Da röhrt der Hirsch: Warum Männer und Frauen aneinander vorbeireden

Warum Männer und Frauen so oft aneinander vorbeireden www.generationengespräch.de


War­um spre­chen Frau­en so oft in Rät­seln und wes­halb wol­len Män­ner immer die Bes­ten sein?

Wie­so Män­ner und Frau­en so oft anein­an­der vor­bei­re­den — und wel­che Aus­we­ge aus der männ­lich-weib­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kri­se führen.

Vor rund 70.000 Jah­ren war es noch nicht abzu­se­hen, dass sich Männ­chen und Weib­chen der Gat­tung Homo sapi­ens außer Feu­er­stel­le und Höh­le auch Chef­eta­gen und Haus­halt tei­len wür­den.

Im Prin­zip für uns jein Pro­blem, aber wenn man genau hin­sieht ist es doch eins, denn die Evo­lu­ti­on tickt manch­mal erschre­ckend lang­sam. Wir den­ken zwar modern, aber unse­re Bio­che­mie ist uralt, wes­halb unse­re psy­cho­lo­gi­schen Mus­ter an vie­len Stel­len noch immer in der Stein­zeit feststeckt.

Des­halb kön­nen wir gen­dern bis wir schwarz wer­den — an den Ursa­chen für Miss­ver­ständ­nis­se zwi­schen Män­nern und Frau­en ändert sich auch durch kor­rek­ten Sprach­ge­brauch nicht viel.

Tief in unse­rem Inne­ren sind wir gele­gent­lich eben immer noch uralte Höh­len­men­schen, die auf Mam­mut­jagd gehen, sich vorm Säbel­zahn­ti­ger fürch­ten und abends gemüt­lich vor einer Feu­er­stel­le hocken.
Anders aus­ge­drückt: Wir haben zwar ein ziem­lich moder­nes Gehirn, aber unser Ver­hal­ten ist in den letz­ten 70.000 Jah­ren nicht sehr viel fort­schritt­li­cher gewor­den.

Noch ein­fa­cher: Manch­mal sind wir ech­te Neandertaler.

Dialog oder Kampf der Geschlechter?

Dass es Män­ner und Frau­en oft so schwer mit­ein­an­der haben, liegt nicht an ‘fal­scher’ Erzie­hung, son­dern hat viel mit der Früh­zeit unse­rer Mensch­heits­ge­schich­te zu tun.
Unser uraltes psy­cho­lo­gi­sches Pro­gramm schmeißt uns Knüp­pel zwi­schen die Bei­ne.
Wir ver­ste­hen die ande­re Sei­te oft ein­fach nicht.

Die Rei­be­rei­en mit dem ande­ren Geschlecht, über die wir uns heu­te ärgern, ent­ste­hen, weil wir ver­su­chen, in einer moder­nen Welt mit den glei­chen archai­schen Grund­prin­zi­pi­en zurecht­zu­kom­men, mit denen unse­re Vor­fah­ren in grau­er Vor­zeit schon unter­wegs waren.
Damals hat es bes­ser geklappt als heu­te.

Um bei den Urmen­schen und damit in der archai­schen Tier­welt zu blei­ben: Ein Hirsch ist bei­spiels­wei­se nur dann ein erfolg­rei­cher Hirsch wenn er sein Ziel – Erhal­tung und Ver­brei­tung sei­ner Art – durch­set­zen kann. 

Die unmögliche Kommunikation zwischen Männern und Frauen Agentur für Bildbiographien

Damit ist er als gan­zer Hirsch-Kerl klar defi­niert: Er muss groß und stark wer­den, sich ein ordent­li­ches Geweih zule­gen, Mit­be­wer­ber aus dem Feld ste­chen, die Gunst der Hirsch­kü­he erobern und sich fort­pflan­zen.
Hat er das Ziel erreicht, kann er gehen und sich neu­en Auf­ga­ben wid­men.

Als Aus­rüs­tung für die Zie­l­er­fül­lung sei­nes Hirsch­le­bens braucht er: 

Hier­ar­chie
Kon­kur­renz­ori­en­tie­rung
Ziel­ori­en­tie­rung

Warum Männer und Frauen immer aneinander vorbeireden

Was für Hir­sche gut ist, gilt in abge­wan­del­ter Form auch für Men­schen.

