Bindungsmuster – Nicht mit dir und nicht ohne dich

Liebe, Eifersucht, Verlustangst - wie Bindungsmuster unsere Beziehungen beeinflussen


Eifersucht, Verlustängste, scheinbare Gleichgültigkeit und emotionale Distanz – oder die liebevolle Balance zwischen Nähe und Unabhängigkeit?
Die Art, wie wir als Erwachsene lieben, hat viel mit Bindungsmustern zu tun, die wir in unserer Kindheit gelernt haben.

Sicher, unsicher oder desorganisiert?
Je nachdem, welche Art von Bindung unsere Eltern zu uns als Babys und Kleinkinder aufgebaut haben, können wir als Erwachsene gute und stabile Beziehungen mit anderen eingehen – oder auch nicht.

Die gute Nachricht ist: Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen sind in sicheren Bindungen großgeworden. Diese Sicherheit hilft ihnen später, glückliche Partnerschaften zu führen, und mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr stabiles und beschützendes Bindungsverhalten an ihre Kinder weiterzugeben.

Die schlechte Nachricht: Wer als Kind eine instabile Bindung vor allem zur Mutter (oder einer anderen Bezugsperson) hatte, wird es auch als Erwachsener schwer haben, Sicherheit und Stabilität in Beziehungen und Partnerschaften zu finden

Wer nicht spricht, denkt und fühlt auch nicht?

Begonnen hat die Bindungsforschung in den 1940er Jahren mit dem Kinderpsychiater und Psychoanalytiker John Bowlby, der die Theorie vertrat, dass die frühe Trennung von Müttern und Kindern ein Nachteil für den weiteren Lebensweg der Kinder ist.

Zwischen Drill und Misshandlung Kindheit und Erziehung im Nationalsozialismus

Damals eine ambitionierte These, denn nicht nur im nationalsozialistischen Deutschland trieben zu dieser Zeit „Erziehungsexperten“ vom Schlag einer Johanna Haarer ihr Unwesen.

Aber auch in fast allen anderen europäischen Gesellschaften wurden Mütter von wohlmeinenden „Ratgebern“ eindringlich davor gewarnt, ihre Kinder zu „verhätscheln“ und zu „verzärteln„.

Babys, so die weitverbreite Theorie, hätten keine eigenen Gefühle und Bedürfnisse, weil sie nicht sprechen können.

Wer nicht spricht, denkt und fühlt auch nicht, so die allgemeine Arbeitshypothese, weshalb die Befriedigung der physischen Bedürfnisse eines Säuglings als vollkommen ausreichend angesehen wurde.

Das Baby als passiver Handlungsempfänger: Milch rein, Windeln wechseln und schlafen – das sollte genügen.

Eine Einstellung Kindern gegenüber, die grausigen Blüten trieb: Babys bis zur Erschöpfung weinen und schreien zu lassen, war weit verbreitet.

Mancherorts wurden sogar Operationen an Säuglingen und Kleinkindern der Einfachheit halber ohne Narkose durchgeführt.

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Dem Phänomen Mutter-Kind-Bindung auf der Spur

Um dem Phänomen Mutter-Kind-Bindung auf die Spur zu kommen, führte der US-amerikanische Psychologe und Verhaltensforscher Harry Harlow in den 1950er Jahren Experimente an Affenbabys durch, die aus heutiger Sicht ebenfalls grausam und herzlos waren.

Harlow trennte neugeborenen Äffchen gleich nach der Geburt von ihren Müttern und sperrte sie in Käfige, in denen zwei unterschiedliche Mutterattrappen vorbereitet waren: Ein Drahtgestell als „Ersatzmama“, an dem eine Milchflasche befestigt war, und ein Holzgestell, das mit Wolle überzogen war und entfernt an eine Affenmama erinnerte, allerdings keine Milchflasche hatte.

Zu Harlows Verblüffung hielten sich die Affenbabys nicht an die Attrappe aus Draht, die ihnen Nahrung bot, sondern klammerten sich die meiste Zeit an das mit Wolle überzogene Holzgestell. Zum Drahtgestell liefen sie nur zum Trinken.

