Der „Schwarze Freitag“: Vom Börsenkrach zur Weltwirtschaftskrise

Berlin, Bankenkrach, Andrang bei der Sparkasse

Im Kampf um ihre Spar­ein­la­gen! Mas­sen­an­drang der Spa­rer vor der städ­ti­schen Spar­kas­se in Ber­lin. Von Bun­des­ar­chiv, Bild 102–12023 / Georg Pahl / CC-BY-SA 3.0

Tat­säch­lich ist der „Schwar­ze Frei­tag“ ein Don­ners­tag. Am 24. Okto­ber 1929 begin­nen an der New Yor­ker Wall Street die Akti­en­kur­se zu rut­schen. Gegen Mit­tag wird aus Ner­vo­si­tät Panik, der Dow Jones sackt ab, der Han­del bricht mehr­mals zusam­men. Der Crash wird schließ­lich zur Wirt­schafts­kri­se, als jeder ver­sucht zu ret­ten, was noch zu ret­ten ist — egal, zu wel­chem Preis. Der Bör­sen­krach an der Wall Street, der zunächst von vie­len als Kor­rek­tur über­hitz­ter Märk­te gedeu­tet wur­de, stürz­te die Welt in eine der schlimms­ten und fol­gen­schwers­ten Kri­sen ihrer Geschich­te. Wei­ter­le­sen

Hail Mosley!

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Bri­tish poli­ti­ci­an Sir Oswald Ernald Mos­ley, 6th Baro­net (1896–1980) and Lady Cyn­thia, née Cyn­thia Blan­che Cur­zon (1898–1933), on their wed­ding day. By Geor­ge Gran­t­ham Bain Collec­tion (Libra­ry of Con­gress)

 

Sir Oswald Mos­ley, seit 1928 Erbe des Fami­li­en­ti­tels und damit 6. Baro­net, hat nicht nur Schlag bei den Frau­en (unter ande­rem wer­den ihm Affä­ren mit der Schwes­ter und der Stief­mut­ter sei­ner Frau Cyn­thia nach­ge­sagt), son­dern zeich­net sich vor allem auch durch sei­ne wech­seln­den poli­ti­schen Ein­stel­lun­gen und – damit ver­bun­den – einer abwechs­lungs­rei­chen Berufs­kar­rie­re aus. Nach­dem er in Groß­bri­tan­ni­en allen demo­kra­ti­schen Par­tei­en ange­hört hat, grün­det er 1932 schließ­lich die faschis­ti­sche ‘BUF’ und ver­sucht sich als bri­ti­sche Aus­ga­be Adolf Hit­lers. Anfangs hat er damit sogar Erfolg …

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1936: Das Jahr des Scheiterns

Ber­lin, Olym­pia­de 1936. Von Bun­des­ar­chiv, B 145 Bild-P017073 / Frankl, A. / CC BY-SA 3.0 de

Im Som­mer 1936 trifft die Welt zwei Mal auf­ein­an­der: Bei der Olym­pia­de in Ber­lin und auf den Schlacht­fel­dern des Bür­ger­kriegs in Spa­ni­en. Ein Jahr, das ver­hei­ßungs­voll und mit der Hoff­nung beginnt, den Hit­ler-Irr­sinn end­lich ver­eint zu stop­pen, endet in einem Rausch aus Blut und Ter­ror.

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Vom It-Girl zur Walküre

Bun­des­ar­chiv Bild 102–10460, Adolf Hit­ler, Red­ner­po­sen“

Unity Val­ky­rie Mit­ford ist in den 1930er Jah­ren eines der ange­sag­tes­ten „It-Girls“ der fei­nen Lon­do­ner Gesell­schaft, ver­wandt mit jedem, der in Groß­bri­tan­ni­en Rang und Namen hat. Sie ist schön, exzen­trisch und wild, wird zur glü­hen­den Faschis­tin und fasst den Plan, Adolf Hit­ler ken­nen zu ler­nen. Ihr Plan gelingt, aber Hit­lers „Gunst“ stürzt auch sie – wie vie­le ande­re — ins Ver­der­ben. Wei­ter­le­sen

Hitlers It-Girl

Bun­des­ar­chiv, Bild 183-S33882, Por­trät­auf­nah­me vom 20.4.1937.

Unity Val­ky­rie Mit­ford ist in den 1930er Jah­ren ein exzen­tri­sches It-Girl der fei­nen Lon­do­ner Gesell­schaft. Ver­mut­lich mehr aus Lan­ge­wei­le schließt sie sich den bri­ti­schen Faschis­ten an, wird zur glü­hen­den Ver­eh­re­rin Adolf Hit­lers, reist nach Mün­chen, schafft es, den “Füh­rer” ken­nen­zu­ler­nen und in den “inner cir­cle” der neu­en natio­nal­so­zia­lis­ti­schen High-Socie­ty im Drit­ten Reich auf­zu­stei­gen.