Wel­che Frau rollt – zumin­dest inner­lich – nicht mit den Augen, wenn sich zwei Män­ner ken­nen­ler­nen und erst­mal alles Wesent­li­che abklop­fen müs­sen: Job, Zahl der Assis­ten­tin­nen, wel­che Auto­mar­ke, wie viel PS?

Mein Haus, mein Auto, mei­ne Pfer­de­stär­ken — Kräf­te­mes­sen und Ange­ben geht auch ohne Geweih. 


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Warum Frauen nicht anecken wollen

Das evo­lu­tio­nä­re Pro­gramm von Frau­en sieht ganz anders aus als bei Män­nern, denn zu dem Zeit­punkt, an dem der Hirsch „mis­si­on accom­plis­hed“ röh­ren könn­te (wenn er es denn könn­te), fängt für jede Hirsch­kuh die Arbeit erst an. 

Jede (und jeder), der sich mit Kin­der­er­zie­hung schon mal näher befasst hat, weiß, dass die Mis­si­on „Nach­wuchs groß­zie­hen“ mit Ziel­ori­en­tie­rung und linea­rem Fokus nicht klap­pen wird.

Wer Kin­der hat und sich um sie küm­mert, braucht weder Kon­kur­renz noch Hier­ar­chien, son­dern einen lan­gen Atem. Und viel Geduld für einen Pro­zess, der stän­di­ge Anpas­sungs­be­reit­schaft an ver­än­der­te Rah­men­be­din­gun­gen not­wen­dig macht (Schu­le fällt aus, Kind hat Schnup­fen oder Wind­po­cken, Kin­der­gar­ten streikt). 

Eine ver­ein­zel­te, weil kon­kur­renz­ori­en­tier­te Mut­ter, stün­de mit ihrem Kind auf ziem­lich ver­lo­re­nem Pos­ten, wenn sie ver­su­chen wür­de, ihre Mis­si­on allei­ne durch­zu­zie­hen. Die Bereit­schaft von Frau­en, sich in einer Grup­pe zu inte­grie­ren, ist wegen ihres bio­lo­gi­schen Pro­gramms “Kin­der erzie­hen” viel grö­ßer als bei Män­nern.

Typisch weib­li­che Eigen­schaf­ten sind deshalb: 

Fla­che Struk­tu­ren
Har­mo­nie­ori­en­tie­rung
Pro­zess­ori­en­tie­rung

Warum Männer und Frauen immer aneinander vorbeireden

Was Frauen wollen

Hier­ar­chi­sche Struk­tu­ren bei Frau­en?
Sind nur sehr sel­ten zu fin­den, denn Hier­ar­chien ste­hen dem weib­li­chen Wunsch nach Grup­pen­an­pas­sung völ­lig entgegen. 

Der weib­li­che Har­mo­nie-Teu­fel steckt im Detail.
Kein Mann wird bei­spiels­wei­se jemals nach­voll­zie­hen kön­nen, war­um eine Frau ihr tod­schi­ckes und sünd­haft teu­res neu­es Kleid vor ihren bewun­dern­den Freun­din­nen als „das ist doch schon ganz alt“ her­ab­wür­digt — streng nach der weib­li­chen Devi­se: bloß nicht anecken oder sich als ‘etwas Bes­se­res’ auf­spie­len!

Frau­en ver­ste­hen die­se Art weib­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on in der Regel rich­tig, Män­ner neh­men sie für bare Mün­ze: sie hal­ten das Kleid tat­säch­lich für alt (wehe, wenn er ihr das gegen­über auch noch sagt!).

” … Mäd­chen nei­gen dazu, mit einer ein­zi­gen bes­ten Freun­din oder in klei­nen Grup­pen zu spie­len, und sie ver­brin­gen eine Men­ge Zeit mit Spre­chen. Sie ver­wen­den Spra­che, um aus­zu­han­deln, wie nahe sie ein­an­der sind; zum Bei­spiel wird das Mäd­chen, dem du dei­ne Geheim­nis­se erzählst, auch dei­ne bes­te Freun­din.
Mäd­chen ler­nen es her­un­ter­zu­spie­len, in wel­cher Wei­se jemand bes­ser ist als die ande­ren, und zu unter­strei­chen, in wel­cher Wei­se sie alle gleich sind.” 