Wenn beide Attrappen dicht nebeneinander gestellt wurden, blieben die Äffchen auf ihrer Wolle-Holz-Ersatzmutter sitzen und tranken aus der Milchflasche am Drahtgestell.

Wenig verblüffend – aus heutiger Sicht  – war das, was Harlows Nachuntersuchungen ergaben: Die verwaisten Äffchen waren als erwachsene Tiere emotionale Wracks, die sich in keine Gruppe einfügen konnten und ein hohes Maß an Aggressivität und inneren Stress zeigten.

Verhaltensweise, die man heute unter dem Begriff „Hospitalismus“ zusammenfasst.

Bindungsbereitschaft und Bindungsvermögen

Babys – das weiß man heute – kommen mit einem biologisch angelegten ‚Bindungsreflex‘ zur Welt.

Die Bindung an die Mutter (oder an eine andere Bezugsperson) ist für sie überlebenswichtig, weshalb sie instinktiv alles tun, um eine Bindung einzugehen und aufrecht zu erhalten.

Mütter in der Opferrolle

In einer sehr frühen Phase (man geht davon aus, dass die ersten 6 Monate besonders prägend sind) entscheidet sich, welche Art von Bindung zwischen Mutter und Kind entsteht.

Hat die Mutter selbst positive – sichere – Bindungserfahrungen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie schnell ein feines Gespür für ihr Baby entwickelt und adäquat auf seine Bedürfnisse eingehen kann.

Ist die Mutter in ihrem Bindungsverhalten dagegen selbst unsicher, kann es sein, dass sie die Signale ihres Kindes nicht richtig interpretiert, weil sie sie durch eigene Wünsche und Bedürfnisse nur verzerrt wahrnimmt.

Es kann dann beispielsweise vorkommen, dass sie ihr Baby nicht tröstet, sondern mit der Begründung schreien lässt, dass es „nur“ trotzig wäre oder sie ärgern wolle.

Solche Fehlinterpretationen aber auch der ständige Wechsel zwischen Liebe, Zuwendung und Zurückweisung können der Beginn einer unheilvollen Kaskade sein.

Babys sind Überlebenskünstler mit enormer Anpassungsfähigkeit, die die Bindung zu ihrer wichtigsten Bezugsperson unbedingt aufrechterhalten m ü s s e n, um überleben zu können.

Sie passen sich deshalb dem Verhalten ihrer Mutter an, egal, ob Mama liebevoll und beschützend oder unsicher ist.

Babys halten sich auch an Mütter, die für eine enge Bindung zu ihrem Kind eigentlich nicht bereit sind und deshalb nicht auf seine Bedürfnisse eingehen können. Aufstehen, gehen und sich eine bessere Mutter suchen, können sie nun mal nicht.

Aus diesen frühkindlichen Erfahrungen mit der ersten und wichtigsten Bezugsperson im Leben können sehr frustrierende Bindungsmuster entstehen, die viele auch als Erwachsene noch mit sich herumschleppen.

“ … Der ‚Mutterinstinkt‘ lässt sich nicht einfach einschalten, so dass eine Frau, vor allem eine problembeladene, plötzlich eine Bindung zu ihrer kleinen Tochter aufbaut, deren Bedürfnisse kennt, dementsprechend handelt und sie umsorgt. Natürlich ist es falsch, in Freudscher Tradition die Mütter zu Schuldigen zu erklären und ihnen für alle Missgeschicke Vorwürfe zu machen. Doch die Gleichung ‚Mutterrolle = gesunde Liebe‘ ist eine Illusion.“

Aus: Susan Forward, Wenn Mütter nicht lieben: Töchter erkennen und überwinden die lebenslangen Folgen*

Sicher, unsicher, desorganisiert –
Die 4 Bindungsstile und der Fremde-Situations-Test

In den 1960er Jahren, nach vielen Experimenten und großen Feldstudien an Kriegswaisen und vernachlässigten Kindern, entwickelte die Mitarbeiterin und Kollegin des Bindungs-Pioniers John Bowlby, Mary Ainsworth, den sogenannten Fremde-Situations-Test, mit dem man bis heute Mutter-Kind-Bindungen untersuchen kann.

