Das Generationengespräch: Geschichte(n) im Überblick

Geschichte im Überblick www.generationengespräch.de



Was war eigent­lich in den letz­ten 300 Jah­ren los, wel­che Stim­mun­gen und Strö­mun­gen gab es — und war­um lagen die Genera­tio­nen vor uns manch­mal so kom­plett dane­ben?

Ein Über­blick über Bio­gra­fien, Geschich­te und Geschich­ten, die unse­re Welt zu dem gemacht haben, die sie heu­te ist.

Das 18. Jahrhundert

Das 18. Jahr­hun­dert war eine Epo­che der Auf- und Umbrü­che, der Revo­lu­tio­nen und der Erfin­dung von Mut­ter- und roma­ti­scher Lie­be.
Das Jahr­hun­dert der Auf­klä­rung und der “Aus­gang des Men­schen aus sei­ner selbst­ver­schul­de­ten Unmün­dig­keit”, wie es die Phi­lo­so­phen nannten:

Die Gelieb­te eines mäch­ti­gen Man­nes zu wer­den, war vie­le Jahr­hun­der­te lang die ein­zi­ge Mög­lich­keit für Frau­en, poli­ti­sche Macht und Ein­fluss zu bekom­men. Sex und Poli­tik funk­tio­nier­ten beson­ders gut im Abso­lu­tis­mus, des­sen Mätres­sen­wirt­schaft die Welt­ge­schich­te mehr beein­fluss­te, als wir heu­te glau­ben.
Die berühm­tes­te und ein­fluss­reichs­te „maî­tres­se en tit­re“ war die Gelieb­te des Uren­kels des Son­nen­kö­nigs, die Mar­qui­se de Pom­pa­dour. Am Ende ihres Lebens schei­ter­te sie trotz­dem.
Die Mar­qui­se de Pompadour

Mit “Mut­ter­lie­be” hat der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Jean-Jac­ques Rous­se­au nichts im Sinn, als er 1762 sei­nen Roman “Emi­le oder über die Erzie­hung” publi­ziert.
Rund 40 Jah­re spä­ter ist er post­hum zum Hel­den der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on gewor­den und sein Roman “Emi­le” zur Grund­la­ge unse­rer moder­nen Erzie­hung und der Idee der Mut­ter­lie­be.
Die Erfin­dung der Mutterliebe

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Über Kin­der­er­zie­hung, die Bau­lust der Köni­ge,
den Puder­pe­rü­cken-Knall des Abso­lu­tis­mus und die Sor­gen und Nöte der klei­nen Leu­te, die den Adels­spaß der obe­ren Zehn­tau­send finan­zie­ren muss­ten. Bill Bry­sons groß­ar­ti­ger Streif­zug durch die Kul­tur­ge­schich­te Euro­pas. Lesens­wert!

Bill Bry­son, Eine kur­ze Geschich­te der all­täg­li­chen Din­ge*, Gold­mann Taschen­buch, 2013.
Und sehr hörens­wert: die Audio-Ver­si­on, gele­sen von Rufus Beck.



Das 18. Jahr­hun­dert ent­deckt die Lie­be.
Denn die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on 1789 fegt nicht nur das “Anci­en Régime” aus sei­nen Paläs­ten, son­dern schafft mit dem neu­en Schei­dungs­recht auch arran­gier­te Ehen und Mätres­sen­wirt­schaft ab.
Den Rest erle­digt Napo­le­on Bona­par­te, der das neue Gefühl nach ganz Euro­pa bringt.
Mätres­sen­wirt­schaft, Revo­lu­ti­on und die gro­ße Liebe

Das 19. Jahrhundert

Ein Jahr­hun­dert vol­ler Wider­sprü­che und Gegen­sät­ze: auf der einen Sei­te Wohl­stand und Fort­schritt in allen Lebens­be­rei­chen, auf der ande­ren Sei­te nie gekann­te Armut und Ver­wahr­lo­sung.
Gegen­sät­ze, die die Kata­stro­phen des 20. Jahr­hun­derts bereits in sich tra­gen und vorantreiben.

