Die Kraft der feinen Düfte

Wie Düfte unsere Emotionen beeinflussen www.generationengespräch.de



Der kür­zes­te Weg von der Außen­welt zu unse­rem Gehirn geht über die Nase. Düf­te und Gerü­che sind die schnells­te neu­ro­na­le Ver­bin­dung zu unse­ren Gedan­ken, Gefüh­len und Erin­ne­run­gen.

Wie äthe­ri­sche Öle unser Leben beein­flus­sen und wie wir sie gezielt für mehr Wohl­be­fin­den ein­set­zen können. 

Wie Düfte unser Leben beeinflussen

Man schätzt, dass jeder Mensch in der Lage ist, etwa 1 Bil­li­on Geruchs­stof­fe zu unter­schei­den. (Auch Men­schen ohne Geruchs­sinn kön­nen das dank der Rezep­to­ren für Duft­stof­fe auf den Körperzellen). 

Wir kön­nen Ein­sam­keit und Angst rie­chen, aber auch, ob ein ande­rer Mensch zu uns passt.

Unse­re fei­nen Nasen haben wir der Evo­lu­ti­on zu ver­dan­ken. Denn mit unse­rem Geruchs­sinn kön­nen wir unter­schei­den, was gut — ess­bar — für uns ist, und vor wel­chen Geruchs­quel­len wir uns lie­ber hüten sollten. 

In unse­rer Ent­wick­lungs­ge­schich­te ein über­le­bens­wich­ti­ger Vor­teil, der über Leben und Tod ent­schie­den hat.

Wir Men­schen sind ‘Riech­tie­re’ und nicht, wie oft fälsch­li­cher­wei­se ver­mu­tet, ‘Augen­tie­re’. Das schreibt die Pro­fes­so­rin für Bio­lo­gi­sche Psy­cho­lo­gie und Sozi­al­psy­cho­lo­gie an der Hein­rich-Hei­ne ‑Uni­ver­si­tät in Düs­sel­dorf, Bet­ti­na Pause.

Ohne Gerü­che könn­ten wir Men­schen nicht füh­len, erin­nern oder spre­chen. Wir wären maxi­mal auf einem Ent­wick­lungs­stand wie Schwäm­me, Wür­mer, Insek­ten und Quallen …”

Aus: Bet­ti­na Pau­se, Alles Geruchs­sa­che: Wie unse­re Nase steu­ert, was wir wol­len und wen wir lie­ben*

Die Duft­stof­fe, die wir rie­chen, essen, trin­ken oder auf die Haut rei­ben, gelan­gen durch die Lun­ge, Magen und Darm oder die Haut in unser Blut und wer­den so über den gan­zen Kör­per verteilt.

Sie kön­nen so mit sämt­li­chen Kör­per­zel­len in Kon­takt kom­men.
Man weiß mitt­ler­wei­le, dass jede Zel­le unse­res Kör­pers Duft­re­zep­to­ren hat — und durch die Bin­dung eines Duft­mo­le­küls an einen Rezep­tor eine Kas­ka­de unter­schied­li­cher Reak­tio­nen aus­lö­sen kann: Sym­pa­thie oder Abnei­gung, Wohl­be­fin­den oder Stress.

Man kann zwar weg­se­hen und weg­hö­ren — aber weg­rie­chen kann man nicht. 

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Immer der Nase nach!
Wer auf sei­ne Nase “hört”, ent­schei­det oft bes­ser. Denn wir sehen und hören unse­re Umwelt nicht nur, son­dern bekom­men die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen über sie über unse­re Nase.
Die Geruchs­psy­cho­lo­gin Bet­ti­na Pau­se über unse­ren Geruchs­sinn, ohne den wir nicht den­ken, füh­len und uns erin­nern könn­ten. Lesens­wert!

Prof. Dr. Bet­ti­na M. Pau­se, Shir­ley Michae­la Seul: Alles Geruchs­sa­che: Wie unse­re Nase steu­ert, was wir wol­len und wen wir lie­ben*, Piper, 2020 

Pflanzendüfte für Gesundheit und Wohlbefinden

Schon der „Mensch vom Tisen­joch“ – Ötzi – trug vor 5300 Jah­ren Adler­farn bei sich, ein Kraut, das man in grau­er Vor­zeit zur Bekämp­fung von Darm­pa­ra­si­ten aß.

