Im Land des Lächelns: Weibliche Kommunikation und ihre Tücken

Frauen in Führungspositionen - ist ihre Sprache ein Problem www.generationengespräch.de


Frauen verstehen: Wer schon einmal in die Mühlen von weiblichem Minus Talk oder sogar Kill Talk geraten ist, weiß, dass auch Frauen nicht immer harmonisch und friedfertig sind.

Über weibliche und männliche Kommunikation, Frauen in Führung und die Sache mit der gläsernen Decke.

Frauen verstehen

Trotz aller Nettigkeit und dem typisch-weiblichen Harmoniebedürfnis können auch Frauen sehr sauer reagieren, wenn sie wütend sind.

Allerdings kommt weibliche Aggression oft so sanft daher, dass man(n) sie häufig erst einmal kaum bemerkt.

Schön ist es trotzdem nicht.

Wie es sich anfühlt, wenn eine Frau aggressiv ist, weiß jeder, der beispielsweise schon einmal mit einer unsicheren Chefin zusammenarbeiten musste.

Und in Liebesangelegenheiten können Frauen sehr unangenehm werden, wenn die eine dem Partner einer anderen zu nahe kommt – oder, umgekehrt, eine ambitionierte Geliebte ihre Ansprüche bei der Ehefrau anmeldet.

Wer die Reviergrenzen einer Frau missachtet oder sogar unbefugt in ihr Territorium eindringt, wird in der Regel nicht mit gefletschten Zähnen, offenem Machtkampf und männlich-lautem Kanonendonner wieder hinausgeworfen, sondern tappt in ein tückisch-weibliches Minenfeld, das viel verletzender sein kann als ein lautstarker Streit.

Minus-Talk und Kill-Talk: Die Waffen der Frauen

Umso schlimmer ist es, wenn man plötzlich ins Fadenkreuz einer wütenden Frau geraten ist. Die bevorzugten Waffen von Frauen beim großen Showdown sind selten laut.

Aber effektiv:

  • diskreditieren (= hintenrum andere schlecht machen)
  • Gerüchte streuen
  • aus einer Freundes- oder Kollegengruppe ausschließen
  • eifersüchtig machen

Frauen können mit großer Raffinesse über Bande spielen.

Sie attackieren nicht frontal, sondern indirekt: Ihre (unsichere) Chefin sagt Ihnen beispielsweise nicht ins Gesicht, dass Sie Ihre Arbeit schlecht findet, sondern teilt es in Ihrem Beisein einer Kollegin mit.

Als Attackierte*r stehen Sie in so einer Situation ziemlich doof da.

Hätte Ihre Chefin die Vorwürfe in einem Vier-Augen-Gespräch geäußert, wäre es Ihnen vermutlich leichter gefallen, sich zu wehren. Aber jetzt, quasi auf offener Bühne und mit Zuschauern, eine Szene machen? Schwierig.

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Oft ist für Unbedarfte nicht mal zu erkennen, dass sich etwas zusammenbraut.

So wundert sich manche*r, dass in der Teeküche das Gespräch unter Kolleginnen immer verstummt, sobald Sie den Raum betreten. Oder beim Mittagessen in der Kantine, bei dem sich alle lustig über Ihren Kopf hinweg unterhalten und so tun, als wären Sie gar nicht da.

Minus Talk nennt man dieses sehr schmerzhafte typisch-weibliche Ausschlussverfahren in der Fachsprache.

Die nächstmögliche und gleichzeitig höchste Eskalationsstufe ist der sogenannte Kill Talk, bei dem Gerüchte und gegebenenfalls sogar peinliche Intimitäten über das Opfer weiblicher Wut verbreitet werden.

Wer versucht, das unwürdige Spiel mit der Frage „Was ist eigentlich los?“ zu beenden, wird alles bekommen, nur nicht die Wahrheit.
Nein, nein, alles ist gut„, ist die typisch weibliche Standard-Floskel, die lächelnd vorgetragen wird, auch wenn alle Beteiligten wissen, dass nichts gut ist.

