Amerikas kranke Präsidenten — die schwachen Seiten der Männer im Weißen Haus

Die schwachen Seiten der US-Präsidenten

Prä­si­dent Trumps Erkran­kung und das selt­sa­me Her­um­la­vie­ren sei­ner Ärz­te trifft US-Bür­ge­rin­nen und –Bür­ger an einem äußerst wun­den Punkt. Denn schon vie­le Vor­gän­ger Trumps waren so krank, dass sie eigent­lich nicht mehr in der Lage waren, die Amts­ge­schäf­te fort­zu­füh­ren.

Aber das hat man in der Öffent­lich­keit immer erst hin­ter­her erfah­ren.

Jalta 1945: Die Konferenz der Sterbenden

Hät­ten Chur­chill, Roo­se­velt und Sta­lin nicht gera­de die Welt ret­ten müs­sen, wäre ein Kur­auf­ent­halt in Jal­ta auf der schö­nen Halb­in­sel Krim inklu­si­ve Taba­k­ent­wöh­nung, Stress­re­duk­ti­on und einer Diät aus Obst, Gemü­se und Voll­korn­pro­duk­ten für ihre Gesund­heit zuträg­li­cher gewe­sen.

Denn als sich die „gro­ßen Drei“ im Febru­ar 1945 tref­fen, um über die Zukunft der Welt nach Hit­ler zu kon­fe­rie­ren, sit­zen da eben nicht nur die zukünf­ti­gen Sie­ger des 2. Welt­kriegs zusam­men, son­dern auch drei schwer­kran­ke Män­ner, die mit einem Bein (Roo­se­velt mit ein­ein­halb) im Grab ste­hen.

Die Konferenz von Jalta im Februar 1945: Churchill, Roosevelt und Stalin
Die Kon­fe­renz von Jal­ta im Febru­ar 1945
Von links nach rechts: Chur­chill, Roo­se­velt und Sta­lin, public domain

Alle drei lei­den an weit fort­ge­schrit­te­ner Arte­rio­skle­ro­se, einer unter Spit­zen­po­li­ti­kern und Dik­ta­to­ren des 20. Jahr­hun­derts weit ver­brei­te­ten Erkran­kung, an der die meis­ten von ihnen früh­zei­tig star­ben.

Es ist eine Krank­heit, die nicht weh tut; über lan­ge Zeit lagern sich fast unbe­merkt gefähr­li­che Plaques aus Fett und Kalk an den Innen­wän­den von Arte­ri­en ab.
Damit lässt es sich eine Wei­le ganz gut leben und auch regie­ren – bis sich die ver­eng­ten und erstarr­ten Blut­ge­fä­ße in Form von Herz­in­fark­ten und Schlag­an­fäl­len fol­gen­schwer und sehr oft töd­lich bemerk­bar machen.

Der frühe Tod von Franklin Delano Roosevelt

Als ers­ten der „gro­ßen Drei“ trifft es den ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten Fran­k­lin D. Roo­se­velt, der bereits zwei Mona­te nach Jal­ta, am 12. April 1945, im Alter von nur 63 Jah­ren an einem Schlag­an­fall stirbt.

Das Ende Hit­lers und des Krie­ges in Euro­pa und Asi­en erlebt er nicht mehr, die Sie­ges­fei­ern und Lor­bee­ren gehen an sei­nen Vize­prä­si­den­ten und Nach­fol­ger Har­ry S. Tru­man.

Noch kein Jahr zuvor, im Juli 1944, hat­te Roo­se­velts Leib­arzt, Ross McIn­ti­re, Mari­ne­arzt im Admi­rals­rang und HNO-Spe­zia­list, der ame­ri­ka­ni­schen Öffent­lich­keit ver­si­chert, dass sich der Prä­si­dent bis auf ein paar alters­be­ding­te Ermü­dungs­er­schei­nun­gen und gele­gent­li­chen Pro­ble­men mit den Nasen­ne­ben­höh­len in best­mög­li­cher Gesund­heits­ver­fas­sung befän­de.

Franklin D. Roosevelt (sitzend) und George W. Norris (vorne rechts) bei der Gründung der Tennessee Valley Authority (1933)
Fran­k­lin D. Roo­se­velt (sit­zend) und Geor­ge W. Nor­ris (vor­ne rechts) bei der Grün­dung der Ten­nes­see Val­ley Aut­ho­ri­ty (1933). Gemein­frei

Dass Roo­se­velt zu die­sem Zeit­punkt bereits ein schwer­kran­ker Mann ist und schon meh­re­re leich­te Schlag­an­fäl­le mit Schwin­del­an­fäl­len und Bewusst­seins­stö­run­gen hin­ter sich hat, wird von sei­nem Leib­arzt ent­we­der nicht regis­triert oder igno­riert. 

