Sei spontan!

Sei spon­tan!“, „Sei fröh­lich!” oder so schlimm ist es doch gar nicht wer­den oft leicht dahin­ge­sagt.

Eigent­lich sind sie nett gemeint, aber außer einem schlech­ten Gewis­sen bewir­ken sie nichts. Des­we­gen: lie­ber nicht die­se Art von Trost, denn er trös­tet nicht, son­dern setzt noch zusätz­lich unter Druck. 

Erziehung durch ein schlechtes Gewissen - und unser Recht auf schlechte Laune

Erziehung durch ein schlechtes Gewissen

Natür­lich ist es nicht böse gemeint, wenn wir ver­su­chen, einen Men­schen, der gera­de trau­rig oder schlecht gelaunt ist, mit einem “Sei doch mal spon­tan”, “Sei fröh­lich” oder “Kopf hoch! Ist doch gar nicht so schlimm” auf­zu­mun­tern.

Es ist nicht böse gemeint, aber nett ist es trotz­dem nicht.
Und auch nicht harm­los. Denn sol­che Sprü­che machen ein schlech­tes Gewis­sen, weil sie beim Auf­ge­mun­ter­ten unwei­ger­lich zur Fra­ge Stimmt mit mir etwas nicht?” füh­ren — offen­bar gibt es ja kei­nen Grund zum Trau­rig- oder Genervtsein.

Aber wie bit­te­schön, soll man auf Zuruf fröh­lich sein, wenn man Sturz­bä­che heu­len könn­te oder vor Angst mit den Zäh­nen klap­pert, einem im Moment also abso­lut nicht nach Fröh­lich­keit zumu­te ist?

” … Stel­len Sie sich vor, Sie wer­den in eine Fami­lie hin­ein­ge­bo­ren, in der – aus wel­chen Grün­den auch immer – Fröh­lich­keit Pflicht ist, genau­er aus­ge­drückt, einer Fami­lie, in der Eltern dem Grund­satz hul­di­gen, dass ein son­ni­ges Gemüt des Kin­des der offen­sicht­lichs­te Beweis elter­li­chen Erfol­ges ist. 

Und sei­en Sie ein­mal schlech­ter Lau­ne, oder über­mü­det, oder haben sie Angst vor dem Turn­un­ter­richt, dem Zahn­arzt oder der Dun­kel­heit, oder kei­ne Lust, Pfad­fin­der zu wer­den. So wie ihre lie­ben Eltern das sehen, han­delt es sich nicht ein­fach um eine vor­über­ge­hen­de Lau­ne, Müdig­keit, die typi­sche Angst eines Kin­des oder der­glei­chen, son­dern um eine wort­lo­se, aber umso lau­te­re Ankla­ge der erzie­he­ri­schen Unfä­hig­keit der Eltern. 

Aus: Paul Watz­la­wick, Anlei­tung zum Unglück­lich­sein*

ANZEIGE

Shop Geschenke made for Mama

Schlech­te Stim­mung gehört zum Leben ein­fach dazu … schlech­te Gerü­che nicht.

Hoch­wer­ti­ge äthe­ri­sche Öle für Kör­per und Geist und vie­les mehr, was das Leben schö­ner macht, fin­den Sie in unse­rem Shop Geschen­ke made for Mama 
Und neben­bei: Zitrus­öle haben einen sehr posi­ti­ven Effekt auf Gedächt­nis und Kon­zen­tra­ti­on — und machen gute Laune! 


Unser Recht auf schlechte Laune

Unse­re Trau­rig­keit ver­un­si­chert ande­re Men­schen.
Denn wir alle reagie­ren auf bestimm­te Trig­ger wie der Paw­low­sche Hund aufs Glöck­chen: Wenn unser Kind weint, bekom­men wir ein schlech­tes Gewis­sen, und die gerun­zel­te Stirn eines Kun­den berei­tet uns Sorgen.

Die­se Sor­gen ver­sucht jede*r von uns so gut es geht zu ver­mei­den — durch gut­ge­mein­te Rat­schlä­ge, die auf­mun­tern sol­len, zum Bei­spiel.