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Wie weibliche Territorialkämpfe funktionieren
und was man dagegen tun kann, wenn man ins Fadenkreuz geraten ist, erklärt der Führungskräfte-Coach Peter Modler in seinem großartigen Buch ebenso pragmatisch wie lesenswert anhand vieler Beispiele. Ein ‚Must-Read‘ eigentlich für alle, denn weibliche Kommunikation scheut zwar die offene Konfrontation, kann aber genauso böse enden wie männliche …
Peter Modler: Die freundliche Feindin: Weibliche Machtstrategien im Beruf*, Piper Verlag, März 2017

Frauen scheuen die offene Auseinandersetzung mehr als Männer.

Und da Frauen die Königinnen des Netzwerkens sind und das große Einmaleins der Gruppendynamik beherrschen, ist das schweigsame Ausschlussverfahren die härteste Strafe, die sie verhängen können.

Wer das schon einmal erleben musste, weiß, wie hart diese Strafe sein kann.

Ist das zarte Geschlecht auch das friedlichere?

Für die Mehrzahl von Frauen ist eine offene Konfrontation ungefähr genauso erstrebenswert wie Orangenhaut am Po. Sind Frauen deswegen nicht nur netter, sondern auch friedlicher als Männer?

Die allgemeine Meinung ist, dass die Welt besser dastünde, wenn es mehr Frauen in wirtschaftlichen und politischen Führungspositionen gäbe: Finanzkrise, islamistischer Terror, Klimaerwärmung oder Wettrüsten – alles keine Themen mit mehr Frauen an der Macht?

Dagegen sprechen Frauen wie beispielsweise Magda Goebbels, die Ehefrau des NS-Propagandaministers Joseph Goebbels – sie brachte ihre sechs Kinder am Ende des Krieges um.

Als grausam und mörderisch galt auch Mama‚ Ceaușescu, die Gattin des früheren rumänischen Diktators, die den den Frauen in Rumänien unter Androhung brachialer Strafen de facto einen Gebärzwang auferlegte.

Und in jüngerer Vergangenheit sorgte die US-Soldatin Lynndie England für Entsetzen, als sie sich im irakischen Foltergefängnis Abu Ghraib breit grinsend mit einem Stiefel auf dem nackten Rücken eines Gefangenen an einer Hundeleine fotografieren ließ.

Alles nur Ausrutscher – weibliche Ausnahmen, die die Regel bestätigen?

Die Welt kennt keinen weiblichen Hitler oder Stalin, das ist richtig, aber in der Weltgeschichte und im Alltag wimmelt es von Frauen, die aggressiv, grausam und gemein waren bzw. sind.

Die Formel böser Mann auf der einen Seite und liebe Frau auf der anderen geht mit Sicherheit nicht auf. Allerdings stimmt es, dass man so gut wie keinen weiblichen Tyrannen kennt, der ganz bewusst den Tod unzähliger Menschen in Kauf genommen hat, um seine Pläne in die Tat umzusetzen (so wie Stalin, Hitler – und auch Putin – es getan haben bzw. tun).
Und es ist auch richtig, dass die meisten Frauen weit weniger hierarchisch denken und handeln als Männer.

Frauen markieren und verteidigen ihr Revier seltener mit Status, teuren Uhren und protzigen Autos; lautem Gehabe, Nieder-Reden, Nicht-Ausreden-Lassen und Besserwisserei.

Das stößt die meisten Frauen sogar ab.

Auf dem Schulhof gilt ein Mädchen, das mit seinen Leistungen angibt oder anderen sagen will, wo’s langgeht, auch heute noch bei den anderen schnell als zickig und „zu chefig„. Jungs dagegen empfinden „chefig“ als etwas völlig Normales und stecken mit Angeben und Lautsein schon im Kindergarten ihr Revier ab.