Aus: Peter Mod­ler, Das Arro­ganz-Prin­zip*

Mann erklärt Welt: Mansplaining 

Wenn Kon­kur­renz­ori­en­tie­rung und Har­mo­nie­teu­fel auf­ein­an­der­tref­fen, kann eini­ges schief gehen.
Eini­ges ist aber auch ganz anders als erwar­tet.

Bei­spiels­wei­se sind es die Män­ner, die zu Plau­der­ta­schen wer­den, wenn es um etwas Wich­ti­ges geht: Män­ner kön­nen viel mehr reden, als all­ge­mein ange­nom­men wird.
Mann ist defi­ni­tiv nicht auf den Mund gefal­lenaber nur, wenn’s dar­auf ankommt. 

Frau­en dage­gen fas­sen sich oft viel kür­zer, als man(n) glau­ben mag.
Im Geschäfts­le­ben ist das manch­mal ein­fach zu kurz. Beson­ders Mee­tings kön­nen zum Rede-Schlacht­feld wer­den, auf dem der Mann gewinnt, der am längs­ten spricht und sei­ne Mei­nung am aus­führ­lichs­ten dar­le­gen kann.

Genau dar­an schei­tern vie­le Frau­en, weil sie es nicht schaf­fen, das Wort zu ergrei­fen. Und selbst wenn sie es haben, ver­lie­ren sie es schnell wie­der — aus­spre­chen las­sen gehört eben auch nicht zu den männ­li­chen Stärken.

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Natür­lich ver­su­chen Eltern ihre Kin­der anders zu erzie­hen, aber spä­tes­tens die Grup­pe der Gleich­alt­ri­gen auf dem Schul­hof sorgt dafür, dass Kin­der das geschlechts­spe­zi­fi­sche Rol­len­ver­hal­ten ler­nen.
Ein Mäd­chen, das ande­ren sagt, was sie zu tun haben, oder ihre eige­nen Leis­tun­gen her­aus­stellt, wird oft von den ande­ren Mäd­chen oft als “zu che­fig” gebrand­markt und im schlimms­ten Fall aus der Grup­pe ausgeschlossen.

Jun­gen wer­fen sich in der Regel nicht gegen­sei­tig vor, “zu che­fig” zu sein.
Im Gegen­teil — bei ihnen geht es dar­um, ein Anfüh­rer zu sein:

” Jun­gen ler­nen, Spra­che ein­zu­set­zen, um ihren Grup­pen­sta­tus zu ver­han­deln, indem sie ihre Fähig­kei­ten und ihre Kennt­nis­se dar­stel­len und indem sie ande­re her­aus­for­dern und Her­aus­for­de­run­gen ande­rer wider­ste­hen.
Anord­nun­gen zu geben ist eine Wei­se, eine Rol­le im Hoch-Sta­tus zu bekom­men und zu behal­ten. Eine ande­re ist es, die Büh­ne zu beherr­schen, indem man Geschich­ten oder Wit­ze erzählt,” 

Aus: Peter Mod­ler, Das Arro­ganz-Prin­zip*

Rede­be­darf herrscht bei eini­gen Män­nern auch, wenn sie “Mans­p­lai­ning” (zu Deutsch etwa “Herr­klä­rer) betrei­ben, die (Un)-Sitte, ande­ren unge­fragt die Welt zu erklä­ren.
Mans­p­lai­ning gehört in die Kate­go­rie “Ange­ben und Kräf­te­mes­sen” und bringt nicht nur Frau­en auf die Pal­me, son­dern auch die männ­ki­che Konkurrenz. 

Die Geheimsprache der Frauen 

Weib­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on funk­tio­niert anders, hat aber auch ihre Tücken.
Der weib­li­che Fokus liegt stär­ker auf Ein­be­zie­hen und weni­ger auf Gewin­nen; Frau­en set­zen im Geschäfts- und sons­ti­gen Leben mehr auf Krea­ti­vi­tät und Team und ver­zich­ten eher auf kla­re Befeh­le und Kontrolle. 

Das ist gut für kom­ple­xen Ent­schei­dungs­pro­zes­se, bei denen Krea­ti­vi­tät gefragt ist, aber schlecht, wenn’s brennt und über­le­bens­wich­ti­ge Maß­nah­men schnell getrof­fen wer­den müs­sen.
In die­sen Situa­tio­nen sind oft Män­ner klar im Vor­teil.

