Maske der Kinderrechtlerin“:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/martin-millers-buch-ueber-seine-mutter-alice-die-maske-der-kinderrechtlerin/8793762.html


Quellen:
Alice Miller: Am Anfang war Erziehung. Suhrkamp Taschenbuch, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-518-37451-6.
Joachim Fest: Hitler. Eine Biographie. Frankfurt am Main, Propyläen 1973, ISBN 3-549-07172-8
Franz Jetzinger: Hitlers Jugend. Phantasien, Lügen und die Wahrheit. Europa-Verlag, Wien 1956.

Bildnachweise:
1. Von Bundesarchiv, Bild 183-1987-0410-501 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5345947
2. Zitat Alice Miller, Agentur für Bildbiographien
3. Boykott der Nationalsozialisten gegen jüdische Geschäfte in Deutschland,
SA – Mitglieder kleben an das Schaufenster eines Berliner jüdischen Geschäfts ein Schilder mit der Aufschrift „Deutsche, wehrt euch, kauft nicht bei Juden“ Bundesarchiv, Bild 102-14468 / Georg Pahl / CC-BY-SA 3.0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.