Was heißt schon Mutterliebe?

Madonna mit Kind

Andrea Sola­rio 002“ von The Yorck Pro­ject: 10.000 Meis­ter­wer­ke der Male­rei

Mut­ter­lie­be sorgt dafür, dass Frau­en über sich hin­aus­wach­sen und Din­ge tun, die sie nor­ma­ler­wei­se für ande­re Men­schen nicht tun wür­den.
Fehlt Mut­ter­lie­be, muss ein Kind also „mut­ter­see­len­al­lein“ auf­wach­sen, wird es die­sen Man­gel ein Leben lang spü­ren.
Aber was ist Mut­ter­lie­be, und wie lässt sie sich erklä­ren?

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Mätressenwirtschaft, Revolution und die große Liebe

Bonaparte beim Überschreiten der Alpen am Großen Sankt Bernhard Gemälde von Jacques-Louis David, 1800

Bona­par­te beim Über­schrei­ten der Alpen am Gro­ßen Sankt Bern­hard, Von Jac­ques-Lou­is David — The Yorck Pro­ject.

 

Das 18. Jahr­hun­dert ent­deckt die Lie­be. 1762 erfin­det der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Jean-Jac­ques Rous­seau ver­se­hent­lich die Mut­ter­lie­be, rund 30 Jah­re spä­ter fegt die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on das “Anci­en Régime” aus sei­nen Paläs­ten. Damit hat auch die Mätres­sen­wirt­schaft aus­ge­dient, denn ab sofort kön­nen Ehe­paa­re sich schei­den las­sen. Ange­sichts sol­cher Aus­sich­ten ent­de­cken vie­le ein bis­lang unbe­kann­tes Gefühl: die “wah­re” Lie­be.
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Die Großmutter Europas (I)

Queen Vic­to­ria, 1847, Ölge­mäl­de von Franz Xaver Win­ter­hal­ter — Ori­gi­nal pain­ting owned by the Roy­al Collec­tion.

Queen Vic­to­ria (1819 – 1901) drück­te dem 19. Jahr­hun­dert ihren Stem­pel auf und bestimm­te als „Groß­mut­ter Euro­pas“ auch die Geschich­te des 20. Jahr­hun­derts. Ihr Leben fängt mehr als beschei­den an, ohne Vater und mit einer Mut­ter, die sie als eine Art Faust­pfand für die eige­ne Zukunft betrach­tet. Zwei Onkel bestim­men Vic­to­ri­as Schick­sal: Ihr selt­sa­mer Onkel Geor­ge, den sie auf dem bri­ti­schen Thron beer­ben wird, und Onkel Leo­pold, der sich um ihr Lebens­glück und ihre Zukunft küm­mert.

 

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Zwischen Drill und Misshandlung: Johanna Haarers „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“

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Mut­ter mit Kin­dern, SS-Leit­heft 9/2 Febru­ar 1943, unbe­kann­ter Foto­graf, Bun­des­ar­chiv, Bild 146‑1973-010–31 / CC-BY-SA 3.0

 

… Die „Bibel“ jeder jun­gen Mut­ter der dama­li­gen Zeit war das Buch „Die deut­sche Mut­ter und ihr ers­tes Kind“ von Dr. Johan­na Haa­rer. Die­se Frau scheint mir eine rech­te Preußin gewe­sen zu sein, denn ihr Haupt-anlie­gen waren Sau­ber­keit, Pünkt­lich­keit, Genau­ig­keit im Mes­sen und Wie­gen, kurz ein sehr stren­ges Regle­ment …
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Der Mann in der Krise?

 


Ein Kind ver­än­dert eine Bezie­hung, das wis­sen wir alle. Aber: Geben sich Frau­en in ihrer Mut­ter­rol­le selbst ein “Lebens­läng­lich”, opfern sie sich auf und stür­zen damit sich, ihre Män­ner und ihre Söh­ne in die Kri­se?
Und: Ist es Zeit für die Eman­zi­pa­ti­on der Män­ner von der Mut­ter ihrer Kind­heit?

Eine glück­li­che Mut­ter ist für ihre Kin­der lehr­rei­cher als hun­dert Bücher über Erzie­hung.”


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Die Erfindung der Mutterliebe

Porträt von Jean-Jacques Rousseau

Mit “Mut­ter­lie­be” hat der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Jean-Jac­ques Rous­seau nichts im Sinn, als er 1762 sei­nen Roman “Emi­le oder über die Erzie­hung” publi­ziert. Eigent­lich will er ein Zei­chen gegen die fest­ze­men­tier­te abso­lu­tis­ti­sche Stän­de­ge­sell­schaft set­zen, die ihn anwi­dert, und im Übri­gen hält er Erzie­hung für viel zu wich­tig, um sie Frau­en zu über­las­sen.
Rund 40 Jah­re spä­ter ist Rous­seau post­hum zum Hel­den der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on gewor­den und “Emi­le” zur Grund­la­ge moder­ner Erzie­hung.
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Mythos Mutter: Die Hand an der Wiege bewegt die Welt

Artemis, die griechische Göttin der Jagd, des Mondes, der Gebärendenen und der Mütter und KinderIn der Wie­ge unse­rer Zivi­li­sa­ti­on, im alten Grie­chen­land, gab es kei­ne Dop­pel­be­las­tung für Müt­ter und von einer weib­li­chen Sinn­kri­se konn­te auch kei­ne Rede sein: Auf müt­ter­li­che Gefüh­le wur­de schlicht und ergrei­fend ver- zich­tet.
Das schnör­kel­lo­se Ver­hält­nis anti­ker Eltern zu ihrem Nach­wuchs änder­te sie erst lang­sam im Hoch­mit­tel­al­ter; unser heu­ti­ger Begriff von “Mut­ter­lie­be” ent­stand im 18. Jahr­hun­dert.
Aber was ist der “Mythos” Mut­ter? Gibt es ihn über­haupt — oder ist er nur eine Erfin­dung, um Frau­en “bei der Stan­ge” zu hal­ten?

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