Warum wir schlecht schlafen

Die Ursachen von Schlaflosigkeit - und was man dagegen tun kann


Die Deut­schen sind eine Nati­on, die sich nachts im Bett wälzt.
Jeder Vier­te lei­det an Schlaf­stö­run­gen, kann also schlecht ein­schla­fen oder wacht nachts auf, hat zu wenig Schlaf oder kei­nen erhol­sa­men.

War­um wir schlecht schla­fen und uns des­halb tags­über oft wie gerä­dert füh­len — und 7 Tipps für bes­se­ren Schlaf. 

Schlechter Schlaf ist gefährlich

Schlaf­stö­run­gen hat per Defi­ni­ti­on jeder, der regel­mä­ßig weni­ger als sechs Stun­den schläft und/oder nicht erhol­sam schläft und sich des­halb am nächs­ten Tag wie gerä­dert fühlt. Ein Teu­fels­kreis­lauf, denn zu den schlech­ten Näch­ten kommt oft die Angst vor schlech­ten Näch­ten dazu, die den Schlaf­lo­sen noch zusätz­lich die Lau­ne verdirbt. 

Schlaf ist eines unse­rer wich­tigs­ten Grund­be­dürf­nis­se.
Wir brau­chen die Erho­lung der Nacht, denn im Schlaf fes­ti­gen wir alles, was wir tags­über gelernt haben. Außer­dem „rei­nigt“ Schlaf Gehirn und Geist: Wer eine wich­ti­ge Ent­schei­dung tref­fen muss, soll­te tat­säch­lich erst­mal eine Nacht dar­über schlafen.

Schlaf­ent­zug ist nicht ohne Grund eine Fol­ter­me­tho­de, die häu­fig ange­wen­det wird. 

  • Ohne guten, also erhol­sa­men Schlaf geht eigent­lich nichts mehr: Unse­re emo­tio­na­le Balan­ce gerät aus dem Gleich­ge­wicht, die Stim­mung kippt, wir kön­nen uns nicht mehr ent­schei­den und füh­len uns gestresst.
  • Wer auf Dau­er schlecht schläft, lebt auch kör­per­lich ris­kant. Schlech­ter Schlaf ist mit­ver­ant­wort­lich für Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen und hohen Blut­druck, außer­dem arbei­tet das Gedächt­nis schlechter. 
  • Schlaf­man­gel macht dick: Wer zunimmt und immer mehr Gewicht auf die Waa­ge bringt, hat oft auch ein Schlafproblem.
„The Nightmare“ Von Johann Heinrich Füssli – wartburg.eduimage
„The Night­ma­re“ Von Johann Hein­rich Füss­li – wartburg.eduimage, gemeinfrei

Nachts sind wir schlechte Denker

Auch wenn die Vor­aus­set­zun­gen für guten Schlaf opti­mal sind, wird es immer mal wie­der Näch­te geben, in denen „an Schlaf nicht zu den­ken ist“. Das ist so — und es ist kein Beinbruch.

Aller­dings soll­te man in sol­chen Näch­ten das Nach­den­ken ver­mei­den, denn die meis­ten Men­schen sind schlaf­los kei­ne guten Den­ker. Genia­le Geis­tes­blit­ze kön­nen wir nachts nicht erwar­ten, statt­des­sen zer­mar­tern wir uns in schlaf­lo­sen Näch­ten das Hirn und brin­gen uns mit Grü­beln noch mehr auf Touren. 

Nachts ist unser Gehirn kein guter Rat­ge­ber.

Dafür sor­gen vie­le tau­send Jah­re Mensch­heits­ge­schich­te, die immer noch in unse­ren Genen ste­cken: Die Nacht war für unse­re Ur-Urah­nen in der Stein­zeit gefähr­lich, wes­halb wir heu­te immer noch beson­ders ängst­lich sind, wenn es dun­kel ist.

Die­se Ängst­lich­keit über­trägt sich auf unse­re Gedan­ken, die wir haben, wenn wir uns schlaf­los im Bett wäl­zen: Wir malen den Teu­fel an die Wand und sehen hin­ter jeder noch so klei­nen Irri­ta­ti­on die nächs­te Kata­stro­phe lauern.

Zum Ärger und der Frus­tra­ti­on, nicht schla­fen zu kön­nen, kom­men zusätz­lich unan­ge­neh­me Über­le­gun­gen, die uns dann so rich­tig den Schlaf rauben.

