Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Wie Resilienz unser Leben verändern kann


Akzep­tanz, Opti­mis­mus, gute Bezie­hun­gen, Humor, das Gefühl der Selbst­wirk­sam­keit, eige­ne Wer­te und Ver­än­de­rungs­be­reit­schaft: das sind die 7 Säu­len der Resi­li­enz, die wir brau­chen, um Kri­sen bes­ser bewäl­ti­gen und das Leben leich­ter neh­men zu können.

Der 2. Welt­krieg: Was pas­siert mit denen, die durch die Höl­le gegan­gen sind?
Fast nie­mand konn­te sich kurz nach 1945 vor­stel­len, dass es auf die­sem zer­stör­ten Kon­ti­nent Euro­pa mit sei­nen zer­stör­ten Men­schen und Schick­sa­len jemals wie­der so etwas wie ein „nor­ma­les Leben“ geben könnte. 

Wür­den sich die Men­schen — und vor allem die Kin­der — irgend­wann von ihren Erleb­nis­sen und Erin­ne­run­gen erho­len können? 

Verwundbar, aber unbesiegbar: Emmy Werner und die starken Kinder von Kauai

Es ist kein Zufall, dass in der Zeit nach 1945 welt­weit die inten­si­ve Erfor­schung von see­li­schen Trau­ma­ta bei Kin­dern beginnt.
Eine der ers­ten, die der Fra­ge nach­geht, wie Lebens­um­stän­de die Ent­wick­lung von Kin­dern beein­flus­sen, ist die ame­ri­ka­ni­sche Psy­cho­lo­gin Emmy Wer­ner.

Zehn Jah­re nach Kriegs­en­de, im Jahr 1955, beginnt sie zusam­men mit ihrem Team die Beob­ach­tung von knapp 700 Kin­dern, die in die­sem Jahr auf der Hawaii-Insel Kau­ai gebo­ren wer­den. Ihre Unter­su­chung wird zur Grund­la­ge für das, was man heu­te über Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung und die Ver­ar­bei­tung see­li­scher Ver­let­zun­gen weiß.

Das Team um Emmy Wer­ner kann­te „sei­ne“ Babys ab dem ers­ten Schrei, also von Geburt an.

Nach den ers­ten Jah­ren des Beob­ach­tungs­zeit­raums stel­len die Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gen das fest, was zu erwar­ten war: Kin­der, die in ihrem Eltern­haus Risi­ko­fak­to­ren wie Krank­heit oder Armut aus­ge­setzt sind, ent­wi­ckeln sich schlech­ter als ihre Alters­ge­nos­sen, die geschützt und wohl­be­hü­tet aufwachsen.

Wer sein Leben mit schlech­ten Start­chan­cen begin­nen muss, hat spä­ter ein höhe­res Risi­ko, ver­hal­tens­auf­fäl­lig, psy­chisch oder kör­per­lich krank und beruf­lich weni­ger erfolg­reich zu sein.

Ein Ergeb­nis der Kau­ai-Stu­die ließ aller­dings auf­mer­ken: Etwa ein Drit­tel der gefähr­de­ten Kin­der gedieh trotz aller Risi­ko­fak­to­ren viel bes­ser als erwartet.

Es waren Kin­der, die genau wie alle ande­ren aus „schlech­ten Ver­hält­nis­sen“ stamm­ten, in zer­rüt­te­ten Fami­li­en auf­wuch­sen und von Kin­des­bei­nen an die Fol­gen von Armut, gerin­ger Bil­dung und Alko­hol- oder Dro­gen­pro­ble­me zu spü­ren bekamen. 

Trotz­dem gelang es dem glück­li­chen Drit­tel, sich davon frei­zu­ma­chen und zu erfolg­rei­chen und zufrie­de­nen Erwach­se­nen her­an­zu­wach­sen, wäh­rend die ande­ren Risi­ko­kin­der in ihrem spä­te­ren Leben schei­ter­ten und unterm Strich als Erwach­se­ne das glei­che frus­trie­ren­de Leben führ­ten wie ihre Eltern.

Die Schutzfaktoren des glücklichen Drittels

Was war es, was die­se Kin­der trotz schlech­ter Start­chan­cen „unver­wund­bar“ machte?

Bei genaue­rem Hin­se­hen stell­te Emmy Wer­ners Team fest, dass vie­le der wider­stands­fä­hi­gen Kin­der sehr ähn­li­che Per­sön­lich­keits­merk­ma­le hat­ten: ein ruhi­ges Tem­pe­ra­ment, Offen­heit, Kon­takt­freu­dig­keit, Anpas­sungs­fä­hig­keit und Selbstvertrauen.

Aber der wich­tigs­te Schutz­fak­tor war, so das Ergeb­nis der Stu­die, die dau­er­haf­te und ver­läss­li­che Bin­dung zu einer sta­bi­len und zuge­wand­ten Bezugs­per­son.

