Warum wir schlecht schlafen

Warum wir immer schlechter schlafen und was man dagegen tun kannSchlaf­stö­run­gen neh­men zu. Die Ursa­che: es gibt immer mehr Grün­de, die uns wach hal­ten. War­um wir schlecht schla­fen und wie wir unse­ren Schlaf ver­bes­sern kön­nen.

Eine Nation wälzt sich im Bett

Deutsch­land ist eine Nati­on, die sich im Bett wälzt.

Jeder Zwei­te schläft min­des­tens ein­mal im Monat schlecht, rund ein Vier­tel aller Deut­schen müs­sen sich zu den „Schlaf­ge­stör­ten“ zäh­len, also zu denen, die ent­we­der schlecht ein­schla­fen oder nachts auf­wa­chen und nicht mehr zur Ruhe kom­men, weil der Kopf ein­fach zu voll ist.

Schlaf­stö­run­gen hat per Defi­ni­ti­on jeder, der regel­mä­ßig weni­ger als sechs Stun­den schläft und/oder nicht erhol­sam schläft und sich des­halb am nächs­ten Tag wie gerä­dert fühlt.

Ein Teu­fels­kreis­lauf, denn zu den schlech­ten Näch­ten kommt oft die Angst vor schlech­ten Näch­ten, die den Schlaf­lo­sen noch zusätz­lich die Lau­ne ver­dirbt.

Denn Schlaf ist eines unse­rer wich­tigs­ten Grund­be­dürf­nis­se, man­che Exper­ten hal­ten ihn sogar für wich­ti­ger als Essen und Trin­ken.

Wir brau­chen die Erho­lung der Nacht für Gehirn und Gedächt­nis. Im Schlaf fes­ti­gen wir Gelern­tes. Außer­dem „rei­ni­gen“ sich Gehirn und Geist, damit sie am nächs­ten Tag wie­der fit sind. Und: über weit­rei­chen­de Ent­schei­dun­gen soll­te man tat­säch­lich erst­mal „schla­fen“.


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Ohne „guten“, also erhol­sa­men Schlaf geht eigent­lich nichts mehr: Unse­re inne­re emo­tio­na­le Balan­ce gerät aus dem Gleich­ge­wicht und unse­re Stim­mung kippt. Wer auf Dau­er schlecht schläft, lei­det häu­fi­ger an einer Herz-Kreis­lauf-Erkran­kung und zu hohem Blut­druck als gute Schlä­fer, außer­dem arbei­tet das Gedächt­nis schlech­ter. Dick machen soll schlech­ter Schlaf auch noch.

Schlaf­ent­zug ist ist nicht ohne Grund eine häu­fig ange­wand­te Fol­ter­me­tho­de.


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Mit Ausblenden
gegen das tagtägliche “Zuviel”

Etwa ein Drit­tel aller Deut­schen wer­den zu den „sen­si­blen Schlä­fern“ gerech­net, also zu den Men­schen, deren Schlaf emp­find­lich ist und leicht gestört wer­den kann, aber auch bei allen ande­ren Schlä­fern neh­men Schlaf­stö­run­gen zu.

Das hat Grün­de.

Der Bio­che­mi­ker und Schrift­stel­ler Isaac Asi­mov hat berech­net, dass auf jeden von uns im Lau­fe sei­nes Lebens eine Qua­dril­li­on (das ist eine 1 mit 15 Nul­len) ver­schie­de­ne Infor­ma­tio­nen ein­pras­seln.

In jedem Augen­blick müs­sen wir Tau­sen­de unter­schied­li­che Ein­drü­cke auf­neh­men, ver­ar­bei­ten und in wich­tig und unwich­tig unter­tei­len.
Das ist viel — sehr viel.