Die weibliche Lust am Nettsein und Relativieren der eigenen Leistung ist größtenteils nicht anerzogen, sondern das Ergebnis unserer Evolution.
Denn die prinzipielle Bereitschaft von Frauen, nett zu sein und sich als ‚Gleiche unter Gleichen‚ in eine Gruppe einzufügen, ist wegen ihres jahrtausendenalten biologischen Programms „Kinder erziehen“ viel größer als bei Männern.

Das macht Frauen aber nicht zwingend zu besseren Menschen – oder besseren Führungskräften.

Weibliche Führungskräfte – die freundliche Feindin?

Im Gegensatz zu Männern nehmen viele Frauen vieles sehr persönlich.

Die meisten Männer haben die Gabe, dass sie sich zwar am Verhandlungstisch anbrüllen und bis auf’s Messer streiten, aber danach in aller Ruhe gemeinsam auf ein Bier oder eine Runde Golf gehen können.

Offen ausgetragene Machtkämpfe und Rangeleien sind für Männer seit Kindesbeinen Normalität.

Wenn einer im Büro mal blafft, ist das in der männlichen Sichtweise in etwa so wie bei einem Hund unter Hunden, der an jeder Ecke sein Bein hebt, um seine Duftmarke zu setzen.

Streit und Rangeleien sind nichts Persönliches, und bei passender Gelegenheit kann man(n) einfach drüberpinkeln und die Auseinandersetzung freundschaftlich und mit Gefrotzel endgültig begraben, vergeben und vergessen.

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Die Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Kommunikation.
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Frauen können hervorragende Führungskräfte seine, weil sie oft in einer sehr persönlichen Art darauf achten,dass es allen in ihrem Team gutgeht.
Sie neigen eher zu flachen Hierarchien und barrierefreier Kommunikation mit wenig Ellenbogen, wagen mehr Demokratie und erreichen dadurch mehr Kreativität.

Leveling nennt man diese Art der (weiblichen) Führung; die Chefin als fürsorgliche Ratgeberin, als große Schwester oder sogar als eine Art Mama.

In einem gut eingespielten Team mit einer kompetenten und selbstsicheren Chefin, die gleichzeitig versteht, wie ihre männlichen Kollegen und Chefs ticken und sich bei Bedarf auch „männlich“ durchsetzen kann, kann Leveling ein sehr erfolgreicher Führungsstil sein.

In einem schlecht eingespielten Team mit einer unsicheren Frau an der Spitze kann es zur Katastrophe werden.
Denn die Chefin, die sich als große Schwester, Vertraute und Mama ihres Teams verkauft, kann auch der Wolf im Schafspelz sein.

Dann treibt sie die, die sie führen soll, nicht zu Höchstleistungen, sondern zur Verzweiflung und im schlimmsten Fall zur inneren Selbstaufgabe.

Das ist die Kehrseite des typisch-weiblichen Führungsstils: Sehr persönlich, fürsorglich und achtsam – aber alles, was Sie sagen, kann auch gegen Sie verwendet werden!

Und das sehr lange: Viele Frauen nehmen vieles nicht nur persönlich, sondern haben auch das sprichwörtliche Elefanten-Gedächtnis.

Die gläserne Decke

Frauen sind fleißig.

Den Jungs zeigen Mädchen ab der Schultüte die Kante, sie sind – wissenschaftlich belegt – schneller und fleißiger, bestehen ihre Schulzeit mit Bravur und ziehen Ausbildung und Studium deutlich gewissenhafter durch als viele ihrer männlichen Altersgenossen.

Während die meisten Jungs spätestens ab der Pubertät als wilde Kerle bolzen und lonley Cowboys ihre Zeit mit einsamem Gitarrenklimpern verplempern, macht ein Großteil der weiblichen Teenager Schularbeiten.