Aber nicht nur er, son­dern auch die alten Ägyp­ter, die Baby­lo­ni­er und die Kräu­ter­kun­di­gen des Mit­tel­al­ters wie Hil­de­gard von Bin­gen nutz­ten Pflan­zen und deren äthe­ri­sche Öle als kon­zen­trier­te Form (denn nichts ande­res macht Öl-Destil­la­ti­on: Kon­zen­tra­ti­on) zur Schön­heit­pfle­ge, aber auch zur Bekämp­fung von Unwohl­sein und Krank­hei­ten.

Pflan­zen pro­du­zie­ren äthe­ri­sche Öle natür­lich nicht, um unse­ren Nasen einen Gefal­len zu tun, son­dern aus purem Eigennutz. 

Sie schüt­zen sich mit ihren Duft­stof­fen vor Fress­fein­den (z.B. Basi­li­kum) und Para­si­ten (Laven­del), locken Bestäu­ber an (vie­le) an und kom­mu­ni­zie­ren mit­ein­an­der (alle).

Wir sind nur die Tritt­brett­fah­rer von Pflan­zen­düf­ten. Und pro­fi­tie­ren vom glück­li­chen Umstand, dass unse­rer Kör­per­zel­len auch ohne Nasen ein fei­nes Näs­chen für Pflan­zen­düf­te haben.

Dank unse­rer zel­lu­lä­ren Duft­re­zep­to­ren, aber auch unse­res Riech­hirns, wer­den Signa­le zwi­schen Zel­len und Orga­nen über­tra­gen und kön­nen aus­glei­chend wir­ken, wenn unse­re Emo­tio­nen oder unser Orga­nis­mus in Unord­nung gera­ten sind.

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Wie Jasmin unsere Nerven beruhigt 

Car­veol, ein Inhalts­stoff von Jas­min, bin­det genau an die Rezep­to­ren im Schlaf­zen­trum von Mäu­se­hir­nen, die auch als Bin­dungs­stel­len des kör­per­ei­ge­nen — beru­hi­gen­den­den — Neu­ro­trans­mit­ters Gam­ma-Ami­no­but­ter­säu­re (GABA) die­nen.
Es kann dadurch die Bin­dung an die Rezep­to­ren die GABA-Wir­kung um das 100-fache ver­stär­ken — und zwar nach exakt dem glei­chen Mecha­nis­mus wie Vali­um.

Aus: Frank­fur­ter Rund­schau: Der Duft der Weih­nacht

Aromatherapie ODER moderne Medizin? Beides! 

Mit dem Beginn der Urba­ni­sie­rung — der Ver­städ­te­rung — kamen Kräu­ter­kun­de und äthe­ri­sche Öle aus der Mode. 

Der Grund dafür war, dass man immer mehr Men­schen auf immer klei­ne­rem Raum medi­zi­nisch ver­sor­gen muss­te und die hand­ver­le­se­nen Kräu­ter­apo­the­ken aus der Natur dafür nicht reichten. 

Man begann des­halb, ein­zel­ne Wirk­stof­fe nicht nur zu kon­zen­trie­ren, son­dern auch als Arz­nei­mit­tel syn­the­tisch nach­zu­bau­en und in Maschi­nen indus­tri­ell zu produzieren. 

Vie­le Medi­ka­men­te waren und sind aller­dings kei­ne neu­en Erfin­dun­gen, son­dern Nach­ah­mer, die man bei pflanz­li­chen Vor­bil­dern abpaust.

Berühm­te Bei­spie­le dafür sind Kur­ku­ma (Cur­cu­me­rin), Toll­kir­sche (Atro­pin), Mai­glöck­chen oder auch Ace­tyl­sa­li­cin­säu­re, die man ursprüng­lich müh­sam aus Wei­den­rin­den gewann, bis es dem jun­gen Che­mi­ker Felix Hoff­mann gelang, den Wirk­stoff im Labor künst­lich nach­zu­bau­en und als Aspi­rin® maschi­nell zu produzieren.

Bis heu­te arbei­ten medi­zi­ni­sche For­schungs­la­bo­re mit gro­ßen Pflan­zen­bi­blio­the­ken, um neue Wirk­stof­fe für Krank­hei­ten zu finden. 

