11 Tipps, die Sie beim biografischen Schreiben beachten sollten

Biografie-Tipps: Was Sie beim Schreiben Ihrer Biografie beachten sollten www.generationengespräch.de


Es reicht nicht mehr aus, die geerbten Fotoalben und Stammbücher zu hegen und zu pflegen. Denn für nachfolgende Generationen haben sie keinen keinen Wert mehr, wenn keiner weiß, wer auf den alten Fotografien abgebildet ist.

Wie man seine Biografie schreibt und Erinnerungen bewahrt – und was man dabei beachten sollte.

Erzählte Geschichte, so wie viele sie noch erlebt haben, funktioniert nicht mehr wie früher.

Großeltern, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen leben oft viel zu weit entfernt voneinander entfernt, um sich häufig zu sehen und am Kaffeetisch gemeinsam über die gemeinsame Geschichte zu klönen.

Aber die Sehnsucht nach der gemeinsamen Geschichte bleibt.

In einer immer komplexer werdenden Welt sind Lebensgeschichten und Erfahrungen von unschätzbarem Wert für unsere persönliche Entwicklung, aber auch für den Zusammenhalt unserer Familie.

Nur wer Wurzeln hat, kann auch wachsen.

Der Einstieg ins Biografische Schreiben

Familiengeschichte erzählen, geht auch anders: Man kann sie aufschreiben.

Das ist mühsamer, als sie mündlich weiterzugeben, hat aber den Vorteil, dass alle davon profitieren – selbst die Generationen, die wir heute noch nicht einmal kennen.

Und weil Schreiben auch immer eine spannende Reise zu uns selbst sein kann, sollte man biografisches Schreiben auch unter dem Aspekt „der Weg ist das Ziel“ sehen:

1) Nehmen Sie sich Zeit

Unser Gedächtnis ist eine Diva, die beim ersten Anklopfen nicht unbedingt ihre Tür öffnet.

Es wird eine Weile dauern, bis Sie sich wirklich erinnern und endlich ins „Wohnzimmer“ vorgelassen werden.

Erinnerungen kommen außerdem oft plötzlich – und manchmal auch an der Supermarktkasse oder anderen unpassenden Momenten. Ein kleines Notizbuch mit Stift in der Tasche und ein Notizzettel dort, wo Sie sich oft aufhalten, helfen, die flüchtigen Gedanken in Stichpunkten festzuhalten (auch nachts neben dem Bett!).

  • Bilder und Fotos sind der größte Schatz für alle, die eine Biografie schreiben.

    Am besten gleich zu Beginn alle Fotoalben, Schubladen und versteckte Kisten auf dem Dachboden und im Keller durchstöbern, um schon einmal einen groben Eindruck zu bekommen, was alles da ist.

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Düfte und Erinnerungen
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2) Mit mehreren macht Biografie schreiben mehr Spaß

Im Team arbeitet es sich leichter.
Dazu können Verwandte gehören, die Sie mit ins Boot holen, oder Freunde, die ebenfalls an ihrer Familiengeschichte arbeiten.

Gedankenaustausch, gegenseitige Inspiration und Unterstützung bei „Durchhängern“ (… „das schaffe ich nie!“…) sind von unschätzbarem Wert.

  • Laden Sie sich mit einer Vorauswahl schöner Bilder oder einem Fotoalbum selbst bei Oma und Opa (und dem Rest der Verwandtschaft) zum Kaffeetrinken ein und schreiben Sie die Geschichten, die mit Sicherheit beim Durchblättern der Fotos erzählt werden, auf.

3) Mäßig, aber regelmäßig

Ungeduld ist aller Laster Anfang …

So verständlich es ist, sein Buch endlich fertig haben zu wollen, so gefährlich ist es, loszustürmen bis einem die Puste ausgeht.
Schnellstarts sind weder beim Schreiben noch beim Marathon zielführend.

Lieber langsam, strukturiert und mit Plan zum Ziel – das ist der sicherere Weg, der garantiert nicht in Aufschieberitis endet.

4) Den roten Faden finden

Tatsache ist, dass man aus fast jeder Biografie ein Werk machen könnte, das Bücherregale füllt und mehr Bände hat die Encyclopedia Britannica hat.

Das liest dann wieder keiner.