Erst wenn im Mor­gen­grau­en unser kör­per­ei­ge­ner Cor­ti­sol-Spie­gel wie­der ansteigt, mehr Blut­zu­cker und damit auch mehr sti­mu­lie­ren­de Boten­stof­fe unser Hirn errei­chen, las­sen sich die trü­ben Gedan­ken der Nacht zur Sei­te schieben.

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Bes­ser schla­fen
Stän­dig unter Stress ste­hen, kann zu chro­ni­schem Stress füh­ren Man fühlt sich getrie­ben und gehetzt, das Leben scheint eine ein­zi­ge gro­ße To-Do-Kis­te zu sein, die man abar­bei­ten muss — und man merkt oft gar nicht, wie man immer mehr aus­brennt.

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Erste Hilfe in schlaflosen Nächten: Handy aus — und nicht dagegen ankämpfen

Schla­fen wäh­rend der Bett­zeit ist natür­lich die bes­te Opti­on, aber bes­ser, als sich stun­den­lang im Bett zu wäl­zen und zu grü­beln, ist Ablen­kung. Das heißt aller­dings nicht: noch­mal schnell die Emails auf dem Han­dy checken!

Das hat ganz prak­ti­sche Grün­de, denn das hel­le Dis­play-Licht der Smart­pho­nes, Tablets und auch E‑Reader zer­stört unser Schlaf­hor­mon Mela­to­nin und hält uns erst recht wach.

Erlaubt ist in schlaf­lo­sen Nächten: 

  • lesen (ganz klas­sisch: ein Buch)
  • krea­ti­ven Gedan­ken nachgehen
  • lei­se Musik hören
  • Tage­buch schrei­ben (durch das Auf­schrei­ben hat man das Gefühl, das Pro­blem zumin­dest schon ein biss­chen ange­packt zu haben)
  • oder sogar fern­se­hen (mit dem Fern­se­her auf mög­lichst gro­ßem Abstand)

Ver­bo­ten sind:

  • sich wäl­zen, ärgern, grübeln
  • das hel­le blaue Licht von Com­pu­ter- oder Smart­pho­ne-Dis­plays (zur Not: “Schlaf­licht” beim Han­dy ein­stel­len — dafür gibt’s Apps)
  • kämp­fen:

“… Haben Sie jemals einen die­ser alten Cow­boy-Fil­me gese­hen, wo der böse Wider­sa­cher in Treib­sand gerät, und je mehr er kämpft, des­to schnel­ler wird er nach unten gezo­gen? Wenn Sie in Treib­sand gera­ten, ist Kämp­fen das Schlimms­te, was Sie tun kön­nen. Sie soll­ten sich viel­mehr auf den Rücken legen, sich aus­stre­cken, ruhig blei­ben und sich auf der Ober­flä­che trei­ben lassen! 

Dann pfei­fen Sie nach Ihrem Pferd, damit es kommt und Sie ret­tet! Dies erfor­dert wah­re Geis­tes­ge­gen­wart, weil jeder Instinkt in Ihrem Kör­per Ihnen sagt, sie sol­len kämp­fen; aber je mehr Sie kämp­fen, des­to schlim­mer wird die Lage. Das glei­che Prin­zip gilt für schwie­ri­ge Gefüh­le: Je mehr wir kämp­fen, des­to brenz­li­ger wird die Situa­ti­on.”

Aus: Russ Har­ris, Wer dem Glück hin­ter­her­rennt, läuft dar­an vor­bei*

Schlafen wie ein Baby: 7 Tipps gegen Schlafstörungen

Schla­fen hat viel mit Gewohn­heit, Ritua­len und „zur Ruhe kom­men“ zu tun. Unse­re inne­re Uhr ist dabei wich­tig, regel­mä­ßi­ge Pau­sen auch wäh­rend des Tages und die rich­ti­ge “Schlaf­hy­gie­ne”, also unse­re Schlafumgebung. 

1) Schlafräuber vermeiden

Dun­kel, gut tem­pe­riert und ruhig soll­te es für’s Schla­fen sein.
Wer sich regel­mä­ßig im Bett wälzt, ohne ein­schla­fen zu kön­nen, oder immer wie­der nachts auf­wacht, soll­te zunächst einen Blick auf sei­ne Matrat­ze wer­fen, denn manch­mal sind es tat­säch­lich ganz bana­le Gege­ben­hei­ten wie ein zu har­tes oder zu wei­ches Bett, die uns vom Schla­fen abbringen.