Frauen verstehen

Soviel Fleiß zahlt sich aus.
Heutzutage können und sollen junge Frauen die gleichen Chancen haben und die gleichen Jobs machen wie junge Männer.

Trotzdem klafft nach wie vor ein Gender Gap von durchschnittlich 20 Prozent weniger Gehalt zwischen Männern und Frauen.

Ist das Diskriminierung und die gläserne Decke? Oder schlicht eigene Blödheit – die weibliche Geheimsprache, die nicht klar ausspricht, was sie will ?

Nachgewiesen ist, dass die schlechtere Bezahlung unter anderem auch deshalb zustande kommt, weil viele Frauen sich in Bewerbungs- und Gehaltsgesprächen unter Wert verkaufen – bloß nicht mit eigenen Leistungen angeben und anderen sagen, wo’s langgeht. Das haben wir ja gelernt …

Sind Frauen zu gut für diese Welt?
Oder … einfach zu doof?

Böser Mann und liebe Frau? Tipps & Tricks für den Umgang mit dem anderen Geschlecht

Es gibt großartige Männer und großartige Frauen – aber ebenso treiben viele inkompetente Menschen beiderlei Geschlechts in Macht- und Führungsetagen, in Schulen, an Universitäten und nicht zuletzt in (Ehe-)Betten ihr kommunikatives Unwesen.

Die Lösung: Zwar hat uns die Evolution mit „typisch männlich“ und „typisch weiblich“ eine jahrtausendealte Entwicklung und Sozialisation in den Rucksack gepackt, aber ob und inwieweit wir unser „Gender“-Gepäck auspacken und nutzen, hängt von uns selbst ab: von unserer Persönlichkeit, unseren Erfahrungen und nicht zuletzt von unserer Bereitschaft, dazuzulernen und es vielleicht doch ganz anders zu machen.

Hier einige Beispiele zur Inspiration:

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Tipps & Tricks für den Umgang mit dem anderen Geschlecht

Lernen Sie zu verstehen, wie männliche und weibliche Kommunikation funktioniert. Werden Sie in Ihrer eigenen Sprache zum Profi, aber eigenen Sie sich auch Fremdsprachkenntnisse an, damit sie die ‚andere‘ Seite verstehen und mit ihr kommunizieren können.

Kommunikation ist nicht nur das, was man sagt, sondern auch das, was man tut: Körperhaltung, Mimik, Gestik, Tonlage, Sprechgeschwindigkeit, körperliche Präsenz und vieles mehr liefern Ihrem Gegenüber jede Menge Informationen darüber, wer Sie sind und wie Sie sich gerade fühlen. Wer bei einem Meeting mit überwiegend männlichen Teilnehmern den Konferenzraum nicht betritt wie die Königin (oder der König) von Saba, sondern vor lauter Angst an die Wand gedrückt hineinhuscht, hat schon verloren. Da hilft dann auch maximale Kompetenz nicht weiter.

Bei Verhandlungen mit Männern gilt: Wer MACHT hat, rennt nicht!
Besonders Frauen sollten darauf achten, bei Verhandlungen mit Männern ihr Sprechtempo zu drosseln und vor allem nicht diensteifrig durch die Gegend flitzen. Sprechen Sie nicht nur langsamer, sondern auch lauter, sagen Sie lieber etwas weniger und nutzen Sie die Königsklasse der Kommunikation – das erwartungsvolle Schweigen.

Sollten Sie in einem weiblichen ‚Minus Talk‘ verstrickt sein, schlagen Sie mit der gleichen Waffe zurück. Das heißt: Keine offene Konfrontation, sondern Netzwerken, Bündnispartner finden, die eigene Position in der Teeküche oder der Abteilung stärken und überlegen, wie Sie den Angriff über Bande elegant abwehren und zurückspielen können.

