Der Mann in der Krise?

Warum Mütter sich nicht aufopfern sollten



Ein Kind ver­än­dert eine Bezie­hung, das wis­sen wir alle.
Aber: Geben sich Frau­en in ihrer Mut­ter­rol­le selbst ein “Lebens­läng­lich”, opfern sie sich auf und stür­zen damit sich, ihre Män­ner und ihre Söh­ne in die Kri­se?

Und: Ist es Zeit für die Eman­zi­pa­ti­on der Män­ner von der Mut­ter ihrer Kind­heit?

Fest steht: Ein Kind ver­än­dert eine Bezie­hung.
Fest steht für Müt­ter auch: Wer sein Kind liebt, erzieht es selbst und stellt eige­ne Inter­es­sen und Bedürf­nis­se zurück.

Eine schlich­te For­de­rung, aber eben auch eine, die schnell in die weib­li­che Abwärts­spi­ra­le  “Auf­op­fern” und Jam­mern füh­ren kann.
Damit ist nie­man­den gehol­fen, auch und vor allem nicht den Kin­dern.

Beziehungsthema Hausarbeit. Oder: Bleibt ihre Liebe, wenn sie immer seine gebrauchten Socken wegräumen muss?

Väter sind immer glück­li­cher als kin­der­lo­se Män­ner.
Das ist ein Ergeb­nis des 2015 ver­öf­fent­lich­ten European Soci­al Sur­vey, einer groß­an­ge­leg­ten Stu­die, für die 350.000 Euro­pä­er und Euro­päe­rin­nen seit 2002 zum The­ma “Glück­lich­sein” befragt wor­den sind.

Der Mann in der Krise?

Bei Müt­tern hängt das Glück durch eige­ne Kin­der im Ver­gleich zu kin­der­lo­sen Frau­en dage­gen sehr davon ab, ob es ihnen gelingt, Job, Part­ner­schaft, Kin­der und Haus­halt unter einen Hut zu brin­gen.
Das ist nicht immer ein­fach, vor allem weil vie­le Frau­en an sich selbst den hohen Anspruch stel­len, ihre Auf­ga­ben sou­ve­rän und stets lächelnd zu erfül­len, um ihren Kin­dern (und Män­nern) nicht zu scha­den.

Auch wenn das The­ma alt und ner­vig ist — in einer Zeit, in der Frau­en neben Haus­halt und Kind auch für ihr eige­nes Ein­kom­men sor­gen muss, wird der Dau­er­bren­ner “Bezie­hung und Haus­ar­beit wich­ti­ger denn je.

Und obwohl sich alle viel Mühe beim “Gen­dern” geben, ist das (Beziehungs-)Thema Haus­ar­beit bei vie­len Paa­ren, egal ob mit oder ohne Kin­der, nach wie vor unge­löst, wie eine aktu­el­le Stu­die zeigt:

Bezie­hungs­the­ma Haus­ar­beit
Das Ungleich­ge­wicht beim The­ma Haus­ar­beit hat nicht (nur) etwas mit Kin­dern zu tun: Auch in kin­der­lo­sen Part­ner­schaf­ten, in denen bei­de Part­ner Voll­zeit arbei­ten, bleibt das Gros der Haus­ar­beit an den Frau­en hän­gen.
Män­ner, die in einer Bezie­hung leben, arbei­ten in der Regel deut­lich weni­ger im Haus­halt als Sin­gles. Umge­kehrt brin­gen Frau­en in einer Part­ner­schaft — auch ohne Kin­der — durch­schnitt­lich sehr viel mehr Zeit für den Haus­halt auf, als wenn sie allei­ne woh­nen.
Eine fai­re Auf­tei­lung lohnt sich übri­gens für bei­de: Je gerech­ter Zeit und Auf­ga­ben im Haus­halt ver­teilt sind, des­to weni­ger Ärger gibt es und bei­de Part­ner sind zufrie­de­ner mit ihrer Bezie­hung.