Mit gro­ßem Erfolg: Die Wirk­stof­fe Vin­blas­tin und Vin­chris­tin bei­spiels­wei­se, die man zur Behand­lung von Brust- und Lymph­zell­kar­zi­no­men ein­setzt, sind 2 von ins­ge­samt 70 hoch­wirk­sa­men Alka­lo­ide der „Rosa­far­be­nen Catha­ran­the

Pflan­zen­kraft und moder­ne Medi­zin sind kein Wider­spruch, son­dern gehen Hand in Hand.

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Fun­dier­tes Fach­wis­sen über Aro­ma­the­ra­pie, und die Wir­kung äthe­ri­scher Öle von B wie Ber­ga­mot­te bis Z wie Zypres­se sehr gut und ver­ständ­lich erklärt. Sehr über­sicht­lich unter ande­rem durch Dia­gram­me, die die Zusam­men­set­zung vie­ler äthe­ri­scher Öle zei­gen. Emp­feh­lens­wert!

Moni­ka Wer­ner,‎ Ruth von Braun­schweig: Pra­xis Aro­ma­the­ra­pie: Grund­la­gen — Steck­brie­fe — Indi­ka­tio­nen*, Haug Fach­buch, 2016

Neue Hoffnung durch alte Wirkstoffe 

Medi­ka­men­te aus der Maschi­ne las­sen sich zwar preis­wert und in gro­ßer Men­ge her­stel­len, aber sie haben auch Nach­tei­le, die von ent­schei­den­der Bedeu­tung sein können.

Denn syn­the­tisch her­ge­stell­te Arz­nei­stof­fe ent­hal­ten in der Regel nur einen Wirk­stoff, wes­halb der natür­li­che Gegen­spie­ler fehlt, mit dem unser Kör­per Wir­kung und Neben­wir­kung selbst aus­ba­lan­cie­ren kann. 

In Pflan­zen­ex­trak­ten, in denen vie­le, manch­mal bis zu 300 unter­schied­li­che Wirk­stof­fe ent­hal­ten sind, ist der Gegen­spie­ler immer auto­ma­tisch dabei und kann Neben­wir­kun­gen in Schach halten.

Das kann wich­tig wer­den, denn jede The­ra­pie hat das Pro­blem von Neben­wir­kun­gen (… kei­ne Wir­kung ohne Neben­wir­kung …). Oft kann nicht die Dosie­rung ein­ge­nom­men wer­den, die wün­schens­wert wäre, weil die Neben­wir­kun­gen dann zu stark sind: Die Dosis macht das Gift.

Das Ende der Wirk­sam­keit eines Medi­ka­ments ist häu­fig eine Fra­ge der Dosis, die man ver­ab­rei­chen kann. 

Äthe­ri­sche Öle als Zusatz zu einer The­ra­pie kön­nen dann eine gute Opti­on sein.

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Mit Weih­rauch, Zitro­ne und Laven­del
gegen eine der gefürch­tes­ten Ein­schrän­kun­gen des Alters. Wie man Demenz ver­hin­dern bzw. hin­aus­zö­gern kann — und wie man mit einer Demen­z­er­kran­kung bes­ser zurecht kommt.

Karin Opitz-Kre­her,‎ Chris­ta Opitz-Böhm: Dement und doch glück­lich: Mit äthe­ri­schen Ölen Betrof­fe­ne und Ange­hö­ri­ge beglei­ten*, Schirner Ver­lag, 2016

Unsere Zivilisationskrankheiten: Schlaflosigkeit und chronischer Stress 

Bes­ser ist es natür­lich, Krank­hei­ten erst gar nicht zu bekom­men.
Das ist aber leich­ter gesagt als getan. 

Man schätzt, dass rund 80% unse­rer Erkran­kun­gen heu­te soge­nann­te “Zivi­li­sa­ti­ons­krank­hei­ten” sind, die auf Umwelt­ein­flüs­se und unse­ren Lebens­stil — Essen mit zuviel Zucker und Fett, zu wenig Bewe­gung, Ziga­ret­ten und Alko­hol — zurück­zu­füh­ren sind.

Vie­le Men­schen ste­hen stän­dig unter Strom und haben kaum noch die Mög­lich­keit, nach Stress­pha­sen wie­der zu entspannen.

Die Dia­gno­se “chro­ni­scher Stress” nimmt rapi­de zu.

