Die Kraft der feinen Düfte

Wie Düfte unsere Emotionen beeinflussen www.generationengespräch.de



Der kür­zes­te Weg von der Außen­welt zu unse­rem Gehirn geht über die Nase. Düf­te und Gerü­che sind die schnells­te neu­ro­na­le Ver­bin­dung zu unse­ren Gedan­ken, Gefüh­len und Erin­ne­run­gen.

Über die ‘Kraft der fei­nen Düf­te’ und wie wir sie gezielt für unser Wohl­be­fin­den ein­set­zen können. 

Man kann wegsehen und weghören —
aber wegriechen kann man nicht

Pflan­zen pro­du­zie­ren Inhalts­stof­fe und äthe­ri­sche Öle natür­lich nicht, um unse­re Nasen zu sti­mu­lie­ren, son­dern aus purem Eigen­nutz.
Sie schüt­zen sich mit ihren Dut­stof­fen vor Fress­fein­den (z.B. Basi­li­kum) und Para­si­ten (Laven­del), locken Bestäu­ber an (vie­le) an und kom­mu­ni­zie­ren mit­ein­an­der (alle).

Wir sind nur die Tritt­brett­fah­rer von Pflan­zen­düf­ten — und pro­fi­tie­ren vom glück­li­chen Umstand, dass unse­rer Kör­per­zel­len auch ohne Nasen ein fei­nes Näs­chen für Pflan­zen­düf­te haben.
Denn die pflanz­li­chen Duft­mo­le­kü­le, die wir rie­chen, essen, trin­ken oder auf die Haut rei­ben, gelan­gen durch die Lun­ge, Magen und Darm oder die Haut in unser Blut und wer­den so über den gan­zen Kör­per verteilt.

Dabei kön­nen die Duft­mo­le­kü­le mit sämt­li­chen Kör­per­zel­len in Kon­takt kom­men.
Man weiß mitt­ler­wei­le, dass jede Zel­le unse­res Kör­pers Duft­re­zep­to­ren hat — und durch die Bin­dung eines Duft­mo­le­küls an sei­nen Rezep­tor viel Gutes bewirkt wer­den kann:

  • So weiß man bei­spiels­wei­se, dass Car­veol, ein Inhalts­stoff von Jas­min, im Schlaf­zen­trum von Mäu­se­hir­nen genau an die Rezep­to­ren andockt, die auch als Bin­dungs­stel­len des kör­per­ei­ge­nen — beru­hi­gen­den­den — Neu­ro­trans­mit­ters Gam­ma-Ami­no­but­ter­säu­re (GABA) die­nen.

    Car­veol, so fan­den For­scher her­aus, kann durch die Bin­dung an die Rezep­to­ren die GABA-Wir­kung um das 100-fache ver­stär­ken — und zwar nach exakt dem glei­chen Mecha­nis­mus wie Vali­um.

Die Wir­kung äthe­ri­scher Öle aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht — eine lesens­wer­te Zusam­men­fas­sung aus der Frank­fur­ter Rund­schau:
Der Duft der Weihnacht


Dank unse­rer zel­lu­lä­ren Duft­re­zep­to­ren, aber auch unse­res Riech­hirns, wer­den Signa­le zwi­schen Zel­len und Orga­nen über­tra­gen und kön­nen aus­glei­chend wir­ken, wenn unse­re Emo­tio­nen oder unser Orga­nis­mus in Unord­nung gera­ten sind.

Man kann zwar weg­se­hen und weg­hö­ren — aber weg­rie­chen kann man nicht. 

Man schätzt, dass jeder Mensch in der Lage ist, etwa 1 Bil­li­on Geruchs­stof­fe zu unter­schei­den. (Auch Men­schen ohne Geruchs­sinn kön­nen das dank der Rezep­to­ren für Duft­stof­fe auf den Körperzellen). 

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Es sind Men­schen mit Ambi­tio­nen, die ihre eige­nen Plä­ne und Zie­le ver­wirk­li­chen wol­len und gleich­zei­tig für ande­re immer da sein möch­ten — und dabei nicht mer­ken, wie sie immer tie­fer in den Stru­del “chro­ni­scher Stress” hin­ein­ge­zo­gen wer­den und aus­bren­nen.