Das Dra­ma beginnt.
Der Prince of Wales Geor­ge kann sei­ne Finan­zen nicht in Ord­nung hal­ten. Von sei­nem auf­wän­di­gen Lebens­stil fast rui­niert, wil­ligt er in einen Hei­rats­han­del mit dem Par­la­ment ein und hei­ra­tet sei­ne Cou­si­ne.
Das ein­zi­ge Pro­blem: Das Braut­paar kann sich nicht aus­ste­hen. Ein Umstand, dem die legen­dä­re Queen Vic­to­ria spä­ter Leben und Kro­ne ver­dankt.
Prinz­re­gent Geor­ge: Sze­nen einer arran­gier­ten Ehe

Wegen sei­ner immensen Schul­den muss der bri­ti­sche Prinz­re­gent Geor­ge sei­ne Cou­si­ne Caro­li­ne von Braun­schweig hei­ra­ten.
Die arran­gier­te Ehe der bei­den ist von Anfang an unglück­lich und jetzt, als König, will sich Geor­ge end­lich schei­den las­sen. Ein Unter­fan­gen, das viel schwie­ri­ger ist als erwar­tet.
King Geor­ge IV.: Pains and Pena­li­ties — Schei­dung auf britisch

König George der Vierte oder: Scheidung auf britisch www.generationengespräch.de

Queen Vic­to­ria (1819 – 1901) drück­te dem 19. Jahr­hun­dert ihren Stem­pel auf und bestimm­te als „Groß­mutter Euro­pas“ auch die Geschich­te des 20. Jahr­hun­derts.
Ihr Leben fing mehr als beschei­den an, als Not­lö­sung für die ver­stor­be­ne Thron­er­bin, vater­los und mit einer Mut­ter, die sie als eine Art Faust­pfand für die eige­ne Zukunft betrach­tet. 
Queen Vic­to­ria (1): Die Groß­mutter Europas

Eine Kind­heit in bes­se­ren Krei­sen ist im Groß­bri­tan­ni­en des 19. Jahr­hun­derts kein Zucker­schle­cken. Die­se Erfah­rung muss auch Prin­zes­sin Vic­to­ria machen, die ver­einsamt und unglück­lich bei ihrer Mut­ter im Ken­sing­ton Palast auf­wächst.
Aber Vic­to­ria hat Glück. Sie hat Onkel Leo­pold, der sich um ihre Zukunft und den pas­sen­den Prinz­ge­mahl küm­mert.
Queen Vic­to­ria (2): Onkel Leopold

Sie sol­le sich end­lich ver­hei­ra­ten, ist der Ruf, der immer häu­fi­ger auf der Stra­ße, in der Pres­se und in den fei­nen Salons und Clubs Groß­bri­tan­ni­ens zu lesen und zu hören ist.
Ein Ehe­mann, so die all­ge­mei­ne Hoff­nung, könn­te sie viel­leicht etwas mäßi­gen, denn mit zuneh­men­dem Selbst­be­wusst­sein ent­wi­ckelt die jun­ge Queen auch den Eigen­sinn, für den sie spä­ter berühmt-berüch­tigt sein wird. 
Queen Vic­to­ria (3): Vic­to­ria und Albert

Es sind Empor­kömm­lin­ge wie Albert Bal­lin, die sich mit eiser­nem Wil­len Wohl­stand und Ein­fluss erkämp­fen und damit den Rei­chen und Schö­nen im aus­ge­hen­den 19. Jahr­hun­dert das Leben schwer­ma­chen.
Am Ende schei­tert der “Ree­der des Kai­sers” aber dann doch an sei­ner Her­kunft und an der größ­ten Auf­ga­be sei­nes Lebens — der Fra­ge nach Krieg oder Frie­den im Jahr 1914.
Die Welt ist fried­los gewor­den — Albert Bal­lin, der Ree­der des Kaisers

Albert Ballin - der Reeder des Kaisers www.generationengespräch.de

Das 20. Jahrhundert

Ein Jahr­hun­dert mit Dik­ta­tu­ren, zwei Welt­krie­gen, Mil­lio­nen Kriegs­to­ten, Ver­letz­ten, Flücht­lin­gen und Ver­trie­be­nen, das uns heu­te noch in den Kno­chen steckt.

Der 1. Weltkrieg

In Ber­lin hat man mit Ser­bi­en und dem Bal­kan eigent­lich nichts am Hut, sei­ne Majes­tät, der 55-Jäh­ri­ge Kai­ser Wil­helm II — auch „Wil­helm das Großmaul”´genannt — sucht den “Platz an der Son­ne” in Über­see.
Trotz­dem gibt es für ihn und sei­ne Entou­ra­ge gute Grün­de, war­um die Deut­schen auf die Ermor­dung des öster­rei­chisch-unga­ri­schen Thron­fol­ger­paars mit einem “Denk­zet­tel für Ser­bi­en” ant­wor­ten sol­len.
Ein Platz an der Son­ne oder: Wil­helm, das Großmaul

Ein alter Kai­ser, ein aus­ein­an­der­bre­chen­der Viel­völ­ker­staat und jugend­li­che Atten­tä­ter, die bereit sind, für ihre Über­zeu­gung zu mor­den. Das ist der Stoff, aus dem Alb­träu­me sind.
Oder Welt­ge­schich­te.
Ein Hin­ter­grund­be­richt über die Aus­lö­ser des Ers­ten Welt­krie­ges.
Sisis ‘Franzl’ und der gro­ße Knall: Krieg oder Frieden?

