Einfach gute Texte schreiben

Mögen Sie Wör­ter wie “Gefähr­dungs­po­ten­zi­al”, “Befind­lich­keits­stö­run­gen” oder “Moti­va­ti­ons­struk­tur”?
Nein? Ihre Leser auch nicht.

Las­sen Sie lie­ber die Fin­ger von Wort­hül­sen, nen­nen Sie “Gefähr­dungs­po­ten­zi­al” ein­fach Gefahr und schrei­ben Sie erst­mal so, wie Ihnen der Schna­bel gewach­sen ist. Hübsch machen kann man hin­ter­her immer noch …

Wie man Texte schreibt die gerne gelesen werden

Qualität kommt von Qual …

Fau­ler, düm­mer oder beque­mer sind heu­ti­ge Leser im Ver­gleich zu frü­he­ren nicht; aber anspruchs­vol­ler und unge­dul­di­ger.
Die Zeit ist knapp, das Ange­bot groß und mit einem Klick las­sen sich Infor­ma­tio­nen und/oder Unter­hal­tung auch anders­wo fin­den.

Quä­len soll­te man sei­ne Leser des­halb defi­ni­tiv nicht. Wer Tex­te schreibt, die ger­ne gele­sen wer­den, quält sich lie­ber selbst.
Denn auch span­nen­de The­men fal­len durch, wenn Tex­te kei­nen Bezug zu Leser­be­dürf­nis­sen her­stel­len kön­nen.

Leser­be­dürf­nis­se?

Sicher­heit, Anse­hen, Neu­gier, Gewinn, Gesund­heit, Selbst­ver­wirk­li­chung, Bequem­lich­keit und Geselligkeit/Dazugehören sind die The­men, die Men­schen inter­es­sie­ren, und die sie dazu brin­gen, wei­ter­zu­le­sen oder etwas zu kau­fen.

Gute Autoren ken­nen nicht nur ihr The­ma in- und aus­wen­dig, son­dern auch ihre Leser.

6 einfache Tricks für geniale Texte. Von A wie Anfangen bis Z wie Ziel

„ … Und natür­lich, Qua­li­tät kommt von Qual! Selbst wenn ihr euch nicht für Genies hal­tet, neigt ihr ver­mut­lich dazu, euren frisch geschrie­be­nen Text gut zu fin­den, bloß weil er von euch ist und weil die Gram­ma­tik stimmt. Und das gewöhnt euch bit­te ab. Wenn der Text dasteht, dann beginnt die Arbeit: prü­fen, fei­len, umschrei­ben, wann immer die Zeit reicht! Einer muss sich pla­gen, der Schrei­ber oder der Leser! Der Leser will aber nicht.“

Aus: Wolf Schnei­der, Deutsch für jun­ge Pro­fis. Wie man gut und leben­dig schreibt*


Von A wie Anfangen bis Z wie Ziel der Quälerei

Wer nicht nur schrei­ben, son­dern auch gele­sen wer­den will, soll­te sich über über Fol­gen­des im Kla­ren sein:

1) Anfan­gen: Nichts ist schlim­mer als ein wei­ßes Blatt Papier oder ein gedul­dig blin­ken­der Cur­sor auf lee­rem Bild­schirm.
Die­sen Moment has­sen alle, auch die Autoren, die schon meh­re­re Best­sel­ler ver­öf­fent­licht haben.

Abwar­ten, Tee trin­ken und hof­fen, dass die Muse irgend­wann küsst? Nein. Küchen­we­cker stel­len (Schreib­zeit begren­zen!), Tür zu, Han­dy aus und schrift­lich mit dem Sam­meln von Gedan­ken begin­nen.

Frei nach dem Mot­to: Nichts muss, alles kann.
Schrei­ben Sie sich locker, sor­tie­ren kann man spä­ter immer noch.