Wie man hor­mo­nel­le Schwan­kun­gen und chro­ni­schen Stress durch ein­fa­che Ver­än­de­rung des Lebens­stils in den Griff bekom­men kann, erklärt Dr. Mari­za Sny­der in die­sem sehr lesens­wer­ten Buch.

Dr. Mari­za Sny­der: Aro­ma­the­ra­pie für die Hor­mon­ba­lan­ce*, riva Ver­lag, 2020


Von Ötzi bis zur modernen Medizin

Schon der „Mensch vom Tisen­joch“ – Ötzi – trug vor 5300 Jah­ren Adler­farn bei sich, ein Kraut, das man in grau­er Vor­zeit zur Bekämp­fung von Darm­pa­ra­si­ten aß.

Aber nicht nur er, son­dern auch die alten Ägyp­ter, die Baby­lo­ni­er und die Kräu­ter­kun­di­gen des Mit­tel­al­ters wie Hil­de­gard von Bin­gen nutz­ten Pflan­zen und deren äthe­ri­sche Öle als kon­zen­trier­te Form (denn nichts ande­res macht Öl-Destil­la­ti­on: Kon­zen­tra­ti­on) zur Schön­heit­pfle­ge, aber auch zur Bekämp­fung von Unwohl­sein und Krank­hei­ten.

Mit dem Zeit­al­ter der Urba­ni­sie­rung, also der Ver­städ­te­rung, muss­te man immer mehr Men­schen medi­zi­nisch ver­sor­gen.
Man begann des­halb, Wirk­stof­fe nicht nur zu kon­zen­trie­ren, son­dern auch als Arz­nei­mit­tel künst­lich her­zu­stel­len. Die neu­en Medi­ka­men­te waren aller­dings kei­ne neu­en Erfin­dun­gen, son­dern waren Nach­ah­mer, die man bei pflanz­li­chen Vor­bil­dern abge­paust hatte.

Berühm­te Bei­spie­le dafür sind:

Digi­ta­lis: Digi­ta­lis­gly­ko­si­de
wur­den ursprüng­lich aus bestimm­ten Fin­ger­hut-Arten (Digi­ta­lis) gewon­nen. Es waren die ers­ten Medi­ka­men­te zur Behand­lung von Herz­in­suf­fi­zi­enz und Herz­rhyth­mus­stö­run­gen, aller­dings mit einer enge the­ra­peu­ti­schen Brei­te und bei zu hoher Dosie­rung töd­lich.
-> Herz­in­suf­fi­zi­enz, Herz­rhyth­mus­stö­run­gen

Sali­cin: Ace­tyl­sa­li­cin­säu­re (Aspi­rin®)
ursprüng­lich aus der Wei­den­rin­de; fett­lös­li­che Sali­cyl­es­ter fin­det man auch in hoher Kon­zen­tra­ti­on in der nie­de­ren Schein­bee­re („Win­ter­grün“)
-> Fie­ber, Schmer­zen

Vin­blas­tin, Vin­chris­tin
sind 2 von 70 hoch­wirk­sa­men Alka­lo­ide der „Rosa­far­be­nen Catha­ran­the
-> Lym­phom, Brust- und Lymph­zell­kar­zi­nom

1.8 – Cineol
anti­vi­ral, anti­bak­te­ri­ell, ent­zün­dungs­hem­mend, aus­wurfs­för­dernd
wird aus Euka­lyp­tus gewon­nen und als Medi­ka­ment Sole­dum® bei Erkäl­tun­gen und chro­ni­schen Erkran­kun­gen der Atem­we­ge ein­ge­setzt

Wei­te­re bekann­te Pflan­zen­stof­fe in der Medi­zin:
Kur­ku­ma (Cur­cu­me­rin), Toll­kir­sche (Atro­pin), Mai­glöck­chen und vie­le mehr.


Medi­ka­men­te aus der Maschi­ne las­sen sich zwar preis­wert und in gro­ßer Men­ge her­stel­len, aber sie haben ein paar — manch­mal ent­schei­den­de — Nachteile:

  • Da Arz­nei­stof­fe aus der Maschi­ne in der Regel nur einen Wirk­stoff ent­hal­ten, fehlt oft der „natür­li­che Gegen­spie­ler“, der in Pflan­zen­ex­trak­ten (ent­hal­ten 200 bis 300 Wirk­stof­fe) auto­ma­tisch dabei ist und Neben­wir­kun­gen in Schach hal­ten kann.

