Dunkle Geheimnisse

Wenn dunkle Geheimnisse ans Licht kommen stellen sie alles infrage

Wenn dunk­le Geheim­nis­se ans Licht kom­men, stel­len sie alles infra­ge. Nichts kann so blei­ben, wie es war, weder für den Geheim­nis­krä­mer noch für den Belo­ge­nen. Aber Ent­de­ckun­gen und Ent­hül­lun­gen zer­stö­ren nicht nur, sie bie­ten auch eine Chan­cen zur Neu­ord­nung. Soll man Geheim­nis­se ent­hül­len oder ver­schwei­gen?

Lesen Sie im vor­her­ge­hen­den Bei­trag: “Dou­ble Bind” — egal was du tust, es wird das Fal­sche sein — ist die Masche, mit der Nar­ziss­ten ihre Mit­men­schen mani­pu­lie­ren. Aber was ist Nar­ziss­mus? Und: Kann man Nar­ziss hei­len, ret­ten oder ent­kom­men?
Das Zeit­al­ter der Nar­ziss­ten.

Mein Groß­va­ter hat­te ein dunk­les Geheim­nis.

Es war im Jahr 1943, das „Sta­lin­grad-Jahr“, in dem die meis­ten Deut­schen zu ahnen began­nen, dass der Krieg ver­lo­ren und Schreck­li­ches auf sie zukom­men wür­de. 

Fern­ab von Krieg und Feld­zü­gen war es aber auch ein Jahr, in dem in unse­rer Fami­lie Geschichte geschrieben wur­de. Es war das Geburts­jahr mei­ner Mut­ter und wahr­schein­lich das kata­stro­phals­te im Leben mei­ner Groß­mut­ter.
Denn Groß­va­ters dunk­les Geheim­nis ließ sich nicht län­ger ver­ber­gen.

Großvaters Geheimnis

Es war im März, knapp zwei Mona­te nach Sta­lin­grad.
Mei­ne Groß­mut­ter hat­te gera­de ihr drit­tes Kind gebo­ren, ein klei­nes Mäd­chen, mei­ne Mut­ter.

Gleich nach der Geburt kam mein Groß­va­ter Karl nach Hau­se, Hei­mat­ur­laub vom Krieg bei Frau und seit kur­zem drei Kin­dern. Kämp­fen muss­te Karl nicht, er war Kame­ra­mann bei der ‚Deut­schen Wochen­schau‘, oft an allen Fron­ten unter­wegs, aber häu­fig auch an der Hei­mat­front in Ber­lin.

Zur gro­ßen Über­ra­schung aller kam er aber nicht allei­ne, son­dern in Beglei­tung einer jun­gen, hüb­schen Ber­li­ne­rin.
Sie sei die Frau eines gefal­le­nen Kame­ra­den, schwan­ger, aus­ge­bombt und wis­se nicht wohin, erklär­te er. Sie sol­le bei ihnen woh­nen, bis sich eine ande­re Lösung gefun­den habe.

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Foto: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en


Selbst­ver­ständ­lich nahm mei­ne Groß­mut­ter die jun­ge Frau auf – Frau­en­so­li­da­ri­tät eben.

Außer­dem waren im Krieg alle gewohnt, enger zusam­men­zu­rü­cken und zu hel­fen. Die bei­den Frau­en ver­stan­den sich gut, die jun­ge Ber­li­ne­rin ging mei­ner Groß­mut­ter im Haus­halt und bei den Kin­dern zur Hand.

Karl reis­te nach weni­gen Tagen Urlaub wie­der ab. Wie so oft ließ er mei­ner Groß­mut­ter einen Kof­fer mit Geschäfts­kor­re­spon­denz und Bele­gen zum Sor­tie­ren da.

Als mei­ne Groß­mut­ter nach eini­gen Wochen end­lich zum Ord­nen des Kof­fer­in­hal­tes kam, fand sie neben Geschäfts­brie­fen und Bele­gen auch ein pri­va­tes Schrei­ben an ihren Mann, mei­nen Groß­va­ter. Die­ser Brief führ­te ihr sehr deut­lich vor Augen, dass ihr Ehe­mann Karl unter ‚Enger-Zusam­men­rü­cken‘ etwas ande­res ver­stand als sie.

Denn der Brief stamm­te von ihrer neu­en Mit­be­woh­ne­rin, der jun­gen Ber­li­ne­rin und angeb­li­chen „schwan­ge­ren Frau eines gefal­le­nen Kame­ra­den“. In die­sem Brief hat­te sie ihrem „Lie­ben Karl“ gebeich­te­te, dass sie ein Kind von ihm erwar­te­te.


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Der Rest der Geschich­te ist schnell erzählt, obwohl Groß­va­ters Geheim­nis einen lebens­lan­gen tie­fen Schmerz hin­ter­las­sen hat.

