Warum wir schlecht schlafen

Die Ursachen von Schlaflosigkeit - und was man dagegen tun kann

Deutsch­land ist eine Nati­on, die sich im Bett wälzt.
Jeder Zwei­te schläft min­des­tens ein­mal im Monat schlecht, rund ein Vier­tel aller Deut­schen müs­sen sich zu den „Schlaf­ge­stör­ten“ zäh­len, also zu denen, die ent­we­der schlecht ein­schla­fen oder nachts auf­wa­chen und nicht mehr zur Ruhe kom­men, weil der Kopf ein­fach zu voll ist.

War­um wir schlecht schla­fen und wie wir unse­ren Schlaf ver­bes­sern können.

Warum wir schlecht schlafen

Es gibt etwa 90 unter­schied­li­che Arten von Schlaf­stö­run­gen, eini­ge sind kör­per­lich bedingt, ande­re psy­chisch.
Schlaf­stö­run­gen hat per Defi­ni­ti­on jeder, der regel­mä­ßig weni­ger als sechs Stun­den schläft und/oder nicht erhol­sam schläft und sich des­halb am nächs­ten Tag wie gerä­dert fühlt. 

Ein Teu­fels­kreis­lauf, denn zu den schlech­ten Näch­ten kommt oft die Angst vor schlech­ten Näch­ten dazu, die den Schlaf­lo­sen noch zusätz­lich die Lau­ne ver­dirbt.

Denn Schlaf ist eines unse­rer wich­tigs­ten Grund­be­dürf­nis­se.
Man­che Exper­ten hal­ten ihn sogar für wich­ti­ger als Essen und Trinken. 

Warum wir immer schlechter schlafen und was man dagegen tun kann

Wir brau­chen die Erho­lung der Nacht, denn im Schlaf fes­ti­gen wir alles, was wir tags­über gelernt haben. Außer­dem „rei­nigt“ Schlaf Gehirn und Geist, damit sie am nächs­ten Tag wie­der fit sind. Über weit­rei­chen­de Ent­schei­dun­gen soll­te man des­halb tat­säch­lich erst­mal „schla­fen“.

Ohne „guten“, also erhol­sa­men Schlaf geht eigent­lich nichts mehr: Unse­re inne­re emo­tio­na­le Balan­ce gerät aus dem Gleich­ge­wicht und unse­re Stim­mung kippt. 

Wer auf Dau­er schlecht schläft, lebt ris­kant.
Schlech­ter Schlaf ist mit­ver­ant­wort­lich für Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen und hohen Blut­druck, außer­dem arbei­tet das Gedächt­nis schlech­ter. Dick macht Schlaf­man­gel übri­gens auch noch.

Schlaf­ent­zug ist ist nicht ohne Grund eine häu­fig ange­wand­te Foltermethode. 

Mit Ausblenden gegen das tagtägliche ‘Zuviel’

Etwa ein Drit­tel aller Deut­schen wer­den zu densen­si­blen Schlä­fern“ gerech­net, also zu den Men­schen, deren Schlaf emp­find­lich ist und leicht gestört wer­den kann.
Aber auch bei den unsen­si­ble­ren “Normal”-Schläfern neh­men Schlaf­stö­run­gen zu.

Das hat Gründe.

Einer davon ist unser täg­li­ches Zuviel.
Der Bio­che­mi­ker und Schrift­stel­ler Isaac Asi­mov hat berech­net, dass auf jeden von uns im Lau­fe sei­nes Lebens eine Qua­dril­li­on (das ist eine 1 mit 15 Nul­len) ver­schie­de­ner Infor­ma­tio­nen ein­pras­seln.
In jedem Augen­blick müs­sen wir Tau­sen­de unter­schied­li­che Ein­drü­cke auf­neh­men, ver­ar­bei­ten und in wich­tig und unwich­tig unterscheiden.

Wir Men­schen tun ange­sichts des all­ge­gen­wär­ti­gen „Zuviels“ an Rei­zen das, was man tun muss, um nicht im Cha­os zu ver­sin­ken: Wir kate­go­ri­sie­ren und schmei­ßen alles raus, was für unse­re Zie­le nicht nütz­lich ist.
Men­schen sind die gebo­re­nen Aus-Blen­der — ohne die­se Fähig­keit wären wir nicht handlungsfähig.