Roh­mann, Schmohr, Bier­hoff: Haus­ar­beit, Erwar­tun­gen und Bezie­hungs­qua­li­tät


Beziehungsthema Hausarbeit: Bleibt die Liebe wenn man täglich seine gebrauchten Socken wegräumt

Die Schief­la­ge beginnt damit oft schon lan­ge vor der Geburt eines Kin­des:
Dop­pel­be­las­tung” ist ein Schlag­wort, das man(n) eigent­lich nicht mehr hören kann, akut ist es trotz­dem.

Denn: Kann die Lie­be blei­ben, wenn sie immer sei­ne gebrauch­ten Socken weg­räu­men muss?

Hängt immer alles an den Müttern?

Die unge­rech­te Ver­tei­lung in Sachen Haus­ar­beit , die vie­le Paa­re unaus­ge­spro­chen hin­neh­men, solan­ge sie nur zu zweit sind, kann zur ech­ten Kri­se mutie­ren, wenn sie ein Baby bekom­men.

Dafür sorgt schlicht und ergrei­fend unse­re Bio­lo­gie.
Frau­en reagie­ren von Natur aus viel sen­si­bler als Män­ner auf das Schrei­en eines Babys.
Müt­ter haben von Anfang ein fei­ne­res Gehör für ihren brül­len­den Säug­ling, selbst dann, wenn der Kinds­va­ter die bes­ten Absich­ten hat.

Warum Mama immer vor Papa beim Baby ist

Fazit: Egal, wie wil­lig ein frisch­ge­ba­cke­ner Papa ist — Mama wird wegen ihres sen­si­ble­ren Gehörs immer vor ihm beim Baby sein.

Denn Rest erle­digt die Zeit. Ein Baby bin­det sich immer am stärks­ten an sei­ne wich­tigs­te Bezugs­per­son. also an die Mama, die vor allem nachts viel schnel­ler da ist als Papa.

Ein win­zi­ger gene­ti­scher Unter­schied zwi­schen Män­nern und Frau­en wird dadurch zur rie­sen­gro­ßen Asym­me­trie in den Lebens­ver­hält­nis­sen.

Mütterfalle “Aufopfern”

Die Asym­me­trie im elter­li­chen Hören wird zur Kri­se, wenn Frau­en zusätz­lich zur Bio­lo­gie noch in die typisch weib­li­che Fal­le des “Auf­op­ferns” tap­pen.
Wenn sie die Zäh­ne zusam­men­bei­ßen und ver­su­chen, den Balan­ce­akt zwi­schen Kind, Haus­halt und Job hin­zu­be­kom­men — auch dann noch lächelnd (oh, weib­li­che Unart!), wenn sie schon längst an ihre Gren­ze gekom­men sind.
Wenn sie eige­ne Wün­sche zurück­stel­len, “es” allein schaf­fen wol­len (oder müs­sen), und sich kei­ne Aus­zeit neh­men, obwohl sie die bit­ter nötig hät­ten.

Sie sind immer die ers­ten am Bett­chen.

Sie über­neh­men Ver­ant­wor­tung und haben sämt­li­che Ter­mi­ne vom Kin­der­arzt bis zum Eltern­abend im Kopf.
Sie ken­nen die Namen der Erzie­he­rin­nen und hal­ten den Kon­takt zu den Müt­tern der bes­ten Freun­din­nen und Freun­de ihrer Kin­der. (Vätern rutscht sowas schon mal durch. Beson­ders dann, wenn’s gera­de nicht in den Ter­min­ka­len­der passt.)
Sie backen für jedes Kin­der­gar­ten­fest einen Kuchen.

Sie sind nicht nur Mut­ter — sie sind die per­fek­te Mut­ter.
Und lau­fen damit Gefahr, ihr eige­nes Glück und das ihrer Kin­der zu rui­nie­ren.

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Die Kunst des “Nein-Sagens”
Ein lie­be­voll gestal­te­tes Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le” mit kur­zen prä­gnan­ten Tex­ten über’s Nein­sa­gen und vie­len, ein­fach zu befol­gen­den Übun­gen.
Für alle, die viel zu oft “Ja” sagen, obwohl sie “Nein” mei­nen.
Anne van Stap­pen, Das klei­ne Übungs­heft: Gren­zen set­zen, nein sagen*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2012


Der Weg in die Krise

Vie­le Müt­ter nei­gen dazu, sich in ihrer Mut­ter­rol­le zu ver­ges­sen.
Sie stel­len eige­ne Inter­es­sen zurück, damit es den Kin­dern gut geht, zie­hen nicht die Reiß­lei­ne, wenn es zuviel wird, hau­en nicht auf den Tisch, for­dern nicht, neh­men sich nicht ein­fach, wie Män­ner es tun.