Natür­lich war mei­ne Groß­mut­ter ent­setzt und ver­zwei­felt, nach­dem sie den Brief gele­sen hat­te.
Wahr­schein­lich muss­te sie ihn mehr­mals lesen, bis sie begriff, was los ist — wer begreift schon schnell, wenn ihm gera­de sein kom­plet­tes Lebens­kon­zept um die Ohren fliegt?

Dann tat sie das, was wahr­schein­lich vie­le an ihrer Stel­le getan hät­ten: Sie zer­riss den Brief, um wenigs­tens das unse­li­ge Beweis­stück los­zu­wer­den, das ihr Leben völ­lig aus den Angeln geho­ben hat­te. Sie ver­nich­te­te es und warf die Fet­zen in die Sicker­gru­be hin­ters Haus (was sie ver­mut­lich lie­ber mit mei­nem Groß­va­ter getan hät­te, aber der war wie­der an irgend­ei­ner Front).

Ihre alar­mier­te jün­ge­re Schwes­ter zog sich spä­ter Gum­mi­stie­fel an und klet­ter­te beherzt in die Gru­be, um die Papier­fet­zen als Beweis­ma­te­ri­al für die Schei­dung zu ber­gen.

Die schwan­ge­re Ber­li­ne­rin wur­de vor die Tür gesetzt (sie hei­ra­te­te spä­ter einen ame­ri­ka­ni­schen GI und ging mit ihm nach Ame­ri­ka) und kur­ze Zeit spä­ter war mei­ne Groß­mut­ter eine „Geschie­de­ne“, die mit drei klei­nen Kin­dern wie vie­le ande­re Frau­en die letz­ten ent­beh­rungs­rei­chen und unsi­che­ren Kriegs­mo­na­te allei­ne durch­ste­hen muss­te.
(Immer­hin war allein­er­zie­hend für Müt­ter in der Nach­kriegs­zeit kein Makel mehr, son­dern fast schon üblich — in Deutsch­land leb­ten nach Kriegs­en­de 1,7 Mil­lio­nen Wit­wen und 2,5 Mil­lio­nen Halb­wai­sen.)

Enthüllen oder schweigen?

Fast wirkt es so, als hät­te mein Groß­va­ter die Ent­de­ckung gewünscht und her­bei­ge­führt, denn wer wirk­lich (s)ein Geheim­nis bewah­ren möch­te, steckt es nicht in einen Kof­fer und über­gibt ihn dann dem Men­schen, der dadurch am hef­tigs­ten ver­letzt wird.

Ist „geteil­tes Leid“ auch „hal­bes Leid?
Fühlt man sich nach einem Geständ­nis wirk­lich bes­ser?

Wenn dunkle Geheimnisse ans Licht kommen stellen sie alles infrage

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Ein dunk­les Geheim­nis ist für den, der’s ver­schweigt, eine enor­me psy­chi­sche Belas­tung, aber auch eine kör­per­li­che Anstren­gung.

Je ‚gefähr­li­cher‘ das Geheim­nis ist, des­to mehr Ener­gie muss der Geheim­nis­trä­ger in die Kon­troll­ar­beit ste­cken, und es bleibt trotz­dem immer die Angst, durch einen dum­men Zufall ent­deckt zu wer­den.
Das for­dert nicht nur Hirn­leis­tung, son­dern führt, wie man heu­te weiß, bei­spiels­wei­se auch zu einer erhöh­ten Anfäl­lig­keit für Infek­ti­ons- und chro­ni­schen Erkran­kun­gen.

Muss also alles raus, um an Leib und See­le gesund blei­ben zu kön­nen?

Leich­ter lässt sich eine glü­hen­de Koh­le auf der Zun­ge hal­ten als ein Geheim­nis.“
Sokra­tes


Die Ent­hül­lung eines Geheim­nis­ses ist ein zwei­schnei­di­ges Schwert.
Wer sich offen­bart, hat mit den Kon­se­quen­zen sei­ner Ent­hül­lung zu rech­nen – bei Groß­va­ter Karl die Schei­dung. Schwe­rer wiegt, dass man die Men­schen, die einem ver­trau­en, in tie­fes Unglück stürzt und sie an vie­lem (ver-)zweifeln lässt.

Ver­mut­lich hat mein Groß­va­ter, wie vie­le ande­re auch, sein Geheim­nis auf den Prä­sen­tier­tel­ler (in den Kof­fer) gelegt, weil er sich selbst erleich­tern, sein Dop­pel­le­ben und sei­ne Schuld­ge­füh­le nicht mehr ertra­gen woll­te.

Ein Geheim­nis zu offen­ba­ren, um die eige­nen Schuld­ge­füh­le los­zu­wer­den, ist aber der schlech­tes­te Grund, um eine Lüge zu geste­hen.
Denn wer sein Geheim­nis nicht län­ger ver­ber­gen möch­te, trägt auch Ver­ant­wor­tung. Das Mot­to: „Ich sag’s ein­fach, sol­len die ande­ren was dar­aus machen“, ist unfair und schafft neue Pro­ble­me.