The Night­ma­re“ Von Johann Hein­rich Füss­li – wartburg.eduimage


Wir Men­schen tun ange­sichts des all­ge­gen­wär­ti­gen „Zuviels“ an Rei­zen das, was man tun muss, um nicht im Cha­os zu ver­sin­ken: Wir kate­go­ri­sie­ren und schmei­ßen alles raus, was für unse­re Zie­le nicht nütz­lich ist.
Men­schen sind die gebo­re­nen Aus-Blen­der. Ohne die­se Fähig­keit wären wir nicht hand­lungs­fä­hig.

Doch unse­re Fähig­keit zum Aus­blen­den ist begrenzt.
Der Sozi­al­psy­cho­lo­ge Stan­ley Mil­gram stell­te die The­se auf, dass die stän­di­ge Reiz­über­flu­tung und das schnel­le Lebenstem­po beson­ders bei Stadt­men­schen zu psy­chi­scher Über­be­las­tung füh­ren kann – je grö­ßer die Stadt, des­to grö­ßer die „Sys­tem-Über­las­tung“, so sei­ne Theo­rie.

Mil­grams Unter­su­chun­gen dazu stam­men aus den 1970er Jah­ren. Seit­dem dürf­te noch eini­ges an Sin­nes­rei­zen und Over­load dazu­ge­kom­men zu sein.

Weit her­ge­holt ist sei­ne The­se nicht. Sie wird nicht nur von ande­ren Wis­sen­schaft­lern, son­dern auch von unse­ren All­tags-Erfah­run­gen bestä­tigt:
Immer mehr Men­schen haben zumin­dest gele­gent­lich das Gefühl, dass „es“ ein­fach zu viel wird. Und: immer mehr Men­schen schla­fen schlecht.


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Die “24-Stunden-Gesellschaft”

War frü­her alles bes­ser?

Zumin­dest unser Schlaf war bes­ser und viel­leicht des­we­gen auch unser Leben: Wer eine erhol­sa­me Nacht hin­ter sich hat, ist nicht nur leis­tungs­fä­hi­ger, son­dern sieht die klei­nen (und gro­ßen) Pro­ble­me des All­tags in einem freund­li­che­ren Licht als Schlaf­lo­se.

Ein biss­chen sind wir an unse­ren schlaf­lo­sen Näch­ten selbst schuld.
Face­book und Co. machen nie Pau­se; im Inter­net sur­fen, Online­shop­ping, sozia­le Medi­en oder Spie­le brin­gen uns manch­mal frei­wil­lig, oft aber auch unfrei­wil­lig um unse­ren Schlaf.

Das gab es frü­her nicht.
Frü­her war irgend­wann Sen­de­schluss im Fern­se­hen und das Inter­net noch nicht erfun­den. Wer dann noch nicht genug hat­te, konn­te sich die Nacht mit dem Anstar­ren des Test­bilds um die Ohren schla­gen. (Das letz­te Test­bild sei­ner Art hat übri­gens der Fern­seh­sen­der des Hes­si­schen Rund­funks vor rund 20 Jah­ren, 1997, in den Ruhe­stand geschickt und damit viel­leicht den Beginn unse­rer 24-Stun­den-Gesell­schaft mar­kiert.)

Bild: Rotkaeppchen68 (in de.wikipedia) — Eige­nes Werk, aus „FuBK-Testbild.png“ ins SVG-For­mat umge­wan­delt, CC BY-SA 3.0,


Schlaflos durch die Qual der Wahl?

Manch­mal ist es aber auch ein­fach die Angst vor fal­schen Ent­schei­dun­gen, die uns den Schlaf raubt.

Denn unse­re Lebens- und Arbeits­welt ist deut­lich kom­pli­zier­ter gewor­den.
Das klas­si­sche Modell des Berufs­le­bens bei­spiels­wei­se — in einem Betrieb eine Leh­re absol­vie­ren oder die ers­te Arbeits­stel­le antre­ten, ein klei­nes oder gro­ßes Stück auf der Kar­rie­re­lei­ter hoch­klet­tern und schließ­lich nach einem lan­gen und in der Regel über­schau­ba­ren Arbeits­le­ben in den Ruhe­stand gehen — hat aus­ge­dient und ist heu­te kaum noch zu fin­den.