Man fand her­aus, dass nicht zwangs­läu­fig Mut­ter oder Vater der sta­bi­li­sie­ren­de Anker im Leben ihrer Kin­der sein müs­sen, son­dern dass auch ande­re Men­schen aus ihrem Umfeld die­se Funk­ti­on über­neh­men kön­nen, wenn die Eltern dazu nicht in der Lage sind: eine lie­be­vol­le Oma bei­spiels­wei­se, ein älte­res Geschwis­ter­kind, eine Nach­ba­rin oder auch ein Leh­rer oder eine Leh­re­rin, der oder die sich um das Kind kümmern.

Wich­tig ist nur, d a s s es eine Bezugs­per­son gibt, die dem Kind Gebor­gen­heit schenkt, sei­ne Fort­schrit­te aner­kennt, sei­ne Fähig­kei­ten för­dert und es unab­hän­gig von Leis­tung und Wohl­ver­hal­ten liebt. Das macht Kin­der stark – im Sinn von „sie las­sen sich nicht unterkriegen“.

Sie sind ver­wund­bar, aber unbe­sieg­bar“, hat Emmy Wer­ner die beson­de­ren Fähig­kei­ten der star­ken Kin­der von Kau­ai zusammengefasst. 

Durch ihre Pio­nier­ar­beit fand ein Begriff aus der Phy­sik Ein­zug in die Psy­cho­lo­gie: „Resi­li­enz“ – Widerstandskraft.

Boris Cyrulnik: Dem Trauma einen Sinn geben

Nach Emmy Wer­ners Maß­stä­ben wäre auch Boris Cyrul­nik, der heu­te als „Vater der Resi­li­enz­for­schung“ gilt, eines der Risi­ko­kin­der in ihrer Kau­ai-Stu­die gewesen.

Cyrul­nik wur­de als Sohn jüdi­scher Eltern im fran­zö­si­schen Bor­deaux gebo­ren und muss­te 1944 als klei­ner Jun­ge mit anse­hen, wie sei­ne Eltern abge­holt und depor­tiert wur­den. Spä­ter erfuhr er, dass sei­ne gesam­te Fami­lie in Ausch­witz ermor­det wor­den war.

Kurz vor ihrer Depor­ta­ti­on hat­ten sei­ne Eltern ihn bei Nach­barn unter­ge­bracht, um wenigs­tens ihren Jun­gen in Sicher­heit zu wissen.

Der "Vater der Resilienzforschung", Boris Cyrulnik, 2011
Boris Cyrul­nik, 2011 

Aber nach weni­gen Tagen über­gab ihn sei­ne Gast­fa­mi­lie den Behör­den; die Angst vor der dra­ko­ni­schen Stra­fe, die für das Ver­ste­cken von Juden droh­te, war zu groß. Der klei­ne Boris konn­te mit knap­per Not flie­hen und ent­ging dadurch sei­ner Depor­ta­ti­on. Bis zum Kriegs­en­de schlug er sich unter fal­schem Namen allein auf einem Bau­ern­hof durch. Erst im Alter von zehn Jah­ren kam er zu Pfle­ge­el­tern, die ihn groß­zo­gen. Er wuchs ohne irgend­ei­nen leib­li­chen Ver­wand­ten auf.

Boris Cyrul­nik stu­dier­te als jun­ger Mann zunächst Medi­zin und ließ sich anschlie­ßend zum Psy­cho­ana­ly­ti­ker aus­bil­den, weil ihm klar wur­de, dass er sei­nen eige­nen Lebens­weg gründ­lich beleuch­ten muss­te, um ein glück­li­ches Leben füh­ren zu kön­nen. Spä­ter stu­dier­te er zusätz­lich Neu­ro­psych­ia­trie, um auch die neu­ro­lo­gi­sche Basis unse­rer Psy­che ver­ste­hen zu können. 

Sein Berufs­le­ben wid­me­te Cyrul­nik trau­ma­ti­sier­ten Kindern.

Resilienz: Unsere Geschichte bestimmt nicht unser Schicksal

Wenn etwas Schlim­mes pas­siert, sind vie­le Men­schen am Boden zer­stört. Man­che sind wie gelähmt und nicht in der Lage, in irgend­ei­ner Form zu reagie­ren. Sie fal­len in ein tie­fes Loch bis hin zur Depression.

Ande­re reagie­ren ganz anders. Sie kom­men anschei­nend nicht nur mit dem nor­ma­len Auf und Ab des Lebens bes­ser klar, son­dern auch mit schwe­ren Ver­lus­ten und Trau­ma­ta. Sie fin­den für sich Stra­te­gien, um trau­ma­ti­sche Erfah­run­gen bewäl­ti­gen zu kön­nen, und es kommt sogar oft vor, dass für sie ein Trau­ma zu einer Art Sprung­brett wird, um stär­ker zu werden.

Kann man durch schreck­li­che Erfah­run­gen sogar zu einem bes­se­ren Men­schen werden?