Für den Test wird ein etwa einjähriges Kind zusammen mit seiner Mutter in einen Raum gebracht, in dem eine Testerin – für das Kind eine fremde Person – sitzt und Spielzeug auf dem Boden liegt.
Nach kurzer Zeit verlässt die Mutter den Raum und das Kind bleibt mit der Testerin und dem Spielzeug alleine.

Die eigentliche wichtige Beobachtung ist allerdings nicht der Moment des Verlassenwerdens, sondern die Reaktion des Kindes, wenn die Mutter nach etwa drei Minuten zurückkehrt.

Meine Mutter hatte einen Haufen Ärger mit mir aber ich glaube sie hat es sehr genossen

Babys reagieren sehr unterschiedlich auf die Rückkehr ihrer Mutter und aus dieser Reaktion lassen sich Rückschlüsse ziehen, wie sicher gebunden sie sind.

Auf der Basis dieses Tests konnte Mary Ainsworth zunächst drei unterschiedliche Bindungsstile definieren; später fügte sie eine vierte Kategorie hinzu, weil bei ihren Untersuchungen das Verhalten einiger Kinder in keine der drei ersten passte:

1) Das sicher gebundene Kind

Das sicher gebundene Kind fängt in der Regel zu weinen an, wenn seine Mutter den Raum verlässt, und will ihr folgen, beruhigt sich dann aber schnell wieder.

Es lässt sich von der Testerin trösten und spielt mit ihr. Sobald die Mutter zurückkehrt, freut es sich, sucht kurz den Körperkontakt, um sich davon zu überzeugen, dass sein „sicherer Hafen“ wieder da ist, und setzt dann sein Spiel oder die Erkundung des Untersuchungsraums fort.

Sicher gebundene Kinder sind neugierig und offen für Neues.
Sie sind ausgeglichen, können sich entspannen und haben die Erwartung, dass jemand für sie da ist, wenn sie Bedarf haben.

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2) Das unsicher vermeidend gebundene Kind

Das unsicher-vermeidend gebundene Kind schaut kaum vom Spiel auf, wenn seine Mutter den Raum verlässt, und reagiert auch so gut wie gar nicht bei ihrer Rückkehr.
Die Testerin ignoriert es in jeder Phase der Untersuchung.

Cooles Kind, könnte man meinen, aber unter seiner Oberfläche brodelt es: Die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Speichel des Kindes schießt in dem Moment, in dem die Mutter den Raum verlässt, nach oben und ist auch noch Stunden später stark erhöht.

Unsicher-vermeidend gebundene Kinder haben in ihrem kurzen Leben gelernt, dass sie die größte Zuneigung und Aufmerksamkeit bekommen, wenn sie niemanden „zur Last“ fallen.

Die Zuwendungen der Mutter sind in der Regel spärlich und sie bekommen sie oft nur dann, wenn sie „brav“ sind.

Sie haben gelernt, dass sie alleine klarkommen müssen, gelten als „pflegeleicht“ und haben sich – als etwa einjähriges Kleinkind – bereits eine Schein-Autonomie aufgebaut, die ihnen mit großer Wahrscheinlichkeit ihr ganzes Leben lang das Gefühl von Ungebundenheit, aber auch von Einsamkeit vermitteln wird.

Denn ihre Grundstimmung ist Resignation: Liebe und Beziehungen tun weh, sind bedrohlich und werden zurückgewiesen, deswegen suchen sie gar nicht mehr danach.

3) Das unsicher ambivalent gebundene Kind

Das unsicher-ambivalent gebundene Kind ist völlig außer sich, wenn die Mutter den Raum verlässt.

Es schreit und weint, trommelt gegen die Tür, durch die die Mutter gegangen ist, und ist im wahrsten Sinn des Wortes untröstlich, denn auch die Testerin kann es nicht beruhigen. Der Cortisolspiegel in seinem Speichel schießt in die Höhe und ist auch noch Stunden später deutlich erhöht.