Gehol­fen ist damit nie­man­den.

Aus­schlag­ge­bend für die Ent­schei­dung, ob man ein Geheim­nis beich­ten oder für sich behal­ten soll­te, ist die Ant­wort auf die Fra­ge, ob es dem Men­schen, der getäuscht wird, wei­ter­hilft.
Ob es dem ande­ren lang­fris­tig etwas „bringt“, die­ses Geheim­nis zu erfah­ren, bei­spiels­wei­se bei der Neu­aus­rich­tung sei­nes eige­nen Lebens (oder der Bezie­hung zuein­an­der).

Dafür gibt es kei­nen all­ge­mein­gül­ti­gen Weg. Die Ent­schei­dung „Ent­hül­len oder Schwei­gen?“ ist immer eine sehr ein­sa­me Ent­schei­dung.

Warum wir belogen werden wollen

Eigent­lich wird an der Stel­le; „ … kam nicht allein, son­dern in Beglei­tung einer jun­gen, hüb­schen Ber­li­ne­rin …“ jeder stut­zig.
Und es gab auch für mei­ne Groß­mut­ter an die­ser Stel­le kei­nen Grund, nicht stut­zig zu wer­den, selbst wenn man in Kriegs­zei­ten das „Enger-Zusam­men­rü­cken“ und hel­fen eher gewohnt war als heu­te.

Wie gestal­te­ten sich das Zusam­men­le­ben und der All­tag die­ser eigen­ar­ti­gen Ména­ge-à-trois wäh­rend des Urlaubs mei­nes Groß­va­ters? Wie ver­lie­fen die Aben­de, wenn die Kin­der im Bett waren, und man zu Dritt zusam­men­saß?
Gab es Bli­cke, ein Flüs­tern, flüch­ti­ge Berüh­run­gen?

Ver­mut­lich gab es sie.
Aber wer belo­gen und betro­gen wird, will die Anzei­chen dafür oft nicht sehen. In der Psy­cho­lo­gie spricht man von der Ver­mei­dung einer kogni­ti­ven Dis­so­nanz: Wir wol­len an unse­ren ein­mal getrof­fe­nen Ent­schei­dun­gen fest­hal­ten und sie als „gut“ und „rich­tig“ emp­fin­den.

Unser Glau­be führt zu einer Ver­mei­dungs­stra­te­gie, denn wir wol­len Gegen­tei­li­ges weder sehen noch hören. Alle Hin­wei­se, dass es mög­li­cher­wei­se anders sein könn­te als wir erwar­ten und erhof­fen, wer­den igno­riert.

Unser Bauch­ge­fühl lässt sich meis­tens nicht täu­schen. Wir spü­ren zwar, dass etwas nicht stimmt, wol­len das aber im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes nicht wahr­ha­ben.

Wer betrügt, der wird stets jeman­den fin­den, der sich betrü­gen lässt.“
Nic­colò Machia­vel­li


Ein wei­te­rer Effekt, der bei der Ver­drän­gung unan­ge­neh­mer Wahr­hei­ten eine Rol­le spielt, ist der soge­nann­te sunk cost effect, der Effekt der ver­senk­ten Kos­ten.

Wenn wir an etwas glau­ben und hart dafür arbei­ten, fällt es uns schwer zu akzep­tie­ren, dass alle Mühen und Anstren­gun­gen umsonst gewe­sen sein sol­len. Wir haben viel inves­tiert — jetzt soll es auch funk­tio­nie­ren.
Auch dann, wenn sich die Vor­aus­set­zun­gen ver­än­dert haben und das Ziel uner­reich­bar gewor­den ist (oder nie erreich­bar war).

Umso schlim­mer ist es, wenn ein Geheim­nis offen­bart wird, und all die schö­nen Stra­te­gi­en für: „Ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt“ nichts mehr nüt­zen.

Der Moment, wenn der Man­tel der Lüge gefal­len und der Tep­pich unter den Füßen weg­ge­zo­gen ist. Wenn von einem Augen­blick auf den ande­ren alles infra­ge steht, und der oder die Betrof­fe­ne erschüt­tert vor den Trüm­mern einer ehe­mals hei­len Welt steht.

Das Schlimms­te ist für vie­le, dass sie nicht nur das Ver­trau­en zum Geheim­nis­trä­ger ver­lie­ren, son­dern auch das Ver­trau­en in sich selbst: Wie konn­te ich mich nur so täu­schen las­sen? Habe ich mein Leben auf Sand gebaut? War­um habe ich jeman­dem ver­traut, der mei­nes Ver­trau­ens nicht wür­dig war?

