Im Land des Lächelns: Weibliche Kommunikation und ihre Tücken

Frauen in Führungspositionen - ist ihre Sprache ein Problem www.generationengespräch.de


Wer schon ein­mal in die Müh­len von weib­li­chem ‘Minus Talk’ oder sogar ‘Kill Talk’ gera­ten ist, weiß, dass auch Frau­en nicht immer so har­mo­nisch und fried­fer­tig sind, wie sie ger­ne tun.

Über weib­li­che und männ­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on, Frau­en in Füh­rung und die Sache mit der ‘glä­ser­nen Decke’.

Im Land des Lächelns:
Wie Frauen sind, wenn sie aggressiv sind

Trotz aller Net­tig­keit und dem typisch-weib­li­chen Har­mo­nie­be­dürf­nis kön­nen auch Frau­en sehr sau­er reagie­ren, wenn sie wütend sind.
Aller­dings kommt weib­li­che Aggres­si­on oft so sanft daher, dass man(n) sie häu­fig erst ein­mal kaum bemerkt. 

Schön ist es trotz­dem nicht.
Wie es sich anfühlt, wenn eine Frau aggres­siv ist, weiß jeder, der bei­spiels­wei­se schon ein­mal mit einer unsi­che­ren Che­fin zusam­men­ar­bei­ten muss­te.
Und in Lie­bes­an­ge­le­gen­hei­ten kön­nen Frau­en sehr unan­ge­nehm wer­den, wenn die eine dem Part­ner einer ande­ren zu nahe kommt — oder, umge­kehrt, eine ambi­tio­nier­te Gelieb­te ihre Ansprü­che bei der Ehe­frau anmeldet.

Wer die Revier­gren­zen einer Frau miss­ach­tet oder sogar unbe­fugt in ihr Ter­ri­to­ri­um ein­dringt, wird in der Regel nicht mit gefletsch­ten Zäh­nen, offe­nem Macht­kampf und männ­lich-lau­tem Kano­nen­don­ner wie­der hin­aus­ge­wor­fen, son­dern tappt in ein tückisch-weib­li­ches Minen­feld, das viel ver­let­zen­der sein kann als ein laut­star­ker Streit. 

Minus-Talk und Kill-Talk:
Die Waffen der Frauen

Umso schlim­mer ist es, wenn man plötz­lich ins Faden­kreuz einer wüten­den Frau gera­ten ist. Die bevor­zug­ten Waf­fen von Frau­en beim gro­ßen Show­down sind sel­ten laut.

Aber effek­tiv:

  • dis­kre­di­tie­ren (= hin­ten­rum ande­re schlecht machen)
  • Gerüch­te streuen
  • aus einer Freun­des- oder Kol­le­gen­grup­pe ausschließen
  • eifer­süch­tig machen

Frau­en kön­nen mit gro­ßer Raf­fi­nes­se über Ban­de spie­len.
Sie atta­ckie­ren nicht fron­tal, son­dern indi­rekt: Ihre (unsi­che­re) Che­fin sagt Ihnen bei­spiels­wei­se nicht ins Gesicht, dass Sie Ihre Arbeit schlecht fin­det, son­dern teilt es in Ihrem Bei­sein einer Kol­le­gin mit.
Als Attackierte*r ste­hen Sie in so einer Situa­ti­on ziem­lich doof da. Hät­te Ihre Che­fin die Vor­wür­fe in einem Vier-Augen-Gespräch geäu­ßert, wäre es Ihnen ver­mut­lich leich­ter gefal­len, sich zu weh­ren. Aber jetzt, qua­si auf offe­ner Büh­ne und mit Zuschau­ern, eine Sze­ne machen? Schwierig.

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Oft ist für Unbe­darf­te nicht mal zu erken­nen, dass sich etwas zusam­men­braut.
So wun­dert sich manche*r, dass in der Tee­kü­che das Gespräch unter Kol­le­gin­nen immer ver­stummt, sobald Sie den Raum betre­ten. Oder beim Mit­tag­essen in der Kan­ti­ne, bei dem sich alle lus­tig über Ihren Kopf hin­weg unter­hal­ten und so tun, als wären Sie gar nicht da.

Minus Talk’ nennt man die­ses sehr schmerz­haf­te typisch-weib­li­che Aus­schluss­ver­fah­ren in der Fach­spra­che.