Frau­en füh­ren zwar kei­ne Rede­schlach­ten, kön­nen aber mit ihrer sub­ti­le­ren Art Män­ner gehö­rig aufs Glatt­ei­sen füh­ren.
Vie­le Frau­en sind Meis­te­rin­nen einer beson­de­ren Geheim­spra­che, mit der sie For­de­run­gen stel­len, ohne zu for­dern. Was sie sich wün­schen, sol­len die ande­ren erra­ten.
Die meis­ten Män­ner sind beim Raten so so schlecht, dass sie den Text zwi­schen den Zei­len ein­fach kom­plett überhören..

Wür­dest Du ger­ne ins Kino gehen oder doch lie­ber in die Knei­pe?“ ist KEIN freund­li­ches Ange­bot zur Aus­wahl, son­dern eine ein­deu­ti­ge Auf­for­de­rung zu einem Kino­be­such.

Unter Umstän­den, bin ich bereit, Dich auch in die Knei­pe zu beglei­ten – aber ich wer­de ent­täuscht sein!“, lau­tet der Text in der Meta-Ebe­ne, den vie­le Män­ner wegen ihres linea­ren Fokus‘ nicht ein­mal mit­be­kom­men. (Was sie dann mit­be­kom­men, ist die wüten­de Frau an ihrer Seite …)

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Der Dia­log der Geschlech­ter …
… ist manch­mal ganz schön stres­sig.

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Wege aus der männlich-weiblichen Kommunikationskrise 

Der größ­te Unter­schied zwi­schen Män­nern und Frau­en – Kon­kur­renz­ori­en­tie­rung ver­sus Har­mo­nie­stre­ben – liegt im Umgang mit Erfolg.
Denn: Für für die meis­ten Män­ner ist es selbst­ver­ständ­lich, dass Erfol­ge ihnen selbst gebüh­ren, und an Miss­erfol­gen ent­we­der die Ande­ren oder wid­ri­ge Umstän­de schuld sind. Vie­le Frau­en keh­ren die Erfolgs­bi­lanz genau um.

Miss­erfol­ge schrei­ben sie sich selbst zu, die Grün­de für ihre Erfol­ge sehen sie in güns­ti­gen Umstän­den, Glück oder der Hil­fe ande­rer. Das ist der dicks­te Knüp­pel und das größ­te Han­di­cap, die sich Frau­en auf der Kar­rie­re­lei­ter selbst zwi­schen die Bei­ne werfen. 

Die Geheimsprache der Frauen

Es ist eine Ein­stel­lung, die den meis­ten Män­nern voll­kom­men fremd ist — sie ver­ste­hen sie ein­fach nicht.

Wenn es um Erfolg und den Dia­log der Geschlech­ter geht, sind Män­ner eben auch heu­te noch vom Mars und Frau­en von der Venus. 

” … Irgend­wann war es für mich kaum noch zu ertra­gen, dass in mei­nen uni­ver­si­tä­ren Semi­na­ren vie­le Stu­den­ten kein Pro­blem damit hat­ten, unvor­be­rei­tet vor eine Grup­pe zu tre­ten und irgend­ein inhalt­lo­ses Zeug zu erzäh­len, wäh­rend Stu­den­tin­nen in der Regel bes­ser vor­be­rei­tet waren und oft viel mehr Hin­ter­grund­wis­sen hat­ten — aber auf­fal­lend sel­ten ihr Wis­sen auch gegen­über der Grup­pe kund­ga­ben. Vie­le männ­li­che Kom­mi­li­to­nen hin­ge­ge­gen prä­sen­tier­ten sich sogar dann noch als kom­pe­tent, wenn sie nur recht wenig zu bie­ten hatten.” 

Aus: Peter Mod­ler, Das Arro­ganz-Prin­zip*

Aber wir alle sind nicht hilf­los unse­rem evo­lu­tio­nä­rem Erbe aus­ge­lie­fert — es gibt Aus­we­ge.
Aller­dings muss man dafür bereit sein, dazu­ler­nen. Für gute Manie­ren muss jeder schon selbst sor­gen, egal, wel­chem Geschlecht man angehört.

