Vor 70 Jahren: Weltkriegsende – Zusammenbruch – Befreiung

Heidelberg

4474 Tage währte das 1000jährige Reich auf deutschem Boden.
Dann brach es am 8. Mai 1945 in einem Inferno aus Blut, Tränen und Abermillionen Toten zusammen. Eine kurze Chronologie zum 70. Jahrestag des Kriegsendes:

Die Absicht, den deutschen „Lebensraum“ unter allen Umständen zu erweitern, hatte Adolf Hitler schon in seinem Buch „Mein Kampf“ formuliert und in Propagandareden ständig wiederholt.
Seit der „Machtergreifung“ im Jahr 1933 wird die deutsche Außen- und Innenpolitik, die Wirtschafts- und Finanzpolitik auf dieses Ziel ausgerichtet.

Kriegsbeginn

Während weltweit alle Staaten nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 mit Elend, Armut und hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben, steigt das nationalsozialistische regiert Deutschland nach 1933 wie Phönix aus der Asche empor und steht – zumindest nach außen – wirtschaftlich so glänzend da wie nie zuvor.
Den Preis, der dafür gezahlt wird – Diktatur und die Verfolgung Andersdenkender, Gleichschaltung aller politischen und gesellschaftlichen Organisationen, Aufrüstung und Kriegsvorbereitungen, eine massive Überschuldung des Staates, die einen Krieg unausweichlich werden ließ, – können und wollen die meisten in jener Zeit nicht sehen. Weder im Inland noch im Ausland.

Hitlers Werben um ein Bündnis mit Großbritannien misslingt, und auch seine Idee, die Polen zu einem gemeinsamen Angriff auf die Sowjetunion zu überreden, scheitert an einer polnischen Abfuhr.
Dann eben anders; der „Hitler-Stalin-Pakt“ wird im August 1939 geschlossen.
Die Unterschrift unter Verträge und das „geheime Zusatzprotokoll“ (das die Aufteilung Polens vorsieht) ist kaum getrocknet, als die deutsche Wehrmacht am 1. September 1939 ohne Kriegserklärung Polen angreift und der Zweite Weltkrieg beginnt.

Die Deutschen gehen ohne Begeisterung in diesen Krieg.
Anders als im August 1914 gibt es auf den Straßen keinen hysterischen Jubel, keine spontanen patriotischen Kundgebungen und keine Gesänge.
Der erste Weltkrieg mit den fürchterlichen Erinnerungen an die Millionen Opfer und das unverschmerztes Leid ist gerade einmal 25 Jahre her.
In jenen Tagen kurz nach Beginn des zweiten Weltkrieges sieht man auf den Straßen nur ernste Gesichter mit zusammengebissenen Zähnen.

Warnende Stimmen gibt es jedoch kaum: Oppositionelle und Andersdenkende sind ermordet worden oder in Haft, untergetaucht oder im Exil.
Die Wehrmacht, die Beamtenschaft, die Partei und nicht zuletzt die Deutschen funktionieren.
Zwar gibt es keine Begeisterung, aber auch keinen Widerstand oder offen geäußerte Angst.
„Der Führer wird’s schon richten“ ist ein geläufiger Spruch.
Goebbels‘ Propagandamaschinerie läuft auf Hochtouren.

Blitzkrieg

Polen ist mit Frankreich verbündet, aber eingreifen mögen die Franzosen nicht – wie eine Jahr zuvor, 1938, während der Sudetenkrise und ein halbes Jahr später nach dem Hilferuf der Tschechen, als im März 1939 die „Rest-Tschechei“ von der deutschen Wehrmacht „beseitigt“ wird.
Zwar erklären Briten und Franzosen Deutschland nach dem Überfall Polens den Krieg, aber es wird ein eigenartiger Sitzkrieg – Drôle de guerre.
Keiner wagt es, den ersten Schuss abzugeben.

Hitler und die Wehrmacht haben freie Bahn im Osten, sie können den polnischen Feldzug als „Blitzkrieg“ führen und in wenigen Wochen beenden.
Die fatalistische Stimmung der Deutschen schlägt nach dem raschen Kriegserfolg schließlich doch noch in eine Art vertrauensvoller Zuversicht um.