Krieg oder Frieden? Wie Kaiser Franz Joseph von Österreich 1914 die Welt in Brand setzte www.generationengespräch.de

Ver­dun ist eine klei­ne Stadt ohne gro­ße Bedeu­tung.
Sie liegt in Loth­rin­gen an einer Fluss­schlei­fe der Maas (Meu­se), hat noch nicht ein­mal 20.000 Ein­woh­nern und ist mit einer ein­zi­gen schma­len Durch­gangs­stra­ße mit dem Rest der Welt ver­bun­den.
Eigent­lich ist Ver­dun kaum der Rede wert.
Doch dann beginnt am Mor­gen des 21. Febru­ar 1916 die deut­sche Ope­ra­ti­on „Gericht“ und lässt die beschau­li­che Klein­stadt wie spä­ter Sta­lin­grad zum Syn­onym für die Grau­sam­keit und Sinn­lo­sig­keit von Krie­gen wer­den. Die Fra­ge ist: war­um?
Vor 100 Jah­ren: Die Höl­le von Verdun

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Flo­ri­an Illies’ Meis­ter­werk
über Köni­ge und Kai­ser, Ril­ke, Kaf­ka, Sta­lin, Hit­ler und alle ande­ren, die 1913 zum Som­mer des Jahr­hun­derts wer­den lie­ßen. Her­vor­ra­gend recher­chiert und mit fei­ner Iro­nie geschrie­ben, ein Buch, das mit klei­nen Epi­so­den eine gan­ze Welt erklärt. Jede Sei­te lohnt sich!

Flo­ri­an Illies, 1913: Der Som­mer des Jahr­hun­derts*, S. Fischer Ver­lag GmbH, Taschen­buch, 2015


Die ‘Goldenen’ Zwanziger Jahre

Irgend­wann im Win­ter 1917/1918 springt ein neu­ar­ti­ges Influ­en­za-Virus ver­mut­lich von einem Schwein auf einen Men­schen.
In einem Mili­tär­la­ger im US-Bun­des­staat Kan­sas brei­tet es sich aus, aber da bei den infi­zier­ten Sol­da­ten nicht mehr als eine Erkäl­tung mit Fie­ber auf­tritt, wer­den kei­ne Vor­sichts­maß­nah­men getrof­fen.
Und so kann das neue Virus unge­stört mit Trup­pen­trans­por­tern zu den Kriegs­schau­plät­zen Euro­pas und sei­nen Todes­marsch begin­nen. 
Das gro­ße Ster­ben: Die Spa­ni­sche Grip­pe 1918/19

Der Auslöser der Spanischen Grippe am Ende des 1. Weltkriegs www.generationengespräch.de

1923. Reichs­kanz­ler Wil­helm Cuno und sei­ne “Regie­rung der Wirt­schaft” ver­su­chen, die Wei­ma­rer Repu­blik auf Kurs zu hal­ten, und las­sen dafür Geld dru­cken. Sehr viel Geld. Mit kata­stro­pha­len Fol­gen für das zer­ris­se­ne Land: Es scheint nur noch eine Fra­ge der Zeit bis zum Kol­laps zu sein.
Kri­sen­jahr 1923: Vom Ruhr­kampf zum Deut­schen Oktober 

Wenn in der Fern­seh­se­rie “Baby­lon Ber­lin” der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Poli­zei­prä­si­dent Zör­gie­bel am 1. Mai 1929 auf demons­trie­ren­de kom­mu­nis­ti­sche Arbei­ter schie­ßen lässt, ist das kein Ver­se­hen, son­dern Absicht.
Über Sta­lin, Thäl­mann und die ver­hängs­nis­vol­le Affä­re zwi­schen KPD und SPD in den 1920er Jah­ren.
Sta­lin & Thäl­mann: Ham­burg auf den Barrikaden

Am 24. Okto­ber 1929 begin­nen an der New Yor­ker Wall Street die Akti­en­kur­se zu rut­schen.
Gegen Mit­tag wird aus Ner­vo­si­tät Panik, der Dow Jones sackt ab, der Han­del bricht mehr­mals zusam­men. Der Crash wird schließ­lich zur Wirt­schafts­kri­se, weil jeder zu ret­ten ver­sucht, was noch zu ret­ten ist. Der Bör­sen­krach an der Wall Street stürzt die Welt in eine der schlimms­ten und fol­gen­schwers­ten Kri­sen ihrer Geschich­te.
Der “Schwar­ze Frei­tag”: Vom Bör­sen­crash zur Weltwirtschaftskrise

