Werben ohne Werbung: 7 Tricks für besseres Content Marketing

Storytelling Agentur für Bildbiographien

 

Wer kommt eigentlich auf die be- scheuerte Idee, bares Geld – das heißt in unserer Zeit: Wissen und Infor-mationen – zu verschenken?
Wer? Ganz einfach: gute Verkäufer.


Kunden kaufen keine Bohrmaschine, sondern das Loch in der Wand.


Werben ohne Werbung: Die Idee des Content Marketing

Zwei Dinge braucht es, wenn man seine Mitmenschen zu einem bestimmten Verhalten ermuntern oder sie zu einer Verhaltensänderung (also auch: zu einer Kaufentscheidung) bringen möchte: positive Vorbilder (Helden) und eine gute Geschichte.

Menschen verstehen Geschichten viel besser als trockene Analysen.
Zudem gehen Geschichten genau dahin, wo Entscheidungen getroffen werden: in den Bauch. „Wir kennen Dich, wir verstehen Dich, und wir wissen, was Du brauchst“, ist die wirkungsvolle Botschaft an denjenigen, an den die Geschichte gerichtet ist. Ist das Vertrauen durch eine bekannte Ausgangssituation gewonnen, kann die Story weitergestrickt werden: dazu gehören Krisen und Rückschläge, in jedem Fall aber auch das Happy End und die „Moral“ – das Fazit – einer Geschichte.
„Und wenn sie nicht gestorben sind …“.

Menschen verstehen Geschichten viel besser als trockene Analysen
und lange Erklärungen.

Menschen verstehen Geschichten besser als harte Daten und FaktenCorporate Storytelling“ (übersetzt etwa: Unternehmerisches Geschichtenerzählen) ist ein außerordentlich geschicktes Werbemittel, denn Menschen Geschichten sind viel eingängiger als „harte“ Daten und Fakten.
Das wussten die Gebrüder Grimm, die mit Rotkäppchen, Dornröschen oder Rapunzel nichts anderes als märchenhafte Lebens- und Verhaltensanweisungen aufgeschrieben ha- ben. Das wissen auch erfahrene Werber und Unternehmer.


Was Man beim Content Marketing beachten sollte:

Content Marketing muss von besonderem Nutzen für eine bestimmte Zielgruppe sein und enthält – zunächst und vordergründig – keine Werbung. Die Beiträge sind in der Regel frei zugänglich, also kostenfrei, und die Qualität sollte gut bis ausgezeichnet sein. In jedem Fall: nützlich für den Leser. Denn Kunden kaufen keine Bohrmaschine, sondern das Loch in der Wand. Und Leser „kaufen“ Texte, die ihnen weiterhelfen und/oder die für sie unterhaltsam sind.

Und außerdem:

  • Sollte man die wahren Bedürfnisse seiner Kunden und/oder Leser kennen, denn nur die spielen bei Lese- oder Kaufentscheidungen eine Rolle: Sicherheit, Ansehen, Neugier, Gewinn, Gesundheit, Selbstverwirklichung, Bequemlichkeit und Geselligkeit/Dazu-gehören. Menschen kaufen nicht einfach ein Auto, sondern sie suchen sich eins aus, das ihren Grundbedürfnissen entspricht. Je nachdem, was ihnen wichtig ist, wählen sie eine Marke aus, die beispielsweise als besonders sicher gilt, oder eine, mit der man viel Ansehen und Bewunderung ernten kann. „Wofür und für Wen mache ich das eigentlich?“, ist die ebenso banale wie entscheidende Frage beim Content Marketing.
  • Content Marketing durch Storytelling braucht eine gute (Helden-) Geschichte. Hätte Aschenputtel ihren Märchenprinzen auf einem Ball kennengelernt, geheiratet und wäre dadurch komplikationslos den Bösartigkeiten von Stiefmutter und Stiefschwestern entronnen, wäre die Geschichte schnell erzählt, und niemand würde sie sich merken. Stattdessen rennt sie ihrem Märchenprinzen dreimal davon, verliert Schuhe und der Prinz nimmt – arglistig getäuscht – auch noch die falsche Schwester zum Heiraten mit.
    Kein Mensch interessiert sich für Helden (oder Heldinnen), die loslegen, ihre Ziele und Pläne verfolgen und Erfolg haben. Gute Geschichten erzählen vom Aufbrechen und von den Niederlagen, Rückschlägen und Selbstzweifeln nach dem Aufbrechen, von neuen Erfahrungen und neuen Wegen. Scheitern und Wiederaufstehen ist das, was Menschen inspiriert, einfach nur Erfolg haben, ist lebensfremd und langweilig.
    Zu gutem Storrytelling gehört eine gute Heldengeschichte – das Happy End kommt immer erst dann
    , wenn fast schon niemand mehr daran glauben mag.
  • Content Marketing ist wie klassische PR-Arbeit ein langfristiges Geschäft, denn Interesse und Vertrauen gewinnt man nicht von jetzt auf gleich. Es gilt: Einmal ist keinmal, wer Vertrauen schaffen und Interesse wecken will, muss am Ball bleiben. Und: Eine alles „erschlagende“ Patentlösung gibt es nicht,
  • Natürlich sollten Beiträge für Suchmaschinen optimiert werden, aber SEO (Suchmaschinenoptimierung) allein ist noch kein Content Marketing (achten Sie trotzdem auf die richtige Anzahl von Keywords, Bildtitel und -beschreibungen und Textlänge: mindestens 150 Wörter, optimal für Blogs zwischen 2000 und 3000 Wörtern).