… Der Prä­si­dent, der um sei­ne gesund­heit­li­che Pro­ble­me nie viel Auf­he­ben gemacht hat­te, ant­wor­te­te auf die Fra­ge, wie er sich füh­le, ehr­lich und knapp: ‚Like Hell!‘
Als Roo­se­velt im Naval Hos­pi­tal in Bethes­da unter­sucht wur­de, erkann­te ein jun­ger Kar­dio­lo­ge, Howard Bru­enn, auf der Rönt­gen­auf­nah­me, dass das Herz des Prä­si­den­ten, vor allem im Bereich der lin­ken Herz­kam­mer, mas­siv ver­grö­ßert war: ein Hin­weis auf eine aus­ge­präg­te Herz­in­suf­fi­zi­enz. Roo­se­velt wog zu die­ser Zeit 85 Kilo­gramm – zu viel und auf­grund der ver­küm­mer­ten Bei­ne ungleich­mä­ßig ver­teilt …“

Aus: Roland D. Gers­te, Wie Krank­hei­ten Geschich­te machen: Von der Anti­ke bis heu­te*

Der Prä­si­dent wird auf Diät gesetzt, soll sei­nen Ziga­ret­ten­kon­sum von 30 auf 5 und die Zahl sei­ner Mar­ti­nis auf einen vor dem Din­ner redu­zie­ren.
Er erhält Digi­ta­lis, das damals ein­zig ver­füg­ba­re Medi­ka­ment gegen Herz­mus­kel­schwä­che, und soll jede Nacht zehn Stun­den schla­fen – ange­sichts der pre­kä­ren welt­his­to­ri­schen Lage, in deren Zen­trum Roo­se­velt zu die­sem Zeit­punkt steht, und dem stra­pa­ziö­sen Wahl­kampf für sei­ne vier­te Amts­pe­ri­ode ein eher from­mer Wunsch.

Am 7. Novem­ber 1944 wird Roo­se­velt zum vier­ten Mal zum ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten gewählt (die auf Geor­ge Washing­ton zurück­ge­hen­de Maxi­me, dass es ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­den­ten nach zwei Amts­pe­ri­oden bewen­den las­sen soll­ten, ist eine Tra­di­ti­on, aber kein Gesetz).

Der jun­ger Arzt, der ihn in der Kli­nik unter­sucht hat, wird zum Schwei­gen ver­don­nert:
Ich wur­de gewarnt, mei­nen Mund zu hal­ten, weil unnö­ti­ges Wis­sen nicht ver­brei­tet wer­den soll­te“, zitiert ihn der Medi­zin­his­to­ri­ker Ronald D. Gers­te in sei­nem Buch Wie Krank­hei­ten Geschich­te machen – Von der Anti­ke bis heu­te*.

Roo­se­velts Erkran­kung konn­te man nicht zum Still­stand ver­don­nern.
Im März 1953 stirbt auch Sta­lin nach einem Schlag­an­fall, Chur­chill im Janu­ar 1965.

The president says …“
Die Scharade um Woodrow Wilson

Ärzt­li­che Bul­le­tins, die im Stil einer Geheim­wis­sen­schaft den tat­säch­li­chen Gesund­heits- bzw. Krank­heits­zu­stand des Prä­si­den­ten ver­schlei­ern, haben in den USA eine lan­ge Tra­di­ti­on.

Ein beson­ders kras­ser Fall und viel­leicht auch der Ursprung des Miss­trau­ens vie­ler Amerikaner*innen gegen­über den Ver­laut­ba­run­gen aus dem Wei­ßen Hau­ses ist der von Roo­se­velts Vor-Vor­gän­ger Woo­d­row Wil­son, eben­falls ein Kriegs­prä­si­dent und eben­falls schwer­krank.

Dabei war Wil­son, 1856 als Sohn eines Pre­di­gers in Vir­gi­nia gebo­ren, mit aller­höchs­ten mora­li­schen Grund­sät­zen ange­tre­ten: die Idee des Völ­ker­bunds und die berühm­ten „14 Punk­te“ für eine gerech­te Nach­kriegs­ord­nung in Euro­pa nach dem 1. Welt­krieg waren für ihn Anspruch und Lebens­ziel.

Thomas Woodrow Wilson Präsident der USA 1913 bis 1921
Tho­mas Woo­d­row Wil­son Prä­si­dent der USA 1913 bis 1921

(Wil­son hielt zwar viel vom ‚Selbst­be­stim­mungs­recht der Völ­ker‘, aber nichts vom Wahl­recht für Schwar­ze. Er gilt als einer der ras­sis­ti­schen Prä­si­den­ten der USA, erhielt 1919 aber trotz­dem den Nobel­preis.)

Als jun­ger Mann schlägt Wil­son, der ver­mut­lich an einer Schreib-/Le­se­schwä­che litt und erst mit neun Jah­ren Lesen und Schrei­ben lern­te, zunächst die aka­de­mi­sche Lauf­bahn ein.
Er arbei­tet sich mit Bril­lanz und unge­heu­rem Fleiß bis an die Spit­ze der renom­mier­tes­ten Uni­ver­si­tä­ten des Lan­des vor, wen­det sich dann aber im Alter von 54 Jah­ren einem neu­en Betä­ti­gungs­feld zu, der Poli­tik.

Mit sei­ner fast fana­ti­schen Wil­lens­stär­ke und Kom­pro­miss­lo­sig­keit gelingt ihm auch sei­ne Zweit­kar­rie­re als Poli­ti­ker im Schnell­spurt und er steigt in kür­zes­ter Zeit vom New­co­mer zum Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten der Demo­kra­ten auf.

Am 5. Novem­ber 1912 wird er nach nur zwei Jah­ren in der Poli­tik zum Prä­si­den­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten gewählt und 1916 im Amt bestä­tigt.

