Der Mann in der Krise?

Warum Mütter sich nicht aufopfern sollten www.generationengespräch.de


Ein Kind verändert eine Beziehung, das wissen wir alle.
Aber: Geben sich Frauen in ihrer Mutterrolle selbst ein „Lebenslänglich“, opfern sie sich auf und stürzen damit sich, ihre Männer und ihre Kinder in die Krise?

Und: Ist es Zeit für die Emanzipation der Männer von der Mutter ihrer Kindheit?

Väter sind immer glücklicher als kinderlose Männer.

Das ist ein Ergebnis der European Social Survey, einer großangelegten Studie, für die 350.000 Europäer und Europäerinnen seit 2002 zum Thema „Glücklichsein“ befragt worden sind.

Mann in der Krise - Beziehungsthema Hausarbeit Generationengespräch

Bei Müttern hängt das Glück durch eigene Kinder im Vergleich zu kinderlosen Frauen sehr davon ab, ob es ihnen gelingt, Job, Partnerschaft, Kinder und Haushalt unter einen Hut zu bringen.

Das ist nicht immer einfach, vor allem weil viele Frauen an sich selbst extrem hohe Ansprüche stellen: Die meisten wollen ihre Aufgaben nicht nur gut machen, sondern perfekt.

Und das auch noch souverän und stets lächelnd – schließlich schadet eine grantige Mutter bekanntlich ihren Kindern.

Fest steht: Ein Kind verändert eine Beziehung.
Fest steht für Mütter auch: Wer sein Kind liebt, erzieht es selbst und stellt eigene Interessen und Bedürfnisse zurück.

Eine schlichte Forderung, aber eben auch eine, die schnell in die weibliche Abwärtsspirale  „Aufopfern“ und Jammern führen kann.
Damit ist niemanden geholfen, auch und vor allem nicht den Kindern.

Beziehungsthema Hausarbeit

Damit gewinnt ein Thema an Gewicht, das ebenso alt wie nervig ist.

Aber in einer Zeit, in der Frauen neben Haushalt und Kind auch für ihr eigenes Einkommen sorgen müssen, ist der Dauerbrenner „Beziehung und Hausarbeit wichtiger denn je
– wie eine aktuelle Studie zeigt:

account_balance

Beziehung und Hausarbeit

Das Ungleichgewicht beim Thema Hausarbeit hat nicht (nur) etwas mit Kindern zu tun: Auch bei kinderlosen Paaren, in denen beide Partner Vollzeit arbeiten, bleibt der größte Teil der Hausarbeit an den Frauen hängen.

Männer, die in einer Beziehung leben, arbeiten in der Regel deutlich weniger im Haushalt als Singles. Umgekehrt bringen Frauen in einer Partnerschaft – auch ohne Kinder – durchschnittlich sehr viel mehr Zeit für Putzen, Einkaufen und Kochen auf als alleinlebende Frauen.

Das ist schade, denn eine faire Aufteilung lohnt sich für beide: Je gerechter Zeit und Aufgaben im Haushalt verteilt sind, desto weniger Ärger gibt es und beide Partner sind zufriedener mit ihrer Beziehung.

Zitiert nach:Rohmann, Schmohr, Bierhoff: Hausarbeit, Erwartungen und Beziehungsqualität

Zwar „gendern“ wir uns heute brav durch unsere Sprache, aber das mindestens ebenso wichtige Thema Hausarbeit ist und bleibt bei vielen Paaren ungelöst.
Egal ob mit oder ohne Kinder.

Wir leisten uns damit eine Schieflage, die nach der Geburt eines Kindes zur echten Sprengfalle werden kann:Doppelbelastung“ ist ein Schlagwort, das man(n) eigentlich nicht mehr hören kann, ein akutes Problem umschreibt es in vielen Beziehungen und Familien aber trotzdem.

Kann die Liebe bleiben, wenn sie immer seine Socken wegräumen muss?“ ist dabei das geringste Problem.