Doch wer sei­nem trau­ri­gen Gegen­über ein “Sei doch mal spon­tan!” oder Ähn­li­ches an den Kopf wirft, ändert ers­tens nichts an des­sen Situa­ti­on und könn­te ihn zwei­tens eben­so gut auf­for­dern, etwas absicht­lich zu ver­ges­sen oder allein durch Wil­lens­kraft tie­fer zu schla­fen.

Anders gesagt: Unmög­li­ches verlangen.

Denn Spon­ta­ni­tät und gute Lau­ne ist etwas, das frei und unbe­ein­flusst aus unse­rem Inne­ren kommt. Ent­we­der man ist spon­tan (oder fröh­lich) — oder eben (im Moment) nicht. Nach Auf­for­de­rung spon­tan oder gut gelaunt zu sein, ist aus logi­scher Sicht so etwas wie die Qua­dra­tur des Krei­ses.
Eine logi­sche Fal­le — Logi­sche Para­do­xie sagen Fach­leu­te dazu.

” … Nicht weni­ge Eltern brin­gen es dann zu meis­ter­haf­ten Wei­ter­ent­wick­lun­gen, indem sie dem Kind zum Bei­spiel sagen: „Geh’ auf dein Zim­mer, und komm’ mir nicht her­aus, bis du wie­der guter Lau­ne bist.“ 

Damit ist in über­aus ele­gan­ter, da indi­rek­ter Wei­se klar aus­ge­drückt, dass das Kind es mit etwas gutem Wil­len und einer klei­nen Anstren­gung fer­tig­brin­gen könn­te, sei­ne Gefüh­le von schlecht auf gut umpro­gram­mie­ren und durch die Inner­va­ti­on der rich­ti­gen Gesichts­mus­keln jenes Lächeln zu erzeu­gen, das ihm die Auf­ent­halts­be­wil­li­gung als ‚guter’ Mensch unter ‚guten’ Men­schen wiederverleiht.” 

Aus: Paul Watz­la­wick, Anlei­tung zum Unglück­lich­sein*

Das ver­ur­sacht Stress, der ja bekannt­lich immer dann ent­steht, wenn wir „Ja“ sagen, obwohl wir eigent­lich „Nein“ mei­nen.
Oder anders aus­ge­drückt: Wenn wir ohne Über­zeu­gung und inne­ren Antrieb ver­su­chen, die Wün­sche ande­rer zu erfül­len.

Denn nach sol­chen Rat­schlä­gen haben wir genau zwei Alter­na­ti­ven, um dar­auf zu reagie­ren: Ent­we­der wir wider­set­zen uns, blei­ben wei­ter genervt, trau­rig oder nicht-spon­tan und frus­trie­ren dadurch unser Gegen­über. Das macht unse­re sowie­so schon nie­der­ge­schla­ge­ne Lage mit Sicher­heit nicht bes­ser.

Oder wir reagie­ren wie gewünscht und tun so “als ob”.
In der Regel sind wir viel zu gut erzo­gen, um ande­ren absicht­lich weh zu tun, des­we­gen tun wir eben häu­fig das, was man von uns erwar­tet.
Beson­ders dann, wenn mit dem Hin­weis auf die eige­ne Auf­op­fe­rung auf­ge­mun­tert wird — eine Erfah­rung, die vie­le in ihrer Kind­heit mit ihren Eltern gemacht und gelernt haben.

Das Recht auf schlechte Laune

Eine Mut­ter, die von ihren Kin­dern als Dank für ihre Arbeit “nur” Son­nen­schein und fröh­li­ches Lachen erwar­tet (statt puber­tä­rem Gegrum­mel …), erzieht durch ein schlech­tes Gewis­sen.
Das meis­tens ohne böse Absicht. Beson­ders klug und sen­si­bel ist es trotz­dem nicht. Denn nichts kann uns so unter Zug­zwang set­zen wie einIch tu‘ doch alles nur für Dich!“.

