10 Tipps gegen Aufschieberitis

Aufschieben kann nützlich sein www.generationengespräch.de

Mor­gen, mor­gen, nur nicht heu­te, sagen alle …“.
Na, Sie wis­sen schon.
Schön ist anders, denn ‚eigent­lich‘ möch­te und müss­te man drin­gend vor­an­kom­men.

Auf­schie­be­ri­tis kann aber auch ihr Gutes haben und sogar sehr nütz­lich sein: Beim Anlauf­neh­men und fürs stra­te­gi­sche Den­ken beispielsweise.

Wer aufschiebt, arbeitet oft schon am Problem

Die „Auf­schie­be­ri­tis“, latei­nisch auch nicht hüb­scher als Pro­kras­ti­na­ti­on bezeich­net (cras bedeu­tet „mor­gen), ist ein scheuß­li­ches Wort für den scheuß­li­chen Zustand, in dem nichts vor­an­geht.
Zumin­dest schein­bar nichts.

Denn: Ein Vor­ha­ben tage- oder viel­leicht sogar wochen­lang vor sich her­zu­schie­ben, es nie abzu­schlie­ßen oder über­haupt nicht anzu­fan­gen, ist nichts Unge­wöhn­li­ches.
Und manch­mal sogar ganz nützlich.

Denn eigent­lich arbei­ten wir wäh­rend Auf­schie­be­ri­tis-Pha­sen oft schon längst am Pro­blem,

Wäh­rend wir mit schlech­tem Gewis­sen Fens­ter put­zen, zum zehn­ten Mal Emails che­cken und vie­les ande­re tun, was nicht zur eigent­li­chen Auf­ga­be gehört, läuft im Hin­ter­grund meis­tens schon unser Kopf­ki­no, das die Blo­cka­de lösen wird.

Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen Zitat Igor Strawinsky

Sich von der Auf­ga­be zu lösen, die wir im Moment nicht lösen kön­nen, kann bei Auf­schie­be­ri­tis eine sehr gute Stra­te­gie sein.


Sich ablen­ken, etwas ande­res tun und in Bewe­gung kom­men, ist oft sogar die bes­te Maß­nah­me in Auf­schie­be­ri­tis-Pha­sen. Benn nur durch eiser­ne Dis­zi­plin lässt sich Pro­kras­ti­na­ti­on meis­tens nicht ver­trei­ben. Zumin­dest dann nicht, wenn es gut wer­den soll.


10 Strategien bei hartnäckiger Aufschieberitis


1) PauseN Machen

Ohne Pau­sen wird Akti­on schnell zum Aktio­nis­mus und man dreht Extrarun­den, die gar nicht not­wen­dig sind.

Pau­sen sind nicht unpro­duk­tiv, son­dern stei­gern Effi­zi­enz und Effek­ti­vi­tät.

Mit etwas Abstand lösen sich vie­le Pro­ble­me und Blo­cka­den oft fast wie von allei­ne. Und das Risi­ko, mit Scheu­klap­pen und Tun­nel­blick vor­an­zu­stür­men, sinkt. 

Omas Lebensweisheit mäßig aber regelmäßig gegen Aufschieberitis

Mäßig, aber regel­mä­ßig.
Omas Weis­heit ist zwar alt, aber wahr — heu­te nennt man sie ‘Sala­mi-Tak­tik’: Ein gro­ßes Pro­jekt in vie­le klei­ne Teil­schrit­te zer­le­gen und die­se regel­mä­ßig und zuver­läs­sig bearbeiten.


2) Aufräumen

Solan­ge sich Rech­nun­gen, unbe­ant­wor­te­te E‑Mails oder sons­ti­ge „TO DOs“ auf dem Schreib­tisch sta­peln, wird es schwer sein, den Kopf für ein neu­es Pro­jekt frei zu bekom­men.

Ent­rüm­peln und Platz für Neu­es schaf­fen, wirkt auch men­tal befrei­end.
Das darf durch­aus einen gan­zen Arbeits­tag kos­ten, denn die Zeit zählt schon zur neu­en Aufgabe. 