„The Nightmare“ Von Johann Heinrich Füssli – wartburg.eduimage
„The Night­ma­re“ Von Johann Hein­rich Füss­li – wartburg.eduimage, gemeinfrei

Aller­dings hat die mensch­li­che Fähig­keit zum Aus­blen­den Gren­zen.
Der Sozi­al­psy­cho­lo­ge Stan­ley Mil­gram stell­te die The­se auf, dass die stän­di­ge Reiz­über­flu­tung und das schnel­le Lebenstem­po beson­ders bei Stadt­men­schen zu psy­chi­scher Über­be­las­tung füh­ren kann – je grö­ßer die Stadt, des­to grö­ßer die „Sys­tem-Über­las­tung“, so sei­ne Theorie.

Mil­grams Unter­su­chun­gen dazu stam­men übri­gens aus den 1970er Jah­ren.
Seit­dem dürf­te noch eini­ges an Sin­nes­rei­zen und Over­load dazu­ge­kom­men zu sein. 

Manch­mal ist es aber auch ein­fach die Angst vor fal­schen Ent­schei­dun­gen, die uns den Schlaf raubt.

Nachts sind wir schlechte Denker

Auch wenn die Vor­aus­set­zun­gen für guten Schlaf opti­mal sind, wird es immer mal wie­der Näch­te geben, in denen „an Schlaf nicht zu den­ken ist“.
Das ist so — und es ist kein Beinbruch.

Aller­dings soll­te man in sol­chen Näch­ten das Nach­den­ken tun­lichst ver­mei­den, denn die meis­ten Men­schen sind schlaf­los kei­ne guten Den­ker.
Statt eines Geis­tes­blit­zes zer­mar­tern wir uns nachts das Gehirn und brin­gen uns mit Grü­be­lei um jede Chan­ce, doch noch­mal einzunicken. 

Nachts ist unser Gehirn kein guter Rat­ge­ber.

Dafür sor­gen vie­le tau­send Jah­re Mensch­heits­ge­schich­te, die immer noch in unse­ren Genen ste­cken: Die Nacht war für unse­re Vor-Vor­fah­ren gefähr­lich, wes­halb wir heu­te immer noch beson­ders ängst­lich sind, wenn es dun­kel ist.


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Es sind Men­schen mit Ambi­tio­nen,
die ihre eige­nen Plä­ne und Zie­le errei­chen wol­len und gleich­zei­tig für ande­re immer da sein möch­ten — und dabei nicht mer­ken, wie sie lang­sam immer tie­fer in den Stru­del “chro­ni­scher Stress” hin­ein­ge­zo­gen wer­den und mehr und mehr aus­bren­nen.

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Die­se Ängst­lich­keit über­trägt sich auf unse­re Gedan­ken, die wir haben, wenn wir schlaf­los im Bett lie­gen.
Zum Ärger und der Frus­tra­ti­on, nicht schla­fen zu kön­nen, kom­men zusätz­lich unan­ge­neh­me Über­le­gun­gen, die uns dann so rich­tig den Schlaf rau­ben.
Erst wenn im Mor­gen­grau­en unser kör­per­ei­ge­ner Cor­ti­sol-Spie­gel wie­der ansteigt, mehr Blut­zu­cker und damit auch mehr sti­mu­lie­ren­de Boten­stof­fe unser Hirn errei­chen, las­sen sich die trü­ben Gedan­ken der Nacht zur Sei­te schieben.

Ein Mit­tel gegen nächt­li­ches Grü­beln: Ablen­kung, aber bit­te nicht noch­mal schnell die Emails auf dem Han­dy che­cken!
Das hat sehr prak­ti­sche Grün­de: Das hel­le Dis­play-Licht der Smart­pho­nes, Tablets und auch E‑Reader zer­stört unser Schlaf­hor­mon Mela­to­nin und hält uns erst recht wach.