Was die ame­ri­ka­ni­schen Wäh­ler weder wäh­rend Wil­sons ers­ter noch sei­ner zwei­ten Amts­zeit erfah­ren, (Wäh­le­rin­nen gibt es zu die­sem Zeit­punkt auch in den USA noch nicht): Ihr chief exe­cu­ti­ve ist ein sehr kran­ker Mann.
Denn auch die­ser Prä­si­dent lei­det an Arte­rio­skle­ro­se:

… Im Mai 1896 schlug jenes Lei­den zu, dass Wil­sons Leben beherr­schen soll­te. In einer Pha­se gro­ßen beruf­li­chen Stres­ses erlitt er einen Schlag­an­fall. … Ver­mut­lich war der jun­ge Pro­fes­sor schon in jenen Jah­ren Hyper­to­ni­ker, war sein Gefäß­sys­tem vor allem im Kopf­be­reich per­ma­nen­ten Schä­di­gun­gen aus­ge­setzt. Wil­son ver­schanz­te sich hin­ter einer Tak­tik, der er bis an sein Ende treu blieb. Er negier­te die Krank­heit, igno­rier­te soweit wie mög­lich die dar­aus resul­tie­ren­de Behin­de­rung und stürz­te sich wie ehe­dem in sei­ne Arbeit …“

Aus: Roland D. Gers­te, Wie Krank­hei­ten Geschich­te machen: Von der Anti­ke bis heu­te*

Es fol­gen vie­le wei­te­re ‚Ereig­nis­se‘, die Wil­son stand­haft zu igno­rie­ren ver­sucht.
1906 erblin­det er auf dem lin­ken Auge wegen einer Gefä­ß­em­bo­lie – eine Kom­pli­ka­ti­on, die häu­fig bei nicht oder schlecht behan­del­tem Blut­hoch­druck auf­tritt.

Als er 1918/19 an den Frie­dens­ver­hand­lun­gen in Ver­sailles teil­nimmt, ist der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent nur noch ein Schat­ten sei­ner selbst.
Sei­ne Augen zucken ner­vös, er ist gereizt und ver­hält sich in vie­len Situa­tio­nen äußerst merk­wür­dig.
In den Ver­hand­lun­gen mit den alli­ier­ten Bri­ten und Fran­zo­sen hat er weder die Kraft noch das Durch­hal­te­ver­mö­gen, sich gegen sie durch­zu­set­zen. Statt des von ihm ange­streb­ten Ver­stän­di­gungs­frie­dens mit Deutsch­land gibt es schluss­end­lich einen Revan­che­frie­den.
Das ist eine enor­me Hypo­thek für die jun­ge Wei­ma­rer Repu­blik.

ANZEIGE

Die dra­ma­ti­sche Zwi­schen­kriegs­zeit 1918 bis 1939 in Euro­pa mit Spiel­sze­nen, bis­lang unver­öf­fent­lich­tem Ori­gi­nal-Film­ma­te­ri­al und basie­rend auf Tage­bü­chern, Brie­fen und Fotos per­fekt in Sze­ne gesetzt. Kei­ne Wis­sen­schaft­ler aus dem Off — son­dern Men­schen, ihre Träu­me und Schick­sa­le zusam­men­ge­fasst in sehens­wer­ten neu­en und alten Bil­dern, die uns ihre Zeit nahe brin­gen. Sehens­wert!

Krieg der Träu­me 1918–1939 [3 DVDs]*, 2018, FSK 12


Zurück in den USA droht wei­te­res Unge­mach, denn ein­fluss­rei­che repu­bli­ka­ni­sche Sena­to­ren stem­men sich mit aller Gewalt gegen sei­ne Idee vom Völ­ker­bund, der zukünf­tig Welt­krie­ge ver­hin­dern sol­len.

Der schwer ange­schla­ge­ne Wil­son beschließt dar­auf­hin, sich auf eine anstren­gen­de Zug­rei­se durch die Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu bege­ben, um den Ame­ri­ka­nern sei­ne Visi­on vom Welt­frie­den direkt nahe­zu­brin­gen.
In Wichi­ta, Kan­sas, ereilt ihn dann in sei­nem Salon­wa­gen der fina­le Schlag­an­fall, der ihn end­gül­tig in die Knie zwingt.

Er über­lebt auch die­sen Hirn­schlag, trägt aber so schwe­re Schä­den davon, dass er ab Herbst 1919 bis zum Ende sei­ner Amts­zeit im März 1921 weit­ge­hend von der Öffent­lich­keit abge­schirmt wer­den muss.

Es beginnt eine Zeit, die in der Ver­fas­sung nicht vor­ge­se­hen ist, denn die prä­si­dia­le Macht über­neh­men Wil­sons zwei­te Ehe­frau Edith, sein Pri­vat­se­kre­tär Joseph Tumul­ty und sein Leib­arzt Cary Gray­son, der sich – aus Loya­li­täts­grün­den, wie er sagt –  wei­gert, Wil­son für amts­un­fä­hig zu erklä­ren.
Der Öffent­lich­keit wird der­weil mit­ge­teilt, der Prä­si­dent lei­de an Erschöp­fungs­zu­stän­den und sei, wie es in den State­ments regel­mä­ßig lapi­dar heißt, auf dem Weg der Bes­se­rung:

… So ging die Scha­ra­de mona­te­lang wei­ter. Tumul­ty, Gray­son und Edith kon­trol­lier­ten den Zugang zu dem Bett­lä­ge­ri­gen und tra­fen Ent­schei­dun­gen, die eigent­lich dem Prä­si­den­ten vor­be­hal­ten waren. Sie führ­ten sei­ne zit­tern­de, gefühl­lo­se Hand bei Unter­schrif­ten und ver­such­ten den Ein­druck zu erwe­cken, das Land habe nach wie vor eine funk­tio­nie­ren­de Admi­nis­tra­ti­on. Der Schrift­ver­kehr aus dem Wei­ßen Haus begann mit einem ste­reo­ty­pen The pre­si­dent says …
Gele­gent­lich wur­den Besu­cher in das abge­dun­kel­te Zim­mer des Prä­si­den­ten geführt, der gerin­ge Licht­ein­fall wur­de vor­her jedoch so arran­giert, dass man die ver­zerr­te Gesichts­hälf­te nicht sehen konn­te …“