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Eiser­ne Dis­zi­plin … hilft oft auch nicht wei­ter.
Vor allem nicht dann, wenn es gut wer­den soll. Sascha Lobo und Kath­rin Pas­sig wit­zig, klug und unkon­ven­tio­nell dar­über, wie­so Auf­schie­ben und Nichts-Regeln manch­mal mehr bringt, als sich selbst immer wie­der am Rie­men zu rei­ßen. Ein sehr emp­feh­lens­wer­ter (und tröst­li­cher) Rat­ge­ber.
Sascha Lobo, Kath­rin Pas­sig, Din­ge gere­gelt krie­gen — ohne einen Fun­ken Selbst­dis­zi­plin*, Rowohlt Taschen­buch Ver­lag, 2010 


Nicht ver­ges­sen: Das Kopf­ki­no läuft mög­li­cher­wei­se schon, des­we­gen Stift und Papier für even­tu­el­le Geis­tes­blit­ze beim Auf­räu­men bereit­le­gen (Ideen bit­te immer sofort notie­ren — sonst sind sie weg).


3) Sammeln

Wich­ti­ge Auf­ga­ben und geis­ti­ges Neu­land brau­chen eine men­ta­le Vor­be­rei­tungs­zeit. Der Auf­bruch zu neu­en Ufern wird erheb­lich ein­fa­cher, wenn wir ihn nicht nur wol­len, son­dern auch ganz prak­tisch schon Pro­vi­ant an Bord haben.

Das heißt: Im Vor­feld pas­sen­des Mate­ri­al sam­meln, sor­tie­ren und ein­ord­nen.
Wie soll der auf­ge­räum­te Dach­bo­den mal aus­se­hen und wofür genutzt wer­den? Wer soll das Buch an dem man schreibt, spä­ter lesen und wel­che Erkennt­nis­se dar­aus zie­hen? Wel­che Offen­ba­run­gen dür­fen die Zuhörer*innen von der Prä­sen­ta­ti­on, an der man arbei­tet, erwarten?

Ohne den Anspruch schon irgend­et­was pro­du­zie­ren zu müs­sen, soll­te man zu Beginn eines Pro­jek­tes in einer vir­tu­el­len oder ech­ten Box Zita­te, Zei­tungs­ar­ti­kel, Fotos und Noti­zen sam­meln wie ein flei­ßi­ges Eich­hörn­chen sein Nüs­se kurz vor Win­ter­be­ginn.
Ohne Druck, just for fun und ein­fach des­halb, weil das, was uns beim Sam­meln in die Fin­ger fällt, span­nend und inter­es­sant ist. 


4) Den “inneren Wächter” im Blick haben

Wer etwas Gro­ßes vor­hat – einen groß­ar­ti­gen Text schrei­ben oder eine wich­ti­ge Auf­ga­be erfolg­reich lösen –, muss sich erst ein­mal mit sei­nem “inne­ren” Wäch­ter” aus­ein­an­der­set­zen, dem oft genug nichts gut genug ist.

Ein voller Terminkalender ist noch lange kein erfülltes Leben

Fälsch­li­cher­wei­se wird oft der „inne­re Schwei­ne­hund (sprich: Faul­heit) für die Blo­cka­de ver­ant­wort­lich gemacht, tat­säch­lich ist es aber meis­tens unse­re Angst, es nicht gut genug hin­zu­be­kom­men.

Zumin­dest nicht gut genug für unse­re eige­nen hohen Ansprü­che – es soll ja, wie gesagt, groß­ar­tig, min­des­tens aber per­fekt werden.

Oft ist es also nicht die Faul­heit, die uns am Los­le­gen hin­dert, son­dern schlicht­weg der hohe Druck durch unse­re eige­nen Ambi­tio­nen
Als Faust­re­gel gilt: Je grö­ßer die Auf­ga­be, des­to grö­ßer ist unser “inne­rer Wäch­ter”, also unser Perfektionismus:

„ … Es ist erstaun­lich, was der Wäch­ter alles auf sich nimmt, um jeman­den davon abzu­hal­ten, dem Fluss sei­ner Fan­ta­sie zu fol­gen.
Wäch­ter sind berüch­tig­te Blei­stift­spit­zer, Farb­band­wechs­ler, Blu­men­gie­ßer, Heim­wer­ker und Has­ser von unor­dent­li­chen Zim­mern und unor­dent­li­chen Sei­ten. Sie sind zwang­haf­te Nach­schla­ger. Sie kul­ti­vie­ren selbst­ge­fäl­li­ge Macken, die angeb­lich zu „Schrift­stel­lern“ pas­sen. Und sie wür­den lie­ber ster­ben (und die Inspi­ra­ti­on gleich mit in den Tod rei­ßen), als zu ris­kie­ren, einen Nar­ren aus sich zu machen.“ 


Gail God­win zitiert aus:
Roy Peter Clark, Die 50 Werk­zeu­ge für gutes Schrei­ben. Hand­buch für Autoren, Jour­na­lis­ten und Tex­ter*

Gail God­win, The Wat­cher at the Gate
Gail God­win ver­öf­fent­lich­te ihr Essay 1977, also zu einer Zeit, als Farb­band­wech­seln noch dazu­ge­hör­te. Erset­zen Sie Farb­band doch ein­fach durch … Twit­ter? Face­book? Whats­App? Die Lis­te ist unend­lich lang!