  • Alko­hol und Niko­tin soll­te man bei Schlaf­stö­run­gen mei­den, denn auch sie stö­ren unser Schlaf­hor­mon Mela­to­nin bei der Arbeit.
  • Man­che Men­schen gehö­ren zu den sen­si­blen Schlä­fern, die vom Part­ner oder der Part­ne­rin immer wie­der geweckt wer­den, sobald er oder sie sich umdreht (oder schnarcht). Dage­gen hilft dann meis­tens lei­der nur ein eige­nes Schlafzimmer.
  • Wer regel­mä­ßig Can­na­bis kon­su­miert (oder kon­su­miert hat), han­delt sich mög­li­cher­wei­se ein dau­er­haf­tes Pro­blem ein, denn Dro­gen set­zen genau in den Hirn­zen­tren an, die auch für unse­ren Schlaf zustän­dig sind. Bei häu­fi­ge­rem Kon­sum kön­nen Hirn­struk­tu­ren so ver­än­dert wer­den, dass es gehäuft zu Schlaf­lo­sig­keit kommt.

2) Rituale für besseren Schlaf

Wir Men­schen sind nicht nur sprich­wört­lich ein Gewohn­heits­tier — das gilt auch und beson­ders für unse­ren Schlaf.
Wech­seln­de Bett­zei­ten kön­nen bei­spiels­wei­se für dau­er­haft schlech­ten Schlaf sor­gen (vie­le, die im Schicht­dienst arbei­ten (müs­sen), kön­nen ein Lied davon singen).

  • Wer bes­ser schla­fen möch­te, soll­te mög­lichst immer zur glei­chen Zeit zu Bett gehen und zur glei­chen Zeit auf­ste­hen – auch am Wochenende.
  • Auch die Mahl­zei­ten soll­ten zu fes­ten Essens­zei­ten ein­ge­nom­men werden. 
  • Abend­essen nach 18.00 Uhr lie­ber nicht, aber wenn, dann leicht und bekömmlich.

3) Biorhythmus und Schlaf

In der Nacht fällt der Blut­druck um etwa 20 Pro­zent; das ist eine wich­ti­ge Ent­las­tung für unser Herz­kreis­lauf­sys­tem. Bereits am Abend nimmt der Blut­druck ab und die Kör­per­tem­pe­ra­tur sinktbei­des sind wich­ti­ge Ein­schlaf­si­gna­le.

  • Des­we­gen ist Kof­fe­in am Abend für alle mit Schlaf­stö­run­gen tabu — eben­so wie schwar­zer Tee, der oft noch län­ger wach­hält als der Espres­so nach dem Abendessen.
  • Vie­le Blut­druck­pa­ti­en­ten haben den Blut­druck­ab­fall am Abend nicht mehr.
    Des­halb blut­druck­sen­ken­den Medi­ka­men­te am bes­ten abends ein­neh­men. Beson­ders ACE-Hem­mer begüns­ti­gen den Schlaf und sen­ken außer­dem noch das Dia­be­tes-Risi­ko deutlich.

Übri­gens: Der wich­tigs­te Schlaf mit der größ­ten Erho­lungs­funk­ti­on fin­det in den ers­ten drei Stun­den nach dem Ein­schla­fen statt. Ob man vor oder nach Mit­ter­nacht schläft, spielt dage­gen — anders als oft behaup­tet — kei­ne Rolle.

4) Bewegung und Schlaf

Sport und Bewe­gung hel­fen gegen chro­ni­schen Stress und sind des­halb auch gut fürs Schlafen. 

  • Wer emp­find­lich ist, soll­te nicht die letz­ten zwei bis drei Stun­den vor dem Schla­fen­ge­hen nut­zen, um sich aus­zu­powern: Das Fit­ness­stu­dio oder die Jog­gin­grun­de ist für Schlaf-Emp­find­li­che eher etwas für den Mor­gen oder den Nachmittag.
  • Die Aben­de soll­te man lie­ber für einen Spa­zier­gang, Yoga, Medi­ta­ti­on oder ande­re per­sön­li­che Ritua­le nut­zen, mit denen man gut abschal­ten und zur Ruhe kom­men kann – ein Ent­span­nungs­bad bei­spiels­wei­se, ein gutes Buch oder ein­fach ein Tas­se Tee bei schö­ner Musik.