In jeder Krise steckt auch eine Chance

Jede Ent­hül­lung oder Ent­de­ckung eines Geheim­nis­ses hat ihren Preis.
Die Getäusch­ten ver­lie­ren das Ver­trau­en in einen nahen oder gelieb­ten Men­schen und sind häu­fig bis in ihre Grund­fes­ten erschüt­tert und ‚ent-täuscht‘.

Dazu kom­men die Selbst­zwei­fel als Fol­ge von Ver­rat und Betrug: Wie soll man jemals wie­der zwi­schen Wahr­heit und Lüge, zwi­schen real und nicht real unter­schei­den kön­nen? Wem kann man über­haupt trau­en?

Aber auch der Geheim­nis­krä­mer, der sich bewusst oder unbe­wusst offen­bart hat, zahlt: Der Erleich­te­rung, dass jetzt alles „raus“ ist und offen auf dem Tisch liegt, fol­gen neue Pro­ble­me, nicht zuletzt die Schuld­ge­füh­le gegen­über dem, den man ver­letzt hat.

Kindheit in der Zeit nach dem Zweiten WeltkriegDoch auch in der Kri­se nach der Ent­hül­lung eines Geheim­nis­ses steckt eine gro­ße Chan­ce – für bei­de Sei­ten.

Für den Belo­ge­nen und Betro­ge­nen ist jetzt klar, dass er sich und sei­ne Welt neu defi­nie­ren muss.
Bei genau­em Über­le­gen mer­ken vie­le im Nach­hin­ein, dass das Bauch­ge­fühl im Grun­de schon lan­ge Alarm geschla­gen hat, aber nicht sein konn­te, was nicht sein durf­te.

Jetzt gibt es kein Zurück und kei­ne Aus­re­den mehr, die Tat­sa­chen lie­gen auf dem Tisch. Wer klug ist, nimmt sei­ne Ent­täu­schung zum Anlass und beginnt mit der Revi­si­on sei­ner eige­nen Geschich­te.

Ich bedarf einer Kri­sis. Die Natur berei­tet eine Zer­stö­rung, um neu zu gebä­ren.“
Johann Chris­toph Fried­rich von Schil­ler


Schuldig?

Es ist ver­lo­ckend, den ande­ren schul­dig zu spre­chen und sich selbst mora­lisch über­le­gen zu füh­len.
Im ers­ten Moment der Kri­se ist das eine durch­aus sinn­vol­le Stra­te­gie, um sich und sei­ne See­le zu schüt­zen; lang­fris­tig hilft die­se Hal­tung aller­dings nicht wei­ter.

Denn um spä­ter wie­der ver­trauen zu kön­nen, muss die Wun­de hei­len. Das geht nicht ohne das Auf­ar­bei­ten des Geheim­nis­ses – ohne zu beschö­ni­gen und zu ver­leug­nen –, und es geht auch nicht, ohne irgend­wann ver­zei­hen zu kön­nen.

Denn auch der Lüg­ner und Betrü­ger hat­te sei­ne Grün­de für sein dunk­les Geheim­nis. Und er hat­te viel­leicht auch gute Grün­de, es zu offen­ba­ren.


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Ätherische Ölmischung Forgive für Ruhe und inneren FriedenWir müs­sen mit alten Ver­let­zun­gen abschlie­ßen, damit Neu­es ent­ste­hen kann. Manch­mal ist die­ser Pro­zess schwie­rig und lang­wie­rig, denn Wut, Trau­er und Zorn kön­nen ver­hin­dern, dass wir unse­ren inne­ren Frie­den fin­den und mit Opti­mis­mus und Ener­gie unse­re Zukunft gestal­ten. Die äthe­ri­sche Ölmi­schung “For­gi­ve” und ande­re Aro­ma­öle kön­nen uns unter­stüt­zen, um wie­der ins Gleich­ge­wicht zu kom­men. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Kraft der fei­nen Öle fin­den Sie in unse­rem Shop 


Fazit:

Die Wahr­heit zu ken­nen, auch wenn man sie fürch­tet, kann auf lan­ge Sicht sehr viel Kraft geben. Ein ungu­tes Bauch­ge­fühl und Ver­drän­gung hel­fen auf Dau­er nicht wei­ter und sind emo­tio­na­le Ener­gie­fres­ser.

Für mei­ne Groß­el­tern gab es aller­dings weder Ver­zei­hen noch Hap­py End.
Zwar hat­te mein Groß­va­ter Karl mei­ner Groß­mut­ter nach dem Schei­dungs­ter­min noch ein „In zehn Jah­ren hei­ra­te ich Dich viel­leicht wie­der“, zuge­raunt, doch trotz ihrer drei gemein­sa­men Kin­der konn­ten sie ein Leben lang kaum mehr als das Nötigs­te mit­ein­an­der spre­chen.

