Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Wie Resilienz unser Leben verändern kann



Glück ist har­te Arbeit.
Oder wie es der Vater des “Flow” , Mihá­ly Csíks­zent­mi­há­lyi, for­mu­liert:
Wenn man Men­schen Angst und Stress erspa­ren wür­de, heißt das noch nicht, dass sie dann glück­lich wären. Um glück­lich zu sein, muss man sei­ne Fähig­kei­ten nut­zen, sich auf sei­ne Umwelt ein­las­sen und mit ihr umge­hen können.”

Martin Seligman, der Vater der positiven Psychologie

Seit Sig­mund Freud galt es in der Psy­cho­lo­gie als aus­ge­mach­te Sache, dass man tief in sei­nem Inne­ren und in sei­ner Ver­gan­gen­heit gra­ben muss, um die Ursa­chen see­li­scher Nöte auf­zu­de­cken.
Es ging haupt­säch­lich um’s Auf­de­cken — Hei­lung brach­ten die oft jah­re­lan­gen, manch­mal quä­len­den Sit­zun­gen beim Psy­cho­ana­ly­ti­ker den meis­ten Men­schen nicht.

Mehr als ein Jahr­hun­dert lang kon­zen­trier­te man sich in der Psy­cho­lo­gie vor allem auf Erkran­kun­gen. Psy­chi­sche Gesund­heit war durch die­se Sicht­wei­se eigent­lich eher ein Son­der­fall und wur­de im Umkehr­schluss ein­fach als Abwe­sen­heit psy­chi­scher Stö­run­gen definiert.

Die 180-Grad-Wen­de kam mit Mar­tin Selig­man, einem stu­dier­ten Phi­lo­so­phen und Psy­cho­lo­gen, der im Jahr 1998 zum neu­en Prä­si­den­ten der ein­fluss­rei­chen APA (Ame­ri­can Psy­cho­lo­gi­cal Asso­cia­ti­on) wur­de.

Selig­man gilt heu­te als Vater der Posi­ti­ven Psy­cho­lo­gie”, weil er Psy­cho­lo­gie und Psy­cho­the­ra­pie vom Kopf auf die Füße stell­te.
Sein Ansatz war, dass es nicht län­ger nur ums „Repa­rie­ren“ von Pro­ble­men gehen soll­te, son­dern ums Stär­ken der posi­ti­ven Aspek­te unse­rer Persönlichkeit. 

Der "Vater der positiven Psychologie" Martin Seligman, 2009
Mar­tin Selig­man, 2009 

Statt sich auf Stö­run­gen, Defi­zi­te und Schwä­chen zu kon­zen­trie­ren, soll­te sich Psy­cho­lo­gie inten­si­ver mit dem beschäf­ti­gen, was gelingt und gut funk­tio­niert.

Denn unse­re Stär­ken und nicht unse­re Schwä­chen sind der Schlüs­sel für ein glück­li­ches und zufrie­de­nes Leben: Es ist ein­fa­cher und ziel­füh­ren­der, die Glücks­quel­len zu fin­den, statt die Unglücks­quel­len zu besei­ti­gen.

Glücksquellen: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Sich sei­ner Stär­ken bewusst sein und die Auf­merk­sam­keit auf das len­ken, was auf­baut und Freu­de macht, ist ein Talent, das vie­le glück­li­che Men­schen haben.

Dabei spielt der “Flow” eine wich­ti­ge Rol­le — ein Zustand völ­li­ger Kon­zen­tra­ti­on, den der ame­ri­ka­ni­sche Psy­cho­lo­gie-Pro­fes­sor unga­ri­scher Abstam­mung Mihá­ly Csíks­zent­mi­há­lyi einen gro­ßen Teil sei­ner Arbeit gewid­met hat.

Der Flow, fand Csíks­zent­mi­há­lyi her­aus, kann völ­lig unab­hän­gig von der Art der Tätig­keit auf­tre­ten: beim Ler­nen, Schrei­ben, Gärt­nern, Musi­zie­ren, am Fließ­band oder bei der Hausarbeit.