Einer der größ­ten Ver­diens­te Boris Cyrul­niks ist, dass er zunächst mit dem Vor­ur­teil auf­räum­te, resi­li­en­te Men­schen wären gefühls­arm. Lan­ge Zeit wur­de sogar in der Wis­sen­schaft ver­mu­tet, Resi­li­en­te wür­den ein­fach weni­ger emp­fin­den als ande­re, sozu­sa­gen ihr Leben als unsen­si­ble und tef­lon­be­schich­te­te Ele­fan­ten im Por­zel­lan­la­den füh­ren, die gar nicht mit­be­kom­men, was ihnen wider­fah­ren ist.

Wenn man Menschen Angst und Stress ersparen würde heißt das noch nicht dass sie dann glücklich wären

Cyrul­nik wider­leg­te durch sei­ne For­schung die­se Annah­me. Er fand her­aus, dass resi­li­en­te Men­schen genau­so lei­den wie alle ande­ren. Sie „ver­ges­sen“ oder ver­drän­gen leid­vol­le Erfah­run­gen auch nicht, son­dern erin­nern sich an den Schmerz oft ein Leben lang. 

Trotz­dem gelingt es ihnen, schwie­ri­ge Lebens­si­tua­tio­nen ohne anhal­ten­de Beein­träch­ti­gun­gen zu über­ste­hen, wäh­rend ande­re in ihrem Lei­den ste­cken blei­ben. Wie ist das möglich?

Durch sei­ne Arbeit mit trau­ma­ti­sier­ten Kin­dern fand Cyrul­nik her­aus, dass Resi­li­enz kein ange­bo­re­nes Merk­mal ist, son­dern ein dyna­mi­scher Pro­zess, der sich unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ent­wi­ckeln kann. 

Es gibt auch nicht die eine Resi­li­enz, son­dern vie­le ver­schie­de­ne For­men. Resi­li­enz hat nichts mit „Durch­hal­ten“ zu tun, son­dern mit Glück­lich­sein trotz trau­ma­ti­scher Erfahrungen.

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Wich­tig ist: Für alle Men­schen ist es unmög­lich, das Lei­den ein­fach ver­schwin­den zu lassen. 

Aber es gibt einen wich­ti­gen Unter­schied in der Beur­tei­lung eines Trau­mas: Resi­li­en­ten Men­schen gelingt es irgend­wann, in ihrem Unglück eine Bedeu­tung zu sehen. Es als auf­schluss­rei­che oder viel­leicht sogar nütz­li­che Lebens­er­fah­rung zu begrei­fen: Erfah­run­gen, die sie stark machen und denen sie – wie Boris Cyrul­nik selbst mit sei­ner Lebens­auf­ga­be als Arzt und Psych­ia­ter – einen Sinn geben können.

„Resi­li­enz ist die Fähig­keit, an furcht­ba­ren Pro­ble­men zu wach­sen.“

Boris Cyrul­nik

Cyrul­nik fand her­aus, dass Kin­der Resi­li­enz vor allem aus der Inter­ak­ti­on mit ande­ren lernen. 

Beson­ders Kin­der kön­nen sich von trau­ma­ti­schen Erfah­run­gen voll­stän­dig erho­len, wenn man sie dabei unter­stützt. Heu­te weiß man, dass das auch mit Ein­schrän­kun­gen für Erwach­se­ne gilt.

Anhand von MRT-Unter­su­chun­gen konn­te Cyrul­nik nach­wei­sen, dass das Hirn hei­len kann und sich eine ver­än­der­te Gehirn­struk­tur bei­spiels­wei­se bei trau­ma­ti­sier­ten Kin­dern nach etwa einem Jahr nor­ma­li­siert, wenn die Kin­der die ent­spre­chen­de Für­sor­ge und Unter­stüt­zung bekommen.

Sein wich­tigs­ter Leit­spruch: Nie­mand soll­te als „hoff­nungs­lo­ser Fall“ abge­stem­pelt werden.

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Resi­li­enz kann man üben.
Resi­li­enz — die Fähig­keit, an Kri­sen und schwie­ri­gen Situa­tio­nen zu wach­sen, statt zu ver­zwei­feln, — kann man üben. In die­sem Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le” gibt es für den Ein­stieg kur­ze, gut ver­ständ­li­che Tex­te über unse­re Fähig­keit zur Resi­li­enz, und vie­le ein­fach zu befol­gen­den Übun­gen. Für alle, die gera­de mit einem The­ma beschäf­tigt sind, — oder zum Ver­schen­ken.

Isa­bel­le Fil­lio­z­at, Das klei­ne Übungs­heft: Stark durch Resi­li­enz*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2016 

Eine Krise bewältigen: Die 7 Säulen der Resilienz

Resi­li­enz bedeu­tet, ein Trau­ma akzep­tie­ren, es als Her­aus­for­de­rung anneh­men und dadurch bewäl­ti­gen zu können. 