Viel­leicht ist das eine Form des Arbei­tens, die von Zeit zu Zeit einen Hauch (oder ziem­lich viel) von Lan­ge­wei­le in sich trägt, aber eben auch eine beru­hi­gen­de. Wer weiß, wo er in fünf, zehn oder 20 Jah­ren die Bröt­chen für’s Bröt­chen­ver­die­nen her­be­kommt, hat einen Grund weni­ger, um sich schlaf­los im Bett zu wäl­zen.

Zum ande­ren gab es frü­her weni­ger “Qual der Wahl”.
Es gab eine Zeit, da muss­te man sich nur den „Mond­schein­ta­rif“ der Deut­schen Bun­des­post mer­ken, um beim Tele­fo­nie­ren Geld zu spa­ren – heu­te sol­len Ver­brau­cher dafür sämt­li­che Tari­fe und Flat­rates von Voda­fone, Tele­kom, O2 und wie-sie-alle-hei­ßen im Kopf haben und ver­glei­chen.

Tol­le Rabat­te und Neu­kun­den­an­ge­bo­te gibt’s nur für die, die sich stän­dig auf dem Lau­fen­den hal­ten, kom­pli­zier­te Ver­trags­be­din­gun­gen durch­fors­ten und neue Ver­trä­ge mit neu­en Anbie­tern und Dienst­leis­tern abschlie­ßen.

Und wenn etwas schief­läuft? Ekel­fleisch in den Tief­kühl­re­ga­len der Super­märk­te, Mikro­plas­tik in der Zahn­pas­ta und Gly­pho­sat im Bier?
Tja, lie­ber Ver­brau­cher, selbst schuld, wenn Du über den Tisch gezo­gen wirst. Hätt’ste Dich halt geküm­mert — steht doch über­all alles drauf oder zumin­dest irgend­wo im Netz.

Manch­mal könn­te es beru­hi­gend und gut für unse­ren Schlaf sein, wenn wir nicht stän­dig ent­schei­den und pau­sen­los Kun­de, Kon­su­ment und Ver­brau­cher sein müss­ten.


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Die Kunst des “Nein-Sagens”: Ein lie­be­voll gestal­te­tes Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le”, mit inspi­rie­ren­den Tex­ten über’s Nein­sa­gen und vie­len ein­fach zu befol­gen­den Übun­gen. Für alle, die gera­de mit dem The­ma beschäf­tigt sind, oder zum Ver­schen­ken. Anne van Stap­pen, Das klei­ne Übungs­heft: Gren­zen set­zen, nein sagen*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2012


Tipps gegen Schlaflosigkeit:
Schlafen wie ein baby

Es gibt etwa 90 unter­schied­li­che Arten von Schlaf­stö­run­gen, eini­ge sind kör­per­lich bedingt, ande­re psy­chisch.

Wer schlecht schläft, soll­te auf eine stö­rungs­freie Schlaf­um­ge­bung ach­ten. Manch­mal hilft es schon, allei­ne zu schla­fen, um nicht gestört zu wer­den:

1. Regel für erhol­sa­men Schlaf: Schlaf­räu­ber ver­mei­den. Dun­kel, gut tem­pe­riert und ruhig soll­te es für’s Schla­fen sein. Wer sich regel­mä­ßig im Bett wälzt oder durch im-Bett-Wäl­zen nachts auf­wacht, soll­te zunächst einen kri­ti­schen Blick auf sei­ne Matrat­ze wer­fen, denn manch­mal sind es tat­säch­lich ganz bana­le Gege­ben­hei­ten wie ein zu har­tes oder zu wei­ches Bett, die uns vom Schla­fen abbrin­gen kön­nen.