Mütterfalle Aufopfern

Die ungerechte Verteilung in Sachen Hausarbeit, die viele Paare unausgesprochen hinnehmen solange sie nur zu zweit sind, kann zur echten Krise mutieren, sobald ein Baby kommt.

Dafür sorgt schlicht und ergreifend unsere Biologie, denn Frauen reagieren von Natur aus viel sensibler als Männer auf das Schreien eines Babys: Mütter haben von Anfang ein viel feineres Gehör für ihren brüllenden Säugling, selbst dann, wenn der Kindsvater die besten Absichten hat.

Egal, wie willig ein frischgebackener Papa ist – Mama wird immer vor ihm beim Baby sein.

Denn Rest erledigt die Zeit. Ein Baby bindet sich immer am stärksten an seine wichtigste Bezugsperson, also an die Mama, die vor allem nachts immer viel schneller da ist als Papa.

Ein winziger genetischer Unterschied zwischen Männern und Frauen wird dadurch zur riesengroßen Asymmetrie in den Lebensverhältnissen.

Das lässt sich ausgleichen. Aber wenn Frauen zusätzlich zur Biologie noch in die typisch weibliche Falle des „Aufopferns“ tappen, wird es kritisch:

account_balance

Beziehungsfalle „Aufopfern“

wenn sie nicht nur immer die erste am Bettchen ist, sondern auch die Zähne zusammenbeißt und versucht, den Balanceakt zwischen Kind, Haushalt und Job alleine hinzubekommen. Selbstverständlich auch dann noch lächelnd, wenn sie schon längst an ihre Grenze gekommen ist.

wenn sie eigene Wünsche zurückstellt, „es“ allein schaffen will (oder muss), und sich keine Auszeit nimmt, obwohl sie die bitter nötig hätte.

– wenn sie Verantwortung übernimmt und sämtliche Termine vom Kinderarzt bis zum Elternabend im Kopf hat. Sie kennt die Namen der Erzieherinnen und hält den Kontakt zu den Müttern der besten Freundinnen und Freunde ihrer Kinder. (Vätern rutscht sowas schon mal durch. Besonders dann, wenn’s gerade nicht in den Terminkalender passt.) Sie bringt zu jedem Kindergartenfest selbstverständlich einen selbstgebackenen Kuchen mit.

Viele Frauen sind nicht nur Mutter – sie glauben, eine perfekte Mutter sein zu müssen.

Und laufen damit Gefahr, ihr eigenes Glück und das ihrer Kinder zu ruinieren.

ANZEIGE

Wie groß ist unser Anteil
an einer gescheiterten Liebe?
Ein spannender Beziehungsratgeber, der den Blick vom „bösen“ Partner auf unsere eigenen Muster und Bedürfnisse lenkt.

Eva-Maria Zurhorst, Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest*, Goldmann Verlag, 2009

Der Weg in die Krise

Geben sich Mütter selbst ein „Lebenslänglich„?

Vergessen sie sich selbst in ihrer Mutterrolle und stellen sie ihre eigenen Interessen zu sehr zurück, damit es den Kindern gut geht: Reißleine ziehen, wenn es zuviel wird, auf den Tisch hauen und Hilfe fordern, wie es die meisten Männer tun?

Der Psychologe und Bestsellerautor Robert Betz schreibt dazu:

„Sie wechseln aus dem Mutter-Sein nicht mehr zurück in die Rolle der Frau und zerstören auf diese Weise die Liebesbeziehung zum Mann. Zwischen der Energie und Ausstrahlung einer »Mutter« und der einer »Frau« liegen Welten.“

Aus: Robert Betz, So wird der Mann ein Mann
Zitat Marlene Dietrich: Nörgeln ist der Tod der Liebe www.generationengespräch.de

Wer das ungute Gefühl hat, dass alles an ihm hängen bleibt, findet sich schnell in der Opferrolle wieder – und fängt an zu nörgeln.

Eine äußerst schwierige Kommunikationsform, die der Umwelt Rätsel aufgibt. Besonders Männern, denn in der männlichen (Kommunikations-)Welt sagt man das, was man will, oder nimmt es sich einfach.