Streichen Sie deshalb von Anfang an den Anspruch „alles“ – er wird nicht umsetzbar sein.

Es ist auch nicht wünschenswert, denn für Ihre Leser ist ein klares Konzept, ein „roter Faden“, viel spannender und nachvollziehbarer als eine überbordende, zehnbändige Erzählung, die zwar nichts auslässt, dafür aber schwer zu lesen ist.

  • Nutzen Sie Fragebögen: Nur wer die richtigen Fragen stellt, bekommt auch die richtigen Antworten.
    Es gibt viele gute Fragebögen, die unserem „Diva“-Gedächtnis auf die Sprünge helfen.
  • Für einen klaren Erzählstrang mit Schwerpunkten ist eine gute Struktur das A und O.
    Wählen Sie aus Ihren gesammelten und archivierten Geschichten und Bildern die aus, die am wichtigsten sind. Priorisieren Sie, welcher Teil der Geschichte ausführlich beschrieben werden soll; alles andere passt beispielsweise gut in einen bebilderten Zeitstrahl.
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Der Proust’sche Fragebogen

Der ‚Proust’sche Fragebogen‘ war ursprünglich ein Spiel, das in den Salons der feinen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts gespielt wurde. Man hatte seinen Spaß, sich gegenseitig Fragen zu stellen, zu flirten oder seine Bildung zu zeigen.Vor allem konnte man interessante Menschen ausfragen, ohne neugierig zu sein.

Lange Zeit galt der französische Romancier Marcel Proust als Erfinder des Fragebogens, tatsächlich scheint er aber nur ein begeisterter Spieler gewesen zu sein. Aber egal, wer sich die Fragen ausgedacht hat – sie sind großartig und gehen vielen Dingen auf den Grund.

Die Fragen des ‚Proust’schen Fragebogens‘ sind einfach formuliert, aber wenn man ernsthaft über sie nachdenkt, können sie helfen, verborgene Glaubenssätze und Denkmuster ans Licht zu holen – die hilfreichen, aber auch die, die uns behindern. Man lernt sich selbst (und andere) besser kennen, deswegen ist der Fragebogen auch eine großartige Hilfe beim biografischen Schreiben.

– Was ist dein größtes Unglück?
– Wie möchtest du leben?
– Dein Hauptcharakterzug?
– Dein Motto?
– Was schätzt du an deinen Freunden am meisten?

Den kompletten Fragebogen zum Spielen und Schreiben finden Sie in meinen Büchern: Frag’ Oma: Wich­tige Fra­gen an Oma und Opa* und Frag’ Opa: Wich­tige Fra­gen an Oma und Opa* (Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, 2015, gebunden)

Um für nachfolgende Generationen eine Geschichte zu schreiben, die nicht aus Plichtgefühl, sondern gerne gelesen wird, muss man das tun, was alle Autoren immer schweren Herzens tun: Weglassen.

Kill your darlings – töte deine Lieblinge – bricht allen Autorinnen und Autoren regelmäßig das Herz, lohnt sich aber oft! (EXTRA-TIPP: Die darlings nicht komplett verwerfen, sondern außerhalb des eigentlichen Textes aufbewahren, denn vielleicht finden sie später an anderer Stelle noch einen Platz.)

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Düfte, Erinnerungen und das Schreiben der eigene Lebens- oder Familiengeschichte: Ein (duftender) Kick-Start für alle, die anfangen oder dranbleiben wollen.

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Erinnerungen aufschreiben

5) Schreiben

Nichts ist schlimmer als ein weißes Blatt Papier oder ein blinkender Cursor auf einem leeren Bildschirm. Nehmen Sie sich selbst die Angst, wenn Sie die gesammelten Geschichten aufschreiben, und schreiben Sie zunächst „ins Unreine“.

  • Hohe Ansprüche von Anfang an und Zeitdruck sind kontraproduktiv und schuld, wenn man das Wichtigste für erfolgreiches Arbeiten – den Spaß – verliert. Bei Durchhängern auch mal eine längere Kreativ-Pause einlegen.
  • Lebendig schreiben: Besonders bei Familiengeschichten sollte man auf eine lebendige Sprache achten, sonst fällt der Enkel- und Urenkelgeneration die fertige Biografie vor Langeweile aus den Händen.