Aus: Roland D. Gers­te, Wie Krank­hei­ten Geschich­te machen: Von der Anti­ke bis heu­te*

Es muss ver­mu­tet wer­den, dass Wil­son (oder sei­ne Gat­tin nebst Pri­vat­se­kre­tär und Leib­arzt) mit dem Gedan­ken spiel­te, für eine – bis dahin nie dage­we­se­ne – drit­te Amts­zeit zu kan­di­die­ren, denn in sei­nem Nach­lass fand sich der Ent­wurf für sei­ne Antritts­re­de.

Was auch immer geplant war, es wur­de von füh­ren­den Demo­kra­ten gestoppt.
Die ame­ri­ka­ni­schen Wäh­ler und  – ab 1920 erst­mals auch – Wäh­le­rin­nen stopp­ten ihrer­seits die Demo­kra­ten, indem sie dem repu­bli­ka­ni­schen Kan­di­da­ten War­ren G. Har­ding zu einem Erd­rutsch-Sieg ver­hal­fen.

Har­ding starb aller­dings über­ra­schend 1923.
Sein Begräb­nis war der letz­te öffent­li­che Auf­tritt sei­nes Vor­gän­gers Wil­son. Dem blieb noch ein knap­pes Jahr, bevor er im Febru­ar 1924 im Alter von 67 Jah­ren end­gül­tig abtrat.

Die Krankenakte Kennedy

Der Vize­prä­si­dent schwitzt, was sich vor den Kame­ras nicht gut macht, und mit sei­nen dunk­len Bart­stop­peln sieht er auch immer ein biss­chen deran­giert aus.
Richard Mil­hous Nixon, Vize­prä­si­dent unter Dwight D. Eisen­ho­wer, wird Prä­si­dent.

Aber nicht die­ses Mal, 1960, das Jahr in dem er den Wahl­kampf gegen den zwar jugend­lich-fri­schen, tat­säch­lich aber schmerz­ge­plag­ten Sena­tor John Fitz­ge­rald Ken­ne­dy ver­liert.
Nixons prä­si­dia­le Zeit beginnt erst 1969, wobei er fünf Jah­re spä­ter wegen des Water­ga­te-Skan­dals noch mehr ins Schwit­zen kom­men wird.

Erste Fernsehdebatte von Kennedy und Nixon im Wahlkampf 1960
Ers­te Fern­seh­de­bat­te von Ken­ne­dy und Nixon im Wahl­kampf 1960.
Asso­cia­ted press, Gemein­frei

Die Lei­den des demo­kra­ti­schen Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten Ken­ne­dy sind groß.
Wenn sein jün­ge­rer Bru­der Robert gegen­über Ver­trau­ten wit­zel­te, dass man sich schon in Ken­ne­dys Jugend gefragt habe, ob ein Mos­ki­to, das ihn sticht, an der Ver­gif­tung durch sein Blut zugrun­de gehen wür­de, ver­barg sich dahin­ter viel ken­ne­dy-typi­scher schwar­zer Humor, aber eben auch viel Wahr­heit.

Im Gegen­satz zu sei­nen sport­li­chen Brü­dern und Schwes­tern1 lei­det der 1917 als zweit­äl­tes­ter Sohn gebo­re­ne ‚Jack‘ seit frühs­ter Kind­heit unter All­er­gien, Asth­ma, Müdig­keit, Durch­fäl­len und häu­fi­gen Infek­ten, ver­mut­lich Sym­pto­me eines Reiz­darm-Syn­droms, das aber weder dia­gnos­ti­ziert noch the­ra­piert wor­den ist.
1(Eine Aus­nah­me zu den agi­len und blitz­ge­schei­ten Kin­dern des Ken­ne­dy-Clans ist Jacks‘ jün­ge­re Schwes­ter Rose­ma­ry, die geis­tig leicht behin­dert ist. Die auf Anord­nung des Vaters Joseph P. Ken­ne­dy durch­ge­führ­te Lobo­to­mie macht sie zum Pfle­ge­fall,)

ANZEIGE

Nein, etwas völ­lig Neu­es bringt die­se Mini-Serie nicht, aber sie zeigt sehens­wert den Clan, sei­ne Abhän­gig­kei­ten, Abgrün­de und Ver­stri­ckun­gen und natür­lich auch den Wer­de­gang und die poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen, die JFK zu tref­fen hat­te.
Viel­leicht gele­gent­lich etwas weich­ge­spült, aber sehr unter­halt­sa­mes Info­tain­ment, mit dem man den Druck, unter dem die­ser kran­ke Prä­si­dent stand, bes­ser ver­steht.
Emp­feh­lens­wert!
The Ken­ne­dys [3 DVDs, deutsch]*, 2012, FSK 12


Zusätz­lich hat Ken­ne­dy  seit sei­ner Kind­heit Rücken­pro­ble­me, die nach einer Foot­ball-Ver­let­zung, einer Kriegs­ver­let­zung und drei schwe­ren Rücken­ope­ra­tio­nen, die ihn fast das Leben kos­ten, immer schlim­mer wer­den.
Er trägt ein Stütz­kor­sett, ortho­pä­di­sche Schu­he und nimmt bis zu fünf Mal am Tag hei­ße Bäder, um sei­ne Rücken­schmer­zen in irgend­ei­ner Form aus­hal­ten zu kön­nen.