Eine leidende, jammernde, sich aufopfernde und wütende Frau ist vielen Männern einfach nicht geheuer. Eine Frau, die sich in ihre Opferrolle zurückzieht, hinterlässt bei ihrem Partner eine tiefe Verunsicherung, mit der er nicht umgehen kann.

Mit Folgen: Sie leidet, er versteht nicht warum und leidet auch.
Sie jammert – und er geht schließlich.
Zumindest emotional.

ANZEIGE

Oft ist es Selbstunsicherheit,
die dazu führt, dass man Konflikten aus dem Weg geht. Das funktioniert eine Zeit lang einigermaßen, aber langfristig setzt man durch unterdrückte Wut und Bitterkeit die ganze Beziehung auf’s Spiel. Stefanie Stahl, die Autorin des Bestsellers Das Kind in dir muss Heimat finden* beschreibt in ihrem neuen Buch die Ursachen und Folgen mangelnden Selbstwerts – und wie man mehr Selbstwertgefühl gewinnen und glücklicher leben kann. Empfehlenswert!
Stefanie Stahl, So stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl: Damit das Leben einfach wird*, Kailash, 2020

Die abwesenden Väter

Die meisten Partnerschaften zerbrechen nicht an der einen großen Krise, dem schlimmen Betrug oder dem Auftauchen eines anderen/einer anderen.

Bis die Geliebte vor der Tür steht, ist die Liebe meistens schon längst leise und still an der offenen Zahnpasta-Tube gestorben, an den kleinen Alltags-Nervereien und Ungerechtigkeiten, mit denen sich (Eltern-) Paare gegenseitig oft bis auf’s Blut quälen.

Und an Nörgelei.

„ … Von Generation zu Generation präsentierten sich viele Mütter ihren Kindern als jammernde, leidende und im Kern unglückliche Frauen, ohne befriedigende oder beglückende Beziehung.“

Aus: Robert Betz, So wird der Mann ein Mann

Ein Kind spürt, ob es seiner Mutter gut geht, ob sie mit ihrem Leben und ihrer Partnerschaft glücklich ist.

Leidet sie, so fühlt sich ihr Kind verpflichtet, darauf zu reagieren: Es beginnt, mitzuleiden, will helfen und versucht auf irgendeine Weise ihr Leid zu lindern, wenn der Vater gegangen oder permanent emotional abwesend ist.

Besonders betroffen können kleine Söhne sein, die sich ritterlich als Ersatzpartner anbieten: „Ich wäre der bessere Partner für Mama. Ich will ihr helfen“, schreibt Robert Betz.

„ … Der Mann hat als kleiner Junge gelernt, dass er keinen Vater hatte, oder einen abwesenden Vater oder einen schwachen Vater.
Das führt dazu, dass der kleine Junge beginnt, unisono mit der Mutter seinen Vater als Looser, als Versager, als nicht gut genug oder als nicht lieb und nett genug zu verurteilen. Denn ebenso haben sich ja viele Väter auch verhalten.“

Aus: Robert Betz, So wird der Mann ein Mann

Ein abwesender Vater ist eine schwierige Situation sowohl für Söhne als auch für Töchter.

Für kleine Jungs wird die Abwesenheit der Väter zum doppelten Dilemma, wenn andere starke männliche Rollenvorbilder – Großväter, Onkel, erwachsene Freunde der Familie, Lehrer oder Trainer – fehlen.

Wie soll ein Sohn lernen, was einen richtigen, einen „guten“ Mann ausmacht, wenn sein Vater nicht da ist?

Fehlen starke männliche Vorbilder, an denen er sich orientieren kann, bleibt einem kleinen Jungen nichts anderes übrig, als sich an seine Mutter zu halten.

Er wird versuchen, ihre Erwartungen und Wünsche zu erfüllen – und läuft damit Gefahr, als erwachsener Mann „Muttererfahrungen“ zu wiederholen.