Denken Sie deshalb beim Feilen an Ihren Texten daran, dass der Opa NICHT langsam zum Hühnerstall geht, sondern zum Hühnerfüttern schlendert, bummelt, schlurft oder von mir aus auch: schleicht.

Adjektive sollten so oft es geht durch kurze, ausdrucksstarke Verben ersetzt werden.
(Mehr Texttipps finden Sie unter Einfach gute Texte schreiben.)


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Kreatives Schreiben ist eine sehr empfehlenswerte Reihe aus dem Duden-Verlag für alle, die sich intensiv mit Schreiben beschäftigen. Für den Einstieg ins biografische Schreiben ist dieser Ratgeber des Schriftstellers und Drehbuchautors Hanns-Josef Ortheil bestens geeignet:

Hanns-Josef Ortheil: Schreiben über mich selbst. Spielformen des autobiografischen Schreibens*, Duden Verlag Verlag, 2013

6) Ausschmücken

Damit eine Geschichte lebendig wirkt, darf man – in Maßen! – ausschmücken.

In Dunkle Geheimnisse erzähle ich beispielsweise die Geschichte meiner Großmutter, die herausfindet, dass mein Großvater ihr seine heimliche Geliebte als „Frau eines gefallenen Kameraden“ vorgestellt und in der ehelichen Wohnung einquartiert hat (es war Krieg – danach noch mehr).

Natürlich war ich nicht dabei, aber ich habe mich beim Schreiben in Omas Lage versetzt und die Gefühle, die angesichts der Tatsache über sie hereingebrochen sein müssen, aufgeschrieben.

Unsere Vorfahren waren Menschen aus Fleisch und Blut. Sie hatten Träume, Wünsche, Sorgen, Visionen – und Gefühle. Denen sollte man sich beim Schreiben nähern.

Machen Sie aus Ihren Ahnen echte Charaktere – das waren sie nämlich auch!

  • Für nachkommende Generationen ist es außerdem wichtig, die Zeit, das Leben und die geschichtlichen Bedingungen zu verstehen, denn ansonsten bleiben viele Handlungsweisen unverständlich.

    Erklären und beschreiben Sie deshalb die Hintergründe (vor allem auch Moralvorstellungen und Erziehung) und das Umfeld, die hinter den Geschichten und Anekdoten Ihrer Biografie stecken.

Fotos für die Biografie vorbereiten

7) Fotos

Fotos sind nicht nur eine unschätzbar wertvolle Erinnerungshilfe, sondern auch als Abbildungen für eine Biografie, die gerne gelesen wird, sehr wichtig..

Denn nichts ist für Kinder, Enkel, Nichten und Neffen spannender, als den „Onkel Fritz“, über dessen wilde Ideen man schon einige Male beim Lesen lachen musste, auch zu sehen. Erst Text und Bild gemeinsam ergeben ein rundes Bild.

  • Ein aussagekräftiges Foto genügt oft schon: Onkel-Fritz-Fans“, die mehr von ihm sehen möchten, können sich dann im Original-Familienalbum auf die Suche nach weiteren Fotos machen.
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Bildauflösung

Bitte beachten Sie: Fotos sehen auf dem Computer-Bildschirm schon in geringer Ausgabeauflösung (72 dpi) gut aus, für ein gedrucktes Bild wird allerdings eine deutlich höhere Auflösung von mindestens 250 bis 300 dpi benötigt – das entspricht rund 120 Pixeln pro Zentimeter im Druck.

Typische Bildabmessungen und Dateigrößen für Printprodukte
Typische Bildabmessungen für druckfähige Foto Abbildung: Agentur für Bildbiographien

8) Alte Fotos scannen & Fotoqualität

Die gewünschte Ausgabeauflösung kann man beim Scannen alter Fotos im Scan-Programm oder bei Digitalfotos in der Bildbearbeitungs-Software einstellen.

Klassischerweise beginnt die Dateigröße eines (guten) druckfähigen Fotos bei ca. 700 bis 800 KB für den Abdruck in Postkartengröße, besser sind allerdings Größen von 1 bis 2 MB oder darüber (siehe auch Tabelle).