Wich­tig ist nicht, was man tut, son­dern wie — näm­lich ziel­ge­rich­tet und aus­schließ­lich auf die­se eine Tätig­keit fokus­siert.
Wer stän­dig drei Sachen gleich­zei­tig macht und per­ma­nent im Mul­ti­tas­king-Modus ist, zer­streut sich und wird des­halb nie oder nur sehr sel­ten ein Flow-Glücks­ge­fühl — das erfül­len­de Gefühl des Flie­ßens und der hun­dert­pro­zen­ti­ger Kon­zen­tra­ti­on — erleben.

Flow ent­steht, wenn man sei­ne Auf­merk­sam­keit auf eine ein­zi­gen Tätig­keit richtet:

„Ein Wech­sel­spiel zwi­schen hoher Span­nung und tie­fer Freu­de, dass einem etwas gelun­gen ist, was uns den eigent­li­chen inne­ren Frie­den, eine tie­fe Ent­span­nung und Gelas­sen­heit ermöglicht.” 

Mihá­ly Csíks­zent­mi­há­lyi

Unsere Geschichte bestimmt nicht unser Schicksal

Eine wei­te­re beson­de­re Eigen­schaft, die vie­le glück­li­che Men­schen haben, ist Resi­li­enz (über­setzt Wider­stands­fä­hig­keit).
Resi­li­enz ist die Fähig­keit, “an furcht­ba­ren Pro­ble­men zu wach­sen, wie es der „Vater der Resi­li­enz­for­schung“, Boris Cyrul­nik, aus­drückt.

Begon­nen hat die Erfor­schung der see­li­schen Wider­stands­fä­hig­keit vor mehr als 60 Jah­ren, als die Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gin Emmy Wer­ner trau­ma­ti­sier­te Kin­dern aus schwie­ri­gen Fami­li­en­ver­hält­nis­sen auf der Insel Kau­ai in Hawaii beobachtete.

Der "Vater der Resilienzforschung", Boris Cyrulnik, 2011
Boris Cyrul­nik, 2011 

Emmy Wer­ner stell­te fest, dass etwa ein Drit­tel der beob­ach­te­ten Kin­der trotz zahl­rei­cher Risi­ko­fak­to­ren – Armut, nied­ri­ges Bil­dungs­ni­veau, schwie­ri­gen Fami­li­en­ver­hält­nis­se – zu erfolg­rei­chen und zufrie­de­nen Erwach­se­nen her­an­wuch­sen, wäh­rend die ande­ren Kin­der in ihrem spä­te­ren Leben scheiterten. 

Den einen gelang es also, sich aus den unglück­li­chen Lebens­um­stän­den ihrer Kind­heit zu befrei­en, wäh­rend die ande­ren als Erwach­se­ne die Ver­hal­tens- und Bin­dungs­mus­ter ihrer Her­kunfts­fa­mi­li­en wie­der­hol­ten: Armut, schlech­te Bil­dung, Alko­hol, Dro­gen und zer­rüt­te­ten Familienverhältnissen. 

Wie sich her­aus­stell­te, war der wich­tigs­te Schutz­fak­tor der Kin­der, die trotz ihrer schlech­ten Start­be­din­gun­gen ein zufrie­de­nes und erfolg­rei­ches Erwach­se­nen­le­ben führ­ten, eine dau­er­haf­te und ver­läss­li­che Bin­dung zu einer sta­bi­len und zuge­wand­ten Bezugs­per­son: Mut­ter, Vater, Groß­el­tern oder älte­re Geschwis­ter.

Wenn man Menschen Angst und Stress ersparen würde heißt das noch nicht dass sie dann glücklich wären


Posi­ti­ve Vor­bil­der sind für die inne­re Wider­stands­fä­hig­keit eine der wich­tigs­ten Vor­aus­set­zung.