Extra-Tipp: Wenn es mit dem Schrei­ben über­haupt nicht klappt, dann lesen Sie sich warm. Am bes­ten mit einem Ihrer Lieb­lings­au­toren pas­send zum The­ma.


2) Struk­tur & roter Faden: Plötz­lich ist man im Flow und aus den Gedan­ken für einen kur­zen Text ist die Mate­ri­al­samm­lung für min­des­tens ein Buch gewor­den.

Auch wenn’s jetzt weh­tut: strei­chen Sie!
Blei­ben Sie beim The­ma, Struk­tur ist bes­ser als aus­ufern.
Suchen Sie sich die Aspek­te her­aus, über die Sie schrei­ben möch­ten, und sor­tie­ren Sie sie zu einem roten Faden.
Alles ande­re bleibt erst­mal in der Klad­de.

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Wolf Schnei­der: Deutsch für jun­ge Pro­fis. Wie man gut und leben­dig schreibt*,
Rowolth Taschen­buch Ver­lag, 2010


3) Leser sind ego­is­tisch: Ein­gangs schon erwähnt, aber man kann es gar nicht oft genug wie­der­ho­len: Ihre Leser sind Ego­is­ten.

Sie lesen nur das, was SIE inter­es­siert und wei­ter­bringt. Gute Tex­te neh­men ihre Leser gleich am Anfang an die Hand und las­sen sie nicht mehr los.

Was brennt Ihren Lesern unter den Nägeln, für wel­ches Pro­blem suchen sie eine Lösung, wel­che Fra­gen möch­ten sie beant­wor­tet haben?
Beschrei­ben Sie Schwie­rig­kei­ten und unbe­ant­wor­te­ten Fra­gen und zei­gen Sie Ver­ständ­nis für die Pro­ble­me und Hür­den, die Ihre Leser von einer Lösung abhal­ten.
Und das am bes­ten mit kon­kre­ten Bei­spie­len.

Wer sich ver­stan­den fühlt, fühlt sich wohl und bleibt.

Arbei­ten Sie sich lang­sam vom Bekann­ten zum Unbe­kann­ten vor.
Je kom­pli­zier­ter Ihr The­ma ist, des­to mehr Struk­tur braucht er
. Zum Schluss prä­sen­tie­ren Sie dann, je nach Text­art, den krö­nen­den Abschluss, die Ant­wort auf alle Fra­gen — oder den Cliff­han­ger für die Fort­set­zung der Geschich­te.

Gute Tex­te sind Tex­te, die Lesern “etwas brin­gen”.

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Roy Peter Clark, Die 50 Werk­zeu­ge für gutes Schrei­ben. Hand­buch für Autoren, Jour­na­lis­ten und Tex­ter*, Auto­ren­haus Ver­lag GmbH 2008


4) Die eige­ne Schreib­stim­me fin­den: Ihre Leser sind noch viel ego­is­ti­scher als Sie glau­ben. Sie wol­len nicht nur bei einem The­ma abge­holt wer­den, son­dern möch­ten einen Text füh­len.

Wie das geht? Ganz ein­fach — lie­fern Sie Stoff für’s Kopf­ki­no.
Schrei­ben Sie nicht über einen Mann, der mit sei­nem Hund die Stra­ße ent­lang­geht, son­dern beschrei­ben Sie den Mann, der mit sei­nem asth­ma­ti­schen Kurz­haar­da­ckel im Schlepp­tau die Stra­ße ent­lang -mar­schiert, -bum­melt oder -eilt.

Wer­den Sie kon­kret.
Schrei­ben Sie statt “Hund” Dackel, statt “Auto” Mer­ce­des. Ver­wen­den Sie Adver­ben und Adjek­ti­ve spar­sam: Der Mann geht nicht lang­sam, son­dern schlen­dert.
Suchen Sie tref­fen­de For­mu­lie­run­gen und Meta­phern und zie­hen Sie Ver­glei­che: “Die­ser Text ist tro­cke­ner als die Wüs­te Gobi …”

So geht es übri­gens nicht: Gute Tex­te sind klar und prä­zi­se for­mu­liert und ver­bar­ri­ka­die­ren sich nicht hin­ter Wort­un­ge­tü­men oder Wort­hül­sen.