Die nächst­mög­li­che und gleich­zei­tig höchs­te Eska­la­ti­ons­stu­fe ist der soge­nann­te ‘Kill Talk’, bei dem Gerüch­te und gege­be­nen­falls sogar pein­li­che Inti­mi­tä­ten über das Opfer weib­li­cher Wut ver­brei­tet werden.

Wer ver­sucht, das unwür­di­ge Spiel mit der Fra­ge “Was ist eigent­lich los?” zu been­den, wird alles bekom­men, nur nicht die Wahr­heit.
Nein, nein, alles ist gut”, ist die typisch weib­li­che Stan­dard-Flos­kel, die lächelnd vor­ge­tra­gen wird, auch wenn alle Betei­lig­ten wis­sen, dass nichts gut ist.

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Wie weib­li­che Ter­ri­to­ri­al­kämp­fe funk­tio­nie­ren
und was man dage­gen tun kann, wenn man ins Faden­kreuz gera­ten ist, erklärt der Füh­rungs­kräf­te-Coach Peter Mod­ler in sei­nem groß­ar­ti­gen Buch eben­so prag­ma­tisch wie lesens­wert anhand vie­ler Bei­spie­le. Ein ‘Must-Read’ eigent­lich für alle, denn weib­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on scheut zwar die offe­ne Kon­fron­ta­ti­on, kann aber genau­so böse enden wie männ­li­che …
Peter Mod­ler: Die freund­li­che Fein­din: Weib­li­che Macht­stra­te­gien im Beruf*, Piper Ver­lag, März 2017 


Frau­en scheu­en die offe­ne Aus­ein­an­der­set­zung mehr als Män­ner.
Und da Frau­en die Köni­gin­nen des Netz­wer­kens sind und das gro­ße Ein­mal­eins der Grup­pen­dy­na­mik beherr­schen, ist das schweig­sa­me Aus­schluss­ver­fah­ren die här­tes­te Stra­fe, die sie ver­hän­gen kön­nen.

Wer das schon ein­mal erle­ben muss­te, weiß, wie hart die­se Stra­fe sein kann.

Ist das ‘zarte’ Geschlecht auch das friedlichere?

Für die Mehr­zahl von Frau­en ist eine offe­ne Kon­fron­ta­ti­on unge­fähr genau­so erstre­bens­wert wie Oran­gen­haut am Po. Sind Frau­en des­we­gen nicht nur net­ter, son­dern auch fried­li­cher als Männer? 

Die all­ge­mei­ne Mei­nung ist, dass die Welt bes­ser dastün­de, wenn es mehr Frau­en in wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Füh­rungs­po­si­tio­nen gäbe: Finanz­kri­se, isla­mis­ti­scher Ter­ror, Kli­ma­er­wär­mung oder Wett­rüs­ten — alles kei­ne The­men mit mehr Frau­en an der Macht? 

Dage­gen spre­chen Frau­en wie bei­spiels­wei­se Mag­da Goe­b­bels, die Ehe­frau des NS-Pro­pa­gan­da­mi­nis­ters Joseph Goe­b­bels — sie brach­te ihre sechs Kin­der am Ende des Krie­ges um.

Als grau­sam und mör­de­risch galt auch Mama’ Ceaușes­cu, die Gat­tin des frü­he­ren rumä­ni­schen Dik­ta­tors, die den den Frau­en in Rumä­ni­en unter Andro­hung bra­chia­ler Stra­fen de fac­to einen Geb­ärzwang auf­er­leg­te. Und in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit sorg­te die US-Sol­da­tin Lynn­die Eng­land für Ent­set­zen, als sie sich im ira­ki­schen Fol­ter­ge­fäng­nis Abu Ghraib breit grin­send mit einem Stie­fel auf dem nack­ten Rücken eines Gefan­ge­nen an einer Hun­de­lei­ne foto­gra­fie­ren ließ.

Alles nur Aus­rut­scher — weib­li­che Aus­nah­men, die die Regel bestä­ti­gen?
Die Welt kennt kei­nen weib­li­chen Hit­ler oder Sta­lin, das ist rich­tig, aber in der Welt­ge­schich­te und im All­tag wim­melt es von Frau­en, die aggres­siv, grau­sam und gemein waren bzw. sind.