Schließ­lich erwar­tet auch nie­mand, dass gepfleg­tes Duden-Deutsch wei­ter­hilft, wenn man in frem­de Län­der reist. Wer die Welt ken­nen ler­nen will, soll­te wenigs­tens ein paar Bro­cken Eng­lisch spre­chen und ver­ste­hen kön­nen.
Wer einen chi­ne­si­schen Gast zum Essen ein­lädt, wird nicht über­mä­ßig erstaunt sein, wenn der sei­ne Ess­stäb­chen aus­packt und Tisch­ma­nie­ren an den Tag legt, die hier­zu­lan­de schlicht als Unsit­te gel­ten (umge­kehrt ist das übri­gens genauso). 

Fazit: Vie­le hun­dert Jah­re Auf­klä­rung und gute Erzie­hung haben uns bei­gebracht, Anders­sein“ zu tole­rie­ren und zu akzep­tie­ren. Oft emp­fin­den wir Anders­ar­tig­keit und Ein­zig­ar­tig­keit sogar als span­nend und inspi­rie­rend.

Machen wir das doch ein­fach auch mal beim ande­ren Geschlecht:

  • Wenn Frau­en wirk­lich vor­an­kom­men wol­len und sich nicht immer wie­der an der “glä­ser­nen Decke” (die manch­mal selbst­ge­macht ist) die Nase blu­tig schla­gen wol­len, müs­sen sie ver­ste­hen, wie Män­ner kom­mu­ni­zie­ren, und bei Bedarf die Spra­che “Rang und Revier” spre­chen kön­nen — auch wenn die für weib­li­che Ohren oft viel zu rup­pig klingt. 
  • Klu­ge Män­ner, Chefs, Mit­ar­bei­ter und Kol­le­gen soll­ten sich umge­kehrt in weib­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on üben, denn auch die hat ihre Tücken und kann extrem gefähr­lich wer­den, wenn man(n) sich mit ihr nicht auskennt.

Unterm Strich nützt Gen­der in unse­rer Spra­che wenig, wenn wir das Ver­ständ­nis für­ein­an­der links lie­gen­las­sen.

Erst wenn wir ver­ste­hen, wie die ande­re Sei­te spricht und denkt, ist ech­te ‘Diver­si­ty’ mög­lich — die krea­ti­ve Span­nung zwi­schen männ­li­chem und weib­li­chem Den­ken und Han­deln.

Denn Diver­si­ty eröff­net rie­si­ge Chan­cen für alle — und ist viel mehr als die Sum­me ihrer Teile.


Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2019 Über­ar­bei­tet 2021)

Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Wer schon ein­mal in die Müh­len von weib­li­chem ‘Minus Talk’ oder sogar ‘Kill Talk’ gera­ten ist, weiß, dass auch Frau­en nicht immer so har­mo­nisch und fried­fer­tig sind, wie sie ger­ne tun. Über weib­li­che und männ­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on, Frau­en in Füh­rung und die Sache mit der ‘glä­ser­nen Decke’.
Im Land des Lächelns: Weib­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on und ihre Tücken

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Kein Lob anneh­men kön­nen, sich immer für alles “schul­dig” füh­len, nicht zur Ruhe kom­men und in der Lie­be unglück­lich sein — vie­les, was uns in schlech­ten Pha­sen zu schaf­fen macht, hat sei­ne Wur­zeln in längst ver­ges­se­nen Kind­heits­er­leb­nis­sen.
Die Trau­ma-The­ra­peu­tin Dami Charf beschreibt in ihrem Buch, wel­che Mecha­nis­men uns immer wie­der in alte Mus­ter zurück­fal­len las­sen. Und wie man dar­aus wie­der her­aus­kommt. Lesens­wert!
Dami Charf, Auch alte Wun­den kön­nen hei­len: Wie Ver­let­zun­gen aus der Kind­heit unser Leben bestim­men und wie wir uns davon lösen kön­nen*. Kösel-Ver­lag, 2018