Mei­den Sie Wör­ter und For­mu­lie­run­gen, die Sie in einer nor­ma­len Unter­hal­tung nie­mals benut­zen wür­den, bei­spiels­wei­se “Gefähr­dungs­po­ten­zi­al” oder “Befind­lich­keits­stö­run­gen”.

In der gespro­che­nen Spra­che kom­men die so gut wie nie vor — wer sagt schon: “Ich lei­de heu­te an Befind­lich­keits­stö­run­gen” statt: “Mir brummt der Schä­del und Bauch­schmer­zen habe ich auch”.

Wort­hül­sen und “Wort­d­rei­mas­ter” (Schnei­der) haben nichts auf Papier zu suchen, auch wenn das bekannt­lich gedul­dig ist. Ihre Leser sind es bekannt­lich nicht.

Bullshit Bingo mit Begriffen die einfach nicht auf eine Homepage gehören

Aus Angst, irgend­et­was falsch zu machen und Kun­den zu ver­prel­len, gibt es auf  pro­fes­sio­nel­len Web­sei­ten oft beson­ders vie­le Wort­hül­sen ohne Sinn und Bedeu­tung.
“Wert­schät­zung” und “Kun­den­ori­en­tie­rung”? Soll­ten für ein Unter­neh­men eigent­lich selbst­ver­ständ­lich sein, genau­so wie “auf Augen­hö­he”. Und “Dienst­leis­tungs­an­bie­ter” ist viel­leicht doch ein­fach ein dop­pelt-gemop­pel­ter Dienst­leis­ter?

Für Leser sind Wort­hül­sen-Web­sei­ten frus­trie­rend, denn nach dem Lesen sind sie genau­so schlau wie vor­her. Für eine gute Kun­den­an­spra­che ist es sinn­voll, lee­re Begrif­fe weg­zu­las­sen und kon­kret zu for­mu­lie­ren, was man anbie­tet und wel­chen Nut­zen Kun­den davon haben.


5) Lan­ge oder kur­ze Tex­te?
Eine Faust­re­gel gibt es dafür nicht.
Gene­rell gilt: Es macht kei­nen Sinn, um jeden Preis kurz oder lang zu schrei­ben, es kommt immer auch auf’s The­ma an. Aber wenn Sie öfter “Dei­ne Tex­te sind zu lang” hören, kann das die höf­li­che Umschrei­bung für ” … zu lang­wei­lig!” sein.

Dage­gen hilft nur: straf­fen, bes­ser struk­tu­rie­ren, stär­ke­re Ver­glei­che und For­mu­lie­run­gen fin­den, mehr auf Leser­be­dürf­nis­se ein­ge­hen.

Außer Ihrer Schreib­stim­me soll­ten Sie auch Ihren Rhyth­mus fin­den. Lan­ge Sät­ze mit kur­zen abwech­seln, zwi­schen­drin auch mal Aus­ru­fe und Fra­gen.
Fast alles ist erlaubt, auch Halb­sät­ze und Ellip­sen.
Die Haupt­sa­che ist, Ihr ego­is­ti­scher Leser bleibt bei Ihnen, ohne ein­zu­schla­fen.

6) Das Bes­te kommt zum Schluss: Titel, Über­schrift und der ers­te Satz.
Der Ein­stieg eines Tex­tes — Titel, Über­schrift und Ein­lei­tung — darf alles sein, nur nicht lang­wei­lig.

Oder wie Wolf Schnei­der schreibt: “Das Trau­rigs­te, wozu man einen ers­ten Satz miss­brau­chen kann, ist eine Bin­sen­weis­heit. ‘Das Inter­net hat sich zum bedeu­ten­den Infor­ma­ti­ons­me­di­um ent­wi­ckelt.”