5) Schlafprotokolle

Wer dau­er­haft schlecht schläft, kann sich oft selbst mit einem Schlaf­pro­to­koll oder Tage­buch hel­fen, um Schlaf­räu­bern auf die Spur zu kommen.

  • Wann sind die Näch­te beson­ders schlecht?
    Liegt es viel­leicht am Glas Wein zum Abend­essen, an beson­ders stres­si­gen Tagen oder viel­leicht doch an der Jog­gin­grun­de am spä­ten Nachmittag? 

Sei­ne Grün­de für schlech­ten Schlaf selbst her­aus­zu­fin­den, ist ein­fa­cher und oft auch viel ziel­füh­ren­der als der Weg ins Schlaflabor.

6) Schlaftabletten

Schlaf­ta­blet­teb sind heu­te hart­nä­cki­gen Schlaf­stö­run­gen eine zusätz­li­che Opti­on — und nicht mehr ganz so ver­pönt wie noch vor weni­gen Jah­ren: Die Medi­ka­men­te der Z‑Generation“ (alle neue­ren Wirk­stof­fe begin­nen mit dem Buch­sta­ben „Z“) sind gut ver­träg­lich; sie ver­ur­sa­chen nicht mehr den gefürch­te­ten „Hang Over“ am nächs­ten Tag und haben nur noch ein gerin­ges Abhängigkeitsrisiko.

Trotz­dem muss etwa jeder fünf­te Anwen­der die Dosis stei­gern, wenn er über einen län­ge­ren Zeit­raum mit Hil­fe von Tablet­ten gut schla­fen möch­te. Eine dau­er­haf­te Lösung ist der Schlaf auf Rezept nicht.

  • Man kann auch Mela­to­nin-Kap­seln oder -Sprays als Ein­schlaf­hil­fe nut­zen — die dann aber bit­te gegen 18 oder 19 Uhr ein­neh­men, wenn die Kon­zen­tra­ti­on unse­res kör­per­ei­ge­nen Schlaf­hor­mons Mela­to­nin im Kör­per sowie­so ansteigt.
    Nachts um 4 sinkt unser eige­nes Mela­to­nin wie­der — wer dann von außen künst­li­ches Mela­to­nin zuführt, bringt wirk­lich alles durch­ein­an­der und wird dafür mit Schlaf­stö­run­gen büßen. 
  • Als natür­li­che Alter­na­ti­ve ein­fach mal rei­nes Laven­del­öl (oder ein ande­res — rei­nes! — äthe­ri­sches Öl wie bei­spiels­wei­se Jas­min, San­del­holz, römi­sche Kamil­le, Weih­rauch oder Veti­ver) pro­bie­ren. Die kann man zu jeder Tages- und Nacht­zeit anwen­den, denn sie pas­sen sich unse­rem Bio­rhyth­mus an. Äthe­ri­sche Öle för­dern Ein­schla­fen und Durch­schla­fen, beu­gen Stress vor und wir­ken des­halb auch aus­glei­chend am Tag.

7) Schlafkur

Schlaf­ku­ren wer­den auch als “Bett­zei­ten­re­strik­ti­on” bezeich­net und kön­nen bei hart­nä­cki­gen Schlaf­stö­run­gen sehr hilf­reich sein.

  • Bei die­ser Kur gibt es fest­ge­leg­te Bett- und Auf­steh­zei­ten, die strikt ein­ge­hal­ten wer­den sol­len. Nur in den Stun­den der Bett­zeit darf geschla­fen wer­den, zur Auf­steh­zeit wird auf­ge­stan­den, egal wie gut oder schlecht die Nacht war.
  • Ein Nicker­chen am Nach­mit­tag ist tabu (die kom­men­de Nacht wird dafür umso bes­ser). Kann man wäh­rend der Bett­zeit nicht schla­fen, bleibt man trotz­dem lie­gen und ruht, döst — oder liest ein gutes Buch.

Schlafen hat viel mit dem zu tun, was wir tagsüber machen

Eine schlech­te Nacht ist kein Bein­bruch, aber sie soll­te nicht zur Gewohn­heit wer­den.
Damit Schlaf­stö­run­gen nicht zum Dau­er­bren­ner wer­den, soll­te man auf das rich­ti­ge Bett, die „Schlaf­hy­gie­ne“ und — soweit mög­lich — eine gewis­se Regel­mä­ßig­keit im Tages­ab­lauf achten.