Weder Groß­mut­ter noch Groß­va­ter konn­ten über einen zuge­ge­be­ner­ma­ßen sehr lan­gen Schat­ten sprin­gen.
Groß­va­ter konn­te sich nicht ent­schul­di­gen, Groß­mut­ter nicht ver­zei­hen.
Mein Groß­va­ter war noch zwei­mal ver­hei­ra­tet, mei­ne Groß­mut­ter ein­mal. Kei­ne ihrer Ehen wur­de glück­lich.

Lesen Sie im nächs­ten Bei­trag: Geben sich Frau­en als Müt­ter selbst ein “Lebens­läng­lich”? Opfern sie sich auf, wer­den dadurch unglück­lich und nör­geln schließ­lich ihre Män­ner aus dem Haus? Über den schwie­ri­gen Spa­gat zwi­schen Kind und Kegel, Auf­op­fern, Haus­ar­beit, Oro­pax und die müt­ter­li­chen Qua­li­tä­ten von Vätern.
Der Mann in der Kri­se?

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Unzu­frie­den­heit und unge­lös­te Pro­ble­me machen uns das Leben schwer. Wie wir uns selbst gele­gent­lich in unbe­frie­di­gen­de Lebens­si­tua­tio­nen manö­vrie­ren — und wie wir aus ihnen wie­der her­aus­kom­men. Sehr lesens­wert!. Rein­hard K. Spren­ger: Die Ent­schei­dung liegt bei dir! Wege aus der all­täg­li­chen Unzu­frie­den­heit*, Cam­pus Ver­lag GmbH, Frankfurt/Main, über­ar­bei­te­te Neu­auf­la­ge 2015


Tipps und Tricks für die eige­ne Bio­gra­fie­ar­beit,
Wis­sens­wer­tes über die digi­ta­le Bear­bei­tung alter Fami­li­en­fo­to­gra­fi­en, Fra­gen­ka­ta­lo­ge und vie­les mehr

Frag’ Oma — Wich­tige Fra­gen an Oma und Opa*, Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, 2015, Gebun­den

Anlei­tung, Inspi­ra­ti­on und Fra­gen­ka­ta­lo­ge für’s bio­gra­fi­sche Schrei­ben spe­zi­ell für  Opas, Onkel und natür­lich auch alle ande­ren (männ­li­chen) Fami­li­en­mit­glie­der, die etwas zu erzäh­len haben.
Frag’ Opa — Wich­tige Fra­gen an Oma und Opa*, Agen­tur für Bild­bio­gra­phien, 2015, Gebun­den

Paul Watz­la­wicks Klas­si­ker für’s Glück­lich­sein. Ein wun­der­ba­res Buch, in dem man sich (lei­der) sehr oft wie­der­erken­nen kann. Vie­le “Aha”-Erlebnisse, aber auch ein ech­tes Lese­ver­gnü­gen.
Paul Watz­la­wick: Anlei­tung zum Unglück­lich­sein*, Piper Ver­lag GmbH, Mün­chen, 2009

Schwie­ri­ge Bezie­hun­gen sind oft das Ergeb­nis von Ver­hal­tens­mus­tern, die von Gene­ra­ti­on zu Gene­ra­ti­on wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Wer immer wie­der in die glei­chen Fal­len tappt, wird in die­sem sehr lesens­wer­ten Sach­buch vie­le wert­vol­le Infor­ma­tio­nen über „trans­ge­ne­ra­tio­na­le“ Ver­er­bung fin­den. Sehr fun­diert geschrie­ben und mit vie­len Bei­spie­len berühm­ter Fami­li­en. Moni­ca McGold­rick, Wie­der heim­kom­men. Auf Spu­ren­su­che in Fami­li­en­ge­schich­ten*, Carl-Auer-Ver­lag, 2013

Freund­schaft schlie­ßen mit unse­rem „inne­ren Kind“ , Glau­bens­sät­ze erken­nen – und sie ver­än­dern, wenn es not­wen­dig ist. Ein hilf­rei­ches Buch, gut und ver­ständ­lich geschrie­ben, mit vie­len Bei­spie­len und Übun­gen, die hel­fen, inne­re Sack­gas­sen zu ver­las­sen. Ste­fa­nie Stahl, Das Kind in dir muss Hei­mat fin­den*, Kailash Ver­lag, 2015

Wei­ter­füh­ren­de Links zum The­ma Glück und Unglück:


Sei­ten­sprung: Wer kennt es nicht, wenn sich nach weni­gen Wochen gro­ßer Lie­be, in denen See­len­ver­wandt­schaf­ten ent­deckt und Zukunfts­plä­ne geschmie­det wer­den, der ange­him­mel­te Liebs­te plötz­lich rar­macht, um Bedenk­zeit bit­tet, selt­sa­me Erklä­run­gen stam­melt und schließ­lich zu einer ande­ren ent­schwin­det? Ist das Psy­cho­lo­gie oder doch wie­der nur ein mise­ra­bler männ­li­cher Hor­mon­haus­halt?
Ist Fremd­ge­hen ange­bo­ren?