Ein deutsch-bri­ti­sches Tech­tel­mech­tel — mit Fol­gen?

 

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1932 — Das Ende der Republik. Brüning, der Hungerkanzler

Die Not unse­rer Zeit! Arbeits­lo­se Hafen­ar­bei­ter auf Abruf bei der Stra­ßen-Arbeits­ver­mitt­lung am Baum­wall, Ham­burg, 1931. Von Bun­des­ar­chiv, Bild 102–11008 / CC-BY-SA 3.0

Die letz­ten frei­en Wah­len am 6. Novem­ber 1932 besie­geln das Schick­sal der Deut­schen. Es ist aber nicht das Wäh­ler­vo­tum, das den roten Tep­pich für Adolf Hit­ler aus­rollt, son­dern das kata­stro­pha­le Agie­ren von mehr oder min­der demo­kra­ti­schen Poli­ti­kern, die mit einer Mischung aus Igno­ranz, Dumm­heit und Selbst­sucht die ers­te Demo­kra­tie auf deut­schem Boden gegen die Wand fah­ren. Brü­ning, Papen, von Schlei­cher, Paul von Hin­den­burg und Oskar von Hin­den­burg, der „in der Ver­fas­sung nicht vor­ge­se­he­ne Sohn des Reichs­prä­si­den­ten“ sind die eigent­li­chen Weg­be­rei­ter der „Macht­er­grei­fung“ im Jahr 1933.

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Hamburg auf den Barrikaden

Hafen­ar­bei­ter an einer Anle­ge­stel­le im Ham­bur­ger Hafen im Jahr 1900. Von Johann Hamann (1859–1935), Gemein­frei

1923. Fünf Jah­re sind seit dem Ende des Welt­krie­ges ver­gan­gen, aber Deutsch­land kommt nicht zur Ruhe. In Ham­burg üben die Kom­mu­nis­ten Welt­re­vo­lu­ti­on und für weni­ge Stun­den gibt es eine „Sowjet­re­pu­blik Stor­marn“. Ernst Thäl­mann, Ham­burgs cha­ris­ma­ti­scher KPD-Füh­rer, bringt sich für sei­ne wei­te­re Kar­rie­re in Stel­lung, Sta­lin und Hit­ler mischen auch schon irgend­wie mit.

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Vom Ruhrkampf zum Deutschen Oktober

Ein­zug fran­zö­si­scher Trup­pen in Essen, 1923, Von Bain News Ser­vice, publisher — Libra­ry of Con­gress Prints and Pho­to­graphs Divi­si­on Washing­ton, D.C., Gemein­frei

1923. Reichs­kanz­ler Wil­helm Cuno und sei­ne “Regie­rung der Wirt­schaft” ver­su­chen, die Wei­ma­rer Repu­blik auf Kurs zu hal­ten, und las­sen dafür Geld dru­cken. Sehr viel Geld. Mit kata­stro­pha­len Fol­gen für das zer­ris­se­ne Land: Es scheint nur noch eine Fra­ge der Zeit bis zum Kol­laps zu sein. Bis zum rech­ten oder lin­ken Kol­laps, das ist auch noch nicht so ganz klar …

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Sissis ‘Franzl’ und der große Knall: Krieg oder Frieden?

Franz_Joseph,_circa_1915

Pho­to of Franz Josef, Emperor of Aus­tria (1830–1916), ca. 1915, Scan­ned from the book The Impe­ri­al House of Haps­burg by Johann Kauf­mann. Published by Braxt­on

 

Ein alter Kai­ser, ein aus­ein­an­der­bre­chen­der Viel­völ­ker­staat und jugend­li­che Ver­schwö­rer, die bereit sind, für ihre Über­zeu­gung zu mor­den. Das ist der Stoff, aus dem Alb­träu­me sind. Oder Welt­ge­schich­te.
Ein Hin­ter­grund­be­richt über die Aus­lö­ser des Ers­ten Welt­krie­ges.

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Ein Platz an der Sonne oder: Wilhelm, das „Großmaul”

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Kai­ser Wil­helm II zwi­schen 1910 und 1914, E. Bie­ber, Hof­pho­to­graph, Libra­ry of Con­gress, Prints and Pho­to­graphs Divi­si­on, Washing­ton, D.C. 20540 US

 

 

In Ber­lin hat man mit Ser­bi­en und dem Bal­kan eigent­lich nichts am Hut, sei­ne Majes­tät, der 55-Jäh­ri­ge Kai­ser Wil­helm II — auch „Wil­helm das Großmaul”´genannt — sucht den “Platz an der Son­ne” in Über­see. Trotz­dem gibt es für ihn und sei­ne Entou­ra­ge gute Grün­de, war­um die Deut­schen auf die Ermor­dung des öster­rei­chisch-unga­ri­schen Thron­fol­ger­paars mit einem “Denk­zet­tel für Ser­bi­en” ant­wor­ten sol­len. Wei­ter­le­sen