Einen Durch­schnitts­le­ser vor­aus­ge­setzt haben Sie 20 Sekun­den Zeit — das sind 350 Zei­chen — , um mit einem groß­ar­ti­gen Ein­stieg, also Titel und ers­ter Satz, neu­gie­rig zu machen und zu punk­ten.

Danach ist das Urteil “les’ ich” oder “les’ ich nicht” unwi­der­ruf­lich gefällt. Für den ers­ten Ein­druck gibt es bekannt­lich kei­ne zwei­te Chan­ce.

Man kann wie Kat­ja Kess­ler sei­ne Leser­schaft mit wüten­den Frau­en locken:
Ges­tern war einer die­ser Tage, an denen ich ver­stan­den habe, war­um Frau­en ihren Män­nern Strych­nin ins Essen rüh­ren“,
oder, wie die Neue Züri­cher Zei­tung, mit einem wun­der­ba­ren Bild über’s Altern im Ver­gleich zu Wein und Käse:
Alt wer­den hat in unse­rer Gesell­schaft einen schlech­ten Bei­geschmack. Mit wohl­wol­len­der Zustim­mung altern dür­fen bei uns nur noch Wein und Käse.

(Bei­de Bei­spie­le aus: Wolf Schnei­der, Deutsch für jun­ge Pro­fis. Wie man gut und leben­dig schreibt*.)

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Ers­te Sät­ze sind die Trai­ler eines Tex­tes.
Sie müs­sen neu­gie­rig machen, dür­fen über­ra­schen, soll­ten das The­ma umrei­ßen, am bes­ten auch schon die Lösung andeu­ten.
Schö­ne Bil­der, wit­zi­ge Ver­glei­che, flot­te Sprü­che — es ist sinn­voll, sich für den Ein­stieg etwas Beson­de­res ein­fal­len zu las­sen.

Auf Krampf las­sen sich ers­te Sät­ze lei­der nur sel­ten kon­stru­ie­ren, meis­tens flie­gen sie einem aber als eine Art Beloh­nung zu, wenn man sei­nen Text ein zwei­tes und ein drit­tes Mal über­ar­bei­tet: For­mu­lie­run­gen, die irgend­wo mit­ten im Text ste­hen und plötz­lich auf­fal­len, weil sie irgend­wie aus der Rei­he tan­zen.

Wie jeder gute Trai­ler ist der Ein­stieg meis­tens ein End­pro­dukt. Des­we­gen ste­hen er in die­ser Über­sicht auch ganz zum Schluss.

Das Ziel der Quälerei

Damit Ihr Leser das Gefühl hat, dass Ihr Text etwas bringt, muss er

  • wähernd des Lesens min­des­tens ein­mal AHA! gedacht oder gesagt haben und/oder
  • sich ein brei­tes Grin­sen aus dem Gesicht wischen oder
  • sich die Schweiß­per­len nur von der Stirn tup­fen, weil Sie ihm einen Hor­ror-Sto­ry der Extra­klas­se gelie­fert haben. Und nicht, weil Ihr Text so müh­sam zu lesen war.

Der Teufel steckt immer im Detail

Nach dem Schrei­ben kommt das Redi­gie­ren.
Das ist oft viel auf­wän­di­ger, als den ers­ten Wurf zu schrei­ben, aber die Mühe, das Rin­gen um tref­fen­de For­mu­lie­run­gen und Ver­glei­che, die rich­ti­ge Glie­de­rung und das Rund­fei­len des Tex­tes wird sich loh­nen.

Der wich­ti­ge ers­te Satz fin­det sich oft erst beim zwei­ten Lesen, alles Über­flüs­si­ge muss gehen, Adjek­ti­ve soll­ten spar­sam ein­ge­setzt, Pas­siv in Aktiv umge­wan­delt wer­den und Füll­wör­ter wie: eben, näm­lich, also, halt, qua­si, über­haupt, ganz/gänzlich, gera­de­zu, usw. müs­sen ver­schwin­den.