Boris Cyrul­nik und nach ihm vie­le sei­ner Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen haben nach­ge­wie­sen, dass emo­tio­na­le Wider­stands­fä­hig­keit – Resi­li­enz – nicht ange­bo­ren, son­dern ein Lern­pro­zess ist, und dass auch Erwach­se­ne Resi­li­enz ent­wi­ckeln können.

Es gibt eini­ge Fak­to­ren, die die Ent­fal­tung resi­li­en­ter Bewäl­ti­gungs­stra­te­gien för­dern kön­nen: zum einen indi­vi­du­el­le Fak­to­ren, die von der Funk­ti­ons­wei­se unse­res Gehirns abhän­gig sind, zum ande­ren sozia­le, die von der Unter­stüt­zung aus unse­rem Umfeld abhängen. 

Das Zusam­men­spiel von indi­vi­du­el­len und sozia­len Fak­to­ren begüns­tigt das Ent­ste­hen unse­rer psy­chi­schen Resilienz-Mechanismen:

1) Akzeptanz

Sei­ne Gefüh­le zu unter­drü­cken ist unge­fähr so sinn­voll wie einen auf­ge­pump­ten Ball unter Was­ser zu hal­ten: Es kann eine Zeit­lang funk­tio­nie­ren, ist aber anstren­gend und kei­ne Dauerlösung. 

Resi­li­enz bedeu­tet nicht, sei­ne Gefüh­le her­un­ter­zu­schlu­cken und zu unter­drü­cken. Angst, Trau­er und Wut dür­fen und müs­sen sein. In Kri­sen­zei­ten soll­te und darf man sich selbst wie ein rohes Ei behan­deln und sich pfle­gen, als ob man eine schwe­re Grip­pe hätte.

Wich­tig ist, die Hoff­nung nicht zu ver­lie­ren: Es wird der Tag kom­men, an dem man anfängt, das zu akzep­tie­ren, was war und was ist. Eine Pha­se, in der man Trau­er und Über­wäl­ti­gung noch sehr deut­lich spürt, aber in der man auch schon einen Schritt zurück­tre­ten kann, um das, was gesche­hen ist, auf einer ratio­na­le­ren Ebe­ne zu betrachten. 

In die­ser Pha­se der Akzep­tanz gelingt es, das Trau­ma aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve und im grö­ße­ren Zusam­men­hang zu betrachten. 

Die­ser Pro­zess braucht sei­ne Zeit und lässt sich nicht beschleu­ni­gen. Wer sich das Akzep­tie­ren eines ein­schnei­den­den Erleb­nis­ses mit posi­ti­ven Gedan­ken her­bei­den­ken oder ‑füh­len will, kann auch in sei­nem Gar­ten am Gras zie­hen, damit es schnel­ler wächst. Es wird nichts nützen.

Wir sehen das, was wir wol­len, und brin­gen uns fast um bei dem Ver­such, es zu errei­chen. Lei­der auf eine Art und Wei­se, die unmög­lich ist. Wenn wir jedoch ein­fach auf­hör­ten, kurz zur Ruhe kämen und die Din­ge aus einem ande­ren Blick­win­kel betrachteten …”

Aus: Jen Sin­ce­ro, Du bist der Ham­mer! Hör end­lich auf, an dei­ner Groß­ar­tig­keit zu zwei­feln, und beginn ein fan­tas­ti­sches Leben*

2) Optimismus

Opti­mis­mus hat viel mit der „Geschich­te“ zu tun, die wir uns selbst erzäh­len: Sind wir eher ein „Gewin­ner-Typ“, der schon vie­le schwie­ri­ge Situa­tio­nen erfolg­reich gemeis­tert und das Bes­te dar­aus gemacht hat – oder das arme Würst­chen, das trotz red­li­chen Bemü­hens immer wie­der vom Schick­sal abge­watscht wird. Wie viel Ver­trau­en haben wir in unse­re eige­ne inne­re Stär­ke? Und in unser Umfeld?

Aus Zwil­lings­stu­di­en weiß man, dass eine opti­mis­ti­sche Grund­hal­tung gegen­über dem Leben nur zum Teil ver­erbt wird. Ein gro­ßer Teil ist erlernt und damit beeinflussbar.

Im Wesent­li­chen gibt es drei gro­ße Unter­schie­de zwi­schen Opti­mis­ten und Pessimisten:

  • Dau­er: Pes­si­mis­ten gehen davon aus, dass eine Kri­se oder eine schwie­ri­ge Lebens­pha­se von Dau­er sein wird, wäh­rend Opti­mis­ten sie für vor­über­ge­hend hal­ten und sie des­halb bes­ser ertra­gen können.
  • Alles oder nichts: Für Pes­si­mis­ten über­schat­tet eine Kri­se oder ein Rück­schlag das gesam­te Leben, Opti­mis­ten neh­men Miss­erfol­ge als etwas wahr, dass nur einen Lebens­be­reich betrifft, wäh­rend alle ande­ren Berei­che in Ord­nung sind.
  • Kon­trol­le: Für Pes­si­mis­ten sind Miss­erfol­ge und Kri­sen über­wäl­ti­gend und unkon­trol­lier­bar. Sie glau­ben nicht, dass sie selbst irgend­et­was tun kön­nen. Opti­mis­ten begin­nen rela­tiv schnell mit der Suche nach einem Ausweg. 