„ … Da der Vater meist mehr abwesend als anwesend ist, braucht der Sohn unbedingt die Aufmerksamkeit und Zuwendung der Mutter für sein eigenes psychisches Überleben, wenn niemand sonst da ist.“

Aus: Robert Betz. So wird der Mann ein Mann

Klassisch sind beispielsweise dieMuttersöhnchen“, die als Erwachsene in der eigenen Frau eine Ersatzmutter suchen.

Andere Männer versuchen, durch „Frauenretten“ unbewusst ihr „richtiges“ Mann-Sein unter Beweis zu stellen – laut Betz eines der „teuersten und auf Dauer frustrierendsten »Hobbys« von Männern.“ Immer im Bestreben eine (oder mehrere Frauen parallel oder nacheinander) von ihrem Leid zu befreien und ihren Wunschbildern zu folgen.

Und immer mit dem Ergebnis, sich und seine Partnerin(nen) unglücklich zu machen.

ANZEIGE

Resilienz kann man üben:
Resilienz – die Fähigkeit, an Krisen und schwierigen Situationen zu wachsen, statt zu verzweifeln, – kann man üben. In diesem Heft aus der Reihe „Bibliothek der guten Gefühle“ gibt es für den Einstieg kurze, gut verständliche Texte über unsere Fähigkeit zur Resilienz, und viele einfach zu befolgenden Übungen. Für alle, die gerade mit einem Thema beschäftigt sind, – oder zum Verschenken.

Isabelle Filliozat, Das kleine Übungsheft: Stark durch Resilienz*, Trinity Verlag, 2016

Der Weg aus der Krise: Einfach mal taub stellen

Freiheit bedeutet, sich nicht aufzuopfern.

Um frei zu sein, braucht man eine Fähigkeit, die resiliente Menschen haben: Die Fähigkeit, sich das, was schiefläuft, bewusst zu machen und Rückschläge und Krisen als sinnvolle Erfahrungen zu sehen, aus denen man lernen und an denen man wachsen kann.

Die Anthropologin Sarah Hdry, die viele Jahre lang Eltern-Kind-Beziehungen untersucht hat, sieht beispielsweise ein „gewaltiges Potenzial an väterlicher Fürsorge“ und empfiehlt für das feine mütterliche Gehör Oropax.

Denn auch Väter können echte Mutterqualitäten entwickeln.
Wenn sie wollen. Und wenn man sie lässt.

Mütter in der Opferrolle

Denn wenn sich Mütter einfach taub stellen und den Vätern den Vortritt lassen, werden auch männliche Antennen mit der Zeit empfindlicher für’s Kind.

Mütter sollten nicht versuchen, perfekt zu sein, sondern glücklich.

Das bedeutet auch: sich nicht in eine Opferrolle zu verstricken. Nicht perfekt sein, sich Auszeiten nehmen und eigene Interessen und Bedürfnisse nicht völlig vergessen.

Denn nur eine glückliche und ausgeglichene Mutter kann ihren Kinder das geben, was sie zu geben hat.

Eine der interessantesteten und wichtigsten Hypothesen der Anthropologin Hdry führt allerdings weiter und zurück in die Vergangenheit: zur Großfamilie.

account_balance

Großfamilien aus anthropologischer Sicht

Kinder wachsen, so Hdry, besser und intelligenter auf und haben eine engere Bindung zur Mutter, wenn sich mehrere Bezugspersonen um sie kümmern.

Auf diese Weise, so die anthroplogische Sicht, müssten Kinder sich in verschiedene Persönlichkeiten hineinversetzen und lernen, sie zu manipulieren.

Als Beispiel nennt Hdry den ehemaligen amerikanischen Präsidenten Barack Obama, der in einer besonderen Familienstruktur aus Mutter, Großmutter und verschiedenen anderen Bezugspersonen aufgewachsen ist, nach traditioneller Vorstellung also in eher zerrütteten Verhältnissen.

Für Anthropologin Hdry ein Segen für seine spätere Karriere: Genau durch diese Struktur habe er sein außergewöhnliches Talent, sich in andere hineinzuversetzen und sie für sich zu gewinnen, entwickeln können.

