Ihr Flüchtlinge! Flucht und Vertreibung 1944 — 1950

Ost­preu­ßen, Flücht­ling­treck“ von Bun­des­ar­chiv, Bild 146‑1976-072–09 / CC-BY-SA 3.0. Lizen­ziert unter CC BY-SA 3.0 de

Von ‚Will­kom­mens-Kul­tur‘ kann kei­ne Rede sein, als in den Jah­ren zwi­schen 1944 und 1950 rund 12 Mil­lio­nen Deut­sche und Deutsch­stäm­mi­ge aus Ost­preu­ßen, Pom­mern, Schle­si­en und dem Sude­ten­land in den Wes­ten flie­hen. In den Augen vie­ler Ein­hei­mi­scher sind sie die „Pola­cken“, die ihnen das Weni­ge, das sie nach dem ver­lo­re­nen Krieg noch haben, weg­neh­men wol­len. Heu­te hal­ten Wirt­schafts­his­to­ri­ker den “Brain­gain”, also den Gewinn an Talen­ten durch die Flücht­lings­wel­le, für eine der wich­tigs­ten Grund­la­gen des  „Wirt­schafts­wun­ders“ — wich­ti­ger als Mar­shall-Plan und Lud­wig Erhard. Wei­ter­le­sen

Kleine Schwester, großer Bruder: Geschwisterkonstellationen

Kleine Schwester großer Bruder Geschwisterkonstellationen

Foto: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en

Geschwis­ter sind die Men­schen, mit denen wir die längs­te Bezie­hung unse­res Lebens füh­ren. Egal, ob wir ewi­ge Riva­li­tät oder immer­wäh­ren­de Lie­be pfle­gen, nicht nur der Cha­rak­ter unse­rer Geschwis­ter­be­zie­hung ist von Bedeu­tung, son­dern auch unser Platz in der Geschwis­ter-Rei­hen­fol­ge.

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Das Genovese-Syndrom: Zuschauen kann töten

Im März 1964 wird eine jun­ge Ame­ri­ka­ne­rin mit­ten in einem Wohn­vier­tel des New Yor­ker Stadt­eils Queens bru­tal über­fal­len und ermor­det. Wie die Poli­zei spä­ter ermit­tel­te, hät­te Cathe­ri­ne Susan – „Kit­ty“ – Genove­se über­le­ben kön­nen, vor­aus­ge­setzt, einer der 38 Zeu­gen des Über­falls hät­te ein­ge­grif­fen und wenigs­tens die Poli­zei geru­fen.

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11 Tipps, die Sie beim biografischen Schreiben beachten sollten

Frag Opa Geschenkbuch Biografie schreiben leicht gemachtPublish or Perish“ – schreib’ oder ver­schwin­de – ist ursprüng­lich eine alte Uni­ver­si­täts-Weis­heit, die mitt­ler­wei­le für alle gilt. Es reicht nicht mehr aus, die geerb­ten Foto­al­ben und Stamm­bü­cher zu hegen und zu pfle­gen, denn ihr Inhalt wird für nach­fol­gen­de Gene­ra­tio­nen sinn­los, wenn das Wis­sen dazu ver­lo­ren gegan­gen ist.
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Da röhrt der Hirsch. Über die unmögliche Kommunikation zwischen Männern und Frauen

Puppchen_Du_bist_mein_Augenstern_Agentur für Bildbiographien

Foto: Agen­tur für Bild­bio­gra­phi­en

Die Regeln des männ­li­chen und weib­li­chen Zusam­men­le­bens fol­gen Not­wen­dig­kei­ten, die von der Evo­lu­ti­on „erfun­den“ wor­den sind, um die Über­le­bens­fä­hig­keit der eige­nen Art zu sichern. Oder anders aus­ge­drückt: Wir haben zwar ein ziem­lich moder­nes Gehirn, aber unser Ver­hal­ten ist in den letz­ten 70.000 Jah­ren nicht sehr viel moder­ner gewor­den. Noch ein­fa­cher: Manch­mal sind wir ech­te Nean­der­ta­ler.

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Die Vermessung des Glücks

individuelle Grußkarte aus FamilienfotosKann man Glück mes­sen? Einer­seits sind Glücks­de­fi­ni­tio­nen so unter- schied­lich wie die Men­schen selbst, ande­rer­seits gibt es vie­le Hin­wei­se dar­auf, dass “Glück” nach sehr ähn­li­chen Mus­tern “funk­tio­niert”. Der jetzt ver­öf­fent­lich­te “Euro­pean Soci­al Sur­vey” wagt den muti­gen Ver­such, Glück in Zah­len zu packen und lie­fert neue Erkennt­nis­se, was uns im Leben glück­lich und zufrie­den macht. Oder machen könn­te.

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Opas Krieg

Von Chris­ti­an Mack

Opas Krieg_1Heu­te, für ein Men­schen­le­ben unend­lich lan­ge erschei­nen­de 100 Jah­re spä­ter, fin­det der Ers­te Welt­krieg zum „Jubi­lä­um” wie­der Beach­tung. Dabei gibt es ein Pro­blem: Die Lebens­welt der Men­schen vor 100 Jah­ren ist uns fremd gewor­den. Und somit auch die „Urka­ta­stro­phe des 20. Jahr­hun­derts” (Geor­ge F. Kenn­an). Der Zwei­te Welt­krieg scheint uns dage­gen leben­dig: An Hol­ly­wood­fil­men oder Fern­seh­do­ku­men­ta­tio­nen zum The­ma herrscht kein Man­gel, eben­so wenig an Zeit­zeu­gen. Mit dem Ers­ten Welt­krieg sieht es da etwas anders aus: Wie war das damals?

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Vom It-Girl zur Walküre

Bun­des­ar­chiv Bild 102–10460, Adolf Hit­ler, Red­ner­po­sen“

Unity Val­ky­rie Mit­ford ist in den 1930er Jah­ren eines der ange­sag­tes­ten „It-Girls“ der fei­nen Lon­do­ner Gesell­schaft, ver­wandt mit jedem, der in Groß­bri­tan­ni­en Rang und Namen hat. Sie ist schön, exzen­trisch und wild, wird dann aber zur glü­hen­den Faschis­tin und fasst den Plan, Adolf Hit­ler ken­nen zu ler­nen. Der Plan gelingt, doch Hit­lers „Gunst“ stürzt auch sie – wie vie­le ande­re — ins Ver­der­ben. Wei­ter­le­sen

Wurzeln und Flügel

kidsZwei Din­ge sol­len Kin­der von ihren Eltern bekom­men: Wur­zeln und Flü­gel.“ Goe­the. Wer sonst?
Der Dich­ter­fürst hat­te es gut, denn zu sei­ner Zeit waren die Flü­gel und Wur­zeln noch rela­tiv klar zu defi­nie­ren. Und heu­te?
Gel­ten „Hol­lis­ter“, „Aber­crom­bie & Fitch“ und „Super­dry“ als Wur­zeln oder als Flü­gel? Oder war da noch was?
Die Fami­li­en­for­scher ist ein muti­ges neu­es Pro­jekt, das Kin­dern und Jugend­li­chen einen Weg zu ganz ande­ren Wur­zeln zeigt: zu ihren eige­nen.
Und die ver­lei­hen bekannt­lich Flü­gel.

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