Alko­hol und Niko­tin soll­te man bei Schlaf­stö­run­gen mei­den. Und wer regel­mä­ßig Can­na­bis kon­su­miert (oder kon­su­miert hat), han­delt sich mög­li­cher­wei­se ein dau­er­haf­tes Pro­blem ein: Dro­gen agie­ren genau in den Hirn­zen­tren, die für unse­ren Schlaf zustän­dig sind, und kön­nen sie bei häu­fi­ge­rem Genuss ver­än­dern.


  1. Schla­fen hat viel mit Gewohn­heit, Ritua­len und „zur Ruhe kom­men“ zu tun.

    Der Mensch ist nicht nur im Sprich­wort ein Gewohn­heits­tier, son­dern auch und beson­ders beim Schla­fen.
    Wech­seln­de Bett­zei­ten kön­nen für schlech­ten Schlaf sor­gen – vie­le, die im Schicht­dienst arbei­ten (müs­sen), kön­nen ein Lied davon sin­gen.


    Wer bes­ser schla­fen möch­te, soll­te mög­lichst immer zur glei­chen Zeit zu Bett gehen und zur glei­chen Zeit auf­ste­hen – auch am Wochen­en­de.
    Auch die Mahl­zei­ten soll­ten zu fes­ten Essens­zei­ten ein­ge­nom­men wer­den. Abend­essen nach 18.00 Uhr lie­ber nicht, aber wenn, dann leicht und bekömm­lich.

  2. Kof­fe­in am Abend ver­trägt sich bei den meis­ten nicht mit Schlaf (bei eini­gen schon), Bewe­gung ist prin­zi­pi­ell gut für’s Schla­fen, aber die letz­ten zwei bis drei Stun­den vor dem Schla­fen­ge­hen sind unge­eig­net, um sich noch ein­mal so rich­tig aus­zu­powern.

  3. Das Fit­ness­stu­dio oder die Jog­gin­grun­de ist eher etwas für den Mor­gen oder den Nach­mit­tag; die Aben­de soll­te man lie­ber für einen Spa­zier­gang, Yoga, Medi­ta­ti­on oder ande­re per­sön­li­che Ritua­le nut­zen, mit denen man abschal­ten und zur Ruhe kom­men kann – ein Ent­span­nungs­bad bei­spiels­wei­se, ein gutes Buch oder ein­fach ein Tas­se Tee bei schö­ner Musik.

  4. Eine gute Mög­lich­keit, um Schlaf­räu­bern auf die Spur zu kom­men, sind Tage­bü­cher und Schlaf­pro­to­kol­le.

  5. Schlaf­ta­blet­ten sind heu­te bei hart­nä­cki­gen Schlaf­stö­run­gen eine zusätz­li­che Opti­on — und nicht mehr ganz ver­pönt: Die Medi­ka­men­te der Z-Genera­ti­on“ (alle Wirk­stof­fe begin­nen mit dem Buch­sta­ben „Z“) sind sehr gut ver­träg­lich; sie ver­ur­sa­chen nicht mehr den gefürch­te­ten „Hang Over“ am nächs­ten Tag und haben nur noch ein gerin­ges Abhän­gig­keits­ri­si­ko.Trotz­dem muss etwa jeder fünf­te Anwen­der die Dosis stei­gern, wenn er über einen län­ge­ren Zeit­raum mit Hil­fe von Tablet­ten gut schla­fen möch­te.
    Eine dau­er­haf­te Lösung ist der Schlaf auf Rezept daher nicht. (EXTRA-Tipp: Vor der Ein­nah­me von Schlaf­ta­blet­ten erst­mal ein paar Näch­te einen Ver­such mit rei­nem Laven­del­öl star­ten — es hat schon vie­len gehol­fen!)