  • Wenn ein Foto klein, aber unersetzbar ist, gibt es einige Tricks und Programme, die helfen, das Foto nachträglich „aufzublasen“, meistens leidet aber die Qualität.
  • Ob Risse, Knicke oder Flecken bei der Bilddigitalisierung retuschiert werden sollen oder nicht, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.
    Für die Fotobearbeitung gibt es sehr gute und kostenfreie (z.B. Gimp, www.gimp.org) oder preisgünstige Programme (Photoshop Elements), mit denen nach kurzer Einarbeitung tolle Ergebnisse erzielt werden können.

Layout, Druck und Veröffentlichung

9) Layout

Auch wenn es verführerisch ist – Word (und alle vergleichbaren Programme) ist ein Textverarbeitungs- und KEIN Layoutprogramm!

Dem Nutzer werden zwar viele Layout-Möglichkeiten angeboten, trotzdem sollte man Dokumente, die mit diesen Programmen erstellt worden sind, nicht als Druckvorlage für biografische Bücher verwenden.

Der Grund dafür sind in erster Linie die Bilder: Um Speicherplatz zu sparen und den Ladevorgang zu beschleunigen, drosselt Word wie andere Textverarbeitungsprogramme auch die Auflösung von Abbildungen und reduziert damit die Qualität von Fotos und Dokumenten.

Ebenso wenig eignen sich Programme wie Microsoft PowerPoint zur Bildbearbeitung, auch wenn entsprechende Werkzeuge vorhanden sind.
PowerPoint und Co. sind und bleiben Präsentationsprogramme, die ebenfalls aus den genannten Gründen die Bildqualität reduzieren.

10) Druck

Für den Druck Ihres Buches gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Preisgünstig und qualitativ in Ordnung sind die meisten der zahlreichen Fotobuch-Anbieter. In der Regel werden Layout-Vorlagen bereitgestellt, die deutlich einfacher zu bedienen sind als beispielsweise die Werkzeuge, die Word anbietet; außerdem sind die Druckergebnisse beim Digitaldruckverfahren schlicht und ergreifend besser.

  • Ab einer bestimmten Seitenzahl liefert der digitale Druck übrigens nicht nur bessere Ergebnisse, sondern ist auch preisgünstiger als Druck und Binden eines Word-Dokuments im Copy-Shop!

11) Veröffentlichung

Es ist geschafft – Ihre Familiengeschichte ist fertig, und sie ist so spannend, dass sie einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden soll, – und zufälligerweise sind Sie im Internet auf eine Anzeige „Autoren gesucht“ gestoßen.

Klingt gut, könnte passen?

Vorsicht! Informieren Sie sich im Vorfeld gut, denn in der Branche der sogenannten „Zuschussverlage“ gibt es leider viele schwarze Schafe.

Um Ihr Buch zu veröffentlichen, müssen Sie bei denen mit vielen tausend Euro in Vorleistung gehen – und der Erfolg Ihres Buchprojekts ist ungewiss.  

Aber gleichgültig, ob man ein Buch für die Familie, für nachfolgende Generationen, für ein breites Publikum oder nur für sich selbst schreiben möchte – eines muss man in jedem Fall haben: Den Mut, damit anzufangen.

Den und viel Freude und Erfolg mit Ihrem Projekt wünsche ich Ihnen!

Copyright: Agentur für Bildbiographien, 2015 (überarbeitet 2022)

Lesen Sie im nächsten Beitrag: Im „Erinnern – Wiederholen – Durcharbeiten“ liegt die Kraft des Schreibens. Gedanken allein sind oft flüchtig, aber wer sie auf’s Papier bringt, setzt sich noch einmal besonders mit dem auseinander, was ihm im Kopf herumschwirrt und sein Herz bewegt. Wer schreibt, kann sein Leben verändern – und glücklicher werden.
Das Glücks-Tagebuch

Buchempfehlungen:

Die mit * gekennzeichneten Links sind sogenannte Affilate-Links, die helfen, den Blog Generationengespräch zu finanzieren. Wenn Ihnen eine der angegebenen Empfehlungen gefällt und Sie das Buch (oder ein anderes Produkt) über diesen Link bestellen, erhält der Blog dafür eine kleine Provision, ohne dass für Sie Mehrkosten entstehen. Für Ihren Klick: Herzlichen Dank im Voraus!