Beson­ders äthe­ri­sche Öle, deren posi­ti­ve Wir­kung auf Atem- und Herz­fre­quenz nach­ge­wie­sen ist, kön­nen, ver­bun­den mit Atem- und Ent­span­nungs­übun­gen, ein ers­ter Schritt sein, um dem Kreis­lauf aus stän­di­ger An- und Über­for­de­rung, Erschöp­fung, per­ma­nen­ter Anspan­nung und Schlaf­lo­sig­keit zu entkommen.

Mehr und mehr sieht man in der Medi­zin die Chan­ce, die in den neu­en “alten” Wirk­prin­zi­pi­en äthe­ri­scher Öle lie­gen könnten.

Zum einen, als zusätz­li­che Maß­nah­me um einen Krank­heits­ver­lauf zu mil­dern oder zu ver­lang­sa­men, zum ande­ren, um sich emo­tio­nal zu unter­stüt­zen.

Denn wer in einer guten psy­chi­schen Ver­fas­sung ist und gut schläft, ist belast­ba­rer und kann sei­nen All­tag bes­ser bewäl­ti­gen. Auch wenn’s von Zeit zu Zeit rucke­lig wird.

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Es sind Men­schen mit Ambi­tio­nen, die ihre eige­nen Plä­ne und Zie­le ver­wirk­li­chen wol­len und gleich­zei­tig für ande­re immer da sind — und dabei nicht mer­ken, wie sie immer tie­fer in den Stru­del “chro­ni­scher Stress” hin­ein­ge­zo­gen wer­den und aus­bren­nen.

Wie man hor­mo­nel­le Schwan­kun­gen durch chro­ni­schen Stress mit äthe­ri­schen Ölen und ein­fa­chen Ver­än­de­rung des Lebens­stils in den Griff bekommt, wird in die­sem sehr hilf­rei­chen Buch anschau­lich und nach­voll­zieh­bar erklärt.

Dr. Mari­za Sny­der: Aro­ma­the­ra­pie für die Hor­mon­ba­lan­ce*, riva Ver­lag, 2020

Ätherische Öle und ihre Anwendungen

In einem Trop­fen eines guten äthe­ri­schen Öls sind cir­ca 4 Tril­lio­nen Duft­mo­le­kü­le enthalten.

Rech­net man das auf die etwa 100 Bil­lio­nen Kör­per­zel­len um, errei­chen pro Trop­fen äthe­ri­sches Öl rund 40.000 Duft­mo­le­kü­le jede ein­zel­ne Zel­le. Die Wirk­stof­fe der äthe­ri­schen Öle kön­nen je nach Struk­tur sowohl kör­per­li­che Pro­zes­se ansto­ßen und aus­ba­lan­cie­ren als auch unse­ren Gefühls­haus­halt ins Gleich­ge­wicht bringen.

Über Rezep­to­ren “arbei­ten” sie haupt­säch­lich von außen, Duft­mo­le­kü­le mit beson­de­rer che­mi­schen Struk­tur schaf­fen es aber auch in die Zel­len hinein.

Das ist der Grund, war­um bestimm­te äthe­ri­sche Öle auch bei vira­len Infek­ten hel­fen kön­nen, denn Viren ver­schan­zen sich in den Zel­len und sind des­halb für die meis­ten Wirk­stof­fe nicht angreifbar. 

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Düfte und Erinnerungen - wie man ätherische Öle zum biografischem Schreiben nutzen kann www.geschenke-made-for-mama.de


Düf­te, Erin­ne­run­gen und das Schrei­ben der eige­ne Lebens- oder Fami­li­en­ge­schich­te: Ein (duf­ten­der) Start für alle, die mit dem Schrei­ben anfan­gen oder dran­blei­ben wol­len.

Anwen­dungs­emp­feh­lun­gen für äthe­ri­sche Öle und vie­le wei­te­re Geschenk­ideen für Men­schen, die uns beson­ders am Her­zen lie­gen, fin­den Sie in unse­rem
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Klas­si­ker” unter den äthe­ri­schen Ölen sind zum Beispiel: 

Ech­ter Laven­del: wird seit Jahr­hun­der­ten wegen sei­nes unver­wech­sel­ba­ren Aro­mas und sei­ner beru­hi­gen­den und schlaf­för­dern­den Wir­kung als Haus­mit­tel geschätzt. Emo­tio­nal gilt Laven­del­öl als “Öl der Kom­mu­ni­ka­ti­on”, das uns durch schwie­ri­ge Gesprä­che und Prä­sen­ta­tio­nen hel­fen kann. 

