Vom It-Girl zur Walküre

Bun­des­ar­chiv Bild 102–10460, Adolf Hit­ler, Red­ner­po­sen“

Unity Val­ky­rie Mit­ford ist in den 1930er Jah­ren eines der ange­sag­tes­ten „It-Girls“ der fei­nen Lon­do­ner Gesell­schaft, ver­wandt mit jedem, der in Groß­bri­tan­ni­en Rang und Namen hat. Sie ist schön, exzen­trisch und wild, wird dann aber zur glü­hen­den Faschis­tin und fasst den Plan, Adolf Hit­ler ken­nen zu ler­nen. Der Plan gelingt, doch Hit­lers „Gunst“ stürzt auch sie – wie vie­le ande­re — ins Ver­der­ben. Wei­ter­le­sen

Vor 70 Jahren: Weltkriegsende – Zusammenbruch – Befreiung

Heilbronn

Nach Kriegs­en­de, Heil­bronn 1945 After the end of the war, 1945, By US Army, Public Domain

4474 Tage währ­te das 1000jährige Reich auf deut­schem Boden.
Dann brach es am 8. Mai 1945 in einem Infer­no aus Blut, Trä­nen und Mil­lio­nen Toten zusam­men. Eine Chro­no­lo­gie des fürch­ter­lichs­ten Krie­ges in der Welt­ge­schich­te.

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Biedermann oder Brandstifter: Konrad Henlein

Bundesarchiv_Bild_183-H13160,_Beim_Einmarsch_deutscher_Truppen_in_Eger

Beset­zung der Tsche­cho­slo­wa­kei durch die deut­schen Trup­pen, Okto­ber 1938, UBz: Ein­woh­ner von Eger beim Ein­rü­cken deut­scher faschis­ti­schen Ver­bän­de. Her­aus­ga­be­da­tum: 5. Okto­ber 1938, Scherl / Welt­bild, Bun­des­ar­chiv, Bild 183-H13160 / CC BY-SA 3.0

Zu den schil­lernds­ten Figu­ren der Welt­ge­schich­te zählt Kon­rad Hen­lein, der Mann, mit des­sen Hil­fe Adolf Hit­ler die Sude­ten­deut­schen im Herbst 1938 „heim ins Reich“ hol­te.
Hen­lein, Sude­ten­deut­scher mit tsche­chi­schem Groß­va­ter, war Turn­leh­rer und woll­te nach eige­nem Bekun­den nichts ande­res sein. Er wur­de zum Aus­hän­ge­schild einer Bewe­gung, die in den 1930er Jah­re kräf­tig am Welt­frie­den zün­del­te.
War Kon­rad Hen­lein nur Mario­net­te und Brand­stif­ter, ein ver­blen­de­ter Natio­nal­so­zia­list? Oder auch Bie­der­mann mit einem eigent­lich ernst­haf­ten Anlie­gen?
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Ein Platz an der Sonne oder: Wilhelm, das „Großmaul”

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Kai­ser Wil­helm II zwi­schen 1910 und 1914, E. Bie­ber, Hof­pho­to­graph, Libra­ry of Con­gress, Prints and Pho­to­graphs Divi­si­on, Washing­ton, D.C. 20540 US

In Ber­lin hat man mit Ser­bi­en und dem Bal­kan eigent­lich nichts am Hut, sei­ne Majes­tät, der 55-Jäh­ri­ge Kai­ser Wil­helm II — auch „Wil­helm das Großmaul”´genannt — sucht den “Platz an der Son­ne” eher in Über­see. Trotz­dem gibt es für ihn und sei­ne Entou­ra­ge gute Grün­de, war­um die Deut­schen auf die Ermor­dung des öster­rei­chisch-unga­ri­schen Thron­fol­ger­paars mit einem “Denk­zet­tel für Ser­bi­en” ant­wor­ten sol­len. Wei­ter­le­sen

Sissis ‘Franzl’ und der große Knall: Krieg oder Frieden?

Franz_Joseph,_circa_1915

Pho­to of Franz Josef, Emperor of Aus­tria (1830–1916), ca. 1915, Scan­ned from the book The Impe­ri­al Hou­se of Haps­burg by Johann Kauf­mann. Published by Brax­t­on

 

Ein alter Kai­ser, ein Viel­völ­ker­staat, von vie­len auch als “Völ­ker­ker­ker” bezeich­net, und jugend­li­che Ver­schwö­rer, die bereit sind, für ihre Über­zeu­gung zu mor­den. Das ist der Stoff, aus dem Alb­träu­me sind. Oder Welt­ge­schich­te.
Ein Hin­ter­grund­be­richt über die Aus­lö­ser des Ers­ten Welt­krie­ges.