1949 wird bei ihm die  Addi­son­sche Krank­heit (Mor­bus Addin­son, Cus­hing-Syn­drom) dia­gnos­ti­ziert, eine sel­ten auf­tre­ten­de Krank­heit, bei der die Neben­nie­ren-Rin­den nach und nach die Pro­duk­ti­on der über­le­bens­wich­ti­gen Ste­ro­id-Hor­mo­ne Cor­ti­sol und Aldos­te­ron ein­stel­len.
Typi­sche Anzei­chen die­ser Krank­heit sind neben rascher Ermüd­bar­keit, Appe­tit­lo­sig­keit, Blut­druck­ab­fall und Mus­kel­schwä­che auch die Braun­fär­bung der Haut, wes­halb sie auch Bron­ze­hau­ter­kran­kung genannt wird.

Ohne The­ra­pie ver­läuft Mor­bus Addi­son töd­lich, da der gesam­te Stoff­wech­sel durch­ein­an­der gerät. Glück­li­cher­wei­se war es kurz vor Ken­ne­dys schreck­li­cher Dia­gno­se gelun­gen, Ste­ro­ide künst­lich her­zu­stel­len.

Ken­ne­dys Leben wird durch die Gabe künst­li­cher Hor­mo­ne geret­tet, aller­dings konn­te man zu die­ser Zeit weder die Dosie­rung noch mög­li­che Neben­wir­kun­gen abschät­zen.
Die dau­er­haft hohe Cor­ti­sol-Dosie­rung schä­digt den Kno­chen­stoff­wech­sel – Ken­ne­dy erkrankt zusätz­lich an Osteo­po­ro­se, die sein Rücken­lei­den noch schlim­mer macht.

(Ob Ken­ne­dys Ver­lan­gen nach Sex – zurück­hal­tend for­mu­liert – auch etwas mit der Ste­ro­id-Gabe zu tun hat, ist nicht bekannt.
Tat­sa­che ist, dass er schon in jun­gen Jah­ren nichts hat­te anbren­nen las­sen, was ihm leicht fällt, denn er ist ein­fach der Typ, der bei Frau­en gut ankommt: „Die Wir­kung, die er auf weib­li­che Wäh­ler hat, ist gera­de­zu unan­stän­dig“, schreibt bei­spiels­wei­se die New York Times. Ent­we­der wol­len sie ihn hei­ra­ten oder bemut­tern.)

John F. Kennedy (1963) Von Cecil Stoughton, White House
John F. Ken­ne­dy (1963) Von Cecil Stoughton, White House. Gemein­frei

Zwar gibt es bereits im Prä­si­dent­schafts­wahl­kampf 1960 Gerüch­te, dass der Kan­di­dat nicht ganz gesund sei, aber es gelingt Ken­ne­dy und sei­nen Bera­tern, die Zwei­fel zu zer­streu­en – eben­so wie es ihm gelun­gen ist, 1941 als Frei­wil­li­ger in die US Army ein­zu­tre­ten, obwohl die zunächst wegen sei­nes schlech­ten Gesund­heits­zu­stan­des abge­winkt hat.

… Sein Riva­le im Lager der Demo­kra­ten, sein spä­te­rer Vize­prä­si­dent und Nach­fol­ger Lyn­don B. John­son, mach­te zwar Bemer­kun­gen über den (in sei­ner Dik­ti­on) gelb­ge­sich­ti­gen Bur­schen, häng­te Ken­ne­dys Gesund­heits­zu­stand indes nicht an die gro­ße Glo­cke. Ken­ne­dys Bio­graf Robert Dal­lek jeden­falls dürf­te mit sei­ner Ein­schät­zung recht haben, dass Ken­ne­dy sich sei­ne Hoff­nung auf die Prä­si­dent­schaft wahr­schein­lich hät­te abschmin­ken kön­nen, wenn das gan­ze Aus­maß sei­ner gesund­heit­li­chen Pro­ble­me zu sei­nen Leb­zei­ten bekannt gewor­den wäre …“

Aus: Roland D. Gers­te, Wie Krank­hei­ten Geschich­te machen: Von der Anti­ke bis heu­te*

In der Öffent­lich­keit nicht gut ange­kom­men wäre auf jeden Fall, dass er wäh­rend sei­ner Prä­si­dent­schaft die Diens­te des deutsch­stäm­mi­gen Arz­tes Max Jacob­son (1900–1979) ali­as „Dr. Feel­good“ häu­fig in Anspruch nimmt, der ihm mit einer Mix­tur aus Amphet­ami­nen und Schafs­pla­zen­ta wie­der fit spritzt, wenn es ihm beson­ders schlecht geht.

Haben Ken­ne­dys Erkran­kun­gen sei­ne Prä­si­dent­schaft beein­flusst?
Obwohl mit ihm in den USA ein neu­es Zeit­al­ter anzu­bre­chen schien, eine Art Came­lot, wie es Ken­ne­dys Wit­we Jackie spä­ter beschrie­ben hat, gilt er bei den meis­ten His­to­ri­kern als mit­tel­mä­ßi­ger bis schwa­cher Prä­si­dent.