ANZEIGE

doterra wild orange öl der fülle www.geschenke-made-for-mama.de


Immer im Stress –
oder einfach der Wunsch nach Veränderung?

Hochwertige ätherische Öle für Körper und Geist und viele weitere Geschenkideen für Menschen, die uns besonders am Herzen liegen, finden Sie in unserem Shop Geschenke made for Mama

Fazit: Eine einzelne Mutter oder ein einzelnes Paar unter den unsicheren Bedingungen vor etwa 1,8 Millionen Jahren mit einem Kind?
Kaum vorstellbar.

Als Kleinfamilien hättes es unsere Steinzeit-Vorfahren niemals geschafft, genügend Nahrung für die Nachkommen herneizuschaffen. Kleinfamilie ist eine moderne Erfindung, die aus anthropologischer Sicht keinerlei Vorteile bietet.

Erst die Großfamilie, so Sarah Hdrys These (und die vieler anderer), hat uns Menschen erfolgreich gemacht und unser Überleben als Spezies gesichert. Liegt die Lösung für den „Mann in der Krise“ also auf der Hand – in der Großfamilie – und ist eigentlich seit der Steinzeit bekannt?

Copyright: Agentur für Bildbiographien, www.bildbiographien.de, 2015 (überarbeitet 2022)

Lesen Sie im nächsten Beitrag: Eifersucht, Verlustängste, scheinbare Gleichgültigkeit und emotionale Distanz – oder die liebevolle Balance zwischen Nähe und Unabhängigkeit?
Die Art, wie wir als Erwachsene lieben, hat viel mit Bindungsmustern zu tun, die wir in unserer Kindheit gelernt haben.
Bindungsmuster: Nicht mit dir und nicht ohne dich

Buch- und Hörempfehlungen:

Die mit * gekennzeichneten Links sind sogenannte Affilate-Links, die helfen, den Blog Generationengespräch zu finanzieren. Wenn Ihnen eine der angegebenen Empfehlungen gefällt und Sie das Buch (oder ein anderes Produkt) über diesen Link bestellen, erhält der Blog dafür eine kleine Provision, ohne dass für Sie Mehrkosten entstehen. Für Ihren Klick: Herzlichen Dank im Voraus!

Die Psychologin Sandra Konrad
über unser familiäres Erbe, das manchmal dazu führt, dass man sich immer wieder den oder die Falsche*n aussucht. Über Traumata, Bindungsmuster und unsere unsichtbare Loyalität gegenüber vergangenen Generationen, die zu Fallstricken im Leben werden können. Empfehlenswert!

Sandra Konrad, Das bleibt in der Familie: Von Liebe, Loyalität und uralten Lasten*, Piper Taschenbuch, 2014

Die Kunst des „Nein-Sagens“
Ein liebevoll gestaltetes Heft aus der Reihe „Bibliothek der guten Gefühle“ mit kurzen prägnanten Texten über’s Neinsagen und vielen, einfach zu befolgenden Übungen.
Für alle, die viel zu oft „Ja“ sagen, obwohl sie „Nein“ meinen.

Anne van Stappen, Das kleine Übungsheft: Grenzen setzen, nein sagen*, Trinity Verlag, 2012

Vom Verstand her wissen wir meistens ziemlich genau, weshalb wir uns manche „Dinge“, Menschen, Anforderungen und die Wünsche anderer nicht so zu Herzen nehmen sollten – und tun es dann doch.
Dieses Buch kommt locker daher und eignet sich wunderbar als Bett- oder Strandlektüre, legt aber auch sehr klug und charmant den Finger in offene Wunden. um endlich das eine oder andere seelenruhig am A … vorbeiziehen lassen zu können. Lesenswert!
Alexandra Reinwarth: Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Wie sich dein Leben verbessert, wenn du dich endlich locker machst*, mvg Verlag, 2016

Nach Das Kind in dir muss Heimat finden*
das neue Buch von Stefanie Stahl über Kindererziehung. Klasse geschrieben, klar strukturiert und sehr informativ für alle, die mit Kindheit und Erziehung beschäftigt sind.
Empfehlenswert!