Den­ken Sie auch dar­an, sich an der gespro­che­nen Spra­che zu ori­en­tie­ren, und ver­ein­fa­chen Sie Wort­hül­sen: “Gefähr­dungs­po­ten­zi­al” wird zur “Gefahr” und “wid­ri­ge Wit­te­rungs­be­din­gun­genzu “schlech­tem Wet­ter”.
Alles ande­re ist nicht nur bemüht, son­dern klingt auch so.

Und außer­dem:

Einfach gute Texte schreiben - der Teufel steckt immer im Detail

Gute Tex­te haben kei­ne Schach­tel­sät­ze oder Wort­un­ge­tü­me, dafür einen span­nen­den Ein­stieg.

Das Wich­tigs­te ist aber: Sie haben immer den Leser und sei­ne Bedürf­nis­se im Blick, unter­hal­ten, lie­fern nütz­li­che Infor­ma­tio­nen und ver­bar­ri­ka­die­ren sich nicht hin­ter Wort­hül­sen.

Gute Tex­te sind so prä­zi­se und klar wie mög­lich for­mu­liert.
Am bes­ten gelingt das, wenn Sie so schrei­ben, wie Sie spre­chen. Stel­len Sie sich beim Schrei­ben Ihres Ent­wur­fes ein Gegen­über vor, dem Sie Ihr The­ma erklä­ren.

Tex­te soll­ten nach dem Schrei­ben “ruhen”.
Nach dem Ruhen wird der ers­te Ent­wurf über­ar­bei­tet, wobei das Über­ar­bei­ten oft auf­wän­di­ger ist als das Schrei­ben. Hier steckt die eigent­li­che Qual … ität.

In ers­ter Linie zäh­len beim Schrei­ben Herz­blut und ech­tes Inter­es­se an The­men und Lesern, in zwei­ter ein paar Regeln. Das Wich­tigs­te ist aber, dass man sich traut und nicht ewig auf­schiebt.

Der Rest ist üben, üben, üben, denn unser Gehirn funk­tio­niert wie ein Mus­kel: Je häu­fi­ger wir unse­re Fähig­kei­ten trai­nie­ren, des­to bes­ser wer­den wir!

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www​.bild​bio​gra​phi​en​.de, 2016 (über­ar­bei­tet 2018)


Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Es ist das Schei­tern und Wie­der­auf­ste­hen, das Men­schen inter­es­siert und inspi­riert. Wie man mit 7 ein­fa­chen Tricks durch Sto­ry­tel­ling Ver­trau­en schaf­fen und Leser gewin­nen kann.
7 Tricks für bes­se­res Con­tent Mar­ke­ting


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Der Schrift­stel­ler und Dreh­buch­au­tor Hanns-Josef Ortheil und sein neus­ter Schreib(ver-)führer
aus der lesens­wer­ten Duden-Rei­he über Krea­ti­ves Schrei­ben.
Eben­falls sehr emp­feh­lens­wert: “Schrei­ben über mich selbst”.

Hanns-Josef Ortheil: Mit dem Schrei­ben anfan­gen. Fin­ger­übun­gen des krea­ti­ven Schrei­bens*, Duden Ver­lag Ver­lag, 2017

Ein groß­ar­ti­ger Rat­ge­ber und “Must-Have” für alle, die sich inten­siv mit dem Hand­werk Schrei­ben beschäf­ti­gen. Von ‘mur­der your dar­lings’ bis zu nütz­li­chen Gewohn­hei­ten ist alles dabei — span­nend geschrie­ben, über­sicht­lich, kom­pe­tent und mit vie­len Übungs­bei­spie­len. Emp­feh­lens­wert!