Schla­fen wäh­rend der Bett­zeit ist natür­lich die bes­te Opti­on.
Gelingt das nicht, ist vie­les erlaubt: 

  • lesen (ganz klas­sisch: ein Buch)
  • krea­ti­ven Gedan­ken nachgehen
  • lei­se Musik hören
  • Tage­buch schrei­ben (durch das Auf­schrei­ben hat man das Gefühl, das Pro­blem zumin­dest schon ein biss­chen ange­packt zu haben)
  • oder sogar fern­se­hen (mit dem Fern­se­her auf mög­lichst gro­ßem Abstand)

Ver­bo­ten sind:

  • sich wäl­zen, ärgern, grübeln
  • das hel­le blaue Licht von Com­pu­ter- oder Smart­pho­ne-Dis­plays (zur Not: “Schlaf­licht” beim Han­dy ein­stel­len — dafür gibt’s Apps)
  • kämp­fen

“Haben Sie jemals einen die­ser alten Cow­boy-Fil­me gese­hen, wo der böse Wider­sa­cher in Treib­sand gerät, und je mehr er kämpft, des­to schnel­ler wir er nach unten gezo­gen?
Wenn Sie in Treib­sand gera­ten, ist Kämp­fen das Schlimms­te, was Sie tun kön­nen. Sie soll­ten sich viel­mehr auf den Rücken legen, sich aus­stre­cken, ruhig blei­ben und sich auf der Ober­flä­che trei­ben lassen! 

Dann pfei­fen Sie nach Ihrem Pferd, damit es kommt und Sie ret­tet! Dies erfor­dert wah­re Geis­tes­ge­gen­wart, weil jeder Instinkt in Ihrem Kör­per Ihnen sagt, sie sol­len kämp­fen; aber je mehr Sie kämp­fen, des­to schlim­mer wird die Lage. Das glei­che Prin­zip gilt für schwie­ri­ge Gefüh­le: Je mehr wir kämp­fen, des­to brenz­li­ger wird die Situation.” 

Aus: Russ Har­ris,
Wer dem Glück hin­ter­her­rennt, läuft dar­an vor­bei*

Schlafen wie ein Baby: 7 Tipps für besseren Schlaf

Schla­fen hat viel mit Gewohn­heit, Ritua­len und „zur Ruhe kom­men“ zu tun.
Unse­re inne­re Uhr ist wich­tig, regel­mä­ßi­ge Pau­sen auch wäh­rend des Tages und die rich­ti­ge “Schlaf­hy­gie­ne”, also unse­re Schlaf­um­ge­bung.
Manch­mal hilft es schon, allei­ne zu schla­fen, wenn man ein sen­si­bler Schlä­fer ist und vom Part­ner immer wie­der geweckt wird, sobald er (oder sie) sich umdreht.

1) Schlafräuber vermeiden

Dun­kel, gut tem­pe­riert und ruhig soll­te es für’s Schla­fen sein.
Wer sich regel­mä­ßig im Bett wälzt oder durch im-Bett-Wäl­zen nachts auf­wacht, soll­te zunächst einen kri­ti­schen Blick auf sei­ne Matrat­ze wer­fen, denn manch­mal sind es tat­säch­lich ganz bana­le Gege­ben­hei­ten wie ein zu har­tes oder zu wei­ches Bett, die uns vom Schla­fen abbrin­gen.

Alko­hol und Niko­tin soll­te man bei Schlaf­stö­run­gen mei­den.
Und wer regel­mä­ßig Can­na­bis kon­su­miert (oder kon­su­miert hat), han­delt sich mög­li­cher­wei­se ein dau­er­haf­tes Pro­blem ein, denn Dro­gen agie­ren genau in den Hirn­zen­tren, die für unse­ren Schlaf zustän­dig sind, und kön­nen sie bei häu­fi­ge­rem Kon­sum in Rich­tung Schlaf­lo­sig­keit verändern.

2) Rituale für besseren Schlaf

Der Mensch ist nicht nur sprich­wört­lich ein Gewohn­heits­tier, son­dern auch und beson­ders beim Schla­fen. Wech­seln­de Bett­zei­ten kön­nen für schlech­ten Schlaf sor­gen – vie­le, die im Schicht­dienst arbei­ten (müs­sen), kön­nen ein Lied davon sin­gen.

Wer bes­ser schla­fen möch­te, soll­te mög­lichst immer zur glei­chen Zeit zu Bett gehen und zur glei­chen Zeit auf­ste­hen – auch am Wochen­en­de.
Auch die Mahl­zei­ten soll­ten zu fes­ten Essens­zei­ten ein­ge­nom­men wer­den. Abend­essen nach 18.00 Uhr lie­ber nicht, aber wenn, dann leicht und bekömmlich.