    Und da jede The­ra­pie das Pro­blem von Neben­wir­kun­gen hat (‘kei­ne Wir­kung ohne Neben­wir­kung’), ist dadurch die Höhe der Dosis, die man zur Behand­lung einer Krank­heit geben kann, begrenzt. FAZIT: Man wür­de ger­ne eine höhe­re Dosis bei der The­ra­pie ein­set­zen, kann aber nicht, weil dann die Neben­wir­kun­gen zu stark wer­den — die Dosis macht das Gift.
  • Auch bei Medi­ka­men­ten ist irgend­wann „das Ende der Wirk­sam­keit“ erreicht.
  • Weil vie­le Men­schen stän­dig “unter Strom” ste­hen und wenig Mög­lich­keit haben, nach Stress­pha­sen wie­der zu ent­span­nen, nimmt die Dia­gno­se “chro­ni­scher Stress” rapi­de zu. Beson­ders äthe­ri­sche Öle, deren posi­ti­ve Wir­kung auf Atem- und Herz­fre­quenz nach­ge­wie­sen ist, kön­nen, ver­bun­den mit Atem- und Ent­span­nungs­übun­gen, ein ers­ter Schritt sein, um stän­di­ger An- und Über­for­de­rung, Erschöp­fung, per­ma­nen­ter Anspan­nung und Schlaf­lo­sig­keit zu entkommen.

Hier sehen vie­le Medi­zi­ner die Chan­ce, die in den neu­en “alten” Wirk­prin­zi­pi­en äthe­ri­scher Öle lie­gen könn­ten — zum einen, als zusätz­li­che Maß­nah­me um den Krank­heits­ver­lauf zu mil­dern oder zu ver­lang­sa­men, zum ande­ren, um den Pati­en­ten emo­tio­nal zu unter­stüt­zen.

Denn wer in einer guten psy­chi­schen Ver­fas­sung ist, gut schläft und trotz Krank­heit einen eini­ger­ma­ßen nor­ma­len All­tag leben kann, kann auch Schmer­zen und Unge­wiss­heit bes­ser ertragen.

Ätherische Öle und ihre Anwendungen

In einem Trop­fen eines guten äthe­ri­schen Öls sind cir­ca 4 Tril­lio­nen Duft­mo­le­kü­le ent­hal­ten.
Rech­net man das auf die etwa 100 Bil­lio­nen Zel­len um, aus denen unser Kör­per besteht, errei­chen pro Trop­fen Aro­ma­öl rund 40.000 Duft­mo­le­kü­le jede ein­zel­ne Körperzelle. 

Über Rezep­to­ren “arbei­ten” sie ver­mut­lich haupt­säch­lich von außen, eini­ge Duft­mo­le­kü­le schaf­fen es aber auch in die Zel­len hin­ein.
Das ist der Grund, war­um äthe­ri­sche Öle auch bei vira­len Infek­ten hel­fen kön­nen, denn Viren ver­schan­zen sich in den Zel­len und sind des­halb für die meis­ten Wirk­stof­fe nicht angreif­bar.
(Zum Aus­pro­bie­ren bei­spiels­wei­se Pfef­fer­minz­öl bei begin­nen­den Her­pes-Bläs­chen).

Klas­si­ker” unter den äthe­ri­schen Ölen sind zum Beispiel: 

Echter Lavendel

wird seit Jahr­hun­der­ten wegen sei­nes unver­wech­sel­ba­ren Aro­mas und sei­ner beru­hi­gen­den und schlaf­för­dern­den Wir­kung als Haus­mit­tel geschätzt.
Er wirkt außer­dem antis­sep­tisch und hilft übri­gens auch — das ist weni­ger bekannt — aus­ge­zeich­net der Haut, bei­spiels­wei­se nach Insek­ten­sti­chen, Ver­bren­nun­gen und Son­nen­brand (… und bei Babys wun­dem Popo).