Roy Peter Clark, Die 50 Werk­zeu­ge für gutes Schrei­ben. Hand­buch für Autoren, Jour­na­lis­ten und Tex­ter*, Auto­ren­haus Ver­lag GmbH 2008

Der “Sprach­papst” in einem groß­ar­ti­gen Buch über gutes Schrei­ben
für alle, die nicht nur schrei­ben, son­dern auch gele­sen wer­den wol­len.
Egal in wel­cher Alters­klas­se.

Wolf Schnei­der: Deutsch für jun­ge Pro­fis. Wie man gut und leben­dig schreibt*, Rowolth Taschen­buch Ver­lag, 2010

Ich schrei­be so lan­ge, wie der Leser davon über­zeugt ist, in den Hän­den eines erst­klas­si­gen Wahn­sin­ni­gen zu sein.“ Ste­phen King schreibt nicht nur Hor­ror und Fic­tion, son­dern auch erst­klas­si­ge Bücher über’s Schrei­ben. Die­ses ist eine gelun­ge­ne Mischung aus Bio­gra­fie und Schreib­rat­ge­ber, die sich nicht nur gut liest, son­dern auch sehr infor­ma­tiv ist. Emp­feh­lens­wert! Ste­phen King: Das Leben und das Schrei­ben*, Wil­helm Hey­ne Ver­lag Mün­chen, 2011


Wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge:

Bio­gra­fi­sches Schrei­ben: “Publish or perish” — schreib’ oder ver­schwin­de — ist nicht nur eine Weis­heit, die für Wis­sen­schaft­ler und Geschäfts­leu­te gilt, son­dern auch für alle, die ihre Fami­li­en­ge­schich­te bewah­ren wol­len. Kann man “erzähl­te Geschich­te” auf­schrei­ben? Kann man. Und soll­te man heut­zu­ta­ge auch.
11 Tipps, die Sie beim Schrei­ben einer Bio­gra­fie beach­ten soll­ten

Ein­stieg ins Schrei­ben: Wer schreibt, muss nach­den­ken, aus­wäh­len, sam­meln, gewich­ten — und sich genau über­le­gen, was gesagt wer­den soll. Eine Anstren­gung, die sich lohnt.
Tipps für den Ein­stieg ins krea­ti­ve Schrei­ben

Auf­schie­ben: „Mor­gen, mor­gen, nur nicht heu­te, sagen alle …“. Na, Sie wis­sen schon.
Schön ist anders, denn ‚eigent­lich‘ möch­te und müss­te man drin­gend vor­an­kom­men. Doch die „Auf­schie­be­ri­tis“ greift eben­so wie ihre nahe Ver­wand­te, die „Schreib­blo­cka­de“, ger­ne um sich. Wenn sie da ist, geht nichts mehr. Zumin­dest schein­bar. Auf­schie­ben kann aber auch sein Gutes haben und sogar nütz­lich sein: Bei­spiels­wei­se, um noch bes­ser zu wer­den..
10 Tipps gegen Auf­schie­be­ri­tis

Erfolg: Wer ein neu­es Pro­jekt mit einem inne­ren “Ich kann nicht” star­tet, wird es auch nicht kön­nen. Und darf sich dann bei sich selbst für eine gelun­ge­ne Selbst­sa­bo­ta­ge durch eine erfüll­te Pro­phe­zei­ung bedan­ken.
Selbst­er­fül­len­de Pro­phe­zei­un­gen

Ankom­men: “Ich schreib’ ein Buch!” Wer immer ALLES haben will, und das SOFORT, wird es mit dem Ankom­men schwer haben. Es hilft nichts: Wenn wir wirk­lich vor­an­kom­men wol­len, müs­sen wir — ech­te — Zie­le defi­nie­ren, los­lau­fen und uns mit der “Poli­tik der klei­nen Schrit­te” unse­ren Zie­len nähern. Klingt ein­fach, ist in der Pra­xis aber manch­mal ganz schön schwie­rig.
Vor Ankom­men wird gewarnt!

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