1929 Vom Börsencrash zur Weltwirtschaftskrise

Die letz­ten frei­en Wah­len am 6. Novem­ber 1932 besie­geln das Schick­sal der Deut­schen. Es ist aber nicht das Wäh­ler­vo­tum, das den roten Tep­pich für Adolf Hit­ler aus­rollt, son­dern das kata­stro­pha­le Agie­ren von mehr oder min­der demo­kra­ti­schen Poli­ti­kern, die mit einer Mischung aus Igno­ranz, Dumm­heit und Selbst­sucht die ers­te Demo­kra­tie auf deut­schem Boden gegen die Wand fah­ren. 
1932 — Das Ende der Repu­blik. Brü­ning, der Hungerkanzler

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Das Leben in den ‘Gol­de­nen Zwan­zi­gern’, der Tanz auf dem Vul­kan, die Wir­ren der Poli­tik — das ist das The­ma von Vol­ker Kut­schers Gere­on-Rath-Kri­mi­rei­he*, die als Vor­la­ge für Tom Tykwers sehens­wer­te Serie dient. Ein Film­erleb­nis für alle, die sich für die Zwan­zi­ger Jah­re begeis­tern und für die Zeit­ge­schich­te nicht nur aus Zah­len und Fak­ten besteht, son­dern aus dem All­tag der Men­schen, die damals gelebt haben.

Tom Tykwers Baby­lon Ber­lin Staf­fel 1–3*, 2020, FSK 12


Stalin

Ios­seb Wis­sa­ri­o­no­witsch Dschu­gaschwi­li, genannt Sta­lin, gilt neben Adolf Hit­ler als einer der grau­sams­ten Dik­ta­to­ren in der Geschich­te der Mensch­heit.
Als Lenins „Mann fürs Gro­be“ beginnt er sei­ne Kar­rie­re mit Intel­li­genz und Skru­pel­lo­sig­keit. Durch men­schen­ver­ach­ten­de Här­te wird er ab 1924 zum all­mäch­ti­gen KP-Gene­ral­se­kre­tär — und zum gefürch­te­ten Allein­herr­scher über die Sowjet­uni­on.
Wer war eigent­lich Sta­lin? Teil 1- Vom geprü­gel­ten Kind zum “roten Zaren”

Stalin Kindheit und Jugend www.generationengespräch.de

Lenins „Mann fürs Gro­be“ ist ihm am Ende doch zu grob.
In sei­nem poli­ti­schen Tes­ta­ment emp­fiehlt der Begrün­der und ers­te Regie­rungs­chef Sowjet­russ­lands  drin­gend, Sta­lin als all­mäch­ti­gen Gene­ral­se­kre­tär der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Russ­lands abzu­lö­sen und einen ande­ren an sei­ne Stel­le zu set­zen. Doch Lenins Sin­nes­wan­del kommt zu spät.
Wer war eigent­lich Sta­lin? Teil 2 — Der gro­ße Terror

Es ist ein Trep­pen­witz der Geschich­te, dass aus­ge­rech­net der sonst bis zur Para­noia miss­traui­sche Sta­lin die Zei­chen der Zeit nicht erkennt. Ab März 1941 berich­ten immer mehr sowje­ti­sche Spio­ne von einem nicht enden wol­len­den Strom deut­scher Trup­pen, die Rich­tung Osten mar­schie­ren.
Doch Sta­lin wie­gelt ab: In Ber­lin gäbe es „Fal­ken“ und „Tau­ben“, wobei Hit­ler zu den „Tau­ben“ zäh­le … 
Wer war eigent­lich Sta­lin? Teil 3 — Der gro­ße vater­län­di­sche Krieg

Adolf Hitler

Auch Mör­der fal­len nicht ein­fach vom hei­te­ren Him­mel”, schreibt die Schwei­zer Autorin und Psy­cho­ana­ly­ti­ke­rin Ali­ce Mil­ler in ihrem Buch Am Anfang war Erzie­hung. Oder doch?
Der Wer­de­gang Adolf Hit­lers vom geprü­gel­ten Sohn eines „erzie­hen­den“ Vaters und einer lie­be­vol­len, aber schwa­chen Mut­ter zu einem der grau­sams­ten Dik­ta­to­ren der Mensch­heit.
Vom ver­bor­ge­nen zum mani­fes­ten Grau­en: Die Kind­heit und Jugend Adolf Hitlers