Außer­dem haben vie­le Resi­li­en­te sehr ähn­li­che Per­sön­lich­keits­ei­gen­schaf­ten.
Bei­spiels­wei­se ein ruhi­ges Tem­pe­ra­ment, Offen­heit, Kon­takt­freu­dig­keit, Anpas­sungs­fä­hig­keit und Selbst­ver­trau­en.

Neben für­sorg­li­chen Bezugs­per­so­nen und den typi­schen Per­sön­lich­keits­merk­ma­len sind vor allem Ehr­lich­keit sich selbst gegen­über, Akzep­tanz und Humor Grund­la­gen der Resi­li­enz.

Außer­dem sind glück­li­che Men­schen häu­fig gesel­li­ge Men­schen mit einem lie­be­vol­len Netz­werk aus Fami­lie und Freun­den. Gute sozia­le Bezie­hun­gen sind zwar kein Garant fürs Glück, gehö­ren aber meis­tens zum Glück­lich­sein dazu.

Aller­dings macht nicht jede Gesell­schaft glück­lich.
Es gibt Men­schen, die uns nicht gut tun. Die soll­te man mei­den — kei­ne Gesell­schaft ist bes­ser als eine „schlech­te“.


ANZEIGE 

Resi­li­enz kann man üben.
Resi­li­enz — die Fähig­keit, an Kri­sen und schwie­ri­gen Situa­tio­nen zu wach­sen, statt zu ver­zwei­feln, — kann man üben. In die­sem Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le” gibt es für den Ein­stieg kur­ze, gut ver­ständ­li­che Tex­te über unse­re Fähig­keit zur Resi­li­enz, und vie­le ein­fach zu befol­gen­den Übun­gen. Für alle, die gera­de mit einem The­ma beschäf­tigt sind, — oder zum Ver­schen­ken.

Isa­bel­le Fil­lio­z­at, Das klei­ne Übungs­heft: Stark durch Resi­li­enz*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2016 



Resilienz: Dem Trauma einen Sinn geben

Lan­ge Zeit wur­de ver­mu­tet, dass Resi­li­en­te ein­fach die Unsen­si­blen sind, die Ele­fan­ten im Por­zel­lan­la­den, die nicht mit­be­kom­men, dass etwas nicht stimmt.
Die­se Ver­mu­tung hat sich als völ­lig falsch erwie­sen. Resi­li­enz hat nichts mit Gefühls­ar­mut zu tun. 

Es ist einer der gro­ßen Ver­diens­te Boris Cyrul­niks, dass er durch sei­ne For­schung mit die­ser Ver­mu­tung end­gül­tig auf­ge­räumt hat.
Heu­te weiß man, dass resi­li­en­te Men­schen mit Ver­let­zun­gen und Schmerz anders umge­hen als Nicht-Resi­li­en­te. Die Erin­ne­run­gen an schlech­te Erfah­run­gen blei­ben auch den Resi­li­en­ten oft ein Leben lang erhal­ten, aber sie akzep­tie­ren ihr Trau­ma und neh­men es als Her­aus­for­de­rung an.

Resilienz wie sie entsteht und wie man sie gewinnen kann

Mit schlech­ten oder sogar trau­ma­ti­schen Erleb­nis­sen kom­men Men­schen rela­tiv gut zurecht, wenn es ihnen — nicht sofort, aber irgend­wann — gelingt, in ihrem Unglück eine Bedeu­tung zu sehen und es als auf­schluss­rei­che und nütz­li­che Lebens­er­fah­rung zu begrei­fen.

Was immer auch pas­siert, der Gedan­ke: “Wer weiß, wofür es gut ist?”, irgend­wo im Hin­ter­kopf macht vie­les erträg­li­cher.

Denn gera­de schlech­te Erfah­run­gen kön­nen zu neu­en und erfolg­rei­chen Wegen füh­ren oder zu beson­de­ren Fähigkeiten.