Statt­des­sen leben sie mit dem ungu­ten Gefühl, dass alles an ihnen hän­gen bleibt.
Und fan­gen an zu nör­geln.

Nörgeln ist der Tod der Liebe

Geben sich zu vie­le Müt­ter selbst ein “Lebens­läng­lich”?
Der Psy­cho­lo­ge und Best­sel­ler­au­tor Robert Betz schreibt dazu in sei­nem Buch “So wird der Mann ein Mann”:

„Sie wech­seln aus dem Mut­ter-Sein nicht mehr zurück in die Rol­le der Frau und zer­stö­ren auf die­se Wei­se die Lie­bes­be­zie­hung zum Mann. Zwi­schen der Ener­gie und Aus­strah­lung einer »Mut­ter« und der einer »Frau« lie­gen Wel­ten.“

Aus: Robert Betz, So wird der Mann ein Mann


Nichts ist für Män­ner so unse­xy wie eine lei­den­de, jam­mern­de, sich auf­op­fern­de und wüten­de Frau. Ein weib­li­ches Jam­mer­tal ist vie­len Män­nern ein­fach nicht geheu­er.
Denn in der männ­li­chen (Kommunikations-)Welt gibt es lei­den­des Genör­gel so gut wie nicht: Man(n) sagt deut­lich, was man will, oder sagt nichts und nimmt sich das, was man braucht.

Sich auf­op­fern, lei­den und jam­mern — und vor allem: typisch-weib­li­ches “Nichts-sagen-aber-erwar­ten” kommt bei Män­nern nicht gut an.
Eine Frau, die sich in ihre Opfer­rol­le zurück­zieht, hin­ter­lässt bei Ehe­män­nern eine tie­fe Ver­un­si­che­rung, mit der sie nicht umge­hen kön­nen. und einen ganz schlech­ten Ein­druck.

Mit Fol­gen: Sie lei­det, er ver­steht nicht war­um und lei­det auch.
Sie jam­mert — er geht schließ­lich.
Zumin­dest emo­tio­nal.

Die Verurteilung der Väter

Also doch lächeln?
Die meis­ten Part­ner­schaf­ten zer­bre­chen nicht an der einen gro­ßen Kri­se, den schlim­men Betrug oder dem Auf­tau­chen eines anderen/einer ande­ren.

Mütter in der Opferrolle

Bis die Gelieb­te vor der Tür steht, ist die Lie­be meis­tens schon längst lei­se und still an der offe­nen Zahn­pas­ta-Tube gestor­ben, an den klei­nen All­tags-Ner­verei­en und Unge­rech­tig­kei­ten, mit denen wir uns gegen­sei­tig viel zu oft quä­len.

Ohne glück­li­che Bezie­hung zum Vater ihres Kin­des, zurück­ge­wie­sen und in ihrem Opfer-Dasein gefan­gen, beginnt für die betrof­fe­nen Müt­ter und damit auch für ihre Kin­der eine frus­trie­ren­de Spi­ra­le abwärts, und das bedeu­tet: noch mehr Unglück­lich-Sein.

„Von Genera­ti­on zu Genera­ti­on prä­sen­tier­ten sich vie­le Müt­ter ihren Kin­dern als jam­mern­de, lei­den­de und im Kern unglück­li­che Frau­en, ohne befrie­di­gen­de oder beglü­cken­de Bezie­hung.“

Aus: Robert Betz, So wird der Mann ein Mann


Ein Kind spürt, ob es sei­ner Mut­ter gut geht, ob sie mit ihrem Leben und ihrer Part­ner­schaft glück­lich ist.
Lei­det sie, so fühlt sich ihr Kind in sei­ner Abhän­gig­keit gezwun­gen, dar­auf zu reagie­ren: Es beginnt, mit­zu­lei­den, will hel­fen und ver­sucht auf irgend­ei­ne Wei­se ihr Leid zu lin­dern.