Stefanie Stahl, Julia Tomuschat, Nestwärme, die Flügel verleiht: Halt geben und Freiheit schenken – wie wir erziehen, ohne zu erziehen*, GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH, 2018

Die Therapeutin Dr.Susan Forward
über Ursachen und die fatalen Folgen fehlender Mutterliebe – und über die Möglichkeiten, dem Teufelskreis aus Schuldzuweisungen und schlechtem Gewissen zu entkommen.
Empfehlenswert!

Susan Forward, Wenn Mütter nicht lieben: Töchter erkennen und überwinden die lebenslangen Folgen *
Goldmann Verlag, 2015

Kein Lob annehmen können, sich immer für alles „schuldig“ fühlen, nicht zur Ruhe kommen und in der Liebe unglücklich sein – vieles, was uns in schlechten Phasen zu schaffen macht, hat seine Wurzeln in längst vergessenen Kindheitserlebnissen.
Die Trauma-Therapeutin Dami Charf beschreibt in ihrem Buch, welche Mechanismen uns immer wieder in alte Muster zurückfallen lassen. Und wie man daraus wieder herauskommt. Lesenswert!
Dami Charf, Auch alte Wunden können heilen: Wie Verletzungen aus der Kindheit unser Leben bestimmen und wie wir uns davon lösen können*. Kösel-Verlag, 2018

Opfer – Retter – Verfolger.
In Stressituationen fallen wir oft in alte Rollen-Muster, die wir in der Kindheit gelernt haben. Wie man Psychospielchen durchschauen und durchbrechen kann – ein sehr lesenswertes Buch für alle, die das Gefühl haben, sich immer wieder an der gleichen Stelle zu verhaken.

Cornelia und Stephan Schwarz: Schluss mit Psychospielchen*, dtv Verlagsgesellschaft, Januar 2018

Die Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Kommunikation.
Ein sehr lesenswertes Buch für Frauen und Männer, mit vielen Beispielen aus der Praxis, um zu verstehen, wie die andere Seite tickt. Nicht nur für ‚AHA‘-Erlebnisse, sondern auch sehr konkret mit Handlungsempfehlungen für einen besseren Umgang miteinander. Empfehlenswert!

Peter Modler: Das Arroganz-Prinzip*, FISCHER Taschenbuch, 2. Auflage, Oktober 2018

Karriere im Eimerchen?
Nina Puris wunderbar geschriebene Polemik über Mütter, die Kastanienmännchen statt Karriere basteln. Unterhaltsam, witzig, gründlich recherchiert – lohnt sich!

Nina Puri: Karriere im Eimerchen? Warum Mütter nicht zum Arbeiten kommen*, Knaur Taschenbuch, 2014

Weiterführende Beiträge über Kinder & Lebensglück:

Narzissmus: „Double Bind“ – egal was du tust, es wird das Falsche sein – ist die Masche, mit der Narzissten ihre Mitmenschen manipulieren. Aber was ist Narzissmus? Und: kann man Narzissten heilen, retten oder ihnen entkommen?
Das Zeitalter der Narzissten

Liebe: Wer kennt es nicht, wenn sich der Liebste nach wenigen Wochen plötzlich rarmacht, um Bedenkzeit bittet, seltsame Erklärungen stammelt und schließlich zu einer anderen entschwindet? Fremdgehen hat aber nicht immer etwas mit Liebe zu tun: Forscher sind einem Casanova-Gen auf der Spur, das Menschen anfällig für Affären macht.
Ist Fremdgehen angeboren?

Mutterliebe sorgt dafür, dass Frauen über sich hinauswachsen und Dinge tun, die sie normalerweise für andere Menschen nicht tun würden. Fehlt Mutterliebe, muss ein Kind also „mutterseelenallein“ aufwachsen, wird es diesen Mangel ein Leben lang spüren. Aber was ist Mutterliebe und wie lässt sie sich erklären?
Was heißt schon Mutterliebe?