Der Raus­wurf aus der Schu­le nach­dem man zwei­mal hin­ter­ein­an­der das Klas­sen­ziel geris­sen hat, ist erst­mal schlimm, aber es wäre nicht das ers­te Mal, dass genau die­se Kri­se zum Start­schuss für eine erfolg­rei­che Kar­rie­re wird. Eine Erkran­kung kann der not­wen­di­ge Schuss vor den Bug sein, der uns klar­macht, dass es so, wie es ist, nicht mehr wei­ter­ge­hen kann.

Auch schlech­te oder trau­ma­ti­sche Erfah­run­gen kön­nen zu neu­en und erfolg­rei­chen Wegen füh­ren und sogar beson­de­re Fähig­kei­ten und Talen­te frei­le­gen, die in uns schlummern. 

Wenn uns der Tep­pich unter den Füßen weg­ge­ris­sen wird und wir scho­ckiert, ver­letzt und vol­ler Sor­gen sind, kön­nen wir den Nut­zen die­ser Erfah­rung, die wir lie­ber nicht gemacht hät­ten, natür­lich erst­mal nicht erken­nen. Nach einer gewis­sen Zeit wird er sich aber offen­ba­ren. Die­ses Ver­trau­en auf bes­se­re Zei­ten und Lösungs­we­ge unter­schei­det Opti­mis­ten von Pessimisten.

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Paul Watz­la­wick: Anlei­tung zum Unglück­lich­sein*, Piper Ver­lag GmbH, Mün­chen, 2009

3) Gute Beziehungen

Unse­re Bezie­hun­gen zu ande­ren Men­schen, unse­re Auf­ga­ben und unser Platz in Fami­lie und Gesell­schaft ist ein wich­ti­ger Teil unse­rer Iden­ti­tät. Durch die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ande­ren und die Gefüh­le, die wir dabei haben, „stri­cken“ wir das Bild, das wir von uns selbst haben.

Die­ses Netz­werk kann uns auf­fan­gen, wenn es uns schlecht geht. 

In Kri­sen­zei­ten wie wäh­rend des Krie­ges und in den Nach­kriegs­jah­ren kann man beob­ach­ten, dass Men­schen enger zusam­men­rü­cken und resi­li­en­te Gesell­schaf­ten ent­ste­hen, die fest ent­schlos­sen sind, gemein­sam die Kri­se zu bewäl­ti­gen. Die­se Erfah­rung ist für alle sehr iden­ti­täts­stif­tend und wird sogar als „schö­ne“ Erfah­rung wahr­ge­nom­men, weil alle an einem Strang zie­hen und man ande­ren Men­schen viel näher ist als zu nor­ma­len Zeiten.

Aller­dings ist nicht jede Bezie­hung hilf­reich. Die Gesell­schaft von Men­schen, die uns ner­ven, die vor­schnel­le Urtei­le über uns und ande­re fäl­len oder selbst so pes­si­mis­tisch ein­ge­stellt sind, dass sie uns run­ter­zie­hen, soll­te man mei­den. In die­sem Fall ist kei­ne Gesell­schaft bes­ser als eine „schlech­te“.

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Vom Ver­stand her wis­sen wir meis­tens ziem­lich genau, wes­halb wir uns man­che “Din­ge”, Men­schen, Anfor­de­run­gen und die Wün­sche ande­rer nicht so zu Her­zen neh­men soll­ten — und tun es dann doch. Die­ses Buch kommt locker daher und eig­net sich wun­der­bar als Bett- oder Strand­lek­tü­re, legt aber auch sehr klug den Fin­ger dort­hin, wo wir uns noch ein biss­chen locke­rer machen könn­ten — um end­lich das eine oder ande­re see­len­ru­hig am A … vor­bei­zie­hen las­sen zu kön­nen. Lesens­wert!
Alex­an­dra Rein­warth: Am Arsch vor­bei geht auch ein Weg: Wie sich dein Leben ver­bes­sert, wenn du dich end­lich locker machst*, mvg Ver­lag, 2016

4) Humor

Humor ist bekannt­lich, wenn man trotz­dem lacht.
Nach einem lus­ti­gen Abend mit Freun­den oder der Fami­lie füh­len wir uns ent­spannt und unse­re Kri­sen, die vor­her für Kopf­zer­bre­chen, Sor­gen, Frust oder Trau­er gesorgt haben, sind wie durch Zau­ber­hand eine Num­mer klei­ner geworden.