Weih­rauch: gilt als “König der äthe­ri­schen Öle”.
Sein war­mer wür­zi­ger Duft wirkt ent­span­nend und beru­hi­gend und schenkt das Gefühl tie­fen inne­ren Frie­dens. Emo­tio­nal gilt es als “Öl der Wahr­heit”; es schützt, nährt und lehrt uns wie ein lie­be­vol­ler Vater. Des­we­gen wird es auch emp­foh­len, wenn man ein Pro­blem beim The­ma “Vater” hat. 

Zitrus­öle: gel­ten als sanf­te Stoff­wech­sel­rei­ni­ger, machen gute Lau­ne, schär­fen den Ver­stand und hel­fen in emo­tio­nal schwie­ri­gen Zei­ten oder unkla­ren Situa­tio­nen. Oran­gen­öl gilt emo­tio­nal bei­spiels­wei­se als “Öl des Über­flus­ses”, Zitro­nen­öl (Lemon) als “Öl der Fokus­sie­rung”.

Thy­mian­öl: ist nicht nur ein bewähr­tes Haus­mit­tel bei Hus­ten, Erkäl­tung und Erschöp­fung, son­dern hilft auch nach der Erfah­rung vie­ler Betrof­fe­ner in vie­len Fäl­len bei hart­nä­cki­gem Schnar­chen. Emo­tio­nal gilt Thy­mian­öl als “Öl des Los­las­sens und des Ver­ge­bens”.

Der richtige Umgang mit ätherischen Ölen

In äthe­ri­schen Ölen steckt durch die Destil­la­ti­on geball­te Pflan­zen­kraft.
Ein Trop­fen rei­nes Pfef­fer­minz­öl ent­spricht in sei­ner etwa der von 28 Tas­sen Pfef­fer­minz­tee. Das sind 5 Kannen. 

Anders als syn­the­ti­sche Duft­stof­fe ent­hal­ten ech­te äthe­ri­schen Öle (das heißt: aus Pflan­zen gewon­ne­ne) nicht nur einen oder weni­ge Wirk­sub­stan­zen, son­dern sehr vie­le verschiedene.

Rei­nes Laven­del­öl ent­hält bei­spiels­wei­se über 400 unter­schied­li­che wirk­sa­me Mole­kü­le, die sich ergän­zen, aus­glei­chen und verstärken. 

Die­se Kom­bi­na­ti­on vie­ler ver­schie­de­ner Wirk­mo­le­kü­le ist der Grund für die aus­glei­chen­den Effek­te und die sehr nied­ri­ge Neben­wir­kungs­ra­te (ech­ter!) äthe­ri­scher Öle.

Um von der Kraft der rei­nen Öle pro­fi­tie­ren zu kön­nen, soll­te man aller­dings eini­ge Punk­te beachten:

1) Ätherische Öle vertragen keine Hitze

Äthe­ri­sche Öle wer­den oft als Öle für Duft­lam­pen oder Duft­ker­zen ver­kauft.
Das ist kei­ne gute Idee, denn Hit­ze zer­stört die fei­ne Struk­tur der meis­ten Öle.

Bes­ser ist es, sie zwi­schen den Hän­den zu zer­rei­ben und ein­zu­at­men, einen Trop­fen hin­ters Ohr zu mas­sie­ren (emp­fiehlt sich zur Ent­span­nung z.B. mit Laven­del­öl) oder Öle k a l t durch spe­zi­el­le Dif­fu­so­ren in der Raum­luft zu zerstäuben.

Ganz aus­ge­zeich­net ‘arbei­ten’ äthe­ri­sche Öle übri­gens tat­säch­lich auch über die Fuß­soh­len.

Was auf den ers­ten Blick selt­sam erscheint, klappt in der Pra­xis her­vor­ra­gend; der Grund dafür liegt ver­mut­lich dar­in, dass die Wirk­stof­fe äthe­ri­scher Öle von der Fuß­soh­le sehr schnell in unse­ren Blut­kreis­lauf gelan­gen und dadurch opti­mal im gan­zen Kör­per ver­teilt werden.

2) Synthetisch hergestellte Duftstoffe sind oft schädlich

Sehr häu­fig wer­den künst­lich her­ge­stell­te Öle oder Aro­men bei­spiels­wei­se als Raum­luf­ter­fri­scher ange­bo­ten — Sie erken­nen die ‘Syn­the­ti­schen’ meis­tens an einem leicht sei­fi­gen Nachgeschmack.