Für die, die durch unge­be­te­ne Auf­op­fe­rung in die Pflicht genom­men wer­den, gibt es kein Ent­rin­nen mehr; die Mög­lich­keit, „Nein“ zu sagen, exis­tiert de fac­to nicht.
Auf­op­fe­rung ist nicht nett, son­dern ein Mani­pu­la­ti­ons­mit­tel ers­ter Klasse.

ANZEIGE

Vom Ver­stand her wis­sen wir meis­tens ziem­lich genau, wes­halb wir uns man­che “Din­ge”, Men­schen, Anfor­de­run­gen und die Wün­sche ande­rer nicht so zu Her­zen neh­men soll­ten — und tun es dann doch.
Die­ses Buch kommt locker daher und eig­net sich wun­der­bar als Bett- oder Strand­lek­tü­re, legt aber auch sehr klug und char­mant den Fin­ger in offe­ne Wun­den. um end­lich das eine oder ande­re see­len­ru­hig am A … vor­bei­zie­hen las­sen zu kön­nen. Lesens­wert!
Alex­an­dra Rein­warth: Am Arsch vor­bei geht auch ein Weg: Wie sich dein Leben ver­bes­sert, wenn du dich end­lich locker machst*, mvg Ver­lag, 2016 


Schlechte Stimmung gehört zum Leben einfach dazu

Wer dem Kreis­lauf Schuld­ge­füh­le – Selbst­ver­pflich­tung – Stress ent­kom­men will, soll­te sich klar machen, dass jeder für sein Han­deln selbst ver­ant­wort­lich ist, und nie­mand die Erfül­lung sei­ner Wün­schen von ande­ren ver­lan­gen kann.
Die Erwar­tun­gen der ande­ren sind die Erwar­tun­gen der ande­ren.
Man kann sie erfül­len.
Oder auch nicht.

Krise als Chance

Wer sich selbst ver­pflich­tet, mög­li­cher­wei­se sogar ein Opfer bringt, soll­te das aus eige­ner Über­zeu­gung tun — weil er oder sie es für rich­tig hält — und nicht für den Preis, den man (viel­leicht) für sei­ne Opfer­be­reit­schaft erhält: Aner­ken­nung, Wert­schät­zung, Fröh­lich­keit, Lie­be.

Und: Er soll­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fal­len durch Dop­pel­bin­dungDou­ble Bind — so gut wie mög­lich aus dem Weg gehen.

Ganz klar, trau­ri­ge Men­schen — beson­ders trau­ri­ge Kin­der — kön­nen wir nur schwer ertra­gen und fast jedem liegt in solch einer Situa­ti­on ein “Kopf hoch — ist doch alles nicht so schlimm!” auf der Zunge.

” … Man macht sich im All­ge­mei­nen im Vor­feld kei­ne Gedan­ken über das Wie, man hilft ein­fach drauf los. Das ist nicht immer eine gute Idee. Je mehr ich ver­such­te, Annes Stim­mung zu heben, des­to schul­di­ger fühl­te sich Anne, dass gera­de das nicht funk­tio­nier­te, des­to schul­di­ger fühl­te ich mich, dass ich es nicht hin­be­kam, des­to schlim­mer für Anne, und schon befan­den wir uns in einem Teu­fels­kreis­lauf aus Schuld und Schmerz, was nie­man­den wei­ter­half. Bis zu die­sem Zeit­punkt hat­te ich viel Ener­gie, viel Zeit … sowie jede Men­ge Alko­hol rein­ge­steckt, aber es ging Anne nicht bes­ser, es ging allen nur schlech­ter.
Eine mie­se Bilanz für Helfer.” 

Aus: Alex­an­dra Rein­warth: Am Arsch vor­bei geht auch ein Weg*

Bevor wir ande­re — beson­ders unse­re Kin­der — mit guten Rat­schlä­gen trak­tie­ren und Fröh­lich­keit, ein son­ni­ges Gemüt und Spon­ta­ni­tät durch wohl­mei­nen­de Rat­schlä­ge ein­for­dern, soll­ten wir kurz inne­hal­ten und uns klar machen, dass Trau­rig- und Genervt­sein eben auch zum Leben dazu­ge­hö­ren.
Jede*r darf gele­gent­lich mie­se Lau­ne haben. 