5) Zeitdruck & Eisenhower-Prinzip

Eine ent­schei­den­de Rol­le bei Auf­schie­be­ri­tis und Anlauf­neh­men spielt der Fak­tor ‚Zeit‘. Nicht nur Schü­ler wis­sen, dass es meis­tens gewal­tig schief geht, wenn man auf den letz­ten Drü­cker schnell irgend­was pro­du­ziert, um schnell end­lich ‚fer­tig‘ zu sein. 


Das Eisen­ho­wer-Prin­zip:
Drin­gen­des nie drin­gend wer­den lassen!


Die Zahl ech­ter Genies, die unter Ter­min­druck Groß­ar­ti­ges schaf­fen, ist begrenzt.
Alles, was wie ein leicht dahin­ge­wor­fe­ner Genie­streich aus­sieht, ist in der Regel das Resul­tat kon­se­quen­ter und ernst­haf­ter Vorbereitungen. 

Das heißt: recht­zei­tig star­ten, damit der Abga­be­ter­min nicht destruk­tiv wird.
Star­ten” heißt übri­gens nicht: sofort los­le­gen — son­dern sam­meln, recher­chie­ren, sor­tie­ren … Pau­sen machen und nachdenken! 


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Auf den Punkt!
Jen Sin­ce­ro hat nach eige­nen Anga­ben gefühlt jedes Selbst­hil­fe­buch auf die­ser Welt gele­sen und arbei­tet mitt­ler­wei­le als Coach. In ihrem wun­der­ba­ren, wit­zig geschrie­be­nen und trotz­dem sehr tief­ge­hen­den Buch bringt sie alles, wor­auf es ankommt, auf den Punkt. Ein sehr moti­vie­ren­der Schub­ser für alle, die tat­säch­lich etwas ändern w o l l e n — sehr lesens­wert!

Jen Sin­ce­ro, Du bist der Ham­mer! Hör end­lich auf, an dei­ner Groß­ar­tig­keit zu zwei­feln, und beginn ein fan­tas­ti­sches Leben*, Aris­ton, 2017


6) Nur zur Probe anfangen

Star­ten” heißt irgend­wann dann aber auch: anfan­gen.
Aber damit die Hür­de nicht zu hoch liegt, ist es bes­ser, erst­mal nur zur Pro­be anzu­fan­gen.
Sich qua­si spie­le­risch tän­zelnd dem Pro­jekt zu nähern und es dann Stück­chen für Stück­chen abzu­ar­bei­ten — also mit der Sala­mi-Tak­tik eine gro­ße Auf­ga­be in vie­le klei­ne Auf­gäb­chen zer­tei­len und die in über­schau­ba­ren Zeit­ein­hei­ten zu lösen. 

Die Erkennt­nis­se der Recher­che­box auf­schrei­ben und in einer gro­ben Skiz­ze bei­spiels­wei­se die Kern­the­sen für einen Vor­trag zusam­men­fas­sen — oder auf dem Dach­bo­den, der ent­rüm­pelt wer­den soll, schon mal mit einem gro­ben Blick erfas­sen, was alles weg kann.

Kurz­um: über­le­gen, wie das Pro­jekt, das man in Angriff nimmt, das Leben bes­ser und ein­fa­cher machen wird.

10 Tipps bei Aufschieberitis www.generationengespräch.de

Auf besag­tem Dach­bo­den kann man bei­spiels­wei­se schon mal klei­ne “Ord­nungs­in­seln” anle­gen, beim Buch- oder Vor­trag­schrei­ben ein paar Gedan­ken nur zur Pro­be aus­chrei­ben und zusam­men­stel­len.