  6. Sehr effek­tiv ist dage­gen ein Ver­fah­ren, das als „Bett­zei­ten­re­strik­ti­on“ oder auch als „Schlaf­kur“ bezeich­net wird.
    Bei die­ser Kur gibt es fest­ge­leg­te Bett- und Auf­steh­zei­ten, die strikt ein­ge­hal­ten wer­den sol­len. Nur in den Stun­den der Bett­zeit darf geschla­fen wer­den, zur Auf­steh­zeit wird auf­ge­stan­den, egal wie gut oder schlecht die Nacht war. Und auch wenn sie schlecht war und man wirk­lich müde ist: Ein Nicker­chen am Nach­mit­tag ist tabu, die kom­men­de Nacht wird dafür umso bes­ser.Natür­lich ist schla­fen wäh­rend der Bett­zeit die bes­te Opti­on; gelingt das nicht, ist vie­les erlaubt: lesen (ganz klas­sisch: ein Buch), krea­ti­ven Gedan­ken nach­ge­hen, lei­se Musik hören, Tage­buch schrei­ben oder sogar fern­se­hen (mit dem Fern­se­her auf mög­lichst gro­ßem Abstand). Ver­bo­ten sind: sich wäl­zen, ärgern, grü­beln und das hel­le blaue Licht von Com­pu­ter- oder Smart­pho­ne-Dis­plays.

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Nachts sind wir schlechte Denker

Auch wenn die Vor­aus­set­zun­gen für guten Schlaf opti­mal sind, wird es die Näch­te, in denen „an Schlaf nicht zu den­ken ist“, immer geben.

Damit müs­sen wir uns abfin­den.

Wich­tig zu wis­sen: Unser Gehirn ist nachts kein guter Rat­ge­ber.

Die meis­ten Men­schen sind schlaf­los lei­der kei­ne beson­ders guten Den­ker — statt eines Geis­tes­blit­zes gibt es nur Grü­be­lei.

Dafür sor­gen vie­le tau­send Jah­re Mensch­heits­ge­schich­te, die immer noch in unse­ren Genen ste­cken: Die Nacht war für unse­re Vor-Vor­fah­ren gefähr­lich, des­we­gen sind wir heu­te immer noch beson­ders ängst­lich, wenn es dun­kel wird.

Die­se Ängst­lich­keit über­trägt sich auf unse­re Gedan­ken, die wir haben, wenn wir schlaf­los im Bett lie­gen; zu dem Ärger und der Frus­tra­ti­on, nicht schla­fen zu kön­nen, kom­men zusätz­lich unan­ge­neh­me Über­le­gun­gen, die uns dann so rich­tig den Schlaf rau­ben.

Erst wenn im Mor­gen­grau­en unser kör­per­ei­ge­ner Cor­ti­sol-Spie­gel wie­der ansteigt, mehr Blut­zu­cker und damit auch mehr sti­mu­lie­ren­de Boten­stof­fe unser Hirn errei­chen, las­sen sich auch die trü­ben Gedan­ken zur Sei­te schie­ben.

Das Mit­tel gegen nächt­li­ches Grü­beln: Ablen­kung, aber bit­te nicht noch­mal schnell die Emails auf dem Han­dy che­cken!
Das hat sehr prak­ti­sche Grün­de: Das hel­le Dis­play-Licht der Smart­pho­nes, Tablets und auch E-Reader zer­stört unser Schlaf­hor­mon Mela­to­nin und hält uns erst recht wach.

Bes­ser ist es, im Däm­mer­licht (!) die wich­tigs­ten Gedan­ken auf­schrei­ben und beschlie­ßen, dar­über in den kom­men­den Tagen nach­zu­den­ken.

Durch das Auf­schrei­ben hat man das Gefühl, das Pro­blem zumin­dest schon ein biss­chen ange­packt zu haben und es ist (hof­fent­lich) aus dem Kopf.

Zumin­dest für die­se Nacht.

Fazit:

Eine schlech­te Nacht ist kein Bein­bruch.