Weihrauch

wur­de bereits vom per­si­schen Arzt Avicen­na (ca. 980 – 1037) zur „Stär­kung des Geis­tes und des Ver­stan­des“ emp­foh­len, in der ayur­ve­di­schen Medi­zin wird das Harz des Weih­rauch­baums seit 5000 Jah­ren zur Behand­lung von Arthri­tis, rheu­ma­ti­schen Erkran­kun­gen oder bei Gelenk- und Mus­kel­be­schwer­den angewendet.

Bereits 1700 Jah­re vor Chris­tus war Weih­rauch so begehrt, dass sein Trans­port für die Ent­ste­hung einer blü­hen­den Han­dels­stra­ße zwi­schen Ara­bi­en und dem Mit­tel­meer – der Weih­rauchstra­ße – führ­te.
Heil­kun­di­ge wie Hip­po­kra­tes und spä­ter im Mit­tel­al­ter Hil­de­gard von Bin­gen emp­fah­len den Ein­satz von Weih­rauch für eine gan­ze Rei­he von Gesund­heits­pro­ble­men — Weih­rauch gilt nicht umsonst als “Schwei­zer Taschen­mes­ser” der äthe­ri­schen Öle.

Zitrusöle

gel­ten als sanf­te Stoff­wech­sel­rei­ni­ger, machen gute Lau­ne, schär­fen den Ver­stand und hel­fen in emo­tio­nal schwie­ri­gen Zei­ten oder unkla­ren Situationen.

Thymian

ist nicht nur ein bewähr­tes Haus­mit­tel bei Hus­ten, Erkäl­tung und Erschöp­fung, son­dern kann noch eine gan­ze Men­ge mehr:
Ein Trop­fen rei­nes Thy­mian­öl vor dem Schla­fen­ge­hen unter den gro­ßen Zeh mas­siert, soll, so sagen es zumin­dest vie­le Betrof­fe­ne, auch hart­nä­cki­ge Schnar­cher vom Schnar­chen abhalten.

Der richtige Umgang mit ätherischen Ölen

In äthe­ri­schen Ölen steckt durch die Destil­la­ti­on geball­te Pflan­zen­kraft.
Ein Trop­fen rei­nes Pfef­fer­minz­öl — gut bei ver­stopf­ter Nase, Her­pes- oder Fie­ber­bläs­chen und Kopf­schmer­zen — ent­spricht bei­spiels­wei­se etwa der Wir­kung von 28 Tas­sen Pfef­fer­minz­tee, das sind unge­fähr 5 Kannen. 

Anders als maschi­nell her­ge­stell­te Wirk­stof­fe ent­hal­ten ech­te äthe­ri­schen Öle (das heißt: aus Pflan­zen gewon­ne­ne) nicht nur einen oder weni­ge Wirk­sub­stan­zen, son­dern sehr vie­le verschiedene.

Rei­nes Laven­del­öl ent­hält bei­spiels­wei­se über 400 unter­schied­li­che wirk­sa­me Mole­kü­le, die sich ergän­zen, aus­glei­chen und ver­stär­ken. Die­se Kom­bi­na­ti­on vie­ler ver­schie­de­ner Wirk­mo­le­kü­le ist der Grund für die aus­glei­chen­den Effek­te und die sehr nied­ri­ge Neben­wir­kungs­ra­te (ech­ter!) äthe­ri­scher Öle.


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Um von der Kraft der rei­nen Öle pro­fi­tie­ren zu kön­nen, soll­te man aller­dings eini­ge Punk­te beachten:

1) Ätherische Öle vertragen keine Hitze

Äthe­ri­sche Öle wer­den oft als Öle für Duft­lam­pen oder Duft­ker­zen ver­kauft.
Das ist kei­ne gute Idee, denn Hit­ze zer­stört die fei­ne Struk­tur der meis­ten Öle. Bes­ser ist es, sie zwi­schen den Hän­den zu zer­rei­ben und ein­zu­at­men, einen Trop­fen hin­ters Ohr zu mas­sie­ren (emp­fiehlt sich zur Ent­span­nung z.B. mit Laven­del­öl) oder Öle k a l t durch spe­zi­el­le Dif­fu­so­ren in der Raum­luft zu zerstäuben.