Lachen, Humor, Din­ge nicht zu ernst neh­men, ent­spannt Kör­per und See­le, ent­las­tet uns und zeigt uns den klei­nen opti­mis­ti­schen Hoff­nungs­schim­mer am Ende eines dunk­len Tun­nels. Den brau­chen wir für unse­re Resi­li­enz-Mecha­nis­men. Nicht umsonst gibt es Lach-Yoga als Entspannungstechnik.

Der Lei­chen­schmaus im Anschluss an eine Bei­set­zung dient der Fami­lie und engen Freun­de nicht nur zum lie­be­vol­len Aus­tausch von Erin­ne­run­gen, son­dern trös­tet auch, nicht zuletzt, weil sich die Atmo­sphä­re wäh­rend des gemein­sa­men Geden­kens meis­tens auf­lo­ckert und zuneh­mend fröh­li­cher wird. Ja, oft wird am Ende sogar gelacht – und das ist gut so!

Aller­dings ist Humor nicht gleich Humor. Ent­schei­dend ist, ob wir mit jeman­den lachen – oder über ihn.
Humor, der zu sehr auf die eige­nen Kos­ten oder die von ande­ren geht, kann schnell zur Spaß­brem­se wer­den, bei dem einen das Lachen im Hals ste­cken bleibt. Wie bei Bezie­hun­gen soll­te man auch beim gemein­sa­men Lachen dar­auf ach­ten, ob es uns glück­lich macht — oder nicht.

5) Selbstwirksamkeit

Kon­troll­ver­lust ist so ziem­lich das Schlimms­te, was uns Men­schen pas­sie­ren kann. Aber wir kön­nen nun mal nicht immer alles kon­trol­lie­ren. Beson­ders in Kri­sen­zei­ten nicht. Wich­tig ist dann, die Kon­trol­le über das zu behal­ten, was wir kon­trol­lie­ren können.

Viel­leicht ist das einer der Grün­de, war­um Frau­en oft bes­ser durch schwie­ri­ge Lebens­pha­sen kom­men, denn sie haben immer etwas, wor­um sie sich küm­mern müs­sen: die Kin­der groß­zie­hen, etwas zu Essen auf den Tisch brin­gen, die Wäsche waschen …

Es sind oft die klei­nen und unschein­ba­ren Akti­vi­tä­ten, die uns am Lau­fen hal­ten und davor bewah­ren, von einer Kri­se kom­plett über­wäl­tigt zu werden.

Wie wich­tig Selbst­wirk­sam­keit ist, das Gefühl, einer Situa­ti­on nicht völ­lig aus­ge­lie­fert zu sein und wenigs­tens im Klei­nen etwas tun zu kön­nen, hat der Psy­cho­lo­ge Mar­tin Selig­man in einem bahn­bre­chen­den Expe­ri­ment nach­ge­wie­sen.

6) Eigene Werte

Unse­re Wer­te sind ein star­kes Fun­da­ment, auf das wir bau­en kön­nen. Wer sei­ne Wer­te kennt – bei­spiels­wei­se Fair­ness, Gerech­tig­keit, Zivil­cou­ra­ge – und danach lebt, gewinnt viel Selbstvertrauen.

Einer unse­rer wich­tigs­ten Wer­te ist Hilfs­be­reit­schaft. Die Wis­sen­schaft hat fest­ge­stellt, dass unser Beloh­nungs­zen­trum im Kopf genau­so freund­lich gestimmt wird wie durch Sex oder Scho­ko­la­de, wenn wir ande­ren hel­fen. Wenn das nichts ist?

7) Veränderungsbereitschaft

Unser Umfeld ist in einem stän­di­gen Ver­än­de­rungs­pro­zess, an den wir uns wohl oder übel anpas­sen müs­sen. Ver­än­de­run­gen und Anpas­sung erfol­gen aber in so klei­nen Dosie­run­gen, dass wir meis­tens gut mit­kom­men können.

Anders ist es bei einer Kri­se: Sie reißt uns schlag­ar­tig aus unse­rer Kom­fort­zo­ne her­aus und stellt uns vor Her­aus­for­de­run­gen, von denen wir nicht wis­sen, ob wir sie bewäl­ti­gen können.

Wir kön­nen – und tun es ja sowie­so die gan­ze Zeit.
Den „guten alten Zei­ten“ nach­zu­trau­ern, wird nichts nüt­zen, eben­so die Hoff­nung auf eine Restau­ra­ti­on. Kri­sen­be­wäl­ti­gung kann ein sehr schmerz­haf­ter und zeit­in­ten­si­ver Pro­zess sein, der aber unaus­weich­lich ist. 

Wir tun uns leich­ter, wenn wir bereit sind, uns selbst zu ver­än­dern, und akzep­tie­ren, dass das Leben nach der Kri­se anders sein wird als davor. Viel­leicht sogar glück­li­cher und erfüllter?

