1936: Das Jahr des Scheiterns

Ber­lin, Olym­pia­de 1936. Von Bun­des­ar­chiv, B 145 Bild-P017073 / Frankl, A. / CC BY-SA 3.0 de

Im Som­mer 1936 trifft die Welt zwei Mal auf­ein­an­der: Bei der Olym­pia­de in Ber­lin und auf den Schlacht­fel­dern des Bür­ger­kriegs in Spa­ni­en. Ein Jahr, das ver­hei­ßungs­voll und mit der Hoff­nung beginnt, den Hit­ler-Irr­sinn end­lich ver­eint zu stop­pen, endet in einem Rausch aus Blut und Ter­ror.

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Die Äquatortaufe

Von Andre­as See­li­ger

Die Äquatortaufe von Andreas Seeliger

Bild: Archiv Andre­as See­li­ger

Die Äqua­tor­tau­fe ist ein alter Initia­ti­ons­ri­tus für See­leu­te, der noch aus der Zeit der Ent­deck­er­rei­sen stammt. Damals fürch­te­te man die lebens­ge­fäht­li­che Pas­sa­ge über den Äqua­tor. Gegen die töd­li­chen Gefah­ren soll­ten Mut und Gläu­big­keit hel­fen, bekräf­tigt wur­de bei­des durch eine Tau­fe. Mit der Zeit ver­lo­ren die Äqua­to­ren­fahr­ten ihren Schre­cken; getauft wur­de trotz­dem. Zur Belus­ti­gung der Mann­schaft, aber auch um die Men­ge an Genuss­mit­teln für Nep­tun, Pas­tor, Stern­gu­cker und “Neger” zu erhö­hen …

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Aufschieben für Profis: Noch mehr Tipps bei Aufschieberitis

Aufschieben als BotschaftAuf­schie­be­ri­tis ist eine Bot­schaft. Oft hilft es, eine Pau­se zu machen und das Pro­jekt — vor allem das kon­kre­te(!) Ziel, das wir errei­chen, sobald wir das Auf­schie­be­pro­jekt gemeis­tert haben — noch­mal gedank­lich durch­zu­kau­en. Mit einem kla­rem Ziel vor Augen startet’s sich bes­ser. Dann noch ein biss­chen Sala­mi­tak­tik dazu und Auf­schie­ben war ges­tern. Wei­ter­le­sen

Hitlers Mutter Klara

Kla­ra Hit­ler“ von Unbe­kannt — forum​.axis​histo​ry​.com. Lizen­ziert unter Gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons

 

Für die dama­li­ge Zeit hat­te Adolf Hit­ler eine ganz „nor­ma­le“ Kind­heit. Dis­zi­plin, Gehor­sam und Füg­sam­keit waren jahr­hun­der­te­lang nicht nur ers­te Unter­ta­nen-, son­dern auch obers­te Kin­der­pflicht. Und so wächst Adolf Hit­ler auf wie vie­le ande­re auch: Als Sohn eines ‘erzie­hen­den’ — prü­geln­den — Vaters und einer Mut­ter, die zwar lie­be­voll, aber auch schwach ist.


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Vom It-Girl zur Walküre

Bun­des­ar­chiv Bild 102–10460, Adolf Hit­ler, Red­ner­po­sen“

Unity Val­ky­rie Mit­ford ist in den 1930er Jah­ren eines der ange­sag­tes­ten „It-Girls“ der fei­nen Lon­do­ner Gesell­schaft, ver­wandt mit jedem, der in Groß­bri­tan­ni­en Rang und Namen hat. Sie ist schön, exzen­trisch und wild, wird zur glü­hen­den Faschis­tin und fasst den Plan, Adolf Hit­ler ken­nen zu ler­nen. Ihr Plan gelingt, aber Hit­lers „Gunst“ stürzt auch sie – wie vie­le ande­re — ins Ver­der­ben. Wei­ter­le­sen

Hitlers It-Girl

Bun­des­ar­chiv, Bild 183-S33882, Por­trät­auf­nah­me vom 20.4.1937.