Sie gehört zum Leben dazu wie gele­gent­lich zu viel essen (Tor­te mit Schlag­sah­ne – oder so etwas in der Art). Wich­tig ist es zu ver­hin­dern, dass Schlaf­stö­run­gen zum Dau­er­bren­ner wer­den. Dazu gehört das rich­ti­ge Bett, die „Schlaf­hy­gie­ne“ und eine gewis­se Regel­mä­ßig­keit im Tages­ab­lauf.

Das „A und O“ des erhol­sa­men Schla­fes sind Pau­sen und Ent­span­nungs­pha­sen wäh­rend des Tages, der Woche und des Jah­res, auch wenn unse­re „24-Stun­den-Gesell­schaft“ dafür sorgt, dass es eigent­lich immer etwas gibt, um das wir uns küm­mern müss­ten.

Aber: Wer pau­sen­los auf Hoch­tou­ren läuft und nie zur Ruhe kommt, lässt sei­nen natür­li­chen Bio­rhyth­mus ver­wil­dern – und das rächt sich in Form von schlech­ten Näch­ten.

Schlaf­lo­sig­keit als Dau­er­bren­ner redu­ziert unse­re Leis­tungs­fä­hig­keit und unse­re Belast­bar­keit.
Und die brau­chen wir. Tag für Tag.

Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Schwä­chen repa­rie­ren oder Stär­ken stär­ken? War­um es oft bes­ser ist, sich auf das zu kon­zen­trie­ren, was gut läuft.
Die Ener­gie folgt der Auf­merk­sam­keit

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www.bildbiographien.de, 2017


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Der Arzt und Psy­cho­the­ra­peut Russ Har­ris beschreibt sehr anschau­lich und ver­ständ­lich ACT - die Akzep­tanz- und Com­mit­ment­the­ra­pie, die nicht nur ein­fach umzu­set­zen ist, son­dern in vie­len Stu­di­en ande­ren the­ra­peu­ti­schen Ansät­zen mit Leich­tig­keit das Was­ser rei­chen konn­te. Sehr lesens­wert! Russ Har­ris, Wer dem Glück hin­ter­her­rennt, läuft dar­an vor­bei*, Gold­mann Ver­lag, 2013

Wie wir uns selbst gele­gent­lich in unbe­frie­di­gen­de Lebens­si­tua­tio­nen manö­vrie­ren, die uns den Schlaf rau­ben — und wie wir aus ihnen wie­der her­aus­kom­men. Infor­ma­tiv, ver­ständ­lich und anhand vie­ler Bei­spie­le erklärt. Rein­hard K. Spren­ger: Die Ent­schei­dung liegt bei dir! Wege aus der all­täg­li­chen Unzu­frie­den­heit*, Cam­pus Ver­lag GmbH, Frankfurt/Main, über­ar­bei­te­te Neu­auf­la­ge 2015, bro­schiert

Ein sehr emp­feh­lens­wer­ter Schlaf-Rat­ge­ber! Exper­ten­wis­sen, das auch für Schlaf­lo­se geeig­net ist, die Hyp­no­se bis­lang eher für fau­len Hokus­po­kus gehal­ten haben. Dr. med. Moni­ka Zieschang: Traum­haft schla­fen durch Selbst­hyp­no­se*, GRÄFE UND UNZER Ver­lag GmbH, 2017

Ein groß­ar­ti­ges Über­sichts­buch über alle psy­cho­lo­gi­schen Dis­zi­pli­nen, wich­ti­ge Theo­ri­en gut ver­ständ­lich und im Über­blick erklärt, dazu sehr lesens­wer­te Kurz­bio­gra­fi­en maß­geb­li­cher Psy­cho­lo­gen und Psy­cho­ana­ly­ti­ker. Das Psy­cho­lo­gie-Buch. Wich­ti­ge Theo­ri­en ein­fach erklärt*, Dor­ling Kin­ders­ley Ver­lag GmbH, Mün­chen, 2012