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2015, (über­ar­bei­tet 2022)

Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Man­che Tage füh­len sich an wie eine per­sön­li­che Belei­di­gung in Dau­er­schlei­fe. Über Mar­tin Selig­mans Expe­ri­men­te zu erlern­ter Hilf­lo­sig­keit, unse­re emo­tio­na­len blau­en Fle­cken und Albert Ellis’ ratio­na­le The­ra­pie.
Mie­se Zei­ten: Woher schlech­te Gefüh­le kom­men und was man gegen sie tun kann

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Das Kind in dir muss Hei­mat fin­den als Arbeits­buch. Das Best­sel­ler-Buch Das Kind in dir muss Hei­mat fin­den* der Psy­cho­lo­gin Ste­fa­nie Stahl als gut durch­dach­tes und klar kon­zi­pier­tes Arbeits­buch für alle, die sich selbst auf die Spu­ren­su­chen nach alten hin­der­li­chen Glau­bens­sät­zen und nega­ti­ven Mus­tern machen wol­len. Es ist eine tol­le Ergän­zung zum Ori­gi­nal-Buch, kann aber auch unab­hän­gig davon allein genutzt wer­den. Sehr emp­feh­lens­wert!
Ste­fa­nie Stahl, Das Kind in dir muss Hei­mat fin­den: In drei Schrit­ten zum star­ken Ich – das Arbeits­buch*, Kailash Ver­lag, 2017 

Unser Anspruch, immer glück­lich sein zu müs­sen, über­for­dert uns und führt oft genau zum Gegen­teil. Der Arzt und Psy­cho­the­ra­peut Russ Har­ris sehr anschau­lich und ver­ständ­lich über unse­re selbst­ge­bau­ten Glücks­fal­len, wie wir sie erken­nen und wie wir ent­spann­ter mit unse­rem Glück, aber auch mit unse­ren mie­sen Zei­ten umge­hen kön­nen, Lesens­wert!

Russ Har­ris, Wer dem Glück hin­ter­her­rennt, läuft dar­an vor­bei*, Gold­mann Ver­lag, 2013 

Zeit­lo­se Stra­te­gien für die Kehrt­wen­den und Hin­der­nis­se, die das Leben nun mal hat
— und wie man lang­fris­tig und erfolg­reich mit ihnen umge­hen kann.
Auf­stieg, Erfolg und Schei­tern: Mit die­sem sehr lesens­wer­ten Buch fin­det man in allen Lebens­pha­sen zu sich und sei­nem wah­ren Kern.

Ryan Holi­day, Dein Ego ist dein Feind: So besiegst du dei­nen größ­ten Geg­ner*. Finanz­Buch Ver­lag, 2017 

Auf den Punkt!
Jen Sin­ce­ro hat nach eige­nen Anga­ben gefühlt jedes Selbst­hil­fe­buch auf die­ser Welt gele­sen und arbei­tet mitt­ler­wei­le als Coach. In ihrem wun­der­ba­ren, wit­zig geschrie­be­nen und trotz­dem sehr tief­ge­hen­den Buch bringt sie alles, wor­auf es ankommt, auf den Punkt. Ein sehr moti­vie­ren­der Schub­ser für alle, die tat­säch­lich etwas ändern w o l l e n — sehr lesens­wert!

Jen Sin­ce­ro, Du bist der Ham­mer! Hör end­lich auf, an dei­ner Groß­ar­tig­keit zu zwei­feln, und beginn ein fan­tas­ti­sches Leben*, Aris­ton, 2017 

Ein groß­ar­ti­ges Über­sichts­buch über alle psy­cho­lo­gi­schen Dis­zi­pli­nen,
wich­ti­ge Theo­rien gut ver­ständ­lich und im Über­blick erklärt, dazu sehr lesens­wer­te Kurz­bio­gra­fien maß­geb­li­cher Psy­cho­lo­gen und Psy­cho­ana­ly­ti­ker.

Das Psy­cho­lo­gie-Buch. Wich­ti­ge Theo­rien ein­fach erklärt*, Dor­ling Kin­ders­ley Ver­lag GmbH, Mün­chen, 2012 

Ein sehr hilf­rei­ches Buch
für alle, die sich chro­nisch gestresst füh­len. Wie man hor­mo­nel­le Schwan­kun­gen und Dau­er­stress durch ein­fa­che Ver­än­de­rung des Lebens­stils und geziel­te Ent­span­nung mit Düf­ten in den Griff bekom­men kann, erklärt Dr. Mari­za Sny­der sehr anschau­lich und lesens­wert

Dr. Mari­za Sny­der: Aro­ma­the­ra­pie für die Hor­mon­ba­lan­ce*, riva Ver­lag, 2020

Wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge zum The­ma Glück & Unglück:

Was uns glück­lich macht: Die bes­ten Glücks­re­zep­te vom trost­lo­sen Sig­mund Freud über Mar­tin Selig­mans Nik­ki-Prin­zip und sei­ner Idee von Posi­ti­ver Psy­cho­lo­gie bis zum posi­ti­ven „Sor­ge dich nicht, lebe!“ Den­ken.
Was uns glück­lich macht: Posi­ti­ve Psy­cho­lo­gie und posi­ti­ves Denken