Das ame­ri­ka­ni­sche Fias­ko in der Schwei­ne­bucht, der Bau der Ber­li­ner Mau­er 1961, die Kuba-Kri­se im Okto­ber 1962, die die Welt an den Rand eines Atom­kriegs bringt, mar­kie­ren die Zeit sei­ner Prä­si­dent­schaft. Hät­te ein gesün­de­rer Prä­si­dent sie ver­hin­dern kön­nen oder bes­ser gemeis­tert?

ANZEIGE

Die Kuba-Kri­se: 13 Tage im Okto­ber 1962,
in denen die Welt am Abgrund eines 3. Welt­kriegs mit Atom­waf­fen stand.
Kein Film für schwa­che Ner­ven, denn das, was in die­sem Polit-Thril­ler span­nend und mit tol­len Schau­spie­lern erzählt wird, hat sich his­to­risch weit­ge­hend so zuge­tra­gen.
Emp­feh­lens­wert!
Thir­te­en Days (3 Ein­zel DVDs, deutsch)*, 2005, FSK 12


In jedem Fall scheint die beson­de­re Tra­gik sei­ner Krank­hei­ten zu sein, dass er auch an jenem 22. Novem­ber 1963 in Dal­las ein Stütz­kor­sett für sei­nen kran­ken Rücken unter dem Hemd trägt. Das Kor­sett ver­hin­dert, so die Ver­mu­tung, dass er nach dem ers­ten, nicht töd­li­chen Schuss schnell genug in Deckung gehen kann und ihn der zwei­te, töd­li­che Schuss auf­recht sit­zend trifft.

Die einzige Angst ist die Angst selbst

In vie­len welt­po­li­tisch ent­schei­den­den Momen­ten saßen kran­ke Män­ner im Wei­ßen Haus. Es kann nur dar­über spe­ku­liert wer­den, ob – und wenn ja: inwie­weit – ihre Erkran­kun­gen den Lauf der Geschich­te beein­flusst haben.

Zumin­dest in einem Fall scheint sich die Krank­heit eines Prä­si­den­ten posi­tiv auf sei­ne Prä­si­dent­schaft aus­ge­wirkt zu haben, und das war die Kin­der­läh­mung (Polymye­li­tis), an der Fran­k­lin D. Roo­se­velt im Alter von 39 Jah­ren erkrank­te und aus ihm, einem arro­gan­ten jun­gen Mann aus rei­chem Haus, einen Poli­ti­ker von Welt­rang form­te.

Nach­dem er sich im August 1921 ver­mut­lich beim Besuch eines Som­mer­la­gers der Boy Scouts infi­ziert hat­te, lag er mona­te­lang mit hohem Fie­ber und uner­träg­li­chen Schmer­zen in ver­schie­de­nen Kli­ni­ken.
Sei­ne Kar­rie­re als Poli­ti­ker, die unter Prä­si­dent Wil­son bereits Fahrt auf­ge­nom­men hat­te, schien been­det zu sein.

Doch Roo­se­velt erholt sich von sei­nem Schick­sals­schlag.
Zwar blei­ben sei­ne Bei­ne für immer gelähmt und er konn­te sich zeit­le­bens nur im Roll­stuhl oder mit Hil­fe eines 50 Kilo­gramm schwe­ren Stütz­kor­sett fort­be­we­gen, aber sei­ne poli­ti­sche Arbeit nimmt er wie­der auf und gibt ihr eine neue Rich­tung.

Er strahlt dabei so viel Opti­mis­mus und Zuver­sicht aus, dass ihn die von der Welt­wirt­schafts­kri­se schwer getrof­fe­nen Ame­ri­ka­ner und Ame­ri­ka­ne­rin­nen im Novem­ber 1932 mit über­wäl­ti­gen­der Mehr­heit zum Prä­si­den­ten wäh­len.

Ein Patent­re­zept zur Über­win­dung der Kri­sen im Lau­fe sei­ner 4 Amts­pe­ri­oden – der Bör­sen­crash 1929 und sei­ne kata­stro­pha­le Fol­gen, das Erstar­ken von Natio­na­lis­mus und Faschis­mus dies­seits und jen­seits des Atlan­tiks und schließ­lich der 2. Welt­krieg – hat er nicht.

Aber er besitzt das psy­cho­lo­gi­sche Geschick, um Men­schen Hoff­nung zu geben, und die Empa­thie, um die­se Hoff­nun­gen nicht zu ent­täu­schen.

Ein Schulspeisungsprogramm gegen die Unterernährung von Kindern war im Rahmen des "New Deal" eine der Maßnahmen zur Linderung der Not
Ein Schul­spei­sungs­pro­gramm gegen die Unter­ernäh­rung von Kin­dern war im Rah­men des “New Deal” eine der Maß­nah­men zur Lin­de­rung der Not

The only thing we have to fear is fear its­elf, sagt er in sei­ner Inau­gu­ra­ti­ons­re­de im März 1933. Den meis­ten sei­ner Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler ist in den kom­men­den 12 Jah­ren nicht ein­mal bewusst, dass ihr Prä­si­dent eigent­lich – nach dama­li­gen Ver­ständ­nis – ein „cripp­le“ ist, der selbst schon ein­mal Höl­le und zurück hin­ter sich hat.

Roo­se­velts Krank­hei­ten konn­ten auch ver­schlei­ert wer­den, weil die Kame­ras der Wochen­schau­en und Pres­se­fo­to­gra­fen takt­voll weg­sahen, wenn er sich, gestützt auf Hel­fer oder sei­ne Söh­ne, zu einem Red­ner­pult schlepp­te.