Sobald die Mutter zurückkehrt, klammert es sich an sie und will sie gar nicht mehr loslassen, lässt sich aber trotzdem kaum beruhigen. Sein Stress-System ist am Limit, wobei seine Gefühle ganz offensichtlich zwischen rasendem Trennungsschmerz, Verlustangst und Wut auf die Mutter hin- und herpendeln.

Eine unsicher-ambivalente Bindung ist meistens ein Zeichen dafür, dass das Verhalten der Mutter dem Kind gegenüber nicht konstant ist: Liebevolle Zuwendung wechselt sich mit Phasen von Abwesenheit oder Genervtsein ab.

Das Kind hat deshalb gelernt, um die Aufmerksamkeit seiner Mutter mit Weinen und Schreien zu kämpfen; sie ist der Mittelpunkt seiner Welt.

Das behindert einerseits seine natürlich Neugier, mit der es die Welt erkunden will, andererseits hat es in seinem kurzen Leben schon verinnerlicht, dass es sich Liebe und Zuwendung hart erkämpfen muss und trotzdem immer wieder enttäuscht wird

„ … Jede Beziehung bringt ein soziales Lernverhalten mit sich. Das heißt: Wenn wir Dramaspiele unreflektiert mitmachen, trainieren wir unbewusst destruktive Verhaltensweisen. Wer immer wieder erlebt, dass seine Bindung zu nahestehenden Personen auf Schuldgefühlen beruhen, wird bei unsicheren Bindungen versucht sein, selbst die Opferrolle einzunehmen. Indem man sich schwach und hilflos gibt, so die Erfahrung, zwingt man das Gegenüber in die Retterrolle und zugleich in eine Bindung. Nicht aus böser Absicht. Einfach nur deshalb, weil man die Manipulation als Beziehungskit verinnerlicht hat …“

Aus: Cornelia und Stephan Schwarz: Schluss mit Psychospielchen*

4) Das desorganisiert gebundene Kind

Das desorganisiert gebundene Kind ist jene vierte Kategorie, die Mary Ainsworth nachträglich zu den Bindungsstilen hinzugefügt hat, da ihr im Laufe ihrer Untersuchungen Kinder aufgefallen waren, deren Verhalten zu keiner der anderen drei Kategorien passte.

Die Kinder der desorganisiert-gebundenen Kategorie zeigen bei der Rückkehr der Mutter sehr auffällige Verhaltensweisen: Sie werfen sich auf den Boden, drehen sich im Kreis, machen schaukelnde Bewegungen, wie man sie bei Kindern mit Hospitalismus kennt, oder klammern sich an die Testerin.

Ihr seltsames Verhalten ist Ausdruck ihrer inneren Zerrissenheit: Einerseits möchten sie zu ihrer Mutter, um von ihr beschützt und geliebt zu werden, andererseits ist sie die Quelle ihrer größten Angst, vor der sie fliehen wollen.

Viele Kinder dieser Kategorie sind Hochrisiko-Kinder, die selbst bereits Misshandlungs- oder Missbrauchserfahrungen gemacht haben, oder deren Mütter schwer traumatisiert sind oder beispielsweise an Depressionen leiden.

Traumatisierte Mütter und ihre Kinder verstricken sich oft immer tiefer in einem Teufelskreislauf, denn das Kind nimmt die Unruhe seiner Mutter wahr, wird deshalb selbst unruhig und überfordert dadurch seine immer verzweifelter werdende Mutter, die weder sich noch ihr Kind beruhigen kann.

Der Cortisolspiegel dieser Kinder ist dauerhaft erhöht. Sie leben oft ihr ganzes Leben in Alarmbereitschaft und mit dem ständigen Gefühl, dass jederzeit etwas Schlimmes passieren kann.

Das haben wir schon immer so gemacht!

Die erste Bindung in unserem Leben ist nicht nur die wichtigste, sondern auch die, die uns lebenslang am stärksten beeinflusst.

Mit ihr haben wir unsere erste Erfahrung gemacht, wie man eine Bindung aufbaut und vor allem, wie man sie aufrecht erhält – im positiven, aber auch im negativen Sinn.