3) Biorhythmus und Schlaf

In der Nacht fällt der Blut­druck um etwa 20 Pro­zent; das ist eine wich­ti­ge Ent­las­tung für unser Herz­kreis­lauf­sys­tem. Bereits am Abend nimmt der Blut­druck ab und die Kör­per­tem­pe­ra­tur sinktbei­des sind wich­ti­ge Ein­schlaf­si­gna­le.

Des­we­gen ist Kof­fe­in am Abend für alle mit Schlaf­stö­run­gen tabu — eben­so wie schwar­zer Tee, der oft noch län­ger wach­hält als der Espres­so nach dem Abend­essen.

Vie­le Blut­druck­pa­ti­en­ten haben den nächt­li­chen Blut­druck­ab­fall nicht mehr, wes­halb sie ihre blut­druck­sen­ken­den Medi­ka­men­te am bes­ten abends ein­neh­men soll­ten. Beson­ders ACE-Hem­mer begüns­ti­gen den Schlaf und sen­ken außer­dem noch das Dia­be­tes-Risi­ko deut­lich.

Übri­gens: Der wich­tigs­te Schlaf mit der größ­ten Erho­lungs­funk­ti­on fin­det in den ers­ten drei Stun­den nach dem Ein­schla­fen statt. Ob Sie den vor oder nach Mit­ter­nacht schla­fen, spielt — anders als oft behaup­tet — kei­ne Rolle.

4) Bewegung und Schlaf

Sport und Bewe­gung hel­fen gegen chro­ni­schen Stress und sind des­halb auch gut für’s Schla­fen.
Wer emp­find­lich ist, soll­te aller­dings nicht die letz­ten zwei bis drei Stun­den vor dem Schla­fen­ge­hen nut­zen, um sich aus­zu­powern.

Das Fit­ness­stu­dio oder die Jog­gin­grun­de ist für Schlaf-Emp­find­li­che eher etwas für den Mor­gen oder den Nach­mit­tag.
Die Aben­de soll­te man lie­ber für einen Spa­zier­gang, Yoga, Medi­ta­ti­on oder ande­re per­sön­li­che Ritua­le nut­zen, mit denen man gut abschal­ten und zur Ruhe kom­men kann – ein Ent­span­nungs­bad bei­spiels­wei­se, ein gutes Buch oder ein­fach ein Tas­se Tee bei schö­ner Musik.

5) Schlafprotokolle

Wer dau­er­haft schlecht schläft, kann sich oft selbst mit einem Schlaf­pro­to­koll oder Tage­buch hel­fen, um Schlaf­räu­bern auf die Spur zu kom­men.

Wann sind die Näch­te beson­ders schlecht? Liegt es viel­leicht am Glas Wein zum Abend­essen, an beson­ders stres­si­gen Tagen oder viel­leicht doch an der Jog­gin­grun­de am Abend? Sei­ne Grün­de für schlech­ten Schlaf selbst her­aus­zu­fin­den, ist ein­fa­cher und oft auch ziel­füh­ren­der als der Weg ins Schlaflabor.

6) SchlafTabletten

sind heu­te bei hart­nä­cki­gen Schlaf­stö­run­gen eine zusätz­li­che Opti­on — und nicht mehr ganz so ver­pönt wie noch vor weni­gen Jah­ren: Die Medi­ka­men­te der Z‑Generation“ (alle neue­ren Wirk­stof­fe begin­nen mit dem Buch­sta­ben „Z“) sind gut ver­träg­lich; sie ver­ur­sa­chen nicht mehr den gefürch­te­ten „Hang Over“ am nächs­ten Tag und haben nur noch ein gerin­ges Abhän­gig­keits­ri­si­ko.

Trotz­dem muss etwa jeder fünf­te Anwen­der die Dosis stei­gern, wenn er über einen län­ge­ren Zeit­raum mit Hil­fe von Tablet­ten gut schla­fen möch­te.
Eine dau­er­haf­te Lösung ist der Schlaf auf Rezept nicht.