Geschwis­ter­lie­be: Erst­ge­bo­re­ner oder jüngs­tes Kind? Egal, ob wir ewi­ge Riva­li­tät oder immer­wäh­ren­de Lie­be zu unse­ren Geschwis­tern pfle­gen, nicht nur der Cha­rak­ter unse­rer Bezie­hung ist von Bedeu­tung, son­dern auch unser Platz in der Geschwis­ter­rei­hen­fol­ge.
Klei­ne Schwes­ter, gro­ßer Bru­der: Geschwis­ter­kon­stel­la­tio­nen

Schlaf­los: Etwa ein Drit­tel aller Deut­schen wer­den zu den „sen­si­blen Schlä­fern“ gezählt, also zu den Men­schen, deren Schlaf emp­find­lich ist und leicht gestört wer­den kann. Aber auch bei Men­schen, die eigent­lich gut schla­fen, neh­men Schlaf­stö­run­gen zu. Die Ursa­che: Es gibt immer mehr Grün­de, die uns wach hal­ten.
War­um wir schlecht schla­fen


Frü­her war alles bes­ser? Das Leben ist manch­mal wie eine Ketch­upfla­sche. Lan­ge Zeit pas­siert nichts, dann kommt es knüp­pel­dick. Wer’s mit sei­nem Leben gera­de schwer hat, flüch­tet sich ger­ne in schö­ne Erin­ne­run­gen. War frü­her alles bes­ser? Jein. Aus unse­ren Erin­ne­run­gen kön­nen wir neue Kraft schöp­fen. Oder wir nut­zen sie, um uns noch unglück­li­cher zu machen.
Das Spiel mit der Ver­gan­gen­heit. Erin­nern wir uns! Oder doch lie­ber nicht?


Bio­gra­fie schrei­ben: Die Gele­gen­hei­ten, bei denen Groß­el­tern-, Eltern- und Enkel­ge­ne­ra­ti­on zusam­men­sit­zen und sich Geschich­ten „von frü­her“ erzäh­len, sind unre­gel­mä­ßig und rar gewor­den. Aber die Sehn­sucht nach einer gemein­sa­men Fami­li­en­ge­schich­te bleibt. Was dage­gen hilft? Auf­schrei­ben!
11 Tipps, die Sie beim bio­gra­fi­schen Schrei­ben beach­ten soll­ten


Lebens­kunst und Resi­li­enz: Schwä­chen repa­rie­ren oder Stär­ken stär­ken? War­um es oft bes­ser ist, sich auf das zu kon­zen­trie­ren, was gut läuft.
Die Ener­gie folgt der Auf­merk­sam­keit

Der nor­ma­le Wahn­sinn:Tipps und Tricks, psy­cho­lo­gi­sche Denk­fal­len und viel Wis­sens­wer­tes für ein bewuss­tes Leben fin­den Sie in unse­rer Kate­go­rie:
Tipps für den All­tag


Bild­nach­weis:
Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en, www.bildbiographien.de


 Wir müssten das alles mal aufschreibenDie Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en bringt seit 2012 Lebens-. Fami­li­en- und Unter­neh­mens­bio­gra­fi­en als Bild­bio­gra­phi­en ins Buch und bie­tet außer­dem einen Ghost­wri­ting-Ser­vice mit den Schwer­punk­ten Geschich­te und Psy­cho­lo­gie an.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auch auf unse­rer Home­page www.bildbiographien.de



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2 Gedanken zu „Dunkle Geheimnisse

  1. Guten Tag Frau Dr. Gebert!

    Eine bewe­gen­de Geschich­te, ein inter­es­san­ter Bei­trag!

    Am Ende blei­ben Fra­gen. Soll ich ein Geheim­nis lüf­ten oder nicht? Was wiegt schwe­rer? Die Ver­ant­wor­tung mit gegen­über oder gegen­über ande­ren? Und liegt in mei­ner Ver­ant­wor­tung nicht auch, den ande­ren die Mög­lich­keit zu geben, ihr Leben selbst zu bestim­men und zu meis­tern?
    War­um habe ich über­haupt ein Geheim­nis? Nötigt mich viel­leicht der Ande­re dazu oder nöti­gen mich Umstän­de dazu, die einem „unge­schrie­be­nen“ Gesetz unter­lie­gen, gesell­schaft­li­chen, über­hol­ten Regeln?
    Kann ich auf Ver­ge­bung hof­fen? Oder auf Gemein­sam­keit, Ver­ständ­nis, an einem Strang zie­hen?
    Fra­gen über Fra­gen!