Bis Mitte 1941 wird der noch auf Europa beschränkte Konflikt von der Wehrmacht als Eroberungskrieg geführt.
Nach Polen werden in kurzen konzertierten Feldzügen Dänemark, Norwegen, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, der Großteil Frankreichs, Jugoslawien und Griechenland erobert und besetzt.

sir-winston-churchill-396973„You ask, what is our aim? I can answer in one word: Victory.
Victory at all costs – Victory in spite of all terror – Victory, however long and hard the road may be, for without victory there is no survival.“

Winston Churchill am 13. Mai 1940 vor dem britischen Unterhaus,
3 Tage nach seiner Ernennung zum britischen Premierminister und Nachfolger von Neville Chamberlain


Großbritannien ist ab der Kapitulation Frankreichs am 22. Juni 1940 bis zum deutschen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 ein Jahr lang Deutschlands einziger verbliebener Kriegsgegner.
Dieses Durchhalten der Briten unter „Blut, Schweiß und Tränen“, angeführt durch die Standfestigkeit ihres Premiers Winston Churchill, ist von entscheidender Bedeutung für den weiteren Kriegsverlauf.

Das „Unternehmen Barbarossa“

Der lange geplante Überfall auf die Sowjetunion ist ein Kernstück von Hitlers Philosophie vom „Volk ohne Raum“ und wird bereits im Juli 1940 mit der Wehrmachtsführung erörtert.

Zu diesem Zeitpunkt hofft Hitler allerdings noch, dass Großbritannien seinen Widerstand über kurz oder lang aufgeben würde, und er auf Basis einer „Verständigung mit England“ seine gesamte Streitkraft nach Osten werfen könne.
Sein großes Ziel ist es, „Lebensraum im Osten“ zu erobern. Die Versklavung und Ermordung der überwiegend slawisch-stämmigen Bevölkerung ist bereits beschlossene Sache.

Die Briten geben ihren Widerstand nicht auf und hoffen weiter auf den Kriegseintritt der USA, die sie (inoffizielle) bereits unterstützt.
Am 22. Juni 1941 beginnt nach mehrwöchigen Verzögerungen das „Unternehmen Barbarossa“, der deutsche Überfall auf die Sowjetunion.

Damit hatte noch nicht einmal der ansonsten bis an die Grenze zur Paranoia misstrauische Stalin gerechnet. Die Sowjets sind von diesem Angriff komplett überrumpelt, und es sieht so aus, als ob die Deutschen erneut einen Bltzkrieg führen könnten.
Am Boden zerstört zieht sich Stalin auf seine Datscha zurück und ist für mehrere Tage für niemanden zu sprechen.

„Lenin hat unseren Staat geschaffen, und wir haben ihn verschissen.“

Stalin sechs Tage nach dem deutschen Überfall
vom 22. Juni 1941


 

Der gefürchtete „Zweifrontenkrieg“ kommt auch für die deutsche Bevölkerung völlig überraschend.
Tief bedrückt vernimmt das deutsche Volk die Erklärung Hitlers, der „russische Aufmarsch gegen die deutsche Grenze“ sei in vollem Gange.
Dieser Krieg gegen die Sowjetunion macht den Deutschen Angst.
Unmut – wenn auch sehr leise geäußert – breitet sich aus.
Um den Wahnsinn einer zweiten Front plausibel zu machen, wird der deutschen Bevölkerung der Krieg gegen den einstigen Bündnispartner Sowjetunion als Aggression seitens der russischen „Bolschewisten“ verkauft.

Der Feldzug der Wehrmacht in Russland beginnt 1941 mit großen Erfolgen, wird aber kein Blitzkrieg.
Die von den stalinistischen Säuberungen der vorangegangenen Jahre dezimierten sowjetischen Truppen erleiden anfangs schwere Verluste, doch ihre Widerstandskraft kann nicht gebrochen werden.

Dann setzt im Oktober 1941 sehr früh und mit ungewöhnlicher Kälte der russische Winter ein: Er stoppt den Vormarsch der Wehrmacht.
Maschinen und Waffen versagen in der klirrenden Kälte. Viele Soldaten erfrieren, da man sie im Vertrauen auf einen schnellen Sieg ohne Winterausrüstung nach Russland befohlen hatte.
Die fehlende Ausrüstung soll nun – viel zu spät – durch Sammlungen in der Heimat beschafft werden.

Pearl Harbour

Der Krieg der Deutschen an der Ostfront tobt ein halbes Jahr, als am 7. Dezember 1941 das mit Deutschland und Italien verbündete Japan ohne Kriegserklärung den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbour bombardiert.

Am 11. Dezember erklären die mit Japan verbündeten Achsenmächte Deutschland und Italien den USA den Krieg.
Der US-amerikanische Präsident Roosevelt hatte bereits lange Zeit die bedrängten Briten und die Sowjetunion mit Waffen und Material unterstützt; offiziell in den Krieg eintreten konnte er gegen den Willen einer Mehrheit der Amerikaner nicht.
Der japanische Angriff auf Pearl Harbour und die Kriegserklärung der Achsenmächte ändern alles.