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Wer war eigentlich „Stalin“? (3)

Hitler-Stalin-PaktEs ist ein Trep­pen­witz der Geschich­te, dass aus- gerech­net der sonst bis an die Gren­ze zur Para­noia miss­traui­sche Sta­lin die Zei­chen der Zeit nicht erkennt:
Ab März 1941 berich­ten immer mehr sowje­ti­sche Spio­ne von einem nicht enden wol­len­den Strom deut­scher Trup­pen, die Rich­tung Osten mar­schie­ren, täg­lich bräch- ten bis zu vier Züge deut­sche Sol­da­ten und Pan­zer in die Auf­marsch­räu­me in Polen.
Anfang Mai 1941 mel­det der Agent Richard Sor­ge aus Japan nach Mos­kau, dass ein Angriff der Deut­schen mit 150 Divi­sio­nen unmit­tel­bar bevor stün­de. Geplan­ter Ter­min: der 20. Juni 1941.
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9. November 1938: „Kristallnacht“

Herschel_Grynszpan_nov_7_1938

Her­schel Gryn­span kurz nach sei­ner Ver­haf­tung am 7. Novem­ber 1938, Autor: Unknown, Gemein­frei

Die “Kris­tall­nacht” im Jahr 1938 war weder eine spon­ta­ne Reak­ti­on auf das Atten­tat des 17jährigen pol­ni­schen Juden Her­schel Grynsz­pan auf den deut­schen Lega­ti­ons­se­kre­tär Ernst Edu­ard vom Rath noch ein plötz­li­cher Aus­bruch des „Volks­zorns“.

Der 9. Novem­ber 1938 war eine lang geplan­te und orga­ni­sier­te Gewalt­ak­ti­on zur Finan­zie­rung des längst beschlos­se­nen Welt­krie­ges..

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Wer war eigentlich „Stalin“? (2)

Sta­lin und Dimitrow (rechts) in Mos­kau (1936), Gemein­frei

Lenins „Mann fürs Gro­be“ ist ihm am Ende doch zu grob. In sei­nem poli­ti­schen Tes­ta­ment emp­fiehlt der Begrün­der und ers­te Regie­rungs­chef Sowjet­russ­lands  drin­gend, Sta­lin als all­mäch­ti­gen Gene­ral­se­kre­tär der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Russ­lands abzu­lö­sen und einen ande­ren an sei­ne Stel­le zu set­zen. Einen ande­ren Gene­ral­se­kre­tär, der sich „in jeder Hin­sicht“ vom Genos­sen Sta­lin „nur durch einen Vor­zug“ unter­schei­det, wie Lenin schreibt: „näm­lich dadurch, dass er tole­ran­ter, loya­ler, höf­li­cher und den Genos­sen gegen­über auf­merk­sa­mer, weni­ger lau­nen­haft usw. ist.“

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Wer war eigentlich „Stalin“? (1)

Sta­lin im Jah­re 1894, From Unknown, Gemein­frei

 

Ios­seb Wis­sa­ri­o­no­witsch Dschu­gaschwi­li, genannt Sta­lin, gilt neben Adolf Hit­ler als einer der grau­sams­ten Dik­ta­to­ren in der Geschich­te der Mensch­heit.
Als Lenins „Mann fürs Gro­be“ beginnt er sei­ne Kar­rie­re mit Intel­li­genz und Skru­pel­lo­sig­keit. Durch men­schen­ver­ach­ten­de Här­te wird er ab 1924 zum all­mäch­ti­gen KP-Gene­ral­se­kre­tär — und zum gefürch­te­ten Allein­herr­scher über die Sowjet­uni­on.

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30. September 1938: Das Münchner Abkommen. Trommeln in der Nacht …

Heim ins Reich

Eine Ver­bin­dung aus Fli­cken und Fet­zen” — Die Tsche­cho­slo­wa­kei in den Gren­zen von 1937. Abbil­dung: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en

Am 30. Sep­tem­ber 1938 wur­de nach mona­te­lan­ger Kri­se das „Münch­ner Abkom­men“ zwi­schen Eng­land, Frank­reich, Ita­li­en und Deutsch­land geschlos­sen. Die Welt und vie­le Deut­sche hof­fen, dass durch die Abtre­tung der sude­ten­deut­schen Gebie­te Hit­lers  Gier end­lich gestoppt, der Frie­den geret­tet wäre.
Ein Zeit­zeu­gen­be­richt.

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