    Ihr Bei­trag erin­nert mich an mein Leben. Vie­le sagen „Mei­ne Güte, was Du alles hin­ter Dir hast und meis­tern muss­test!“
    Ich selbst emp­fin­de es gar nicht so! Und zurück­bli­ckend sowie sol­che Bei­trä­ge wie die­sen lesend, kann ich mit Stolz auf mein Leben bli­cken.
    Mich durch­schla­gend, von Kind­heit an mit mei­nen Gedan­ken und Gefüh­len allein, sehr jung Mut­ter gewor­den, zeit­wei­se ohne Geld, aber nie­mals hat­te ich den Gedan­ken, es könn­te etwas schief­lau­fen.
    Das Leben geht wei­ter! Immer! Es hört nicht ein­fach so auf!

    Erin­ne­run­gen tau­chen bei mir auf!
    Eines Tages als ich zum ers­ten Mal in mei­nem Leben arbeits­los war und das drei Mona­te lang, geriet ich in eine leich­te depres­si­ve Pha­se.
    Mein damals 11jähriger Sohn hat­te eine ein­zi­ge Aus­sa­ge an mich und mei­ne klei­ne Depres­si­on: „Mensch Mama, es ist doch alles gut! Du hast uns so oft aus der Schei­ße raus­ge­holt, das schaffst Du auch die­ses Mal!“ Ich wer­de die­se Sät­ze nie­mals ver­ges­sen.

    Wel­che Bedeu­tung liegt in die­sem Satz eines Elf­jäh­ri­gen? Abge­se­hen von dem Ver­trau­en, das er mir offen­sicht­lich ent­ge­gen brach­te?
    Die­ser Satz gab mir Ver­trau­en in mei­ne Kin­der und Zuver­sicht auf ihre Zukunft. Sie haben gelernt, dass es Kri­sen gibt, dass die Welt kein Zucker­schle­cken ist, dass Kri­sen einen eben nicht ins Unglück stür­zen, son­dern immer wie­der zu bewäl­ti­gen sind und das Leben immer schön sein kann.
    Es liegt in einem selbst, Freu­de, Stolz, Erfolg und Zuver­sicht zu fin­den.
    Wann immer sich die fal­sche Rich­tung auf­tut: Hin­schmei­ßen, Auf­ge­ben, etwas Neu­es anfan­gen! Das habe ich gelernt und das habe ich mei­nen Kin­dern mit­ge­ge­ben.

    So man­ches Mal habe ich über­legt, ob das rich­tig war.
    Ihr Bei­trag zeigt mir: Ja, das war es!
    Es scheint das Bes­te im Leben eines Men­schen zu sein, so früh wie mög­lich zu ler­nen, dass jeder auf sich selbst gestellt ist, für sich selbst ver­ant­wort­lich ist, Ver­trau­en zwar schön ist, aber gut gewählt sei, wor­in ver­traut wird oder wem und vor allem davon aus­zu­ge­hen ist, dass Ver­trau­en miss­braucht wer­den kann. Nicht aus Bos­heit, son­dern der Umstän­de wegen, wes­halb sodann Ver­ge­bung natür­lich ist und wei­ter­hilft. Der Mensch gegen­über hat ein Recht auf sein Glück!

    Um also auf die Fra­ge „Geheim­nis lüf­ten oder nicht?“ zurück­zu­kom­men:
    Ich wür­de es immer so hal­ten, ein Geheim­nis zu lüf­ten und auch jeden bit­ten, mir zu offen­ba­ren, wenn er ein mich betref­fen­des Geheim­nis mit sich trägt.
    Gera­de weil wir bemer­ken, wenn es ein Geheim­nis gibt oder etwas in Schief­la­ge gera­ten ist und uns die­ser Umstand sehr viel Ener­gie kos­tet.
    Auch habe oder gebe ich dann die Mög­lich­keit einer Wahl, einer Ent­schei­dung!

    Kommt mir jemand mit den Wor­ten: „Kannst Du ein Geheim­nis bewah­ren?“ so ant­wor­te ich mit „Nein! Ziem­lich sicher nicht!“ Ich möch­te ein Geheim­nis gar nicht erst hören oder selbst ver­ur­sa­chen!

    Wie also lau­tet Ihre per­sön­li­che Ent­schei­dung zu die­ser Fra­ge?

    Die Geschich­te Ihrer Groß­mut­ter ist selbst­ver­ständ­lich bedau­erns­wert, aber lei­der auch „nor­mal“, egal in wel­chen Zei­ten wir gera­de leben.

    Und was ist aus die­ser armen, jun­gen, schwan­ge­ren Ber­li­ne­rin gewor­den? Die Per­son, die sich ja nun wirk­lich allen Ereig­nis­sen hilf­los hin­ge­ben muss­te, dem Geheim­nis am meis­ten unter­wor­fen war und sich als ein­zi­ge an die „Regeln des Geheim­nis­ses“ gehal­ten hat.