Schlim­mer als die ‘B‑Note’ im Geruch sind aller­dings die vie­len Zusät­ze, die syn­the­tisch her­ge­stell­te Duft­stof­fe meis­tens haben; sie ste­hen im Ver­dacht, All­er­gien aus­lö­sen zu können.

Wer eine Nei­gung zu All­er­gien oder Asth­ma hat, soll­te künst­li­che Düf­te und Aro­men soweit wie mög­lich ver­mei­den. (Dabei bit­te auch an Sei­fen, Putz- und Wasch­mit­tel den­ken, auch sie ent­hal­ten syn­the­ti­sche Duft­stof­fe.) So man­ches Neu­ro­der­mi­tis-Kind pro­fi­tiert bei­spiels­wei­se sehr vom Umstel­len des Wasch­mit­tels auf ein Duft­stoff-frei­es ‘Sensitiv’-Produkt (es muss gar nicht ‘Bio’ sein).

Natür­li­che äthe­ri­sche Öle wer­den in der Regel von All­er­gi­kern her­vor­ra­gend ver­tra­gen, syn­the­ti­sche nicht.

3) Billiges Öl — teures Öl?

Wie immer gilt: Auf den Inhalt kommt es an.

Um Öle mög­lichst preis­wert her­zu­stel­len, wer­den oft Kunst­grif­fe ange­wandt. Es gibt bei­spiels­wei­se drei unter­schied­li­che Laven­del­ar­ten, für den the­ra­peu­ti­schen Gebrauch kommt aller­dings nur das Öl zum Ein­satz, das durch Was­ser­dampf­de­stil­la­ti­on aus den Blü­ten des ech­ten Laven­dels (Lavan­du­la angusti­fo­lia) gewon­nen wird – Lavan­din- und Spik­öl gel­ten als Verfälschung.

Ach­ten Sie beim Kauf Ihres Öls daher genau auf das ‘Klein­ge­druck­te’ und prü­fen Sie, ob Sie rei­nes Öl oder eine Ver­dün­nung kau­fen.

Infor­mie­ren Sie sich so gut es geht über sei­nen Her­stel­ler und den Her­stel­lungs­pro­zess: Bei eher preis­güns­ti­gen Ange­bo­ten wer­den häu­fig Pflan­zen­tei­le zur Ölge­win­nung ver­wen­det, die dafür eigent­lich nicht geeig­net sind.

Oder es wird — ähn­lich wie bei der Gewin­nung von bil­li­gem Oli­ven­öl — bei der Destil­la­ti­on mit hohem Druck und hohen Tem­pe­ra­tu­ren gear­bei­tet, um mehr Quan­ti­tät (auf Kos­ten der Qua­li­tät) herauszuholen.

4) Ätherische Öle sind keine “Happy-Pills”

Äthe­ri­sche Öle wer­den seit Jahr­tau­sen­den von Men­schen genutzt und kön­nen viel bewir­ken — aber Wun­der­mit­tel sind sie nicht.

Sie sind kein Ersatz für ärzt­li­che Dia­gnos­tik und Behand­lung und sie arbei­ten auch nicht auf Knopf­druck. Wer lang­fris­tig etwas ändern will, wird sie eine Wei­le anwen­den müs­sen, um sein emo­tio­na­les, aber auch phy­sio­lo­gi­sches Gleich­ge­wicht zu unter­stüt­zen oder wie­der in die Balan­ce zu bringen.

Fazit: Äthe­ri­sche Öle sind viel mehr als ein schö­ner Duft.
Schon ein Trop­fen genügt, um, je nach Öl Bil­lio­nen von Wirk­stoff­mo­le­kü­len direkt in die Blut­bahn und zu unse­rem Riech­hirn zu brin­gen.

Äthe­ri­sche Öle kön­nen zwar kei­ne Bein­brü­che hei­len und erset­zen kei­ne ärzt­li­che Dia­gno­se oder Behand­lung, aber sie kön­nen Hei­lungs­pro­zes­se unter­stüt­zen, unse­re kör­per­ei­ge­ne Immun­ab­wehr stär­ken und uns auch emo­tio­nal hel­fen, das, was uns aus dem Gleich­ge­wicht gebracht hat, wie­der ins Lot zu bringen.