Ganz aus­ge­zeich­net ‘arbei­ten’ äthe­ri­sche Öle übri­gens tat­säch­lich auch über die Fuß­soh­len.
Was auf den ers­ten Blick selt­sam erscheint, klappt in der Pra­xis her­vor­ra­gend; der Grund dafür liegt ver­mut­lich dar­in, dass die Wirk­stof­fe äthe­ri­scher Öle von der Fuß­soh­le sehr schnell in unse­ren Blut­kreis­lauf gelan­gen und dadurch opti­mal im gan­zen Kör­per ver­teilt werden.

2) Synthetisch hergestellte Duftstoffe sind oft schädlich

Sehr häu­fig wer­den künst­lich her­ge­stell­te Öle oder Aro­men bei­spiels­wei­se als Raum­luf­ter­fri­scher ange­bo­ten — Sie erken­nen die ‘Syn­the­ti­schen’ meis­tens an einem leicht sei­fi­gen Nach­ge­schmack.
Schlim­mer als die ‘B‑Note’ im Geruch sind aller­dings die vie­len Zusät­ze, die syn­the­tisch her­ge­stell­te Duft­stof­fe meis­tens haben; sie ste­hen im Ver­dacht, All­er­gien aus­lö­sen zu können.

Wer eine Nei­gung zu All­er­gien oder Asth­ma hat, soll­te künst­li­che Düf­te und Aro­men soweit wie mög­lich ver­mei­den. (Dabei bit­te auch an Sei­fen, Putz- und Wasch­mit­tel den­ken, auch sie ent­hal­ten syn­the­ti­sche Duft­stof­fe.) So man­ches Neu­ro­der­mi­tis-Kind pro­fi­tiert bei­spiels­wei­se sehr vom Umstel­len des Wasch­mit­tels auf ein Duft­stoff-frei­es ‘Sensitiv’-Produkt (es muss gar nicht ‘Bio’ sein).

Natür­li­che äthe­ri­sche Öle wer­den in der Regel von All­er­gi­kern her­vor­ra­gend ver­tra­gen, syn­the­ti­sche nicht.

3) Billiges Öl — teures Öl?

Wie immer gilt: Auf den Inhalt kommt es an.
Um Öle mög­lichst preis­wert für Nut­zer her­zu­stel­len, wer­den oft Kunst­grif­fe ange­wandt. Es gibt bei­spiels­wei­se drei unter­schied­li­che Laven­del­ar­ten, für den the­ra­peu­ti­schen Gebrauch kommt aller­dings nur das Öl zum Ein­satz, das durch Was­ser­dampf­de­stil­la­ti­on aus den Blü­ten des ech­ten Laven­dels (Lavan­du­la angusti­fo­lia) gewon­nen wird – Lavan­din- und Spik­öl gel­ten als Verfälschung.

Ach­ten Sie beim Kauf Ihres Öls daher genau auf das ‘Klein­ge­druck­te’ und prü­fen Sie, ob Sie rei­nes Öl oder eine Ver­dün­nung kau­fen.
Infor­mie­ren Sie sich so gut es geht über sei­nen Her­stel­ler und den Her­stel­lungs­pro­zess: Bei eher preis­güns­ti­gen Ange­bo­ten wer­den häu­fig Pflan­zen­tei­le zur Ölge­win­nung ver­wen­det, die dafür eigent­lich nicht geeig­net sind oder es wird — ähn­lich wie bei der Gewin­nung von bil­li­gem Oli­ven­öl — bei der Destil­la­ti­on mit hohem Druck und hohen Tem­pe­ra­tu­ren gear­bei­tet, um mehr Quan­ti­tät (auf Kos­ten der Qua­li­tät) herauszuholen.

4) Ätherische Öle sind keine Wundermittel

Äthe­ri­sche Öle wer­den seit Jahr­tau­sen­den von Men­schen genutzt und kön­nen viel bewir­ken — aber Wun­der­mit­tel sind sie nicht.
Ersatz für ärzt­li­che Dia­gnos­tik und Behand­lung auch nicht — ein Bein­bruch muss zum Arzt und in Gips; nur mit Öl kann man ihn nicht heilen.

Span­nend ist aber, dass man sie bei einer bestehen­den Erkran­kung zusätz­lich zur ärzt­lich ver­ord­ne­ten The­ra­pie ver­wen­den darf, um sein emo­tio­na­les, aber auch phy­sio­lo­gi­sches Gleich­ge­wicht zu unter­stüt­zen oder wie­der in die Balan­ce zu bringen.