Adolf Hitler Kindheit und Jugend

Für die dama­li­ge Zeit hat­te Adolf Hit­ler eine ganz „nor­ma­le“ Kind­heit.
Dis­zi­plin, Gehor­sam und Füg­sam­keit waren jahr­hun­der­te­lang nicht nur ers­te Untertanen‑, son­dern auch obers­te Kin­der­pflicht. Und so wächst Adolf Hit­ler auf wie vie­le ande­re auch: Als Sohn eines ‘erzie­hen­den’ — prü­geln­den — Vaters und einer Mut­ter, die zwar lie­be­voll, aber auch schwach ist.
Hit­lers Mut­ter Klara

Unity Val­ky­rie Mit­ford ist in den 1930er Jah­ren eines der ange­sag­tes­ten „It-Girls“ der fei­nen Lon­do­ner Gesell­schaft, ver­wandt mit jedem, der in Groß­bri­tan­ni­en Rang und Namen hat. Sie ist schön, exzen­trisch und wild. 1933 ent­schließt sie sich, Adolf Hit­ler ken­nen zu ler­nen. Ihr Plan gelingt, aber Hit­lers „Gunst“ stürzt auch sie – wie vie­le ande­re — ins Ver­der­ben.
Unity Mit­ford — Teil 1: Vom It-Girl zur Walküre

Unity Val­ky­rie Mit­ford ist ein exzen­tri­sches und gefei­er­tes It-Girl der fei­nen Lon­do­ner Gesell­schaft.
1933 wird sie zur glü­hen­den Ver­eh­re­rin Adolf Hit­lers, reist nach Mün­chen, schafft es, den “Füh­rer” ken­nen­zu­ler­nen und in den “inner cir­cle” der neu­en natio­nal­so­zia­lis­ti­schen High-Socie­ty im Drit­ten Reich auf­zu­stei­gen. Ein deutsch-bri­ti­sches Tech­tel­mech­tel — mit Fol­gen?
Unity Mit­ford — Teil 2: Hit­lers It-Girl

Gesellschaft im Dritten Reich

Erfun­den” haben die Natio­nal­so­zia­lis­ten die ‘Erzie­hung mit har­ter Hand’ nicht, aber wie so vie­les ande­re auf die Spit­ze getrie­ben. Johan­na Haa­rers Kin­der­drill-Bibel war in der Nazi-Zeit ein Best­sel­ler. Nach 1945 ver­schwand Haa­rers Mach­werk nicht, son­dern wur­de ent­na­zi­fi­ziert und mit leicht ver­än­der­tem Titel wie­der auf­ge­legt. Bis in die 1980er Jah­re trieb die­ses Buch sein Unwe­sen — und hat bis zu sei­nem end­gül­ti­gen Aus über vie­le Kin­der unend­li­ches Leid gebracht.
Zwi­schen Drill und Miss­hand­lung: Johan­na Haa­rers “Die deut­sche Mut­ter und ihr ers­tes Kind”

Zwischen Drill und Misshandlung Kindheit und Erziehung im Nationalsozialismus

Einer der schil­lernds­ten Frau­en im Natio­nal­so­zia­lis­mus war Mag­da Goe­b­bels, die Frau des Pro­pa­gan­da­mi­nis­ters Joseph Goe­b­bels. Wer war die­se Frau, die bei einem jüdi­schen Stief­va­ter auf­ge­wach­sen ist, sich nie für Poli­tik inter­es­siert hat und am Ende ihre sechs Kin­der dem „Füh­rer“ opfer­te?
Eine Fana­ti­ke­rin – oder eine Lebens­mü­de?
Mag­da Goe­b­bels (Teil 1): Eine schö­ne, schö­ne Frau

Mag­da raucht, trinkt Alko­hol, schminkt sich und liebt ele­gan­te und teu­re Klei­der – alles Gewohn­hei­ten, mit denen sie nicht so rich­tig ins „neue“ – rück­wärts­ge­wand­te – Frau­en­bild der NS-Ideo­lo­gie passt.
Trotz­dem soll sie Aus­hän­ge­schild und „ers­te Frau im Reich wer­den. Das ist Hit­lers Plan, nach­dem er Goe­b­bels‘ neue Freun­din ken­nen­ge­lernt hat und von ihr hin­ge­ris­sen ist. Wer war Mag­da Goe­b­bels — der zwei­te Teil ihrer Lebens­ge­schich­te.
Mag­da Goe­b­bels (Teil 2): Der Bock von Babelsberg