Zu ersten Kampfhandlungen zwischen US-amerikanischen und deutschen Truppen kommt es Ende 1942 in Nordafrika. Aus dem ehemals innereuropäischen Krieg ist ein Weltkrieg geworden, der mit nie gekannter Grausamkeit und zunehmender Brutalität auf allen Seiten geführt wird.
Niemand schert sich mehr um die nach dem ersten Weltkrieg mühsam errungenen Regeln und Konventionen, ein Menschenleben – sei es nun das eines Soldaten oder eines Zivilisten – zählt nichts.

Luftkrieg

Der Luftkrieg über Deutschland beginnt.
Lange Zeit kannte die deutsche Zivilbevölkerung den Krieg hauptsächlich aus den Siegesmeldungen im Radio und durch die Bilder der Wochenschau im Kino.
Jetzt bekommt sie ihn zu spüren – Tag für Tag und Nacht für Nacht.

Bereits seit Mai 1940 hatte die britische Royal Air Force (RAF) Luftangriffe geflogen, aber die Entfernung war riesig und für die britischen Bomber kaum zu bewältigen. Trotz der Entfernung und den geringen Aussichten, dem deutschen Kriegsgegner ernsthaft schaden zu können, flogen sie.
Sehr verlustreich und ohne große Erfolge, die RAF-Bombardements waren mehr psychologische Nadelstiche und keine ernsthafte Bedrohung für das „Blitzkrieg“ gewöhnte Deutsche Reich.
Das wurde nach dem Kriegseintritt der Amerikaner Ende 1941 schlagartig anders. Für die Briten bedeutete der neue, nun auch offizielle Verbündete, die immens wichtige Verstärkung an Mensch und Material.

Ab Mitte 1942 gehen die Alliierten dazu über, große Bomberpulks nach Deutschland zu schicken, um sowohl Industrie- und Militäreinrichtungen zu zerstören, aber auch um die Moral der Bevölkerung zu brechen.
Die amerikanische USAAF konzentriert sich in Tagesangriffen vorwiegend auf Industrieziele, während die Bomber der britischen RAF bei Nacht die Städte bombardieren, um Zivilbevölkerung und kämpfende Soldaten zu demoralisieren.

 

Der Totale Krieg

Wollt Ihr den totalen Krieg?“ brüllt Propagandaminister Joseph Goebbels in seiner Sportpalastrede vom 18. Februar 1943 und erntet frenetischen Jubel.

Die Mehrheit der Deutschen will durchhalten bis zum Endsieg.
Spätestens mit den alliierten Flächenbombardements vor allem der großen deutschen Städte mit Hunderttausenden ziviler Opfer ist der Krieg in der Heimat angekommen.
Und spätestens die grauenvollen Schlacht bei Stalingrad mit 700.000 Toten, gefolgt von der Kapitulation der 6. Armee Ende Januar 1943, ist für viele die psychologische Wende: Vielen Deutschen wird bewusst, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen ist.

Doch die Angst vor der „rasenden Rachsucht“ der Bolschewisten und die durch geschickte Propaganda geschürte Wut über den „angloamerikanischen Bombenterror“ lässt sie durchhalten.
Viele sind kriegsmüde, mobilisieren aber ihre letzten Kräfte – und hoffen trotz aller Zweifel auf den versprochenen „Endsieg“.

Der Untergang

Das „Dritte Reich“ ist dem Untergang geweiht, das spüren die meisten Deutschen.
Seit der Katastrophe von Stalingrad wird die deutsche Wehrmacht von der Roten Armee Richtung Westen getrieben.
Bereits im Frühjahr 1944 erreichen sowjetische Kampfverbände die Grenze Rumäniens, der Tschechoslowakei und des ehemaligen Polen.

Am 10. Juli 1943 landen alliierte Streitkräfte in Sizilien und kämpfen sich durch Italien Richtung Norden, ein knappes Jahr später, am 6. Juni 1944 beginnt die „Operation Overlord“ – der „längste Tag“: die Landung englischer, amerikanischer, französischer und polnischer Soldaten in der Normandie.
Die nationalsozialistische Propaganda beschönigt den einsetzenden Rückzug deutscher Truppen an fast allen Fronten als „Frontbegradigungen“, trotzdem bleibt der Zivilbevölkerung die drohende Niederlage nicht verborgen, auch ohne heimliches Hören von „Feindsendern“.
Im Radio – vom Volksmund „Goebbelsschnauze“ genannt – wird über Mittel- und Langwelle derweil verkündet, dass die Soldaten der deutschen Wehrmacht erst Heimat- boden erreicht haben müssten, um „das Reich“ besser verteidigen und die Feinde zurückschlagen zu können.