Fazit: In äthe­ri­schen Ölen steckt viel Pflan­zen­kraft.
Schon ein Trop­fen genügt, um, je nach Öl und Anwen­dungs­ziel, Bil­lio­nen von Wirk­stoff­mo­le­kü­len direkt in die Blut­bahn und zu unse­rem Riech­hirn zu brin­gen.

Äthe­ri­sche Öle kön­nen zwar kei­ne Bein­brü­che hei­len und erset­zen kei­ne ärzt­li­che Dia­gno­se oder Behand­lung, aber sie kön­nen natür­lich und ohne Neben­wir­kun­gen Hei­lungs­pro­zes­se unter­stüt­zen, unse­re kör­per­ei­ge­ne Immun­ab­wehr stär­ken und uns hel­fen, das, was uns aus dem Gleich­ge­wicht gebracht hat, wie­der ins Lot zu bringen.


Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2017 (über­ar­bei­tet 2019)


Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Etwa ein Drit­tel aller Deut­schen wer­den zu den „sen­si­blen Schlä­fern“ gezählt, also zu den Men­schen, deren Schlaf emp­find­lich ist und leicht gestört wer­den kann. Aber auch bei Men­schen, die eigent­lich gut schla­fen, neh­men Schlaf­stö­run­gen zu. Die Ursa­che: Es gibt immer mehr Grün­de, die uns wach hal­ten.
War­um wir schlecht schlafen

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Äthe­ri­sche Öle für Babys, Klein­kin­der, Schul­kin­der und Teen­ager.
Ein umfas­sen­der Über­blick, wel­che Pflan­zen man bei Kin­dern zwi­schen 0 und 12 Jah­ren ein­set­zen kann. Mit vie­len über­sicht­li­chen Auf­stel­lun­gen, Tabel­len und Rezep­ten je nach Sym­pto­ma­tik und Bedarf. Emp­feh­lens­wert für alle, die Kin­der haben!

Ingrid Klein­dienst-John: SOS Hus­tenzwerg. Äthe­ri­sche Öle und Kräu­ter für Kin­der von 0–12*, FREYA Ver­lag, 2014

Kein Hokus­po­kus und Quack­sal­be­rei, son­dern unter­halt­sa­me und hilf­rei­che Wis­sen­schaft: Der Bio­lo­ge und Schlaf­for­scher Albrecht Vors­ter schreibt infor­ma­tiv und amü­sant über unse­ren Schlaf: die neus­ten Erkennt­nis­se aus Wis­sen­schaft und For­schung, alte Mythen, die nie­mand mehr braucht, und was man ändern kann, wenn man ein schlech­ter Schlä­fer ist.
Lesens­wert!
Albrecht Vors­ter, War­um wir schla­fen*, Hey­ne Ver­lag, 2019

Und hörens­wert das War­um-wir-schla­fen-Hör­buch* (Gra­tis im Audible-Probemonat) 


” Wenn uns etwas glück­lich macht, dann bin­det gera­de mit ziem­li­cher Sicher­heit irgend­wo ein Endor­phin an einen Opiod-Rezep­tor …“
Die Best­sel­ler-Autorin und Sci­ence-Slam­me­rin Fran­ca Paria­nen beschreibt in ihrem zwei­ten Buch eben­so kennt­nis­reich wie wit­zig die kom­ple­xe Welt unse­rer Hor­mo­ne und ihrer Wir­kung. Ein sehr emp­feh­lens­wer­tes Buch für alle, die’s genau wis­sen und dabei gut unter­hal­ten wer­den wol­len!