Was begeis­ter­te Mil­lio­nen Men­schen an Adolf Hit­ler?
War­um folg­ten vie­le bedin­gungs­los ihrem “Füh­rer” und wur­den selbst zu Ver­fol­gern? „Ver­fol­gen beruht auf abge­wehr­tem Opfer­sein“, lau­tet eine der wich­tigs­ten The­sen der Psy­cho­ana­ly­ti­ke­rin Ali­ce Mil­ler: Hit­ler gab sei­nen Anhän­gern die Opfer, die sie brauch­ten. Und er gab ihnen die Erlaub­nis zu has­sen.
Macht das Men­schen zu Mör­dern?
Die Erlaub­nis zu has­sen. War­um folg­ten Men­schen Adolf Hitler?

Sir Oswald Mos­ley, sei­nes Zei­chens Erbe und 6. Baro­net, hat nicht nur Schlag bei den Frau­en, son­dern zeich­net sich vor allem auch durch sei­ne wech­seln­den poli­ti­schen Ein­stel­lun­gen und – damit ver­bun­den – einer abwechs­lungs­rei­chen Berufs­kar­rie­re aus. Nach­dem er in Groß­bri­tan­ni­en allen demo­kra­ti­schen Par­tei­en ange­hört hat, grün­det er 1932 schließ­lich die faschis­ti­sche ‘BUF’ und ver­sucht sich als bri­ti­sche Aus­ga­be Adolf Hit­lers.
Hail Mos­ley! Der bri­ti­sche Flirt mit dem Nationalsozialismus

Die “Kris­tall­nacht” im Novem­ber 1938 war kein plötz­li­cher Aus­bruch des “Volks­zorns” als spon­ta­ne Reak­ti­on auf das Atten­tat des 17jährigen pol­ni­schen Juden Her­schel Grynszpan auf den deut­schen Diplo­ma­ten Ernst Edu­ard vom Rath.
Sie war eine lang geplan­te und akri­bisch vor­be­rei­te­te Gewalt­ak­ti­on gegen Juden — zur Finan­zie­rung des längst beschlos­se­nen Welt­krie­ges.
9. Novem­ber 1938: “Kris­tall­nacht”

Kristallnacht am 9. November 1938 www.generationengespräch.de

Der 2. Weltkrieg

Wirt­schaft­lich stand das Drit­te Reich nie auf sta­bi­len Bei­nen. Die Öko­no­mie im Natio­nal­so­zia­lis­mus war von Anfang an auf Täu­schung und Expan­si­on – Krieg – gebaut. Über Hit­lers Auto­bah­nen, MeFo-Wech­sel, Lügen und Täu­schun­gen – ohne die Hit­lers Weg in den Krieg nie funk­tio­niert hät­te. 
Auto­bahn und MeFo.Wechsel: Adolf Hit­ler, die deut­sche Wirt­schaft und der Weg in den 2. Weltkrieg

Im Som­mer 1936 trifft die Welt zwei Mal auf­ein­an­der: Bei der Olym­pia­de in Ber­lin und auf den Schlacht­fel­dern des Bür­ger­kriegs in Spa­ni­en. Ein Jahr, das ver­hei­ßungs­voll und mit der Hoff­nung beginnt, den Hit­ler-Irr­sinn end­lich ver­eint auf­hal­ten zu kön­nen, endet in einem Rausch aus Blut und Ter­ror.
1936: Das Jahr des Schei­terns. Olym­pia in Ber­lin, Fran­co in Madrid, Schau­pro­zes­se in Moskau

Kon­rad Hen­lein, Sude­ten­deut­scher mit tsche­chi­schem Groß­va­ter, war Turn­leh­rer und woll­te nach eige­nem Bekun­den auch nie etwas ande­res sein. Er wur­de zum Aus­hän­ge­schild natio­nal­so­zia­lis­ti­scher Sude­ten­deut­scher, die in den 1930er Jah­re kräf­tig am Welt­frie­den zün­del­ten.
War Hen­lein nur Hit­lers Mario­net­te und Brand­stif­ter — oder auch Bie­der­mann mit einem eigent­lich ernst­haf­ten Anlie­gen?
Kon­rad Hen­lein — Bie­der­mann oder Brandstifter?