Im zivilen Deutschland wissen viele nicht weiter.
Besonders im Osten hat man fürchterliche (und begründete) Angst vor den heranrückenden „Bolschewiken“. Lange Zeit war den Bewohnern Ostpreußens unter Androhung schwerer Strafen die Flucht aus ihrer Heimat verboten worden. Hitler wollte der vorrückenden Roten Armee einen menschlichen „Schutzwall“ entgegenstellen. Die Parteibonzen hatten sich selbst natürlich schon längst in Sicherheit gebracht.
Im Westen nehmen die Luftangriffe auf deutsche Städte zu und fordern Tausende Menschenleben.
Nacht für Nacht heulen in den Großstädten die Sirenen, viele Menschen verbringen die meisten Nächte in Luftschutzkellern, immer in der Angst, bei einem direkten Treffer verschüttet zu werden. Frauen leben in permanenter Furcht um das Leben ihrer Söhne und Männer an den verschiedenen Kriegsschauplätzen, besonders um die, die an der Ostfront kämpfen müssen.

Hitlerjungen und alte Männer werden zum „Volkssturm“ eingezogen, dem letzten Aufgebot.
War bis weit in den Krieg hinein die Versorgung mit Lebensmitteln und Kleidung gut, so wird jetzt bemerkbar, dass immer mehr ehemals besetzte Gebiete nicht mehr ausgebeutet werden können.
Die Deutschen sind erschöpft.
„Heil Hitler“, der „Deutsche Gruß“ verschwindet.

Hitler fordert den Kampf bis zum Untergang.

Die letzten Kriegstage

Am 12. April 1945 stirbt überraschend der US-amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt.
Als Hitler diese Nachricht hört, hofft er eine kurze Zeit lang auf den Zerfall der alliierten Koalition und drängt die Wehrmachtssoldaten zum bedingungslosen Weiterkämpfen – wie so oft mit der Androhung „bolschewistischer“ Gräueltaten.

Zu „Führers Geburtstag“ am 20. April empfängt er Gäste im Führerbunker. Hitler wird 56 Jahre alt und ist geistig und körperlich ein Wrack.

Am 22. April erleidet er einen Nervenzusammenbruch, als er erfährt, dass SS-Obergruppenführer Felix Steiner den befohlenen Entsatzangriff seiner Armeegruppe in der Schlacht um Berlin als undurchführbar verweigert hat.

Am 25. April 1945 reichen sich auf der zerstörten Elbbrücke in Torgau Soldaten der 90. US-Infanteriedivision und der sowjetischen Gardedivision die Hand.
Ost- und Westfront sind jetzt vereint. Berlin ist von der Roten Armee eingekesselt.

Am 28. April erfährt Hitler von Himmlers monatelangen Geheimverhandlungen mit den Alliierten über einen Separatfrieden und lässt daraufhin Himmlers Kontaktmann Herrmann Fegelein verhaften und erschießen.

Am 29. April verbreitet sich die Nachricht von der Erschießung des italienischen „Duce“ Benito Mussolini und der Misshandlung seiner Leiche.

Am 30. April heiratet Hitler seine Lebensgefährtin Eva Braun.
Danach diktiert er sein politisches Testament: Er ernennt seinen treuen Gefolgsmann und Hardliner, den Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine, Großadmral Karl Dönitz, zu seinem Nachfolger als Reichspräsidenten und Oberbefehlshaber der Wehrmacht. Goebbels soll neuer Reichskanzler werden.
Göring und Himmler werden aus der NSDAP ausgeschlossen.
Die Deutschen ruft er zur unbedingten Fortsetzung des Krieges, zur Einhaltung der Nürnberger Rassengesetze und zur weiteren „Vernichtung“ der Juden auf. Er verteilt Ampullen mit Zyankali und vergiftet seine Schäferhündin.

Am Nachmittag zieht sich Hitler mit seiner Ehefrau zurück.
Eva Braun schluckt Gift, Hitler erschießt sich.

Kriegsende

Der neue Reichspräsident Dönitz lässt gemäß Hitlers letzten Willen zunächst weiterkämpfen und benennt am 2. Mai 1945 in Flensburg-Mürwik eine „geschäftsführende“ Reichsregierung.
Eine Gesamtkapitulation lehnt er ab, stattdessen soll ein Separatfrieden mit den westlichen Alliierten geschlossen und der Kampf gegen die Rote Armee fortgesetzt werden. Am gleichen Tag kapitulieren die verbliebenen deutschen Truppen- teile in Berlin vor der Roten Armee.