Weni­ger mör­de­risch, viel sub­ti­ler, aber eben­falls aggres­siv und ver­let­zend ist bei­spiels­wei­se Ex-Model und Power-Geschäfts­frau Hei­di Klum, wenn sie in jeder Staf­fel von ‘Germany’s Next Top­mo­del’ ihre blut­jun­gen “Meed­chengegen­ein­an­der aus­spielt, sie zur Schne­cke macht und publi­kums­wirk­sam vor lau­fen­der Kame­ra zum Wei­nen bringt.

“… Natür­lich wird bei Frau K. kei­ne Gewalt ange­wen­det, und Psy­cho­phar­ma­ka wer­den auch nicht ein­ge­setzt.
Trotz­dem erin­nert das Set­ting ins­ge­samt an die kom­mu­ni­ka­ti­ven Struk­tu­ren tota­li­tä­rer Sys­te­me wäh­rend der mao­is­ti­schen Kul­tur­re­vo­lu­ti­on oder der des Sta­li­nis­mus: regel­mä­ßi­ge Über­wa­chung, Kri­tik als per­sön­li­cher Angriff, exhi­bi­tio­nis­ti­sche ritu­el­le Geständ­nis­se eige­ner Feh­ler vor der gan­zen Grup­pe und Ver­hö­re, bei denen die Ver­hör­in­stanz oszil­liert zwi­schen dem Ver­hal­ten von Good Cop und Bad Cop.” 

Peter Mod­ler: Die freund­li­che Fein­din: Weib­li­che Macht­stra­te­gien im Beruf*

Die For­mel “böser Mann” auf der einen Sei­te und “lie­be Frau” auf der ande­ren geht mit Sicher­heit nicht auf. Aller­dings stimmt es, dass die meis­ten Frau­en weit weni­ger hier­ar­chisch den­ken und han­deln als Män­ner.
Sie mar­kie­ren und ver­tei­di­gen ihr Revier sel­te­ner mit Sta­tus, teu­ren Uhren und prot­zi­gen Autos; lau­tem Geha­be, Nie­der-Reden, Nicht-Aus­re­den-Las­sen und Bes­ser­wis­se­rei.

Das stößt die meis­ten Frau­en sogar eher ab.
Auf dem Schul­hof gilt ein Mäd­chen, das mit sei­nen Leis­tun­gen angibt oder ande­ren sagen will, wo’s lang­geht, auch heu­te noch bei den ande­ren schnell als zickig und “zu che­fig”.
Jungs dage­gen emp­fin­den “che­fig” als etwas völ­lig Nor­ma­les und ste­cken mit Ange­ben und Laut­sein schon im Kin­der­gar­ten ihr Revier ab.

Die weib­li­che Lust am Nett­sein und Rela­ti­vie­ren der eige­nen Leis­tung ist größ­ten­teils nicht aner­zo­gen, son­dern das Ergeb­nis unse­rer Evo­lu­ti­on.
Denn die prin­zi­pi­el­le Bereit­schaft von Frau­en, nett zu sein und sich als ‘Glei­che unter Glei­chen’ in eine Grup­pe ein­zu­fü­gen, ist wegen ihres jahr­tau­sen­den­al­ten bio­lo­gi­schen Pro­gramms “Kin­der erzie­hen” viel grö­ßer als bei Män­nern.

Das macht Frau­en aber nicht zwin­gend zu bes­se­ren Men­schen — oder bes­se­ren Führungskräften.

Weibliche Führungskräfte — die ‘freundliche Feindin’?

Im Gegen­satz zu Män­nern neh­men vie­le Frau­en vie­les sehr per­sön­lich.
Die meis­ten Män­ner haben die Gabe, dass sie sich zwar am Ver­hand­lungs­tisch anbrül­len und bis auf’s Mes­ser strei­ten, aber danach in aller Ruhe gemein­sam auf ein Bier oder eine Run­de Golf gehen kön­nen.
Offen aus­ge­tra­ge­ne Macht­kämp­fe und Ran­ge­lei­en sind für Män­ner seit Kin­des­bei­nen Nor­ma­li­tät.

Wenn einer im Büro mal blafft, ist das in der männ­li­chen Sicht­wei­se in etwa so wie bei einem Hund unter Hun­den, der an jeder Ecke sein Bein hebt, um sei­ne Duft­mar­ke zu set­zen.
Streit und Ran­ge­lei­en sind nichts Per­sön­li­ches, und bei pas­sen­der Gele­gen­heit kann man(n) ein­fach drü­ber­pin­keln und die Aus­ein­an­der­set­zung freund­schaft­lich und mit Gefrot­zel end­gül­tig begra­ben, ver­ge­ben und vergessen. 