Fran­ca Paria­nen: Hor­mon­ge­steu­ert ist immer­hin selbst­be­stimmt. Wie Tes­to­ste­ron, Endor­phi­ne und Co. unser Leben beein­flus­sen*
Rowohlt, Ham­burg 2020

Weih­rauch
gilt als “Schwei­zer Taschen­mes­ser” der äthe­ri­schen Öle und wird zu Recht als “ältes­tes Heil­mit­tel der Welt” bezeich­net. Die Aro­ma­ex­per­tin Maria L. Schas­teen über die Geschich­te des Weih­rauchs und sei­ne viel­fäl­ti­gen Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten für Kör­per und See­le. Schö­nes und vor allem sehr lesens­wer­tes Buch!
Maria L. Schas­teen: Weih­rauch: Das ältes­te Heil­mit­tel der Welt*
Cro­to­na Ver­lag, 2019 


Fun­dier­tes Fach­wis­sen über Aro­ma­the­ra­pie, und die Wir­kung äthe­ri­scher Öle von B wie Ber­ga­mot­te bis Z wie Zypres­se sehr gut und ver­ständ­lich erklärt. Sehr über­sicht­lich unter ande­rem durch Dia­gram­me, die die Zusam­men­set­zung vie­ler äthe­ri­scher Öle zei­gen. Emp­feh­lens­wert!

Moni­ka Wer­ner,‎ Ruth von Braun­schweig: Pra­xis Aro­ma­the­ra­pie: Grund­la­gen — Steck­brie­fe — Indi­ka­tio­nen*, Haug Fach­buch, 2016 


Mit Weih­rauch, Zitro­ne und Laven­del gegen eine der gefürch­tes­ten Ein­schrän­kun­gen des Alters. Wie man Demenz ver­hin­dern bzw. hin­aus­zö­gern kann — und wie man mit einer Demen­z­er­kran­kung bes­ser zurecht kommt.

Karin Opitz-Kre­her,‎ Chris­ta Opitz-Böhm: Dement und doch glück­lich: Mit äthe­ri­schen Ölen Betrof­fe­ne und Ange­hö­ri­ge beglei­ten*, Schirner Ver­lag, 2016 


Ein sehr hilf­rei­ches Buch für alle, die äthe­ri­sche Öle für sich nut­zen wol­len.
Über­sicht­lich gestal­tet mit vie­len Tipps und Tricks, wie man Öle für Ent­span­nung und Wohl­be­fin­den, aber auch für the­ra­peu­ti­sche Zwe­cke bei­spiels­wei­se bei All­er­gien, Erkäl­tun­gen und vie­lem mehr ein­set­zen kann. Für Anfän­ger und Fort­ge­schrit­te­ne geeig­net.

Maria L. Schas­teen: Duft-Medi­zin: Äthe­ri­sche Öle und ihre the­ra­peu­ti­sche Anwen­dung*
Cro­to­na Ver­lag, 2016 



Ein wun­der­ba­rer Rat­ge­ber für alle, die nahe­ste­hen­de Men­schen auf ihrem letz­ten Weg beglei­ten.
Der Nut­zen äthe­ri­scher Öle wird sehr über­sicht­lich nach Eigen­schaf­ten und Ein­satz­ge­bie­ten erläu­tert und es gibt vie­le hilf­rei­che Rezep­te für trös­ten­de und stär­ken­de Mischun­gen für den täg­li­chen Gebrauch. Emp­feh­lens­wert!

Elia­ne Zim­mer­mann: Arom­a­pfle­ge für Sie: Mit äthe­ri­schen Ölen beglei­ten, trös­ten und stär­ken*, TRIAS Ver­lag, 2017 

Die Heil­kraft der Aro­ma­the­ra­pie mit vie­len hilf­rei­chen Hin­wei­sen und Tipps für die Anwen­dung äthe­ri­scher Öle bei vier­bei­ni­gen Fami­li­en­mit­glie­dern.
Denn auch Tie­re pro­fi­tie­ren von der ‘Kraft der fei­nen Düf­te’ (und haben sie oft zum Fres­sen ger­ne), aber Rezep­te und Anwen­dun­gen müs­sen an ihren Stoff­wech­sel und ihre Bedürf­nis­se ange­passt wer­den — bit­te nicht 1:1 von Mensch auf Tier über­tra­gen!
Maria L. Schas­teen: Duft-Medi­zin für Tie­re: Äthe­ri­sche Öle und ihre the­ra­peu­ti­sche Anwen­dung im Tier­reich*, Cro­to­na Ver­lag, 2017 

Wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge zum The­ma Lebensglück:

Schlaf­los: Deutsch­land ist eine Nati­on, die sich im Bett wälzt.
Jeder Zwei­te schläft min­des­tens ein­mal im Monat schlecht, rund ein Vier­tel aller Deut­schen müs­sen sich zu den „Schlaf­ge­stör­ten“ zäh­len, also zu denen, die ent­we­der schlecht ein­schla­fen oder nachts auf­wa­chen und nicht mehr zur Ruhe kom­men, weil der Kopf ein­fach zu voll ist. War­um wir schlech­ten schla­fen — und was man für bes­se­ren Schlaf tun kann:
War­um wir schlecht schlafen

Resi­li­enz: Schwä­chen repa­rie­ren oder Stär­ken stär­ken? War­um es oft bes­ser ist, sich auf das zu kon­zen­trie­ren, was gut läuft.
Die Ener­gie folgt der Aufmerksamkeit

Erfolg: Wer ein neu­es Pro­jekt mit einem inne­ren “Ich kann nicht” star­tet, wird es auch nicht kön­nen. Und darf sich dann bei sich selbst für eine gelun­ge­ne Selbst­sa­bo­ta­ge durch eine erfüll­te Pro­phe­zei­ung bedan­ken.
Selbst­er­fül­len­de Prophezeiungen

Tage­buch schreiben: Im „Erin­nern – wie­der­ho­len – durch­ar­bei­ten“ liegt die Kraft des Schrei­bens. Gedan­ken allein sind oft flüch­tig. Wer sie dage­gen zu Papier bringt, setzt sich noch ein­mal beson­ders mit dem aus­ein­an­der, was ihm im Kopf her­um­schwirrt und sein Herz bewegt. Wer schreibt, kann sein Leben ver­än­dern – und glück­li­cher wer­den.
Das Glücks-Tage­buch

Bezie­hungs­mus­ter: Rasen­de Eifer­sucht, uner­träg­li­che Ver­lust­ängs­te, schein­ba­re Gleich­gül­tig­keit und emo­tio­na­le Distanz — oder die lie­be­vol­le Balan­ce zwi­schen Nähe und Unab­hän­gig­keit: Die Art, wie wir als Erwach­se­ne lie­ben, hat viel mit Bin­dungs­mus­tern zu tun, die wir in unse­rer Kind­heit gelernt haben.
Bin­dungs­mus­ter: Nicht mit dir und nicht ohne dich

Der nor­ma­le Wahn­sinn: Tipps und Tricks, psy­cho­lo­gi­sche Denk­fal­len und viel Wis­sens­wer­tes für ein bewuss­tes Leben fin­den Sie in unse­rer Kate­go­rie:
Tipps für den Alltag

Lese­emp­feh­lun­gen zum The­ma äthe­ri­sche Öle:

Mehr über den Stand der medi­zi­ni­schen For­schung zu Weih­rauch:
Welt​.de: Gegen wel­che Krank­hei­ten Weih­rauch hilft

Bild­nach­wei­se::

Agen­tur für Bildbiographien

Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschich­te & Psy­cho­lo­gie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich brin­ge mit mei­nem Team Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­ge­schich­ten ins Buch
und schrei­be als Ghost­wri­te­rin mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie.

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35550coo­kie-checkDie Kraft der fei­nen Düf­te

2 Gedanken zu „Die Kraft der feinen Düfte

  1. Ich habe seit eini­ger Zeit sehr viel Stress und kom­me des­halb irgend­wie inner­lich nicht zur Ruhe, bin ner­vös und kann oft nicht ein­schla­fen. Es ist sehr erleich­ternd und gut zu wis­sen, dass äthe­ri­sche Öle auf die Atem- und Herz­fre­quenz eine posi­ti­ve Wir­kung haben. Es wäre toll, wenn ich mit den äthe­ri­schen Ölen einen ers­ten Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung gehen könn­te. Beson­ders Thy­mi­an und Laven­del klin­gen für mich gut, genau­so wie die Zitrusöle.

    • Beson­ders in die­ser Zeit sind vie­le Men­schen belas­tet, was sich oft in schlech­tem Schlaf äußert. Bit­te mel­de die ger­ne unter gebert@​bildbiographien.​de , wenn du Pro­ben zum Aus­pro­bie­ren haben möch­test, lie­be Marie. Und am 16. April gibt es online ein Genera­tio­nen­ge­spräch über Stress und Resi­li­enz — irgend­wie müs­sen wir da jetzt alle durch 😉 Herz­li­che Grü­ße Susanne

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