Der Mann in der Krise?



Ein Kind ver­än­dert eine Bezie­hung, das wis­sen wir alle.
Aber: Geben sich Frau­en in ihrer Mut­ter­rol­le selbst ein “Lebens­läng­lich”, opfern sie sich auf und stür­zen damit sich, ihre Män­ner und ihre Söh­ne in die Kri­se?

Und: Ist es Zeit für die Eman­zi­pa­ti­on der Män­ner von der Mut­ter ihrer Kind­heit?

Frauen in ihrer Mutterrolle: Geben sie sich selbstein ein Lebenslänglich?
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Was heißt schon Mutterliebe?

Keine Liebe ohne Mutterliebe: Zärtlichkeiten zwischen Erwachsenen gibt es nur bei Tier-Arten, die sich um ihre Kinder kümmern



Mut­ter­lie­be sorgt dafür, dass Frau­en über sich hin­aus­wach­sen und Din­ge tun, die sie nor­ma­ler­wei­se für ande­re Men­schen nicht tun wür­den.
Fehlt Mut­ter­lie­be, muss ein Kind also „mut­ter­see­len­al­lein“ auf­wach­sen, wird es die­sen Man­gel ein Leben lang spü­ren.

Aber was ist Mut­ter­lie­be, und wie lässt sie sich erklä­ren?

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Die Erfindung der Mutterliebe

Porträt von Jean-Jacques Rousseau
Jean-Jac­ques Rous­se­au, Pas­tell von Mau­rice Quen­tin de La Tour, 1753, Gemein­frei

Mit “Mut­ter­lie­be” hat der fran­zö­si­sche Phi­lo­soph Jean-Jac­ques Rous­se­au nichts im Sinn, als er 1762 sei­nen Roman “Emi­le oder über die Erzie­hung” publi­ziert. Eigent­lich will er ein Zei­chen gegen die abso­lu­tis­ti­sche Stän­de­ge­sell­schaft set­zen, die ihn anwi­dert, und im Übri­gen hält er Erzie­hung für viel zu wich­tig, um sie Frau­en zu über­las­sen.
Rund 40 Jah­re spä­ter ist Rous­se­au post­hum zum Hel­den der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on gewor­den und “Emi­le” zur Grund­la­ge unse­rer moder­nen Erzie­hung.

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Mythos Mutter: Die Hand an der Wiege bewegt die Welt

Artemis, die griechische Göttin der Jagd, des Mondes, der Gebärendenen und der Mütter und Kinder
Arte­mis bricht mit den Nym­phen zur Jagd auf. Von Peter Paul Rubens — The Yorck Pro­ject. Gemein­frei.

In der Wie­ge unse­rer Zivi­li­sa­ti­on, im alten Grie­chen­land, hielt man von müt­ter­li­chen Gefüh­len nicht viel.
Bei den alten Römern auch nicht, und im Mit­tel­al­ter wur­de es für Frau­en beson­ders fins­ter. Erfun­den wur­de unser heu­ti­ger Begriff von “Mut­ter­lie­be” erst im 18. Jahr­hun­dert, dann aber mit vol­ler Wucht: Gute Mut­ter – schlech­te Mut­ter – gar kei­ne Mut­ter – schei­nen seit­dem die Mög­lich­kei­ten eines Frau­en­le­bens zu sein, inklu­si­ve Kul­tur­kampf und Sinn­kri­sen.

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Queen Victoria: Die Großmutter Europas (I)

Queen Vic­to­ria (1819 – 1901) drück­te dem 19. Jahr­hun­dert ihren Stem­pel auf und bestimm­te als „Groß­mutter Euro­pas“ auch die Geschich­te des 20. Jahr­hun­derts.

Ihr Leben fing mehr als beschei­den an, vater­los und mit einer Mut­ter, die sie als eine Art Faust­pfand für die eige­ne Zukunft betrach­tet.
Zwei Onkel bestim­men Vic­to­ri­as Schick­sal: Ihr selt­sa­mer Onkel Geor­ge, von dem sie über­ra­schend den bri­ti­schen Thron erbt, und Onkel Leo­pold, der sich um ihr Lebens­glück und ihre Zukunft küm­mert.

Queen Victoria, 1847, Ölgemälde von Franz Xaver Winterhalter
Queen Vic­to­ria, 1847, Ölge­mäl­de von Franz Xaver Win­ter­hal­ter
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Zwischen Drill und Misshandlung: Johanna Haarers „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“

Mut­ter mit Kin­dern, SS-Leit­heft 9/2 Febru­ar 1943, unbe­kann­ter Foto­graf, Bun­des­ar­chiv, Bild 146‑1973-010–31 / CC-BY-SA 3.0

Erfun­den” haben die Natio­nal­so­zia­lis­ten die ‘Erzie­hung mit har­ter Hand’ nicht, aber wie so vie­les ande­re auf die Spit­ze getrie­ben.

Johan­na Haa­rers Kin­der­drill-Bibel war in der Nazi-Zeit ein Best­sel­ler. Nach 1945 ver­schwand Haa­rers Mach­werk nicht, son­dern wur­de ent­na­zi­fi­ziert und mit leicht ver­än­der­tem Titel wie­der auf­ge­legt. Bis in die 1980er Jah­re trieb die­ses Buch sein Unwe­sen — und hat bis zu sei­nem end­gül­ti­gen Aus über vie­le Kin­der unend­li­ches Leid gebracht.

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