Der Füh­rungs­kräf­te-Coach Peter Mod­ler
beschreibt in sei­nem sehr lesens­wer­ten Buch Hin­ter­grün­de und Bei­spie­le aus der Pra­xis, wie männ­li­che und weib­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on anein­an­der vor­bei lau­fen kann. Ein tol­les Buch, um zu ver­ste­hen, wie die ande­re Sei­te tickt. Nicht nur für ‘AHA’-Erlebnisse, son­dern auch sehr kon­kret mit Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für einen bes­se­ren Umgang mit­ein­an­der. Emp­feh­lens­wert!
Peter Mod­ler: Das Arro­ganz-Prin­zip*, FISCHER Taschen­buch, 2. Auf­la­ge, Okto­ber 2018 

Sind Frau­en die bes­se­ren Kol­le­gin­nen, Che­fin­nen … und Men­schen?
Wohl eher nicht. Dass Frau­en fried­fer­ti­ger, team­fä­hi­ger und kom­mu­ni­ka­ti­ver als Män­ner sei­en, ist eine schö­ne Legen­de, die Peter Mod­ler in sei­nem zwei­ten Buch eben­so prag­ma­tisch wie lesens­wert zer­pflückt. Weib­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on scheut häu­fig die offe­ne Kon­fron­ta­ti­on, kann aber genau­so böse enden wie männ­li­che …
Peter Mod­ler: Die freund­li­che Fein­din: Weib­li­che Macht­stra­te­gien im Beruf*, Piper Ver­lag, März 2017 

Opfer — Ret­ter — Ver­fol­ger.
In Stres­si­tua­tio­nen fal­len wir oft in alte Rol­len-Mus­ter, die wir in der Kind­heit gelernt haben. Wie man Psy­cho­spiel­chen durch­schau­en und durch­bre­chen kann — ein sehr lesens­wer­tes Buch für alle, die das Gefühl haben, sich immer wie­der an der glei­chen Stel­le zu ver­ha­ken.

Cor­ne­lia und Ste­phan Schwarz: Schluss mit Psy­cho­spiel­chen*, dtv Ver­lags­ge­sell­schaft, Janu­ar 2018 

Wie groß ist unser eige­ner Anteil an einer geschei­ter­ten Lie­be?
Ein span­nen­der Bezie­hungs­rat­ge­ber, der den Blick vom “bösen” Part­ner auf unse­re eige­nen Mus­ter und Bedürf­nis­se lenkt.

Eva-Maria Zur­horst, Lie­be dich selbst und es ist egal, wen du hei­ra­test*, Gold­mann Ver­lag, 2009 


Die Kunst des “Nein-Sagens“
Kur­ze, prä­gnan­te Tex­te und ein­fach zu befol­gen­de Übun­gen und Hin­wei­se erleich­tern das “Nein”-Sagen — denn unse­re “Ja“s wenn wir eigenltich “Nein” mei­nen, ver­ur­sa­chen auf Dau­er Stress und Frus­tra­ti­on. Ein lie­be­voll gestal­te­tes Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le” für alle, die zu oft Ja-Sagen, oder zum Ver­schen­ken.

Anne van Stap­pen, Das klei­ne Übungs­heft: Gren­zen set­zen, nein sagen*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2012 

Kar­rie­re im Eimer­chen?
Nina Puris wun­der­bar geschrie­be­ne Pole­mik über Müt­ter, die Kas­ta­ni­en­männ­chen statt Kar­rie­re bas­teln. Unter­halt­sam, wit­zig, gründ­lich recher­chiert und mit vie­len lesens­wer­ten Impul­sen — lohnt sich!

Nina Puri: Kar­rie­re im Eimer­chen? War­um Müt­ter nicht zum Arbei­ten kom­men*,
Knaur Taschen­buch, 2014 


Der Klas­si­ker in Sachen Kom­mu­ni­ka­ti­on,
der nicht nur bril­lant geschrie­ben ist, son­dern auch wirk­lich wei­ter­hilft.