Der Raus­wurf aus der Schu­le ist erst­mal schlimm, kann aber zum Start­schuss für eine erfolg­rei­che Kar­rie­re wer­den, eine ver­let­zen­de und geschei­ter­te Lie­bes­be­zie­hung hat even­tu­ell den Lern­ef­fekt, in Zukunft die Fin­ger von einem bestimm­ten “Typ” Mann oder Frau zu las­sen und eine glück­li­che­re Part­ner­wahl zu treffen. 

Bemer­kens­wert ist, dass der “Vater der Resi­li­enz­for­schung” Boris Cyrul­nik selbst ein klas­si­sches Bei­spiel für Wider­stands­fä­hig­keit ist, der sei­nem eige­nen Kind­heits­trau­ma mit sei­ner For­schung über unse­re Fähig­keit zu Resi­li­enz einen Sinn gab: 

” … Boris Cyrul­nik wur­de in eine jüdi­sche Fami­lie in Bor­deaux hin­ein­ge­bo­ren.
Bor­deaux lag in der besetz­ten Zone Frank­reichs und 1944 wur­den Cyrul­niks Eltern nach Ausch­witz depor­tiert. Sie hat­ten ihren Sohn zur Sicher­heit bei einer ande­ren Fami­lie unter­ge­bracht, die über­gab ihn jedoch nach ein paar Tagen den Behör­den. Er ent­ging der Depor­ta­ti­on um Haa­res­brei­te, weil er recht­zei­tig flie­hen konn­te. Unter fal­schem Namen schlug er sich auf einem Bau­ern­hof durch, bis er zehn Jah­re alt war und zu Pfle­ge­el­tern kam. Er wuchs ohne irgend­ei­nen Ver­wand­ten auf und stu­dier­te Medi­zin in Paris.
Als ihm klar wur­de, dass er sei­nen eige­nen Lebens­weg noch ein­mal gründ­lich beleuch­ten muss­te, ließ er sich zum Psy­cho­ana­ly­ti­ker aus­bil­den und stu­dier­te spä­ter Neu­ro­psy­cha­t­rie. Sein Berufs­le­ben wid­me­te er der Arbeit mit trau­ma­ti­sier­ten Kindern.” 

Aus: Das Psy­cho­lo­gie-Buch. Wich­ti­ge Theo­rien ein­fach erklärt*


Kann man Glück lernen? Die 7 “Do’s” der Resilienz

Eine der wich­tigs­ten Erkennt­nis­se der Resi­li­enz­for­schung ist, dass Wider­stands­fä­hig­keit — Resi­li­enz — nicht ange­bo­ren, son­dern ein Lern­pro­zess ist. 

Die 7 Säulen der Resilienz


Boris Cyrul­nik wies in zahl­rei­chen Stu­di­en nach, dass Kin­der nicht von sich aus resi­li­ent sind, son­dern erst im Lau­fe ihres Lebens ent­wi­ckeln.

Die­ser Pro­zess gelingt dann beson­ders gut, wenn es min­des­tens eine sta­bi­li­sie­ren­de Bezie­hung zu einer ver­läss­li­chen Bezugs­per­son gibt.


Au0erdem weiß man heu­te, dass auch Erwach­se­ne Resi­li­enz ler­nen kön­nen.
Das ist kein Kin­der­spiel, aber machbar:

Akzeptanz

Glück ent­steht nicht durch stän­di­ge Selb­st­op­ti­mie­rung.
Meis­tens sind es auch nicht die „äuße­ren“ Umstän­de, die uns glück­lich oder unglück­lich machen, son­dern die Art, wie wir die­sen Umstän­den begeg­nen. “Hät­te, hät­te Fahr­rad­ket­te” hilft nicht wei­ter.
Es ist jetzt so, wie es ist — nur dar­auf kann man bauen.

Eigenverantwortung

Die Opfer­rol­le ver­las­sen, auch wenn man schlecht behan­delt wor­den ist.
Gren­zen set­zen, für sich selbst sor­gen und sich im Kla­ren sein, dass man selbst das Zep­ter in den Hän­den hat.