Frauen verstehen: Wer schon einmal in die Mühlen von weiblichem Minus Talk oder sogar Kill Talk geraten ist, weiß, dass auch Frauen nicht immer harmonisch und friedfertig sind. Über weibliche Kommunikation, Frauen in Führung und die Sache mit der gläsernen Decke.
Im Land des Lächelns: Weibliche Kommunikation und ihre Tücken

Resilienz: Sich seiner Stärken bewusst sein, seine Glücksquellen finden, gute Beziehungen zu anderen haben, eigene Werte definieren und Akzeptanz: Das sind die 7 “DOs” der Resilienz, die wir brauchen, um unser Leben positiv gestalten zu können.
Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Ehrlich? Wir Menschen sind Meister der Selbsttäuschung. Das ist schade. Denn oft liegt in den dunklen Ecken unserer Persönlichkeit das Potenzial für persönlichen Fortschritt.
Die Kunst, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein

Selbstsabotage: Wer ein neues Projekt mit einem inneren “Ich kann nicht” beginnt, wird es auch nicht können. Und darf sich dann bei sich selbst für die gelungene Selbstsabotage durch eine erfüllte Prophezeiung bedanken.
Selbsterfüllende Prophezeiungen

Linkempfehlung:

Jahrtausendelang war er eine gefürchtete Respektsperson, jetzt ist der Vater nur noch ein harmloser, leicht übergewichtiger Typ in kurzen Hosen. Wie konnte es dazu kommen? Und ist das am Ende vielleicht sogar ganz gut so?
Ein sehr lesenswerter Beitrag über Väter im Wandel der Zeit, geschrieben von Till Raether, SZ-Magazin:
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/43384/Papa-Ante-Adipositas

Advent, Advent, die Mutter rennt: Warum Mütter besonders in der Vorweihnachtszeit immer so gestresst sind – und was MANN dagegen tun kann:
https://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/familie-warum-muetter-immer-alles-im-kopf-haben-muessen-a-1296211.html

Bildnachweise:

Agentur für Bildbioraphien

Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschichte & Psychologie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich bringe mit meinem Team Lebens-, Familien- und Unternehmensgeschichten ins Buch und schreibe als Ghostwriterin Bücher mit den Schwerpunkten Geschichte und Psychologie.

Weitere Informationen:
Über uns * Geschenke made for Mama * Facebook * XING * Pinterest
Kontakt * Datenschutz * Impressum

3640cookie-checkDer Mann in der Krise?

4 Kommentare zu „Der Mann in der Krise?“

  1. Danke für die Beispiele in dem Artikel. Ich beobachte auch, dass sich Frauen mehr aufopfern. Ich habe sogar noch den Vater meines Mannes mit gepflegt. Nun auch noch das Homeschooling für die Kinder und Arbeit und der Haushalt. Ich schaffe das nicht mehr. Ich habe für meinen Schwiegervater nun eine persönliche Assistenz gefunden, die auch im Haushalt aushilft und den Kindern Essen kocht. Anders wäre es nicht mehr gegangen.

    1. … so nervig Homeschooling für betroffene Eltern ist, so sehr hoffe ich ganz persönlich, dass das Beziehungsthema Hausarbeit jetzt auch gesellschaftlich und politisch diskutiert wird. Klar, wir wollen alle, dass Frauen Karriere machen und gutes Geld verdienen können – aber über das, was viele auch in normalen Zeiten nach Feierabend mit Haushalt, Kindern und – wie in Ihrem Fall – Schwiegereltern oder Eltern leisten, fällt der Mantel des Schweigens. Das muss sich ändern.
      Und bevor sich das ändert (… das wird laaaange dauern …), müssen Frauen eben ihre eigenen kreativen Lösungen und Wege finden, so wie Sie es getan haben!

  2. So ein Quatsch. Meine Ex-Partnerin hat friedlich geschnarcht (hat sie wirklich), da war ich schon längst beim Baby, bei allen dreien.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top