Erin­ne­run­gen: Immer mit dem Schlimms­ten rech­nen?
Meis­tens sind es nicht die gro­ßen „kal­ten Duschen des Schick­sals”, son­dern die klei­nen Quä­le­rei­en des All­tags, die uns unglück­lich machen. Kön­nen uns unse­re Erin­ne­run­gen beim Vor­wärts­kom­men und Glück­lich­sein hel­fen oder sind sie nur Brems­klöt­ze?
Das Spiel mit der Ver­gan­gen­heit. Erin­nern wir uns! Oder doch lie­ber nicht?

Selbst­sa­bo­ta­ge: Wer ein neu­es Pro­jekt mit einem inne­ren “Ich kann nicht” star­tet, wird es auch nicht kön­nen. Und darf sich dann bei sich selbst für eine gelun­ge­ne Selbst­sa­bo­ta­ge durch eine erfüll­te Pro­phe­zei­ung bedan­ken.
Selbst­er­fül­len­de Prophezeiungen

Bezie­hungs­mus­ter: Rasen­de Eifer­sucht, uner­träg­li­che Ver­lust­ängs­te, schein­ba­re Gleich­gül­tig­keit und emo­tio­na­le Distanz — oder die lie­be­vol­le Balan­ce zwi­schen Nähe und Unab­hän­gig­keit: Die Art, wie wir als Erwach­se­ne lie­ben, hat viel mit Bin­dungs­mus­tern zu tun, die wir in unse­rer Kind­heit gelernt haben.
Bin­dungs­mus­ter: Nicht mit dir und nicht ohne dich

Lie­be: “Dou­ble Bind” — egal was du tust, es wird das Fal­sche sein — ist die Masche, mit der Nar­ziss­ten ihre Mit­men­schen mani­pu­lie­ren. Aber was ist Nar­ziss­mus  — und kann man Nar­ziss­ten hei­len, ret­ten oder ändern?
Das Zeit­al­ter der Narzissten

Vor­bil­der: Wie unse­re Stein­zeit­re­lik­te im Kopf aus Frem­den Freun­de machen und uns Vor­bil­der besche­ren, die wir nicht wol­len. Und wie die dann unser Leben beein­flus­sen, ohne dass wir es bemer­ken, geschwei­ge denn auch nur ansatz­wei­se Herr oder Frau der Lage sind.
Rich­ti­ge und fal­sche Vor­bil­der

Bild­nach­wei­se:

Agen­tur für Bild­bio­gra­phien
Boris_Cyrulnik 1. Novem­ber 2011; Quel­le: flickr​.com/​p​h​o​t​o​s​/​f​e​s​t​i​v​a​l​d​e​l​l​a​s​c​i​e​n​z​a​/​6​3​0​6​9​8​8​9​21/, Aut­hor : Fes­ti­val del­la sSci­en­za; CC BY-SA 2.0
Agen­tur für Bildbiographien 

Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschich­te & Psy­cho­lo­gie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich brin­ge mit mei­nem Team Lebens‑, Fami­li­en- und Unter­neh­mens­ge­schich­ten ins Buch und schrei­be als Ghost­wri­te­rin Bücher mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie.

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Über uns * Geschen­ke made for Mama * Face­book * XING * Pin­te­rest
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4070coo­kie-checkDie Ener­gie folgt der Auf­merk­sam­keit

2 Kommentare zu „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit“

  1. Tol­ler Arti­kel! Ich sel­ber arbei­te seit vie­len Jah­ren in der Trau­ma The­ra­pie und kann nur sagen, dass es nichts bringt fest­ge­leg­ten Sche­ma­ta zu fol­gen. Natür­lich im Fluss mit dem Pati­en­ten zu flie­ßen, vor­ge­fass­te Mei­nun­gen fal­len zu las­sen und dem Weg des Pati­en­ten zu fol­gen. Dabei den eige­nen Abstand nicht zu ver­lie­ren, damit man der Kata­ly­sa­tor für den Pro­zess sein kann ohne ihn in eine ver­meint­lich rich­ti­ge Rich­tung zu steu­ern. Dann ist es für jeden mög­lich sei­ne Stär­ke zu fin­den, denn nur Du selbst bist in der Lage Dei­ne Resi­li­enz zu ent­wi­ckeln, nie­mand kann das für Dich tun.
    Alles Liebe
    Annette

    1. Herz­li­chen Dank für Dei­nen Kom­men­tar, lie­be Annet­te! Das ist eben genau der Punkt — nur wir selbst ent­schei­den dar­über, wie wir Din­ge sehen und an sie her­an­tre­ten. Ande­re kön­nen nur Anstö­ße oder Anschub­ser geben. Lie­be Grüße!

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