Wer ande­ren das Recht abspricht, trau­rig (oder nicht spon­tan) zu sein, erreicht mit sei­ner ursprüng­lich guten Absicht oft genau das Gegen­teil: Wer als Kind zur Fröh­lich­keit gezwun­gen wur­de, kann irgend­wann dazu über­ge­hen, Depres­sio­nen in Eigen­re­gie zu erzeu­gen.

Depres­si­on — nicht Traurigkeit. 

” … Nein, was die Depres­si­on von die­ser Art der Trau­rig­keit unter­schei­det, ist die Fähig­keit, das in der Kind­heit Aner­zo­ge­ne spä­ter selb­stän­dig anzu­wen­den, indem man sich vor­hält, weder Grund noch Recht zur Trau­rig­keit zu haben. Das garan­tier­te Ergeb­nis ist die Ver­tie­fung und Ver­län­ge­rung der Depres­si­on. Und der­sel­be Erfolg winkt außer­dem auch jenen Mit­men­schen, die der Stim­me des gesun­den Men­schen­ver­stan­des und den Ein­ge­bun­gen ihres Her­zens fol­gend dem Betref­fen­den gut zure­den, ihn auf­mun­tern und ein biss­chen zum Sich Zusam­men­rei­ßen ermutigen. 

Damit näm­lich hat das Opfer nicht nur sei­nen eige­nen, ent­schei­den­den Anteil zur Depres­si­on geleis­tet, son­dern kann sich dop­pelt schul­dig füh­len, weil es nicht an der rosig-opti­mis­ti­schen Welt­schau der ande­ren teil­neh­men kann und damit deren gute Absich­ten so bit­ter enttäuscht.” 

Aus: Paul Watz­la­wick, Anlei­tung zum Unglück­lich­sein*

Fazit:

Glück­li­cher­wei­se sind die meis­ten Men­schen viel zu dick­fel­lig, um sich von “Sei spon­tan!” oder “Sei fröh­lich!” lang­fris­tig irri­tie­ren zu las­sen.
Schlech­te Stim­mun­gen gehö­ren zum Leben ein­fach dazu, denn wo es kei­ne Trau­rig­keit gibt, kann es auch kei­ne Freu­de geben.

Nicht spon­tan zu sein oder schlim­mer: gele­gent­lich mit oder ohne Anlass trau­rig zu sein, kommt gele­gent­lich vor — und geht auch wie­der.
Wenn nicht heu­te, dann eben mor­gen. Ganz von allein — und ohne gut gemein­te Ratschläge.


Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2014 (über­ar­bei­tet 2021) 


Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Wir kön­nen aus unse­ren Erin­ne­run­gen neue Kraft schöp­fen. Oder wir nut­zen sie, um uns noch unglück­li­cher zu machen. Ob uns Ver­gan­ge­nes nützt oder zur Stol­per­fal­le wird, liegt ganz bei uns.
Das Spiel mit der Ver­gan­gen­heit: Erin­nern wir uns! Oder lie­ber doch nicht?

Buch­emp­feh­lun­gen:

Die mit * gekenn­zeich­ne­ten Links sind soge­nann­te Affi­la­te-Links, die hel­fen, den Blog Genera­tio­nen­ge­spräch zu finan­zie­ren. Wenn Ihnen eine der ange­ge­be­nen Emp­feh­lun­gen gefällt und Sie das Buch (oder ein ande­res Pro­dukt) über die­sen Link bestel­len, erhält der Blog dafür eine klei­ne Pro­vi­si­on, ohne dass für Sie Mehr­kos­ten ent­ste­hen. Für Ihren Klick: Herz­li­chen Dank im Voraus!