Beson­ders betrof­fen sind die klei­nen Söh­ne, die sich rit­ter­lich als Ersatz­part­ner anbie­ten: “Ich wäre der bes­se­re Part­ner für Mama. Ich will ihr hel­fen“, schreibt Robert Betz.

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Resi­li­enz kann man üben:
Resi­li­enz — die Fähig­keit, an Kri­sen und schwie­ri­gen Situa­tio­nen zu wach­sen, statt zu ver­zwei­feln, — kann man üben. In die­sem Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le” gibt es für den Ein­stieg kur­ze, gut ver­ständ­li­che Tex­te über unse­re Fähig­keit zur Resi­li­enz, und vie­le ein­fach zu befol­gen­den Übun­gen.
Für alle, die gera­de mit einem The­ma beschäf­tigt sind, — oder zum Ver­schen­ken.
Isa­bel­le Fil­lio­z­at, Das klei­ne Übungs­heft: Stark durch Resi­li­enz*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2016


Was macht einen “guten Mann” aus?

Für einen klei­nen Jun­gen ist sei­ne Mut­ter die ers­te gro­ße Lie­be sei­nes Lebens. Lei­det sie, lei­det er mit. Und beginnt, sei­nen abwe­sen­den Vater mit den Augen sei­ner Mut­ter zu sehen:

„Der Mann hat als klei­ner Jun­ge gelernt, dass er kei­nen Vater hat­te, oder einen abwe­sen­den Vater oder einen schwa­chen Vater. Das führt dazu, dass der klei­ne Jun­ge beginnt, uni­so­no mit der Mut­ter sei­nen Vater als Loo­ser, als Ver­sa­ger, als nicht gut genug oder als nicht lieb und nett genug zu ver­ur­tei­len. Denn eben­so haben sich ja vie­le Väter auch ver­hal­ten.“

Aus: Robert Betz, So wird der Mann ein Mann


Ein abwe­sen­der Vater ist eine schwie­ri­ge Situa­ti­on sowohl für Söh­ne als auch für Töch­ter. Für klei­ne Jungs wird die Abwe­sen­heit der Väter zum dop­pel­ten Dilem­ma, wenn ande­re star­ke männ­li­che Rol­len­vor­bil­der — Groß­vä­ter, Onkel, erwach­se­ne Freun­de der Fami­lie, Leh­rer oder Trai­ner — feh­len.

Wie soll ein Sohn ler­nen, was einen rich­ti­gen, einen “guten” Mann aus­macht?

Feh­len star­ke männ­li­che Vor­bil­der, an denen er sich ori­en­tie­ren kann, bleibt einem klei­nen Jun­gen nichts ande­res übrig, als sich an sei­ne Mut­ter zu hal­ten.
Er wird ver­su­chen, ihre Erwar­tun­gen und Wün­sche zu erfül­len — und läuft damit Gefahr, als erwach­se­ner Mann “Mut­ter­er­fah­run­gen” zu wie­der­ho­len.

„Da der Vater meist mehr abwe­send als anwe­send ist, braucht der Sohn unbe­dingt die Auf­merk­sam­keit und Zuwen­dung der Mut­ter für sein eige­nes psy­chi­sches Über­le­ben, wenn nie­mand sonst da ist.“

Aus: Robert Betz. So wird der Mann ein Mann


Klas­sisch sind bei­spiels­wei­se die „Mut­ter­söhn­chen“, die als Erwach­se­ne in der eige­nen Frau eine Ersatz­mut­ter suchen.
Ande­re Män­ner ver­su­chen, durch “Frau­en­ret­ten”  unbe­wusst ihr „rich­ti­ges“ Mann-Sein unter Beweis zu stel­len, laut Betz eines der „teu­ers­ten und auf Dau­er frus­trie­rends­ten »Hob­bys« von Män­nern.“

Immer im Bestre­ben eine (oder meh­re­re Frau­en par­al­lel oder nach­ein­an­der) von ihrem Leid zu befrei­en und ihren Wunsch­bil­dern zu fol­gen.
Und immer mit dem Ergeb­nis, sich und sei­ne Partnerin(nen) unglück­lich zu machen.