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2021

Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Etwa ein Drit­tel aller Deut­schen wer­den zu den „sen­si­blen Schlä­fern“ gezählt, also zu den Men­schen, deren Schlaf emp­find­lich ist und leicht gestört wer­den kann. Aber auch bei Men­schen, die eigent­lich gut schla­fen, neh­men Schlaf­stö­run­gen zu. Die Ursa­che: Es gibt immer mehr Grün­de, die uns wach hal­ten.
War­um wir schlecht schlafen

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Äthe­ri­sche Öle für Babys, Klein­kin­der, Schul­kin­der und Teen­ager.
Ein umfas­sen­der Über­blick, wel­che Pflan­zen man bei Kin­dern zwi­schen 0 und 12 Jah­ren ein­set­zen kann. Mit vie­len über­sicht­li­chen Auf­stel­lun­gen, Tabel­len und Rezep­ten je nach Sym­pto­ma­tik und Bedarf. Emp­feh­lens­wert für alle, die Kin­der haben!

Ingrid Klein­dienst-John: SOS Hus­tenzwerg. Äthe­ri­sche Öle und Kräu­ter für Kin­der von 0–12*, FREYA Ver­lag, 2014

Weih­rauch
gilt als “Schwei­zer Taschen­mes­ser” der äthe­ri­schen Öle und wird zu Recht als “ältes­tes Heil­mit­tel der Welt” bezeich­net. Die Aro­ma­ex­per­tin Maria L. Schas­teen über die Geschich­te des Weih­rauchs und sei­ne viel­fäl­ti­gen Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten für Kör­per und See­le. Schö­nes und vor allem sehr lesens­wer­tes Buch!
Maria L. Schas­teen: Weih­rauch: Das ältes­te Heil­mit­tel der Welt*
Cro­to­na Ver­lag, 2019 

Ein sehr hilf­rei­ches Buch für alle, die äthe­ri­sche Öle für sich nut­zen wol­len.
Über­sicht­lich gestal­tet mit vie­len Tipps und Tricks, wie man Öle für Ent­span­nung und Wohl­be­fin­den, aber auch für the­ra­peu­ti­sche Zwe­cke bei­spiels­wei­se bei All­er­gien, Erkäl­tun­gen und vie­lem mehr ein­set­zen kann. Für Anfän­ger und Fort­ge­schrit­te­ne geeig­net.

Maria L. Schas­teen: Duft-Medi­zin: Äthe­ri­sche Öle und ihre the­ra­peu­ti­sche Anwen­dung*
Cro­to­na Ver­lag, 2016 

Ein groß­ar­ti­ger Rat­ge­ber für alle, die nahe­ste­hen­de Men­schen auf ihrem letz­ten Weg beglei­ten.
Der Nut­zen äthe­ri­scher Öle wird sehr über­sicht­lich nach Eigen­schaf­ten und Ein­satz­ge­bie­ten erläu­tert und es gibt vie­le hilf­rei­che Rezep­te für trös­ten­de und stär­ken­de Mischun­gen für den täg­li­chen Gebrauch. Emp­feh­lens­wert!

Elia­ne Zim­mer­mann: Arom­a­pfle­ge für Sie: Mit äthe­ri­schen Ölen beglei­ten, trös­ten und stär­ken*, TRIAS Ver­lag, 2017 

Die Heil­kraft der Aro­ma­the­ra­pie für vier­bei­ni­ge Fami­li­en­mit­glie­der.
Denn auch Tie­re pro­fi­tie­ren von äthe­ri­schen Ölen und haben sie oft zum Fres­sen ger­ne.
Aller­dings müs­sen Rezep­te und Anwen­dun­gen an ihren Stoff­wech­sel und ihre Bedürf­nis­se ange­passt wer­den und eini­ge Düf­te, die uns Men­schen gut tun, sind nichts für ihre fei­nen Nasen.
Maria L. Schas­teen: Duft-Medi­zin für Tie­re: Äthe­ri­sche Öle und ihre the­ra­peu­ti­sche Anwen­dung im Tier­reich*, Cro­to­na Ver­lag, 2017 

Wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge zum The­ma Lebensglück:

Bauch­ge­fühl: Für klu­ge Ent­schei­dun­gen ohne spä­te Reue, kla­re Prio­ri­tä­ten und unse­re Fähig­keit, Wich­ti­ges von Unwich­ti­gem zu unter­schei­den, brau­chen wir nicht nur unse­ren Ver­stand, son­dern auch unser (Bauch-)Gefühl.
Das gro­ße Zögern: War­um unser Bauch­ge­fühl für unse­re Ent­schei­dun­gen so wich­tig ist

Chro­ni­scher Stress: Die rich­ti­ge Dosis Stress macht uns mun­ter und lässt uns zu neu­en Ufern auf­bre­chen, aber Dau­er­stress macht uns krank. Wie chro­ni­scher Stress ent­steht und was man gegen ihn tun kann.
Stress­be­wäl­ti­gung: War­um wir oft so gestresst sind – und was man dage­gen tun kann

Erfolg: Wer ein neu­es Pro­jekt mit einem inne­ren “Ich kann nicht” star­tet, wird es auch nicht kön­nen. Und darf sich dann bei sich selbst für eine gelun­ge­ne Selbst­sa­bo­ta­ge durch eine erfüll­te Pro­phe­zei­ung bedan­ken.
Selbst­er­fül­len­de Prophezeiungen

Tage­buch schrei­ben: Im „Erin­nern – wie­der­ho­len – durch­ar­bei­ten“ liegt die Kraft des Schrei­bens. Gedan­ken allein sind oft flüch­tig. Wer sie dage­gen zu Papier bringt, setzt sich noch ein­mal beson­ders mit dem aus­ein­an­der, was ihm im Kopf her­um­schwirrt und sein Herz bewegt. Wer schreibt, kann sein Leben ver­än­dern – und glück­li­cher wer­den.
Das Glücks-Tage­buch

Bezie­hungs­mus­ter: Rasen­de Eifer­sucht, uner­träg­li­che Ver­lust­ängs­te, schein­ba­re Gleich­gül­tig­keit und emo­tio­na­le Distanz — oder die lie­be­vol­le Balan­ce zwi­schen Nähe und Unab­hän­gig­keit: Die Art, wie wir als Erwach­se­ne lie­ben, hat viel mit Bin­dungs­mus­tern zu tun, die wir in unse­rer Kind­heit gelernt haben.
Bin­dungs­mus­ter: Nicht mit dir und nicht ohne dich

Lese-Emp­feh­lun­gen zum The­ma äthe­ri­sche Öle:

Die Wir­kung äthe­ri­scher Öle aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht — eine lesens­wer­te Zusam­men­fas­sung aus der Frank­fur­ter Rund­schau:
Der Duft der Weih­nacht

Mehr über den Stand der medi­zi­ni­schen For­schung zu Weih­rauch:
Welt​.de: Gegen wel­che Krank­hei­ten Weih­rauch hilft

Bild­nach­wei­se::

Agen­tur für Bildbiographien

Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschich­te & Psy­cho­lo­gie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich brin­ge mit mei­nem Team Lebens‑, Fami­li­en- und Unter­neh­mens­ge­schich­ten ins Buch und schrei­be als Ghost­wri­te­rin Bücher mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie.

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35550coo­kie-checkDie Kraft der fei­nen Düf­te

2 Kommentare zu „Die Kraft der feinen Düfte“

  1. Ich habe seit eini­ger Zeit sehr viel Stress und kom­me des­halb irgend­wie inner­lich nicht zur Ruhe, bin ner­vös und kann oft nicht ein­schla­fen. Es ist sehr erleich­ternd und gut zu wis­sen, dass äthe­ri­sche Öle auf die Atem- und Herz­fre­quenz eine posi­ti­ve Wir­kung haben. Es wäre toll, wenn ich mit den äthe­ri­schen Ölen einen ers­ten Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung gehen könn­te. Beson­ders Thy­mi­an und Laven­del klin­gen für mich gut, genau­so wie die Zitrusöle.

    1. Beson­ders in die­ser Zeit sind vie­le Men­schen belas­tet, was sich oft in schlech­tem Schlaf äußert. Bit­te mel­de die ger­ne unter gebert@​bildbiographien.​de , wenn du Pro­ben zum Aus­pro­bie­ren haben möch­test, lie­be Marie. Und am 16. April gibt es online ein Genera­tio­nen­ge­spräch über Stress und Resi­li­enz — irgend­wie müs­sen wir da jetzt alle durch 😉 Herz­li­che Grü­ße Susanne

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