Resi­li­enz kann man üben:
Ein lie­be­voll gestal­te­tes Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le”, mit kur­zen prä­gnan­ten Tex­ten über unse­re Fähig­keit zur Resi­li­enz und vie­len ein­fach zu befol­gen­den Übun­gen.
Für alle, die gera­de mit einem The­ma beschäf­tigt sind, oder zum Ver­schen­ken.

Isa­bel­le Fil­lio­z­at, Das klei­ne Übungs­heft: Stark durch Resi­li­enz*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2016 

End­lich den feh­len­den Knopf annä­hen, Lie­gen­ge­blie­be­nes erle­di­gen,
Beruf­li­ches, Finan­zen und Bezie­hun­gen ange­hen und auf Vor­der­mann brin­gen — auch wenn’s nicht immer leicht­fällt. 101 prak­ti­sche Tipps für einen ein­fa­che­ren und stress­freie­ren All­tag, die leicht zu befol­gen sind und Lust machen, sofort los­zu­le­gen. Lesens­wert!

Tala­ne Mie­da­ner, Coach dich selbst, sonst coacht dich kei­ner!*, mvg Ver­lag, 2009 


Paul Watz­la­wicks Klas­si­ker für’s Glück­lich­sein.
Ein wun­der­ba­res Buch, in dem man sich (lei­der) sehr oft wie­der­erkennt.
Vie­le “Aha”-Erlebnisse, aber auch ein ech­tes Lese­ver­gnü­gen sind garan­tiert!

Paul Watz­la­wick: Anlei­tung zum Unglück­lich­sein*, Piper Ver­lag GmbH, Mün­chen, 2009 

Wie wir Opfer­rol­le und unglück­li­che Lebens­si­tua­tio­nen ver­las­sen kön­nen
Der Unter­neh­mens­coach Rein­hard K. Spren­ger schreibt eben­so char­man­ten wie nach­hal­tig über unser Unglück, in das wir uns oft selbst hin­ein­ma­nö­vrie­ren — und wie wir wie­der her­aus­kom­men.
Ein groß­ar­ti­ger Rat­ge­ber, der einem mit vie­len Bei­spie­len die Augen öff­net. Sehr emp­feh­lens­wert!

Rein­hard K. Spren­ger: Die Ent­schei­dung liegt bei dir! Wege aus der all­täg­li­chen Unzu­frie­den­heit*, Cam­pus Ver­lag GmbH, Frankfurt/Main, 2016 


Kann man sich sein Lebens­glück erja­gen?
Der Arzt und Psy­cho­the­ra­peut Russ Har­ris beschreibt in sei­nem Umdenk­buch sehr anschau­lich und ver­ständ­lich ACT — die Akzep­tanz- und Com­mit­ment­the­ra­pie, die eben­so plau­si­bel wie ein­fach umzu­set­zen ist. Sehr lesens­wert!

Russ Har­ris, Wer dem Glück hin­ter­her­rennt, läuft dar­an vor­bei*, Gold­mann Ver­lag, 2013 


Je mehr wir uns in Wat­te packen und Angst­aus­lö­sern aus dem Weg gehen, des­to schnel­ler füh­len wir uns über­for­dert.
Der Kin­der- und Jugend­psych­ia­ter Micha­el Win­ter­hoff erklärt sehr anschau­lich und mit vie­len Bei­spie­len aus der Pra­xis, dass nicht “die Welt da drau­ßen” här­ter, son­dern wir schwä­cher gewor­den sind — und was man dage­gen tun kann. Emp­feh­lens­wert!
Micha­el Win­ter­hoff: Mythos Über­for­de­rung: Was wir gewin­nen, wenn wir uns erwach­sen ver­hal­ten*, Pen­gu­in Ver­lag, 2017 

Wei­ter­füh­ren­de Beiträge:

Mie­se Zei­ten: Woher kommt es, dass wir manch­mal ohne kon­kre­ten äuße­ren Anlass extrem dünn­häu­tig sind und mit einer gehö­ri­gen Ladung Wut im Bauch durch’s Leben lau­fen? War­um füh­len wir uns dann so ohn­mäch­tig, aus­ge­nutzt und aus­ge­grenzt, obwohl wir ‚eigent­lich‘ kei­nen Grund dazu haben?  Schlech­te Stim­mung und mie­se Zei­ten: Woher sie kom­men und was man dage­gen tun kann.
Mie­se Zei­ten: Woher schlech­te Gefüh­le kom­men und was man gegen sie tun kann

Dou­ble Bind — egal, was Du tust, es wird ver­kehrt sein. Man­chen Men­schen kann man es nie recht machen. Es sind schwie­ri­ge Zeit­ge­nos­sen, auf den ers­ten Blick fas­zi­nie­rend und ver­füh­re­risch, aber beim nähe­ren Ken­nen­ler­nen ent­pup­pen sie sich als mani­pu­la­tiv und außer­or­den­lich anstren­gend: Nar­ziss­ten.
Das Zeit­al­ter der Narzissten

Ankom­men: Wer immer ALLES haben will, und das SOFORT, stellt sich selbst ein Bein. Und wird es mit dem Ankom­men schwer haben. Es hilft nichts: Wenn wir wirk­lich vor­an­kom­men wol­len, müs­sen wir ech­te Zie­le defi­nie­ren, los­lau­fen und uns mit der “Poli­tik der klei­nen Schrit­te” unse­ren Zie­len nähern. Klingt ein­fach, ist in der Pra­xis aber manch­mal ganz schön schwie­rig.
Vor Ankom­men wird gewarnt

Resi­li­enz: Schwä­chen repa­rie­ren oder Stär­ken stär­ken? War­um es oft bes­ser ist, sich auf das zu kon­zen­trie­ren, was gut läuft.
Die Ener­gie folgt der Aufmerksamkeit

Schlaf­los: Schlaf­stö­run­gen neh­men zu. Die Ursa­che: Es gibt immer mehr Grün­de, die uns wach hal­ten. War­um wir schlecht schla­fen und wie wir unse­ren Schlaf ver­bes­sern kön­nen.
War­um wir schlecht schlafen

Der nor­ma­le Wahn­sinn: Tipps und Tricks, psy­cho­lo­gi­sche Denk­fal­len und viel Wis­sens­wer­tes für ein bewuss­tes Leben fin­den Sie in unse­rer Kate­go­rie:
Tipps für den Alltag

Bild­nach­wei­se:

Agen­tur für Bildbiographien

Geschichte und Psychologie Vergangenheit verstehen um mit der Zukunft besser klar zu kommen
Geschich­te & Psy­cho­lo­gie:

Vergangenes verstehen,
um mit der Zukunft besser klar zu kommen.

Ich brin­ge mit mei­nem Team Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­ge­schich­ten ins Buch
und schrei­be als Ghost­wri­te­rin mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen:
Über uns * Geschen­ke made for Mama * Face­book * XING * Pin­te­rest
Kon­takt * Daten­schutz * Impres­sum

2820coo­kie-checkSei spon­tan!

2 Gedanken zu „Sei spontan!

  1. Lie­be Susanne,
    ich habe lan­ge kei­nen so gelun­ge­nen Blog­ar­ti­kel mehr gele­sen! Vie­le unsin­ni­ge Emp­feh­lun­gen wer­den uns zu unlieb­sa­men Beglei­tern in unse­rem Leben und schwä­chen unse­re Lebens­kraft. Dan­ke für die kla­ren Worte!
    Alles Liebe
    Annette

    • Lie­be Annette,

      herz­li­chen Dank für Dei­nen gelun­ge­nen Kommentar! 🙂
      Ver­mei­den kön­nen wir die “guten” Rat­schlä­ge wie “Sei fröh­lich” oder “sei doch mal spon­tan!”, ver­mut­lich nie. Aber es liegt ja an uns, ob wir sie uns anhö­ren und zu Her­zen neh­men, oder nicht.
      Lie­be Grü­ße zurück!
      Susanne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.