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und“Must-Have” für alle, die Spaß am Schreiben haben – und auch gelesen werden wollen.
Egal in welcher Altersklasse.

Wolf Schneider: Deutsch für junge Profis. Wie man gut und lebendig schreibt*, Rowolth Taschenbuch Verlag, 2010

Eine tolle Anleitung für den Einstieg ins biografische Schreiben ist dieser Ratgeber des Schriftstellers und Drehbuchautors Hanns-Josef Ortheil. Für alle, die Startschwierigkeiten überwinden oder noch ein bisschen gezielter schreiben wollen.

Hanns-Josef Ortheil: Schreiben über mich selbst. Spielformen des autobiografischen Schreibens*,
Duden Verlag Verlag, 2013

Ein großartiger Ratgeber
und „Must-Have“ für alle, die sich intensiv mit dem Handwerk Schreiben beschäftigen. Von ‚murder your darlings‘ bis zu nützlichen Gewohnheiten ist alles dabei – spannend geschrieben, übersichtlich, kompetent und mit vielen Übungsbeispielen. Empfehlenswert!

Roy Peter Clark, Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben. Handbuch für Autoren, Journalisten und Texter*, Autorenhaus Verlag GmbH 2008

Fundierte Informationen für Autor*innen statt windige Zuschussverlage.
Wilhelm Ruprecht Frieling kennt das Verlagswesen in- und auswendig und teilt in diesem Buch sein Wissen über Verlage, Buchvermarktung und vielem mehr für alle, die ein Buch veröffentlichen wollen. Von der AIDA-Regel über die Frage, ob ein Literaturagent weiterhelfen kann bis zum manchmal kniffeligen Thema Urheberrechte ist alles dabei. Lesenswert!
Wilhelm Ruprecht Frieling, Ich habe ein Buch geschrieben – was nun? Ein Ratgeber für Autoren*, Kampenwand Verlag (Nova MD), 2021

Versteckspielen in den Trümmern, mit der ersten Liebe auf dem Alsterdampfer. Leicht hatte es diese Generation von Hamburgern und Hamburgerinnen nicht, aber sie haben es sich schön gemacht und blickten hoffnungsvoll in die Zukunft. Ein sehr schönes Erinnerungsbuch, authentisch geschrieben und hautnah aus einer Zeit, die noch gar nicht so lange her ist.

Gerhard Schöttke, Aufgewachsen in Hamburg in den 40er und 50er Jahren*, Gebundenes Buch, Wartberg Verlag, 2008

Ein sehr empfehlenswertes Buch für den Start in die Ahnenforschung
Übersichtlich, hervorragend erklärt, klar strukturiert und durch regelmäßige Aktualisierungen für alle Linkempfehlungen immer auf dem neusten Stand. Damit gelingt der Start in die eigene Familiengeschichte, aber auch Fortgeschrittene werden von diesem Buch profitieren!

Tobias Grad: Ahnenforschung – Einführung und weiterführende Tipps: Familienforschung für jedermann*, ‎ Independently published, Taschenbuch, 2018

Alle Tipps und Tricks aus diesem Beitrag, Wissenswertes über die digitale Bearbeitung alter Familienfotografien, der „Proust’sche Fragebogen“ mit Fragen und Inspirationen fürs Schreiben und vieles mehr finden Sie in unseren Ratgebern für den einfacheren Einstieg ins biografische Schreiben:
Frag’ Oma: Wich­tige Fra­gen an Oma und Opa*, Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, 2015, Gebunden (für Männer: Frag’ Opa: Wich­tige Fra­gen an Oma und Opa*)

„Ob Vorfahren sich an der Gesellschaft oder an der Familie schuldig gemacht haben – das Leben der Nachkommen wird von dieser Hypothek belastet sein.“
Die Psychologin Sandra Konrad über unser unsichtbares transgenerationales Erbe, das unser Leben beeinflusst. Ein sehr lesenswertes Buch über Liebe, Loyalität und die Auswirkungen alter Belastungen – und wie man sie überwinden kann. Empfehlenswert!
Sandra Konrad, Das bleibt in der Familie: Von Liebe, Loyalität und uralten Lasten*, Piper Taschenbuch, 2014

Weiterführende Links für besondere Erinnerungen:

Schreiben: Wie man die Angst vor dem weißen Papier überwinden kann, Texte strukturiert, konkret formuliert und den roten Faden findet. Und die Frage beantwortet, welches Ziel die Quälerei eigentlich hat.
Einfach gute Texte schreiben

Alte Fotografien und Dokumente finden sich oft an den unmöglichsten Stellen. Oft sind sie dort, wo man sie niemals vermutet hätte. Ein kleiner Tipp für alle, die immer mal wieder zufällig über schöne und besondere Fundstücke stolpern: ein Ordner, ein paar Einsteckfolien, Trennblätter und ein winziges Plätzchen im Regal oder Bücherschrank.
Was tun mit alten Familienfotos und Dokumenten?