Eini­ge Dach­bo­den­in­seln (oder Gedan­ken) wer­den Ihnen gut und aus­bau­fä­hig erschei­nen – mit denen arbei­ten Sie wei­ter –; ande­re sind nur Zwi­schen­schrit­te, die auf dem Weg zum Gesamt­ergeb­nis irgend­wann wie­der gelöscht werden. 

Man­che Arbeits­ta­ge wer­den Holz­weg-Tage’ sein mit wenig Fort­schritt oder viel­leicht nur drei mage­ren Wör­tern als Aus­beu­te (die aber durch­aus wich­tig sein kön­nen!).
An ande­ren Tagen wird es super vor­an­ge­hen. Hal­ten Sie aber auch die­sen Tagen Ihre Pau­sen­zei­ten ein und bewe­gen Sie sich mäßig, aber regel­mä­ßig vor­wärts Rich­tung Ziel:


7) Sich inspirieren lassen

Gegen Start­schwie­rig­kei­ten hilft es oft, sich erst­mal neue Inspi­ra­tio­nen und Impul­se zu holen.
Für alle, die schrei­ben wol­len (oder müs­sen), kön­nen das ein paar Minu­ten Lese­zeit mit dem Lieb­lings­au­tor oder der Lieb­lings­au­torin sein, viel­leicht schon pas­send zum The­ma. Wer sich den Dach­bo­den vor­ge­nom­men hat, holt sich sei­ne Inspi­ra­ti­on am bes­ten aus einem Auf­räum-Buch.

Wich­tig ist, dass Ihr Kopf­ki­no in Gang gesetzt wird, damit der Ein­stieg ins eige­ne Pro­jekt leich­ter fällt. 


Selbst­für­sor­ge beginnt mit Selbst­ent­de­ckung.
(…) Wenn Sie anfan­gen, sich selbst zu ent­de­cken, kom­men Sie der Ver­än­de­rung ein gan­zes Stück näher.“

Aus: Fashion — Was ver­rät mein Stil über mich?*

Las­sen Sie sich inspi­rie­ren, aber nur von Tex­ten und Bil­dern, die Ihnen gefal­len!
Nur weil ein Buch oder eine Metho­de ange­sagt ist, heißt das noch lan­ge nicht, dass es das Rich­ti­ge für Sie ist.
Mei­den Sie des­halb Tex­te und Autoren, die Sie nicht mögen.

Es ist erlaubt, ein Buch nach zehn Sei­ten weg­zu­le­gen. (Beson­ders beim Schrei­ben schla­gen Stil und Spra­che der Tex­te, die Sie lesen, direkt auf Ihre eige­ne Spra­che durch!) 

8) Realistische Ziele setzen 

Der Dreh- und Angel­punkt für jedes Pro­jekt sind die Fra­gen “Was WILL ich errei­chen, was KANN ich rea­lis­tisch errei­chen und wofür und für wen mache ich das eigent­lich?

Den Dach­bo­den auf­räu­men und dann eine Well­ness-Oase draus machen”, ist ein schö­nes, aber eher frag­wür­di­ges Ziel, weil es schon dadurch zum Schei­tern ver­ur­teilt ist, dass der Whirl­pool nicht durch die Dach­lu­ke passt.

Soll­te Ihnen also Ihr inne­rer, lei­der manch­mal auch grö­ßen­wah­nisn­ni­ger Wäch­ter als Ant­wort ein „Alles!” und “Für-Alle!“ ein­flüs­tern wol­len, strei­chen Sie die­sen Anspruch ersatz­los.
Er wird nicht funk­tio­nie­ren.

Wer “Alles” schaf­fen, sagen, schrei­ben oder tun will, legt sich die Hür­de uner­reich­bar hoch und läuft Gefahr, sich zu ver­zet­teln.
Und “Alle” wird man sowie­so nie glück­lich machen können. 

Räu­men Sie also den Dach­bo­den auf und rich­ten Sie sich als Ziel und Beloh­nung mit einer alten Matrat­ze, Ihren Büchern, Foto-Alben, LPs oder der Märk­lin-Eisen­bahn aus Kin­der­ta­gen Ihre Oase zum Träu­men und Ent­span­nen in rea­lis­ti­scher, weil abge­speck­ter Form ein.

Well­ness’ bedeu­tet ja manch­mal ein­fach auch, dass einen die Fami­lie nicht so schnell findet.