EXTRA-Tipp: Man kann Mela­to­nin-Kap­seln als Ein­schlaf­hil­fe nut­zen — die dann aber bit­te gegen 18 oder 19 Uhr ein­neh­men, wenn unser kör­per­ei­ge­ner Mela­to­nin-Spie­gel ansteigt, und nicht nachts um 4 (dann sinkt unser eige­nes Mela­to­nin wie­der und mit der Kap­sel bringt man alles durch­ein­an­der)
Alter­na­tiv ein­fach mal rei­nes Laven­del­öl (oder ein ande­res — rei­nes! — äthe­ri­sches Öl: z.B. Jas­min, San­del­holz, römi­sche Kamil­le, Weih­rauch, Veti­ver … u.v.a.) pro­bie­ren.
Es kann Ein­schla­fen und Durch­schla­fen för­dern, beugt Stress vor und wirkt des­halb auch aus­glei­chend am Tag.

7) Schlafkur

auch als “Bett­zei­ten­re­strik­ti­on” bekannt, kann bei hart­nä­cki­gen Schlaf­stö­run­gen sehr hilf­reich sein.
Bei die­ser Kur gibt es fest­ge­leg­te Bett- und Auf­steh­zei­ten, die strikt ein­ge­hal­ten wer­den sol­len. Nur in den Stun­den der Bett­zeit darf geschla­fen wer­den, zur Auf­steh­zeit wird auf­ge­stan­den, egal wie gut oder schlecht die Nacht war.
Ein Nicker­chen am Nach­mit­tag ist tabu (die kom­men­de Nacht wird dafür umso bes­ser). Kann man wäh­rend der Bett­zeit nicht schla­fen, bleibt man trotz­dem lie­gen und ruht, döst — oder liest ein gutes Buch.


Fazit: Eine schlech­te Nacht ist kein Bein­bruch, aber sie soll­te nicht zur Gewohn­heit wer­den. Damit Schlaf­stö­run­gen nicht zum Dau­er­bren­ner wer­den, soll­te man auf das rich­ti­ge Bett, die „Schlaf­hy­gie­ne“ und — soweit mög­lich — eine gewis­se Regel­mä­ßig­keit im Tages­ab­lauf achten.

Das „A und O“ des erhol­sa­men Schla­fes sind Pau­sen und Ent­span­nungs­pha­sen wäh­rend des Tages, der Woche und des Jah­res, auch wenn unse­re „24-Stun­den-Gesell­schaft“ dafür sorgt, dass es eigent­lich immer etwas gibt, um das wir uns küm­mern müss­ten.
Denn: Wer pau­sen­los auf Hoch­tou­ren läuft und nie zur Ruhe kommt, lässt sei­nen natür­li­chen Bio­rhyth­mus ver­wil­dern – und das rächt sich in Form von schlech­ten Nächten.


Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2017, über­ar­bei­tet 2021 


Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag:
Wir sind nicht unkon­trol­liert unse­ren Emo­tio­nen und Hor­mo­nen aus­ge­lie­fert, son­dern haben auch ein Hirn, mit dem wir unse­re Stim­mung ana­ly­sie­ren und bis zu einem bestimm­ten Grad auch regu­lie­ren kön­nen. Was wir von Albert Ellis und sei­ner Ratio­na­len The­ra­pie ler­nen kön­nen:
Mie­se Zei­ten: Woher schlech­te Gefüh­le kom­men und was man gegen sie tun kann

Buch­emp­feh­lun­gen gegen Schlaf­lo­sig­keit und das täg­li­che Zuviel:

Die mit * gekenn­zeich­ne­ten Links sind soge­nann­te Affi­la­te-Links, die hel­fen, den Blog Genera­tio­nen­ge­spräch zu finan­zie­ren. Wenn Ihnen eine der ange­ge­be­nen Emp­feh­lun­gen gefällt und Sie das Buch (oder ein ande­res Pro­dukt) über die­sen Link bestel­len, erhält der Blog dafür eine klei­ne Pro­vi­si­on, ohne dass für Sie Mehr­kos­ten ent­ste­hen. Für Ihren Klick: Herz­li­chen Dank im Voraus!

Kein Hokus­po­kus und Quack­sal­be­rei, son­dern end­lich Licht im Dunk­len!
Der Bio­lo­ge und Schlaf­for­scher Albrecht Vors­ter schreibt infor­ma­tiv und unter­halt­sam über unse­ren Schlaf: Die neus­ten Erkennt­nis­se aus Wis­sen­schaft und For­schung, alte Mythen, die nie­mand mehr braucht, und was man ändern kann, wenn man ein schlech­ter Schlä­fer ist.
Lesens­wert! Albrecht Vors­ter, War­um wir schla­fen*
Hey­ne Ver­lag, 2019

Und hörens­wert das War­um-wir-schla­fen-Hör­buch* (Gra­tis im Audible-Probemonat) 



Chro­ni­scher Stress macht krank, weil er unser gesam­tes Hor­mon­sys­tem auf den Kopf stellt. Wie man hor­mo­nel­le Schwan­kun­gen und chro­ni­schen Stress durch ein­fa­che Ver­än­de­rung des Lebens­stils in den Griff bekom­men kann, erklärt Dr. Mari­za Sny­der in die­sem sehr lesens­wer­ten Buch.