Das A und O für erhol­sa­men Schlaf sind aber die Pau­sen und Ent­span­nungs­pha­sen wäh­rend des Tages, auch wenn unse­re „24-Stun­den-Gesell­schaft“ dafür sorgt, dass es eigent­lich immer etwas gibt, um das wir uns küm­mern müssten.

Denn: Wer pau­sen­los auf Hoch­tou­ren läuft und nie zur Ruhe kommt, lässt sei­nen natür­li­chen Bio­rhyth­mus ver­wil­dern – und das rächt sich in Form von schlech­ten Nächten.

Copy­right: Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, www​.bild​bio​gra​phien​.de, 2017, über­ar­bei­tet 2022 

Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Was uns glück­lich macht: Die bes­ten Glücks­re­zep­te vom trost­lo­sen Sig­mund Freud über Mar­tin Selig­mans Posi­ti­ver Psy­cho­lo­gie bis zum posi­ti­ven „Sor­ge dich nicht, lebe!“ Den­ken.
Was uns glück­lich macht: Posi­ti­ve Psy­cho­lo­gie und posi­ti­ves Denken

Buch­emp­feh­lun­gen gegen Schlaf­lo­sig­keit und das täg­li­che Zuviel:

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Kein Hokus­po­kus, son­dern end­lich Licht im Dunk­len!
Der Bio­lo­ge und Schlaf­for­scher Albrecht Vors­ter schreibt infor­ma­tiv und unter­halt­sam über unse­ren Schlaf: Die neus­ten Erkennt­nis­se aus Wis­sen­schaft und For­schung, alte Mythen, die nie­mand mehr braucht, und was man ändern kann, wenn man ein schlech­ter Schlä­fer ist.
Lesens­wert! Albrecht Vors­ter, War­um wir schla­fen*
Hey­ne Ver­lag, 2019

Und hörens­wert das War­um-wir-schla­fen-Hör­buch* (Gra­tis im Audible-Probemonat) 

Chro­ni­scher Stress macht krank, weil er unser gesam­tes Hor­mon­sys­tem auf den Kopf stellt. Wie man hor­mo­nel­le Schwan­kun­gen und chro­ni­schen Stress durch ein­fa­che Ver­än­de­rung des Lebens­stils in den Griff bekom­men kann, erklärt Dr. Mari­za Sny­der in die­sem sehr lesens­wer­ten Buch.

Dr. Mari­za Sny­der: Aro­ma­the­ra­pie für die Hor­mon­ba­lan­ce*, riva Ver­lag, 2020

Die Kunst des “Nein-Sagens“
Ein sehr lie­be­voll gestal­te­tes Heft aus der Rei­he “Biblio­thek der guten Gefüh­le”, mit inspi­rie­ren­den Tex­ten über’s Nein­sa­gen und vie­len ein­fach zu befol­gen­den Übun­gen. Für alle, die gera­de mit dem The­ma beschäf­tigt sind, oder zum Ver­schen­ken.

Anne van Stap­pen, Das klei­ne Übungs­heft: Gren­zen set­zen, nein sagen*, Tri­ni­ty Ver­lag, 2012

Ein groß­ar­ti­ges Buch für alle, die mit Jour­na­ling anfan­gen wol­len, aber Angst vor vie­len lee­ren Sei­ten haben!
Mit vie­len schö­nen Zita­ten und kur­zen Text­bei­trä­gen, die zum Nach­den­ken anre­gen und den Ein­stieg ins Schrei­ben erleich­tern. Jeweils drei Minu­ten mor­gens und abends — mehr braucht es nicht, um sich schrei­bend das Leben (und das Schla­fen) leich­ter zu machen. Emp­feh­lens­wert!

Domi­nik Spenst, Das 6‑Mi­nu­ten-Tage­buch*, Rowohlt Taschen­buch, 2017

Der Arzt und Psy­cho­the­ra­peut Russ Har­ris beschreibt sehr anschau­lich und ver­ständ­lich ACT - die Akzep­tanz- und Com­mit­ment­the­ra­pie, die nicht nur ein­fach umzu­set­zen ist, son­dern in vie­len Stu­di­en ande­ren the­ra­peu­ti­schen Ansät­zen mit Leich­tig­keit das Was­ser rei­chen konn­te. Sehr lesens­wert!