Der Weg aus der Krise: Einfach mal taub stellen

Frei­heit bedeu­tet auch, sich nicht auf­zu­op­fern.
Um frei zu sein, braucht man eine Fähig­keit, die resi­li­en­te Men­schen haben: Die Fähig­keit, sich das, was schief­läuft, bewusst zu machen und Rück­schlä­ge und Kri­sen als sinn­vol­le Erfah­run­gen zu sehen, aus denen man ler­nen und an denen man wach­sen kann.

Und: Auch Väter kön­nen ech­te Mut­ter­qua­li­tä­ten ent­wi­ckeln.
Wenn sie wol­len.
Und wenn man sie lässt.

Es gibt ein „gewal­ti­ges Poten­zi­al an väter­li­cher Für­sor­ge“ sagt bei­spiels­wei­se die ame­ri­ka­ni­sche Anthro­po­lo­gin Sarah Hdry, die vie­le Jah­re die Bezie­hun­gen Mut­ter — Vater — Kind bei Men­schen­af­fen unter­sucht hat.
Gegen das fei­ne müt­ter­li­che Gehör emp­fiehlt Hdry zum Bei­spiel Ohro­pax: Wenn sich Müt­ter anfangs auch mal taub stel­len und den Vätern den Vor­tritt las­sen, wer­den auch männ­li­che Anten­nen mit der Zeit emp­find­li­cher für’s Kind.

Müt­ter soll­ten nicht ver­su­chen, per­fekt zu sein, son­dern glück­lich.

Denn nur eine glück­li­che und aus­ge­gli­che­ne Mut­ter kann ihren Kin­der das geben, was sie zu geben hat.
Das bedeu­tet als obers­te To-Do’s für Müt­ter: nicht per­fekt sein, sich Aus­zei­ten neh­men und eige­ne Inter­es­sen und Bedürf­nis­se nicht völ­lig ver­ges­sen.
Das bedeu­tet auch: sich nicht in einer Opfer­rol­le zu ver­stri­cken.

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6 belebende Zitrusöle im Set zum Probieren

Müt­ter, gönnt euch eine Pau­se …
und nehmt die Män­ner am bes­ten gleich mit! Fei­ne äthe­ri­sche Öle bele­ben Kör­per und Geist, balan­cie­ren aus, ent­span­nen und sor­gen für inne­res und äuße­res Wohl­be­fin­den.
Mehr Infor­ma­tio­nen zur Kraft der fei­nen Öle, Anwen­dungs­emp­feh­lun­gen, Duft­pro­ben und vie­les mehr fin­den Müt­ter und Väter, Tan­ten, Onkel, Töch­ter und Söh­ne in unse­rem Shop

Eine der inter­es­san­tes­te­ten und wich­tigs­ten Hypo­the­sen der Anthro­po­lo­gin Hdry führt aller­dings wei­ter und zurück in die Ver­gan­gen­heit: zur Groß­fa­mi­lie.
Kin­der wach­sen, so Hdry, bes­ser und intel­li­gen­ter auf und haben eine enge­re Bin­dung zur Mut­ter, wenn sich meh­re­re Bezugs­per­so­nen um sie küm­mern.
Auf die­se Wei­se, so ihre anthro­plo­gi­sche Sicht, müss­ten Kin­der sich in ver­schie­de­ne Per­sön­lich­kei­ten hin­ein­ver­set­zen und ler­nen, sie zu mani­pu­lie­ren

Mütter und Söhne

Als Bei­spiel nennt Hdry den ehe­ma­li­gen ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten Barack Oba­ma, der in einer beson­de­ren Fami­li­en­struk­tur aus Mut­ter, Groß­mutter und ver­schie­de­nen ande­ren Bezugs­per­so­nen auf­ge­wach­sen ist, nach tra­di­tio­nel­ler Vor­stel­lung also in eher zer­rüt­te­ten Ver­hält­nis­sen.

Für Hdry ein Segen für sei­ne spä­te­re Kar­rie­re: Genau durch die­se Struk­tur habe er sein außer­ge­wöhn­li­ches Talent, sich in ande­re hin­ein­zu­ver­set­zen und sie für sich zu gewin­nen, ent­wi­ckeln kön­nen.