Konrad Henlein - Biedermann oder Brandstifter? Die Sudetenkrise 1938 www.generationengespräch.de

4474 Tage dau­er­te das “1000-jäh­ri­ge Reich” auf deut­schem Boden.
Dann brach es am 8. Mai 1945 in einem Infer­no aus Blut, Trä­nen und Mil­lio­nen Toten zusam­men.
Eine Chro­no­lo­gie des fürch­ter­lichs­ten Krie­ges in der Welt­ge­schich­te.
Der 2. Welt­krieg: Kriegs­en­de — Zusam­men­bruch — Befreiung

Zwei Hee­res­grup­pen sol­len im Früh­jahr 1942 Sta­lin­grad ein­neh­men, um Hit­ler den Zugang zu den Ölfel­dern im Kau­ka­sus zu ermög­li­chen. Zunächst sieht es nach einem ‘Blitz­sieg’ aus.
Doch dann folgt ein unbe­schreib­li­ches Deba­kel, das Hun­dert­tau­sen­den das Leben kos­tet. Sta­lin­grad ist die psy­cho­lo­gi­sche Wen­de die­ses Krie­ges — ab da wird die Rote Armee die Wehr­macht in Rich­tung Wes­ten trei­ben.
Sta­lin­grad 1943: Sie star­ben, damit Deutsch­land lebe

10 Tage und Näch­te lang bom­bar­die­ren 3000 bri­ti­sche und US-ame­ri­ka­ni­sche Flug­zeu­ge in der “Ope­ra­ti­on Gomor­rha” Ham­burg.
Sie wer­fen 9000 Ton­nen ‘Mate­ri­al’ ab — zunächst ‘Wohn­block­kna­cker’, anschlie­ßend Brand­bom­ben. In der Nacht zum 28. Juli 1943 ent­zün­den sie dadurch im Ham­bur­ger Osten einen Feu­er­sturm, in dem über 30.000 Men­schen ster­ben.
Ham­burg 1943: Die Ope­ra­ti­on Gomorrha

Die Welt nach 1945

Von ‚Will­kom­mens-Kul­tur‘ kann kei­ne Rede sein, als in den Jah­ren zwi­schen 1944 und 1950 rund 12 Mil­lio­nen Deut­sche und Deutsch­stäm­mi­ge aus dem Osten vor der her­an­rü­cken­den Roten Armee in den Wes­ten flie­hen. In den Augen vie­ler Ein­hei­mi­scher sind sie die „Pola­cken“, die ihnen das Weni­ge, das sie nach dem ver­lo­re­nen Krieg noch haben, weg­neh­men wol­len.
Ein Rück­blick.
Ihr Flücht­lin­ge! Flucht und Ver­trei­bung 1944 — 1950

Ihr Flüchtlinge! Flucht und Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg www.generationengespräch.de

Nach dem Kriegs­en­de 1945 ist Deutsch­land zwar ein armes und hung­ri­ges Land, ein unter­ent­wi­ckel­tes war es nie. Es sind aber nicht nur Fleiß und Lud­wig Erhard, die das deut­sche “Wirt­schafts­wun­der” ermög­li­chen, son­dern vor allem der kal­te Krieg, die Tat­sa­che, dass Deutsch­lands Kriegs­geg­ner die­ses Mal dazu­ge­lernt haben, — und nicht zuletzt 12 Mil­lio­nen Flücht­lin­ge.
1948: Das Mär­chen vom Wirtschaftswunder

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Schwar­ze Päd­ago­gik und die Erzie­hung mit har­ter Hand waren nach 1945 nicht plötz­lich vor­bei. Wie ‘Erzie­hung’ damals funk­tio­nier­te, erlebt man haut­nah in die­ser groß­ar­ti­gen Mini-Serie, die das Schick­sal jun­ger Frau­en in den 1950er Jah­ren zwi­schen mora­lin­sauren “Guten Manie­ren”, einer schwer trau­ma­ti­sier­ten Eltern­ge­nera­ti­on, Rock’n Roll und James Dean erzählt. Mit Son­ja Ger­hardt, Clau­dia Michel­sen, Maria Ehrich, Emi­lia Schü­le, Hei­no Ferch und Uwe Och­sen­knecht. Sehr sehens­wert!
Sven Boh­se, Ku’­damm 56*, 2016


Prä­si­dent Trumps Covid-Erkran­kung und das selt­sa­me Her­um­la­vie­ren sei­ner Ärz­te trifft US-Bür­ge­rin­nen und –Bür­ger an einem wun­den Punkt. Denn schon vie­le Vor­gän­ger Trumps waren so krank, dass sie eigent­lich nicht mehr in der Lage waren, die Amts­ge­schäf­te fort­zu­füh­ren. Aber das hat man in der Öffent­lich­keit immer erst hin­ter­her erfah­ren.
Ame­ri­kas kran­ke Prä­si­den­ten: Die schwa­chen Sei­ten der Män­ner im Wei­ßen Haus

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2021


Buch- und Filmempfehlungen:

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Die Geschich­te der Deut­schen gut, über­sicht­lich und ver­ständ­lich erklärt. Neben wich­ti­gen Daten und Fak­ten gibt es vie­le Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen und Anek­do­ten, die das Lesen zum Ver­gnü­gen machen und das Ver­ste­hen von his­to­ri­schen Ent­wick­lun­gen erleich­tern. Für’s Nach­schla­gen und zum Quer­le­sen pri­ma geeig­net. Sehr emp­feh­lens­wert!