Einen unwilligen oder sogar wütenden Mann werden Sie mit einer ausgefeilten Argumentationskette – ‚High Talk‚, wie es Peter Modler nennt – nicht überzeugen, denn er hört Ihnen gar nicht zu. Wenn Ihr Gegenüber einsilbig ist, sind Sie es am besten mit einer klaren einfachen Botschaft auch („Ich sehe, es passt gerade nicht, wir reden ein andermal„). Wenn Ihr Vorgesetzter sich in Rage geredet hat und wutschnaubend vor seinem Schreibtisch auf- und abmarschiert, stehen Sie auf, zeigen Sie Präsenz – und laufen am besten auch ein bisschen mit („Move Talk“ nach Modler).

Frauen sollten es vermeiden, sich in Gegenwart männlicher Kollegen, Kunden oder Chefs selbst klein zu reden. Wenn Sie Ihr neues todschickes Kleid gegenüber Freundinnen als „das ist doch ganz alt“ abtun, verstehen die das richtig; Männer halten solche Aussagen für bare Münze. Nehmen Sie bitte auch das Lob Ihres Chefs für ein gelungenes Projekt dankend entgegen, aber verweisen Sie um Gottes Willen nicht aus Nettigkeit und Fairness auf das Team, das Sie unterstützt hat.
Relativieren Sie Ihre Leistung nicht! Das Lob ist ernst gemeint, also nehmen Sie es auch ernst.

Und zu guter Letzt: Als Frau sollten Sie es vermeiden, mit Ihrem Partner oder Ihren Kollegen in der weiblichen Geheimsprache zu sprechen, die verstehen Männer nämlich nicht. Sagen Sie lieber klipp und klar, was Sie wollen. Das gilt besonders für Gehaltsverhandlungen und Mitarbeitergesprächen.

 Copyright: Agentur für Bildbiographien, www. bildbiographien.de, 2019 (aktualisiert 2022)

Lesen Sie im nächsten Beitrag: Geben sich Frauen als Mütter selbst ein „Lebenslänglich“? Opfern sie sich auf, werden dadurch unglücklich und nörgeln schließlich ihre Männer aus dem Haus? Über den schwierigen Spagat zwischen Kind und Kegel, Aufopfern, Hausarbeit, Oropax und die mütterlichen Qualitäten von Vätern.
Der Mann in der Krise?

Buchempfehlungen:

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Opfer – Retter – Verfolger.
In Stressituationen fallen wir oft in alte Rollen-Muster, die wir in der Kindheit gelernt haben. Wie man Psychospielchen durchschauen und durchbrechen kann – ein sehr lesenswertes Buch für alle, die das Gefühl haben, sich immer wieder an der gleichen Stelle zu verhaken.

Cornelia und Stephan Schwarz: Schluss mit Psychospielchen*, dtv Verlagsgesellschaft, Januar 2018

Karriere im Eimerchen?
Nina Puris wunderbar geschriebene Polemik über Mütter, die Kastanienmännchen statt Karriere basteln. Unterhaltsam, witzig, gründlich recherchiert – lohnt sich!

Nina Puri: Karriere im Eimerchen? Warum Mütter nicht zum Arbeiten kommen*,
Knaur Taschenbuch, 2014

Kein Lob annehmen können, sich immer für alles „schuldig“ fühlen, nicht zur Ruhe kommen und in der Liebe unglücklich sein – vieles, was uns in schlechten Phasen zu schaffen macht, hat seine Wurzeln in längst vergessenen Kindheitserlebnissen.
Die Trauma-Therapeutin Dami Charf beschreibt in ihrem Buch, welche Mechanismen uns immer wieder in alte Muster zurückfallen lassen. Und wie man daraus wieder herauskommt. Lesenswert!
Dami Charf, Auch alte Wunden können heilen: Wie Verletzungen aus der Kindheit unser Leben bestimmen und wie wir uns davon lösen können*. Kösel-Verlag, 2018