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9) den roten Faden findeN und ‘KISS’ — Keep it short & Simple

Ein gelun­ge­ner roter Faden ist ein kla­res Kon­zept, mit dem man sich selbst und ande­ren mit durch­dach­ten Inhal­ten statt über­bor­den­der Aus­füh­run­gen wei­ter­hilft.

Dahin­ter steckt viel „Ver­such und Irr­tum“ und vie­le Nach­den­ken.
Was muss getan wer­den, um hin­ter­her ein gelun­ge­nes Pro­jekt erar­bei­tet zu haben, wo liegt der „Hase im Pfef­fer“? Die Suche nach dem roten Faden ist ver­mut­lich das, was uns am längs­ten davon abhält, end­lich loszulegen. 

Klar kann man ver­su­chen, sich um den “roten Faden” her­um­zu­mo­geln, und ein­fach mal machen. Bes­ser wird es beim Tex­ten genau­so wie im All­tag aber meis­tens schon, wenn man bei gro­ßen Vor­ha­ben von Anfan­gen an gründ­lich nach­denkt und kom­ple­xe Inhal­te und Auf­ga­ben gründ­lich strukturiert.

Suchen Sie lie­ber Ihren roten Faden. Das ist anstren­gend, manch­mal müh­sam und kos­tet Zeit. Lohnt sich aber vor allem bei grö­ße­ren Vor­ha­ben und wich­ti­gen Projekten. 


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DIE Emp­feh­lung für alle, die noch bes­ser schrei­ben wol­len.
Ein Buch, durch das man nicht nur viel lernt, son­dern auch gut unter­hal­ten wird. Nicht umsonst ist es in kür­zes­ter Zeit zum Best­sel­ler gewor­den. Des­we­gen: unbe­dingt lesen (und anwen­den)!

Danie­la Rorig, Tex­ten kön­nen: Das neue Hand­buch für Mar­ke­ter, Tex­ter und Redak­teu­re*
Rhein­werk Com­pu­ting, 2019 


10) Sich selbst animieren

Ein Pro­jekt, dass man zwar ange­hen will (oder muss), aber immer wie­der vor sich her­schiebt, kann ein sehr ner­vi­ger Ener­gie­räu­ber sein.
Auf­ge­scho­ben ist bekannt­lich nicht auf­ge­scho­ben, und je mehr wir ver­su­chen, es zu ver­drän­gen, des­to drän­gen­der wird es und frisst Zeit und Ner­ven wie ein kaput­ter Heiz­lüf­ter Strom.

Das Gemei­ne dar­an ist, dass uns bei “Auf­schie­be­ri­tis” Faul­heit und “Nichts-Tun-Wol­len” unter­stellt wird. Das stimmt in den aller­meis­ten Fäl­len eben nicht, denn oft ist es der “inne­re Wäch­ter” und unser Wunsch nach Per­fek­ti­on, der uns dar­an hin­dert anzufangen.

Das ist alles kein Bein­bruch. Anfan­gen kann man jeder­zeit.
Zum Bei­spiel JETZT.

Mit Kopf­ki­no, Sala­mi­tak­tik, Sam­meln und Sor­tie­ren und in klei­nen Schrit­ten kann man sich dem Berg nähern, der einem im Moment unüber­wind­bar vor­kommt.
Er ist über­wind­bar — und irgend­wann macht es sogar Spaß, denn die meis­ten Men­schen stren­gen sich ger­ne an, wenn sich das Ziel lohnt. 

Denn nicht Auf-der-fau­len-Haut-lie­gen macht glück­lich, son­dern erfül­len­de Arbeit und gelun­ge­ne Pro­jek­te, auf die man stolz sein kann, wenn man’s geschafft hat. Oder? 

PS: Wenn arbei­ten über­haupt nie Spaß macht und man stän­dig ver­sucht, Auf­ga­ben weg­zu­drü­cken, läuft etwas grund­sätz­lich falsch.
In so einem Fall soll­te man tief in sich gehen und grund­sätz­lich dar­über nach­den­ken, was man ändern kann. Sein Leben nur auf Urlau­be und Wochen­en­den aus­zu­rich­ten, unter­gräbt auf Dau­er das Selbst­ver­trau­en.
Und das macht auch nicht glücklich. 


Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2016, über­ar­bei­tet 2021 


Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Auch, wenn wir für ein Pro­jekt “bren­nen” und es uns in den Fin­gern juckt, gibt es vor dem per­fek­ten End­ergeb­nis ein Pro­blem: Wir müs­sen lie­fern. Der Geist ist durch­aus wil­lig, trotz­dem schie­ben wir auf. Beson­ders dann, wenn wir beson­ders gut sein wol­len …
Auf­schie­ben für Pro­fis: Noch mehr Tipps gegen Auf­schie­be­ri­tis

Buch­emp­feh­lun­gen:

Die mit * gekenn­zeich­ne­ten Links sind soge­nann­te Affi­la­te-Links, die hel­fen, den Blog Genera­tio­nen­ge­spräch zu finan­zie­ren. Wenn Ihnen eine der ange­ge­be­nen Emp­feh­lun­gen gefällt und Sie das Buch (oder ein ande­res Pro­dukt) über die­sen Link bestel­len, erhält der Blog dafür eine klei­ne Pro­vi­si­on, ohne dass für Sie Mehr­kos­ten ent­ste­hen. Für Ihren Klick: Herz­li­chen Dank im Vor­aus!

101 prak­ti­sche Tipps
für einen ein­fa­che­ren und stress­freie­ren All­tag. Vom “end­lich den Knopf annä­hen”, um Bal­last abzu­wer­fen, über Bezie­hun­gen bis zu Beruf­li­chem und Finan­zen. Jeden Tag eine gute Tat! …
ger­ne auch mal für’s eige­ne Leben. Ein Buch, das Lust dar­auf macht, denn eigent­lich ist es gar nicht so schwer, sein Leben Stück für Stück in den Griff zu bekom­men. Emp­feh­lens­wert!

Tala­ne Mie­da­ner, Coach dich selbst, sonst coacht dich kei­ner!* mvg Ver­lag, 2009 


Die Psy­cho­lo­gin Jen­ni­fer Baum­gart­ner über unse­ren Klei­dungs­stil, was er über uns ver­rät und wie man mit einem neu­en Style Impul­se für Ver­än­de­run­gen set­zen kann.
Wer sein Leben neu gestal­ten möch­te, soll­te einen Blick in sei­nen Klei­der­schrank wer­fen: Es könn­te sich loh­nen. Schließ­lich machen Klei­der Leu­te.
Lesens­wert!
Dr. Jen­ni­fer Baum­gart­ner, Fashion — Was ver­rät mein Stil über mich?*, Gold­mann Ver­lag, 2015


Schrei­ben
ist zum gro­ßen Teil ein Hand­werk, das man ler­nen kann. Roy Peter Clarks Hand­buch ist der per­fek­te Rat­ge­ber für’s Ein­le­sen mit vie­len Text­bei­spie­len und Übun­gen, aber auch gol­de­ne Regeln, wenn unser “inne­rer Wäch­ter” wie­der­mal zuschlägt. Ein “Must-Have” für alle, die viel schrei­ben (müs­sen).

Roy Peter Clark, Die 50 Werk­zeu­ge für gutes Schrei­ben. Hand­buch für Autoren, Jour­na­lis­ten und Tex­ter*, Auto­ren­haus Ver­lag GmbH 2008 


Top-Emp­feh­lung für alle, die mit ihren Tex­ten etwas bewir­ken wol­len.
Die ehe­ma­li­ge Wer­be­tex­te­rin Danie­la Rorig über Sto­ry­tel­ling und Stra­te­gie, guten Schreib­stil, Kon­zep­ti­on, Text­bau­stei­nen für Blog, News­let­ter, Web­sites und Social Media und vie­lem mehr. Ein Buch, mit dem man sich nicht nur gut infor­miert, son­dern auch gut unter­hal­ten fühlt.

Danie­la Rorig, Tex­ten kön­nen: Das neue Hand­buch für Mar­ke­ter, Tex­ter und Redak­teu­re*, Rhein­werk Com­pu­ting, 2019 


Sascha Lobo und Kath­rin Pas­sig
eben­so wit­zig wie klug und unkon­ven­tio­nell dar­über, wie­so Auf­schie­ben und Nichts-Regeln manch­mal mehr bringt, als sich selbst immer wie­der am Rie­men zu rei­ßen. Ein sehr emp­feh­lens­wer­ter (und tröst­li­cher) Rat­ge­ber.