Fazit: Eine ein­zel­ne Mut­ter oder ein ein­zel­nes Paar unter den unsi­che­ren Bedin­gun­gen vor etwa 1,8 Mil­lio­nen Jah­ren mit einem Kind?
Die heu­te all­ge­gen­wär­ti­ge Klein­fa­mi­lie ist eine moder­ne Erfin­dung, die aus anthro­po­lo­gi­scher Sicht kei­ne Vor­tei­le hat.

Im Gegen­teil — in sol­chen klein­tei­li­gen Fami­li­en­ver­hält­nis­sen wäre es unse­ren Vor­fah­ren nie­mals gelun­gen, genü­gend Nah­rung für die Nach­kom­men her­an­zu­schaf­fen.
Erst die Groß­fa­mi­lie, so Sarah Hdrys The­se (und die vie­ler ande­rer), hat uns Men­schen erfolg­reich gemacht.

Liegt die Lösung für den “Mann in der Kri­se” also auf der Hand — und in der Groß­fa­mi­lie — und ist eigent­lich seit der Stein­zeit bekannt?


Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www​.bild​bio​gra​phi​en​.de, 2015 (über­ar­bei­tet 2019)

Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: “Dou­ble Bind” — egal was du tust, es wird das Fal­sche sein — ist die Masche, mit der Nar­ziss­ten ihre Mit­men­schen mani­pu­lie­ren. Aber was ist Nar­ziss­mus? Und: kann man Nar­ziss­ten hei­len, ret­ten oder ihnen ent­kom­men?
Das Zeit­al­ter der Nar­ziss­ten

Buch- und Hör­emp­feh­lun­gen:

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Söh­ne sind für ihre Müt­ter manch­mal wie böh­mi­sche Dör­fer … Jungs sind anders als Mäd­chen — und kom­men manch­mal ein­fach zu kurz, weil nicht nur zuhau­se, son­dern auch in der Schu­le der “Mäd­chen­maß­stab” ange­legt wird. Der Fami­li­en- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­ra­ter Jan-Uwe Rog­ge in sei­nem exzel­len­ten Buch über Mög­lich­kei­ten, mit Jungs ent­spann­ter umzu­ge­hen. Denn: Auch wenn sie lau­ter als Mäd­chen sind, haben sie nicht alle ADHS. Jan-Uwe Rog­ge, Bet­ti­na Mäh­ler, Lau­ter star­ke Jun­gen: Ein Buch für Eltern*, Rowohlt Taschen­buch, 2003

Nach Das Kind in dir muss Hei­mat fin­den* das neue Buch von Ste­fa­nie Stahl über Kin­der­er­zie­hung. Klas­se geschrie­ben, klar struk­tu­riert und sehr infor­ma­tiv für alle, die mit Kind­heit und Erzie­hung beschäf­tigt sind. Emp­feh­lens­wert!
Ste­fa­nie Stahl, Julia Tomu­schat, Nest­wär­me, die Flü­gel ver­leiht: Halt geben und Frei­heit schen­ken — wie wir erzie­hen, ohne zu erzie­hen*, GRÄFE UND UNZER Ver­lag GmbH, 2018

Immer wie­der wun­der­bar zu lesen oder zu hören:
Die See­len-Sani­tä­te­rin, mit der sich jede Pro­blem­zo­ne bes­ser ertra­gen lässt.
Außer Wort­witz und schar­fen Beob­ach­tun­gen erfährt man viel Klu­ges über die Lie­be, Müt­ter und Mut­ter­sein.
Ildikó von Kür­thy, Unter dem Her­zen: Ansich­ten einer neu­ge­bo­re­nen Mut­ter*, Rowohlt Taschen­buch Ver­lag, 2013. (Hör­buch als Gra­tis-Down­load im Audi­ble-Pro­be­mo­nat)

Wie groß ist unser Anteil an einer geschei­ter­ten Lie­be?
Ein span­nen­der Bezie­hungs­ratge­ber, der den Blick vom “bösen” Part­ner auf unse­re eige­nen Mus­ter und Bedürf­nis­se lenkt.