Sind Frauen die besseren Kolleginnen, Chefinnen … und Menschen?
Wohl eher nicht. Dass Frauen friedfertiger, teamfähiger und kommunikativer als Männer seien, ist eine schöne Legende, die Peter Modler in seinem zweiten Buch ebenso pragmatisch wie lesenswert zerpflückt. Weibliche Kommunikation scheut häufig die offene Konfrontation, kann aber genauso böse enden wie männliche …
Peter Modler: Die freundliche Feindin: Weibliche Machtstrategien im Beruf*, Piper Verlag, März 2017

‚Männliche‘ versus ‚horizontale‘ – weibliche – Kommunikation.
Ein Buch für Frauen UND Männer, mit tollen Beispielen aus der Praxis, um zu verstehen, wie die andere Seite spricht und tickt. Nicht nur für ‚AHA‘-Erlebnisse, sondern auch sehr konkret mit Handlungsempfehlungen für einen besseren Umgang miteinander. Empfehlenswert!

Peter Modler: Das Arroganz-Prinzip*, FISCHER Taschenbuch, 2. Auflage, Oktober 2018

Ein drittes, sehr empfehlenswertes Buch von Peter Modler, in dem er u.a. sehr gekonnt die Fernsehduelle zwischen Trump und Hillary Clinton im Präsidentschaftswahlkampf 2016 zerpflückt. Kaum zu fassen, dass ein Profi wie Clinton Trumps Kasperl-Theater nicht durchschaut und gestoppt hat – und ein Millionenpublikum dem Kasper folgte. Ein Lehrstück – und auch empfehlenswert, wenn man gerade keinen Wahlkampf zu bestreiten hat.

Peter Modler: Mit Ignoranten sprechen: Wer nur argumentiert, verliert*, Campus Verlag, 2019

Die Kunst des „Nein-Sagens“:
Ein liebevoll gestaltetes Heft aus der Reihe „Bibliothek der guten Gefühle“, mit kurzen prägnanten Texten über’s Neinsagen und vielen einfach zu befolgenden Übungen.
Für alle, die gerade mit dem Thema beschäftigt sind, oder zum Verschenken.

Anne van Stappen, Das kleine Übungsheft: Grenzen setzen, nein sagen*
Trinity Verlag, 2012

Wie wir Opferrolle und unglückliche Lebenssituationen verlassen können. Managementexperte Reinhard K. Sprenger schreibt ebenso charmant wie nachhaltig über unser Unglück, in das wir uns oft selbst hineinmanövrieren – und wie wir wieder herauskommen. Gut erklärt und mit vielen Beispielen ist es ein echter Game-Changer. Empfehlenswert!

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Für kluge Entscheidungen ohne späte Reue, klare Prioritäten und unsere Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, brauchen wir nicht nur unseren Verstand, sondern auch unser (Bauch-)Gefühl.
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Bildnachweis:

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Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschichte & Psychologie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich bringe mit meinem Team Lebens-, Familien- und Unternehmensgeschichten ins Buch und schreibe als Ghostwriterin Bücher mit den Schwerpunkten Geschichte und Psychologie.

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13820cookie-checkIm Land des Lächelns: Weibliche Kommunikation und ihre Tücken

1 Kommentar zu „Im Land des Lächelns: Weibliche Kommunikation und ihre Tücken“

  1. Sielhorst - Kempf

    Du schreibst mir aus dem Herzen…. Ich sitze hier in Quarantäne und kommuniziere mir den Mund fusselig.
    Gestern dann der große Knall und ein lautstarke Konfrontation.
    Daraufhin heute ein klärendes und sehr aufschlussreiches Mutter Tochter Gespräch.
    Es nützt nichts drumherum zu reden, man muss auf den Punkt kommen. Und das tut manchmal weh.

  2. Ein wirklich guter Artikel. Eine objektive Sichtweise auf das Thema. Interessant, ausführlich und nachvollziehbar geschrieben, mit guten Tipps.

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