Sascha Lobo, Kath­rin Pas­sig, Din­ge gere­gelt krie­gen — ohne einen Fun­ken Selbst­dis­zi­plin*, Rowohlt Taschen­buch Ver­lag, 2010 

War­um man den Bären erst erle­gen soll­te, bevor man sein Fell ver­teilt,
und wes­halb Reden manch­mal Sil­ber und Schwei­gen Gold ist. Zeit­lo­se Stra­te­gien für die Kehrt­wen­den und Hin­der­nis­se, die das Leben nun mal hat — und wie man lang­fris­tig und erfolg­reich mit ihnen umge­hen kann. Sehr emp­feh­lens­wert!

Ryan Holi­day, Dein Ego ist dein Feind: So besiegst du dei­nen größ­ten Geg­ner*. Finanz­Buch Ver­lag, 2017 




Klas­si­ker!
Napo­le­on Hill (1883 — 1970) auf den Spu­ren des Reich­tums. Die Erfolgs­ge­set­ze her­aus­ge­fil­tert aus Gesprä­chen mit 500 Mil­lio­nä­ren — zum Teil ganz schön cle­ver. Ein sehr moti­vie­ren­des Buch, auch und beson­ders in (Auf­schie­be­ri­tis-) Kri­sen­zei­ten.

Napo­le­on Hill: Den­ke nach und wer­de reich. Die Erfolgs­ge­set­ze*, Aris­ton, Taschen­buch, 2008 

Wei­ter­füh­ren­de Beiträge:

Stress: War­um wir so oft gestresst sind und wel­che Aus­wir­kun­gen zu viel Stress auf Hirn, Bauch und Ner­ven hat.
Stress­be­wäl­ti­gung: War­um wir so oft gestresst sind — und was man dage­gen tun kann

Mie­se Zei­ten: Woher kommt es, dass wir manch­mal ohne kon­kre­ten äuße­ren Anlass extrem dünn­häu­tig sind und mit einer gehö­ri­gen Ladung Wut im Bauch durch’s Leben lau­fen? War­um füh­len wir uns dann so ohn­mäch­tig, aus­ge­nutzt und aus­ge­grenzt, obwohl wir ‚eigent­lich‘ kei­nen Grund dazu haben?  Schlech­te Stim­mung und mie­se Zei­ten: Woher sie kom­men und was man dage­gen tun kann.
Mie­se Zei­ten: Woher schlech­te Gefüh­le kom­men und was man gegen sie tun kann

Erfolg: Wer ein neu­es Pro­jekt mit einem inne­ren “Ich kann nicht” star­tet, wird es auch nicht kön­nen. Und darf sich dann bei sich selbst für eine gelun­ge­ne Selbst­sa­bo­ta­ge durch eine erfüll­te Pro­phe­zei­ung bedan­ken.
Selbst­er­fül­len­de Pro­phe­zei­un­gen

Ankom­men: Wer immer ALLES haben will, und das SOFORT, stellt sich selbst ein Bein. Und wird es mit dem Ankom­men schwer haben. Es hilft nichts: Wenn wir wirk­lich vor­an­kom­men wol­len, müs­sen wir — ech­te — Zie­le defi­nie­ren, los­lau­fen und uns mit der “Poli­tik der klei­nen Schrit­te” unse­ren Zie­len nähern. Klingt ein­fach, ist in der Pra­xis aber manch­mal ganz schön schwie­rig.
Vor Ankom­men wird gewarnt!

Lebens­kunst & Resi­li­enz: Der „Flow“ macht‘s! Die drei For­men des glück­li­chen Lebens und die Geschich­te der posi­ti­ven Psy­cho­lo­gie:
Die Ener­gie folgt der Auf­merk­sam­keit

Der nor­ma­le Wahn­sinn: Tipps und Tricks, psy­cho­lo­gi­sche Denk­fal­len und viel Wis­sens­wer­tes für ein bewuss­tes Leben fin­den Sie in unse­rer Kate­go­rie:
Tipps für den All­tag

Bild­nach­wei­se:

Agen­tur für Bildbiographien 

Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschich­te & Psy­cho­lo­gie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich brin­ge mit mei­nem Team Lebens‑, Fami­li­en- und Unter­neh­mens­ge­schich­ten ins Buch und schrei­be als Ghost­wri­te­rin Bücher mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie.

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Ein Gedanke zu „10 Tipps gegen Aufschieberitis

  1. Sehr tol­ler und inter­es­san­ter Arti­kel. Wenn es um Blo­cka­de geht, kann auch eine Hyp­no­se durch erfah­re­ne The­ra­peu­ten hel­fen, wel­che eine Hyp­no­se Aus­bil­dung gemacht haben…

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