Der „Führerwille“ zählt nicht mehr:

Am 8. Mai 1945 verkündet Dönitz über einen Flensburger Sender die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht.

Am 9. Mai 1945 unterzeichnet Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel die bedingungslose Kapitulation gegenüber der Sowjetunion.

Keitels Unterschrift beendet den Zweiten Weltkrieg in Europa endgültig.
Exakte Schätzungen gibt es nicht, aber es wird vermutet, dass zwischen 36 und 52 Millionen Menschen ihr Leben verloren haben.
Ungezählt bleiben die Millionen, die verletzt, obdachlos, vertrieben, deportiert oder inhaftiert wurden.

Europa ist verwüstet.
Das „Tausendjährige Reich“ ist nach zwölf Jahren untergegangen und hinterlässt Tod, Elend und unermessliches Leid.

Das ehemalige Deutsche Reich wird in vier Besatzungszonen aufgeteilt, seine Ostgebiete teils unter polnische, teils sowjetische Vertragshoheit gestellt.

Eine Kriegsfolge ist die jahrzehntelange Teilung Deutschlands und Europas, die viele weitere Todesopfer fordert.

Copyright: Agentur für Bildbiographien, www.bildbiographien.de, 2015


Leseempfehlung zum Thema:


Was befahl Hitler? Gab es einen „Führerbefehl“ für den Hologaust? Über die fließenden Übergänge zwischen Befehlenden, Nutznießern, Profiteuren und „Bystandern“:
http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2017/01/holocaust-adolf-hitler-befehle-forschung-streit


Weiterführende Links zum Thema:


Flucht und Vertreibung 1944 – 1950
Ihr Flüchtlinge!


„Auch Mörder fallen nicht einfach vom heiteren Himmel“, schreibt die Schweizer Autorin (und Psychoanalytikerin) Alice Miller in ihrem Buch Am Anfang war Erziehung. Oder doch?
Der Werdegang Adolf Hitlers vom geprügelten Sohn eines „erziehenden“ Vaters und einer liebevollen, aber schwachen Mutter zu einem der grausamsten Diktatoren der Menschheit.

Vom verborgenem zum manifesten Grauen: Kindheit und Jugend Adolf Hitlers


Adolf Hitler und seine Anhänger. Wer folgte den Nationalsozialisten und was bringt Menschen dazu, zu Mördern zu werden?
Die Erlaubnis zu hassen


Es war während des Dritten Reiches ein Bestseller und galt als d e r Leitfaden zur Kindererziehung. Über die NS-Pädagogik und Johanna Haarers Machwerk.
Zwischen Drill und Misshandlung: Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind


Am 23. Juli 1942 gab Hitler den Befehl, Stalingrad in jedem Fall einzunehmen. Am gleichen Tag ordnete Stalin an, die Stadt, die seinen Namen trug, bis zum Letzten zu verteidigen:
Sie starben, damit Deutschland lebe


Stalin, Hitlers „Bruder im Geiste“, war der zweite Diktator, der die Welt ihn Atem hielt. Und das Verblüffende: Stalin „mochte“ Hitler und hat ihn tatsächlich bewundert.
Wer war eigentlich Stalin? Teil 1


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Bildnachweise:

1) Heilbronn_1945_US_Army_retouched-2.jpg, gemeinfrei
2) Sir Winston Churchill, skeeze, pixabay.com, CC0 Public Domain
3) Sowjetunion, August 1939, Im Moskauer Kreml wird am 23.8.1939 ein Nichtangriffsvertrag zwischen dem deutschen Reich und der UdSSR unterzeichnet. Nach der Unterzeichnung im Gespräch J.W. Stalin und der deutsche Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop (r.), Bundesarchiv, Bild 183-H27337
4) B-17 Flying Fortress, gemeinfrei, Two B-17 Flying Fortresses‘ vapor trails light up the night sky over Eastern Europe
5) Ruhrgebiet, Luftschutzstollen während Fliegeralarm, Zentralbild II. Weltkrieg 1939 – 45 Luftschutzstollen im Ruhrgebiet, um 1943. Während eines Fliegeralarms, Ruhrgebiet, 1943, Photographer Unknown, Bundesarchiv, Bild 183-R71086 / CC-BY-SA, gemeinfrei
6) Karl_D%C3%B6nitz.jpg#/media/File:Karl_D%C3%B6nitz.jpg, gemeinfrei

 

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