Dr. Mari­za Sny­der: Aro­ma­the­ra­pie für die Hor­mon­ba­lan­ce*, riva Ver­lag, 2020




Die Kunst des “Nein-Sagens“
Ein sehr lie­be­voll gestal­te­tes Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le”, mit inspi­rie­ren­den Tex­ten über’s Nein­sa­gen und vie­len ein­fach zu befol­gen­den Übun­gen. Für alle, die gera­de mit dem The­ma beschäf­tigt sind, oder zum Ver­schen­ken.

Anne van Stap­pen, Das klei­ne Übungs­heft: Gren­zen set­zen, nein sagen*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2012



Ein groß­ar­ti­ges Buch für alle, die mit Jour­na­ling anfan­gen wol­len, aber Angst vor vie­len lee­ren Sei­ten haben!
Mit vie­len schö­nen Zita­ten und kur­zen Text­bei­trä­gen, die zum Nach­den­ken anre­gen und den Ein­stieg ins Schrei­ben erleich­tern. Jeweils drei Minu­ten mor­gens und abends — mehr braucht es nicht, um sich schrei­bend das Leben (und das Schla­fen) leich­ter zu machen. Emp­feh­lens­wert!

Domi­nik Spenst, Das 6‑Mi­nu­ten-Tage­buch*, Rowohlt Taschen­buch, 2017



Für alle, die’s genau wis­sen wol­len
Die Neu­ro­wis­sen­schaft­le­rin und Sci­ence-Slam­me­rin Fran­ca Paria­nen beschreibt in ihrem Buch eben­so wit­zig wie infor­ma­tiv die kom­ple­xe Welt unse­rer Hor­mo­ne und ihrer Wir­kung. Lesens­wert!

Fran­ca Paria­nen: Hor­mon­ge­steu­ert ist immer­hin selbst­be­stimmt. Wie Tes­to­ste­ron, Endor­phi­ne und Co. unser Leben beein­flus­sen*
Rowohlt, Ham­burg 2020



Der Arzt und Psy­cho­the­ra­peut Russ Har­ris beschreibt sehr anschau­lich und ver­ständ­lich ACT - die Akzep­tanz- und Com­mit­ment­the­ra­pie, die nicht nur ein­fach umzu­set­zen ist, son­dern in vie­len Stu­di­en ande­ren the­ra­peu­ti­schen Ansät­zen mit Leich­tig­keit das Was­ser rei­chen konn­te. Sehr lesens­wert!

Russ Har­ris, Wer dem Glück hin­ter­her­rennt, läuft dar­an vor­bei*
Gold­mann Ver­lag, 2013 



Wie wir uns selbst gele­gent­lich in unbe­frie­di­gen­de Lebens­si­tua­tio­nen manö­vrie­ren, die uns den Schlaf rau­ben — und wie wir aus ihnen wie­der her­aus­kom­men. Infor­ma­tiv, ver­ständ­lich und anhand vie­ler Bei­spie­le erklärt.

Rein­hard K. Spren­ger: Die Ent­schei­dung liegt bei dir! Wege aus der all­täg­li­chen Unzu­frie­den­heit*
Cam­pus Ver­lag GmbH, Frankfurt/Main, über­ar­bei­te­te Neu­auf­la­ge 2015


Freund­schaft schlie­ßen mit unse­rem „inne­ren Kind“,
Glau­bens­sät­ze erken­nen – und sie ver­än­dern, wenn es not­wen­dig ist.
Ein hilf­rei­ches Buch, gut und ver­ständ­lich geschrie­ben, mit vie­len Bei­spie­len und Übun­gen, die hel­fen, inne­re Sack­gas­sen zu ver­las­sen.