ANZEIGE

Shop Geschenke made for Mama


Düf­te
haben einen gro­ßen Ein­fluss auf unse­re Erin­ne­run­gen und auf unse­re Stim­mung. Sie kön­nen uns beru­hi­gen und moti­vie­ren, hel­fen, fokus­sier­ter zu den­ken, und sich abzu­gren­zen.

Mehr über äthe­ri­sche Öle — und vie­le wei­te­re Geschenk­ideen für Men­schen, die uns beson­ders am Her­zen lie­gen, fin­den Sie in unse­rem Shop Geschen­ke made for Mama 

Selbstwirksamkeit

Wir kön­nen oft viel mehr errei­chen, als wir uns zutrau­en.
Nega­ti­ve Glau­bens­sät­ze iden­ti­fi­zie­ren und hin­ter sich las­sen. Was dabei hilft: Sich klar machen, was man alles schon geschafft hat.

Optimismus

Sich rea­lis­tisch die Mög­lich­kei­ten und Zie­le vor Augen hal­ten ist bes­ser, als vor lau­ter Angst die Flin­te ins Korn zu werfen.

Netzwerk aus guten Beziehungen

Nie­mand muss alles allei­ne schaf­fen.
Trau dich und such’ dir dei­ne Unter­stüt­zer — du wirst über­rascht sein, wie vie­le es sind!

Eigene Werte

Unse­re Wer­te sind ein star­kes Fun­da­ment, auf das wir bau­en kön­nen.
Wer sich sei­ner Wer­te bewusst ist — bei­spiels­wei­se Fair­ness, Gerech­tig­keit, Zivil­cou­ra­ge — und danach lebt, gewinnt viel Selbstvertrauen.

Veränderungsbereitschaft

Eine Kri­se ver­än­dert.
Um sie als Chan­ce nut­zen zu kön­nen, reicht Akzep­tanz allei­ne nicht aus — man muss auch bereit sein, sich selbst zu ver­än­dern, und akzep­tie­ren, dass das Leben anders sein wird.


Glück ist nicht nur eine Bega­bung, son­dern eben auch eine bewuss­te Ent­schei­dung, sich wei­ter­ent­wi­ckeln zu wol­len — auch wenn das manch­mal schmerz­haft ist — und zu lernen. 

Oder, wie es der “Vater” des Flow Csíks­zent­mi­há­lyi ausdrückt:

Resilienz - Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Glück ist nicht etwas, das ein­fach geschieht.
Es ist kei­ne Fol­ge von ange­neh­men Zufäl­len.
Es ist nichts, was man mit Geld kau­fen oder mit Macht bestim­men kann.” 

Mihá­ly Csíks­zent­mi­há­lyi

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2015, (über­ar­bei­tet 2021)


Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: War­um füh­len wir uns manch­mal so ohn­mäch­tig, aus­ge­nutzt und aus­ge­grenzt, obwohl wir ‚eigent­lich‘ kei­nen Grund dazu haben? 
Schlech­te Stim­mung und mie­se Zei­ten: Woher sie kom­men und was man dage­gen tun kann.
Mie­se Zei­ten: Woher schlech­te Gefüh­le kom­men und was man gegen sie tun kann

Buch­emp­feh­lun­gen:

Die mit * gekenn­zeich­ne­ten Links sind soge­nann­te Affi­la­te-Links, die hel­fen, den Blog Genera­tio­nen­ge­spräch zu finan­zie­ren. Wenn Ihnen eine der ange­ge­be­nen Emp­feh­lun­gen gefällt und Sie das Buch (oder ein ande­res Pro­dukt) über die­sen Link bestel­len, erhält der Blog dafür eine klei­ne Pro­vi­si­on, ohne dass für Sie Mehr­kos­ten ent­ste­hen. Für Ihren Klick: Herz­li­chen Dank im Voraus!