Frie­de­mann Schulz von Thun: Mit­ein­an­der Reden*. Rowohlt Taschen­buch Ver­lag; Auf­la­ge: 48, 2010 


Wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge zum The­ma Män­ner und Frau­en:

Stress: War­um wir so oft gestresst sind und wel­che Aus­wir­kun­gen zu viel Stress auf Hirn, Bauch und Ner­ven hat.
Stress­be­wäl­ti­gung: War­um wir so oft gestresst sind — und was man dage­gen tun kann

Vor­bil­der: Nicht nur Kin­der und Jugend­li­che haben Vor­bil­der, son­dern auch Erwach­se­ne. Jeder von uns nimmt sich ande­re zum Vor­bild, wenn er nicht weiß, wie er sich rich­tig ver­hal­ten soll. Meis­tens mer­ken wir nicht ein­mal, wie wir uns an ande­ren ori­en­tie­ren. Vor­bil­der spie­len in der Wer­bung eine gro­ße Rol­le — und manch­mal ver­lei­ten sie uns zu Hand­lun­gen, mit denen wir uns und ande­ren scha­den. 
Rich­ti­ge und fal­sche Vorbilder

Fremd­ge­hen: Wer kennt es nicht, wenn sich nach weni­gen Wochen gro­ßer Lie­be, in denen See­len­ver­wandt­schaf­ten ent­deckt und Zukunfts­plä­ne geschmie­det wer­den, der ange­him­mel­te Liebs­te plötz­lich rar­macht, um Bedenk­zeit bit­tet, selt­sa­me Erklä­run­gen stam­melt und schließ­lich zu einer ande­ren ent­schwin­det? Ist das Psy­cho­lo­gie oder doch wie­der nur ein mise­ra­bler männ­li­cher Hor­mon­haus­halt?
Ist Fremd­ge­hen ange­bo­ren?

Nar­ziss­mus: “Dou­ble Bind” — egal was du tust, es wird das Fal­sche sein — ist die Masche, mit der Nar­ziss­ten ihre Mit­men­schen mani­pu­lie­ren. Aber was ist Nar­ziss­mus? Und: kann man Nar­ziss hei­len, ret­ten oder ent­kom­men?
Das Zeit­al­ter der Nar­ziss­ten

Resi­li­enz: Schwä­chen repa­rie­ren oder Stär­ken stär­ken?
War­um es oft bes­ser ist, sich auf das zu kon­zen­trie­ren, was gut läuft.
Die Ener­gie folgt der Auf­merk­sam­keit

Die Gelieb­te eines mäch­ti­gen Man­nes zu sein, war vie­le Jahr­hun­der­te lang die ein­zi­ge Mög­lich­keit für Frau­en, poli­ti­sche Macht und Ein­fluss zu bekom­men. Beson­ders gut funk­tio­nier­ten Sex und Poli­tik im Abso­lu­tis­mus, des­sen Mätres­sen­wirt­schaft die Welt­ge­schich­te in gro­ßem Maß beein­flusst hat. Die berühm­tes­te und ein­fluss­reichs­te „maî­tres­se en tit­re“ war die Gelieb­te des Uren­kels des Son­nen­kö­nigs, die Mar­qui­se de Pom­pa­dour.
Die Mar­qui­se de Pom­pa­dour

Tipps und Tricks, psy­cho­lo­gi­sche Denk­fal­len und viel Wis­sens­wer­tes für ein bewuss­tes Leben
Tipps für den All­tag

Kind­heit & Erzie­hung: Die Kind­heit ist die prä­gends­te Zeit in unse­rem Leben. Über Müt­ter und Väter, Geschwis­ter­lie­be, trans­ge­nera­tio­na­le Ver­er­bung und Kind­heits­mus­ter, die uns unser gesam­tes Leben beglei­ten.
Kin­der, Kin­der

Wei­ter­füh­ren­der Link zum The­ma Mans­p­lai­ning:

Die Welt, 5.10.2015: Wie Frau­en sich füh­len, wenn Män­ner sie beleh­ren
https://​www​.welt​.de/​k​u​l​t​u​r​/​a​r​t​i​c​l​e​1​4​7​1​9​4​0​1​7​/​W​i​e​-​F​r​a​u​e​n​-​s​i​c​h​-​f​u​e​h​l​e​n​-​w​e​n​n​-​M​a​e​n​n​e​r​-​s​i​e​-​b​e​l​e​h​r​e​n​.​h​tml

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pixabay, Agen­tur für Bildbiographien 


Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschich­te & Psy­cho­lo­gie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich brin­ge mit mei­nem Team Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­ge­schich­ten ins Buch
und schrei­be als Ghost­wri­te­rin mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie.

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254370coo­kie-checkDa röhrt der Hirsch: War­um Män­ner und Frau­en anein­an­der vor­bei­re­den

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