Fotos: Wer ein selbst gestaltetes Fotogeschenk oder -buch verschenkt, verschenkt Wertschätzung. Damit sich der Aufwand lohnt und (alte) Familienfotografien zusätzlich zur Geste auch optisch den Wow-Effekt bekommen, den sie verdienen, lohnt es, sich im Vorfeld über Bildbearbeitung, Layout-Möglichkeiten und Druckanbieter und -kosten zu informieren.
Fotogeschenke optimal selbst gestalten.

Erinnerungen I: Unser Leben und unsere Erinnerungen sind untrennbar miteinander verknüpft. Warum unsere Erinnerungen so wichtig für unsere Lebensqualität sind, weshalb sie im Lauf der Zeit verblassen — und was wir dagegen tun können.
Erinnerungen: Trotz guter Pflege nur begrenzt haltbar

Erinnerungen II: Meistens sind es nicht die großen „kalten Duschen des Schicksals”, sondern die kleinen Quälereien des Alltags, die uns unglücklich machen. Können uns unsere Erinnerungen beim Vorwärtskommen und Glücklichsein helfen — oder sind sie nur Bremsklötze, die wir getrost vergessen können?
Erinnern wir uns! Oder doch lieber nicht?

Familiengeschichte: In alten Fotografien kann ziemlich viel „Krimi“ stecken. Wenn man genau hinsieht, offenbaren sie manchmal völlig neue Aspekte in der Familiengeschichte.
Oder neue Geheimnisse.
Puppchen, du bist mein Augenstern: Das Geheimnis in alten Fotografien

Geschwisterliebe: Geschwister sind die Menschen, mit denen wir die längste Beziehung unseres Lebens führen. Egal, ob wir ewige Rivalität oder immerwährende Liebe pflegen, nicht nur der Charakter unserer Geschwisterbeziehung, sondern auch der Platz in der Geschwister-Reihenfolge ist von Bedeutung.
Kleine Schwester, großer Bruder. Geschwisterkonstellationen

Zuschussverlage, ein eBook erstellen & Podcast zum Nachhören:

Zuschussverlage
Unter den sogenannten ‚Zuschussverlagen‘ gibt es viele schwarze Schafe. Detaillierte Informationen zum Thema erhalten Sie auf der Homepage des ‚Aktionsbündnis für faire Verlage‘, ein Zusammenschluss von 41 Autorenverbänden und anderen Literaturinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz:
https://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/

Ein Buch schreiben
Wie schreibt man ein Buch? Wer’s noch nicht kennt: Ein Weg ist die „Schneeflocken-Methode“ – eine sehr gute Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie hier:
Dirk Eickenhorst. Über das Schreiben. Die Schneeflocken-Technik

Ein eBook erstellen
eBooks sind eine weitere Möglichkeit, Familien- und Lebensgeschichten zu veröffentlichen und eine perfekte Ergänzung zu gedruckten Büchern. Was man bei der Konvertierung beachten sollte:
https://www.ebookboss.de/ein-buch-zum-ebook-konvertieren/

Bildnachweise:

Agentur für Bildbiographien

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Geschichte & Psychologie:

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um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich bringe mit meinem Team Lebens-, Familien- und Unternehmensgeschichten ins Buch und schreibe als Ghostwriterin Bücher mit den Schwerpunkten Geschichte und Psychologie.

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2 Kommentare zu „11 Tipps, die Sie beim biografischen Schreiben beachten sollten“

  1. Nagengast Evelyn

    Ich habe vor endlich meine Biografíe zu schreiben ,habe jetzt den Mut dazu wie kann ich einen Gostraither finden ich bin 73 Jahre

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