Resi­li­enz kann man üben:
Ein sehr lie­be­voll gestal­te­tes Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le” , mit kur­zen prä­gnan­ten Tex­ten über unse­re Fähig­keit zur Resi­li­enz und vie­len ein­fach zu befol­gen­den Übun­gen. Für alle, die gera­de mit einem The­ma beschäf­tigt sind, oder zum Ver­schen­ken.

Isa­bel­le Fil­lio­z­at, Das klei­ne Übungs­heft: Stark durch Resi­li­enz*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2016 


Vom Ver­stand her wis­sen wir meis­tens ziem­lich genau, wes­halb wir uns man­che “Din­ge”, Men­schen, Anfor­de­run­gen und die Wün­sche ande­rer nicht so zu Her­zen neh­men soll­ten — und tun es dann doch.
Die­ses Buch kommt locker daher und eig­net sich wun­der­bar als Bett- oder Strand­lek­tü­re, legt aber auch sehr klug und char­mant den Fin­ger in offe­ne Wun­den. um end­lich das eine oder ande­re see­len­ru­hig am A … vor­bei­zie­hen las­sen zu kön­nen. Lesens­wert!
Alex­an­dra Rein­warth: Am Arsch vor­bei geht auch ein Weg: Wie sich dein Leben ver­bes­sert, wenn du dich end­lich locker machst*, mvg Ver­lag, 2016


Zeit­lo­se Stra­te­gien für die Kehrt­wen­den und Hin­der­nis­se, die das Leben nun mal hat
— und wie man lang­fris­tig und erfolg­reich mit ihnen umge­hen kann.
Auf­stieg, Erfolg und Schei­tern: Mit die­sem sehr lesens­wer­ten Buch fin­det man in allen Lebens­pha­sen zu sich und sei­nem wah­ren Kern.

Ryan Holi­day, Dein Ego ist dein Feind: So besiegst du dei­nen größ­ten Geg­ner*. Finanz­Buch Ver­lag, 2017 




Unser Anspruch, immer glück­lich sein zu müs­sen, über­for­dert uns und führt oft genau zum Gegen­teil. Der Arzt und Psy­cho­the­ra­peut Russ Har­ris sehr anschau­lich und ver­ständ­lich über unse­re selbst­ge­bau­ten Glücks­fal­len, wie wir sie erken­nen und wie wir ent­spann­ter mit unse­rem Glück, aber auch mit unse­ren mie­sen Zei­ten umge­hen kön­nen, Lesens­wert!

Russ Har­ris, Wer dem Glück hin­ter­her­rennt, läuft dar­an vor­bei*, Gold­mann Ver­lag, 2013 


Ein groß­ar­ti­ges Über­sichts­buch über alle psy­cho­lo­gi­schen Dis­zi­pli­nen,
wich­ti­ge Theo­rien gut ver­ständ­lich und im Über­blick erklärt, dazu sehr lesens­wer­te Kurz­bio­gra­fien maß­geb­li­cher Psy­cho­lo­gen und Psy­cho­ana­ly­ti­ker.

Das Psy­cho­lo­gie-Buch. Wich­ti­ge Theo­rien ein­fach erklärt*, Dor­ling Kin­ders­ley Ver­lag GmbH, Mün­chen, 2012 



Freund­schaft schlie­ßen mit unse­rem „inne­ren Kind“,
Glau­bens­sät­ze erken­nen – und sie ver­än­dern, wenn es not­wen­dig ist.
Ein hilf­rei­ches Buch, gut und ver­ständ­lich geschrie­ben, mit vie­len Bei­spie­len und Übun­gen, die hel­fen, inne­re Sack­gas­sen zu ver­las­sen.