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Frau­en kön­nen her­vor­ra­gen­de Füh­rungs­kräf­te sei­ne, weil sie oft in einer sehr per­sön­li­chen Art dar­auf ach­ten,dass es allen in ihrem Team gut­geht.
Frau­en in Füh­rung nei­gen eher zu fla­chen Hier­ar­chien und bar­rie­re­frei­er Kom­mu­ni­ka­ti­on mit wenig Ellen­bo­gen.
Sie wagen mehr Demo­kra­tie und errei­chen dadurch mehr Krea­ti­vi­tät.

Leve­ling” nennt man die­se Art der (weib­li­chen) Füh­rung; die Che­fin als für­sorg­li­che Rat­ge­be­rin, als gro­ße Schwes­ter oder sogar als eine Art Mama.
In einem gut ein­ge­spiel­ten Team mit einer kom­pe­ten­ten und selbst­si­che­ren Che­fin, die gleich­zei­tig ver­steht, wie ihre männ­li­chen Kol­le­gen und Chefs ticken und sich bei Bedarf auch “männ­lich” durch­set­zen kann, kann Leve­ling ein sehr erfolg­rei­cher Füh­rungs­stil sein.

In einem schlecht ein­ge­spiel­ten Team mit einer unsi­che­ren Frau an der Spit­ze kann es zur Kata­stro­phe wer­den.
Denn die Che­fin, die sich als gro­ße Schwes­ter, Ver­trau­te und Mama ihres Teams ver­kauft, kann auch der Wolf im Schafs­pelz sein. Dann treibt sie die, die sie füh­ren soll, nicht zu Höchst­leis­tun­gen, son­dern zur Ver­zweif­lung und im schlimms­ten Fall zur inne­ren Selbstaufgabe.

Das ist die Kehr­sei­te des typisch-weib­li­chen Füh­rungs­stils: Sehr per­sön­lich, für­sorg­lich und acht­sam — aber alles, was Sie sagen, kann auch gegen Sie ver­wen­det wer­den!
Und das sehr lan­ge: Vie­le Frau­en neh­men vie­les nicht nur per­sön­lich, son­dern haben auch das sprich­wört­li­che Elefanten-Gedächtnis.

Die ‘gläserne Decke’

Frau­en sind flei­ßig.
Den Jungs zei­gen Mäd­chen ab der Schul­tü­te die Kan­te, sie sind — wis­sen­schaft­lich belegt — schnel­ler und flei­ßi­ger, bestehen ihre Schul­zeit mit Bra­vur und zie­hen Aus­bil­dung und Stu­di­um deut­lich gewis­sen­haf­ter durch als vie­le ihrer männ­li­chen Alters­ge­nos­sen.

Wäh­rend die meis­ten Jungs spä­tes­tens ab der Puber­tät als wil­de Ker­le bol­zen und lon­ley Cow­boys ihre Zeit mit ein­sa­mem Gitar­ren­klim­pern ver­plem­pern, macht ein Groß­teil der weib­li­chen Teen­ager Schularbeiten.

Soviel Fleiß zahlt sich aus.
Heut­zu­ta­ge kön­nen und sol­len jun­ge Frau­en die glei­chen Chan­cen haben und die glei­chen Jobs machen wie jun­ge Män­ner.

Trotz­dem klafft nach wie vor ein Gen­der Gap” von durch­schnitt­lich 20 Pro­zent weni­ger Gehalt zwi­schen Män­nern und Frau­en. Ist das Dis­kri­mi­nie­rung und die “glä­ser­ne Decke”? Oder schlicht eige­ne Blöd­heit — die weib­li­che Geheim­spra­che, die nicht klar aus­spricht, was sie will ?

Nach­ge­wie­sen ist, dass die schlech­te­re Bezah­lung unter ande­rem auch des­halb zustan­de kommt, weil vie­le Frau­en sich in Bewer­bungs- und Gehalts­ge­sprä­chen unter Wert ver­kau­fen — bloß nicht mit eige­nen Leis­tun­gen ange­ben und ande­ren sagen, wo’s lang­geht. Das haben wir ja gelernt …

Sind Frau­en zu gut für die­se Welt?
Oder … ein­fach zu doof?