Eine prä­si­dia­le Welt ohne sen­sa­ti­ons­hei­schen­de Pres­se, ohne sozia­le Medi­en, ohne Ent­hül­lungs­jour­na­lis­mus – und ohne ‚fake news‘ – kann manch­mal ein Segen sein.
Manch­mal aber auch ein Fluch.  


Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2020


Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: In Deutsch­land ist sie kaum bekannt, in den USA dage­gen hoch­ver­ehrt: Eleano­re Roo­se­velt, die Ehe­frau von Fran­k­lin D. Roo­se­velt. Sie ist kei­ne typi­sche Poli­ti­ker-Gat­tin, son­dern macht sich als Poli­ti­ke­rin und Akti­vis­tin für Frau­en­rech­te und die schwar­ze Bür­ger­rechts­be­we­gung einen eige­nen Namen.
Über Eleano­re Roo­se­velts nicht ganz ein­fa­ches Leben:
Die Zukunft gehört denen, die an ihre Träu­me glau­ben


Buch- und Film­emp­feh­lun­gen:

Die mit * gekenn­zeich­ne­ten Links sind soge­nann­te Affi­la­te-Links, die hel­fen, den Blog Genera­tio­nen­ge­spräch zu finan­zie­ren. Wenn Ihnen eine der ange­ge­be­nen Emp­feh­lun­gen gefällt und Sie das Buch (oder ein ande­res Pro­dukt) über die­sen Link bestel­len, erhält der Blog dafür eine klei­ne Pro­vi­si­on, ohne dass für Sie Mehr­kos­ten ent­ste­hen. Für Ihren Klick: Herz­li­chen Dank im Vor­aus!

Die USA auf dem Weg zur Welt­macht.
Bill Bry­son in sei­nem bemer­kens­wer­ten Buch wie immer span­nend und infor­ma­tiv über Hoch­was­ser und Poli­tik, Charles Lind­bergh, das Kino, die Mafia, Ein­wan­de­rer, Prä­si­den­ten und den Grund­stein der Welt­wirt­schafts­kri­se 1929. Ein dickes Buch (640 Sei­ten) vol­ler Geschich­te und Geschich­ten, das sich liest wie ein Roman. Lesens­wert!
Bill Bry­son: Som­mer 1927*, Wil­helm Gold­mann Ver­lag, Mün­chen, Taschen­buch­aus­ga­be April 2016

Die gro­ßen Seu­chen, aber auch die Krank­hei­ten der Mäch­ti­gen
haben Geschich­te geschrie­ben.
Medi­zin­his­to­ri­ker Gers­te schreibt fak­ten­reich und amü­sant wie Krank­hei­ten Welt­ge­schich­te gemacht — oder zumin­dest beein­flusst — haben. Ein groß­ar­ti­ges Buch und sehr lesens­wert für alle, die sich für Geschich­te inter­es­sie­ren.

Roland D. Gers­te, Wie Krank­hei­ten Geschich­te machen: Von der Anti­ke bis heu­te*, Klett-Cot­ta, 2019

Oli­ver Stones’ Meis­ter­werk
über die Suche des Staats­an­walts Jim Gar­ri­son (Kevin Cos­t­ner) nach dem wah­ren Mör­der von John F. Ken­ne­dy ist einer der bes­ten Polit-Thril­ler aller Zei­ten — nach wie vor abso­lut sehens­wert und span­nend. Nicht zuletzt, weil sich die Beset­zungs­lis­te bis in die klei­nes­te Neben­rol­le liest wie das “Who-is ‑who” Hol­ly­woods in den frü­hen Neun­zi­gern.
Sehr emp­feh­lens­wert: der Director’s Cut aus dem Jahr 2013.

Oli­ver Stone (Regie), JFK — Tat­ort Dal­las (Director’s Cut)*, 20th Cen­tu­ry Fox, 2013, FSK: 12

Der BBC-Jour­na­list Tim Mar­shall
mit einem span­nen­den Blick durch die “Geo­gra­phie-Bril­le” hin­ter die Kulis­se von Geschich­te und Welt­po­li­tik, mit dem Zusam­men­hän­ge, his­to­ri­sche Ent­wick­lun­gen und auch mög­li­che kom­men­de Sze­na­ri­en nach­voll­zieh­ba­rer und greif­ba­rer wer­den.
Ein ‘Must-Read’ für alle, die sich für Geschich­te und Poli­tik inter­es­sie­ren.

Tim Mar­shall, Die Macht der Geo­gra­phie*
dtv Ver­lags­ge­sell­schaft, 2017

Wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge:

Lebens­qua­li­tät & Vita­li­tät: Man kann weg­se­hen und weg­hö­ren — aber weg­rie­chen kann man nicht. Wie Düf­te unse­re Erin­ne­run­gen und Emo­tio­nen beein­flus­sen und wie man sie umge­kehrt für mehr Wohl­be­fin­den und Vita­li­tät nut­zen kann.
Die Kraft der fei­nen Düf­te

Ehr­lich? Wir Men­schen sind Meis­ter der Selbst­täu­schung. Selbst die ehr­lichs­te Haut unter uns lügt sich von Zeit zu Zeit in die eige­ne Tasche, um sich vor unan­ge­neh­men oder unbe­que­men Wahr­hei­ten zu schüt­zen.
Das ist scha­de. Denn oft liegt genau in den dunk­len Ecken unse­rer Per­sön­lich­keit das Poten­zi­al für ech­ten per­sön­li­chen Fort­schritt.
Die Kunst, auch sich selbst gegen­über ehr­lich zu sein