Ste­fa­nie Stahl, Das Kind in dir muss Hei­mat fin­den*, Kailash Ver­lag, 2015 


Je mehr wir uns in Wat­te packen und Angst­aus­lö­sern aus dem Weg gehen, des­to schnel­ler füh­len wir uns über­for­dert. Der Kin­der- und Jugend­psych­ia­ter Micha­el Win­ter­hoff erklärt sehr anschau­lich und mit vie­len Bei­spie­len aus der Pra­xis, dass nicht “die Welt da drau­ßen” här­ter, son­dern wir schwä­cher gewor­den sind — und was man dage­gen tun kann. Emp­feh­lens­wert!
Micha­el Win­ter­hoff: Mythos Über­for­de­rung: Was wir gewin­nen, wenn wir uns erwach­sen ver­hal­ten*, Pen­gu­in Ver­lag, 2017 

Wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge über Psy­cho­lo­gie & Lebensglück:

Stress: War­um wir so oft gestresst sind und wel­che Aus­wir­kun­gen zu viel Stress auf Hirn, Bauch und Ner­ven hat.
Stress­be­wäl­ti­gung: War­um wir so oft gestresst sind — und was man dage­gen tun kann

Lebens­qua­li­tät: Man kann weg­se­hen und weg­hö­ren — aber weg­rie­chen kann man nicht.
Wie Düf­te unse­re Erin­ne­run­gen und Emo­tio­nen beein­flus­sen und wie man sie umge­kehrt für mehr Wohl­be­fin­den und Vita­li­tät nut­zen kann.
Die Kraft der fei­nen Düfte

Auf­schie­ben: „Mor­gen, mor­gen, nur nicht heu­te, sagen alle …“. Na, Sie wis­sen schon. Schön ist anders, denn ‚eigent­lich‘ möch­te und müss­te man drin­gend vor­an­kom­men. Auf­schie­be­ri­tis kann aber auch ihr Gutes haben und sogar sehr nütz­lich sein: Bei­spiels­wei­se fürs Anlauf­neh­men und fürs stra­te­gi­sche Den­ken.
10 Tipps gegen Aufschieberitis

Ankom­men: Wer immer ALLES haben will, und das SOFORT, stellt sich selbst ein Bein. Und wird es mit dem Ankom­men schwer haben. Es hilft nichts: Wenn wir wirk­lich vor­an­kom­men wol­len, müs­sen wir ech­te Zie­le defi­nie­ren, los­lau­fen und uns mit der “Poli­tik der klei­nen Schrit­te” unse­ren Zie­len nähern. Klingt ein­fach, ist in der Pra­xis aber manch­mal ganz schön schwie­rig.
Vor Ankom­men wird gewarnt

Erfolg: Wer ein neu­es Pro­jekt mit einem inne­ren “Ich kann nicht” star­tet, wird es auch nicht kön­nen. Und darf sich dann bei sich selbst für eine gelun­ge­ne Selbst­sa­bo­ta­ge durch eine erfüll­te Pro­phe­zei­ung bedan­ken.
Selbst­er­fül­len­de Prophezeiungen

Der nor­ma­le Wahn­sinn: Tipps und Tricks, psy­cho­lo­gi­sche Denk­fal­len und viel Wis­sens­wer­tes für ein bewuss­tes Leben fin­den Sie in unse­rer Kate­go­rie:Tipps für den Alltag

Link­emp­feh­lun­gen für die Gute-Nacht-Lektüre:

Schlafgestört.de behan­delt aus­führ­lich und sehr infor­ma­tiv alle Fra­gen rund um’s Schla­fen:
https://​www​.schlaf​ge​sto​ert​.de/

Bett­lek­tü­re gesucht? Kri­mi-Fans wer­den hier auf jeden Fall fün­dig: Neu­erschei­nun­gen, Lese­tipps und Rezen­sio­nen, außer­dem Por­träts der wich­tigs­ten und bes­ten Kri­mi-Autoren:
Kri­mi-Couch.de

Was dem einen sein Kri­mi, ist dem ande­ren ein guter his­to­ri­scher Roman. Leser­be­wer­tun­gen und Beschrei­bun­gen von rund 6000 his­to­ri­schen Roma­nen, um die pas­sen­de Bett­lek­tü­re zu fin­den. Denn nichts ist schö­ner als ein gutes Buch — wenn man schon nicht schla­fen kann.
His​to​-Couch​.de

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