Ste­fa­nie Stahl, Das Kind in dir muss Hei­mat fin­den*, Kailash Ver­lag, 2015 


Paul Watz­la­wicks Klas­si­ker übers Glück­lich­sein.
Ein wun­der­ba­res Buch über die Stra­te­gien und Fal­len, mit denen wir uns selbst ins Unglück stür­zen. Vie­le “Aha”-Erlebnisse, in denen man sich (lei­der) wie­der­erkennt, aber auch ein ech­tes Lese­ver­gnü­gen.

Paul Watz­la­wick: Anlei­tung zum Unglück­lich­sein*, Piper Ver­lag GmbH, Mün­chen, 2009


Je mehr wir uns in Wat­te packen und Angst­aus­lö­sern aus dem Weg gehen, des­to schnel­ler füh­len wir uns über­for­dert. Der Kin­der- und Jugend­psych­ia­ter Micha­el Win­ter­hoff erklärt sehr anschau­lich und mit vie­len Bei­spie­len aus der Pra­xis, dass nicht “die Welt da drau­ßen” här­ter, son­dern wir schwä­cher gewor­den sind — und was man dage­gen tun kann. Emp­feh­lens­wert!
Micha­el Win­ter­hoff: Mythos Über­for­de­rung: Was wir gewin­nen, wenn wir uns erwach­sen ver­hal­ten*, Pen­gu­in Ver­lag, 2017 


Ein sehr hilf­rei­ches Buch
für alle, die sich chro­nisch gestresst füh­len. Wie man hor­mo­nel­le Schwan­kun­gen und Dau­er­stress durch ein­fa­che Ver­än­de­rung des Lebens­stils und geziel­te Ent­span­nung mit Düf­ten in den Griff bekom­men kann, erklärt Dr. Mari­za Sny­der sehr anschau­lich und lesens­wert

Dr. Mari­za Sny­der: Aro­ma­the­ra­pie für die Hor­mon­ba­lan­ce*, riva Ver­lag, 2020




Der renom­mier­te Hirn­for­scher Gerald Hüt­her
über unser Gehirn: War­um es am liebs­ten döst und alles beim Alten lässt — und wie wir es umpro­gram­mie­ren kön­nen, wenn wir nicht dösen und alles beim Alten las­sen wol­len.

Gerald Hüt­her: Was wir sind und was wir sein könn­ten: Ein neu­ro­bio­lo­gi­scher Mut­ma­cher*, FISCHER Taschen­buch, 2013 

Wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge zum The­ma Glück & Unglück:

Bezie­hungs­mus­ter: Rasen­de Eifer­sucht, uner­träg­li­che Ver­lust­ängs­te, schein­ba­re Gleich­gül­tig­keit und emo­tio­na­le Distanz — oder die lie­be­vol­le Balan­ce zwi­schen Nähe und Unab­hän­gig­keit: Die Art, wie wir als Erwach­se­ne lie­ben, hat viel mit Bin­dungs­mus­tern zu tun, die wir in unse­rer Kind­heit gelernt haben.
Bin­dungs­mus­ter: Nicht mit dir und nicht ohne dich

Selbst­sa­bo­ta­ge: Wer ein neu­es Pro­jekt mit einem inne­ren “Ich kann nicht” star­tet, wird es auch nicht kön­nen. Und darf sich dann bei sich selbst für eine gelun­ge­ne Selbst­sa­bo­ta­ge durch eine erfüll­te Pro­phe­zei­ung bedan­ken.
Selbst­er­fül­len­de Prophezeiungen

Lie­be: “Dou­ble Bind” — egal was du tust, es wird das Fal­sche sein — ist die Masche, mit der Nar­ziss­ten ihre Mit­men­schen mani­pu­lie­ren. Aber was ist Nar­ziss­mus  — und kann man Nar­ziss­ten hei­len, ret­ten oder ändern?
Das Zeit­al­ter der Narzissten

Erin­ne­run­gen: Immer mit dem Schlimms­ten rech­nen?
Meis­tens sind es nicht die gro­ßen „kal­ten Duschen des Schick­sals”, son­dern die klei­nen Quä­le­rei­en des All­tags, die uns unglück­lich machen. Kön­nen uns unse­re Erin­ne­run­gen beim Vor­wärts­kom­men und Glück­lich­sein hel­fen oder sind sie nur Brems­klöt­ze?
Das Spiel mit der Ver­gan­gen­heit. Erin­nern wir uns! Oder doch lie­ber nicht?