Chris­ti­an v. Dit­furth: Deut­sche Geschich­te für Dum­mies*, Wiley-VCH Ver­lag GmbH & Co. KGaA, Wein­heim, 2019


Die 90 span­nends­ten Kapi­tel des belieb­ten Pod­casts “Eine Stun­de Histo­ry” von Deutsch­land­funk-Nova zusam­men­ge­fasst in einem Buch zum Blät­tern und Schmökern.Am Ende jedes Kapi­tels ver­weist ein QR-Code auf den jewei­li­gen Pod­cast, so dass man bei Bedarf das jewei­li­ge The­ma nach­hö­ren und ver­tie­fen kann. Ein span­nen­des For­mat und ein span­nen­des Buch — sehr lesens- und hörens­wert!
Mat­thi­as von Hell­feld, Mar­kus Dich­mann, Mei­ke Rosen­plän­ter, Histo­ry für Eili­ge: Alles, was man über Geschich­te muss* Ver­lag Her­der, 2020


Die Zwi­schen­kriegs­zeit 1918 bis 1939.
Nicht von Wis­sen­schaft­lern und His­to­ri­kern erklärt, son­dern durch Zeit­zeu­gen anhand von Tage­bü­chern, Brie­fen und Foto­gra­fien erzählt. Spiel­sze­nen wech­seln sich mit alten Film­auf­nah­men ab — eine sehr sehens­wer­te und authen­ti­sche Mischung von Geschich­ten und Geschich­te, die uns die­se Zeit mit ihren Träu­men und Abgrün­den her­vor­ra­gend nahe bringt.

Krieg der Träu­me 1918–1939 [3 DVDs]*, 2018, FSK 12


Die gro­ßen Seu­chen, aber auch die Krank­hei­ten der Mäch­ti­gen haben Geschich­te geschrie­ben.
Der Medi­zin­his­to­ri­ker Roland Gers­te beschreibt fak­ten­reich und span­nend die Aus­wir­kun­gen von Aids, Cho­le­ra, Pest und Syphil­lis auf die Welt­ge­schich­te, geht aber auch den Krank­hei­ten der Mäch­ti­gen von Nero, Lenin bis Mit­te­rand nach. Ein groß­ar­ti­ges Buch — sehr lesens­wert!

Roland D. Gers­te, Wie Krank­hei­ten Geschich­te machen: Von der Anti­ke bis heu­te*, Klett-Cot­ta, 2019


Die Hin­ter­grün­de zu 70.000 tur­bu­len­ten Jah­ren Mensch­heits­ge­schich­te.
Span­nen­de Ein­bli­cke in Geschich­te, Phi­lo­so­phie, Bio­ch­mie  — und mensch­li­che Ver­hal­tens­wei­sen. Sehr lesens­wert geschrie­ben und ein tol­les Buch für alle, die Spaß am “über-den-Tel­ler­rand-gucken” haben.

Yuval Noah Hara­ri: Eine kur­ze Geschich­te der Mensch­heit*, Pan­the­on Ver­lag, 23. Auf­la­ge, 2015


Ob Vor­fah­ren sich an der Gesell­schaft oder an der Fami­lie schul­dig gemacht haben — das Leben der Nach­kom­men wird von die­ser Hypo­thek belas­tet sein.“
Die Psy­cho­lo­gin San­dra Kon­rad über unser unsicht­ba­res trans­ge­nera­tio­na­les Erbe, das unser Leben beein­flusst. Ein sehr lesens­wer­tes Buch über Lie­be, Loya­li­tät und die Aus­wir­kun­gen alter Belas­tun­gen — und wie man sie über­win­den kann. Emp­feh­lens­wert!
San­dra Kon­rad, Das bleibt in der Fami­lie: Von Lie­be, Loya­li­tät und uralten Las­ten*, Piper Taschen­buch, 2014


Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschich­te & Psy­cho­lo­gie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich brin­ge mit mei­nem Team Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­ge­schich­ten ins Buch
und schrei­be als Ghost­wri­te­rin mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie.

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334250coo­kie-checkDas Genera­tio­nen­ge­spräch: Geschichte(n) im Über­blick

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