Russ Har­ris, Wer dem Glück hin­ter­her­rennt, läuft dar­an vor­bei*
Gold­mann Ver­lag, 2013 

Wie wir uns selbst gele­gent­lich in unbe­frie­di­gen­de Lebens­si­tua­tio­nen manö­vrie­ren, die uns den Schlaf rau­ben — und wie wir aus ihnen wie­der her­aus­kom­men. Infor­ma­tiv, ver­ständ­lich und anhand vie­ler Bei­spie­le erklärt.

Rein­hard K. Spren­ger: Die Ent­schei­dung liegt bei dir! Wege aus der all­täg­li­chen Unzu­frie­den­heit*
Cam­pus Ver­lag GmbH, Frankfurt/Main, über­ar­bei­te­te Neu­auf­la­ge 2015

Wei­ter­füh­ren­de Bei­trä­ge über Psy­cho­lo­gie & Lebensglück:

Bauch­ge­fühl: Gefüh­le sind kei­ne Denk­feh­ler:
Für klu­ge Ent­schei­dun­gen ohne spä­te Reue, kla­re Prio­ri­tä­ten und unse­re Fähig­keit, Wich­ti­ges von Unwich­ti­gem zu unter­schei­den, brau­chen wir nicht nur unse­ren Ver­stand, son­dern auch unser (Bauch-)Gefühl.
Das gro­ße Zögern: War­um unser Bauch­ge­fühl für unse­re Ent­schei­dun­gen so wich­tig ist

Schlech­te Stim­mung: Man­che Tage füh­len sich an wie eine per­sön­li­che Belei­di­gung in Dau­er­schlei­fe. Über „schlech­te“ Gefüh­le, erlern­te Hilf­lo­sig­keit, unse­re emo­tio­na­len blau­en Fle­cken und Albert Ellis‘ ratio­na­le The­ra­pie.
Mie­se Zei­ten: Woher schlech­te Gefüh­le kom­men und was man gegen sie tun kann

Auf­schie­ben: Auf­schie­be­ri­tis ist die “Krank­heit” der Per­fek­tio­nis­ten. Denn es ist meis­tens nicht der inne­re Schwei­ne­hund, der uns davon abhält, end­lich los­zu­le­gen, son­dern die Angst zu ver­sa­gen. Sie kann aber auch ihr Gutes haben und sogar sehr nütz­lich sein: Bei­spiels­wei­se fürs Anlauf­neh­men und fürs stra­te­gi­sche Den­ken.
10 Tipps gegen Aufschieberitis

Erfolg: Wer ein neu­es Pro­jekt mit einem inne­ren “Ich kann nicht” star­tet, wird es auch nicht kön­nen. Und darf sich dann bei sich selbst für eine gelun­ge­ne Selbst­sa­bo­ta­ge durch eine erfüll­te Pro­phe­zei­ung bedan­ken.
Selbst­er­fül­len­de Prophezeiungen

Lebens­qua­li­tät: Man kann weg­se­hen und weg­hö­ren — aber weg­rie­chen kann man nicht.
Wie Düf­te unse­re Erin­ne­run­gen und Emo­tio­nen beein­flus­sen und wie man sie für mehr Wohl­be­fin­den und Vita­li­tät nut­zen kann.
Die Kraft der fei­nen Düfte

Link­emp­feh­lun­gen für die Gute-Nacht-Lektüre:

Schlafgestört.de behan­delt aus­führ­lich und sehr infor­ma­tiv alle Fra­gen rund um’s Schla­fen:
https://​www​.schlaf​ge​sto​ert​.de/

Bett­lek­tü­re gesucht? Kri­mi-Fans wer­den hier auf jeden Fall fün­dig: Neu­erschei­nun­gen, Lese­tipps und Rezen­sio­nen, außer­dem Por­träts der wich­tigs­ten und bes­ten Kri­mi-Autoren:
Kri­mi-Couch.de

Was dem einen sein Kri­mi, ist dem ande­ren ein guter his­to­ri­scher Roman. Leser­be­wer­tun­gen und Beschrei­bun­gen von rund 6000 his­to­ri­schen Roma­nen, um die pas­sen­de Bett­lek­tü­re zu fin­den. Denn nichts ist schö­ner als ein gutes Buch — wenn man schon nicht schla­fen kann.
His​to​-Couch​.de

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