Sta­lin: Es ist ein Trep­pen­witz der Geschich­te, dass aus­ge­rech­net der sonst bis an die Gren­ze zur Para­noia miss­traui­sche Sta­lin die Zei­chen der Zeit nicht erkennt. Er kann sich nicht vor­stel­len, dass Hit­ler und sei­ne Gene­rä­le einen Zwei­fron­ten­krieg wagen wür­den und droht, dass Köp­fe rol­len wür­den, falls ohne sei­ne Erlaub­nis die Rote Armee in Marsch gesetzt wird.
Wer war eigent­lich Sta­lin? Teil 3

Der 1. Welt­krieg: Ver­dun ist eine klei­ne Stadt ohne gro­ße Bedeu­tung. Eigent­lich ist sie kaum der Rede wert. Doch dann beginnt am Mor­gen des 21. Febru­ar 1916 die deut­sche Ope­ra­ti­on „Gericht“ und lässt die beschau­li­che Klein­stadt Ver­dun — wie 27 Jah­re spä­ter auch Sta­lin­grad — zum Syn­onym für die Grau­sam­keit und Sinn­lo­sig­keit von Krie­gen wer­den.
Vor 100 Jah­ren: Die Höl­le von Ver­dun

Pan­de­mie: Irgend­wann im Win­ter 1917/1918 springt ein neu­ar­ti­ges Influ­en­za-Virus ver­mut­lich von einem Schwein auf einen Men­schen.
In einem US-Mili­tär­la­ger in Kan­sas brei­tet es sich aus, aber da bei den infi­zier­ten Sol­da­ten nicht mehr als eine hef­ti­ge Erkäl­tung mit hohem Fie­ber auf­tre­ten, wer­den kei­ne Vor­sichts­maß­nah­men getrof­fen. Und so kann das neue Virus unge­stört mit Trup­pen­trans­por­tern zu den Kriegs­schau­plät­zen Euro­pas rei­sen und sei­nen Todes­marsch begin­nen.
Das gro­ße Ster­ben: Die Spa­ni­sche Grip­pe 1918/19

Das Genera­tio­nen­ge­spräch
über ein Jahr­hun­dert mit Dik­ta­tu­ren, Welt­krie­gen, Mil­lio­nen Kriegs­to­ten, Ver­letz­ten, Flücht­lin­gen und Ver­trie­be­nen, das uns heu­te noch in den Kno­chen steckt.
Das 20. Jahr­hun­dert

Wei­ter­füh­ren­de Links:

Die US-Prä­si­den­ten und ihre Krank­hei­ten — zusam­men­ge­fasst in einem span­nen­den Arti­kel:
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d‑46106741.html

Bild­nach­wei­se:

Chur­chill, Roo­se­velt, und Sta­lin auf der Kon­fe­renz von Jal­ta im Febru­ar 1945, 2 Mona­te vor Roo­se­velts Tod. By US government pho­to­gra­pher — This media is avail­ab­le in the hol­dings of the Natio­nal Archi­ves and Records Admi­nis­tra­ti­on, cata­lo­ged under the Natio­nal Archi­ves Iden­ti­fier (NAID) 531340., Public Domain
Fran­k­lin D. Roo­se­velt (sit­zend) und Geor­ge W. Nor­ris (vor­ne rechts) bei der Grün­dung der Ten­nes­see Val­ley Aut­ho­ri­ty (1933) Von Ten­nes­see Val­ley Aut­ho­ri­ty, Gemein­frei
United Sta­tes Pre­si­dent Fran­k­lin D. Roo­se­velt signs the TVA Act, which estab­lis­hed the Ten­nes­see Val­ley Aut­ho­ri­ty. Sena­tor Geor­ge Nor­ris is on the far right.
Woo­d­row Wil­son (1919) Gemein­frei
Pho­to of John F. Ken­ne­dy and Richard Nixon taken pri­or to their first deba­te at WBBM-TV in Chi­ca­go in 1960, Autor: Asso­cia­ted Press, gemein­frei
Ori­gi­nal cap­ti­on: “(DEB15) CHICAGO, Sept. 26–STARS OF CAMPAIGN DEBATE–Presidential candi­dates Sen. John Ken­ne­dy and Vice Pre­si­dent Richard Nixon pose tonight fol­lowing their deba­te at a Chi­ca­go tele­vi­si­on stu­dio (AP Wirephoto)(rj22310stf)1960
John F. Ken­ne­dy (1963) Von Cecil Stoughton, White House, Gemein­frei
New Deal: Ein Schul­spei­sungs­pro­gramm gegen die Unter­ernäh­rung von Kin­dern war eine der Maß­nah­men zur Lin­de­rung der Not
Von Uncredi­ted pho­to­gra­pher — 1=53227(1771), 00/00/1936, Sur­plus Com­mo­di­ties: School Lunch Pro­grams, 27–0845a.gifFranklin D. Roo­se­velt Pre­si­den­ti­al Libra­ry and Muse­um, Gemein­frei


Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschich­te & Psy­cho­lo­gie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich brin­ge mit mei­nem Team Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­ge­schich­ten ins Buch
und schrei­be als Ghost­wri­te­rin mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen:
Über uns * Geschen­ke made for Mama * Face­book * XING * Pin­te­rest
Kon­takt * Daten­schutz * Impres­sum

299580coo­kie-checkAme­ri­kas kran­ke Prä­si­den­ten — die schwa­chen Sei­ten der Män­ner im Wei­ßen Haus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.