    Ihre Groß­mut­ter hat­te die alles ent­schei­den­de Wahl! Eine schwie­ri­ge Situa­ti­on, mit vie­len auf­brau­sen­den Emo­tio­nen und außer­dem gemein, weil sie „gefühlt“ allein davor stand.
    Stand sie aber nicht!
    Da war die Schwes­ter, die offen­sicht­lich eine Ent­schei­dung in die Bahn gelenkt hat, indem sie den Brief geret­tet hat. Es scheint so, als wäre Ihre Groß­mut­ter gern einen ande­ren Weg gegan­gen.
    Da war aber auch noch die Ber­li­ne­rin, wel­che Ihre Groß­mut­ter sowie deren Kin­der inzwi­schen lieb gewon­nen hat­ten. Zwei Freun­din­nen stan­den sich gegen­über, die nur einen ein­zi­gen „Makel“ hat­ten: Sie lieb­ten den­sel­ben Mann.

    Es klingt in Ihrer Geschich­te so natür­lich, so selbst­ver­ständ­lich, dass die jun­ge, schwan­ge­re Ber­li­ne­rin aus dem Haus gejagt wur­de. Kein wei­te­rer Satz zu die­ser Frau.
    Wie mag für sie wohl das Leben gelau­fen sein?
    Hat sich Ihre Groß­mut­ter Gedan­ken dar­über gemacht, wie es wohl die­ser einst lieb gewon­nen Freun­din ergan­gen sein mag?

    Wäre es nicht auch eine Lösung gewe­sen, die Ber­li­ne­rin im Boot zu las­sen und gemein­sam einen schwie­ri­gen Weg zu gehen? Even­tu­ell wäre Ihre Groß­mut­ter mit einer sol­chen Ent­schei­dung glück­li­cher gewor­den.
    Wie­so muss­te nun die Ber­li­ne­rin die Leid­tra­gends­te über­haupt wer­den, zumin­dest aus mei­ner Sicht der Din­ge? Nur weil sie den­sel­ben Mann lieb­te wie Ihre Groß­mut­ter?
    Wäre es nicht ins­ge­samt bes­ser gewe­sen, alle Betei­lig­ten hät­ten sich zusam­men eine gute Lösung über­legt?
    Ist das nicht viel­leicht der Wunsch, der hin­ter dem Lüf­ten eines Geheim­nis­ses steckt? Ist es viel­leicht der Ruf nach Hil­fe? Und wenn ja, ist es so schwie­rig und unvor­stell­bar, die­sem Ruf zu fol­gen und alle per­sön­li­chen Ani­mo­si­tä­ten über Bord zu wer­fen? Auf der ande­ren Sei­te steht häu­fig ein ver­zwei­fel­ter Mensch, der bit­tet, fragt und irgend­ei­nen Frie­den möch­te. Und soll das ego­is­tisch sein? Oder ist es viel­mehr ziel­füh­rend für alle Betei­lig­ten?
    Ist es nicht grau­sam, einen Hil­fe­su­chen­den zu igno­rie­ren? Aus Ver­bit­te­rung, Wut und Rache­ge­füh­len?

    Ich den­ke, hin­ter der Fra­ge „ein Geheim­nis lüf­ten oder nicht?“ steht vor allem die Fra­ge „kann ich auf eine ver­nünf­ti­ge Reak­ti­on ver­trau­en oder nicht?“ Und viel zu häu­fig scheint die Ant­wort dar­auf ein kla­res „Nein!“ zu sein. Und bestraft wird am Ende die Per­son, die am wenigs­ten Anteil am Ent­ste­hen eines Geheim­nis­ses hat­te.
    Wie gesagt: Ein inter­es­san­ter Bei­trag, der zu Über­le­gun­gen anregt und hilft, mit Stolz auf eige­ne Ent­schei­dun­gen und das eige­ne gemeis­ter­te Leben zu bli­cken sowie für den man­chen Tief­schlag äußerst dank­bar zu sein, anstatt dar­an zu ver­zwei­feln.

    Herz­li­che Grü­ße

    Ste­fa­nie

  2. Guten Mor­gen Ste­fa­nie,

    vie­len herz­li­chen Dank für Ihren tol­len Bei­trag!

    Das sind sehr beden­kens­wer­te Aspek­te. Die ‘Ber­li­ne­rin’ kam in unse­rer Fami­li­en­ge­schich­te tat­säch­lich (fast) nie wie­der vor — sie hei­ra­te­te mei­nes Wis­sens nach dem Krieg einen GI und zog mit ihm spä­ter in die Verei­enig­ten Staa­ten. Das Ver­blüf­fends­te: Ihre Toch­ter kam zur Beer­di­gung mei­nes Groß­va­ters und hat sich vor allem mit sei­ner ältes­ten Toch­ter, mei­ner Tan­te, sehr gut ver­stan­den. Inso­fern eine Ver­söh­nung, aber erst in der nächs­ten Gene­ra­ti­on.
    Und: Schaf­fen wir es, nie­mals unver­söhn­lich ver­letzt zu sein? Ich weiß es nicht.

    Herz­li­che Grü­ße!
    Susan­ne

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