Böser Mann und liebe Frau?
Tipps & Tricks für den Umgang mit dem anderen Geschlecht 

Es gibt groß­ar­ti­ge Män­ner und groß­ar­ti­ge Frau­en — aber eben­so trei­ben vie­le inkom­pe­ten­te Men­schen bei­der­lei Geschlechts in Macht- und Füh­rungs­eta­gen, in Schu­len, an Uni­ver­si­tä­ten und nicht zuletzt in (Ehe-)Betten ihr kom­mu­ni­ka­ti­ves Unwesen. 

Die Lösung: Zwar hat uns die Evo­lu­ti­on mit “typisch männ­lich” und “typisch weib­lich” eine jahr­tau­sen­de­al­te Ent­wick­lung und Sozia­li­sa­ti­on in den Ruck­sack gepackt, aber ob und inwie­weit wir unser “Gender”-Gepäck aus­pa­cken und nut­zen, hängt von uns selbst ab: von unse­rer Per­sön­lich­keit, unse­ren Erfah­run­gen und nicht zuletzt von unse­rer Bereit­schaft, dazu­zu­ler­nen und es viel­leicht doch ganz anders zu machen.

Hier eini­ge Bei­spie­le zur Inspiration:

  • Ler­nen Sie zu ver­ste­hen, wie männ­li­che und weib­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on funk­tio­niert.
    Wer­den Sie in Ihrer eige­nen Spra­che zum Pro­fi, aber eige­nen Sie sich auch Fremd­sprach­kennt­nis­se an, damit sie die ‘ande­re’ Sei­te ver­ste­hen und mit ihr kom­mu­ni­zie­ren können.
  • Kom­mu­ni­ka­ti­on ist nicht nur das, was man sagt, son­dern auch das, was man tut: Kör­per­hal­tung, Mimik, Ges­tik, Ton­la­ge, Sprech­ge­schwin­dig­keit, kör­per­li­che Prä­senz und vie­les mehr lie­fern Ihrem Gegen­über jede Men­ge Infor­ma­tio­nen dar­über, wer Sie sind und wie Sie sich gera­de füh­len.

    Wer bei einem Mee­ting mit über­wie­gend männ­li­chen Teil­neh­mern den Kon­fe­renz­raum nicht betritt wie die Köni­gin (oder der König) von Saba, son­dern vor lau­ter Angst an die Wand gedrückt hin­ein­huscht, hat schon ver­lo­ren. Da hilft dann auch maxi­ma­le Kom­pe­tenz nicht weiter.
  • Bei Ver­hand­lun­gen mit Män­nern gilt: Wer MACHT hat, rennt nicht!
    Beson­ders Frau­en soll­ten dar­auf ach­ten, bei Ver­hand­lun­gen mit Män­nern ihr Sprechtem­po zu dros­seln und vor allem nicht dienst­eif­rig durch die Gegend flit­zen. Spre­chen Sie nicht nur lang­sa­mer, son­dern auch lau­ter, sagen Sie lie­ber etwas weni­ger und nut­zen Sie die Königs­klas­se der Kom­mu­ni­ka­ti­on — das erwar­tungs­vol­le Schweigen.
  • Soll­ten Sie in einem weib­li­chen ‘Minus Talk’ ver­strickt sein, schla­gen Sie mit der glei­chen Waf­fe zurück.
    Das heißt: Kei­ne offe­ne Kon­fron­ta­ti­on, son­dern Netz­wer­ken, Bünd­nis­part­ner fin­den, die eige­ne Posi­ti­on in der Tee­kü­che oder der Abtei­lung stär­ken und über­le­gen, wie Sie den Angriff über Ban­de ele­gant abweh­ren und zurück­spie­len können.
  • Einen unwil­li­gen oder sogar wüten­den Mann wer­den Sie mit einer aus­ge­feil­ten Argu­men­ta­ti­ons­ket­te — ‘High Talk’, wie es Peter Mod­ler nennt — nicht über­zeu­gen, denn er hört Ihnen gar nicht zu.
    Wenn Ihr Gegen­über ein­sil­big ist, sind Sie es am bes­ten mit einer kla­ren ein­fa­chen Bot­schaft auch (“Ich sehe, es passt gera­de nicht, wir reden ein ander­mal”). Wenn Ihr Vor­ge­setz­ter sich in Rage gere­det hat und wut­schnau­bend vor sei­nem Schreib­tisch auf- und abmar­schiert, ste­hen Sie auf, zei­gen Sie Prä­senz — und lau­fen am bes­ten auch ein biss­chen mit (“Move Talk” nach Modler).
  • Frau­en soll­ten es ver­mei­den, sich in Gegen­wart männ­li­cher Kol­le­gen, Kun­den oder Chefs selbst klein zu reden. Wenn Sie Ihr neu­es tod­schi­ckes Kleid gegen­über Freun­din­nen als “das ist doch ganz alt” abtun, ver­ste­hen die das rich­tig; Män­ner hal­ten sol­che Aus­sa­gen für bare Mün­ze.
    Neh­men Sie bit­te auch das Lob Ihres Chefs für ein gelun­ge­nes Pro­jekt dan­kend ent­ge­gen, aber ver­wei­sen Sie um Got­tes Wil­len nicht aus Net­tig­keit und Fair­ness auf das Team, das Sie unter­stützt hat.
    Rela­ti­vie­ren Sie Ihre Leis­tung nicht! Das Lob ist ernst gemeint, also neh­men Sie es auch ernst.
  • Und zu guter Letzt: Als Frau soll­ten Sie es ver­mei­den, mit Ihrem Part­ner oder Ihren Kol­le­gen in der weib­li­chen Geheim­spra­che zu spre­chen, die ver­ste­hen Män­ner näm­lich nicht.
    Sagen Sie lie­ber klipp und klar, was Sie wol­len. Das gilt beson­ders für Gehalts­ver­hand­lun­gen und Mitarbeitergesprächen.

  Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www. bild​bio​gra​phien​.de, 2019 (aktua­li­siert 2021) 


Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Geben sich Frau­en als Müt­ter selbst ein “Lebens­läng­lich”? Opfern sie sich auf, wer­den dadurch unglück­lich und nör­geln schließ­lich ihre Män­ner aus dem Haus? Über den schwie­ri­gen Spa­gat zwi­schen Kind und Kegel, Auf­op­fern, Haus­ar­beit, Oro­pax und die müt­ter­li­chen Qua­li­tä­ten von Vätern.
Der Mann in der Krise?

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Opfer — Ret­ter — Ver­fol­ger.
In Stres­si­tua­tio­nen fal­len wir oft in alte Rol­len-Mus­ter, die wir in der Kind­heit gelernt haben. Wie man Psy­cho­spiel­chen durch­schau­en und durch­bre­chen kann — ein sehr lesens­wer­tes Buch für alle, die das Gefühl haben, sich immer wie­der an der glei­chen Stel­le zu ver­ha­ken.

Cor­ne­lia und Ste­phan Schwarz: Schluss mit Psy­cho­spiel­chen*, dtv Ver­lags­ge­sell­schaft, Janu­ar 2018 


Kar­rie­re im Eimer­chen?
Nina Puris wun­der­bar geschrie­be­ne Pole­mik über Müt­ter, die Kas­ta­ni­en­männ­chen statt Kar­rie­re bas­teln. Unter­halt­sam, wit­zig, gründ­lich recher­chiert — lohnt sich!

Nina Puri: Kar­rie­re im Eimer­chen? War­um Müt­ter nicht zum Arbei­ten kom­men*,
Knaur Taschen­buch, 2014 


Kein Lob anneh­men kön­nen, sich immer für alles “schul­dig” füh­len, nicht zur Ruhe kom­men und in der Lie­be unglück­lich sein — vie­les, was uns in schlech­ten Pha­sen zu schaf­fen macht, hat sei­ne Wur­zeln in längst ver­ges­se­nen Kind­heits­er­leb­nis­sen.
Die Trau­ma-The­ra­peu­tin Dami Charf beschreibt in ihrem Buch, wel­che Mecha­nis­men uns immer wie­der in alte Mus­ter zurück­fal­len las­sen. Und wie man dar­aus wie­der her­aus­kommt. Lesens­wert!
Dami Charf, Auch alte Wun­den kön­nen hei­len: Wie Ver­let­zun­gen aus der Kind­heit unser Leben bestim­men und wie wir uns davon lösen kön­nen*. Kösel-Ver­lag, 2018


Sind Frau­en die bes­se­ren Kol­le­gin­nen, Che­fin­nen … und Men­schen?
Wohl eher nicht. Dass Frau­en fried­fer­ti­ger, team­fä­hi­ger und kom­mu­ni­ka­ti­ver als Män­ner sei­en, ist eine schö­ne Legen­de, die Peter Mod­ler in sei­nem zwei­ten Buch eben­so prag­ma­tisch wie lesens­wert zer­pflückt. Weib­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on scheut häu­fig die offe­ne Kon­fron­ta­ti­on, kann aber genau­so böse enden wie männ­li­che …
Peter Mod­ler: Die freund­li­che Fein­din: Weib­li­che Macht­stra­te­gien im Beruf*, Piper Ver­lag, März 2017 