Vor­bil­der: Wie unse­re Stein­zeit­re­lik­te im Kopf aus Frem­den Freun­de machen und uns Vor­bil­der besche­ren, die wir nicht wol­len. Und wie die dann unser Leben beein­flus­sen, ohne dass wir es bemer­ken, geschwei­ge denn auch nur ansatz­wei­se Herr oder Frau der Lage sind.
Rich­ti­ge und fal­sche Vorbilder

Schlaf­los: Wer pau­sen­los auf Hoch­tou­ren läuft und nie zur Ruhe kommt, lässt sei­nen natür­li­chen Bio­rhyth­mus ver­wil­dern – und das rächt sich in Form von schlech­ten Näch­ten. War­um wir schlecht schla­fen — und was wir für bes­se­ren Schlaf tun kön­nen:
War­um wir schlecht schla­fen

Der all­täg­li­che Wahn­sinn: Tipps und Tricks, psy­cho­lo­gi­sche Denk­fal­len und viel Wis­sens­wer­tes für ein bewuss­tes Leben lesen Sie in der Kate­go­rie:
Tipps für den Alltag

Bild­nach­wei­se:

Agen­tur für Bild­bio­gra­phien
Mar­tin Selig­man, 2009, Quel­le: Flickr, The_U.S._Army Comprehensive_Soldiers_Fitness, Aut­hor: D. Myles Cul­len, public domain
Boris_Cyrulnik 1. Novem­ber 2011; Quel­le: flickr​.com/​p​h​o​t​o​s​/​f​e​s​t​i​v​a​l​d​e​l​l​a​s​c​i​e​n​z​a​/​6​3​0​6​9​8​8​9​21/, Aut­hor : Fes­ti­val del­la sSci­en­za; CC BY-SA 2.0
Agen­tur für Bildbiographien 


Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschich­te & Psy­cho­lo­gie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich brin­ge mit mei­nem Team Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­ge­schich­ten ins Buch
und schrei­be als Ghost­wri­te­rin mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen:
Über uns * Geschen­ke made for Mama * Face­book * XING * Pin­te­rest
Kon­takt * Daten­schutz * Impres­sum

4070coo­kie-checkDie Ener­gie folgt der Auf­merk­sam­keit

2 Gedanken zu „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

  1. Tol­ler Arti­kel! Ich sel­ber arbei­te seit vie­len Jah­ren in der Trau­ma The­ra­pie und kann nur sagen, dass es nichts bringt fest­ge­leg­ten Sche­ma­ta zu fol­gen. Natür­lich im Fluss mit dem Pati­en­ten zu flie­ßen, vor­ge­fass­te Mei­nun­gen fal­len zu las­sen und dem Weg des Pati­en­ten zu fol­gen. Dabei den eige­nen Abstand nicht zu ver­lie­ren, damit man der Kata­ly­sa­tor für den Pro­zess sein kann ohne ihn in eine ver­meint­lich rich­ti­ge Rich­tung zu steu­ern. Dann ist es für jeden mög­lich sei­ne Stär­ke zu fin­den, denn nur Du selbst bist in der Lage Dei­ne Resi­li­enz zu ent­wi­ckeln, nie­mand kann das für Dich tun.
    Alles Liebe
    Annette

    • Herz­li­chen Dank für Dei­nen Kom­men­tar, lie­be Annet­te! Das ist eben genau der Punkt — nur wir selbst ent­schei­den dar­über, wie wir Din­ge sehen und an sie her­an­tre­ten. Ande­re kön­nen nur Anstö­ße oder Anschub­ser geben. Lie­be Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.