Eva-Maria Zur­horst, Lie­be dich selbst und es ist egal, wen du hei­ra­test*, Gold­mann Ver­lag, 2009

Opfer — Ret­ter — Ver­fol­ger.
In Stres­si­tua­tio­nen fal­len wir oft in alte Rol­len-Mus­ter, die wir in der Kind­heit gelernt haben. Wie man Psy­cho­spiel­chen durch­schau­en und durch­bre­chen kann — ein sehr lesens­wer­tes Buch für alle, die das Gefühl haben, sich immer wie­der an der glei­chen Stel­le zu ver­ha­ken.
Cor­ne­lia und Ste­phan Schwarz: Schluss mit Psy­cho­spiel­chen*, dtv Ver­lags­ge­sell­schaft, Janu­ar 2018

Kar­rie­re im Eimer­chen?
Nina Puris wun­der­bar geschrie­be­ne Pole­mik über Müt­ter, die Kas­ta­ni­en­männ­chen statt Kar­rie­re bas­teln. Unter­halt­sam, wit­zig, gründ­lich recher­chiert — lohnt sich!
Nina Puri: Kar­rie­re im Eimer­chen? War­um Müt­ter nicht zum Arbei­ten kom­men*, Knaur Taschen­buch, 2014


Wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge über Kin­der & Lebens­glück:

Mut­ter­lie­be sorgt dafür, dass Frau­en über sich hin­aus­wach­sen und Din­ge tun, die sie nor­ma­ler­wei­se für ande­re Men­schen nicht tun wür­den. Fehlt Mut­ter­lie­be, muss ein Kind also „mut­ter­see­len­al­lein“ auf­wach­sen, wird es die­sen Man­gel ein Leben lang spü­ren. Aber was ist Mut­ter­lie­be und wie lässt sie sich erklä­ren?
Was heißt schon Mut­ter­lie­be?

Kom­mu­ni­ka­ti­on: Wer schon ein­mal in die Müh­len von weib­li­chem ‘Minus Talk’ oder sogar ‘Kill Talk’ gera­ten ist, weiß, dass auch Frau­en nicht immer so har­mo­nisch und fried­fer­tig sind, wie sie ger­ne tun. Über weib­li­che und männ­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on, Frau­en in Füh­rung und die Sache mit der ‘glä­ser­nen Decke’.
Im Land des Lächelns: Weib­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on und ihre Tücken

Resi­li­enz: Schwä­chen repa­rie­ren oder Stär­ken stär­ken? War­um es oft bes­ser ist, sich auf das zu kon­zen­trie­ren, was gut läuft.
Die Ener­gie folgt der Auf­merk­sam­keit

Selbst­sa­bo­ta­ge: Wer ein neu­es Pro­jekt mit einem inne­ren “Ich kann nicht” beginnt, wird es auch nicht kön­nen. Und darf sich dann bei sich selbst für die gelun­ge­ne Selbst­sa­bo­ta­ge durch eine erfüll­te Pro­phe­zei­ung bedan­ken.
Selbst­er­fül­len­de Pro­phe­zei­un­gen

Der all­täg­li­che Wahn­sinn: Tipps und Tricks, psy­cho­lo­gi­sche Denk­fal­len und viel Wis­sens­wer­tes für ein bewuss­tes Leben lesen Sie in der Kate­go­rie:
Tipps für den All­tag

Link­emp­feh­lung:

Jahr­tau­sen­de­lang war er eine gefürch­te­te Respekts­per­son, jetzt ist der Vater nur noch ein harm­lo­ser, leicht über­ge­wich­ti­ger Typ in kur­zen Hosen. Wie konn­te es dazu kom­men? Und ist das am Ende viel­leicht sogar ganz gut so?
Ein sehr lesens­wer­ter Bei­trag über Väter im Wan­del der Zeit, geschrie­ben von Till Rae­ther, SZ-Maga­zin:
https://​sz​-maga​zin​.sued​deut​sche​.de/​t​e​x​t​e​/​a​n​z​e​i​g​e​n​/​4​3​3​8​4​/​P​a​p​a​-​A​n​t​e​-​A​d​i​p​o​s​i​tas

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