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Schlafgestört.de behan­delt aus­führ­lich und sehr infor­ma­tiv alle Fra­gen rund um’s Schla­fen:
https://www.schlafgestoert.de/


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Krimi-Couch.de

Was dem einen sein Kri­mi, ist dem ande­ren ein guter his­to­ri­scher Roman. Leser­be­wer­tun­gen und Beschrei­bun­gen von rund 6000 his­to­ri­schen Roma­nen, um die pas­sen­de Lek­tü­re zu fin­den. Denn nichts ist schö­ner, als ein gutes Buch — wenn man schon nicht schla­fen kann.
Histo-Couch.de


Wei­ter­füh­ren­de Links zum The­ma Psy­cho­lo­gie und Lebens­glück:


Lebens­qua­li­tät: Das, was die alten Grie­chen und die heil­kun­di­gen Mön­che, Non­nen und ‘Kräu­ter­frau­en’ des Mit­tel­al­ters aus Erfah­rung über Kräu­ter und äthe­ri­sche Öle wuss­ten, wird von der moder­nen Medi­zin wie­der­ent­deckt. Fazit: Die ‘Kraft der fei­nen Düf­te’ ist mög­li­cher­wei­se viel stär­ker als lan­ge Zeit ver­mu­tet wur­de — ganz ohne Hokus­po­kus.
Die Kraft der fei­nen Düf­te

Schrei­ben: Gedan­ken allein sind oft flüch­tig, wer sie dage­gen zu Papier bringt, setzt sich noch ein­mal beson­ders mit dem aus­ein­an­der, was ihm im Kopf her­um­schwirrt und sein Herz bewegt. Wer schreibt, kann sein Leben ver­än­dern – und glück­li­cher wer­den.
Das Glücks-Tage­buch


Auf­schie­ben:Mor­gen, mor­gen, nur nicht heu­te, sagen alle …“. Na, Sie wis­sen schon.
Schön ist anders, denn ‚eigent­lich‘ möch­te und müss­te man drin­gend vor­an­kom­men.
Pro­kras­ti­na­ti­on kann aber auch ihr Gutes haben. Sie kann sogar sehr nütz­lich sein: Bei­spiels­wei­se fürs Anlauf­neh­men und fürs stra­te­gi­sche Den­ken.
10 Tipps gegen Auf­schie­be­ri­tis


Ankom­men: Wer immer ALLES haben will, und das SOFORT, stellt sich selbst ein Bein. Und wird es mit dem Ankom­men schwer haben. Es hilft nichts: Wenn wir wirk­lich vor­an­kom­men wol­len, müs­sen wir ech­te Zie­le defi­nie­ren, los­lau­fen und uns mit der “Poli­tik der klei­nen Schrit­te” unse­ren Zie­len nähern. Klingt ein­fach, ist in der Pra­xis aber manch­mal ganz schön schwie­rig.
Vor Ankom­men wird gewarnt


Erfolg: Wer ein neu­es Pro­jekt mit einem inne­ren “Ich kann nicht” star­tet, wird es auch nicht kön­nen. Und darf sich dann bei sich selbst für eine gelun­ge­ne Selbst­sa­bo­ta­ge durch eine erfüll­te Pro­phe­zei­ung bedan­ken.
Selbst­er­fül­len­de Pro­phe­zei­un­gen


Der nor­ma­le Wahn­sinn: Tipps und Tricks, psy­cho­lo­gi­sche Denk­fal­len und viel Wis­sens­wer­tes für ein bewuss­tes Leben fin­den Sie in unse­rer Kate­go­rie:
Tipps für den All­tag


Wir müssten das alles mal aufschreibenDie Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en bringt seit 2012 Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­bio­gra­fi­en als Bild­bio­gra­phi­en ins Buch und bie­tet außer­dem einen Ghost­wri­ting-Ser­vice mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie an.
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