Männ­li­che’ ver­sus ‘hori­zon­ta­le’ — weib­li­che — Kom­mu­ni­ka­ti­on.
Ein Buch für Frau­en UND Män­ner, mit tol­len Bei­spie­len aus der Pra­xis, um zu ver­ste­hen, wie die ande­re Sei­te spricht und tickt. Nicht nur für ‘AHA’-Erlebnisse, son­dern auch sehr kon­kret mit Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für einen bes­se­ren Umgang mit­ein­an­der. Emp­feh­lens­wert!

Peter Mod­ler: Das Arro­ganz-Prin­zip*, FISCHER Taschen­buch, 2. Auf­la­ge, Okto­ber 2018


Ein drit­tes, sehr emp­feh­lens­wer­tes Buch von Peter Mod­ler, in dem er u.a. sehr gekonnt die Fern­seh­du­el­le zwi­schen Trump und Hil­la­ry Clin­ton im Prä­si­dent­schafts­wahl­kampf 2016 zer­pflückt. Kaum zu fas­sen, dass ein Pro­fi wie Clin­ton Trumps Kas­perl-Thea­ter nicht durch­schaut und gestoppt hat — und ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum dem Kas­per folg­te. Ein Lehr­stück — und auch emp­feh­lens­wert, wenn man gera­de kei­nen Wahl­kampf zu bestrei­ten hat.

Peter Mod­ler: Mit Igno­ran­ten spre­chen: Wer nur argu­men­tiert, ver­liert*, Cam­pus Ver­lag, 2019


Die Kunst des “Nein-Sagens”:
Ein lie­be­voll gestal­te­tes Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le”, mit kur­zen prä­gnan­ten Tex­ten über’s Nein­sa­gen und vie­len ein­fach zu befol­gen­den Übun­gen.
Für alle, die gera­de mit dem The­ma beschäf­tigt sind, oder zum Ver­schen­ken.

Anne van Stap­pen, Das klei­ne Übungs­heft: Gren­zen set­zen, nein sagen*
Tri­ni­ty Ver­lag, 2012

Wie wir Opfer­rol­le und unglück­li­che Lebens­si­tua­tio­nen ver­las­sen kön­nen. Manage­ment­ex­per­te Rein­hard K. Spren­ger schreibt eben­so char­mant wie nach­hal­tig über unser Unglück, in das wir uns oft selbst hin­ein­ma­nö­vrie­ren — und wie wir wie­der her­aus­kom­men. Gut erklärt und mit vie­len Bei­spie­len ist es ein ech­ter Game-Chan­ger. Emp­feh­lens­wert!

Rein­hard K. Spren­ger: Die Ent­schei­dung liegt bei dir! Wege aus der all­täg­li­chen Unzu­frie­den­heit*, Cam­pus Ver­lag GmbH, 2015 

Wei­ter­füh­ren­de Beiträge:

Män­ner sind seit Jahr­tau­sen­den dar­auf getrimmt, die Bes­ten sein zu wol­len und ande­ren — auch unge­fragt — die Welt zu erklä­ren. Frau­en ticken anders. Das hat mit männ­li­cher oder weib­li­cher Erzie­hung wenig zu tun, son­dern viel mit Evo­lu­ti­on und einem uralten psy­cho­lo­gi­schen Pro­gramm. Über männ­li­ches und weib­li­ches Ver­hal­ten — und wie man der Evo­lu­ti­on ein Schnipp­chen schla­gen kann:
Da röhrt der Hirsch. Über die schwie­ri­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Män­nern und Frauen

Bin­dungs­mus­ter: Rasen­de Eifer­sucht, uner­träg­li­che Ver­lust­ängs­te, schein­ba­re Gleich­gül­tig­keit und emo­tio­na­le Distanz — oder die lie­be­vol­le Balan­ce zwi­schen Nähe und Unab­hän­gig­keit: Die Art, wie wir als Erwach­se­ne lie­ben, hat viel mit Bin­dungs­mus­tern zu tun, die wir in unse­rer Kind­heit gelernt haben.
Bin­dungs­mus­ter: Nicht mit dir und nicht ohne dich

Sozia­le Medi­en: Beson­ders jun­ge Mäd­chen und Frau­en neh­men sich oft die glatt­po­lier­ten Influ­en­cer-Sto­rys aus sozia­len Medi­en zum Vor­bild und füh­len sich schlecht, weil sie das, was ihnen dort vor­ge­spielt wird, nie errei­chen.
Wie gefähr­lich ist social media für unser Leben? Hel­fen uns Face­book & Co. gegen Ein­sam­keit — oder machen sie alles noch schlim­mer?
Ein­sam durch Face­book und Co.?