  • .
  • Online beginnt das ‚Werben mit Inhalten‘ auf der eigenen Internetseite. Ergänzt wird ein Internetauftritt häufig durch Blogs, in denen Themen, Tipps und Veranstaltungshinweise aktuell als Nutzerservice gepostet werden. Je nach Zielgruppe kann man neben den klassischen Blogs noch eine ganze Reihe weiterer Kanäle einsetzen: Youtube-Filme, kostenlose Ebooks, kostenlose Software und Apps, um nur einige Beispiel zu nennen.
  • Wichtig ist, dass alle Content Marketing Aktivitäten auch bekannt werden. Man sollte sie also nicht nur veröffentlichen und dann hoffen und warten, sondern lieber gleich selbst für ihr Bekanntwerden sorgen. Dazu eignen sich soziale Medien gut, und mit steigender Bekanntheit (und Relevanz) gewinnt man im besten Fall dann auch sogenannte „Influencer“, also ‚Päpste‘ auf einem bestimmten Gebiet, die die Inhalte ihrer Community weiterempfehlen.

Mit Content Marketing lässt sich Interesse wecken, Vertrauen schaffen, Kunden gewinnen und binden; es ist aber auch ein Werkzeug, um Kunden auf den Zahn zu fühlen, Bedarf und Bedürfnisse herauszufinden und damit die Informationen zu gewinnen, die für eine langfristige strategische Geschäftsausrichtung unabdingbar sind.

Übrigens: Am wichtigsten sind und bleiben zufriedene Kunden, die ihre positiven Erfahrungen ihren Nachbarn und Freunden erzählen.

Ist kostenlos Werben möglich?

Werben ohne Werbung ist für Nutzer schön, für Unternehmen anstrengend und und unterm Strich eben nicht gratis zu haben. Denn um Leser erst zu Freunden und dann zu Kunden zu machen, muss einiges geboten werden: je nach Branche hochwertige Informationen von Kochrezepten über Business-Tipps bis zu Entertainment vom Feinsten mit ein Klick umsonst und völlig anonym im Internet. Geschenkt, denn Leser müssen absolut nichts dafür tun.
Früher wurde man als treuer Kunde gelegentlich mit Kugelschreibern oder billigen Taschenkalendern belohnt, heute gibt es viel schönere Sachen für jede und jeden. Und wertvollere: Informationen!

Und trotzdem: Es lohnt sich auch für Unternehmen. Wer allein auf althergebrachtes Werbewerkzeug mit Anzeigen, Bannern, Bildern und immer wiederkehrende Texten setzt – davon aber möglichst viel! – wird langfristig durchfallen.
Besonders kleine und mittelgroße Unternehmen werden auf Dauer nicht in der Lage sein, sich mit viel Geld Aufmerksamkeit und Interesse zu erkaufen; dafür sind die „dicken Fische“ im Markt einfach zu dick.


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Genau hier liegen die Chancen, die ‚Geschichtenerzählen‘ als Marketinginstrument hat, denn Kaufentscheidungen werden im Bauch und nicht im Kopf getroffen. Wer seinen Zielkunden im Voraus wertvollen Inhalt liefern kann, weckt nicht nur Interesse, sondern wird auch als sympathisch und vertrauenswürdig wahrgenommen.
Denn ein Kunde „kennt“ ein Unternehmen, wenn es sein Problem oder Bedürfnis bereits benannt hat, und er wird sich vermutlich genau für dieses Unternehmen entscheiden, sobald er sich zum Kauf entschließt. Für wen denn sonst?

Copyright: Agentur für Bildbiographien, www.bildbiographien.de, 2016


Weiterführende Links zum Thema Storytelling und Schreiben:


Eine kurze und praktische Anleitung für’s Schreiben guter Texte
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Stefanie Schrör: Das Grundrezept erfolgreichen Storytellings
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Bildnachweise: Agentur für Bildbiographien, pixabay

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