Unity Val­ky­rie Mit­ford ist in den 1930er Jah­ren ein exzen­tri­sches It-Girl der fei­nen Lon­do­ner Gesell­schaft. Ver­mut­lich mehr aus Lan­ge­wei­le schließt sie sich den bri­ti­schen Faschis­ten an, wird zur glü­hen­den Ver­eh­re­rin Adolf Hit­lers, reist nach Mün­chen, schafft es, den “Füh­rer” ken­nen­zu­ler­nen und in den “inner cir­cle” der neu­en natio­nal­so­zia­lis­ti­schen High-Socie­ty im Drit­ten Reich auf­zu­stei­gen.

Ein deutsch-bri­ti­sches Tech­tel­mech­tel — mit Fol­gen?

 

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1932 — Das Ende der Republik. Brüning, der Hungerkanzler

Die Not unse­rer Zeit! Arbeits­lo­se Hafen­ar­bei­ter auf Abruf bei der Stra­ßen-Arbeits­ver­mitt­lung am Baum­wall, Ham­burg, 1931. Von Bun­des­ar­chiv, Bild 102–11008 / CC-BY-SA 3.0

Die letz­ten frei­en Wah­len am 6. Novem­ber 1932 besie­geln das Schick­sal der Deut­schen. Es ist aber nicht das Wäh­ler­vo­tum, das den roten Tep­pich für Adolf Hit­ler aus­rollt, son­dern das kata­stro­pha­le Agie­ren von mehr oder min­der demo­kra­ti­schen Poli­ti­kern, die mit einer Mischung aus Igno­ranz, Dumm­heit und Selbst­sucht die ers­te Demo­kra­tie auf deut­schem Boden gegen die Wand fah­ren. Brü­ning, Papen, von Schlei­cher, Paul von Hin­den­burg und Oskar von Hin­den­burg, der „in der Ver­fas­sung nicht vor­ge­se­he­ne Sohn des Reichs­prä­si­den­ten“ sind die eigent­li­chen Weg­be­rei­ter der „Macht­er­grei­fung“ im Jahr 1933.

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Hamburg auf den Barrikaden

Hafen­ar­bei­ter an einer Anle­ge­stel­le im Ham­bur­ger Hafen im Jahr 1900. Von Johann Hamann (1859–1935), Gemein­frei

1923. Fünf Jah­re sind seit dem Ende des Welt­krie­ges ver­gan­gen, aber Deutsch­land kommt nicht zur Ruhe. In Ham­burg üben die Kom­mu­nis­ten Welt­re­vo­lu­ti­on und für weni­ge Stun­den gibt es eine „Sowjet­re­pu­blik Stor­marn“. Ernst Thäl­mann, Ham­burgs cha­ris­ma­ti­scher KPD-Füh­rer, bringt sich für sei­ne wei­te­re Kar­rie­re in Stel­lung, Sta­lin und Hit­ler mischen auch schon irgend­wie mit.

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Vom Ruhrkampf zum Deutschen Oktober

Ein­zug fran­zö­si­scher Trup­pen in Essen, 1923, Von Bain News Ser­vice, publisher — Libra­ry of Con­gress Prints and Pho­to­graphs Divi­si­on Washing­ton, D.C., Gemein­frei

1923. Reichs­kanz­ler Wil­helm Cuno und sei­ne “Regie­rung der Wirt­schaft” ver­su­chen, die Wei­ma­rer Repu­blik auf Kurs zu hal­ten, und las­sen dafür Geld dru­cken. Sehr viel Geld. Mit kata­stro­pha­len Fol­gen für das zer­ris­se­ne Land: Es scheint nur noch eine Fra­ge der Zeit bis zum Kol­laps zu sein. Bis zum rech­ten oder lin­ken Kol­laps, das ist auch noch nicht so ganz klar …

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Sissis ‘Franzl’ und der große Knall: Krieg oder Frieden?

Franz_Joseph,_circa_1915

Pho­to of Franz Josef, Emperor of Aus­tria (1830–1916), ca. 1915, Scan­ned from the book The Impe­ri­al House of Haps­burg by Johann Kauf­mann. Published by Braxt­on

 

Ein alter Kai­ser, ein aus­ein­an­der­bre­chen­der Viel­völ­ker­staat und jugend­li­che Ver­schwö­rer, die bereit sind, für ihre Über­zeu­gung zu mor­den. Das ist der Stoff, aus dem Alb­träu­me sind. Oder Welt­ge­schich­te.
Ein Hin­ter­grund­be­richt über die Aus­lö­ser des Ers­ten Welt­krie­ges.

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