Fremd­ge­hen: Wer kennt es nicht, wenn sich nach weni­gen Wochen gro­ßer Lie­be, in denen See­len­ver­wandt­schaf­ten ent­deckt und Zukunfts­plä­ne geschmie­det wer­den, der ange­him­mel­te Liebs­te plötz­lich rar­macht, um Bedenk­zeit bit­tet, selt­sa­me Erklä­run­gen stam­melt und schließ­lich zu einer ande­ren ent­schwin­det? Ist das Psy­cho­lo­gie oder doch wie­der nur ein mise­ra­bler männ­li­cher Hor­mon­haus­halt?
Ist Fremd­ge­hen angeboren?

Nar­ziss­mus: “Dou­ble Bind” — egal was du tust, es wird das Fal­sche sein — ist die Masche, mit der Nar­ziss­ten ihre Mit­men­schen mani­pu­lie­ren. Aber was ist Nar­ziss­mus? Und: kann man Nar­ziss hei­len, ret­ten oder ent­kom­men?
Das Zeit­al­ter der Narzissten

Die Gelieb­te eines mäch­ti­gen Man­nes zu wer­den, war vie­le Jahr­hun­der­te lang die ein­zi­ge Mög­lich­keit für Frau­en, poli­ti­sche Macht und Ein­fluss zu bekom­men. Beson­ders gut funk­tio­nier­ten Sex und Poli­tik im Abso­lu­tis­mus, des­sen Mätres­sen­wirt­schaft die Welt­ge­schich­te maß­geb­lich beein­flusst hat. Die berühm­tes­te und ein­fluss­reichs­te „maî­tres­se en tit­re“ war die Gelieb­te des Uren­kels des Son­nen­kö­nigs, die Mar­qui­se de Pom­pa­dour.
Die Mar­qui­se de Pompadour

Tipps und Tricks: psy­cho­lo­gi­sche Denk­fal­len und viel Wis­sens­wer­tes für ein bewuss­tes Leben
Tipps für den Alltag

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Deutsch­land im Jah­re 2017 hat ein Pro­blem mit arbei­ten­den Müt­tern und die Müt­ter Pro­ble­me mit der Arbeit. Wir brau­chen drin­gend mehr Ehr­lich­keit und eine fami­li­en­freund­li­che Unter­neh­mens­kul­tur. Und Kin­der­freund­lich­keit: Weil Bul­ler­bü ist nicht!
Ein lesens­wer­ter Blog­bei­trag von noty​e​ta​gu​ru​.com:
Working Moms ner­ven? War­um Deutsch­land ein Pro­blem hat und ich kei­nen Bock mehr!

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Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschich­te & Psy­cho­lo­gie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich brin­ge mit mei­nem Team Lebens‑, Fami­li­en- und Unter­neh­mens­ge­schich­ten ins Buch und schrei­be als Ghost­wri­te­rin Bücher mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie.

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13820coo­kie-checkIm Land des Lächelns: Weib­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on und ihre Tücken

Ein Gedanke zu „Im Land des Lächelns: Weibliche Kommunikation und ihre Tücken

  1. Du schreibst mir aus dem Her­zen.… Ich sit­ze hier in Qua­ran­tä­ne und kom­mu­ni­zie­re mir den Mund fusselig.
    Ges­tern dann der gro­ße Knall und ein laut­star­ke Konfrontation.
    Dar­auf­hin heu­te ein klä­ren­des und sehr auf­schluss­rei­ches Mut­ter Toch­ter Gespräch.
    Es nützt nichts drum­her­um zu reden, man muss auf den Punkt kom­men. Und das tut manch­mal weh.

  2. Ein wirk­lich guter Arti­kel. Eine objek­ti­ve Sicht­wei­se auf das The­ma. Inter­es­sant, aus­führ­lich und nach­voll­zieh­bar geschrie­ben, mit guten Tipps.

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