Das Leben der Eltern ist das Buch in dem Kinder lesen

Sie sind das Muster, die Blaupause und der Autopilot, denen wir auch Erwachsene folgen, sofern wir sie nicht hinterfragen.

Dieses Hinterfragen geschieht viel zu selten, denn unsere Automatismen sind festgefahren und laufen meistens unbewusst ab, weil sie unser Leben oft eben auch einfacher machen.

Wenn wir jedes Mal, wenn wir ins Auto steigen, zuerst darüber nachdenken müssten, wo Kupplung, Gas- und Bremspedal sind, kämen wir nie von der Stelle.

So ähnlich funktioniert es auch mit unseren Bindungs- und Verhaltensmustern, die wir schon immer so gemacht haben …

„ … Es ist eine hohe Kunst, in Beziehungen zu lernen, nicht alles persönlich zu nehmen. Nach meiner Einschätzung haben 90 Prozent der Reaktionen, die wir in Beziehungen zeigen, nichts mit unserem Partner zu tun, sondern ergeben sich aus unserer Geschichte …“

Aus: Dami Charf, Auch alte Wunden können heilen: Wie Verletzungen aus der Kindheit unser Leben bestimmen und wie wir uns davon lösen können*

Bindungsmuster: Wie Bindungsstile Liebe und Partnerschaften beeinflussen können

Aber spätestens dann, wenn Beziehungen immer schwierig und kompliziert sind, wenn sie uns unglücklich machen oder wir das Gefühl haben, immer wieder an die falschen Partner zu geraten, sollten wir diesen Teil unserer Geschichte nochmal genau unter die Lupe nehmen:

  • Menschen, die ihren Partnern mit Vorwürfen oder grundlosen Eifersuchtsszenen das Leben zur Hölle machen
  • kräftezehrende On/Off-Beziehungen, mit denen sich Paare nach dem Prinzip ‚Nicht mit dir und nicht ohne dich‘ durch’s Leben quälen
  • Männer und Frauen, die ihre Partner emotional auf Distanz halten oder sogar vor jeder enger werdenden Bindung fliehen
  • aber auch Perfektionismus, das Gefühl der inneren Leere und Einsamkeit oder ständige innere Getriebenheit, können ihre Wurzeln in frühkindlichen Erfahrungen und den daraus folgenden Mustern haben.

Dann lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Nicht als Entschuldigung oder Anklage, sondern einfach, um zu verstehen. Und gegebenenfalls sein eigenes Muster bewusst zu ändern.

Copyright: Agentur für Bildbiographien, www.bildbiographien.de, 2020 Überarbeitet 2022)

Lesen Sie im nächsten Beitrag: Es war während des Dritten Reiches ein Bestseller und galt als d e r Leitfaden zur Kindererziehung. Über die NS-Pädagogik und Johanna Haarers Machwerk, dessen Folgen viele heute noch spüren

Zwischen Drill und Misshandlung: Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind

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Unser Anspruch, immer glücklich sein zu müssen, überfordert uns und führt oft genau zum Gegenteil. Der Arzt und Psychotherapeut Russ Harris sehr anschaulich und verständlich über unsere selbstgebauten Glücksfallen, wie wir sie erkennen und wie wir entspannter mit unserem Glück, aber auch mit unseren miesen Zeiten umgehen können, Lesenswert!

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Resilienz kann man üben:
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Bildnachweise:

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Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschichte & Psychologie:

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Ich bringe mit meinem Team Lebens-, Familien- und Unternehmensgeschichten ins Buch und schreibe als Ghostwriterin Bücher mit den Schwerpunkten Geschichte und Psychologie.

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2 Kommentare zu „Bindungsmuster – Nicht mit dir und nicht ohne dich“

  1. Ja, da kann ich dem Kommentar von Christiane uneingeschränkt zustimmen.
    Ich hätte gern noch weitergelesen zu den Bindungstypen in Verknüpfung mit den Inneren Arbeitsmodellen in Bezug auf das Erwachsenenalter. Die Buchtipps sind dafür gut, „verwässern“ aber wieder etwas die oben dargestellte Kompaktheit.
    Vielen Dank!

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